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Giacomo Puccini: Tosca (Gesamtaufnahme 1953)
Format: Audio CDÄndern
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am 21. April 2007
Giacomo Puccini (1858 - 1924): Tosca (Gesamtaufnahme). Ausführende: Maria Callas (Floria Tosca); Giuseppe di Stefano (Mario Cavaradossi); Tito Gobbi (Baron Scarpia); Franco Calabrese (Cesare Angelotti); Angelo Mercuriali (Spoletta); Melchiorre Luise (Messner); Dario Caselli (Sciarrone und Gefängniswärter); Alvaro Cordova (Hirtenjunge); Chor und Orchester des Teatro alla Scala (Einstudierung: Vittore Veneziani); Gesamtleitung: Victor de Sabata. Aufnahme: August 1953 im Teatro alla Scala, Mailand. Produzent: Walter Legge. Ursprünglich veröffentlicht auf LP als Columbia 33CX 1094/1095.

Die vorliegende Ausgabe wurde von Mark Obert-Thorn von frühen LP-Ausgaben überspielt und digital bearbeitet. Herausgegeben 2004 als Naxos 8.110256-257.

Puccinis "Tosca" ist vielleicht die bekannteste und beliebteste Oper des "Verismo". Und diese 1953 aufgenommene Mono-Einspielung mit Maria Callas als Tosca und einer absolut phänomenalen Besetzung der männlichen Rollen zählt sicher zu den am meisten verkauften und gehörten Opernaufnahmen der Welt. Die Rechte an der Aufnahme hielt die EMI, das Copyright ist jedoch abgelaufen, so dass auch Naxos seit einigen Jahren berechtigt ist, eine Ausgabe auf den Markt zu bringen. Die Rechtfertigung dafür steckt in der "Producer's Note", die ich hier übersetzen und im vollen Wortlaut wiedergeben möchte:

"Diese klassische Aufführung, möglicherweise die beste Studioaufnahme einer gesamten Oper, die jemals gemacht wurde, ist im Verlauf der vergangenen 50 Jahre niemals aus dem Katalog verschwunden, sondern ist in verschiedenen Formaten immer wieder neu aufgelegt worden. Wie jedoch der Callas-Gelehrte Dr. Robert E. Seletsky angemerkt hat, war keine einzige der bisherigen Auflagen, auch nicht die neueste CD-Übertragung in der EMI-Serie 'Great Recordings of the Century', von Mastering- oder Editierproblemen frei. Auf den ursprünglichen LPs schwankte die Tonhöhe zwischen, manchmal sogar innerhalb der einzelnen Seiten. Bei den drei CD-Ausgaben der EMI wurden einige Probleme in der einen Ausgabe korrigiert und in der nächsten wieder hergestellt, während sich weitere, neue Editierfehler einschlichen (z. B. die Einführung der drei 'Marios' beim ersten Auftritt der Tosca im ersten Akt auf den ersten Pressungen der 'Callas Edition'). Die neueste 'Great Recordings of the Century'-Übertragung machte die Probleme nur noch schlimmer dadurch, dass die Tonhöhe hörbar zu niedrig angesetzt wurde, ein Irrtum, der nicht nur der Laufzeit dieser verhältnismäßig kurzen Oper anderthalb Minuten hinzufügte, sondern gleichfalls des Hörers Wahrnehmung der Tempi bzw. der Vokaltimbres beeinflusst. Für die vorliegende Überspielung organisierte ich nicht weniger als zehn ganze LP-Sets und verbrachte fast acht Wochen damit, sie mir anzuhören, sie miteinander zu vergleichen und das Projekt neu zu überarbeiten, solange bis ich mit den Ergebnissen zufrieden sein konnte" - Mark Obert-Thorn.

Es ist also eine Ausgabe entstanden, die zu einem günstigen Preis den größtmöglichen Genuss verspricht, und sobald man sich an den etwas betagten, aber dennoch recht guten Monoklang gewöhnt hat, kann man in einer sängerischen Leistung schwelgen, die tatsächlich wohl ihresgleichen sucht. Eine bessere Tosca als Maria Callas kann man sich kaum vorstellen, aber auch di Stefano und Gobbi erfüllen allerhöchste Ansprüche. In seinem einleitenden Text weist David Patmore auf den Perfektionismus de Sabatas hin, der den Schluss des ersten Akts sogar 30mal aufnehmen ließ, ehe er sich zufrieden gab.

Einen Wermutstropfen gibt es dennoch: Um Geld zu sparen, verzichtet Naxos auf eine Wiedergabe des Librettos und drückt im dünnen Beiheft nur eine knappe englischsprachige Inhaltsangabe ab. Ein (nur) italienisches Libretto, das sich nur mühevoll ausdrucken lässt, gibt es auf der entsprechenden Webseite gut versteckt; wer sich wirklich in diese faszinierende Musikwelt vertiefen möchte, täte gut daran, sich das viersprachige Libretto auszudrucken, das an anderer Stelle im Internet als PDF-Datei zum Downloaden bereit steht.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 28. April 2011
Bei Umfragen unter professionellen Musikkritikern wird auf der Frage nach der besten Opern-Einspielung aller Zeiten immer wieder diese Tosca von 1953 genannt - zu Recht:

Maria Callas auf der Höhe ihrer stimmlichen und darstellerischen Möglichkeiten ist eine ebenso anrührende wie furiose Tosca, kein keifendes Fischweib, sondern eine junge, verliebte Künstlerin, der schlimmste Gewalt angetan wird. Wenn man sie hört, kann man sich die Rolle nicht anders vorstellen, schon gar nicht besser. Es war eine ihrer ersten und es war ihre letzte Rolle auf der Bühne, die sie bis in die letzte Nuance jahrelang ausgetüftelt hatte. Allenfalls in der Kantate im 2. Akt sind einige scharfe Töne zu hören. Ansonsten ist dies hier die mit Sicherheit beste Darstellung der Tosca auf Tonträger überhaupt.

Giuseppe di Stefano war ein Instinktsänger mit herrlicher Stimme, die er hier voll zur Geltung bringt. Sein Cavaradossi ist nicht elegant und ironisch wie etwa Carlo Bergonzi (10 Jahre später neben der schon stark angegriffenen Callas in ihrer 2. Aufnahme), sondern ein vor Charme strotzender Naturbursche.

Tito Gobbi schließlich ist als Scarpia kein platter Bösewicht und Lüstling, sondern ein sarkastischer, kluger Dämon. Er ist der ideale Gegenspieler der Callas in dieser Rolle, hat sie nicht umsonst über zehn Jahre lang auf der Bühne neben ihr gesungen und zweimal aufgenommen.

Der Dirigent der Aufnahme, Vittorio de Sabata, hält ein auch im übrigen hervorragendes Ensemble streng zusammen, vermeidet das bei dieser Oper so leichte Abgleiten in Edelkitsch, ohne in Oberflächlichkeit zu verfallen.

Besser geht es nicht. Eine Aufnahme, die in jede Opernsammlung gehört.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Februar 2011
Die Oper Tosca ist sicherlich für viele der Inbegriff des Opernkrimis mit allem was dazugehört, von Liebe, Leidenschaft bis hin zum tödlichen Verrat. Maria Callas ist auch heute noch maßstabsetzend in der Rolle der Floria, die sie hier in der Einspielung von 1953 mit Tito Gobbi zusammen perfekt singschauspielernd zu einem großen Drama formt. Was die beiden vor allem im zweiten Akt vollbringen ist schier eine Sensation und lässt die Szene vor dem inneren Auge des Hörers nahezu entstehen. Giuseppe di Stefano als Cavaradossi kommt mit in den Höhen etwas eng werdendem Tenor nicht ganz an die singuläre Leistung seiner beiden Kollegen ran, singt aber durchaus gut. Das restliche Ensemble fügt sich ebenfalls tadellos ein. Das Orchester der Mailänder Scala wird von Victor de Sabata in der Partitur von einem Höhepunkt zum anderen geführt, der Dirigent vernachlässigt aber auch die Stimmungen der Zwischentöne nicht. Eine heute noch gültige Aufnahme.
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am 3. August 2011
diese cd ist mein absoluter liebling!ich kann sie immer wieder hören und geniessen!die stimmen sind unglaublich,wobei ich immer wieder sage das komponisten eh die größten sind!
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0 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Dezember 2012
Kulanz von Amazon durch Stellung einer Ersatzlieferung, nachdem das erste Päckchen verloren ging!
Aufnahme! Beliebt unter Opern-Liebhabern.

Würde immer wieder dort bestellen.
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