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315
4,3 von 5 Sternen
Donnie Darko (Single Disc)
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. August 2004
Wer bei diesen Begriffen aufhorcht, sollte "Donnie Darko" auf keinen Fall verpassen. Ein recht ungewöhnlicher Film, der es in Deutschland neben den ganzen 0815-Komödien und Hollywood-Produktionen leider nicht bis ins Kino schaffte, was ich für meinen Teil kein Stück nachvollziehen kann. Donnie Darko ist ein sehr guter Film, dem es nach langer Zeit endlich wieder gelungen ist, mich eine Woche später immer noch grübeln zu lassen. Die Story ist ziemlich verworren, weshalb man sich den Film mindestens zwei mal ansehen sollte, um durchblicken zu können. An einigen Stellen ganz schön abgedreht, ist der Film tiefgründig und wirft viele Fragen auf.
Die Handlung: Donnie Darko, ein Teenager mit Wahnvorstellungen, wird eines Nachts von einem 2Meter-Kaninchen namens Frank besucht, das ihm mitteilt, dass in 28 Tagen, 6 Stunden, 42 Minuten und 12 Sekunden die Welt untergeht. Donnie versteht selbst nicht genau, welche Rolle er dabei spielt, bis er nach und nach Hinweise findet, dass das ganze Teil eines kosmischen Plans ist...
Das Bonus-Material gefällt mir besonders gut: es gibt das ganze Buch "The Philosophy of Time Travelling" zum nachlesen, jede Menge Audiokommentare, entfallenen Szenen, ein 16-seitiges Booklet, Filmmusik und vieles mehr. Besonders passend ist die Gallerie mit den Graffities, die eine Horde Künstler zum Thema "they made me do it" (ein Slogan aus dem Film) entwarfen, welche einen selbst noch mehr über den Film nachdenken lassen. Nachdem ich den Film gesehen und das Bonusmaterial studiert hatte, konnte ich eine Woche über nichts anderes nachdenken. Donnie Darko kann man sich immer wieder ansehen, ohne dass es langweilig wird.
Ein anspruchsvoller Film für alle, die sich schon mal gefragt haben, wieso manche Dinge geschehen, ob sich Unheil verhindern lässt und ob es das Schicksal gibt - oder nicht.
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152 von 163 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Oktober 2005
Donnie Darko. Das Kult-Phänomen. Jeder, der sich mit Filmen ein bisschen beschäftigt, hat von diesem Film zumindest gehört. Er wurde 2001 mit einem für US-amerikanische Verhältnisse sehr geringen Budget von 4 Millionen Dollar gedreht, kam dort kurz ins Kino und ging sang- und klanglos unter. Mit der Veröffentlichung auf DVD setzte dann jedoch besagtes Kult-Phänomen ein: in Internet-Foren wurde intensivst über diesen Film, und vor allem die Interpretation seines Inhalts, diskutiert. Das besondere an diesem Film waren zum einen sehr gute Schauspieler. Desweiteren die Filmmusik von Michael Andrews und die 80er-Jahre-Songs, die eine einmalige und den Film perfekt ergänzende Stimmung erzeugten. Dann die Geschichte, eine Mischung aus Science-Fiction (nein nein, nicht Star Trek oder so), Jugend-Psycho-Drama und Gesellschaftskritik, gespickt mit einer guten Prise sehr hintergründigem, dezenten Humor. Diese Geschichte wurde jedoch sehr verschlüsselt erzählt, vor allem in der zweiten Hälfte mit immer mehr Szenen, die eher verwirrten als Klarheit schufen. Aber das war egal. Und am Ende des Films saß man da, war überwältigt, und konnte trotzdem höchstens ansatzweise wiedergeben, was da nun eigentlich passiert war. Ein Film, der entweder komplett fesselt oder völlig an einem vorbei geht. War man gefesselt, ging die Suche im Internet los: was war denn da im Film nun wirklich passiert, was hatte der Filmemacher sich gedacht?
Regisseur Richard Kelly war bei der Kinoversion in seiner künsterlischen Freiheit eingeschränkt: aufgrund des geringen Budgets konnten einige seiner Wunsch-Lieder, für die die Lizenzkosten zu hochen waren, nicht in den Film eingebaut werden. Desweiteren war er Regie-Erstling und musste so diverse Schnittauflagen erdulden, unter anderem die, nicht über 2 Stunden zu gehen. Und nun gibt es den Director's Cut: Nach dem großen, nachträglichen Erfolg trat man an Regisseur Richard Kelly heran und bat ihn, den Film so fertig zu stellen, wie er es eigentlich vorgesehen hatte. Und hier zeigt sich ausnahmsweise, wie die Schnittauflagen eines Studios einem Film auch mal Gutes tun können. Ohne zuviel verraten zu wollen: die Veränderungen sind zum Teil vehement, lassen insgesamt viel weniger Interpretationsspielraum und bringen den Film deutlicher in Richtung Mainstream-Kino. Für diejenigen, die die Kinoversion schon kennen: es gibt Einblendungen des Buches "Philosophy of Time Travel", die den Fluss des Films stark stören; die hervorragende Musik von Michael Andrews ist an mehreren Stellen z.T. vehement zurückgenommen worden und plätschert eher im Hintergrund dahin - wenn überhaupt; hinzugekommen sind viele unnötige Soundeffekte, die den Film aufblasen, aber nichts Neues bringen; Mike Bauer hat zusätzliche, monotone, tiefklingende Keyboardschwurbelmusik konstruiert, die in fast allen Szenen auftaucht, die vorher perfekt ohne Musik auskamen, und jetzt nur nervt - z.B. in der allerletzten Schlussszene; ein paar Dialogteile sind dafür komplett rausgefallen - meistens, um die Story zu vereinfachen; usw usw.
Kelly hat natürlich das gute Recht, seinen Film so zu machen, wie er will. Man merkt aber sehr deutlich, dass er nicht verstanden hat, welche Aspekte seines Films das Kult-Phänomen haben entstehen lassen - was also das Besondere daran war. Letztendlich war der Film also doch nicht das Resultat eines genialen Regisseurs, sondern nur das glückliche und zufällige Zusammentreffen verschiedener anderer Faktoren.
Also, wer die Version sehen will, die der Regisseur sich vorstellte, nehme den Director's Cut. Wer die Version sehen will, die überhaupt nur in der Lage war und es geschafft hat, das Kult-Phänomen auszulösen, nehme die normale Kinoversion.
Vergesst den Director's Cut. Es kann nur einen geben - und das ist der Donnie Darko, wie er in der Kinoversion existierte. Donnie Darko Director's Cut: 3 Sterne (weil die Kernstory immer noch da ist)
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127 von 137 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. März 2006
Zunächst sei gesagt, wer Spaß und Freude an „Zeitreisefilmen“, wie „The Butterfly Effect“ oder „The Jacket“ hatte, muss nicht folgerichtig das gleiche bei „Donnie Darko“ empfinden. Zwar ist das Thema Zeitreise auch hier Dreh und Angelpunkt der Geschichte, jedoch erzählt der Film eine ganz eigene Geschichte, die wesentlich komplexer und durchdachter ist als die seiner Mitstreiter und die man zudem nicht wirklich als kurzweilige Unterhaltung bezeichnen kann. Aber gerade das macht Richard Kelly’s Erstlingswerk aus!
Einzusiedeln ist „Donnie Darko“ irgendwo zwischen Science-Fiction, Teenie-Komödie und Drama. Thematisiert wird das Erwachsenwerden, die Kritik am amerikanischen Schulwesen, und wie schon gesagt das Zeitreisen. Zu viel finden Sie? Ich sage Nein! Genau richtig!
Donnie Darko (Jake Gyllenhaal) ist ein 16jähriger Teenager aus Middlesex, einem kleinen amerikanischen Vorort an der Westküste Amerikas. In einer der ersten Einstellungen erwacht Donnie auf einem Golfplatz in seiner Heimatstadt. Nicht ganz normal möchte man meinen, ist es auch nicht, denn Donnie ist Schlafwandler und zudem erscheint ihm von Zeit zu Zeit eine Person in einem surreal anmutenden Hasenkostüm (gespielt von James Duval), die ihn vor der bald nahenden Apokalypse warnt. Eben dieser Hase war es auch, der Donnie nachts zuvor aus dem Bett gelockt und ihn zum Golfplatz geführt hat. Was er nicht weiß ist, dass der Hase ihm damit das Leben gerettet hat, denn just in dieser Nacht ist eine herrenlose Flugzeugturbine in sein Zimmer gestürzt.
Diese Turbine wird jedoch erst knapp einen Monat später von einem Flugzeug abfallen in dem Mutter und Schwester Darkos sitzen…
Und das ist auch schon der Konflikt des Filmes, denn durch den Absturz der Flugzeugturbine, die scheinbar durch einen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum ihren Weg nach Middlesex gefunden hat, entsteht eine Parallelwelt die droht in sich zusammenzustürzen.
Und schnell wird klar, das Donnie Darko der Auserwählte ist, an dem es liegt dieses „Wurmloch“ zwischen Raum und Zeit zu schließen und Middlesex mitsamt Freunden und Verwandten zu retten. Und das ist letztlich nur möglich, wenn er sein eigenes Leben opfert.
Dieser kurze Abriss des Inhaltes zeigt, neben der Science-Fiction, auch die Dramatik in Donnie Darkos Aufgabe, denn er muss sich damit abfinden sein eigenes Leben herzugeben um die Gesetze von Raum und Zeit wieder ins Lot zu bringen und das, wo er doch gerade die Liebe seines Lebens, Gretchen, kennen gelernt hat. Diese Dramatik zeigt sich sehr schön in einer Szene als Donnie mit einem unendlich langen Blick Abschied von Gretchen nimmt.
Doch all das Traurige und Dramatische in dieser Geschichte ist eingepackt in die bunte und lebendige Highschoolwelt des kleinen Vorortes, so dass der Film auch ein ganzes Stück weit Teenie-Komödie ist, mit knackigen und wirklich lustigen Dialogen und vor allem einem überaus gelungenem Soundtrack. Doch diese, scheinbar grundverschiedenen, Genre versteht Richard Kelly außerordentlich gut zusammenzufügen, alles wirkt wie aus einem Guss.
Doch das ist nicht nur der Verdienst des Regisseurs, hervorheben sollte man vor allem die schauspielerische Leistung der Darsteller, allen voran Jake Gylenhaal, alias Donnie Darko, der traumhaft spielt und in diesem Film sicherlich unersetzlich ist. Neben Jake Gyllenhaal seien stellvertretend noch zwei weitere Namen genannt, die sich durch ihre schauspielerische Leistung besonders vorgetan haben – Mary MacDonnell (als Darkos Mutter) und Beth Grant (als etwas durchgedrehte Lehrerin). Mary MacDonnell ist eine außergewöhnliche Schauspielerin und genau die richtige Besetzung für Donnie’s Mutter, die durch ihr schauspielerisches Können, der Mutter-Sohn-Beziehung eine unglaubliche Tiefe verleiht.
Die Andere, Beth Grant, spielt die konservative Klassenlehrerin Kitty Farmer, die ihren Schülern sehr fragwürdige Weisheiten des selbstverliebten Motivationsgurus Jim Cunningham (Patrick Swayze) beibringt. Kitty Farmer ist in „Donnie Darko“ so was wie die personifizierte Kritik am amerikanischen Schulsystem, welches sie stur und eisern verteidigt.
Letztlich bleibt nur noch eine Anmerkung zu machen, und zwar dass man sich für „Donnie Darko“ Zeit nehmen sollte. Der Film ist voller kleiner Anspielungen und interessanter Einstellungen, die man nicht alle beim ersten sehen mitbekommt. Ebenso interessant und gut gelungen ist Richard Kelly das Zusammenspiel zwischen Donnie Darko, dem tragischen Helden, und den anderen Statisten, die wie Boten unbewusst oder bewusst (wie der Riesenhase) Donnie auf seinem Weg leiten. Fast jeder in Donnies Umgebung fügt dem Masterplan unwissend ein Puzzlestück hinzu. So beispielsweise Grandma Death, die mit ihrem Buch „Philosophie des Zeitreisens“ Donnie überhaupt erst das Wissen über das Zeitreisen liefert. Sie hat ihre Aufgabe erfüllt und so schließt sich für sie der Kreis und sie empfängt endlich den Brief auf den sie Tag für Tag wartete. Von Donnie.
„Donnie Darko“ behandelt das Thema Zeitreisen, wie bereits erwähnt, auf eine ganz eigene Art und Weise. Donnie kann Raum und Zeit nicht kontrollieren wie die Hauptdarsteller in anderen Zeitreisefilmen („Butterfly Effect, Jacket etc.). Ihm ist es nicht möglich spektakulär durch die Zeit zu reisen, er ist vielmehr ein unglückliches Zeitreiseopfer. Der Film ist wirklich gut durchdacht, erstklassige Schauspieler und sehr viel Interpretationsfreiraum à la David Lynch. Was soll man dazu sagen? Das ist gut, das ist klasse, das ist ganz ganz großes Tennis! Bitte mehr davon!
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39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. März 2006
Natürlich kann ich bei diesem genialen Film nicht mehr als die Höchstnote zücken.
ALLERDINGS sollte man sich, wenn man die Kinoversion gesehen hat, auf einige massive Änderungen gefaßt machen. Viele der "extra" Szenen und auch neue wurden wieder eingefügt um die Handlung klarer zu gestalten. Dadurch wird der gesamte film ca 20 Minuten länger.
Ich persönlich bevorzuge jedoch die Kinoversion, ist diese für mich wesentlich düsterer und geheimnisvoller als dieser DC.
Welchen ihr letztendlich kauft, bleibt euch überlassen, ich empfehle jedoch die Kinoversion VOR dem DC zu schauen, damit ihr die Änderungen sehen und Euch darüber Gedanken machen könnt!
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58 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Oktober 2005
Zum Film als solchen brauche ich nicht mehr viel zu sagen, außer dass er einer der Besten der vergangenen Jahre ist. Nun zum Directors Cut: Inhaltlich sind die meisten zusätzlichen Szenen kaum von Belang, eventuell das Gespräch mit der Psychologin. Die einzige die ich im Nachhinein in der Standartversion wirklich vermisse ist jedoch das Gespräch, das Donnie mit seinem Vater im Garten hat. Ansonsten scheinen die neuen Szenen eher Füllwerk zu sein. Das wäre noch zu verkraften, leider wurde jedoch auch die Musik völlig umgestellt und passt meiner Meinung nach lange nicht mehr so gut. Richtig nervig sind jedoch die neu eingefügten schnellen Schnitte bei gleichzeitiger Einblendung der Texte aus der Philosophie der Zitreisen. Diese sollen modern ausschauen, wirken jedoch hauptsächlich billig mit ihrer pseudo-Computeroptik und passen so gar nicht in den 80er Jahre Stil des Films. Somit geht ein guter Teil der Atmosphäre flöten. Darum auch nur vier Sterne für diese Version. Fazit: Auf jeden Fall kaufen, jedoch das Original!
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44 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Februar 2004
Es sind Momente wie diese, wenn man sich selbst überwindet, alle Zwänge abwirft und sich völlig in eine Film verliert.
"Hast du ihn gekannt?" "Nein." Dann der Abspann. Sie haben gerade Donnie Darko gesehen. Herzlichen Glückwunsch!
Ein Film, der mehr Fragen hinterlässt, als er Antworten gibt. Natürlich bisher von kaum jemandem wahrgenommen. In unserer Mainstream-Welt ist nur selten Platz für die wahren Perlen der Filmindustrie. Skurrile Charaktere liefern sich unkonventionelle Wortschlachten. Zwei verstörte Teenager finden zueinander und sind doch allein. Der modernen oberflächlichen Gesellschaft wird ein Spiegel vorgehalten.
Die Handlung ist so seltsam wie interessant. Eine psychisch gestörter Junge wird von seinem imaginären Freund im Hasenkostüm gerettet und folgt fort an seinen Befehlen. Auf der Suche nach Antworten wird er zunehmend gewalttätig und entdeckt doch das schönste aller Gefühle. Die Liebe. Doch die Visionen bleiben und Tag für Tag vergeht, bis zum dem Moment, wo ihm in eine Sekunden alles klar wird...
Dieses Werk schafft es, die Geschichte des Erwachsenwerdens mit sozialkritischen Aspekten und dem blanken Wahnsinn zu verbinden. Die bisher fast unbekannten Hauptdarsteller brillieren in jeder Sekunde und ziehen den Zuschauer in den Bann. Die Kamera wird virtuos von Richard Kelly geführt und in den Nebenrollen kommen auch große Namen zur Geltung.
Was den Film auszeichnet ist die beklemmende und doch erheiternde Art, wie sich der Plot entwickelt. Die Dialoge sind nicht so platt wie in anderen großen Hollywoodproduktionen, sondern haben einen tieferen Sinn. Hier zeigt sich, wofür Filme wirklich da sind. In einer grandiosen Komposition aus Wort, Bild und Musik wird der Zuschauer gefordert loszulassen und selbst zu denken. Nach knapp zwei Stunde ist der Film zwar vorbei, in den Köpfen der Menschen fängt er aber gerade erst an...
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43 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Donnie Darko" ist ein Film, den man sich anschauen sollte. Manchen wird er im Rückblick langweilig vorkommen, andere werden sich sämtliche Gehirnwindungen verknoten beim Nachdenken über die Frage: "Und was sollte das jetzt?". Wieder andere werden sich die "Mad World"- Sequenz am Schluss wieder und wieder anhören und dabei die Augen schließen, und der Rest der beglückten oder frustrierten Zuschauerschar wird im Bonusmaterial eifrig nach Erklärungen für diesen rätselhaften Plot fahnden.
Donnie Darkos Leben Ende der 80er erscheint von Anfang an irgendwie auseinandergefallen, bedroht, in Lethargie einem Ende zutreibend. Und diese Stimmung durchzieht den ganzen Film. Ich will auch gar nicht versuchen, irgendwelche Interpretationen anzustrengen. Das DD-Kontinuum hat wohl Platz auch für die absurdesten Theorien, und wer den Film gesehen, einzelne Szenen zwei-, drei-, viermal auseinandergenommen und auch im Internet hier und da mitgegrübelt hat, weiß, dass nichts so amüsant, aber auch so unbefriedigend sein kann.
Deshalb ist "Donnie Darko" nicht unbedingt ein spannender Film (auch wenn Spannung an sich reichlich vorhanden ist). Aber es geht um mehr: Um eine Atmosphäre, um Möglichkeiten und Begrenzungen menschlicher Erkenntnis, um Zeitstimmungen, um Hasen und um die Zeit. Das alles ist so miteinander verwoben, dass man in den Horizont, den der Film anbietet, wunderbar eintauchen kann. Und wenn man am Ende wieder auftaucht, verharrt man noch ein bisschen länger oder kürzer in diesem eigenartigen Gefühl, das er auslöst. Ein Gefühl, als ob etwas verloren wäre, dass wir aber auch gar nicht haben wollen- und trotzdem sind wir traurig. Eine Aussage, die mindestens so rätselhaft ist wie dieser Film... ;-)
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Hätte David Lynch einen Teenie-Komödie á la "Zurück in die Zukunft" inszeniert, vermutlich wäre ein Film wie "Donnie Darko" herausgekommen - mit allen Zutaten, die das Mysteriöse, Verwirrende, Unerklärliche und Abgründige abbilden. Nicht Unterhaltung, sondern Verstörung scheint als Ziel gesteckt, fernab vom meist hoch budgetierten Mainstream-Kino (bei denen die Gagen der Hauptdarsteller oft ein vielfaches der Gesamtproduktionskosten von "Donnie Darko" sind). Angeblich war es ein Eisblock, der in ein Einfamilienhaus einer amerikanischen Kleinstadt gekracht war, die Inspiration für Regisseur Richard Kelly, diesen Film zu machen. Und so begab sich ein talentierter Jungregisseur, einen der ambitioniertesten Filme der letzten Jahre zu drehen. Von Anfang an war klar, daß es sich um eine Independent-Produktion handeln sollte - und statt auf breitangelegte PR setzte man auf Mundpropaganda. Ein Entschluß, der zunächst nur im angloamerikanischen Raum aufgehen sollte: In Deutschland und Österreich schaffte es "Donnie Darko" erst gar nicht in die Kinos (von ein paar Arthouse-Lichtspieltheatern abgesehen), doch wie hätte das Popcorn-Kino geeichte Massenpublikum mit diesem Film auch umgehen sollen?
Sein Publikum fand "Donnie Darko" hierzulande via DVD, und eine kleine aber feine Community rätselte alsbald über die vielschichtige Story dieses...Science Fiction-Films...oder doch, Horrorfilms?
"Donnie Darko" entzieht sich konventionellen Seh- und Interpretationsschemen, läßt unterschiedlichste Deutungsmöglichkeiten zu, von denen jede ihre Berechtigung hat.
Was wie ein klassischer Teenie-Film beginnt, wandelt sich bald zu einem düsteren Mix einer abgründigem, mystischem Erzählung, ein Film der scheinbar jedes Genre zu streifen scheint: Action, Drama, Komödie, Romanze, Sci-Fi, Thriller, Fantasy, Mystery...da fällt die Ketegorisierung schwer.
Die Idylle einer Kleinstadt wird urplötzlich durchbrochen von Donnie's zerstörerischen Aktionen - deren Auftrag er von Frank, einem Wesen im Hasenkostüm erhält. Frank, der nur für Donnie zu existieren scheint...doch ist Donnie überhaupt noch normal? In 28 Tagen, 6 Stunden, 42 Minuten und 12 Sekunden würde die Welt untergehen, so Frank...und Donnie setzt sein zerstörerisches Treiben fort. Kling absurd, verwirrend, schwer nachvollziehbar? Dem nicht genug, schlägt der Film noch den Haken Richtung Zeitreisen und schwarze Löcher. Kein Film, der sich dem Zuseher beim ersten Mal vollends erschließt, vielmehr ein Film, der unterschiedlichste Deutungen zuläßt, ein Film, der sich erst bei mehrmaliger Betrachtung in all seinen Facetten dem Zuseher erschließt. Doch der Film beläßt es nicht bei dem Aufbau Spannung, er ist auch böse. Es wurde nicht verabsäumt, den 'american way of life' in einer zwar subtilen, aber duch recht hintergründigen (und tiefgehenden) Art zu persiflieren. Neben zahlreichen weniger bekannten Schauspielern (worin nicht zuletzt die Einzigartigkeit von "Donnie Darko" liegt, nicht stets bloß diesselben bekannten Gesichter zu sehen) sind in nicht unbedeutenden Rollen Drew Barrymore und - kongenial - Patrick Swayze zu finden. Mit einem Wort: Kult!
Freilich, ob die 20minütig verlängerte Version des vorliegenden "Director's Cut" sich lohnt käuflich zu erwerben, muß jeder für sich selbst entscheiden - man hat doch die Vermutung, der Regisseur wollte ein "mehr" an Tiefe der Story und Charaktere, scheitert aber an der hollywoodesken Zuhilfenahme einer verlängerten Schnittfassung - ein beliebtes Vehikel, nicht nur aus ökonomischer Sicht - an seinen eigenen Prinzipien. Das Unterfangen ist nicht gescheitert, die Einzigartigkeit dieses Films zumindesr verrückt.
Das kleine Label 'McOne' hat mit der Collector's Edition von "Donnie Darko" eine der brilliantesten DVD-Releases im deutschsprachigen Raum überhaupt abgeliefert - die Doppel-DVD steckt in einer edel designten Alu-Box mit Relief, die technische Umsetzung, Bild und Ton, können ebenfalls voll überzeugen. Alternativ ist sogar eine "Dolby Headphone" Audiospur vorhanden, die vollen Surroundsound über konventionelle Stereo-Kopfhörer ermöglicht. Für ein tiefergehende Analyse des absurden wie faszinierenden - mit anderen Worten: genialem - Film empfiehlt sich das "Philosophy of time travel" Buch, die Interviews von Cast & Crew sowie die optionalen Audiokommentare von Regisseur und Darsteller.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Mai 2007
Ich habe selten einen Fim gesehen, der so faszinierend ist wie Donnie Darko.
Dabei ist zu sagen, dass man sich wirklich den Directors Cut dieses Filmes kaufen sollte, da der Film, der eh schon sehr in die Tiefe geht und an manchen Stellen verwirrend ist, sonst kaum zu verstehen ist.
Vor einiger Zeit hat Vox Donnie Darko gesendet und ich muss sagen: Wenn man den Directors Cut parallel nebenher laufen lässt, ist die geschnittene Fassung bereits zu ende, wenn auf der DVD noch ca. eine halbe Stunde läuft.
Im Directors Cut werden obendrein die Textpassagen des Buches 'Philosophie des Zeitreisens' gezeigt, welche wirklich einen erheblichen Teil der anfallenden Fragen beantworten.

Zur Story:
Donnie Darko leidet unter psychologischen Problemen, ist Schlafwandler und wird wärend solch einem nächtlichen Ausflug von einem übergroßen Hasen darauf aufmerksam gemacht, dass bald die Welt untergeht.
Der Film behandelt in seiner Laufzeit die noch verbleibenden Tage bis zum Untergang der Welt und den Geschehnissen rund um Donnie Darko, welche alles andere als langweilig sind. ;)

Bis zum Ende tun sich wahrscheinlich immer neue Fragen auf und ich persönlich war geradezu dazu gezwunden den Film wieder und wieder zu sehen, da er wirklich sehr komplex ist. Und jedesmal, wenn ich ihn noch einmal gesehen habe taten sich für jede beantwortete Frage neue auf.
Donnie Darko ist wirklich ein sehr niveauvoller Film; ein wenig mysteriös, ein wenig unheimlich, aber an so mancher Stelle auch für so manchen Lacher gut.

Im Nachhinein kann ich wirklich nur noch sagen: Wer sich Donnie Darko kaufen will, sollte sich wirklich den Direktors Cut kaufen. Die eventuellen paar Euro mehr machen sich wirklich bezahlt!
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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Oktober 2006
Vorab:

Ich bin ein großer Fan von DONNIE DARKO. Es gibt nur sehr wenige Filme, die mich so tief berührt haben wie dieser, weswegen DONNIE DARKO auch zu meinen drei absoluten Lieblingsfilmen gehört.

Daher hatte ich mir auch voller Erwartungen den DC gekauft.

Nur ist es beim DC eines Films häufig so eine Sache: Manchmal sind diese Versionen deutlich besser als die Verleihversionen. Wer etwa die Langversionen der "Herr der Ringe"- Filme kennt, hat kein Interesse mehr an den Kinofassungen.

Nicht selten sind DCs aber auch entbehrlich - so wie dieser hier.

Die neu eingefügten Szenen geben dem Film nichts Neues, weder in der Vertiefung der Charaktere noch im Verständnis der Handlung. Zwar schaden die meisten neu eingefügten Szenen nicht dem Film, sie verbessern ihn aber auch nicht.

Wohlgemerkt, die MEISTEN neu eingefügten Szenen schaden nicht...

Es gibt aber auch Elemente, die den Film eher verschlechtern:

Die "Watership Down"-Szenerie etwa sorgt nur für Verwirrung und stört wegen der aufgesetzten Symbolik.

Auch die Einblendungen der Kapitel aus der "Philosophy of Time Travel" sind keine Bereicherung. Sie machen den Film zwar verständlicher, nehmen damit gleichzeitig viel von der mystisch-geheimnisvollen Aura des Films.

Das Gleiche gilt für einige neu eingebaute visuelle Effekte, die zwar weitgehend gelungen sind, den Zuschauer aber geradezu mit der Nase auf den Sinn des Films stoßen.

Wirklich ärgerlich jedoch sind die Veränderungen im Soundtrack und in der Tonspur:

Der Soundtrack konnte gar nicht mehr verbessert werden, er war in jeder Hinsicht makellos. Jede Änderung hätte eine Verschlechterung bedeutet.

Der Austausch einiger Songs etwa ist hier überflüssig. Wieso mußte der Song von "Echo and the Bunnymen" zu Beginn des Films verschwinden und durch einen schwächeren ersetzt werden? Dafür gibt es keinen sinnvollen Grund.

Auch daß der Song von "The Church" nach der Liebesszene mit Donnie und Gretchen durch einen undefinierbaren Soundbrei ersetzt wurde, ist nicht nachvollziehbar.

Zudem werden dem Soundtrack in einigen Szenen noch einige dröhnend wummernde Synthieeffekte hinzugefügt, die die wunderbare Balance des ursprünglichen Soundtracks teilweise empfindlich stören.

Man muß es deutlich sagen: Der Director's Cut ist enttäuschend. Ich würde jedem empfehlen, sich zuerst die Verleihversion anzuschauen.

Übrigens ist das Bonusmaterial auf der Doppel-DVD auch nicht sonderlich gelungen:

Das Video von dem "Größten Donnie Darko"-Fan ist einfach nur peinlich und man muß sich ernsthafte Gedanken um den Geisteszustand dieses Fans machen.

Die Interviews mit den Schauspielern am Set sind völlig nichtssagend und das Gleiche gilt für das "Making of".

Erfreulich ist lediglich, daß das Video von "Mad World" mit dem Original von "Tears for Fears" dem Bonusmaterial beigefügt wurde.

Und ein bißchen entschädigen auch die hübsche Metallbox und das solide Booklet für die sonstigen Enttäuschungen.

Ob dies jedoch allein den Kauf lohnt, muß hier jeder selbst entscheiden.
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