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60
4,8 von 5 Sternen
Der Duft der Frauen
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VINE-PRODUKTTESTERam 19. Dezember 2008
Was kann mich dazu bringen einen Film zu lieben, in dem es um einen Mann geht, der sich wie ein absolutes Arsc*lo*h verhält, eine tiefe Verehrung dem Militär gegenüber hegt und seinen Lieutenant Colonel Rang verehrt wie einen alten Adelstitel? Ein Mann, der als die beiden wichtigsten Dinge im Leben angibt: "Erstens: Eine Pussi. Dann kommt lange nicht mehr. Und Zweitens: Einen Ferrari."? Ein Mann, der durch ein enttäuschtes Leben, Alkoholismus und die vollständige Erblindung, ein zynischer, misanthropischer, sexistischer und verbal gewalttätiger Selbstmordkandidat geworden ist?
Ganz einfach: Weil er durch Al Pacino verkörpert wird!

Aber das ist natürlich nicht alles. Der Film ist gar nicht so menschenverachtend, wie man dies nach dieser Einleitung meinen könnte und auch unser Colonel Leutnant ist es nicht. Eigentlich ist es ein Film über die Moral des Lebens. Der Colonel hat seine verloren und der zweite Protagonist, der junge Schüler Charlie, steht gerade am Scheideweg eines Gewissenskonfliktes, der, egal wie er sich entscheidet, entweder auch seine Moral ankratzt, oder harte existenzielle Konsequenzen für sein Leben mit sich bringt.

Aber so beginnt die Story:
Der alternde, designierte Lieutenant Colonel Frank Slade, ist durch seine Erblindung am Thanksgiving Wochenende auf einen Aufpasser angewiesen. Der junge, aus ärmlichen Verhältnissen stammende, talentierte Charlie Simms, besucht mithilfe eines Stipendiums, die renommierte Baird-School in Vermont. Er gerät durch eine bösen Streich am Rektor der Schule, in eine Gewissens- und Loyalitätskonflikt und wird vom Rektor unter starken Druck gesetzt, die Täter bloßzustellen. Über Thanksgiving hat er Bedenkzeit, dann wartet das Schultribunal auf ihn. Aus Geldmangel hat er einen Job an Land gezogen: Den Aufpasserjob bei Colonel Slade. Auch als er erkennt, dass der ein feindselig-aggressives Verhalten an den Tag legt, kann er auf das Geld nicht verzichten. Er lässt sich sogar gegen seine Willen nach New York City schleppen, wo Slade angeblich eine Vergnügungstour machen will. Bald erkennt Charlie was er wirklich vorhat: Eine Suite in einem Luxushotel, ein exquisites Abendessen, seinen großen Bruder besuchen, mit einer Frau schlafen, einen Ferrari fahren - und als Höhepunkt will Colonel Slade sich in voller Paradeuniform das Hirn rauspusten.
Schon wieder sitzt Charlie in der Gewissensklemme. Er begleitet den ständig betrunkenen, blinden Colonel, widerwillig, aber doch auch mit wachsendem Respekt, auf dessen letzter ungebärdigen Zelebrierung seines Lebens, bis zum bitteren Ende. "Ich bin schlecht. Nein, ich bin nicht schlecht. Ich bin scheußlich." konstatiert Col. Slade.
(Keine Angst, ich habe nicht alles verraten, der Film geht noch weiter...:-))

Es hat mir wiederholt unendlich viel Spaß gemacht, diese beiden Männer, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, auf ihren verrückten, melancholischen und lehrreichen Trip durch New York zu begleiten. Man muss bei allem Lob über Pacino, der den Film fast allein bestreitet, auch Chris O'Donnell erwähnen, der den unschuldigen und schüchternen Jungen so zurückgenommen spielt, wie dieser Charlie eben auch sein soll. Auch Charlie verliert auf diesem Trip ein wenig von seiner Unschuld und lernt eine Menge über das Leben - und über die Frauen.

Fazit: Martin Brest gelingt hier mit dieser Literaturverfilmung ein Meisterstück und eine Parabel über das Menschsein. Eine One Man Show mit einem furiosen und hypergenialen Al Pacino, in einem durch und durch amerikanischen Film, dessen Ende ein wenig pathetisch geraten ist, aber sei`s doppelt und dreifach verziehen! :-))) Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich Slades Darsteller tatsächlich für einen Blinden gehalten. Für diese Rolle erhielt Al Pacino seinen ersten und einzigen Oscar nach 8 Nominierungen! War wohl etwas überfällig. Seit "Der Pate I" war der Oscar eigentlich Pflicht.... aber da sieht man halt mal wieder, dass diese Verleihung, nett gesagt, nicht ganz ernst zunehmen ist. :0)

Regie : Martin Brest
Ltn. Col.Frank Slade : Al Pacino
Charlie Simms : Chris O'Donnell
Rektor Mr. Trask : James Rebhorn

Zur DVD: Entspricht der Universal DVD von 2004
Englischer Originalton vorhanden, deutsche Uts auch. Ich empfehle natürlich den Originalton, da Pacinos Stimme gigantisch ist!
Laufzeit 150 Min
Bildformat: 1,85:1
Bild- und Tonqualität könnten etwas besser sein!
US-Kinotrailer
Produktionsnotizen und unbewegte Filmographien von Besetzung und Regisseur. Also nix besonderes....
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. September 2012
Ich bekam den Film „Der Duft der Frauen“ Weihnachten 2011 als DVD von einem lieben Freund geschenkt. Ein sensibler wunderbarer Film und dazu noch mit Al Pacino in der Hauptrolle!

zum Inhalt

Der mittelose introvertierte und lebensunerfahrene Student Charlie Simms wurde unfreiwillig Zeuge eines gepfefferten Streichs auf Kosten des Schuldirektors Mr. Trask. Nun wird Charlie vom Schuldirektor. mit der noch ausstehenden College- Empfehlung vom Direktor unter Druck gesetzt, um zu sagen, wer die Übeltäter waren. Er bekommt eine Frist über „Thanksgiving “. Doch zum Nachdenken wird er keine Zeit haben. Denn er ist auf Nebenjobs angewiesen und hat für die Feiertage einen ergattert. Er wird den blinden Ex-Colonel Frank Slade betreuen, dessen Familie für diese Zeit einen Kurzurlab geplant hat. Frank Slade will allerdings Thanksgiving nicht zu Hause verbringen und ehe sich Charlie versieht, sitzen sie gemeinsam im Flugzeug nach New York.

Eine Reise in die Vergangenheit des Colonels beginnt.

Der verbitterte alte Mann will sich am Ende des luxuriösen Kurztrip das Leben nehmen. Doch Charlie ahnt davon nichts. Bevor er aber abtritt, will Frank Slade einige Erfahrungen an Charlie weitergeben.

Er soll lernen, wie man eine 45er Magnum abfeuert und einen Ferrari fährt. Auch die Kunst, alle Sinne zu benutzen um eine Frau an ihrem eigenen ganz speziellen Duft zu erkennen, will er an Charlie weitergeben.

Charlie bekommt in New York eine Lektion in Sachen Luxusleben, sie nächtigen in den besten Hotels, speisen in den besten Gourmet - Restaurants und mieten einen Ferrari Testarossa.

Auf einsame Werksstraßen setzt sich der blinde Colonel selbst ans Steuer und startet ein Rennen mit sich selbst. Pacino legt hier eine überzeugende Meisterleistung hin- man vergisst den Schauspieler und sieht den blinden Colonel mit der Luxuskarosse gekonnt durch die Straßen rasen.

Einfach faszinierend und beeindruckend!

Eine wahre Meisterleistung Pacinos ist der Tango mit einer wunderschönen Unbekannten. Die Kulisse eines Ballsaales verstärkt die Seelentiefe, Poesie, Erotik und die Romantik dieses Augenblicks, einfach himmlisch, bezaubernd und hinreißend anrührend.

Unterschwellig spürbar ist, dass sich die Reise in Frank Slads Vergangenheit, psychisch negativ zuspitzt und in einer tiefen Depression endet. Frank Slade ist tief verbittert, zynisch und empfindet seine Blindheit als Makel. Er denkt, sein Leben sei nicht mehr lebenswert. Am Ende der wundervollen Tage in News York sieht er als einzigen Ausweg nur noch den Selbstmord. Es gibt ein energie- und emotionsgeladenes Handgemenge und Charlie verhindert letztendlich den Selbstmord des Colonels.

Gerade in diesen Szenen merkt der Zuschauer, wie nahe sich die sehr unterschiedlichen Charaktere gekommen sind, dass einer um den anderen bangt, das sich Vertrauen entwickelt hat und ihre Freundschaft verletzbar ist.

Es geht zurück nach Hause.

Nun muss sich Charlie dem einberufenen Tribunal des Internats stellen. Er wird ziemlich in die Ecke gedrängt und als der eigentliche Schuldige dargestellt. Als sich die Lage drastisch zuspitzt, erscheint der Colonel in der Aula und hält einen sozial tiefgreifende Rede über die menschliche Würde und Werte der Gesellschaft. Charlie und der Colonel verlassen als gefeierte Sieger die Aula. Sie sind unzertrennliche Freunde für den Rest ihres Lebens

Der Film hat viele magische Momente, worin sich der Zuschauer verlieren kann. Pacino lebt den blinden Colonel Frank Slade- er ist Frank Slade! Das hat Klassikcharakter.

Sehr empfehlenswert!

Heidelinde Penndorf
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. September 2010
Ich habe mir diesen Film endlich zulegen können, auf dessen Veröffentlichung ich schon ewig gewartet habe.
Über den Film selbst braucht man keine allzu vielen Worte mehr verlieren.
Wer ihn noch nicht gesehen haben sollte, möge dies bitte schnellstmöglichst nachholen.
Dem Film gebe ich die volle Punktzahl.

Kommen wir nun zur Blu-Ray:

Die Umsetzung auf Blu-Ray ist eigentlich recht gut gelungen, auch wenn sie nicht als perfekt zu bezeichnen ist. Der vorliegende dt. Ton in DTS 2.0 reicht völlig aus, da es ein stark dialoglastiger Film ist und die Stimmen stets gut zu verstehen sind. Allerdings hätte dem Film ein wenig mehr Räumlichkeit auch nicht geschadet. Auf diese muss man aber nicht vollständig verzichten. Wer den Ton ein wenig aufpolieren möchte, lässt ihn halt in Dolby Pro Logic II laufen.

Das Bild auf der DVD lag nicht anamorph vor, und zeigte eine nur bescheidene Qualität. Gott sei Dank ist dem nicht mehr so. Es ist ein deutlicher Schritt nach vorn, wenn man bedenkt wie stiefmütterlich dieser Film bisher behandelt wurde.

Das Bild der Blu ist nun scharf, detailliert und zeigt ein feines Filmkorn, welches mMn nie störend auftritt.

Allerdings hätte dem Film ein bisschen mehr Restauration nicht geschadet, weil immer wieder störende Dropouts bzw. weiße Punkte durchs Bild huschen. Zwar längst nicht so stark und so oft, wie es z.B. bei Casino der Fall gewesen ist, aber dennoch nicht minder vertreten. Dies störte oftmals den Filmgenuss.

Dennoch bin ich froh, dass ich diesen Film endlich in einer akzeptablen Qualität besitze. Die Entfernung der Dropouts wäre sozusagen das i-Tüpfelchen gewesen. Da dies aber nicht der Fall ist, kann es nur zu den vergebenen 3 Sternen kommen. Ein fader Beigeschmack begleitet somit diesen Release. Der Film selbst ist und bleibt dabei aber immer noch große Klasse und verdient auch weiterhin die volle Punktzahl.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Oktober 2007
Ganz großartig spielt Al Pacino diesen eigenbrötlerischen, halb durch seine Erblindung, halb freiwillig vom Leben isolierten, verbitterten Colonel Slade, der den jungen, sensiblen und leicht lenkbaren Charlie, Stipendiat eines Eliteinternats, dazu bringt, ihn für ein Wochendende noch einmal mitten ins Leben zurückzubringen. Das wird eine Erfahrung der besonderen Art für beide, rasant, absurd, wunderbar schräg, aber auch nervenaufreibend dramatsich, als Charlie den Colonel davon abhalten muss, seinem Leben danach ein Ende zu setzen. Der junge Charlie hat dabei genug eigene Probleme. Ihm droht der Rausschmiss aus dem Internat, weil er drei seiner Klassenkameraden, die dem unsympatischen Internatsleiter einen dummen Streich gespielt haben, nicht verraten will. Ein bisschen kitschig und trotzdem großartig das Ende, als der Colonel in einer engagierten Verteidigungsrede mit drastischem Vokabular das Tribunal von Charlies Charakterstärke überzeugt und damit Charlies Schicksal abwendet.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Januar 2009
Generell lässt sich bei einem Film mit dem Hauptdarsteller Al Pacino im voraus schon sagen, dass man sich mit dem Kauf des Films nicht vertun kann. Al Pacino gilt absolut zurecht als einer der herausragendsten Schauspieler unserer Zeit und mit "Der Duft der Frauen" hat er eine seiner besten Rollen gespielt. Ich habe selten zuvor gesehen, dass ein Oscar so unglaublich verdient an einen Schauspieler ging wie in diesem Fall.
Die Geschichte ist an sich schnell erzählt: Der junge Student Charlie Simms(ansprechend gespielt von Chris O'Donnel) nimmt einen Wochenends-Job an, bei dem er den blinden Colonel Frank Slade betreuen soll. Der Ex-Militär erweist sich jedoch als weniger leicht zu handhaben, als angenommen und so findet sich Charlie baldigst auf dem Weg nach New York mitsamt blindem Passagier neben sich. Was sich nunmehr daraus entwickelt ist, dass Slade Charlie Vorstellungen des Lebens aus seiner Sicht erläutert, was auf die epische Länge von 2 1/2 Stunden ausgebreitet wird.
Was den Film natürlich vor allem trägt ist die herausragende Darstellung von Al Pacino, aber auch das Drehbuch wurde geschickt inszeniert. Während des ersten Dialogs zwischen Slade und Charlie macht der Ex-Soldat einen sehr unsympatischen und abstoßenden Eindruck auf den Zuschauer. Aber schon hier fällt auf, dass Pacino den Charakter absolut beherrscht. Wenn man es nicht besser wüsste, würde man glauben, Pacino ist tatsächlich blind. Im Verlauf des Films, von Dialog zu Dialog, wächst einem der Charakter von Frank Slade jedoch mehr und mehr ans Herz, was vor allem daran liegt, dass er sich Charlie gegenüber immer mehr öffnet. Slade macht dabei einen inszenatorischen Wandel vom Kotzbrocken über den sexbesessenen Bock bis hin zur rührenden Vaterfigur für den jungen Charlie durch. Dass dabei Chris O'Donell ins Hintertreffen gerät angesichts der alles einnehmenden Darstellung Pacinos, ist dabei nur allzu natürlich.
Was diesen Film ausmacht, ist einfach der fehlende Bombast heutiger Filmproduktionen, was durchaus positiv gemeint ist. In dem gesamten Film wird nicht ein Computer zur Generierung verwendet, es geht nur um pure, "simple" Charakterdarstellung auf höchstem Niveau. Auch wird nicht mit aller Gewalt auf die Tränendrüse des Zuschauers gedrückt, sondern gekonnt Emotionen anhand der Bilder ausgelöst.
Filme dieser Marke werden nur noch höchst selten produziert, was einfach sehr schade anzusehen ist, aber auch wohl am aussterben echter Schauspielchoriphäen wie z.B. Al Pacino oder Robert De Niro liegt, die nunmehr eben im etwas höheren Alter angelangt sind. Der Film ist absolut zu empfehlen für diejenigen, die nicht nur auf pure Effektshows stehen, sondern eher an tatsächlicher Filmkunst interessiert sind. Dies hier ist echtes Kino!
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38 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Mai 2007
Ich glaube, dass gerade dieser Film für den durchschnittlichen Cineasten wohl eher ein langweiliger Schinken ist:

Al Pacino spielt weder das Oberhaupt einer internationalen kriminellen Vereinigung, noch den durchgeknallten kubanischen Einwanderer, der sich ein milliardenschweres Drogenmonopol in Miami aufbaut. Vielmehr handelt der Film von einem beinahe senilen Eigenbrötler, der noch dazu blind ist. Als ob das nicht schon genug wäre, besteht die Handlung im Großen und Ganzen fast ausschließlich aus Dialogen, bietet beinahe gar keine Wendungen und dauert geschlagene zweieinhalb Stunden. Wie gesagt - für den durchschnittlichen Cineasten. Vielleicht!

Meiner Ansicht nach handelt es sich bei diesem Film um eines der besten Machwerke, die in den 90er Jahren überhaupt auf den Leinwänden der Kinosäle dieser Welt lief. Nicht nur dass Pacinos Inszenierung eines Kriegsveteranen mehr als nur gelungen ist, - man bekommt vielerlei Aspekte geschildert, von denen jeder einzelne für sich allein betrachtet, einen Großteil des Menschseins ausmacht. Man bekommt geschildert, dass man sich erst selbst aufgibt, nachdem alle anderen einen schon längst abgeschrieben haben. Darüber hinaus wird die Wichtigkeit der Tatsache skizziert, wie wichtig es für Menschen ist, dass man an sie glaubt. Der gleiche Ansatz wird auch von dem Film „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Korans“ aufgenommen - jedoch kaum annähernd derart künstlerisch auf die Leinwand gebracht. Der Duft der Frauen hingegen ist an sich schon so etwas wie die Metapher der Menschlichkeit. Der Mensch ist schließlich keine Insel und über kurz oder lang geht er an der Einsamkeit zugrunde. Wirklich ein großartiger Film.

Fazit:

--------------------

Der Duft der Frauen ist kein actiongeladener Film, der den Zuschauer in jeder Minute vom Hocker reißt. Es handelt sich dabei um einen wunderschönen Film, der die Geschichte zweier Protagonisten, die sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Trotz der enormen zeitlichen Dimension dieses Streifens, entstehen nie Längen und es kommt nie Langeweile auf. Es ist schade, dass man solche Streifen dem heutigen Publikum nicht mehr zutraut. Da dreht man doch lieber die x-te Fortsetzung von Fast and the Furious oder Fluch der Karibik - Popkornkino ohne Anspruch, oder besser gesagt - ein Leerlauf für den Verstand. Der Duft der Frauen hingegen ist Balsam für die Augen und vielleicht auch für die Seele. Ein Pflichtfilm der in keiner Sammlung fehlen sollte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. November 2012
Colonel Frank Slade hat es im Vietnam Krieg ein wenig zu weit getrieben und eine seiner Jonglagen mit scharfen Handgranaten führte dazu, dass sich ein Splint löst und er durch die folgende Detonation sein Augenlicht einbüßte.
Charlie Simms kommt aus eher ärmlichen Verhältnissen und hat ein Stipendium an einer Elite Uni und schlägt sich mit den dekadenten Snobs herrum ,die spielen dem Direktor einen üblen Streich dessen Vorbereitung nur Charlie und George sehen und darüber beharrlich gegenüber dem Direktor schweigen. Um seine Börse aufzubessern spielt er Babysitter für den blinden Colone Slade. Der aber will nicht Babybesittet werden sondern hat schon first Class Tickets für New York in einer Luxussuite gebucht um dort noch einmal Ferrari zu fahren seinen großen Bruder zu besuchen eine Nutte zu knallen ( Sorry für den Duktus ) um sich dann in voller Paradeuniform das Gehirn mit seiner Dienstwaffe raus zu blasen. Von diesen Dingen ahnt Charlie erst mal nichts. Was aber dann so alles passiert ist unglaublich und auch 20 Jahre später ist es sehr beeindruckend die Tango oder die Ferrari Szene wieder zu betrachten. Der Shodown ist allerdings Colonel Slades Auftritt beim versuchten Rauswurf von Charlie am "Elite" Internat. Das was Al Pacino dort abledert ist mehr als nur Oscar reif. Diese Szene ist buchstäblich genau dass woraus Führungspersönlichkeiten gemacht sein sollten. Immer und immer wieder sollte man sich diese Schlusspassage ansehen, die sicherlich mehr als nur Oscar reif ist. Mögen manche diesen Film als pathetisch und melodramtaisch ansehen, schlussendlich benennt er das was benannt werden muss. Schneid und Mut sind Tugenden die heute nicht mehr gewollt sind. LEIDER.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. April 2015
Den Film muss man gesehen haben. Al Pacino hat zu Recht den Oscar für die Hauptrolle verdient. Im Prinzip gibt er als Lt. Col. Frank Slade eine Solovorstellung. Die Darstellung eines in sich zerrissenen Charakters, der nur nach außen hin unerbittlich wirkt. Aber auch Chris O'Donnell als Charlie Simms, spielt seine Rolle gut.
Ein Film, den man gesehen haben muss und in jede Sammlung gehört.

Frank: "Ruf den Zimmerservice und sag, dass ich nur noch John Daniels vorzufinden wünsche!
Charlie: "Ähh, tja.. Sie meinen doch sicher, Jack Daniels?"
Frank: "Du magst ihn vielleicht Jack nennen, aber wenn du ihn solange kennst wie ich..das war ein Witz!"

Frank: "Frauen... wer hat sie erschaffen... diese herrlichen Wesen? Gott muss ein verdammtes Genie sein. Ihre Haare... die Haare sind das wichtigste, weißt du? Hast du jemals deine Nase in die Nähe von Locken getaucht? Das ist als würdest du ewig darin schlafen wollen. Oder ihre Lippen, ja. Wenn du sie zum ersten Mal auf deinen fühlst, ist das so, wie der erste Schluck Wein nach einem langen Gang durch die Wüste."
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am 2. November 2008
Frank Slade ist blind. Er lebt von seiner Schwerbehinderten-Pension im Gartenhaus bei seiner Nichte und ihrer Familie. Im Laufe der Zeit hat er zu trinken angefangen, ist aber auch sonst kein besonders angenehmer Zeitgenosse: ständig hat er was zu meckern oder belegt die Leitung mit Telefonsex.

Als die Familie über Thanksgiving wegfahren will, suchen sie jemanden, der auf "Onkel Frank" aufpasst. Es findet sich der wohlerzogene Charlie Simms, der nach dem ersten Kontakt mit Frank jedoch schnell den Mut verliert. Das ist ihm nicht zu verdenken, zeigt sich Frank doch betont unkooperativ. Auf das Drängen und Bitten der Hausherrin hin nimmt er den Job schließlich doch an. Sie versucht ihn zu überzeugen, dass er nur zwei Tage da sein müsse und das Geld somit leicht verdient sei.

Doch die Familie ist gerade im Gehen, als Frank offenbart, ganz andere Pläne für das Wochenende zu haben: er will nach New York fliegen. Charlie ist völlig überrumpelt, fügt sich aber dennoch der Autorität des Ex-Colonels. So fliegen die beiden nach New York und es beginnt, was Frank als Ausbildung von Charlie bezeichnet. Frank ruft Erinnerungen an alte Zeiten wach, als er all den Freuden des Lebens nachgeht, die er so unglaublich liebt. Charlie, ohnehin nicht der aufmüpfigste Mensch der Welt, kann nur zusehen und -hören, wenn Frank mit zügelloser Leidenschaft von Frauen schwärmt, aus seiner lebhaften Vergangenheit erzählt, in teuren Luxus-Hotels und -Restaurants verkehrt und mit seinem allgegenwärtigen Zynismus nahezu allen Leuten auf die Füße tritt. Die Lebensfreude, die er dabei verspürt, ist groß, doch wie man so sagt: Hochmut kommt vor dem Fall.

Franks Tour durch die Vergangenheit mündet in einer tiefen Depression über Alter, Blindheit, Vergänglichkeit und der unbeirrbaren Gewissheit, ein unerträglicher Rüpel zu sein. Alles neigt sich dem Ende zu, doch Frank hat die Rechnung ohne Charlie gemacht. Denn der wacht nun endlich auf...

Fazit: "Der Duft der Frauen" ist Ein großartiger Film. Anfangs wird jeder Frank für einen unhöflichen blinden Krüppel halten, doch am Ende ist man von diesem Menschen vor allem fasziniert. Ein echter Kerl, reich an Erfahrungen, der die guten und die schlechten Seiten des Lebens gesehen hat. Erfüllt von einer Leidenschaft, die einfach nur überwältigend ist. Al Pacino ist als Frauenverehrer vollkommen in seinem Element und verleiht diesem Drama seine tiefe Wirkung. Große Gefühle würdevoll auf Zelluloid gebannt - für mich ist "Der Duft der Frauen" ein absoluter Meilenstein der Filmgeschichte. Huah.
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am 30. Mai 2007
Ich glaube, dass gerade dieser Film für den durchschnittlichen Cineasten wohl eher ein langweiliger Schinken ist:

Al Pacino spielt weder das Oberhaupt einer internationalen kriminellen Vereinigung, noch den durchgeknallten kubanischen Einwanderer, der sich ein milliardenschweres Drogenmonopol in Miami aufbaut. Vielmehr handelt der Film von einem beinahe senilen Eigenbrötler, der noch dazu blind ist. Als ob das nicht schon genug wäre, besteht die Handlung im Großen und Ganzen fast ausschließlich aus Dialogen, bietet beinahe gar keine Wendungen und dauert geschlagene zweieinhalb Stunden. Wie gesagt - für den durchschnittlichen Cineasten. Vielleicht!

Meiner Ansicht nach handelt es sich bei diesem Film um eines der besten Machwerke, die in den 90er Jahren überhaupt auf den Leinwänden der Kinosäle dieser Welt lief. Nicht nur dass Pacinos Inszenierung eines Kriegsveteranen mehr als nur gelungen ist, - man bekommt vielerlei Aspekte geschildert, von denen jeder einzelne für sich allein betrachtet, einen Großteil des Menschseins ausmacht. Man bekommt geschildert, dass man sich erst selbst aufgibt, nachdem alle anderen einen schon längst abgeschrieben haben. Darüber hinaus wird die Wichtigkeit der Tatsache skizziert, wie wichtig es für Menschen ist, dass man an sie glaubt. Der gleiche Ansatz wird auch von dem Film „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Korans“ aufgenommen - jedoch kaum annähernd derart künstlerisch auf die Leinwand gebracht. Der Duft der Frauen hingegen ist an sich schon so etwas wie die Metapher der Menschlichkeit. Der Mensch ist schließlich keine Insel und über kurz oder lang geht er an der Einsamkeit zugrunde. Wirklich ein großartiger Film.

Fazit:

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Der Duft der Frauen ist kein actiongeladener Film, der den Zuschauer in jeder Minute vom Hocker reißt. Es handelt sich dabei um einen wunderschönen Film, der die Geschichte zweier Protagonisten, die sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Trotz der enormen zeitlichen Dimension dieses Streifens, entstehen nie Längen und es kommt nie Langeweile auf. Es ist schade, dass man solche Streifen dem heutigen Publikum nicht mehr zutraut. Da dreht man doch lieber die x-te Fortsetzung von Fast and the Furious oder Fluch der Karibik - Popkornkino ohne Anspruch, oder besser gesagt - ein Leerlauf für den Verstand. Der Duft der Frauen hingegen ist Balsam für die Augen und vielleicht auch für die Seele. Ein Pflichtfilm der in keiner Sammlung fehlen sollte.
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