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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das ist Kino!
Generell lässt sich bei einem Film mit dem Hauptdarsteller Al Pacino im voraus schon sagen, dass man sich mit dem Kauf des Films nicht vertun kann. Al Pacino gilt absolut zurecht als einer der herausragendsten Schauspieler unserer Zeit und mit "Der Duft der Frauen" hat er eine seiner besten Rollen gespielt. Ich habe selten zuvor gesehen, dass ein Oscar so unglaublich...
Veröffentlicht am 2. Januar 2009 von Master Stief

versus
6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kein Vergleich
Beide Verfilmungen (1974, 1992) folgen Giovanni Arpinos Romanvorlage Der Duft der Frauen" nur ungefähr, was nicht unbedingt ein Nachteil ist, weil die Filmversionen mit Vittorio Gassmann und Al Pacino höher einzustufen sind. Die italienische Version bringt die zynische Verzweiflung und den verzweifelten Zynismus des durch eine Explosion erblindeten Offiziers...
Veröffentlicht am 4. Juli 2011 von Raphael


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das ist Kino!, 2. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Duft der Frauen (DVD)
Generell lässt sich bei einem Film mit dem Hauptdarsteller Al Pacino im voraus schon sagen, dass man sich mit dem Kauf des Films nicht vertun kann. Al Pacino gilt absolut zurecht als einer der herausragendsten Schauspieler unserer Zeit und mit "Der Duft der Frauen" hat er eine seiner besten Rollen gespielt. Ich habe selten zuvor gesehen, dass ein Oscar so unglaublich verdient an einen Schauspieler ging wie in diesem Fall.
Die Geschichte ist an sich schnell erzählt: Der junge Student Charlie Simms(ansprechend gespielt von Chris O'Donnel) nimmt einen Wochenends-Job an, bei dem er den blinden Colonel Frank Slade betreuen soll. Der Ex-Militär erweist sich jedoch als weniger leicht zu handhaben, als angenommen und so findet sich Charlie baldigst auf dem Weg nach New York mitsamt blindem Passagier neben sich. Was sich nunmehr daraus entwickelt ist, dass Slade Charlie Vorstellungen des Lebens aus seiner Sicht erläutert, was auf die epische Länge von 2 1/2 Stunden ausgebreitet wird.
Was den Film natürlich vor allem trägt ist die herausragende Darstellung von Al Pacino, aber auch das Drehbuch wurde geschickt inszeniert. Während des ersten Dialogs zwischen Slade und Charlie macht der Ex-Soldat einen sehr unsympatischen und abstoßenden Eindruck auf den Zuschauer. Aber schon hier fällt auf, dass Pacino den Charakter absolut beherrscht. Wenn man es nicht besser wüsste, würde man glauben, Pacino ist tatsächlich blind. Im Verlauf des Films, von Dialog zu Dialog, wächst einem der Charakter von Frank Slade jedoch mehr und mehr ans Herz, was vor allem daran liegt, dass er sich Charlie gegenüber immer mehr öffnet. Slade macht dabei einen inszenatorischen Wandel vom Kotzbrocken über den sexbesessenen Bock bis hin zur rührenden Vaterfigur für den jungen Charlie durch. Dass dabei Chris O'Donell ins Hintertreffen gerät angesichts der alles einnehmenden Darstellung Pacinos, ist dabei nur allzu natürlich.
Was diesen Film ausmacht, ist einfach der fehlende Bombast heutiger Filmproduktionen, was durchaus positiv gemeint ist. In dem gesamten Film wird nicht ein Computer zur Generierung verwendet, es geht nur um pure, "simple" Charakterdarstellung auf höchstem Niveau. Auch wird nicht mit aller Gewalt auf die Tränendrüse des Zuschauers gedrückt, sondern gekonnt Emotionen anhand der Bilder ausgelöst.
Filme dieser Marke werden nur noch höchst selten produziert, was einfach sehr schade anzusehen ist, aber auch wohl am aussterben echter Schauspielchoriphäen wie z.B. Al Pacino oder Robert De Niro liegt, die nunmehr eben im etwas höheren Alter angelangt sind. Der Film ist absolut zu empfehlen für diejenigen, die nicht nur auf pure Effektshows stehen, sondern eher an tatsächlicher Filmkunst interessiert sind. Dies hier ist echtes Kino!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Huah!, 19. Dezember 2008
Von 
Ophelia (Helsingör) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der Duft der Frauen (Oscar-Edition) (DVD)
Was kann mich dazu bringen einen Film zu lieben, in dem es um einen Mann geht, der sich wie ein absolutes Arsc*lo*h verhält, eine tiefe Verehrung dem Militär gegenüber hegt und seinen Lieutenant Colonel Rang verehrt wie einen alten Adelstitel? Ein Mann, der als die beiden wichtigsten Dinge im Leben angibt: "Erstens: Eine Pussi. Dann kommt lange nicht mehr. Und Zweitens: Einen Ferrari."? Ein Mann, der durch ein enttäuschtes Leben, Alkoholismus und die vollständige Erblindung, ein zynischer, misanthropischer, sexistischer und verbal gewalttätiger Selbstmordkandidat geworden ist?
Ganz einfach: Weil er durch Al Pacino verkörpert wird!

Aber das ist natürlich nicht alles. Der Film ist gar nicht so menschenverachtend, wie man dies nach dieser Einleitung meinen könnte und auch unser Colonel Leutnant ist es nicht. Eigentlich ist es ein Film über die Moral des Lebens. Der Colonel hat seine verloren und der zweite Protagonist, der junge Schüler Charlie, steht gerade am Scheideweg eines Gewissenskonfliktes, der, egal wie er sich entscheidet, entweder auch seine Moral ankratzt, oder harte existenzielle Konsequenzen für sein Leben mit sich bringt.

Aber so beginnt die Story:
Der alternde, designierte Lieutenant Colonel Frank Slade, ist durch seine Erblindung am Thanksgiving Wochenende auf einen Aufpasser angewiesen. Der junge, aus ärmlichen Verhältnissen stammende, talentierte Charlie Simms, besucht mithilfe eines Stipendiums, die renommierte Baird-School in Vermont. Er gerät durch eine bösen Streich am Rektor der Schule, in eine Gewissens- und Loyalitätskonflikt und wird vom Rektor unter starken Druck gesetzt, die Täter bloßzustellen. Über Thanksgiving hat er Bedenkzeit, dann wartet das Schultribunal auf ihn. Aus Geldmangel hat er einen Job an Land gezogen: Den Aufpasserjob bei Colonel Slade. Auch als er erkennt, dass der ein feindselig-aggressives Verhalten an den Tag legt, kann er auf das Geld nicht verzichten. Er lässt sich sogar gegen seine Willen nach New York City schleppen, wo Slade angeblich eine Vergnügungstour machen will. Bald erkennt Charlie was er wirklich vorhat: Eine Suite in einem Luxushotel, ein exquisites Abendessen, seinen großen Bruder besuchen, mit einer Frau schlafen, einen Ferrari fahren - und als Höhepunkt will Colonel Slade sich in voller Paradeuniform das Hirn rauspusten.
Schon wieder sitzt Charlie in der Gewissensklemme. Er begleitet den ständig betrunkenen, blinden Colonel, widerwillig, aber doch auch mit wachsendem Respekt, auf dessen letzter ungebärdigen Zelebrierung seines Lebens, bis zum bitteren Ende. "Ich bin schlecht. Nein, ich bin nicht schlecht. Ich bin scheußlich." konstatiert Col. Slade.
(Keine Angst, ich habe nicht alles verraten, der Film geht noch weiter...:-))

Es hat mir wiederholt unendlich viel Spaß gemacht, diese beiden Männer, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, auf ihren verrückten, melancholischen und lehrreichen Trip durch New York zu begleiten. Man muss bei allem Lob über Pacino, der den Film fast allein bestreitet, auch Chris O'Donnell erwähnen, der den unschuldigen und schüchternen Jungen so zurückgenommen spielt, wie dieser Charlie eben auch sein soll. Auch Charlie verliert auf diesem Trip ein wenig von seiner Unschuld und lernt eine Menge über das Leben - und über die Frauen.

Fazit: Martin Brest gelingt hier mit dieser Literaturverfilmung ein Meisterstück und eine Parabel über das Menschsein. Eine One Man Show mit einem furiosen und hypergenialen Al Pacino, in einem durch und durch amerikanischen Film, dessen Ende ein wenig pathetisch geraten ist, aber sei`s doppelt und dreifach verziehen! :-))) Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich Slades Darsteller tatsächlich für einen Blinden gehalten. Für diese Rolle erhielt Al Pacino seinen ersten und einzigen Oscar nach 8 Nominierungen! War wohl etwas überfällig. Seit "Der Pate I" war der Oscar eigentlich Pflicht.... aber da sieht man halt mal wieder, dass diese Verleihung, nett gesagt, nicht ganz ernst zunehmen ist. :0)

Regie : Martin Brest
Ltn. Col.Frank Slade : Al Pacino
Charlie Simms : Chris O'Donnell
Rektor Mr. Trask : James Rebhorn

Zur DVD: Entspricht der Universal DVD von 2004
Englischer Originalton vorhanden, deutsche Uts auch. Ich empfehle natürlich den Originalton, da Pacinos Stimme gigantisch ist!
Laufzeit 150 Min
Bildformat: 1,85:1
Bild- und Tonqualität könnten etwas besser sein!
US-Kinotrailer
Produktionsnotizen und unbewegte Filmographien von Besetzung und Regisseur. Also nix besonderes....
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Duft der Frauen - Rezension, 11. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Duft der Frauen (DVD)
Ich bekam den Film „Der Duft der Frauen“ Weihnachten 2011 als DVD von einem lieben Freund geschenkt. Ein sensibler wunderbarer Film und dazu noch mit Al Pacino in der Hauptrolle!

zum Inhalt

Der mittelose introvertierte und lebensunerfahrene Student Charlie Simms wurde unfreiwillig Zeuge eines gepfefferten Streichs auf Kosten des Schuldirektors Mr. Trask. Nun wird Charlie vom Schuldirektor. mit der noch ausstehenden College- Empfehlung vom Direktor unter Druck gesetzt, um zu sagen, wer die Übeltäter waren. Er bekommt eine Frist über „Thanksgiving “. Doch zum Nachdenken wird er keine Zeit haben. Denn er ist auf Nebenjobs angewiesen und hat für die Feiertage einen ergattert. Er wird den blinden Ex-Colonel Frank Slade betreuen, dessen Familie für diese Zeit einen Kurzurlab geplant hat. Frank Slade will allerdings Thanksgiving nicht zu Hause verbringen und ehe sich Charlie versieht, sitzen sie gemeinsam im Flugzeug nach New York.

Eine Reise in die Vergangenheit des Colonels beginnt.

Der verbitterte alte Mann will sich am Ende des luxuriösen Kurztrip das Leben nehmen. Doch Charlie ahnt davon nichts. Bevor er aber abtritt, will Frank Slade einige Erfahrungen an Charlie weitergeben.

Er soll lernen, wie man eine 45er Magnum abfeuert und einen Ferrari fährt. Auch die Kunst, alle Sinne zu benutzen um eine Frau an ihrem eigenen ganz speziellen Duft zu erkennen, will er an Charlie weitergeben.

Charlie bekommt in New York eine Lektion in Sachen Luxusleben, sie nächtigen in den besten Hotels, speisen in den besten Gourmet - Restaurants und mieten einen Ferrari Testarossa.

Auf einsame Werksstraßen setzt sich der blinde Colonel selbst ans Steuer und startet ein Rennen mit sich selbst. Pacino legt hier eine überzeugende Meisterleistung hin- man vergisst den Schauspieler und sieht den blinden Colonel mit der Luxuskarosse gekonnt durch die Straßen rasen.

Einfach faszinierend und beeindruckend!

Eine wahre Meisterleistung Pacinos ist der Tango mit einer wunderschönen Unbekannten. Die Kulisse eines Ballsaales verstärkt die Seelentiefe, Poesie, Erotik und die Romantik dieses Augenblicks, einfach himmlisch, bezaubernd und hinreißend anrührend.

Unterschwellig spürbar ist, dass sich die Reise in Frank Slads Vergangenheit, psychisch negativ zuspitzt und in einer tiefen Depression endet. Frank Slade ist tief verbittert, zynisch und empfindet seine Blindheit als Makel. Er denkt, sein Leben sei nicht mehr lebenswert. Am Ende der wundervollen Tage in News York sieht er als einzigen Ausweg nur noch den Selbstmord. Es gibt ein energie- und emotionsgeladenes Handgemenge und Charlie verhindert letztendlich den Selbstmord des Colonels.

Gerade in diesen Szenen merkt der Zuschauer, wie nahe sich die sehr unterschiedlichen Charaktere gekommen sind, dass einer um den anderen bangt, das sich Vertrauen entwickelt hat und ihre Freundschaft verletzbar ist.

Es geht zurück nach Hause.

Nun muss sich Charlie dem einberufenen Tribunal des Internats stellen. Er wird ziemlich in die Ecke gedrängt und als der eigentliche Schuldige dargestellt. Als sich die Lage drastisch zuspitzt, erscheint der Colonel in der Aula und hält einen sozial tiefgreifende Rede über die menschliche Würde und Werte der Gesellschaft. Charlie und der Colonel verlassen als gefeierte Sieger die Aula. Sie sind unzertrennliche Freunde für den Rest ihres Lebens

Der Film hat viele magische Momente, worin sich der Zuschauer verlieren kann. Pacino lebt den blinden Colonel Frank Slade- er ist Frank Slade! Das hat Klassikcharakter.

Sehr empfehlenswert!

Heidelinde Penndorf
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34 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Definitiv einer der besten Filme dr 90er, wenn nicht der gesamten Filmgeschichte!, 30. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Duft der Frauen (Oscar-Edition) (DVD)
Ich glaube, dass gerade dieser Film für den durchschnittlichen Cineasten wohl eher ein langweiliger Schinken ist:

Al Pacino spielt weder das Oberhaupt einer internationalen kriminellen Vereinigung, noch den durchgeknallten kubanischen Einwanderer, der sich ein milliardenschweres Drogenmonopol in Miami aufbaut. Vielmehr handelt der Film von einem beinahe senilen Eigenbrötler, der noch dazu blind ist. Als ob das nicht schon genug wäre, besteht die Handlung im Großen und Ganzen fast ausschließlich aus Dialogen, bietet beinahe gar keine Wendungen und dauert geschlagene zweieinhalb Stunden. Wie gesagt - für den durchschnittlichen Cineasten. Vielleicht!

Meiner Ansicht nach handelt es sich bei diesem Film um eines der besten Machwerke, die in den 90er Jahren überhaupt auf den Leinwänden der Kinosäle dieser Welt lief. Nicht nur dass Pacinos Inszenierung eines Kriegsveteranen mehr als nur gelungen ist, - man bekommt vielerlei Aspekte geschildert, von denen jeder einzelne für sich allein betrachtet, einen Großteil des Menschseins ausmacht. Man bekommt geschildert, dass man sich erst selbst aufgibt, nachdem alle anderen einen schon längst abgeschrieben haben. Darüber hinaus wird die Wichtigkeit der Tatsache skizziert, wie wichtig es für Menschen ist, dass man an sie glaubt. Der gleiche Ansatz wird auch von dem Film „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Korans“ aufgenommen - jedoch kaum annähernd derart künstlerisch auf die Leinwand gebracht. Der Duft der Frauen hingegen ist an sich schon so etwas wie die Metapher der Menschlichkeit. Der Mensch ist schließlich keine Insel und über kurz oder lang geht er an der Einsamkeit zugrunde. Wirklich ein großartiger Film.

Fazit:

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Der Duft der Frauen ist kein actiongeladener Film, der den Zuschauer in jeder Minute vom Hocker reißt. Es handelt sich dabei um einen wunderschönen Film, der die Geschichte zweier Protagonisten, die sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Trotz der enormen zeitlichen Dimension dieses Streifens, entstehen nie Längen und es kommt nie Langeweile auf. Es ist schade, dass man solche Streifen dem heutigen Publikum nicht mehr zutraut. Da dreht man doch lieber die x-te Fortsetzung von Fast and the Furious oder Fluch der Karibik - Popkornkino ohne Anspruch, oder besser gesagt - ein Leerlauf für den Verstand. Der Duft der Frauen hingegen ist Balsam für die Augen und vielleicht auch für die Seele. Ein Pflichtfilm der in keiner Sammlung fehlen sollte.
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37 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Oscar-prämierte One-Man-Show, 20. Februar 2004
Von 
Sandra Hajek (Gmunden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Duft der Frauen (DVD)
Sie sind wie Feuer und Wasser: Der verbitterte, blinde Ex-Army-Colonel Frank Slade und der introvertierte College-Student Charlie Simms. Als sie sich das erste Mal begegnen, ahnt Charlie nicht, dass in den kommenden Tagen sein (Gefühls-)Leben völlig auf den Kopf gestellt werden wird. Denn eigentlich sollte Charlie nur über Thanksgiving auf Slade aufpassen. Doch er hat nicht mit der Reiselust des Blinden gerechnet. Ein Wochenende in New York steht auf den Programm - mit dem Höhepunkt Suizid. Slade hat es satt, seiner Nichte wie ein Klotz am Bein zu hängen und will sich mit seiner ehemaligen Dienstwaffe im "Big Apple" erschießen. Doch dank Chauffeur Manny, der reizenden Donna (mit der Slade einen hinreißenden Tango aufs Parkett legt) und nicht zuletzt dem aus sich hinausgehenden und auf seine Gefühle hörenden Charlie kann Slade von seinen Plänen abgebracht werden. Er revanchiert sich, indem er für Charlie und seine bedingungslose Loyalität vor dem Schulausschuss ein flammendes Plädoyer hält.
Für mich war und ist dieser Film einer der schönsten Filme, den das amerikanische Kino je herausgebracht hat. Im Zentrum des Films steht Al Pacino, der für die überzeugende und nuancierte Darstellung des verbitterten Misanthropen den Golden Globe und den Oscar erhalten hat. Er stellt den Ex-Colonel nicht nur dar, nein, er lebt ihn förmlich. Monatelang hat er sich darauf vorbereitet, er arbeitete auch mit Blindenorganisationen zusammen, um das richtige Verhalten ohne Sehkraft zu erlernen. Und schon alleine die Tangoszene mit Gabrielle Anwar macht den Film sehenswert.
Nicht zu unterschätzen ist aber der Darsteller des Charlie Simms, Hollywoods "letzter Pfadfinder" Chris O'Donnell. Wer glaubt, dass er hier nur als Stichwortgeber für Superstar Pacino fungieren darf, täuscht sich gewaltig. Besonders die Szene, in der er unter Einsatz von Tränen und seines eigenen Lebens Slade vom Suizid abhalten kann, zeigt, wie viel Potenzial in ihm steckt. Zu Recht wurde diese Leistung (für mich die beste in seiner Karriere) mit einer Golden-Globe-Nominierung und dem Chicago Critics Award für den besten Nachwuchsdarsteller honoriert.
Mein Resümée: Zwei hochkarätige Darsteller in einem wunderbaren Film, der zu Herzen geht. Dafür gibt es fünf Sterne und eine unbedingte Kaufempfehlung, auch wenn die DVD an Extras zu wünschen lässt. KAUFEN!!!
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genialer Film, 30. Oktober 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Duft der Frauen (DVD)
Ein wunderbarer Film mit zwei hervorragenden Schauspielern. Die Geschichte ist elegant erzählt. Zwei Charaktere, die nicht verschiedener sein könnten (blinder Ex-Militär und unschuldiger Schul-Softie) lernen sich in einer kurzen und intensiven Zeit kennen und respektieren. Natürlich geht es nicht ohne Frauen. So poetisch und gefühlvoll dargestellt bilden sie die zwischenzeitliche Nachspeise. Schliesslich kämpfen beide um Ihre Ideale ohne sich ins Unglück zu stürzen. Das ist auch einer der bemerkenswerten Erinnerungen an diesen Film - folge deinen eigenen guten Ideen und Idealen, auch wenn dich die ganze Welt für verrückt hält.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ergreifendes Drama über..., 14. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Duft der Frauen (DVD)
...den grauen Geist Colonel Frank Slade und "seinen Ziehsohn" Charlie Simms.

Der aus einfachen Verhältnissen stammende Stipendiat Charlie Simms gerät um seine monetäre Lage aufzubessern, an einen Wochenendjob, der ihn mit der Aufgabe betraut auf den verbitterten Colonel Frank Slade, ein desillusionierter Vietnam-Veteran, der seinen Platz in der Welt schon lange verloren zu haben meint und sein Leben in einem Meer von Alkohol fristet, ein Auge zu werfen.
Colonel Frank Slade sieht seine Zeit als abgelaufen an und plant noch einmal den schlummernden Lebenmann in ihm zu wecken und seine Leidenschaft für Essen, Zigarren, Tanz und vor allem Frauen in New York City zu frönen, ehe er sich klandestin aus dieser Welt stiehlt.
Dieser Vergnügungskurztrip nach New York City mündet indes in einer gar symbiotischen Beziehung zwischen dem Colonel und Charlie, die dem resignierten Solitär hilft, Anhänger einer alten Welt voller Solidarität, Loyalität und Integrität, seinen verlorenen Lebenswillen zu reanimieren und die Ideale und Werte des jungen Charlie Simms bekräftigt.
Die zu Beginn abwehrende Haltung von Frank Slade, der hinter Charlie Simms eine gestriegelte Stereotypie eines Elite-Studenten - verwöhnt, angepasst, geld-/machtorientiert - vermutet, weicht dem Bild eines tapferen, prinzipienbehafteten und empathischen jungen Mannes, der ihm einen Ausweg aus seinem Dilemma aufzeigt.

Das kinematographische Werk ist ein mitreissendes Plädoyer für die Hochhaltung scheinbar anachronistischer Werte wie Prinzipienhaftigkeit und Integrität und gegen die Verdrängung dieser Werte durch einen Menschenschlag, repräsentiert von der Führungsriege, durchdrungen von Denunziantentum und machtbesessenen Opportunismus.
*5 Punkte*
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Oscar nicht zu hoch bewerten..., 29. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Duft der Frauen (DVD)
Ich finde man sollte dem Oscar und der dazugehörigen Verleihung nicht mehr Bedeutung beimessen als ihm/ihr wirklich zusteht. Da geht es, leider auch, um viel Politik ( Filmpolitik )
Al Pacino steht dem ganzen Hollywood-Geschehen schon seit jeher relativ kritisch gegenüber ( was übrigens auch für seinen Kollegen Robert De Niro gilt ) mit dem Ergebnis das er bislang einen einzigen Oscar erhalten hat. Geradezu lächerlich für einen der besten Darsteller aller Zeiten.
Hier allerdings konnte man wahrscheinlich gar nicht mehr anders; man musste ihm den Preis geben um sich nicht ganz und gar lächerlich zu machen. Ein sehr guter Film in dem Pacino glänzt wie man es selten erlebt hat. Ein Kompliment auch an seinen jungen Kollegen Chris O`Donnell, der eine beachtliche Leistung abliefert.
Wer wissen möchte wie sehr gute Schauspielerei aussieht: Al Pacino zeigt es hier.
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17 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Al Pacino vom Feinsten + gute Geschichte(!), 8. April 2007
Von 
Kevin Neumann "KN" (Immenstedt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Duft der Frauen (Oscar-Edition) (DVD)
Dieser Film wanderte primär in mein DVD-Regal aufgrund der Tatsache, dass ich ein Al Pacino "Fan" bin und ich seine schauspielerischen Leistungen sehr schätze. Mit diesem Film zusammen "schafften" es auch Frankie & Johnny sowie Insomnia, von mir gekauft zu werden, allerdings würde keiner dieser beiden Filme auch nur eine annährend so hohe Bewertung von mir erhalten wie dieser hier.

Die Story handeln von einem jungen Mann, welcher an einer Eliteuni studiert via Stipendium, seine Eltern sind arm, und seine sogenannten Freunde sind reich und trietzen ihn mit den Annehmlichkeiten, welche sie im Vergleich zu ihm genießen könnnen. Eines Tages wird dem "Schulleiter" ein Streich gespielt von 3 seinen Bekannten, und es wird bemerkt, dass er und ein anderer diesen Vorgang bemerkt haben. Daraufhin wird er als einziger bedroht von der Schule geschmissen zu werden, wenn er nicht gesteht, welche Schüler/Studierenden das Attentat begangen haben, da seine Eltern als einzige kein Geld/kein Einfluss auf die Institution ausüben können. Außerdem wird versucht, ihn zu bestechen mit einem Stipendium für Harvard, wenn er die Schuldigen beim Namen nennen sollte, was aber gegen seine Gesinnung spricht. An einem Wochenende nimmt er einen Job an, bei welchem er auf einen blinden, sich aus dem Dienst befindlichen Colonel(Al Pacino) aufpassen soll, währenddessen seine Familie wegfährt. Der Colonel ist aufgrund seiner Blindheit und seinem "erbärmlichen Leben" verbittert, trinkt relativ viel und hat kaum/keinerlei Lebenshoffnung mehr. Er "entfürht" unabgesprochen den Jungen nach New York, wo die beiden sich näher kennen lernen und einige Unternehmungen absolvieren. Der Junge denkt dort ständig an seinen Verbleib auf der Uni, welchen er einfach erreichen könnte durchs verpetzen der Täter, währenddessen sich der Gemütszustand des blinden sich ebenfalls immer weiter verschlechtert und in Richtung Depression "schlendert".Im Laufe der Zeit wird klar, dass er sich am Ende dieses Wochenendes das Leben nehmen möchte. Der Junge möchte ständig wieder zurück in sein College, da er das Problem möglichst bald regeln möchte, aber vorerst gelingt es dem Colonel, es ihm in N.Y. zu halten. Als er gehen darf, nämlich in dem Moment als er sich töten möchte, bleibt der Jugendliche und hält Frank Slade davon ab, sich zu töten. Zurückgekehrt in die Heimat der beiden gibt es wegen des Vorfalls an der Uni eine Anhörung, in welcher der junge Freund des Colonels aussagen soll, um seinem Platz zu behalten bzw. sogar nach Harvard aufzusteigen. Zur Überraschung seinerseits bzw. aller kommt der Colonel ihm zur Hilfe und vertritt ihn mit einem Plädoyer, welches letztenendes die "Jury" zu der Entscheidung kommen lässt, dass er nicht für sein Verhalten, die Täter nicht zu verpfeifen, bestraft werden kann, sondern dass es eine eher charakterlich löbliche Tat gewesen sei. Der Colonel, welcher sich die meiste Zeit rüde und verbittert aufgeführt hatte, trifft endlich eine Frau, mit welcher sich mehr anbahnen könnte, und hat sich in der Zeit mit dem Jungen auch aus seiner Unfreundlichkeit und Verbitterung ein wenig gelöst, währenddessen der Junge von der Stringenz des ehemaligen Militärmitgliedes profitierte, da er bereit ist, den unbequemen Weg zu wählen und seine Werte/seine Einstellung zu vertreten. Der Film heißt der Duft der Frauen, da der Colonel es aufgrund seiner Blindheit gelernt hat, verschiedene Seifen/Parfums/Düfte an Frauen zu identifizieren, welche sie tragen. Außerdem ist er ein Frauenliebhaber ohne gleichen, dies sei das einzige was ihn die Jahre über am Leben gehalten habe.

Der Film profitiert natürlich in unglaublicher Art und Weise von der one man show Al Pacino, welcher hier meiner Ansicht nach vollkommen zurecht den Oskar erhalten hat. Er mimt den verbitterten Blinden auf eine unnachahmliche Art und Weise und drückt dem Geschehen seinen Stempel auf, endend in dem Plädoyer für seinen jungen Freund. So traurig seine Situation auch sein mag als einsamer, blinder, trinkender Mensch, so sind seine fluchenden und direkten Aussagen dennoch stark belustigend(wobei man darüber je nach Lebensansicht sicher geteilter Meinung sein kann). Nichtsdestotrotz ist der Film nicht nur lustig, sondern auch vorallendingen traurig/bedrückend aufgrund der Misslagen der beiden Personen, aus welchen sie sich gegenseitig in der Lage sind, sich rauszuziehen. Das Ende ist welches zwar sehr versöhnlich ist, was mir in den meisten Fällen nicht gefallen mag, allerdings hier allzu angebracht und auch nur halbversöhnlich ist, bildet den Schlusspunkt dieses Filmes, welcher nicht nur(wenn auch vorallem) aus Pacinos schauspielerischen Leistung besteht, sondern auch mit einer gleichzeitig ergreifenden, teilweise lustig erfrischenden Geschichte bestechen kann, welcher von mir uneingeschränkte 5 Sterne erhalten kann. Er ist zwar kein Meilenstein der Filmgeschichte, wie es ein Cineast erwarten möge, allerdings durchaus ein starker Film ohne extrem viele Besonderheiten abgesehen von der Kunst des Hauptdarstellers.

Die DVD weist keinerlei Besonderheiten auf, außer der multiplen Sprachen, welche existieren, allerdings ist Ton und Bild auf jeden Fall uneingeschränkt empfehlbar, weswegen ich hier nur eine klare Kaufempfehlung aussprechen kann.
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten Filme, 14. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Duft der Frauen (DVD)
Dieser Film zeigt einem das Filme auch ohne Mord, Schiessereien, Verfolgungsjagten durch und durch spannend bleiben können.
Ein amüsanter und tief gehender Film, der uns gut zeigt nach welchen Prinzipien unsere Gesellschaft teilweise tatsächlich ausgerichtet ist. Wer Erfolg haben will darf kein Skrupel haben, Verrat wird als Instrument des Karrierewerdeganges gebraucht.
Doch dies bringt der junge Schüler Charlie nicht über sein Herz, der die Schuldigen eines Streiches auf den Direktor der Schule kennt.
Dieser setzt Ihn nun unter Druck und droht ihm, wenn er nicht spreche, würde man Ihn deshalb von der Schule werfen. Er befindet sich nun in einem moralischen Dilemma. Wenn er spricht würde er von dem Direktor an ein bedeutendes College vorgeschlagen werden, wenn nicht so wird er der Schule verwiesen und so seine Zukunft zerstört.
Nun kommt der ex-Offizier Frank Slade ins Spiel.
Charlie sollte eigentlich über das Wochenende auf den blinden, deprimierten, ständig betrunkenen, ex-Offizier aufpassen. Dieser hat jedoch schon völlig andere Pläne. Er will noch einmal sein Leben ihn allen Zügen geniessen und sich anschliessend eine Kugel in den Kopf jagen.
Um die Reise nach New-York zu meistern braucht er, da er blind ist, die Unterstützung von Charlie. Zwischen den beiden entsteht eine Freundschaft die dazu führt das Charlie den Offizier von seinem Vorhaben sich zu töten abhalten kann. Schlussendlich steht Slade, Charlie mit einer grandiosen Rede während der alles entscheidenden Verhandlung bei.
Zitat aus der Rede: " ich habe viele junge Soldaten noch Jünger als die meisten hier, mit ausgerissenen Beinen und Armen gesehen, doch dass ist nicht halb so schlimm wie ein amputierter Geist, für Ihn gibt's keine Prothese. Und dass ist genau das was Sie Charlie mit dem Rauswurf antun.
Das ist nur eine grobe grobe Zusammenfassung, denn der Film ist sehr durchdacht und die Charaktere werden sehr präzise Dargestellt.
Für mich ist dies einer der besten Filme und Al Pacino als Blinder (achtet mal auf seine Augen) in Höchstform.
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Der Duft der Frauen
Der Duft der Frauen von Al Pacino (DVD - 2004)
EUR 3,99
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