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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abschluss der rustikalen Reihe
Diese Scheibe hier ist die Letzte, die Jethro Tull in bei den meisten Fans so beliebtem rustikalen Folkstil eingespielt haben. Es ist auch die letzte Scheibe, wo der unvergessene John Glascock kurz vor seinem Tode noch am Bass zu hören ist, wenn auch krankheitsbedingt nicht mehr auf allen Stücken. Thematisch hat das rustikale Trio den Weg über Wald, Felder...
Veröffentlicht am 19. Oktober 2005 von Rock Tullie

versus
2 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Teilweise gute Heavy-Tracks
Die LP kam nach der großen Zeit von Jethro Tull heraus. Sie gehört meiner Ansicht nach nicht zu den besten Werken. Für die Fans der härteren Tracks wie "Aqualung" oder "Locomotive Breath", "Minstral in the Gallery" bietet die LP einiges Interessantes. Ich erinnere mich an ein Pop-Festival in Nürnberg, wo die harten...
Am 6. Juli 2000 veröffentlicht


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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abschluss der rustikalen Reihe, 19. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Stormwatch [REMASTERED] (Audio CD)
Diese Scheibe hier ist die Letzte, die Jethro Tull in bei den meisten Fans so beliebtem rustikalen Folkstil eingespielt haben. Es ist auch die letzte Scheibe, wo der unvergessene John Glascock kurz vor seinem Tode noch am Bass zu hören ist, wenn auch krankheitsbedingt nicht mehr auf allen Stücken. Thematisch hat das rustikale Trio den Weg über Wald, Felder und hier im weitesten Sinne Meer und Küste genommen. Letztlich spiegeln alle diese Platten auch irgendwie Ian Anderson's Interesse an Natur und Umwelt wider. Stormwatch hatte ebenso wie Heavy Horses nicht ganz die kompositorische Qualität wie Songs from the Wood, ich mag aber trotzdem keinen Stern abziehen. Dafür sind einfach zu starke Stücke drauf. Die beiden besten sind auch die längsten Lieder. Dark Ages ist ein 9-minütiges, sehr getragen gespieltes, düsteres (sehr passend zum Titel) Stück. Er reicht ohne weiteres an Heavy Horses heran, ohne diesen allerdings zu übertreffen. Er ist aber deutlich stärker als z.B. No Lullaby. Gleiches gilt in besonderem Maße für Flying Dutchman, nur dass dieser Song nicht die düstere Atmosphäre von Dark Ages hat. Darüber hinaus finden sich wunderbare Stücke, die richtig heimelige Abendstimmung verbreiten, Dun Ringill und Home. North Seal Oil ist ein flotter, akustischer Opener. Die Albumeröffnung findet ihre Fortsetzung im etwas langsameren Orion. Auch zwei Instrumentals finden sich mit Warm Sporran und Elegy, wobei letzterer noch aus David Palmers Feder stammt. Mit Something's on the Move ist für meinen Geschmacj ein Rocker zu wenig auf der Scheibe. Alles in allem kann ich heute nur noch den Kopf schütteln, wie sehr damals auch von Fans die Platte verrissen wurde. Ich frage mich oft, woran das gelegen haben könnte. Einzige Erklärung, die mir da einfällt, dürfte sein, dass in den 70ern und auch noch in den ersten Zuckungen der 80er eine unglaubliche Vielfalt von hochqualitativer Musik veröffentlicht wurde, während heute die Musikmanager bestimmen, wer was veröffentlicht, manchmal unabhängig davon, ob jemand spielen oder singen kann. Stormwatch war jedenfalls Ende der 70er stark unterbewertet und wäre heute eine Hammerveröffentlichung --- Remastered sowieso.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vom Wald - übers Land - aufs Meer...die 3. Scheibe der Folk-Phase, 8. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Stormwatch-Remastered (Audio CD)
Nach "Songs from the Wood" und "Heavy Horses" ist "Stormwatch" die letzte Scheibe von Tulls Folk-Phase. Es ist das letzte Album auf der die langjährigen Bandmitglieder John Evans, David Palmer und Barriemore Barlow zu hören sind. Auch der zu dieser Zeit erkrankte (und später verstorbene) Bassist John Glascock ist nur bei 3 Stücken dabei (Orion, Flying Dutchman und Elegy), bei den anderen Stücken greift Ian Anderson persönlich in die Bass-Saiten.
Auch wenn "Stormwatch" vielleicht ein wenig schwächer ist als die beiden Vorgänger Alben, so ist es doch ein weiteres Highlight in Tulls Discographie. Insgesamt ist der Grundton dieser Scheibe eisiger und düsterer, nun Titel und Cover ließen es erwarten!
Herausragend ist vorallem "Flying dutchman" eine über 7 minütige Ballade mit großartigen eingestreuten Gitarrenriffs und einer Art Seemannstanz im Mittelteil. Mit dem folkigen "Warm Sporran" und dem melancholischen "Elegy" sind zwei Instrumentalstücke vertreten.
"Dark Ages"(9 min !) und "Something on the move" sind wieder härtere Songs, die Tulls großartige Prog-Rock Ambitionen unterstreichen. "Orion" rockt melodisch und "Dun Ringill" überzeugt mit akustichen Elementen. "Old Ghosts" und "North sea oil" verdichten die Atmosphäre des Albums. Insgesamt ist dieses Album ein würdiger Ausklang der Trilogie.
Vom folkloristisch verspielten und sehr ausgefeilten Album "Songs from the wood" über das rurale und kräftige "Heavy horses" bis hin zu diesem Album man sollte unbedingt alle 3 im Plattenschrank haben ! Das ist Jethro TullŽs Folk-Phase.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Ende einer Ära - leider unterbewertet !, 3. Mai 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stormwatch (Audio CD)
Zugegeben: Nach dem ersten Durchlauf von STORMWATCH, dem letzten und vielleicht kraftstrotzendsten Folk - orientierten Album von Tull, konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Tull versucht haben, ihr sehr erfolgreiches Vorgängeralbum HEAVY HORSES zu kopieren, während sie offensichtlich das Interesse am Folkrock langsam verloren haben, ein Metier, in dem sie sich zuvor sehr wohl gefühlt haben und das sie auch meisterlich beherrschten, dessen Potential für Kreativitätsschübe sich allerdings mit STORMWATCH entgültig erschöpfte. Daher klingt STORMWATCH zunächst wie ein lauwarmer Aufguss von HEAVY HORSES, ohne allerdings dessen Beschwingtheit und Melodiösität zu besitzen, dafür klingt es ungleich rockiger, düsterer, allerdings leider auch holpriger und abgehackter, was allerdings nicht als Kritik aufzufassen ist. Die Heavyness von AQUALUNG, die progressiv-epische Vertracktheit von PASSION PLAY und das beschwingt-folkloristische von HEAVY HORSES oder SONGS FROM THE WOOD wurden hier verschmolzen, was teilweise auch gelungen ist.
Songs wie das dramatisch-melancholische ORION, das an JACK-IN-THE-GREEN erinnernde, allerdings wesentlich pompösere NORTH SEA OIL, oder das herrliche, langsam treibene Instumental ELEGY, rechtfertigen ohne Frage einen Kauf des Albums, welches nur halt etwas sperrig klingt. Auch das anfangs ziemlich holprige und abgehackte, epische DARK AGES, welches an NO LULLABIES vom Vorgängeralbum erinnert, nur etwas düsterer und vertrackter klingt, hebt das Album weit über den Durchschnitt, zumal dieser nur anfänglich kränkelnde Song nach drei Minuten richtig in Fahrt kommt und dann sehr heavy klingt. Auch das sehr folkloristische und geheimnissvolle, akustische DUN RINGIL, der indirekte Titelsong des Albums, braucht sich nicht zu verstecken, ebensowenig, wie das geniale, klavierorientierte FLYING DUTCHMAN, welcher zweifelsohne qualitativ auch auf HEAVY HORSES gepasst hätte.
Doch leider halten anfangs noch vielversprechende Songs wie HOME oder OLD GHOSTS nicht das, was sie versprechen und driften in die Banalität ab, da die Melodien teilweise an den Haaren herbeigezogen sind, ganz zu schweigen von der Nummer SOMETHINGS ON THE MOVE mit seinem von Deep Purple abgekupferten Riff. Ein weiterer entscheidender Makel liegt darin, dass Tull hier begonnen haben, schwierige Zeiten durchzumachen. Bassist John Glascock verstarb leider während der Aufnahmearbeiten zu diesem Album an den Folgen einer Herzoperation, und das, obwohl er erst Anfang dreißig war. Daher musste Ian Anderson für das Groß der Songs an der Bassgitarre einspringen. Des Weiteren überwarf sich Anderson mit seinem langjährigen Freund und Musikerkollegen John Evans, welcher auf STORMWATCH zum letzten Mal das Klavier und die Hammondorgel spielte. Auch Dirigent und Arrangeur David Palmer, welcher auch die tragbare Pfeifenorgel bediente, verließ nach diesem Album die Band, gefolgt von Lanzeitschlagzeuger Barriemore Barlow, welcher bereits seit THICK AS A BRICK dabei war. Die Band stand damals also vor einer Krise und Anderson schlug daher mit dem Album -A- eine für Jethro Tull ungewöhnliche, elektronische und chartorientierte Richtung ein.
Daher markiert STORMWATCH das Ende einer glorreichen Ära. Des Weiteren sollte der geneigte Käufer beachten, dass der bereits angesprochene Song ELEGY nicht von Ian Anderson, sondern alleinig von David Palmer komponiert wurde, was für Tull mehr als ungewöhnlich ist, behielt doch Anderson immer allein das musikalische Ruder fest in der Hand. Dennoch ist ELEGY eine zeitlose Komposition voller Anmut, die sich zu jeder Festlichkeit spielen lässt, egal ob zu Beerdigungen (vielleicht als Nachruf an den verstorbenen John Glascock), Hochzeiten oder Taufen, eine Tatsache, die Anderson zu jeder Gelegenheit, die sich ihm bietet, den Song live aufzuführen, erwähnt ("You could be born to it-or you could die to it"), wie am 12.7. 2002 in Bochum mit dem Orchester unter James Sloan, der seine Sache übrigens gut machte. Aber genug abgeschweift: Das Album lohnt sich trotz aller Kritik und anfänglicher Makel. NICHT IRRITIEREN LASSSEN!
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eiszeit, 4. Januar 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stormwatch [REMASTERED] (Audio CD)
In den 70er Jahren vergnügte sich Jethro-Tull-Frontmann Ian Anderson damit, seine musikalischen Werke in bestimmte atmosphärische Richtungen zu lenken, die zu herrausragenden Alben mit Bezug zu bestimmten Themenbereichen führten.
Dabei stachen besonders die naturverbundenen und ländlich-beschaulich anmutenden Scheiben "Songs from the wood" und "Heavy horses" hervor. Als Nachfolger zu letzterem Werk wurde dann Ende der 70er "Stormwatch" veröffentlicht, ein Album, das sich in diese Reihe einfügt, aber eine völlig andere Stimmung verbreitet.
Es geht um das Meer, und zwar das kalte, stürmische Nordmeer, um alte, verrostete Kähne, um Ölplattformen und um die kalte, klare Nacht voller Sterne am Himmelszelt in den nördlichen Breiten.
Komponist und Sänger Ian Anderson hat es einfach drauf, den Hörer in solche Szenerien zu entführen. Seine Songs bleiben dabei stets eingängig und gefällig, auch wenn sie sich häufig als relativ anspruchsvolle und komplexe Kompositionen entpuppen.
Die eisige, dunkle und leicht unheimliche Atmosphäre von "Stormwatch" weiß natürlich vor allem in der kalten Jahreszeit zu gefallen; es passt mal wieder alles zusammen bei Tull, vom Cover des Albums über die atmosphärische Komponente bis hin zur musikalischen Umsetzung. Letztere ist natürlich durch die bekannten Folk-Rock-Elemente gekennzeichnet, enthält jedoch auch viele E-Gitarren-Passagen.
Die einzelnen Songs sind von konstanter Qualität.
Der Opener "North sea oil" ist ein schwungvolles und eingängiges Stück. Mit "Orion" und "Home" folgen prägnante Melodien und präzise Songstrukturen, bevor das extrem düstere Epos "Dark ages" mit seiner länge von gut 10 Minuten erklingt.
Es folgen das fröhle Instrumentalzwischenspiel "Warm sporran" und das sehr rockige "Something's on the move", woraufhin es den meiner Meinung nach besten weil facettenreichsten Song des Albums "Old ghosts" zu hören gibt, der sowohl über kompositorisch interessante, wohldurchdachte Strophen als auch einen simpel gestrickten, mitreißenden Refrain verfügt.
Der leicht finstere Folk-Song "Dun Ringill" ist dann der Vorbote für "The flying Dutchman", ein langes und spannungsgeladenes Stück, das eine zentrale Stellung im Albumzusammenhang inne hat.
Die wunderschönen Melodielinien des Instrumentals "Elegy" schließen das Album ab und sorgen für einen harmonischen Ausklang eines ausgegorenen Rock-Albums mit viel Atmosphäre und ausgeklügelten Kompositionen.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Niemand bemerkte 1979 daß Stormwatch gut war, 12. Mai 2004
Von 
silbertanne4 "silbertanne" (Offenbach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Stormwatch [REMASTERED] (Audio CD)
- North Sea Oil: Elegante und schnelle Gitarrenläufe, verwoben mit einer temperamentvollen Flöte leiten in Andersons Statement von Ölenergie versus Kernkraft ein, damals häufiges Diskussionsthema. Der große Tundra-Eisbär auf dem Cover macht den Kernreaktoren den Garaus.
- Orion: Ein hartes Riff, daß dann langsam in einen ruhigeren Song übergeht. Wem "Aqualung" gefällt ...
- Home: Ein schöner beschaulicher Song mit Martin Barre an der Akustikgitarre. Ähnelt "Fire at Midnight" von 1976.
- Dark Ages: Lang und düster. Ian Anderson spielt Bass und Barlow Snare-Drums. Beethoven-artig, Heavy bis leise mit (leider) einigen dissonanten Sequenzen.
- Warm Sporran schließt die ehemalige erste Plattenseite. Ein schottisches Instrumentalstück. John Evans spielt Synthesizer, die Flöte wurde auf mehreren Kanälen aufgenommen.
- Somethings on the Move ist neben "Minstral in the Gallery" der härteste Tull-Song den ich kenne. Er war ein mitreißender Konzertopener der frühen Achtziger, z.B. auf einem Rockfestival in Nürnberg.
- Old Ghosts führt wieder eine andere Stimmung. Akustische Instrumente um einen Song, der von keltischen Menhir-Steinen erzählt.
- das beliebte Dun Ringill bleibt in dieser Tonart, es geht um eine 900 Jahre alte Burgruine in Schottland, Nähe Loch Slapin - und eine fiktive Liebesgeschichte.
- Flying Dutchman: Brilliante Mischung von Folk, Rock und Blues begleitet schaurige Zeilen um ein Schiff, daß bis zum jüngsten Tag gegen den Wind segeln muß.
- Das schöne Elegy beendet die ehemalige LP. Gewidmet dem verstorbenen Vater von David Palmer: Mandoline, Flöte, Orgel und ein Solo von Barre.
- Die Bonus Tracks sind klasse:
- Kelpie ist ein Tanz um ein schottisches Seeungeheuer
- Another Stitch besonders: 1979 als Single veröffentlicht (nie gehört). Es geht langsam los, weibliche Background-Sängerinnen (leider recht selten bei dem Männerverein) und ein bestechendes Flötenmotiv steigern sich zu einem mitreißenden Track. Warum damals nicht mit drauf?
- Ich finde der Kauf lohnt alleine wegen den 5 balladenhafen Stücken. Es ist die letzte Platte der alten erfolgreichen Jethro Tull Crew. Bassist Glascock ist noch auf Orion, Flying Dutchman und Elegy zu hören. Da er an Herzversagen verstarb, übernahm Ian Anderson den Bass auf den anderen Stücken. Auch Barie Barlow und John Evans geben ihren Schwanengesang auf Stormwatch.
- Nachdem der Spielmann aus dem Wald (Songs from the Wood) in das weite bäuerliche Land (Heavy Horses) gezogen war begab er sich mit dieser Platte das erste Mal auf das Meer, auch auf späteren Produktionen (Broadsword, Rock Island) im Mittelpunkt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich wieder Jethro Tull pur, 21. April 2011
Von 
H. Schwoch "hschwoch" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stormwatch (Audio CD)
Ich werde niemals das Hamburg-Konzert 1980 während der STORMWATCH-Tour vergessen. Es war so großartig! Und wenn ich mich richtig erinnere, dann haben sie damals mindestens fünf Songs des Albums gespielt.

Was für eine dramatische Formverbesserung bedeutete diese Scheibe nach dem schrecklich uninspirierten TOO OLD TO ROCK'N'ROLL: TOO YOUNG TO DIE! von 1976 und den darauf folgenden beiden netten Fluchten ins beschauliche Landleben mit SONGS FROM THE WOOD und HEAVY HORSES, wo es um Motten, eine braune Maus, die Mäusepolizei und einen Wetterhahn ging.

Dies aber waren endlich wieder Jethro Tull pur, und das heißt Progressive-Rock auf ihre ganz eigene Weise: faszinierend, polarisierend, ernsthaft, gelegentlich ironisch, kurz: unkopierbar. Für mich ist STORMWATCH eines der besten Tull-Alben überhaupt, obwohl es in Deutschland lediglich Platz 28 und in ihrer Heimat England nicht einmal die Charts erreichte! Wir erinnern uns: Es war die Ära von Disco, Punk und New Wave. Letzterem zollte Ian Anderson dann mit dem nächsten Tull-Album A seinen Tribut.

Knapp fünf Sterne für dieses leider stets ein wenig stiefmütterlich behandelte Juwel.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Damals 1979 völlig unterbewertet, 8. Mai 2009
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stormwatch-Remastered (Audio CD)
Dieses Album ist selbst mir als altem Tull- Fan damals irgendwie entgangen.
Ich kaufte mir Jahre später Mitte der 80er die LP von irgendeinem Rammschtisch nach und war begeistert.

Als letztes Album in der Besetzung "Anderson , Barre, Barlowe, Glascock, Palmer, Evans" fiel es wahrscheinlich mit seinen wunderbaren Folkund Progrockelementen zu sehr in die Zeit des Punkrock.

Das Album knüpft nahtlos an "Heavy Horses " an.

Die Songs sind allesamt eingängig, nicht ganz so komplex wie beim Vorgänger, aber hervorragend allemal.

Unverzichtbar für einen Folkrock- Fan und für den Tull- Fan sowieso!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Dritte musikalische Geniestreich in Folge..., 24. Oktober 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stormwatch [REMASTERED] (Audio CD)
Waren schon die beiden Vorgängeralben(Songs from the Wood;Heavy Horses)eine Klasse für sich,kam's hier nochmal so richtig Fett.Ian Anderson macht in seinen kritisch-lyrischen Elaboraten immer dann die glaubwürdigste Figur,wenn er sich selbst kritisch miteinbezieht.Dies war nicht immer so,wie "A Passion Play" oder "Too Old to Rock'n Roll..."bewiesen haben.Wollte er uns in diesen Alben z.B.ein Rockerimage einreden,(was er nie im Leben war)oder einem mit abstrusen,surrealen Nichthandlungen,mit wirren intellektuellen Wortspielchen,Metaphern & Doppelbedeutungen,ganz kirre machen!? Auf dem vorherrigen 2 LP's entführten uns JT in die Natur.Auf diesen Alben sollte es auf die sturmerprobten Bohrinseln in der Nordsee zur"Sturmwache"gehen.Den ersten Sicht-Kontakt zur "Stormwatch"nahm ich Anfang der 80er mit der Vinyl-LP auf.Nahm mich doch Anderson selbst mit Navy Feldstecher,auf dem Plattencover,voll ins Visier.(dabei hat er wohl garnicht mit bekommen,das hinter ihm ein Rieseneisbär,eine Polarstation kurz & klein haut)Sehr schönes Coverartwork,nebenbei bemerkt!Die Musik steht diesem in nichts nach.Im flotten Opener"North Sea Oil"wird uns was über das Ölgeschäft erzählt.Wie schon auf anderen Tull'schen Werken,wird man hier nie von musikalischer Langeweile eingeholt oder vergrault.Ganz im Gegenteil:in dem musikalisch, stilistischen Rahmen,den I.Anderson,weiträumig wie keine andere Band abgesteckt hat,wird die Band sich noch über Jahre ungehindert bewegen können ohne das es Langeweile für den Hörer zur Folge hätte.Leider konnte Bassist John Glacock,infolge einer Herzerkrankung,nur an drei Titeln mitwirken.Er verstarb kurz darauf.Um zum Schluß & auf dem Punkt zukommen:Dieses Album beschert dem geneigten Hörer,eine knappe Stunde,beste musikalische Kost.Wer dazu noch der englischen Sprache mächtig ist,bekommt sogar noch lyrisch-poetische Ergüsse zum Nachtisch.Bon Appetit-Volle Punktzahl.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abschluss der rustikalen Reihe, 11. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Stormwatch-Remastered (Audio CD)
Diese Scheibe hier ist die Letzte, die Jethro Tull in bei den meisten Fans so beliebtem rustikalen Folkstil eingespielt haben. Es ist auch die letzte Scheibe, wo der unvergessene John Glascock kurz vor seinem Tode noch am Bass zu hören ist, wenn auch krankheitsbedingt nicht mehr auf allen Stücken. Thematisch hat das rustikale Trio den Weg über Wald, Felder und hier im weitesten Sinne Meer und Küste genommen. Letztlich spiegeln alle diese Platten auch irgendwie Ian Anderson's Interesse an Natur und Umwelt wider. Stormwatch hatte ebenso wie Heavy Horses nicht ganz die kompositorische Qualität wie Songs from the Wood, ich mag aber trotzdem keinen Stern abziehen. Dafür sind einfach zu starke Stücke drauf. Die beiden besten sind auch die längsten Lieder. Dark Ages ist ein 9-minütiges, sehr getragen gespieltes, düsteres (sehr passend zum Titel) Stück. Er reicht ohne weiteres an Heavy Horses heran, ohne diesen allerdings zu übertreffen. Er ist aber deutlich stärker als z.B. No Lullaby. Gleiches gilt in besonderem Maße für Flying Dutchman, nur dass dieser Song nicht die düstere Atmosphäre von Dark Ages hat. Darüber hinaus finden sich wunderbare Stücke, die richtig heimelige Abendstimmung verbreiten, Dun Ringill und Home. North Seal Oil ist ein flotter, akustischer Opener. Die Albumeröffnung findet ihre Fortsetzung im etwas langsameren Orion. Auch zwei Instrumentals finden sich mit Warm Sporran und Elegy, wobei letzterer noch aus David Palmers Feder stammt. Mit Something's on the Move ist für meinen Geschmack ein Rocker zu wenig auf der Scheibe. Alles in allem kann ich heute nur noch den Kopf schütteln, wie sehr damals auch von Fans die Platte verrissen wurde. Ich frage mich oft, woran das gelegen haben könnte. Einzige Erklärung, die mir da einfällt, dürfte sein, dass in den 70ern und auch noch in den ersten Zuckungen der 80er eine unglaubliche Vielfalt von hochqualitativer Musik veröffentlicht wurde, während heute die Musikmanager bestimmen, wer was veröffentlicht, manchmal unabhängig davon, ob jemand spielen oder singen kann. Stormwatch war jedenfalls Ende der 70er stark unterbewertet und wäre heute eine Hammerveröffentlichung --- Remastered sowieso.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ian setzt noch einen drauf, 18. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Stormwatch [REMASTERED] (Audio CD)
Nach dem grandiosen Heavy Horses kommt 1979 der nächste Kracher von Ian & Co.! Stormwatch befasst sich textlich mit der damaligen Ölkrise, musikalisch geht es wieder mehr bombastisch - elektrisch her. North Sea Oil, ein rockiger Flöten - Opener, entfaltet sich immer wieder neu. Orion, der zweite Evergreen, wunderbar hymnische Strophen mit einem nicht ganz so glattem Refrain, sind einfach genial. Genauso wie Dark Ages, Flying Dutchmen, sowie das mittelalterliche Old Ghosts. Und als gelungenem Abschluss das hervorragende Elegy. Würdiger Nachfolger zum vorherigen Album.
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Stormwatch-Remastered
Stormwatch-Remastered von Jethro Tull (Audio CD - 2004)
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