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am 26. April 2013
Stellen Sie sich eine Welt vor in der keine Morde mehr geschehen. Ein Wunschtraum? Nicht so im Washington DC des Jahres 2054. Dort verhaftet nämlich eine Abteilung mit dem Namen Pre-Crime potentielle Mörder noch bevor sie ihre Tat begehen können. Ermöglicht wird ihr dies durch die sogenannten Pre-Cogs, die Pre-Cognitiven, 3 Menschen denen es möglich ist die Zukunft vorherzusagen. John Anderton (Tom Cruise) ist der Leiter dieser Abteilung und hat es geschafft die Mordrate in seiner Stadt auf null herunter zu schrauben. Aufgrund dieses Erfolgs soll Pre-Crime nun auch im ganzen Land eingeführt werden. Doch bevor dies möglich wird, soll der Regierungsbeamte Danny Witwer (Colin Farrell) noch einmal genau kontrollieren ob auch alles mit rechten Dingen zugeht. Doch in dem Moment da er beginnt sich in die Abläufe einzumischen, beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Plötzlich steht eine Vorhersage im Raum die besagt dass Anderton in 36 Stunden selbst einen Mord begehen wird. Ist das alles ein abgekartetes Spiel oder sind tatsächlich Geschehnisse angestoßen worden, die ihn zu dieser Tat verleiten werden? Um seine vermeintliche Unschuld zu beweisen flieht Anderton...und die Jagd auf ihn beginnt.

Eigentlich war es ja nur eine Frage der Zeit bis die beiden Hollywood Schwergewichte Steven Spielberg und Tom Cruise endlich aufeinander treffen mussten. Wenn es dann zu einem solchen "Gipfeltreffen" kommt, sind die Erwartungen natürlich dementsprechend groß. Und glücklicherweise werden wir nicht enttäuscht.

Minority Report ist futuristische Action auf absolut höchstem Niveau. Wo andere Regisseure sich im unendlichen Getümmel der CGI-Sequenzen verlieren und den eigentlichen Inhalt der Story aus den Augen verlieren, bleibt Spielberg konsequent; und zwar sowohl optisch als auch inhaltlich. Bereits die Einrichtung der Pre-Crime Zentrale schwankt angenehm zwischen technisch verspielt und funktionell nüchtern. In den "Außenaufnahmen" begegnen uns einerseits gewaltige Wolkenkratzer an denen sich eine Art Verkehrsleitsystem der Superlative in 3-Dimensionaler Richtung erstreckt, auf der anderen Seite aber auch klassische Reihenhäuser im viktorianischen Stil. Insgesamt punktet das komplette Ambiente durch eine Art "Realismus", will meinen, eine Zukunft, die man sich wirklich vorstellen könnte und wie sie uns der technische Fortschritt eines Tages tatsächlich bescheren könnte.

Der gern und oft getroffene Vergleich zu dem Genreklassiker Blade Runner kommt dabei nicht von irgendwoher. Einerseits basieren beide Werke auf Geschichten des Autors Philip K. Dick. Auf der anderen Seite erzeugen die beiden Filme eine ähnliche bedrückende und beklemmende Stimmung. Einen großen Beitrag zum Erschaffen dieser Stimmung trägt einmal mehr Starkameramann Janusz Kaminski, der mittlerweile neben Scorewriter John Williams nahezu untrennbar mit Spielberg-Produktionen verbunden ist und bereits bei A.I., Schindlers Liste uvm. die Visionen des Meisters verwirklichen durfte. Auch dieses mal ist es ihm wieder gelungen mit den ihm typischen Verfremdungsfiltern körnige Bilder auf die Leinwand zu zaubern und den ohnehin depressiv angehauchten Grundtenor noch zu verstärken.

Gerade dieser Stil ist natürlich eine Härteprüfung für die DVD Technik. Die Kompression muss alles technisch machbare herausholen um das Bild einerseits nicht zu sehr zu verfremden, andererseits einen hohen Detailgrad und speziell die Körnigkeit so darzustellen wie sie vom Regisseur gedacht sind.
Doch Fox liefert einen wirklich guten Job ab. Das Bild ist (insonfern man das aus genannten Gründen überhaupt so nennen darf) kontrast- und detailreich. Selbst in dunklen Szenen werden noch genügend Kleinigkeiten herausgestellt um auch per Beamer noch Spaß am Ergebnis zu haben. Es wird spannend sein demnächst mal die BluRay zu testen und den Vergleich zur DVD heranzuziehen.

Wo sich die DVD aber auf keinen Fall verstecken muss und sicher auch der BD (bis zu einem gewissen Punkt versteht sich) Paroli wird bieten können, ist der Ton.
Fox hat sehr lange ein wirklich vorbildliches Releaseverhalten bei DVDs an den Tag gelegt und nahezu jeder Scheibe eine DTS Spur spendiert. Leider ist das heute nicht mehr so.
Das vorliegende Produkt bringt aber noch DD und DTS Spur mit und beide machen wirklich Spaß. Die DTS Spur ist dabei nicht wirklich präziser oder großartig räumlicher, legt aber eine der bedeutendsten Eigenschaften der Technologie an den Tag: der Bass ist noch einmal eine Ecke wuchtiger und generell ist der Druck im Sound etwas besser.

Doch Spielberg ist nicht nur ein Meister seines Fachs wenn es darum geht computeranimierten Wesen und Gegenständen Leben einzuhauchen, hochwertige Bilder und tolle Soundeffects zu zaubern, sondern ist auch in der Lage die von ihm eingesetzten Schauspieler zu Höchstleistungen anzutreiben. Und das gelingt ihm zweifelsohne bei Tom Cruise. Der von ihm gespielte John Anderton schwankt ständig zwischen hochprofessionellem Cop mit absolutem Pflichtbewusstsein und von Selbstzweifeln zerfressenen, verzweifelten Vater und Ehemann. Colin Farrell der hier in seiner ersten großen Rolle auftritt, stellt einen würdigen Gegenspieler zu Cruises Charakter dar. Der übertrieben smarte, fast schon schleimige Regierungsbeamte, der scheinbar nur darauf aus ist Fehler in jedem Element eines eingespielten Teams zu finden dürfte den einen oder anderen schmerzhaft an eigene Erfahrungen im realen Arbeitsleben erinnern. Einen weiteren Höhepunkt stellt erwartungsgemäß die Darbietung von Max von Sydow dar. Die scheinbar undurchdringliche Chef von Pre-Crime Lamar Burgess ist der erhabenen Statur des Charakterdarstellers förmlich auf den Leib geschrieben und wartet ebenfalls mit der einen oder anderen Überraschung auf.

Fazit:
Gene Simmons sagte seinerzeit im Zusammenhang mit der Kiss-Reunion "We'll show everybody how the big boys do it!". Dieser Satz könnte eins zu eins für Steven Spielberg (und Tom Cruise) übernommen werden. Denn Regisseure kommen und gehen, doch ihm gelingt es immer wieder die zumeist von ihm selbst hochgesetzte Messlatte zu übertreffen und einen neuen Höhepunkt auf die Leinwand zu zaubern. Ein solcher ist auch Minority Report geworden. Alle in Zukunft erscheinenden Science Fiction Action-Thriller werden sich an diesem Meisterwerk messen lassen müssen... und es beileibe nicht einfach haben.
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am 10. Mai 2013
Das ist Spielbergs bester Sci-Fi-Film. Er setzt einen Meilenstein in dieser Branche. Nicht nur die übliche schnelle Action (z.B. die fliegenden Polizisten oder andere Luftstunts) sind toll, auch die dreibeinigen Roboter sogenannte ‘Spiders‘ zum Scannen der Pupille gehören in die Schublade ‘außergewöhnlich‘, in der sich auch noch Makabres und Ekelerregendes befindet. Dafür ist hier Peter Stormare zuständig. Das Größte aber ist, dass Spielberg eine menschliche Tragödie in diese Zukunftsvision eingebettet hat mit Frau (Kathryn Morris) und Sohn. Alles ist in gerade noch so viel Fach-Chinesisch verpackt, dass es Spannung abwirft. Natürlich mit viel supertechnischem Schnickschnack als Begleitung. Und als Erholung für Auge und Ohr erleben wir die reine Natur.
Die Grundidee ist einfach: Hellseher, sogenannte Pre-Cogs (eine davon eindrucksvoll gespielt von Samantha Morton) können Morde vorhersehen, und eine schnelle Eingreiftruppe kann sie dann verhindern. Eine Wahnsinnsidee! Man ahnt aber schon bald, dass an diesem System etwas faul sein muss. Dem geht Chief Anderton (Tom Cruise) aus persönlichen Gründen nach. Kontrahent Detective Witwer (Colin Farrell) bleibt auf der Strecke und auch der oberste Direktor (Max von Sydow) muss dran glauben.
Diese Utopie spielt in einem Grenzbereich, der der Frage nachgeht: Ist das System das absolut höchste Gut, dem sich der Mensch unterzuordnen hat? Gleichzeitig wird ein autoritäres System auf seine Fragwürdigkeit hin untersucht. Und natürlich lässt Spielberg nach all dem Grauen den Film als Märchen enden. Großartig!
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am 29. Mai 2012
Nach "A.I. - Künstliche Intelligenz" machte Spielberg wieder einen Abstecher ins Science Fiction Genre. "Minority Report" basiert auf der Kurzgeschichte von Philip K. Dick und wurde von Spielberg unglaublich fesselnd, spannend und intelligent umgesetzt, ein wahres Meisterstück des Films, wie ich finde.

Im Jahr 2054 werden Verbrechen durch drei weiterentwickelte Menschen, namens "Precogs", verhindert, in dem sie die Zukunft dieser Verbrechen sehen und so an die Abteilung Pre Crime weitergeben. John Anderton arbeitet für dieses ürsprüngliche Experiment, was nun in ganz Amerika eingesetzt werden soll. Doch plötzlich steht er selbst inmitten eines Verbrechens, das er bald begehen wird...

Zunächst einmal ist "Minority Report" natürlich Science Fiction, in Form von "Uhrwerk Orange" oder "Twelve Monkeys". Die Welt wird in einer Zukunft gezeigt, die nicht zu weit weg von uns ist. Und diese Welt zeigt Steven Spielberg in einer wirklich authentischen Vision. Während die Technik sich immer weiter entwickelt, geht das Soziale, das Menschliche verloren und die fiktive Welt in dem Film wird zu einem Überwachungsstaat, der die Freiheit jedes Einzelnen immer weiter einschränkt. Ich kratze hier nur an der Oberfläche der Themen, die den Zuschauer während des Films und auch danach zum Weiterdenken animieren. Die größte Auseinandersetzung dürfte man aber mit der Idee der zukünftigen Verbrechensbekämpfung haben: Ist es gerecht, wenn ein Mensch für ein verbrechen verhaftet wird, das er nicht bagangen hat?
Durch diesen zentralen Aspekt gewinnt der Film jede Menge Tiefe und macht ihn in meinen Augen außergewöhnlich. Klar wurde die Thematik etliche Male schon aufgergiffen, aber in dieser Form und mit dieser Präzision noch nie!

Spielberg beweist Talent in allem, was er tut: Fehler oder unlogische Handlungsabläufe sucht man vergebens, anders als in "Zurück in die Zukunft", mal als bestes Beispiel aufgeführt.
Trotzdem muss man als Zuschauer mitdenken, auch wenn die vordergründige Geschichte eigentlich sehr genau erklärt wird.

Apropos: Hier zeigt sich der typische Spielberg. Die Story mit Anderton und seinem verlorenen Sohn ist nicht neu, aber wurde auch hier sehr mitreißend und autenthisch dargestellt. Das liegt vor allem am tollen Cast: Tom Cruise als John und Colin Farrell als Gegenspieler Detective Danny Witwer. Aber auch Max von Sydow brilliert als Lamar Burgess, den Director von Precrime und Samantha Morton als Precog Agatha.
Dazu die optisch, kühle Atmosphäre, die alles so einsam und bedrohlich wirken lässt. Sehr schön finde ich persönlich auch den dezenten Einsatz von CGI, viele Actionszenen wurden ohne Effekte gedreht.

Musikalisch ist natürlich John Williams wieder für den Score verantwortlich gewesen und nach "Der Soldat James Ryan" und "A.I." komponierte er wieder einen atonalen, aber aufregenden Soundtrack!

Fazit: "Minority Report" ist für mich einer von Spielbergs besten, allein wegen dem Mix aus großen Thematiken, wie Zufall und Schicksal und der ethischen Frage nach dem Recht eines Menschen. Dazu eine spannende Story mit vielen Twists und tollen Darstellern. Ein ganz klarer Beweis dafür, dass Spielbergs Name nicht umsonst für Filmklasse der besonderen Art steht. Unbedingte Kaufempfehlung!
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TOP 500 REZENSENTam 16. Dezember 2015
Bei Minority Report handelt es sich um einen gut gemachten Science-Fiction-Film, bei dem Steven Spielberg Regie führte.

Die Story:
Im Jahr 2054 gibt es in Washington keine Morde mehr. Warum? Weil drei Menschen mit besonderen Fähigkeiten zukünftige Morde voraussagen können. An dieser Stelle kommt John Anderton, ein Verbrechensbekämpfer der Zukunft ins Spiel. Er erhält die Namen von Täter und Opfer, außerdem die genaue Uhrzeit des zukünftigen Morden. Nach detaillierteren Ermittlungen ist Anderton mit einer Art "Schnelle Eingreiftruppe" vor Ort und kann den Mord verhindern. Für ihn ändert sich alles, nachdem er als Täter für einen bevorstehenden Mord vorhergesagt wird.

Blu-ray:
Das Bild ist scharf (wenn auch nicht die absolute Referenz). Der Ton ist nach meinem Empfinden kraftvoll. Die Extras auf der Blu-ray sind üppig.

Fazit:
Insgesamt handelt es um einen spannenden Science-Fiction-Krimi, der allerdings in einigen Verfolgungsszenen zu übertrieben ist und dadurch an Glaubwürdigkeit verliert.
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am 7. Mai 2010
MINORITY REPORT (2002)

Zum Film muss nicht mehr viel gesagt werden: Er wird jedes Mal besser. Ich habe MINORITY REPORT jetzt zum 4ten Mal geschaut und muss sagen, so gut wie auf Blu-Ray fand ich ihn noch nie.

Zur Disc: Einige haben sich über die Bildqualität enttäuschend geäußert, als hätte man hier gepfuscht. In diesem Fall trifft das jedoch nicht einmal im Ansatz zu. Spielbergs Science Fiction sah im Kino so aus und ist jetzt auf Blu-Ray genauso präsentiert, wie der Regisseur es intendiert. Der Film badet häufig in von Licht durchfluteten Bildern sodass der Transfer in hellen und dunklen Bildbereichen absichtlich Details verschluckt. Die ganze Optik des Films ist so angelegt, erst dadurch bekommt er seinen eigenen Stil. Im Vergleich zur DVD sind generell viel schärfere Bilder zu verzeichnen, die die Details der futuristischen Welt erst so richtig zur Geltung bringen. Der Sound ist einfach beeindruckend und weist häufig Referenzwerte auf.

Besser wird MINORITY REPORT nie aussehen und klingen! Klare Kaufempfehlung! Don't run!
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am 11. April 2003
Wie kann man eine Tat vorhersehen, die dadurch verhindert wird, dass man sie vorhergesehen hat, also nicht begangen werden wird? Mit dem aus vielen Science Fiction-Filmen und -Fernsehserien bekannten Zeit-Paradoxon wird man hier wieder konfrontiert. Noch dazu werden hier Menschen für diese vorhergesehenen, aber von ihnen deshalb nicht begangenen Taten verurteilt und streng bestraft. Aber abgesehen von diesem den logischen Verstand beschäftigenden Problem ist der Film spannend und unterhaltend. Zu Beginn wird als Einführung für den Zuschauer ein Beispiel-Fall abgehandelt , der wegen des Countdowns zur Tat, die nicht bei (00)7 Sekunden, sondern erst bei 0 verhindert wird, äußerst dramatisch, hektisch und aktionsreich abläuft - man hat den Mord ja schon gesehen. Danach erlebt man einen vorhergesagten Mord, den der Hauptdarsteller als Angehöriger der Precrime-Behörde begehen wird. Der Rest des Filmes zeigt dann den Weg zur Tat. Mehr zu schreiben hieße die Spannung zu nehmen.
Die DVD hat bei einigen DVD-Playern der Firmen Löwe, Phillips und Pioneer ihre Macken. Scheinbar lässt sich die Sprache Deutsch nicht einstellen, sie wird automatisch immer wieder in Englisch abgespielt. Mit folgendem Trick lässt sich das aber dennoch lösen:
Man startet zuerst den Film und drückt erst dann (bei laufendem Film) die "Menü"-Taste und wählt das Sprachenmenü.
* "Deutsch" auswählen.
* mit "ok" bestätigen
* anschließend erneut die "Menü"-Taste (!!!) der Fernbedienung betätigen, und nicht (!!!) den Punkt "Hauptmenü" wählen.
Nun läuft die DVD ab der unterbrochenen Stelle in der
deutschsprachigen Version weiter.
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am 6. September 2010
Minority Report hat mehr Filmkorn als viele weitaus ältere Filme - also muß dies ein Stilmittel sein.

Derart starkes Filmkorn würde aber eine sehr hohe Bitrate erfordern, da es völlig chaotisch und animiert ist.
Das Encoding dieser Blu-ray ist dem Filmkorn nicht gewachsen und daher gibt es Nachzieheffekte (besonders in einfarbigen Flächen).

Ich habe nichts gegen Filmkorn - im Gegenteil, einige Blu-rays stören mich, weil das Bild "entrauscht" wurde, dabei gibts ebenfalls Bildstörungen.
Daher sollte man körnige Filme mit wirklich ausreichenden Datenraten codieren, mit Encodern die körnigem Material gewachsen sind.
Die ersten Blu-rays wurden von Sony sogar mit voller Absicht in MPEG2 codiert, mit Bitrate auf Vollanschlag, weil MPEG2 mit Filmkorn besonders gut klarkommt.

Ich frage mich manchmal, ob Blu-rays absichtlich so schlecht codiert werden - damit man die Filme später wieder in noch höheren Auflösungen verkaufen kann (QuadHD, UHD).
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am 13. Juli 2005
"Minority Report" ist ein Science Fiction Thriller aus dem Jahr 2002. Regie führte Steven Spielberg. In den Hauptrollen waren Tom Cruise, Colin Farrell, Samantha Morton und Max von Sydow zu sehen. In dem Film geht es um die Möglichkeit Morde in der Zukunft voraus zu sehen und so zu verhindern.

Im Jahre 2054 testet die Stadt Waschington D.C. ein neues Überwachungsprogramm, dass der Polizei-Einheit "Pre-Crime" erlaubt Morde im Vornherrein zu sehen und zu verhindern. Das System gilt als Perfekt. Doch als es vorhersagt, dass der Chef von Pre-Crime" John Anderton in 36 Stunden ein Mord begehen wird, flüchtet dieser. Und er hat nur eine Chance seine Unschuld zu beweisen, dem unfehlbarem System, Fehler aufzuweisen.

"Minority Report" ist ein tolles Science Fiction Spektakel. Mit einer unterhaltsamen Geschichte, futuristischen Kulissen und überzeugenden Darstellern.
Steven Spielberg ist es gelungen eine glaubwürdige und irgendwie auch erschreckende Geschichte zu erzählen. Die Thematik das Verbrechen, Morde, noch vor dem geschehen bekämpft werden sollen ist dabei noch nicht mal aus der Luft gegriffen sondern wird tatsächlich diskutiert. Spielberg bezieht mit diesem Stellung bei dieser Thematik und ihm ist es gelungen zu zeigen das auch solch eine Technik nicht frei von Fehlern wäre.

Der Film ist nicht arm an Tempo. Den Darstellern wie z.B. Tom Cruise und Colin Farrell kommt das entgegen. Beide zeigen in dem Film eine überzeugende und tolle Leistung.
Das Zukunftsszenario des Jahres 2054 ist dabei interessant, glaubwürdig und bildgewaltig.

Die Umsetzung auf DVD ist ebenfalls gelungen. Man bekommt interessante Einblicke in die Produktion und Entstehung des Films kann so auch mal einen Blick hinter die Kulissen wagen.

Mit "Minority Report" ist Steven Spielberg ein weiteres Meisterwerk gelungen das auch zum Nachdenken anregt.
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am 9. Januar 2016
Man kann ihn sich auch gut ansehen selbst wenn man kein Science-Fiction-Liebhaber ist. Da der Film im Jahre 2054 spielt, kommt es natürlich schon vor dass Autos auf senkrechten Straßen (quasi an der Wand) fahren, Menschen mit entsprechenden Antrieben im Rucksack fliegen können, Spinnenähnliche Geschöpfe Gebäude nach Menschen absuchen etc. Der Film ist meines Erachtens nach aber sehr gut gemacht und so stört mich dieser Science-Fiction-Anteil des Filmes überhaupt nicht obwohl mir dieses Genre sonst eigentlich nicht so zusagt.
Die Story selbst ist sehr interessant (zukünftige Morde werden vorhergesagt) und die Pre-Crime-Einrichtung setzt dann alles daran diese Morde zu verhindern in dem sie die zukünftigen Straftäter vor dem Mord festnehmen. Während des Film zeigen sich Stärken und Schwächen des Systems...
Etwas "eklig" finde ich immer die Stelle der "Augenoperation". Wobei hier die Kameraführung sehr human ist - es wird also nichts Schlimmes gezeigt, ich stelle es mir dummerweise nur immer vor. :-)
Super finde ich versteckte Wortwitze wie die "Brechstange" (bei der man sich dann tatsächlich übergeben muss) oder Sätze sinngemäß wie "...ich habe die Augen von meiner Mutter..." (weshalb er seine eigene Augen nach der OP mitnimmt). In diesem Genre hätte ich solche Witze nicht erwartet.
Alles in allem habe ich den Film nun schon 3-4 mal innerhalb der letzten Jahre angeschaut und fand ihn immer wieder top! Absolut sehenswert!
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HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 30. Dezember 2010
2002 - zwei Jahrzehnte nach dem 1982 veröffentlichten Film der Filme Blade Runner gibt es für einen "Star"-Regisseur wie Steven Spielberg (56) wirklich keine gute Ausrede mehr für handwerkliche Unzulänglichkeiten; auch nicht für finanzielle "Notlagen", die es rechtfertigen, einen ernsthaften Film, für welchen der Zuschauer satt Eintritt zahlt, mit Werbung vollzustopfen. Nichts gegen Guinness...

Wird Spielberg überschätzt? Ich bin nur drei Jahre jünger als er und habe die meisten Spielberg-Filme - auch "Minority Report" - im Kino mit Begeisterung gesehen. Frisch gezapft schmeckten sie gut, aber nach einigen Jahren wirken sie doch deutlich abgestandener als vieles, was WIRKLICH gute Regisseure geleistet haben.

Spielberg tritt in seiner Überheblichkeit ein unrühmliches Erbe des zwei Jahre zuvor verstorbenen Sir Alfred Joseph Hitchcock an, dessen Peinlichkeit nicht nur in auf Riesentücher gemalten Hafen-Szenerien und den berühmten Wackel-Autofahrten vor einer flimmernden Projektion lag, sondern vor allem darin, zu behaupten, das Publikum wäre nicht imstande, seine schäbigen "Illusionen" von der Realität zu unterscheiden.

Spielbergs Animationen wirken bereits heute mindestens ebenso lächerlich.

Wie seine an die Flash Gordon - Steinzeit des Science-Fiction erinnernden Polizeitransporter durch das Bild geschoben werden oder wie dilettantisch "die fliegenden Bullen der schnellen Eingreiftruppe" vor das Restbild montiert wurden, ist eines großen Regisseurs unwürdig. Man versteht das wirklich nicht: Kann er es nicht besser, ist er geizig oder unterschätzt er wie seinerzeit Hitchcock das Publikum?

Optisch schön, aber völlig blödsinnig sind die Mensch-Maschine-Schnittstellen. Bei "GAP" konnte man die Augen locker auf drei Meter scannen, aber die "Spinnen" der Eingreiftruppe und die Sicherheitssysteme mussten auf Handweite heran?

Natürlich gehen andererseits Holzkugeln in Ordnung - das ist Design, Nostalgie, Verspieltheit, so etwas passt in jede Zeit. Aber wer würde die Kügelchen nach Art der Lottofee langwierig durch eine Spirale laufen lassen, wenn es um Sekunden geht? Lieber Himmel, wollte in diesem Set denn keiner mitdenken?

Transparente Schirme, auf denen man nichts erkennen kann, plumpe, langwierige Datentransfers mit ruckelnden Plexiplatten und vor allem ein äußerst umständlich zu bedienendes, Fingerkuppen erforderndes Bedienungsinterface waren zu einer Zeit, in der bereits Gesichter- und Mimik-Erkennung im Labor funktionierte, bereits völlig unangemessen und wären zu jeder Zeit unvermarktbar. Und Acrylglas ist ja auch so "praktisch" - vermutlich mussten die armen Precogs im Loch unter dem Schirm in Glasreiniger baden...

Spielberg gibt sich offenbar einfach nicht genug Mühe.

Leider kann mit solchen "Äußerlichkeiten" die Kritik noch nicht am Ende sein. Vom Stoff her ist "Minority Report", basierend auf einer Kurzgeschichte von 1956(!) des 1982 verstorbenen Jahrhundertautors Philip K. Dick, dessen Ideen wir etliche bekannte Filme[1] verdanken, bekanntlich ein soziologisch-philosophischer Stoff.

Im Zentrum der Handlung liegen sogenannte "Precogs", drei dauerhaft in einem Bad gefangene und unter Drogen gesetzte Extremtalente, die imstande sind, Verbrechen in Traumszenen vorherzusehen.

Dabei stellen sich schwierige Fragen - zumindest in zivilisierten Gesellschaften: Darf der Staat besonders talentierte Menschen z.B. als Wahrsage-Junkies missbrauchen, auch wenn der Nutzen groß ist? Darf man Menschen für Verbrechen bestrafen, die verhindert werden konnten? Welche Fehler-Toleranz eines Vorhersagesystems ist noch akzeptabel? Welche Kollateralschäden kann, darf oder muss man in Kauf nehmen?

Solches hätte eine konsequent dramatische Umsetzung verdient. Offensichtlich war dies der Produktion weniger wichtig als das Schielen auf ein breites Publikum, denn sonst hätte man auf völlig deplatzierte und aufgesetzte Action weitgehend verzichten können. Dies hätte dem Film, der viele schlicht langweilt (der Autor dieser Rezension ist bei endlos lärmender Action sogar eingeschlafen), deutlich mehr Straffheit und Spannung verliehen.

Das auf Action scharfe Massenpublikum dagegen ist von den "langweiligen" Szenen, in welchen "endlos nichts passiert", geödet. Nom de Dieu, ein Mann vom Range Spielbergs müsste doch inzwischen kapiert haben, was zusammen geht und was nicht! Diese verkrampfte Action-Anreicherung passte in eine solche Umgebung noch weniger als Stanzerls nackte Brüstchen in Amadeus. Und sorry, liebe Spielberg-Fans, wenn schon Action, dann witzig und gekonnt wie z.B. in Die Insel.

Was hingegen nicht greift, ist Kritik am Drehbuch - da sollte man nochmal genau hinschauen. Insbesondere spielt der "Minority Report" - die Minderheiten-Meinung - natürlich die zentrale Rolle im Film. Wenn überhaupt, hätte man die Handlungsstränge etwas vereinfachen können, aber so bleibt es natürlich für Mehrfach-Betrachter interessanter.

Was dagegen stört, sind die übertrieben dämpfigen Darsteller, zuvorderst Chief John Anderton (Thomas Cruise Mapother IV, 40), den man gerne mal zur Abwechslung "down" erleben würde, und sein zeitweiser Gegenspieler Danny Witwer (Colin Farell, 26), dessen durchaus interessante Nebenrolle als "Ermittler des Justizministeriums" durch eine zu sehr polarisierte Ausrichtung (offensichtlich von der Regie) zu einem kurzen Überraschungs-Gag demontiert worden ist. Heute sind aber längst differenzierte Persönlichkeiten angesagt - auch das könnte ein Herr Spielberg eigentlich erkennen, wenn er die Dollars von den Augen wischt.

All diesen kritischen Anmerkungen zum Trotz bleibt "Minority Report" ein besonderer Film, den man gesehen haben sollte - nicht zuletzt wegen des Drehbuchs von Scott Frank. Manche der technischen Unzulänglichkeiten fallen naturgemäß in SD weniger auf - insofern könnte dies einer der Streifen sein, die von DVD auf einem Dampf-Fernsehgerät besser wegkommen als von Blu-ray in einer HD-Projektion.

Im Original 145 Minuten, Format 2,35:1 auf 35 mm Film, DD/DTS (Quelle: IMDB)

film-jury 3* A0429 4.1.2011eg Genre: Action | Mystery | Sci-Fi | Thriller

Philip Kindred Dick (* 16. Dezember 1928 in Chicago, Illinois)
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1982 Blade Runner (5 Sterne)
1990 Total Recall (3 Sterne)
1995 Screamers - Tödliche Schreie
2002 Impostor
2003 Paycheck - Die Abrechnung
2006 A Scanner Darkly - Der dunkle Schirm
2007 Next
2010 Radio Free Albemuth
2011 The Adjustment Bureau

Philip K. Dick starb am 2. März 1982 in Santa Ana, Kalifornien

Quelle: Wikipedia
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