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5.0 von 5 Sternen Kammerstück im Schützengraben
Nach einem Gefecht finden sich drei Soldaten in einem Schützengraben im Niemandsland zwischen den Fronten wieder: der Serbe Nino (Rene Bitorajac) und die beiden Bosnier Chiko (Branco Djuric) und Cera (Filip Sovagovic). Ein soeben erschossener Serbe hat Cera, den er für tot gehalten hatte, als Falle auf eine Mine gelegt: Sobald dieser sich bewegt, fliegt alles im...
Veröffentlicht am 4. Januar 2009 von Wirtshausberater

versus
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3.0 von 5 Sternen Etwas eintönig
Ich wurde leider etwas von dem Film enttäuscht. Hier darf man sich keine große Geschichte und Handlung erhoffen. Der Film ist meiner Meinung nach nicht sonderlich spannend. Einige Parodien sind witzig und spiegeln das Denken der jeweiligen Völker wieder, aber mehr auch nicht..
Vor 13 Monaten von Merima Azapagic veröffentlicht


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kammerstück im Schützengraben, 4. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: No Man's Land (DVD)
Nach einem Gefecht finden sich drei Soldaten in einem Schützengraben im Niemandsland zwischen den Fronten wieder: der Serbe Nino (Rene Bitorajac) und die beiden Bosnier Chiko (Branco Djuric) und Cera (Filip Sovagovic). Ein soeben erschossener Serbe hat Cera, den er für tot gehalten hatte, als Falle auf eine Mine gelegt: Sobald dieser sich bewegt, fliegt alles im Umkreis von fünfzig Metern in die Luft. Nino, völlig ahnungslos, da erst vor ein paar Wochen einberufen, wird zunächst von Cera überwältigt und gezwungen, fast nackt mit einer weißen Fahne zu winken. Die Serben, genauso planlos wie die Bosnier gegenüber, rufen daraufhin die UN zur Hilfe, um die Soldaten zu bergen. Die UN-Oberen erfahren von der Sache mit der Mine, bekommen kalte Füße. Doch nachdem die Presse den Funk abhört, kann man sich nicht mehr raushalten. Die Mine ist nicht zu entschärfen und keine Lösung in Sicht, die der live berichtenden Weltpresse zu verkaufen wäre.

Regisseur und Drehbuchautor Danis Tanovic erzählt in seinem Debut eine fein konstruierte Geschichte, die auf kleinem Schauplatz alles beinhaltet, was den Krieg so grotesk macht: Soldaten zwischen Angst, selbstzerstörerischem Hass und Mitmenschlichkeit, Führungspersonen, die die Verantwortung der nächsthöheren Ebene zuschieben, Journalisten, die die UN gleichermaßen behindern wie deren Hilflosigkeit entlarven. Ein Kammerstück im Schützengraben. Schön auf das Wesentliche reduziert mit überzeugenden Darstellern und Dialogen. Mal ein Film, der zurecht den Oscar erhalten hat.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Darf man lachen ?, 18. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: No Man's Land (DVD)
Ein Serbe und ein Bosnier sitzen im Schützengraben, im Niemandsland, und streiten sich, wer denn schuld am Krieg ist. Beide sind von ihne Armeen abgeschnitten, müssten sich zusammenraufen, aber stattdessen streiten sie sich, wer den Krieg angefangen hat. Der Bosnier sagt, die Serben haben angefangen. Der Serbe sagt, die Bosnier haben angefangen. Da nimmt der Bosnier wutentbrannt seine MP, richtet sie auf den Serben und schreit: "Wer hat angefangen?" Sagt der Serbe ganz leise und zitternd: "Wir natürlich."

Darf man darüber lachen ? Sollte man ? Sollte man nicht ?

Ich finde, man soll lachen. Ich habe es jedenfalls versucht (auch wenn es mir etwas im Halse steckengeblieben ist). Denn ich lache nicht über die beiden Soldaten, eigentlich lache ich mit ihnen, über die Absurdität des Krieges, über das Chaos auf alle beteiligten Seiten: Serben, Bosnier, UN (Franzosen, Engländer, ein Deutscher), das amerikanische Filmteam...alle haben sie irgendeinen Plan, irgendein Ziel, eine Strategie, aber alles endet im Chaos. Mich hat diese brilliante tiefschwarze Komödie, die zugleich gnadenlos ernst ist, sehr an Tolstois Meisterwerk "Krieg und Frieden" erinnert. Dort beschreibt Tolstoi ausführlich das Chaos und die skurrilen Verästelungen des Krieges zwischen den Russen und Franzosen zu Napoleons Zeiten. Die großen Generäle geben vor, sie hätten eine Strategie, um den Krieg zu gewinnen, doch in Wirklichkeit ist das meiste Zufall. Damals wie heute.

Ich habe keine Ahnung, ob dieser Film eine realistische Beschreibung des Krieges zwischen Serbien und Bosnien ist oder nicht. Ich sitze hier in meinem sicheren Wohnzimmer, während ich diese Rezension schreibe, und habe gut reden. Und doch bin ich überzeugt, dass es in Ordnung ist, mitzulachen. Auch über das Grauen. Denn wenn ich nicht lache über eine Situation, obwohl sie skurril und komisch ist, wem helfe ich damit ? Und würden die beiden Soldaten nicht auch lachen, wenn sie sich so sehen würden ?

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Die meiste Zeit lacht man nicht bei diesem Film, sondern sitzt gebannt vor dem Fernseher und kann das alles nicht fassen.
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40 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniale Kriegssatire, 9. November 2003
Rezension bezieht sich auf: No Man's Land (DVD)
Ungewöhnliche Kriegssatire des bosnischen Regieneulings Danis Tanovic mit vorzüglichem Drehbuch und sauberem Handwerk. Charakterisiert eindrücklich die Sinnlosigkeit eines Krieges, bei dem eigentlich keiner der Beteiligten genau weiss, wieso und warum er stattfindet.
Superb. Nachdenklich.
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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krieg kann sehr grotesk sein, 5. Oktober 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: No Man's Land (DVD)
das ist die verstörende Antwort dieses Films auf Krieg.
Zwei Bosnier und ein Serbe durch Kriegswirren in einem Schützengraben gefangen, führen den Krieg in Form eines verbalen Kleinkrieges mit gegenseitigen Schuldzuweisungen im Schützenloch fort. Alle Kriegsparteien sind rund um diesen Graben versammelt und die UNO macht das, was sie am besten kann - ZUSCHAUEN!!
Der Film nimmt nach kurzer Action an Tempo ab und verwandelt sich in ein Kammerspiel, allerdings ohne dabei zu langweilen.
Das ist den herrlich schwarzhumorigen und wohl pointierten Dialogen zu verdanken.
Fazit des Films - Krieg ist sinnlos, es gibt keinen wirklichen Gewinner
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Definitiv DER BESTE Film über den Bosnien Krieg!, 31. März 2009
Rezension bezieht sich auf: No Man's Land (DVD)
Ich habe diesen Film Jahre zuvor auf bosnisch in meiner Heimat auf der Kinoleinwand gesehen und war damals schon ausgesprochen beeindruckt, sowohl von der schauspielerischen Seite als auch von der Regie und Kameraführung. Dieser Film zeigt die schlimmsten Fassetten des Bosnienkrieges, die Banalität und Absurdität das Völker die einst vereint waren nun einen grauenhaften Krieg führen wird in diesem Film sehr direkt und ehrlich dargestellt. Der einzige Kontrapunkt der DVD liegt meines Erachtens an den deutschen Untertiteln als auch bei der Synchronisation. Viele Dinge wurden falsch Übersetzt oder "verschönert" (Im Originalton wird viel und sehr vulgär geflucht ... liegt an unserer Mentalität und ist vollkommen normal :-D). Es liegt nahe das diese Zensuren vorgenommen wurden um eine FSK12 zu bekommen, wer allerdings die Jugoslawische Sprache beherrscht kann auch den Originalton aktivieren und eine unzensierte Sprachfassung hören. Wer sich mit dem Thema Bosnien-Krieg auseinander setzen möchte kommt um diesen Film nicht herum. Ein MUST HAVE!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drei Männer im Niemandsland - gefangen in einer absurden Situation., 18. November 2009
Rezension bezieht sich auf: No Man's Land (DVD)
Sie hätten auch Freunde sein können: Ciki, Nino und Cera, der auf einer Mine liegt. Jetzt, im Mikrokosmos des Schützengrabens, sind sie auf mehrfache Weise Gefangene. Gefangen zwischen den feindlichen Linien, gefangen in ihrem Hass gegen die andere Seite, den Feind. Weder das halbherzige Eingreifen der UN-Soldaten, noch das scheinheilige Interesse der Presse kann sie retten. Am Ende zeigt sich, was man am Anfang ahnte: die Situation, in die sie gerieten, ist ebenso absurd wie unlösbar. Die Konsequenz ist vorbestimmt und unabwendbar, jeder Versuch der Beteiligten sich aus dem Konflikt zu befreien von Anfang an zum scheitern verteilt.

Die Geschichte der drei Männer steht für den Konflikt im Bosnien-Krieg. Männer, die vorher Nachbarn und Freunde waren, standen sich plötzlich als unversöhnliche Feinde gegenüber. Besser als jeder Dokumentarfilm zeigt "No Man's Land" das Dilemma eines zerrissenen Vielvölkerstaates und verdichtet die historischen Ereignisse in eine beliebige Episode eines unmenschlichen Krieges - ähnlich wie in Remarque's "Im Westen nichts Neues" der junge Frontsoldat Paul Bäumer, der mehrere Tage in einem Granattrichter mit einem verwundeten Feind verbringen muss.

"No Man's Land" als schwarze Komödie zu bezeichnen ist ebenso abgedroschen wie irreführend. Humor sucht man vergebens in dem zu Recht mit vielen Preisen bedachte Film. Vielmehr besticht die Darstellung des Absurden durch ihre ungekünstelte Trockenheit. Die Geschichte trägt sich selbst - so hat Regisseur Danis Tanovi' auf jede Überzeichnung, jeden Pathos verzichtet. Hier stirbt niemand heldenhaft in der Totalen. Hier stirbt man beiläufig und sinnlos.

Auf jeden Fall sehenswert!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Selten gutes Filmwerk, 24. März 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: No Man's Land (DVD)
"No Man's Land" ist ein selten gutes Filmwerk über einen Krieg, der in meinen Augen irgendwie Vergessen wurde - spielte er sich doch in etwa vor meiner Haustür ab.
Der Film lebt nicht von Effekten oder schnellen Schnitten, sondern von den wenigen Darstellern, die sich versuchen in ihrer Zwangsgemeinschaft zurecht zu finden. Oft wirkt der Film skurril und komisch, verliert aber nie die Ernsthaftigkeit mit der er diesen Konfilkt präsentiert.
Es gibt hier keine Gewinner, weder im Konflikt von im Krieg und genau so spielt auch der Film. Für jeden, der sich ein wenig mit den Kriegen in Exjugoslawien beschäftigt hat ist dieser Film interessant.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausgezeichneter Film, 12. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: No Man's Land (DVD)
Erschreckend schwarze Satire!
Man kann nicht eine Sekunde während des Films weinen, obwohl die Thematik äußerst traurig ist.
Der beste Film den ich je über den Bosnienkrieg gesehen habe!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Oskar Preis Gewinner der in Vergessenheit geraten ist., 16. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: No Man's Land (DVD)
Der Film wirft ein etwas anderes Licht auf den Krieg, denn es geht nicht um die „Bösen“ und die „Guten“ im klassischen Sinne eines Kriegsfilms sondern um die Einzelschicksale der Menschen die sich im Krieg befinden ohne wirklich zu wissen wie das alles enden soll. Gestern noch Zivilisten, Studenten, Lehrer und heute sitzen sie im Graben und halten die Stellung gegenüber der feindlichen Linien. Auf der anderen Seite im Graben der Feind der bis gestern ein Nachbar oder ein Arbeitskollege war. Der Film versucht nicht wie ein Anti- Kriegs-Film zu wirken, dennoch zeigt er durch die Charaktere und deren Weltanschauung im Film die ganze Absurdität der Krieges.

Synopsis
Eine bosnische Patrouille verirrt sich im dichtem Nebel und die Soldaten kommen zu nahe an die feindlichen Stellungen. Als sie begriffen haben wo sie sind ist es bereits zu spät und sie bleiben zwischen den zwei Frontlinien im Niemandsland stecken. Als noch eine serbische Patrouille dazu kommt eskaliert die Situation.
Die Unfähigkeit der UN Truppen die Lage zu beruhigen zieht etliche Fernsehreporter dazu. Die Geschichte nimmt einen Lauf bei dem keiner mehr so recht weiß was zu tun ist.

In dem Film wirken die verschiedensten Interessen auf einem so dichten Schauplatz wie eine Karikatur des Krieges. Einige sind da wegen der eigenen Kariere, andere wollen Ruhm, manche wollen Gerechtigkeit und der Rest will nur mit lebendigem Leib davon kommen.
Der Film versucht die „political correctness“ zu bewahren und beschäftigt sich eigentlich nicht mit der Ursache des Krieges. Es geht mehr um die menschliche Natur. Die Fähigkeit zu verzeihen und einen Neuanfang zu wagen. Manche schaffen es mit Leichtigkeit, andere propagieren es und für manche ist es ein „Ding der Unmöglichkeit“!
Der Film von Danis Tanovic bekam 2002 den Oskar für den besten fremdsprachigen Film und die Goldene Palme im Cannes Filmfestival für das beste Drehbuch danach bekam er noch 30 weitere Auszeichnungen.

Prädikat: Sehr wertvoll
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Zwischen Krieg und Frieden, Humor und Hass, Gefangennehmen und Ergeben, Leben und Tod... liegt: No Mans Land", 28. April 2009
Von 
Amigo Del Sol "ADS" (Fürstentum Lippe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: No Man's Land (DVD)
Während des Balkankrieges im Jahre 1993 sind ein bosnischer und ein serbischer Soldat gezwungen, zwischen den feindlichen Linien auszuharren. Diese dramatische Situation, die von Hass und Freundschaft geprägt ist, wird noch komplizierter, als ein zweiter schwer verwundeter bosnischer Soldat hinzustößt. Zusammen suchen die drei nach einem Ausweg und müssen sich dabei mit einem englischen Reporter und einem couragierten französischen UN-Soldaten herumschlagen.

"No Mans Land" ist ein Film der Gegensätze und eine beißende Satire auf den grausamen Bosnienkrieg Anfang/Mitte der 90er Jahre. Regisseur Danis Tanovic nimmt nicht nur die Kriegsparteien ins Visier, sondern auch die damals machtlosen UN-Truppen und die sensationslüsternde ausländische Presse.

Der Film ist fantastisch fotografiert, er bietet schöne Landschaftbilder, einen herrlichen Sonnenaufgang, die Natur die mit ihm erwacht. Tanovic lädt den Zuschauer zum Träumen ein, ehe die Perversion des Krieges wie ein Sturm über den Bildschirm fegt und seine Charaktere gefangen nimmt. Diese können dem Schützengraben nicht entkommen, denn zwischen den Fronten, kann der nächste Schritt der Letzte sein. So bleibt den Beteiligten nichts anderes übrig, als ihre Situation vorerst so hinzunehmen. Sie fangen sogar an miteinander zu reden und trotz des blinden Hasses aufeinander, wollen doch beide Seiten nur in Frieden leben. Danis Tanovic versucht damit das Trauma einer ganzen Region zu verarbeiten.

Aber nicht nur das, er geht auch noch einen Schritt weiter, indem er die Rolle der UN und der Medien an den Pranger stellt. Die UN wird als großer, bürokratischer Apparat dargestellt, der nur damit beschäftigt ist, mit keiner der Kriegsparteien in einen Konflikt zu geraten. Wo schnelle Hilfe erforderlich wäre, unterbindet die Führung der UN die Eigeninitiative der Blauhelme und verwaltet sich tot in ihrer Hilflosigkeit.
Die Medien hingegen werden durchaus etwas klischeehaft aufs Korn genommen, sie verhalten sich zunächst durchaus logisch und innovativ, mutieren aber mit zunehmender Dauer zum sensationsgeilen Haufen. So will eine Reporterin am Rande des Schützengrabens ein Interview mit den Betroffenen führen und wie die Tiere im Zoo, lockt sie der Serbe im Graben mit Zigaretten zu sich hin.
Solche Slapstick und voller Sarkasmus-strotzende Einlagen liefert "No Mans Land" am laufenden Band. Denn keine Seite ist in der Lage mit der anderen Seite richtig zu kommunizieren, denn der Bosnier spricht nur bosnisch, der Serbe nur serbisch und der französische UN-Soldat - wie hätte man es anders erwartet: nur französisch. Dazu kommt noch eine englische Reporterin und ein deutscher Bombenexperte. Das internationale Chaos ist perfekt und eine Basis zur Zusammenarbeit damit nicht vorhanden.
Die Darsteller sind zwar allesamt unbekannt, dass mindert aber in keinsterweise ihre gelungene schauspielerische Leistung.

Fazit:
"No Mans Land" ist eine beißende Satire auf den Krieg und die Unfähigkeit aller Beteiligten Frieden zu schließen und den Dialog miteinander zu suchen. Selbst als der Zuschauer anfängt zu glauben, dass beide Seiten aufeinander zugehen, so fehlt doch nur ein Funke und sie sind weiter entfernt als je zuvor. Der Film liefert Sarkasmus und schwarzen Humor pur und verhindert damit, dass er in einer gewissen Depressivität abrutscht. "No Mans Land" ist sicherlich einer der ungewöhnlichsten Filme gegen den Krieg, aber auch einer der Besten - 5 Sterne.
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No Man's Land
No Man's Land von Branko Djuric (DVD - 2005)
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