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5.0 von 5 Sternen anders, aber gut
Anathema haben noch nie zwei mal dasselbe Album aufgenommen und doch ist man von "A Natural Disaster" zunächst sehr überrascht und weiß es nicht wirklich einzuordnen. Beim ersten Hören erscheint vieles seltsam und ungewohnt, doch zwei Höhepunkte lassen sich sofort festmachen und dienen zugleich als Bindeglied, um nach mehrmaligem Hören das...
Veröffentlicht am 18. Oktober 2003 von Johannes Huber

versus
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Null Gänsehaut!
Anathema entwickeln sich immer mehr zu einer belanglosen band. Grundsätzlich kann man anhand der letzten alben zweierlei tendenzen unterscheiden:
1. eine rockige und kernigere (in der ausführung größtenteils schlüssigere), zu der man Alternative 4 und Judgement zählen kann (wobei letzteres album eindeutig den höhepunkt in der...
Veröffentlicht am 30. Dezember 2003 von eYa


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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen anders, aber gut, 18. Oktober 2003
Von 
Johannes Huber (Köln Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: A Natural Disaster/Lim.Digi (Audio CD)
Anathema haben noch nie zwei mal dasselbe Album aufgenommen und doch ist man von "A Natural Disaster" zunächst sehr überrascht und weiß es nicht wirklich einzuordnen. Beim ersten Hören erscheint vieles seltsam und ungewohnt, doch zwei Höhepunkte lassen sich sofort festmachen und dienen zugleich als Bindeglied, um nach mehrmaligem Hören das Album in seiner Gesamtheit ins Herz zu schließen: Zum einen das straighte, agressive "Pulled under at 2000 m/s", ein Song, wie man ihn seit "Eternity"-Zeiten nicht mehr gehört hat, in dem sich Sänger Vincent Cavanagh bis zu einem seiner
legendären Verzweiflungschreie hineinsteigert. Zum anderen die Gänsehautgarantie "Flying" mit wunderschönem Harmoniegesang und floydischen Gitarren im Stil des letzten Albums "A Fine Day To Exit". Die anderen Songs erschließen sich aufgrund ihrer gewundenen Melodien und den vielen elektronischen Spielereien, die sich heuer in den Anathema-Sound eingliedern, erst nach mehrmaligem Hören. Ein düsterer Song, wie der komplett von verzerrten, "kid A"-mäßigen repetitiven Vocals getragene "Closer", gewinnt mit jedem hören mehr und enthüllt versteckter seine Schönheit als die älteren Anathema-Klassiker. "Are You There?" ist nostalgisch und fast schon schmerzhaft still, verstärkt durch die sanften Vocals von Gitarrist Danny Cavanagh, der auch im völlig überraschenden puren Trip Hop Song "A Natural Disaster" Gastsängerin Lee Douglas gesanglich unterstützt und die coldplay-artige kurze melancholische ballade "electricity" singt, also viel häufiger als auf früheren Alben gesanglich präsent ist. Der 10-minütige instrumentale Schlusssong verwirrt durch einen plötzlich das meditative Klavierthema ablöseden Blastbeat-Part, der black-metallische Härte- und Schnelligkeitsgrade erreicht, bevor er genauso plötzlich abklingt und wieder dem Klavierthema Platz macht, das- vermengt mit soundscape-artigen Synthie-Spielereien- das Album ruhig und versöhnlich ausklingen lässt. Anathema bleiben eine Ausnahme-Band, selbst wenn sie nunmehr nicht mehr sofort emotional zu berühren wissen, sondern über Umwege den Weg in die Seele des Zuhörers finden.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anathema at it's best, 9. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: A Natural Disaster/Lim.Digi (Audio CD)
Das letzte Anathema Album "A fine day to exit" war für mich zwar ein gutes Album, aber nicht die fantastische Qualität, die man von Anathema gewohnt war. Es war mir irgendwie zu glattgebügelt, es fehlte der emotionale Sprung über die Klippe.
"A natural disaster" ändert dies. Zwar ist der Großteil der Songs auch sehr ruhig und sphärisch, aber eher so, wie man es vielleicht von einigen (instrumentalen) Stücken des "Eternity" Albums gewohnt war. Zusammen mit "Alternativ 4" der pianolastigsten CD der Briten ist es gleichzeitig der beste Vergleich zu dem neuen Album.
Also ich persönlich bin schlichtweg begeistert, besonders "Pulled under at 2000 metres a second" ist ein Anspieltip! Es fängt sehr ruhig an, bis die kraftvollen Gitarren hereinbrechen und Sänger Vincent mit einem dramatischen Schrei die Spannung auflöst und die Emotionen auf einen hereinbrechen.
Auch einige dezent elektronische Spielereien sind dabei, wie bei "Are you there?" oder "Closer" aber auch diese wirken nicht deplaziert, sondern fügen sich bestens in Gesamtbild ein.
Anathema Fans können also nichts falsch machen und jeder andere, der melancholische Musik von Eskobar über Sneaker Pimps bis hin zu Paradise Lost mag, sollte unbedingt reinhören! Zumal auch das Artwork noch absolut grandios ist!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Träume, Hoffnungen und deren Zerstörung, 7. November 2003
Von 
S. Stark "anxiety" (Tirol, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: A Natural Disaster/Lim.Digi (Audio CD)
Ich hab mir viel von diesem Album erwartet, sehr viel. Der Song "Are You There" war ja vorab auf einer HP der Band erhältlich, und auch dieser minderte meine Erwartungen nicht, ein ähnliches MEISTERWERK zu hören zu bekommen wie es "A Fine Day To Exit" in meinen Augen war.
Doch alles ist anders als erwartet...
Ich will an dieser Stelle ausnahmsweise kein herkömmliches Review schreiben, dazu kenn ich das Album noch zu wenig, und ich denke, es ist sehr schwer dieses Album wirklich zu bewerten, und das schon nach so kurzer Zeit.
Das Gefühl war immer das was Anathema ausgemacht hat, ob es nun romantisches, trauriges oder ruhiges dahin träumen war, Anathema haben es beinahe perfekt vertont. Diese Emotionen kommen aber bei "A Natural Disaster" kaum vor, zwar werden sie angeschnitten, doch wirken sie auf keinen Fall so direkt ein, wie es bisher so oft der Fall war.
Dieses mal sind es Angst, die unendliche Panik etwas würde passieren. Es ist schwer zu beschreiben, doch als ich nun das erste Mal das Album durchgehört hatte war ich geschockt. Die Musik die einem geboten wurde, enthält viel mehr als nur Gefühle. Man fühlt sich hineinversetzt, ohne den Text zu kennen, wird man beinahe gezwungen den Text wenigstens im Kopf nachzusingen. Schreckliche Bilder ziehen an dem inneren Auge dabei und man macht sich Vorwürfe, für Dinge, die schon so lange zurückliegen, die man aber nicht ändern kann. Die Schönheit der einzelnen Stücke ist wieder ein Kapitel für sich: Innovation steht direkt neben der doch vorhandenen Treue zur vergangenheit, zumindest wenn man von der Schönheit der einzelnen Songs redet. Ob nun "Flying", "A Natural Disaster" oder "Electricity"; wunderschön sind sie alle, ohne Zweifel.
Der Vergleich zu alten Platten fällt schwer, fast unmöglich scheint er, doch Anathema bleibt Anathema, es wurde keine Gradwanderung gemacht, man hat sich nur weiterentwickelt und eines der ganz großen Alben dieses Jahres geschaffen, mit dem man (wie immer) eine große Anzahl von Fans ansprechen wird.
"Freedom is only a halucination..."
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wundervoll..., 5. März 2006
Von 
Alexander Hoyer (Gefrees) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: A Natural Disaster/Lim.Digi (Audio CD)
Einfach nur wunderschön...
Wie oft mich diese Band schon vor dem Absturz bewahrt hat...
Wie oft ich in ihrer Musik das Verständniss fand das mich festhielt... und wie oft sie mich zurückgebracht hat ins Leben... Was soll ich sagen, Anathema ist ein Teil von mir...
Um diese perfekte Melancholie und unendliche Schönheit zu bewerten die in der Musik dieser Band steckt reichen 5 Sterne bei weitem nicht aus... und nicht nur bei diesem Album!!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Göttlich, 12. November 2003
Von 
Markus (Steinau a. d. Str., Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: A Natural Disaster/Lim.Digi (Audio CD)
Sie haben es geschafft. "Judgement" war meiner Meinung nach ihre größte Tat, "A Fine Day To Exit" konnte nicht ganz mithalten. Obwohl ich auch alte Scheiben wie "Serenades" nach wie vor genial finde, mit "A Natural Disaster" sind Anathema endgültig zu den ganz Großen aufgestiegen. Für mich besteht das Album aus einem Track, der an Intensität kaum noch zu überbieten ist. Wem die Genialität der neuen Platte von "The Gathering" nicht verborgen geblieben ist, kann auch hier bedenkenlos zuschlagen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Null Gänsehaut!, 30. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: A Natural Disaster/Lim.Digi (Audio CD)
Anathema entwickeln sich immer mehr zu einer belanglosen band. Grundsätzlich kann man anhand der letzten alben zweierlei tendenzen unterscheiden:
1. eine rockige und kernigere (in der ausführung größtenteils schlüssigere), zu der man Alternative 4 und Judgement zählen kann (wobei letzteres album eindeutig den höhepunkt in der bandentwicklung darstellt) und 2. eine tendenz, die durch elektronische spielereien niederen ranges, viel hall, verzerrungen und echos und den daraus resultierenden mangel an dichte gekennzeichnet ist.
A Natural Disaster repräsentiert in dieser konstellation mit seinen sinnlosen wiederholungen von bereits auf A Fine Day To Exit maßvoller eingesetzten effekten und (rhythmischen) schemata leider einen schwächeren und in langeweile ausschlagenden nachfolger. dass die band mit A Fine Day To Exit neue pfade eingeschlagen hat, ist deutlich. doch A Natural Disaster zeigt die makabren nachteile dieses pfades auf. das werk wirkt - wie die infantile cover-gestaltung, die sich nicht zwischen kitsch-landschaft und düster angehauchter puppe entscheiden kann - ziemlich unausgegoren, uneinheitlich und (was das schlimmste ist) unmotiviert.
Dannys songwriting tut der band nicht gut. seine lyrics drehen sich genauso im kreis wie seine melodien, die wie eine aneinanderreihung bereits existierender anathema-songs wirken. seine stimme, die ihren höhepunkt an demotivation und ausdrucksloser gleichgültigkeit (er singt als hätte er etwas im mund) bei Are You There erreicht. wobei dieser song in all seiner banalen einfachheit gerade noch im ohr bleibt.
bei A Natural Disaster wird wieder einmal lee douglas ans mikro gebeten, die den song technisch zwar sicherlich besser als danny darbietet, ihn jedoch so emotionslos runternudelt, als verstünde sie den text nicht.
traurige tatsache ist auch, dass der lichtblick früherer anathema alben - vincents unverkennbare stimme - hier nur selten zu hören ist. und auch sie erreicht auf A.Nat.Dis. ihren höhepunkt an belanglosigkeit. ich frage mich, ob vincent das singen verlernt hat, oder ob ihn die songs seines bruders völlig kalt lassen.
positiv sticht durch seine andersartigkeit nur der dritte track Closer heraus (erinnert an manche daft punk spielereien; aber eigentlich haben anathema nichts mit daft punk zu tun...). balance kann man auch durchgehen lassen, es hätte genauso auf A Fine Day... vertreten sein können. A Natural Disaster swingt und geht schnell ins ohr, fällt aber irgendwie total aus dem rahmen und wirkt verloren auf dem album.
bekanntlich ist bei diesem album auch der älteste cavanagh bruder jamie am bass dazugestoßen und langsam glaube ich, dass das schwimmen in der eigenen (familien-)soße anathema eher schadet. Anathema stagnieren gewaltig. ein reger austausch mit anderen musikern (siehe auch judgement!) außerhalb des cavanagh klans würde sicherlich zu mehr differenzierung und tiefe beitragen.
ich hoffe nur, dass anathema mit der nächsten platte den mut aufbringen, einen neuen pfad zu beschreiten.
(den dritten punkt vergebe ich aus sympathie der band gegenüber, die einst so großes geschaffen hat...aber langsam sinkt auch die sympathie...)
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anathema - unglaublich stark, 22. April 2007
Von 
Child in time - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: A Natural Disaster (Audio CD)
Wenn man "A Natural Disaster" hört kann man gar nicht glauben, dass die Gruppe in den 90ern mal richtig Krach mit Death-Metal-Growls gemacht hat. Heute muss man schon länger suchen, um ein richtig hartes Stück zu finden. Das ist aber nicht schlimm, sogar im Gegenteil. "A Natural Disaster" würde ich als moderne Pink Floyd-Musik bezeichnen.

Es fängt mit `Harmonium` ganz ruhig an mit Keyboard-Klängen und traurigem Gesang. Schließlich steigert sich der Song aber noch und es gibt auch harte Gitarren. `Balance` fängt auch wieder ruhig an, wieder trauriger Gesang aber ein treibender Drum-Rythmus. `Closer` ist dann ein absoluter Höhepunkt. Minutenlang Voice-Box und treibender Rythmus, um sich dann unglaublich zu steigern. Ein ganz starkes Stück. Und genauso stark geht es weiter. Jeder Song ist auf seine Art ein highlight. `Childhood dream` ist sehr akustisch mit Kinderstimmen im Hintergrund, aber recht kurz. `Pulled under at 2000 meters a second` ist dann richtig hart. Auch der Gesang ist hier extrem heavy. Der Titelsong `A natural disaster` überzeugt mit tollen Gesang der Gastsängerin Lee Douglas. Der Gruppe gelingt es immer wieder, eine unglaubliche Atmosphäre zu schaffen. Alles ist sehr düster und traurig. Freunde lustiger Musik sollten hier weghören. Sie werden mit `A natural disaster` wenig anfangen können.

Pink Floyd und Porcupine Tree-Fans müssen aber Anathema eine Chance geben. Das Album sowie die beiden Vorgänger sind ganz stark und stimmungsvoll. Von mir 5 Sterne für dieses Album von Ende 2003. Es wird Zeit, dass ein neues Studioalbum kommt. Bis dahin kann man sich trösten mit "A moment in time" eine Live DVD und CD.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen anders, aber gut, 12. August 2006
Von 
Johannes Huber (Köln Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: A Natural Disaster (Audio CD)
Anathema haben noch nie zwei mal dasselbe Album aufgenommen und doch ist man von "A Natural Disaster" zunächst sehr überrascht und weiß es nicht wirklich einzuordnen. Beim ersten Hören erscheint vieles seltsam und ungewohnt, doch zwei Höhepunkte lassen sich sofort festmachen und dienen zugleich als Bindeglied, um nach mehrmaligem Hören das Album in seiner Gesamtheit ins Herz zu schließen: Zum einen das straighte, agressive "Pulled under at 2000 m/s", ein Song, wie man ihn seit "Eternity"-Zeiten nicht mehr gehört hat, in dem sich Sänger Vincent Cavanagh bis zu einem seiner

legendären Verzweiflungschreie hineinsteigert. Zum anderen die Gänsehautgarantie "Flying" mit wunderschönem Harmoniegesang und floydischen Gitarren im Stil des letzten Albums "A Fine Day To Exit". Die anderen Songs erschließen sich aufgrund ihrer gewundenen Melodien und den vielen elektronischen Spielereien, die sich heuer in den Anathema-Sound eingliedern, erst nach mehrmaligem Hören. Ein düsterer Song, wie der komplett von verzerrten, "kid A"-mäßigen repetitiven Vocals getragene "Closer", gewinnt mit jedem hören mehr und enthüllt versteckter seine Schönheit als die älteren Anathema-Klassiker. "Are You There?" ist nostalgisch und fast schon schmerzhaft still, verstärkt durch die sanften Vocals von Gitarrist Danny Cavanagh, der auch im völlig überraschenden puren Trip Hop Song "A Natural Disaster" Gastsängerin Lee Douglas gesanglich unterstützt und die coldplay-artige kurze melancholische ballade "electricity" singt, also viel häufiger als auf früheren Alben gesanglich präsent ist. Der 10-minütige instrumentale Schlusssong verwirrt durch einen plötzlich das meditative Klavierthema ablöseden Blastbeat-Part, der black-metallische Härte- und Schnelligkeitsgrade erreicht, bevor er genauso plötzlich abklingt und wieder dem Klavierthema Platz macht, das- vermengt mit soundscape-artigen Synthie-Spielereien- das Album ruhig und versöhnlich ausklingen lässt. Anathema bleiben eine Ausnahme-Band, selbst wenn sie nunmehr nicht mehr sofort emotional zu berühren wissen, sondern über Umwege den Weg in die Seele des Zuhörers finden.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen sehr stark aber leider kein Klassiker, 3. Januar 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Natural Disaster/Lim.Digi (Audio CD)
In meiner Kritik zu "Viva Emptiness" von Katatonia schrieb ich noch "Katatonia haben mit "Viva Emptiness" mächtig vorgelegt - wo bleibt die Antwort von Anathema????". Hier ist sie nun in Form von "A Natural Disaster". Auf den ersten Blick mögen die beiden Gruppen vielleicht nicht so viel gemeinsam haben, auf den zweiten aber schon. Beide haben als Doom / Death Metal Band angefangen bevor sie sich kontinuierlich weiterentwickelt haben und Einflüsse von unter anderen Pink Floyd aufgenommen haben. Katatonia gehen wieder etwas härtere Wege während Anathema anscheinend immer ruhiger werden.
Nun gut wie ist "A Natural Disaster" jetzt ausgefallen? Verglichen mit den driekten Vorgänger "A Fine Day To Exit" gibt es keine großartigen Veränderungen. Anathema wandeln weiterhin auf den Pfaden von Pink Floyd und haben dabei auch Elemente von Radiohead mitgenommen. Das Album klingt sehr ruhig und verträumt. Einzige Ausnahme bildet da "Pulled Under 2000 Metres A Second" wo nach längerer Zeit wieder ordentlich gerockt wird. Der Opener "Harmonium" kann in dieser Hinsicht vielleicht noch überraschen. Ein Song der auch auf "A Fine Day To Exit" gepasst hätte auch wenn etwas mehr von den Gitarren zu hören ist.
Mit "Balance" beginnt dann das träumen und das beherrschen Anathema einfach wie keine andere Band. Vincent's charismatischer Gesang lässt einmal mehr Gänsehautstimmung zu und macht aus "Balance" einen Klassiker im Stile der "Judgement" Phase! Der Song geht direkt in "Closer" über was erstmals für Verwirrung sorgt. Verzerrter Gesang ist hier zu hören, den man teilweise nur schwer identifizieren kann da man den text kaum versteht. Dennoch überrascht der Song beim näheren Hinhören auf positive Art und Weise. Mit seinen Beat und der leicht elektronischen Ausrichtung reiht er sich wunderbar in das Albumkonzept ein. Wieder geht es nahtlos weiter und mit "Are You There?" kommt nun eines der schönsten Lieder von Anathema überhaupt. So nahe wie in diesen Song war man Pink Floyd wahrscheinlich noch nie was aber keine Kritik sein soll. "Are You There?" verzaubert einfach von Anfang bis Ende. Am Anfang nur von einen Keyboard begleitet setzen die Gitarren auf minimalistische Art und Weise ein und regen zum träumen an. Erst beim näheren Hinhören fällt eigentlich auf dass nicht Vincent sondern sein Bruder Danny hier zum Mikro gegriffen hat. Die Stimmen der beiden ähneln sich doch, Vincents Gesang fällt vielleicht etwas höher aus. Alles in allem sind beide Canavagh Brüder zu großartigen Gesagsleistungen in der Lage.
Weiter gehts mit Childhood Dream einen intrumental das in den zuvor erwähnten Song "Pulled Under 2000 Metres A Second" übergeht. Der Titelsong "A Natural Disaster" klingt beinahe schon meditativ und wird nur von Frauengesang begleitet. Einmal mehr wurde hier Lee Douglas eingeladen einen Anathema Song zu singen. Die Schwester des Drummers hat schon auf den "Judgement" Album ein atemberaubendes Duett mit Danny aufgenommen - Ergebnis dieser Zusammenarbeit war damals "Parisienne Moonlight". Auch diesmal verzaubert Lee den Hörer mit ihrer Stimme auch wenn der Song fast schon zu ruhig wirkt. Hier klingt Anathema eigentlich mehr wie der kleine Bruder der Band nämlich Antimatter (neue Band des ehemaligen Bassisten Duncan Patterson). Ein schöner Song zweifellos aber Anathema verlieren dadurch ein wenig ihre Identität indem sie Antimatter nachahmen - irgendwie kommt mir dies so vor.
Nun gut mit "Flying" und "Electricity" hebt man sich 2 weitere Gänsehautnummern für den Schluss auf. Diese beiden Songs sind am ehesten in die "Alternative 4" Phase einzuordnen und sorgen für ähnliche Magie wie das damalige Album. Auf "Electricity" ist wieder Danny am Mikro zu hören was man aber wieder nur beim näheren Hinhören merkt. Gerade dieser Song hätte ebenso "Alternative 4" veredeln können.
Abgerundet wird "A Natural Disaster" von den 10minütigen Instrumental "Violence" das einmal mehr den Hörer fesselt.
Fazit:
"A Natural Disaster" ist ohne Zweifel ein sehr starkes Album geworden, dennoch vermisse ich ein wenig die Magie die "Alternative 4", "Judgement" und auch "A Fine Day To Exit" ausgemacht haben. Mit "Balance", "Are You there?", "Flying", "Electricity" und auch "Violence" wird diese zwar angerissen aber leider nicht zur Vollendung geführt. Ich habe mir absichtlich sehr lange Zeit mit dieser Review gelassen da man die Alben von Anathema einfach öfters hören muss um deren eigentliche Klasse zu entdecken. "Alternative 4" zündete bei mir zwar gleich beim ersten hören aber "Judgement" und "A Fine Day To Exit" musste ich irgendwie öfters hören bis ich merkte was für großartige Alben das sind. "A Natural Disaster" ist ein wirklich sehr guter Querschnitt aus diesen 3 Alben dennoch fehlt irgendwie etwas um es auf die gleiche Stufe mit diesen zu hieven. Vielleicht sollte wieder mehr die ganze Band in den Songwritingprozess einbezogen werden ist "A Natural Disaster" eigentlich ein Alleingang von Danny.
Wie auch immer das Album ist trotzdem den Großteil der Konkurrenz aus der Gothic Szene (auch wenn Anathema nur mehr am Rande damit zu tun haben) meilenweit vorraus da Anathema einfach künsterisch wertvoller sind. Seltsamerweise sind irgendwie die 2 Songs die Danny eingesungen hat ("Are You There?" und "Electriity") die Highlights des Albums. Ich hoffe nur dies ist kein schlechtes Omen, da sich die 2 Canavagh Brüder anscheinend gerne in die Wolle kriegen - Danny wäre ja beinahe schon aus der Band ausgestiegen. Es wäre zu wünschen wenn der 3te Brude Jamie für Frieden zwischen den beiden sorgen würde denn Vincent und Danny machen Anathema einfach aus.
"A Natural Disaster" ist wie gesagt ein starkes Album aber diesmal haben im direkten Vergleich Katatonia mit "Viva Emptiness" die Nase vorne! Dennoch wird es langsam Zeit für eine gemeinsame Tour!!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach klasse!, 4. November 2003
Von 
Rezension bezieht sich auf: A Natural Disaster/Lim.Digi (Audio CD)
Als Anathema-Fan der nahezu alle Alben in seinem Besitz hat, kann ich zurecht behaupten, daß Anathema mit jedem Album sich immer wieder selbst übertreffen und im positiven Sinne neuerfinden. Leider bekommt die Gruppe in den Medien nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdient hätte. Woran das liegen mag, wissen die Götter oder die miese Marketingcrew. Ansonsten kann man diesem Album jedem empfehlen, der es sich im Herbst so richtig schön gemütlich machen möchte und der mehr sieht, als nur nasse Regentage und kaltes Wetter. Anathema zeigt einem durch seine Musik, daß hinter allem irgendwie mehr steckt, als man auf dem ersten Blick zu glauben mag. Hoffentlich bleibt uns die Band noch relativ lange erhalten!
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