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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Papier brennt...
In einem Staat in der Zukunft ist es ein schweres Verbrechen, Bücher zu besitzen oder zu lesen.
Die Bücher gelten bei der Obrigkeit als Hauptgrund für ein nicht systemkonformes Denken und Handeln, bei dem man bestrebt ist, möglichst eine Gleichschaltung aller Menschen zu erreichen.
Trotzdem ist für gute Unterhaltung gesorgt. Es gibt...
Veröffentlicht am 30. September 2011 von Ray

versus
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lesen verboten
In einem totalitären Staat ist Lesen ein Verbrechen. Und anstatt zu löschen verbrennt die Feuerwehr Bücher. Oskar Werner spielt den Feuerwehrmann Montag, der die Fronten wechselt. Eine interessante Doppelrolle für die junge Julie Christie die auf beiden Seiten steht: einmal ist sie das systemkonforme, langhaarige, blonde Dummchen, das Pillen einwirft...
Veröffentlicht am 7. Juni 2009 von zopmar


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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Papier brennt..., 30. September 2011
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 451 (DVD)
In einem Staat in der Zukunft ist es ein schweres Verbrechen, Bücher zu besitzen oder zu lesen.
Die Bücher gelten bei der Obrigkeit als Hauptgrund für ein nicht systemkonformes Denken und Handeln, bei dem man bestrebt ist, möglichst eine Gleichschaltung aller Menschen zu erreichen.
Trotzdem ist für gute Unterhaltung gesorgt. Es gibt Pillen für alle Bedürfnisse und jeder gut sortierte Haushalt hat eine Videowand, denn im TV läuft in Dauerschleife die Sendung über die Familie, moderiert von einer netten Cousine (Gillian Lewis).
Montag (Oskar Werner) ist aufstrebender Feuerwehrmann mit Ambitionen zum Aufstieg.
Während seine hübsche Frau Linda (Julie Christie) zuhause ständig vor der Glotze hockt und sich nicht mehr an vergangene schöne Zeiten mit ihrem Mann erinnern kann, jagt ihr Gatte mit Begeisterung Bürger, die Bücher besitzen.
Sein Eifer macht Eindruck beim Captain (Cyril Cusack), lediglich sein Kollege Fabian (Anton Diffring) missgönnt ihm den beruflichen Erfolg.
Der Job bei der Feuerwehr ist vielseitig und interessant, die Bücher werden noch an Ort und Stelle verbrannt.
Auf den Helmen und Uniformen der Feuerwehr steht die Zahl 451, denn bei dieser Fahrenheit-Temperatur fängt Papier Feuer die Bücher entzünden. Außerdem tragen die Uniformen einen Salamander auf der rechten Schulter, ein Tier, von dem es in Legenden heißt, es könne im Feuer leben.
Dementsprechend flösst der Feuerwehrmann bei der Bevölkerung Respekt wenn nicht sogar Angst aus.
In der Schwebebahn lernt Montag die junge Clarissa (ebenfalls Julie Christie) kennen, die seiner Frau ähnlich sieht und die in Montag eine Kehrwende auslöst. Er beginnt sich dafür zu interessieren, warum die Bücher so gefährlich sein sollen, dass man sie verbrennen muss.
Die staatliche Erklärung, dass diese zu selbstständigem und somit gefährlichem Denken anregen, was unweigerlich zu einem anti-sozialemn Verhalten führe und so die Gesellschaft destabilisiere, reicht ihm nicht mehr. Er beginnt heimlich in seinem Haus zu lesen...
Francois Truffauts "Fahrenheit 451" ist einer meiner 60er Jahre Lieblingsfilme, der Film entstand nach dem gleichnamigen dystopischen Roman von Ray Bradbury aus dem Jahr 1953.
Die Musik stammt von Bernard Herrmann, für die großartige Kameraarbeit zeichnet Nicholas Roeg verantwortlich.
Dabei wird ein sehr interessantes Zukunftsszenario entworfen mit einem immer gleichgültigeren Menschen entworfen, der keine Lust auf Denken hat, gleichzeitig ist der Film auch eine Hommage an die Literatur.
Interessanterweise kann man in "Fahrenheit 451" auch wieder viel von Hitchcock entdecken, der Film ist sicherlich neben Hitchcocks "Die Vögel" einer dieser merkwürdigen, sonderbaren und verschrobenen Meisterwerke, die eigentlich in jeder Einstellung überzeugen.
Besonders ergreifend die Szene, als eine riesige Bibliothek mit vielen seltenen Kostbarkeiten samt Besitzerin und Buchnärrin (Bee Duffell) abgefackelt wird.
Oder auch die an "Vertigo" angelehnte Szene, als Clarissa den Schulkorridor entlang läuft und der kleine Schüler (Mark Lester) angstvoll vor ihr flüchtet.
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74 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Temperatur bei der Papier anfängt zu brennen - 451, 18. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 451 (DVD)
Film:
Der Film startet ungewöhnlich, die Namen der Beteiligten werden nämlich nicht als Text eingeblendet sondern vorgesprochen. Dies nicht ohne Grund, denn es geht in diesem 1966 entstandenen Streifen ums Lesen, um Bildung und um anspruchsvolle Unterhaltung. Gleichzeitig sieht man Dachantennen als Zeichen für hirnlose Unterhaltung. Jedenfalls in der Zukunft ist es verboten Bücher zu besitzen und deshalb gibt es die Feuerwehr. Diese verbrennt Bücher, weil es Gesetz ist und weil diese dazu führen dass Menschen unglücklich sind, falsch aufgeklärt werden, sich identifizieren und über andere stellen, schlichtweg mit sinnlosem Geschreibsel ihre Zeit vergeuden. Einer der Feuerwehrmänner wird durch eine Nachbarin aber neugierig und fängt an heimlich Bücher beiseite zu schaffen um diese nachts zu lesen. Das Treiben bleibt nicht unbemerkt, nicht von seiner Frau und auch nicht von Kollegen.
Mich hat dieser Streifen schon immer fasziniert. Francois Truffaut und sehr gute Schauspieler (dazu zähle ich vor allem auch den Feuerwehrkommandanten), die eine tiefsinnige und sogar spannende Geschichte zu erzählen haben. Ist es gar ein Kultfilm? Jedenfalls 10x besser als als dieser hirnlose Mist, der uns sonst vorgesetzt wird, wobei wir wieder beim Thema wären.
Bild:
Der Streifen ist nahezu 40 Jahre alt und das merkt man ihm eigentlich nicht unbedingt an. Die Farben sind gut, besonders das Rot der Feuerwehr sticht heraus. Filmbeschädigungen gibt’s, hauptsächlich aber nur kleine, insbesondere kleine weiße Blitze sieht man häufig. Es ist aber nicht dramatisch. Die Schärfe schwankt, mal ist sie wirklich gut, dann wieder weniger. Die Daten sind anamorph abgelegt, das Format beträgt 1:1,85. Ich geb mal die Note „befriedigend+“.
Ton:
Gibt’s in deutsch, französisch und englisch, jeweils Mono. Ich habe die deutsche Spur und teilweise die englische gehört. Sie erscheinen mir gleichwertig, gut verständlich, ohne rauschen aber halt auch ohne Räumlichkeit. Keine Frage, ein besserer Sound hätte mir schon gefallen können, wenn z.B. die rasanten Feuerwehrautofahrten von tiefen Streichern eindrucksvoll begleitet worden wären. Ich geb mal die Note „ausreichend+“.
Extras:
Ich denke der Film ist unter einer älteren Käuferschicht eher bekannt. Wer den im Kino gesehen hat, muß heute schon über 50 sein. Ob’s ein Blockbuster war, ich bezweifel es. Jedenfalls ist es anspruchsvolles europäisches Kino und das hat Extras verdient. Was hier aber Universal abliefert übertraff meine Erwartungen. Einen Audiokommentar der Hauptdarstellerin (Doppelrolle), ein Making Of, Extras für die Musik, für die Story, eine Fotogalerie und die Orginal-Anfangssequenz. Ganz klar ein „sehr gut“. Halt Stopp, leider keine Untertitel, dann nur ein "gut".
Fazit:
In Anbetracht des recht günstigen Preises ist diese VÖ nur als wirklich gut zu bezeichnen. Man hat meiner Meinung nach diesen Film ordentlich auf DVD umgesetzt, wenn man das Alter bedenkt. Ein „Herr der Ringe“ sieht und klingt natürlich ganz anders. Es hätte aber auch deutlich schlechter sein können. Empfehlung!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitloser Realismus, 6. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 451 (DVD)
Diesen Truffaut - Film nach einem Bradbury-roman kann man unter verschiedenen Blickwinkeln betrachten--und auch zu unterschiedlichen Bewertungsergebnissen kommen.
Ich setze den Focus hier mal auf die Tatsache, daß es sich um einen englischsprachigen Film eines nicht sprachbegabten Regisseurs aus Frankreich handelt. Im Begleitmaterial finden sich einige Anekdoten dazu. Da der Film zu dem auch in Englisch und ggf. auch mit vernünftig übersetzten Untertiteln ( ! ) zu sehen ist, lohnt es sich, diese DVD zu erwerben.

Truffaut konnte nur wenige Worte sprechen und hat diesen Makel auch gerne mal Öffentlich zur Schau gestellt , so z.B. ein Unmöglicher Versuch eines Jungen Mannes in einem Vorangegangenen Werk, das Wort " The Beach " richtig auszusprechen. Es kam immer wieder " The Bitch " über dessen Lippen. Aus diesem Wortwitz heraus ging man mein bei Universal wohl das Risiko ein, den Stoff mit Truffaut zu verfilmen. Zu mal dieser auch den selbe Sprachlehrer hatte wie Woody Allen, der zeitgleich etwas Französisch erlernte.

Francois Truffaut nutzte die Freundschaft zu Helen Scott, mit der er schon seine eigenartige Zusammenarbeit mit Hitchcock zu konvertieren pflegte, um sich verständlich zu machen. Schwierig wird die Zusammenarbeit mit Bernhard Hermann gewesen sein, der seinen Part kompromisslos durchzog und dem Film so insbesondere in Verbindung mit der Ausstattung und auch der eigenwilligen Kameraarbeit von Nicholas Roeg diesem Film eine durchaus Zeitlose Note mit gab. In Verbindung mit dem Textmaterial eine phantastische und realistische Betrachtung Totalitärer Systeme. Das Begleitmaterial ist für meinen Geschmack sehr gut; es ist insgesamt betrachtet nicht einfach, einem 35 Jahre alten Film ( die DVD-bearbeitung ist von etwa 2002 ) ein gutes making of zu verpassen.

Ich kann nur jedem empfehlen, der diesen Film sich vielleicht auf deutsch im TV angeschaut hat, diesen noch mal im original zu sehen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diesen Film empfehle ich einigen Menschen ganz besonders., 5. August 2008
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 451 (DVD)
Die Protagonisten leben unter einem politischen System, in welchem man den Bürgern das Denkvermögen zerstören möchte, um sie auf diese Weise besser manipulieren zu können. Intellektuelle Texte zu studieren ist verboten, stattdessen erfreuen sich die Menschen am interaktiven, staatlich gelenkten Fernsehen. Die dort agierenden Moderatoren werden als Mitglieder der eigenen Familie begriffen. Je mehr sich die Menschen berieseln lassen, desto unkonzentrierter werden sie. Ihr Gehirn ist untrainiert, hat Erinnerungslücken und lässt schon bei jungen Menschen auf Alzheimer schließen. Die entindividualisierte Welt ist nur noch mit Anregungspillen zu ertragen.

Guy Montag (Oskar Werner) ist Feuerwehrmann in diesem totalitären Regime. Seine Aufgabe besteht darin, Bücher zu verbrennen, weil die Gemeinschaft laut herrschender Ideologie nur dann glücklich ist, wenn sie nicht denkt. Bücher stellen eine Gefahr dar, weil sie sich negativ auf die allgemeine Verblödung auswirken. Zunächst systemtreu, spürt Montag Bücher auf und findet Freude an deren Vernichtung, bis er durch eine junge Lehrerin (gespielt von Julie Christie- sie spielt im Film übrigens eine Doppelrolle) motiviert, sich für den Inhalt der Bücher zu interessieren beginnt. Jetzt liest er heimlich.

Montags Ehefrau (ebenfalls dargestellt durch Julie Christie) ist völlig unreflektiert und der schönen Fernsehwelt ergeben. Als Montag aufgrund eines fürchterlichen Ereignisses- eine alte Dame verbrennt vor seinen Augen mit ihrer kostbaren Bibliothek- sich von dem System, in dem er lebt, völlig distanziert, denunziert ihn seine angepasste Frau wegen der verbotenen Bücher im Haus.

Nun beginnt die Hatz auf den Abtrünnigen, welcher er sich glücklicherweise entziehen kann, indem er sich flüchtend in ein einsames Waldgebiet durchschlägt. Dort leben die entrechteten "Büchermenschen". Diese lernen den Inhalt eines Buches auswendig um das Geistvolle in geistloser Zeit zu retten. Auch Montag wird zu einem lebenden Buch, wohl wissend, das hinter jedem Buch ein Mensch steht, dem man den nötigen Respekt zollen sollte.

Machtmenschen aller Zeiten wussten und wissen, dass sich Personen besser steuern lassen, wenn man sie dumm hält, die Gebildeten und Klugen korrumpiert oder sie vernichtet, um so mittelfristig ihr perfides System zu manifestieren. Bislang allerdings sind Systeme, denen die kritisch intellektuellen Köpfe fehlen, früher oder später alle untergegangen. Das hat sich immer noch nicht herumgesprochen.

Am Beispiel der von Julie Christie dargestellten Frauen wird gezeigt, dass es immer auf das persönliche Umfeld ankommt, wie sich ein Mensch entwickelt und dass besonders die Intellektuellen angehalten sind Terrorregime zu verhindern. Sie haben aufgrund ihrer Fähigkeiten eine nicht hinweg diskutierbare Verantwortung gegenüber geistig weniger begabten Menschen.

Empfehlenswert.
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31 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine Filmversion des Buches, sondern ein echter Truffaut, 25. Mai 2005
Von 
Bernd Strecker (Barsinghausen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 451 (DVD)
In Fahrenheit 451 setzt Truffaut die Inhalte des Buches filmisch um. Der Vergleich mit dem Roman führt daher nicht viel weiter.
Er zeichnet die Zukunftsgesellschaft sehr künstlich und nutzt dabei Science-Fiction-Elemente, die aus heutiger Sicht ziemlich lächerlich wirken. Der Film wirkt somit sehr abstrakt.
Was aber den Film ausmacht, ist der Einsatz filmischer Mittel wie Musik, Schnitt und Kameraführung und natürlich die Darstellung von Oskar Werner und Julie Christie. Besonders beeindruckend finde ich die Kamerfahrten auf dem roten Feuerwehrwagen mit Musikuntermalung und den Einsatz von Blenden und Zeitlupe zum Beispiel, wenn Montag von seinem Vorgesetzen in dessen Büro erwischt wird. Auch die Darstellung von Julie Christie, die zwei völlig gegensetzliche Charaktere spielt, ist bemerkenswert.
So gesehen ist dieser Film vielleicht nicht unbedingt etwas für die Leser des Buches, da dieses sehr filmisch und Truaffut-typisch umgesetzt ist, sondern eher etwas für Anhänger des französichen bzw. europäischen Autorenkinos.
Die DVD enthält den Film in guter Bildqualität und 16/9-Format mit gutem Zusatzmaterial.
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24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Geschichte die es in sich hat, 9. Februar 2004
Von 
Fassdaubi - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 451 (DVD)
Die Verfilmung von Ray Bradburys Erzählung "Fahrenheit 451" ist ein Scienc Fiction Film der anderen Art. Herausragend für einen Film dieser Art ist die "bescheidene Aufmachung" des Filmes. Man wird eine Spezialeffekte finden. Auch für einen Film aus dem Jahr 1966 der zu den SF Filmen gehört ist das eher unüblich.
Der Rahmen der Handlung beschreibt eine Umgebung in der Bücher verboten sind, und die Feuerwehr eine Art Polizei ist, die die Einhaltung der Gesetze überprüft, und Bücher aufspüren und vernichten soll. Alle relevanten Informationen für die Gesellschaft werden über Projektionsleinwände den Bürgern mitgeteilt. Die Geschichte erzählt von dem Feuerwehrmann Montag, der am Anfang der Geschichte seinen Beruf mit totaler Überzeugung ausübte, und später bekehrt wurde, und ein Feind des Systems wurde.
Das Bild und der Ton des Filmes sind wirklich für das doch betagte Alter mehr als gut. Ich persönlich kann auch sehr gut mit dem Ton in Deutsch/Englisch/Französisch in Mono leben. Ein Dolby 5.1 Upmix wäre sicherlich auch lachhaft gewesen.
Positiv ist, dass der Film gleich nach dem Erscheinen in die Niceprice Sektionen in einigen Kaufhäusern gewandert ist, was diesen Film mehr als attraktiv macht. Das Bonusmaterial ist für einen Film dieses Alters auch mehr als klasse. Es sind so Sachen wie ein Making of, ein Interview mit Julie Christie die original Anfangssequenz und noch ein paar andere Sachen auf der DVD enthalten.
Ich kann jedem Freund alter SF Filme Fahrenheit 451 nur ans Herz legen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen fahrenheit 451, 30. Januar 2013
Von 
T. Schulz "T. Schulz" (Marth, EIC) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 451 (DVD)
das ist ein recht tiefgründiger und bewegender film. er sollte jeden zum nachdenken anregen. besonders in der heutigen zeit ist sowas wichtig- sich anzusehen!!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lesen verboten, 7. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 451 (DVD)
In einem totalitären Staat ist Lesen ein Verbrechen. Und anstatt zu löschen verbrennt die Feuerwehr Bücher. Oskar Werner spielt den Feuerwehrmann Montag, der die Fronten wechselt. Eine interessante Doppelrolle für die junge Julie Christie die auf beiden Seiten steht: einmal ist sie das systemkonforme, langhaarige, blonde Dummchen, das Pillen einwirft und den ganzen Tag fernsieht, und dann die Intellektuelle mit Kurzhaarschnitt, die zu den Bücherleuten gehört.
In dieser Situation werden solche Phänomene wie Widerstand, Denunziation oder auch Zivilcourage beleuchtet. Ein alter (1966), selten gezeigter Film von Truffaut, aus dem Science Fiction Bereich, der zeitlose Gültigkeit hat, wenn man ihn nicht als Gedankenspielchen abtut.
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5.0 von 5 Sternen „Wenn die Feuerwehr kommt, wird es irgendwo wieder brennen!“, 12. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 451 (DVD)
Vorbemerkungen (Hinweis: Diese DVD in Farbe ist in englischer, französischer und deutscher Sprache!)
Wenn die „political correctness“ nicht offiziell als Staatskonfession zur totalen Überwachung die Rechtfertigung liefert, muss es einen Katalog der möglichen Verstöße geben, den nur die Exekutive kennt und dementsprechend behandelt. Und will man die Gesinnungen, die Gewissensfreiheit, die der Presse und aller übrigen Organe der freien Meinungsäußerung unter Kontrolle bringen, muss man mit der totalen Medienüberwachung auch den ärgsten Feind bekämpfen: das Gedruckte, die Bücher, die noch im Besitze der Privathaushalte oppositionelles Gedankengut verbreiten können. Mit entsprechenden anderen Kunstwerken wird es sich nicht anders verhalten.
Nun gibt es zwei Methoden, den Leuten das Denken abzugewöhnen. Die „demokratische“ ist das Gütesiegel des „In sein“, des Gehorsams gegenüber dem Zeitgeiste und der Mode, die jedes freie Denken lähmen. Wer sich dennoch als Individuum nicht beugt, wird durch Mobbing ausgegrenzt. Oder es herrscht die totalitäre, indem man alles konfisziert und vernichtet, was jemals menschliche Gemüter im Zustande der Erschöpfung zu künstlerisch gewachsenen Aufbaumitteln der Psyche greifen lässt.
Das Werk
Unser Film beschränkt sich auf die Bespitzelung der Bevölkerung durch die „Feuerwehrleute“, und findet sich ein Buchbesitzer, ist sein Bestand, auch der selbst verfassten Manuskripte wie etwa diese Rezension, der Vernichtung preiszugeben; bei 451 Fahrenheit Hitze beginnen Bücher zu brennen. Denn im gedruckten Wort liegt jener Widerstand, den jedes autoritäre System zu fürchten hat; eine Gehirnwäsche durch die Massenmedien wird wieder unwirksam, sobald der suchende Geist wieder fruchtbare Nahrung erhält (vgl.: Der Club der toten Dichter). Das System der Macht legt seinen atembeklemmenden Schatten auf das gesamte Leben. Die technokratische Welt verwaltet das Menschenmaterial als nutzbringend einsetzbare Masse, und die Überwachung sorgt dafür, dass niemand seiner Nutzbarmachung entkommt. Was andernfalls geschieht, muss der Zuschauer nicht auch noch erleben, er kann es sich, dank seiner Kenntnisse der Historie, durchaus ohne Mühe vorstellen. – Der Feuerwehrmann Montag wird für eine Lehramtsanwärterin in der Schwebebahn interessant, weil er anders zu sein scheint als die teilnahmslos dahindösenden übrigen Fahrgäste. So kann sie ihm berichten, dass man sie nicht in den Beruf lasse, weil sie nicht ins Bild passe. Zu Hause erleben wir Montags Frau Linda als gläubige Fernsehkonsumentin, und als er ihre Rolle der Angepasstheit stört, weil er selbst verbotenerweise Bücher ergattert und liest, denunziert sie ihn und treibt ihn so in die Flucht. Die Lehrerin ohne Arbeit ist schon geflüchtet, als man ihren Onkel verhaftet hatte. Man trifft sich bei den Buchmenschen wieder: Jeder von ihnen lernt ein Buch seiner Wahl auswendig, dann wird es vernichtet. Montag hatte sich der Verhaftung entzogen, als man sein Haus durchsuchte und die Bücher verbrannte, indem er den Flammenwerfer auf seinen Vorgesetzten richtete. Weil er danach erfolgreich fliehen konnte, wurde ein anderer, Unschuldiger statt seiner aufgespürt und vor der Fernsehkamera erschossen.
Der ethische Aspekt
Erwähnten wir die „demokratische“ Aussonderung der sozial Unverträglichen, die sich von keinem der Plebiszite des befragten Volksgeschmackes beeindrucken lassen, so hat es die gleiche eliminierende Wirkung wie die physische Verfolgung. Denn die ins Abseits Gedrängten befinden sich plötzlich in einer Art zoologischem Garten öffentlichen Meinungsghettos und, je nach dem Grade ihrer Freiheits- und Wehrgelüste, in entsprechend gesicherten Gehegen wieder. Füttern ist hier streng verboten. Die Masse der Besucher, also die gefügig gehaltene Menge der Gleichgeschalteten, fühlt sich außerhalb der Gehege als denen da drinnen geistig und durch die Evolution überlegen, sie dürfen über die Weggesperrten lachen, weil sie wissen, wie furchtbar die Waffe der Verachtung sein kann – sind sie ihr doch erfolgreich durch Unterwerfung entronnen.
Wenn also die Geflüchteten sich im Niemandslande unerkannt verbergen und die markantesten Dokumente der Literatur, der Philosophie, der Erkenntnisse aller Sparten sich durch Auswendiglernen verfüg- wie vererbbar erhalten, so spiegelt dies die Hoffnung, dass es immer und zu allen Zeiten Refugien in der Natur gegeben hat, in denen sich abseits aller Ausrottungsversuche des homo erectus Leben retten und ausbreiten kann. Aber spielt dann der einzelne noch eine entscheidende Rolle der Einmaligkeit? Das will uns die Handlung übermitteln: Jedes Individuum lernt nur ein Werk auswendig und gibt dieses an seinen Erben weiter. So wird erst durch den Zusammenschluss aller Literaturträger eine Gemeinschaft möglich, in der das individuelle Denken Kultur hervorbringen wird. Dort werden auch Rezensionen wie diese überleben dürfen.
Der schöpferische Vollzug
In „Fahrenheit 451“ frohlockt der Brandmeister über die einzigartige Gelegenheit, eine ganze private Bibliothek vernichten zu können – es ist ihm ein Geschenk! Die Besitzerin hat nur eben noch die Zeit, in ihrem Antlitz das Erleben der absoluten Diskrepanz zwischen Proletentum und durchgebildeter Humanität wechseln zu lassen, bevor sie selbst das Streichholz anreißt und auf den kerosingetränkten Literatur- und Denkerschatz fallen lässt. Sie schützt damit das Geheimnis jener Verschollenen, die abseits aller „Zivilisation“ Kultur leisten, indem sie die Werke großer Dichter und Schriftsteller in sich aufnehmen und auswendig lernen.
Und darum bringt es der Feuerwehrmann am Ende seiner „Karriere“ fertig, den Flemmenwerfer gegen seinen Vorgesetzten zu zünden, weil dieser die Waffe auf ihn richtet und ihn zu töten droht. Dieser Verzweiflungsschritt ist auch bei Schöpferischen möglich, wenn sie keine andere Wahl mehr haben und jeder Disput mit der Inkarnation aller Dummheit sinnlos geworden ist. Aber dieser Brand ist zugleich auch symbolisch zu sehen: Dieser Mann setzt nicht nur die Mörder aller Bildung und Kultur in Flammen, sondern vor allem das Fanal zum weithin sichtbaren Widerstand gegen die dogmatisierte, zur Verfassung erklärten Verblödung des homo sapiens. Ich denke, das ist schon wieder Kultur: - das Übel durch zündende Argumente einzuäschern!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kann Truffauts Klassiker heute noch Feuer entfachen?, 26. September 2011
Von 
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(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 451 (DVD)
Natürlich ist François Truffauts 1966er Verfilmung des 1953er Romans von Ray Douglas Bradbury ein Klassiker par excellence. Leider zeigen solche Kulturdenkmäler allzu oft Zeichen des Verfalls, wenn man sie in aktuellem Umfeld wieder mal anschaut - auch wenn begeisterte Anhänger aus früheren Zeiten das oft nicht wahrhaben wollen.

Schon der Start wirkt betagt. Der Titel wird vorgelesen, während die damals üblichen UHF- und VHF-Antennen auf den Dächern mit unbeholfenen Farbspielchen und wackligen Zooms gezeigt werden. Das passt gut zur Thematik - die Menschen können nicht mehr lesen und schauen nur noch fern - aber die Umsetzung wirkt unbeholfen und umständlich. Man tut gut daran, in diesem Moment noch nicht aufzugeben, denn der eigentliche Film kann nach wie vor überzeugen.

Es geht - man erinnert sich - um die Geschichte des zunächst 150%igen Feuerwehrmanns Guy Montag (Oskar Werner, 44), der sich in seine schöne Nachbarin Clarisse (Julie Christie, 25) verliebt und zu zweifeln beginnt, ob das Verbrennen von Büchern wirklich das ist, was dem Leben Sinn verleiht.

Nun hat Mitte der 60er nicht einmal Kubrick eine realistische Vorstellung von der kommenden technischen Entwicklung erarbeiten können - Truffaut fand einen genialen Ausweg aus diesem Dilemma, indem er in seinem Literatur-SF bewusst ältlich gestaltete Technik zeigte, vom "historischen" Feuerwehrauto über einen Flachschirm, der mit einem Punkt in der Mitte ausgeht wie eine "Bildröhre", bis zu Telefonen mit monströsen Sprech-Hörnern wie zu Graham Bells Zeiten. In diesem Umfeld wirken dann selbst Details, die ungewollt in Patina-Design gerutscht sind wie die immer wieder vorgeführte Monorail mit abseilbarer Fallbrücke, fast auch wie absichtlich kurios gestaltete Technik.

So gelingt es dem Film, sich nicht durch albernen Futurismus zu desavouieren - und damit dem Zuschauer, sich auf das Spiel der Protagonisten zu konzentrieren. Dies aber kommt nach wie vor äußerst intensiv rüber, der lehrstückhafte Aufbau der Handlung trägt über seine Entfremdung immer noch zur subjektiven Echtheit bei und das zurückhaltende Spiel verleiht dem Ganzen Glaubwürdigkeit.

Alles in allem: ein wenig gealterter Film nach einem epochalen Buch, der in seiner zurückhaltenden Umsetzung und vor allem der faszinierenden Julie Christie mit kleinen Abstrichen immer noch für einen interessanten Filmabend gut ist.

Im Original 112 Minuten, Format 1.66:1 auf 35 mm Film, mono (IMDB)
Die Sprachverständlichkeit ist gut. Das Bild ist nicht übermäßig verrauscht. Die Kameraführung fällt im großen Ganzen überraschend ruhig aus.

film-jury 3* A0739 26.9.2011eg

Julie Frances Christie (* 14. April 1941 in Chabua, Indien)
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1965 5* A0396 Doktor Schiwago [Blu-ray]
....... R: David Lean D: Omar Sharif, Julie Christie, Geraldine Chaplin
1965 -* A0000 Darling
....... R: John Schlesinger D: Laurence Harvey, Dirk Bogarde, Julie Christie (AA)
1966 3* A0739 Fahrenheit 451
....... R: François Truffaut D: Oskar Werner, Julie Christie
1971 5* A0006 McCabe & Mrs. Miller
....... R: Robert Altman M: Leonard Cohen D: Warren Beatty, Julie Christie

Nach 28-jähriger Beziehung haben Julie Christie und der Journalist Duncan Campbell Ende 2007 in Indien geheiratet.
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Fahrenheit 451 von Ray Bradbury (DVD - 2003)
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