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5.0 von 5 Sternen Am dritten Tag
1937: Der Amerikaner Robert Jordan (Gary Cooper) kämpft im spanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Republikaner. Als Sprengstoffexperte ist er Spezialist für geheime Kommandoaktionen und wird von der militärischen Führung gezielt eingesetzt. Nach dem letzten Anschlag auf einen Armeezug der Falangisten trifft er sich in der selben Nacht noch mit...
Vor 14 Monaten von Eddie Lomax veröffentlicht

versus
130 von 137 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Durch Neusynchronisation verstümmelter Klassiker
Eine Rekonstruktion, deren deutsche Ausgabe dem Filmliebhaber nur Magenschmerzen bereiten kann. So lobenswert es ist, diesen Klassiker auch hier in der restaurierten Langfassung zu veröffentlichen, desto fragwürdiger ist es, in welcher Form dies nun geschieht. Da der Film bereits kurz nach seinem US-Release stark eingekürzt wurde, stellte sich...
Veröffentlicht am 7. Februar 2004 von c.n.-tonfilm


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130 von 137 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Durch Neusynchronisation verstümmelter Klassiker, 7. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Wem die Stunde schlgt (DVD)
Eine Rekonstruktion, deren deutsche Ausgabe dem Filmliebhaber nur Magenschmerzen bereiten kann. So lobenswert es ist, diesen Klassiker auch hier in der restaurierten Langfassung zu veröffentlichen, desto fragwürdiger ist es, in welcher Form dies nun geschieht. Da der Film bereits kurz nach seinem US-Release stark eingekürzt wurde, stellte sich naturgemäß das Problem, daß für die exzellente deutsche Synchronfassung (die im Jahr 1950 produziert wurde) die seinerzeit geschnittenen Passagen nie synchronisiert wurden. Das ist unschön, aber nicht mehr zu ändern.
Kann es nun aber tatsächlich die Lösung sein, deshalb den GESAMTEN FILM NEU ZU SYNCHRONISIEREN ? Kenner werden zustimmen: ein Film von 1943 mit einer Tonspur von 2004 hat überhaupt nichts mehr mit einem alten Klassiker gemeinsam. Man stelle sich VOM WINDE VERWEHT mit neuer deutscher Synchronfassug vor, und man ahnt, was hier zu erwarten ist. Bei den alten Synchronisationen aus den späten 40er, den 50er und 60er Jahren handelt es sich um deutsches Kulturgut, das auch bewahrt und geschützt werden muß wie z.B. historische Bauwerke oder Kunstgegenstände. So war die deutsche Originalversion von WEM DIE STUNDE SCHLÄGT eine meisterhafte und unersetzbare Bearbeitung, die ihresgleichen suchte.
Für deutsches Buch und Dialogregie zeichnete der blutjunge Alfred Vohrer verantwortlich, der später als Filmregisseur Edgar-Wallace-Klassiker wie DER ZINKER und DAS INDISCHE TUCH inszenierte. Mit Eva Vaitl für Ingrid Bergmann und Peter Pasetti für Gary Cooper standen in den Hauptrollen zwei unangefochtene Könner der deutschen Film- und Theaterlandschaft als deutsche Stimmen zur Verfügung. All diese Informationen sucht man auf der DVD selbstredend vergebens, ebenso den Vermerk, daß neu synchronisiert wurde.
Statt dessen wird man nun nichtsahnend mit einer deutschen Fassung auf dem Niveau einer billigen Soap oder Comedy-Serie malträtiert. Das wäre noch in Ordnung gewesen, solange man die Ursynchronisation mit aus der englischen Fassung ergänzten Szenenteilen alternativ mit angeboten hätte. Dies ist wieder einmal nicht geschehen, obwohl gerade die Möglichkeit, problemlos mehrere Tonspuren unterbringen zu können, zu den herausragendsten Vorzügen des Mediums DVD zählt. Mangels guten Willen wird es aber nicht gemacht - die Urfassung ist tot, wen schert es.
Für die rekonstruierte englische Fassung gibt es hier keine Punkte, denn die wurde ja schon in den USA erstellt und ist im Ausland überall erhältlich. Aufgabe für den deutschen Markt wäre gewesen, eine seriöse und filmhistorisch korrekte Edition herauszubringen, in der auch deutsche Originalversion bewahrt wird. Hier geht es beileibe nicht um Gewohnheit, sondern im höchsten Maße um Qualität. Niemand würde auf die Idee kommen, die englische Spur neu zu synchronisieren, selbst wenn Teile der Tonspur verschollen wären. Doch hierzulande ist den Labels nichts heilig und ein Gespür für die individuelle Filmkultur der einzelnen Nationen besteht quasi überhaupt nicht. Deshalb: Null Punkte für Universal Deutschland !
Ich kann jedem nur eindringlich raten, die alte (leider gekürzte) deutsche Fassung von 1950 vorzuziehen bzw sich den Film dann noch ergänzend auf Englisch anzusehen. Mit der Neusynchronisation wurde dieses Meisterwerk der Kinogeschichte regelrecht gemordet. Wer es nicht glaubt, möge sich bitte die Mühe machen einmal zu vergleichen ! Die Neusynchro stellt eine Verstümmelung übelster Art dar, auch im Hinblick auf die ursprüngliche Filmmusik und die Gesamtatmosphäre des Werkes.
FAZIT: Auf (Neu-)Deutsch unbrauchbar, nicht kaufen !!!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Neusynchronisation zerstört wieder einmal Meisterwerk!, 13. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Wem die Stunde schlägt (DVD)
Daß der weisse Hai nun auf Bluray in zwei Synchronfassungen (der alten und der grauenhaften) erschienen ist, kann ich nur auf den Verriss durch unzählige Rezensenten und deren Aufruf zum Kaufboykott zurückführen. Ich bitte daher jeden Käufer, den diese schreckliche Neusynchronisation von "Wem die Stunde schlägt" stört, nicht bloß Kommentare abzugeben (was natürlich ebenso löblich ist), sondern die DVD zu bewerten und seinen Unmut über derartige Verstümmelungen kund zu tun. (Lesen Sie bitte die hervorragenden Kommentare bei der Fünf-Sterne-Bewertung.) Die Paten-Trilogie wurde ja ebenfalls nach viel Kritik mit zwei Synchronspuren veröffentlicht. Ich hoffe auf eine derartige Protestkundmachung wie bei den erwähnten Filmen und eine ebensolche vernünftige Doppel-Synchro-Bluray!
PS. Der Film würde sich natürlich fünf Sterne verdienen, aber solchen qualitätsmindernden Verstümmelungen filmischer Meisterwerke muss ein Ende gesetzt werden. Das Original muß Original bleiben!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Am dritten Tag, 3. Juli 2013
Von 
Eddie Lomax - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Wem die Stunde schlägt [VHS] (Videokassette)
1937: Der Amerikaner Robert Jordan (Gary Cooper) kämpft im spanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Republikaner. Als Sprengstoffexperte ist er Spezialist für geheime Kommandoaktionen und wird von der militärischen Führung gezielt eingesetzt. Nach dem letzten Anschlag auf einen Armeezug der Falangisten trifft er sich in der selben Nacht noch mit General Golz. Dieser hat bereits den nächsten Auftrag für Jordan. Er soll in drei Tagen im spanischen Bergland eine wichtige Brücke sprengen um den Vormarsch der Faschisten zu stoppen. Hierfür reist er mit seinem Führer Anselmo in die Canyons, wo er sich mit einer Gruppe Widerstandskämpfer treffen will, die ihn bei seiner Aktion unterstützen sollen. Es ist eine kleine verschworene Gemeinschaft auf die er da trifft. Da ist der bärbeißige Anführer Pablo, seine Frau Pilar, ein Zigeuner sowie einige andere Helfer, die jeder für sich über besondere Fähigkeiten verfügt. Es sind Menschen, die den Aufstand der Braunhemden überlebt haben und nun den Wirren des Bürgerkrieges trotzen, indem sie sich nach Art einer Guerilla-Gruppe am Kampf gegen Franco beteiligen. Doch da ist auch noch jemand. Ein junges Mädchen namens Maria (Ingrid Bergmann), die Schutz bei der Gruppe gefunden hat, nachdem ihre Familie ermordet wurde. Als sie Robert Jordan zum begegnet, ist es für beide Liebe auf den ersten Blick. Kein guter Ort und ein noch schlechterer Zeitpunkt um eine Beziehung zu beginnen. Denn in drei Tagen muss der Auftrag ausgeführt werden. Komme was wolle.

Kein Mensch ist eine Insel

Ernest Hemingway hat sich beim schreiben seines preisgekrönten Romans angeblich Gary Cooper und Ingrid Bergmann vorgestellt und zeigte sich nach Sichtung des damals verhältnismäßig teuren Filmes mehr als zufrieden mit der Besetzung der beiden Stars. Recht hat der Mann. Die Bergmann ist einfach hinreißend in der Rolle der naiv-unschuldigen Maria, die doch bereits viel schreckliches erleben musste und Coop, tja, was soll man sagen, ist einfach Coop und zwar stärker denn je. Würde man eine Rolle suchen, die Gary Coopers Image auf den Punkt brächte, müsste es die des Robert Jordan in diesem Meisterwerk sein. Diese Figur ist so einnehmend unnahbar, arbeitet mit kleinsten Andeutungen, leisen Gesten und weisen Blicken und schafft gerade durch die Vielzahl an nicht formulierten, eher gefühlten Gedanken einen derart reichen Charakter, wie er einem nur selten ans Herz wächst. Mit Sicherheit kann man in diesem Film eine der schönsten, wenn auch tragischsten Liebesgeschichten Hollywoods erleben.

Doch all das würde nicht funktionieren, wäre da nicht die Konstellation der Gemeinschaft um die beiden herum. Zum Beispiel Akim Tamiroff als Pablo, der ehemals mutige Anführer, ohne den sie alle nicht hier wären, ohne den keiner der Widerständler mehr leben würde. Die Kriegsmonate haben ihn müde gemacht, ihm den letzten Mut geraubt. Aufgrund seiner Nachlässigkeit muss er um seine Position fürchte. Eine Position des Anführers, die ihm ausgerechnet seine Frau Pilar streitig macht, gespielt von der großartigen Katina Paxinou, die für ihre Darstellung mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Sie ist der heimliche Star des Filmes, sie hält den Haufen beisammen, ist hart und gerecht zugleich und für jeden Anker und Mutter. Die restlichen Guerilleros setzen sich aus verschiedensten Charakteren zusammen, allesamt punktgenau besetzt und mit größtmöglicher Authentizität gespielt.

Regie-Veteran Sam Wood drehte dieses epische Kriegsdrama, das in weiten Teilen wie ein Kammerspiel anmutet, unter möglichst realen Bedingungen, sorgte für eine völlig unpathetische und klischeefreie Inszenierung, soll heißen, alles fühlt sich echt und wahrhaftig an und bleibt somit nachvollziehbar. Niemand ist nur gut oder nur böse, jeder Figur werden ihre Eigenheiten zugestanden wie man sie aus dem wahren Leben kennt. Unter Woods Regie hält sich Coop lange Zeit vornehm zurück und überlässt den anderen die Bühne, wirkt dabei nie wie ein großer Star, was dem Stoff vermutlich nachhaltig geschadet hätte, und integriert sich gekonnt in das Ensemble, bis ihm die Geschichte den Aktionsradius vergrößert, was sich im späteren Verlauf in sich stetig steigernden Actionszenen niederschlägt, ohne das diese je vordergründig wirken. Die Szenen ergeben sich konsequent aus der Handlung und sind mit größter Perfektion und Übersicht wuchtig und spektakulär inszeniert. Das Wood darin ein Meister war konnte man in seinem letzten Film AMBUSH (Die Letzten von Fort Gamble, 1950) noch einmal eindrucksvoll erleben. Dabei wird in FOR WHOM THE BELL TOLLS die Grausamkeit des Spanischen Bürgerkrieges einzig über die Geschichten der Widerständler und deren Traumata übermittelt. Ohne den politischen Konflikt besonders hervorzuheben, wird das Geschehen sensibel und konzentriert vorgetragen und überträgt die Ausweglosigkeit der Gesamtsituation mit analytischer Genauigkeit auf den Zuschauer, der am Ende gezwungen ist, traurige Bilanz zu ziehen. Das muss Wood erstmal einer nachmachen. Es ist ein Film wie Gary Cooper, leise und groß.

Da ich hier die 125-Minütige Kinofassung mit der alten Synchronisation bespreche, kann ich zu den wieder eingefügten Szenen der Langfassung oder zur Neusynchronisation leider nichts sagen, doch die Version der vorliegenden VHS-Fassung würde ich klar als Meisterwerk deklarieren.

Fazit: Herausragendes Kriegsdrama, frei von Klischees und ohne Pathos nach berühmter Vorlage von Ernest Hemingway. Klassiker.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten Klassiker der Filmgeschichte, 6. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wem die Stunde schlägt (Book-Edition) (DVD)
Produkt: DVD (1 Stück) / Qualität gut / Herausgeber: Universal Pictures Germany GmbH / ASIN: B000NJLYMQ
Deutscher Titel: Wem die Stunde schlägt. Originaltitel: For Whom the Bell Tolls
Produktionsland: USA. Premiere: 1943
Mit: Gary Cooper (oscarnominiert), Ingrid Bergman (oscarnominiert), Akim Tamiroff (oscarnominiert), Katina Paxinou (oscargekrönt), Vladimir Sokoloff, Mikhail Rasumny, Victor Varconi, Arturo de Cordova, Fortunio Bonanova, Eric Feldary, Joseph Calleia u. A.
Regie: Sam Wood (oscarnominiert)
Literarische Vorlage: nach dem gleichnamigen Roman von Ernest Hemingway
Drehbuch: Dudley Nichols. Musik: Victor Young (oscarnominiert). Kamera: Ray Rennahan (oscarnominiert). Schnitt: Sherman Todd, John F. Link Sr. (oscarnominiert). Ausstattung: Hans Dreier, Haldane Douglas, Bertram C. Granger (oscarnominiert)
Bild: gut / Farbe / Technicolor / 4:3. Sprache: englisch. Synchronisation: deutsch, italienisch, französisch, spanisch. Untertitel: deutsch, englisch u. a.
Filmlänge: 158 Minuten (Originallänge im PAL-Verfahren)
Genre: Literaturverfilmung > Kriegsfilm > Bürgerkriegsfilm > Kriegsromanze > Abenteuerfilm
Auszeichnungen: Ein Oscar für Katina Paxinou als beste Nebendarstellerin
Nominierungen: für insgesamt neun Oscars
Specials: nur Trailer
Handlung Spanischer Bürgerkrieg 1937.
Den Film zeichnet aus seine starke Emotionalisierung verwoben in die wilden Felsen- und Schluchtenlandschaften des meisterlich imitierten Spaniens. Ein unglaublich intensives Schauspiel temperamentvoller Ausbrüche von Leidenschaft, Neid, Hass, Mut, Gelassenheit, Angst, Wut, Trauer, Liebe, Verrat und Selbstlosigkeit. Dass es der Regisseur fertigbrachte diese Gefühle glaubwürdig und entkitscht auf die Leinwand zu ballen, zeugt von edelster Güte und verhilft dem Werk auf das Podest größter filmischer Meisterwerke. Den leidenschaftlich entfesselten Charakter verstärkt die großartige Musik von Victor Young.
Natürlich hat man die Geschichte Hemingway zu verdanken. Abgesehen davon vermittelt aber der Film selbst innerhalb seiner Struktur die Kraft seiner Botschaft, welche ist: die Liebe der beiden Helden überstrahlt die Haupthandlung, steht über ihr wie ein Adlerpaar im Abendrot. Das dramatische Bürgerkriegsgeschehen, welches deshalb keineswegs Rahmenhandlung ist, wird gekrönt von der Liebe der Liebenden. Krieg kann nicht die Hauptrolle spielen, weil Konflikte zwischen Brüdern nie Krone des Daseins sein können. Konflikte aber zwischen Mensch und Mensch können seitens Liebender rein gedeutet und erfolgreich bewältigt werden - auch über das Opfer des eigenen Lebens - in dem sich wiederum Reinheit der Liebe bezeugt und als wahr erweist. Auch wenn der Held am Ende stirbt, weil er sich opferte für die geistige Idee, das Leben seiner Geliebten und seiner Nächsten, bleibt er samt seiner Gewißheit an die absolute Gültigkeit der Liebe unsterblich.
Gary Cooper ist in diesem Film besonders gut, intensiv und eindrucksvoll, Ingrid Bergman vielleicht am Schönsten von allen ihren Filmen und ihr Haar nie so jungfräulich Korngelb wie hier, Akim Tamiroff in wahrscheinlich glanzvollster Leistung seiner Karriere, Katina Paxinou in unvergleichlicher Weibeskraft.
Die Oscarnominierungen sind sämtlich wohlverdient.
Die Farbenkraft ist überragend, die Spannung und Dramatik ergreifend. Ein Film, der in keiner Sekunde langweilig erscheint, handelt es sich auch um den beiläufigsten Nebendialog.
Einer der großartigsten und besten Filme der Filmgeschichte.
Die hier vorliegende Fassung liegt in Originallänge vor.
Technische Information und Hintergründe:
Wenn man sich im Internet ansieht, wie lange ursprünglich die Originalfassung war im Verhältnis zu den gekürzten Fassungen, dann besteht ein zeitlicher Unterschied von ca. 30 Minuten. Ich sage "ca." 30 Minuten, weil es aufgrund verschiedener Zeitangaben nicht einfach ist, den tatsächlichen Zeitunterschied zu eruieren. Diese Schwierigkeit wird verstärkt aufgrund der Tatsache, dass es in den USA das Abspielverfahren NTSC gibt und in Europa das PAL-Verfahren. Der selbe Film wird mit unterschiedlicher Geschwindigkeit präsentiert, wodurch verschiedene Laufzeiten entstehen bei einem identischen Film mit genau den selben Szenen.
Wenn man aber von einem zeitlichen Unterschied von ca. 30 Minuten ausgeht, dann sollte man sich als Filmliebhaber eingestehen, dass dieser Unterschied hinsichtlich des Filmwerkes schlicht und einfach unzumutbar ist.
Die Diskrepanz der Problematik aus den Augen des deutschsprachigen Zusehers entsteht aufgrund der Tatsache, dass die gekürzte Version seinerzeit synchronisiert wurde durch beeindruckende deutschsprachige Stimmen, welche auf die Aufmerksamkeit des Zuschauers bewegend und einfühlsam wirken.
Die Neusynchronisierung eines alten Filmes, welcher einst verkürzt, nun aber in voller Originallänge präsentiert wird, beinhaltet von der Sache her eine finanzielle Komponente. Die Produktion einer DVD oder Blu Ray wird anders behandelt, als ein aktueller Kinofilm. Aktuelle Kinofilme werden mit qualitativen Synchronsprechern der Gegenwart behandelt - die DVD / Blu Ray - Produktionen von alten Filmen aber mit qualitativ anspruchsloseren Synchronsprechern der Jetztzeit. Die Ursache dafür liegt in der Natur der Sache selbst. Deswegen aber die längere Originalfassung zu verdammen, wäre äußerst vermessen. Denn bei einem Film wesentlich ist nicht in erster Linie die Synchronisationsform, sondern der Film selbst. Natürlich weint das Herz darüber, dass die ehemalige deutsche Synchronisation keinen Platz in der Neufassung hat. Aber gleichzeitig freut es sich über die Originallänge, in welcher die Zusammenhänge der Geschichte besser verstanden und nachvollzogen werden können. Und immer noch besitzt die Tatsache originaler Stimmen der Darsteller ein größeres Gewicht, als die Frage nach den Synchronstimmen. Man schaut den Film nicht wegen der Synchronisation, man bewundert die Schauspieler nicht wegen der Synchronisation, man hört die Originalstimmen wegen der Schauspieler, welche die Geschichte bilden und tragen. Und das ist sogar unabhängig davon, ob man die Fremdsprache versteht oder nicht. Man liebt einen Film um des Filmes willen und nicht um seiner Nebensächlichkeiten willen, die im Eigentlichen mit dem Film nichts zu tun haben.
Manchmal ist die Welt des biederen TV-Sehers äußerst verwöhnt und verzogen. Man wünscht sich einfach in seinen vier Wänden allen Komfort, bis hin zu den erlesensten Synchronstimmen in allen Filmen...denen man die Handlung anvertraut, um sie in faulster Lust zu genießen. Man kommt nicht auf den Gedanken, mal ein paar englische Worte zu erlernen und sich auf diese Weise der Einzigartigkeit und Originalität eines Filmwerkes anzunähern. Nein - man verlangt auf Fuß und Komma alles...bis hin zur alten Synchronfassung, die es ja in der längeren Originalfassung gar nicht geben kann.
Bescheidenheit und Dankbarkeit ist da ein Fremdwort.
Ich aber sage, dass es sich hier um ein wunderbares Produkt handelt.
Mladen Kosar
(Ich kann auf Kommentare nicht antworten)
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine ergreifende Liebe mitten im Kriegsgeschehen, 3. November 2008
Von 
Lucy M. "cute & cool" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Wem die Stunde schlägt (Book-Edition) (DVD)
Der amerikanische Sprengstoffexperte Robert Jordan (Gary Cooper) lässt sich von einer Guerilla Gruppe im spanischen Bürgerkrieg (1937) verpflichten, in den Bergen Spaniens eine strategisch wichtige Brücke in die Luft zu sprengen. Das Gelingen der Mission wird für den Erfolg einer republikanischen Offensive gegen die rechten Militär entscheidend sein. Der Rebell El Sordo verspricht ihm Unterstützung und für genügend Pferde zu sorgen, die für den Rückzug nach der Sprengung benötigt werden. Doch die Soldaten des Diktators Franco scheinen Wind von der geplanten Aktion zu bekommen und patrouillieren verstärkt, was das Vorhaben der Gruppe zusätzlich erschwert. Robert verliebt sich in das spanische Mädchen Maria (Ingrid Bergmann), die bei den Guerillas Zuflucht gefunden hat und ihm besonders zugetan ist.

Ich habe den Film schon oft gesehen. Marias Satz: Roberto, ich würde dich gern küssen, aber ich kann nicht küssen. Wo muss ich mit der Nase hin? rührte mich jedes Mal zu Tränen. Es ist eine rührende Liebe, die sie weiter für die gute Sache kämpfen lässt, ohne Aussicht auf eine eigene Erfüllung. Sie wissen, dass jeder Einsatz sie beide das Leben kosten kann.

Der Film zeigt eine gefühlvolle Liebesgeschichte mitten im Kriegsgeschehen. Wem die Stunde schlägt wurde nach dem berühmten Roman-Klassiker von Ernest Hemingway verfilmt und wurde zu dem Kassenerfolg, der damals die Paramount-Studios vor dem Bankrott bewahrte.

Diese Limitierte Edition enthält die DVD mit der Original Filmfassung von 158 Min Länge und Bonusmaterial, das nach der Premiere im Jahr 1943 herausgeschnitten worden war, inklusive 24-seitigem Booklet mit interessanten Hintergrundinfos zum Film und zur Romanvorlage. Alles in einem eine schöne Ausführung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Abwertung, 21. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Wem die Stunde schlägt (DVD)
Wie es aussieht, werden heutzutage wohl die Übersetzungen der Originale nicht mehr von
gut geschulten Spezialisten mit Fingerspitzengefühl erledigt, sonder per Google-Übersetzer
ins Deutsche übertragen. Danach wird alles in ein gedankenloses Seifenopergestammel in
Vorabendqualität umgestylt. Schade drum. Aber wo bleiben die anderen großen Gary-Cooper-
Klassiker der Vorkriegszeit ? BENGALI, BEAU GESTE, VERRAT IM DSCHUNGEL, OPERATOR 13 ?
Bitte keine Ausreden, daß die deutschen Vorkriegs-Synchronisationen ausgebombt seien.
Diese Filme sind alle noch in den 50er Jahren in den Kinos gelaufen. Also, liebe DVD-
Produzenten. Hier ist noch Potential !!
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Neue Synchronisation, 4. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Wem die Stunde schlägt (Book-Edition) (DVD)
Von der Sprache her ist der Film eine absolute Enttäschung. Die meisten von uns kennen die Kinoversion mit den bekannten Synchronstimmen. Für mich war es eine akustische Entweihung.
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5.0 von 5 Sternen ein Klassiker, 19. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wem die Stunde schlägt (Book-Edition) (DVD)
Hemingway at its best - ein Klassiker. Schön. Traurig. Fatalistisch. Bergmann und Cooper. Ein tolles Paar. Atmosphärisch dicht. Einfach ein großartiger Film.
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5.0 von 5 Sternen Ingrid Bergmann, 11. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wem die Stunde schlägt (DVD)
Einen von vielen Filmen mit Ingrid Bergman den ich gekauft habe. Filme mit Ihr sind Filme mit Herz und gut fürs Gemüt. Schade das diese Schauspielerin nicht mehr gibt.
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Weitgehend gelungene Hemingwayverfilmung, 15. August 2009
Von 
Tonio Gas - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wem die Stunde schlägt (Book-Edition) (DVD)
Ob Loriot wohl Hemingway im Hinterkopf hatte? In "Liebe im Büro" demonstriert er, wie schon technisch der Versuch des Chefs scheitert, mit seiner Sekretärin anzubändeln. "Küssen Sie mich", sagt er. "Es geht nicht", entgegnet sie. Darauf er: "Aber es muss gehen, andere machen es doch auch." Doch irgendwie sind sich die Nasen von Evelyn Hamann und Loriot immer im Wege... In Hemingways "Wem die Stunde schlägt" sagt Maria zu Roberto: "Ich weiß doch gar nicht, wie man küsst, sonst würde ich Dich jetzt küssen. Nur, wohin mit den Nasen?"

Der Satz ist, wie überhaupt vieles aus der Vorlage, im Film erhalten geblieben. Und obwohl ich mir erstmal einen grinsen und an Loriot denken musste, ist es ein Satz, ist es auch eine Filmszene, die die kraftvolle poetische traurig-schöne Welt Hemingwayscher Figuren wunderbar einfängt. Roberto und Maria sind Untergrundkämpfer gegen die Faschisten im Spanischen Bürgerkrieg. Dem für zupackende, wilde Abenteurer und "richtige Männer" bekannten Hemingway gelingt gerade bei Maria die Beschreibung einer noch sehr jungen, geschundenen, gezeichneten, aber dabei einerseits noch unschuldigen, andererseits entschlossenen Frau auf eine Weise, die mich sehr berührt hat. Wenn sie berichtet, wie sie von Faschisten vergewaltigt wurde, das ist einmalig geschrieben. Zunächst wurde ihr das lange, schöne Haar gewaltsam geschoren, darüber berichtet sie lange, und am Schluss fügt sie (im Film so knapp, wie man das bei den harten Zensurbedingungen halt machen musste) die Vergewaltigung noch eben hinzu. Aber es ist klar, dass schon das Scheren des Kopfes die wahre Vergewaltigung ist, Verlust der Unschuld, des Schützenden, die Haare als Hymen, und wenn es dann heißt, die Schergen hätten ihr den abgetrennten Zopf in den Mund gesteckt, dann möchte man sich lieber gar nicht ausmalen, wofür dieser Zopf wohl steht... Doch mit Liebe hatte das nichts zu tun, die Männer konnten dieser Frau im Grunde die Unschuld nicht nehmen. Sie weiß nicht, wie man küsst und wo die Nasen dabei hinkommen.

Dies ist eine wunderbar sensible Schilderung dieser Frau, es ist insoweit gut, dass sich der Film eng an den Roman anlehnt. Und die Szene ist ergreifend gespielt. Ingrid Bergman ist die Maria, und obwohl man sich eine Weile an diese Frau mit den etwas zu weichgezeichneten Großaufnahmen, den für eine Spanierin etwas zu blonden Haaren und den für die Rolle zu gnadenlos hollywoodlike gebleichten Zähnen gewöhne muss: Sie macht das wunderbar, sie war ja immer gut als Frau, der übel mitgespielt wurde und die sich mit Würde dagegen behaupten konnte, ohne zu sehr zu forcieren. In dieser verwegenen Truppe von in Berghöhlen lebenden Guerillas ist sie natürlich eine Ausnahmeerscheinung, aber ihr moderates Make-up und sensibles Spiel vermittelt dennoch die nötige Authentizität, um dieser Frau abzunehmen: "Ich weiß nicht, wohin ich gehöre", in die alte Heimat sicherlich nicht, aber zu den Kämpfern auch nicht so ganz. Besser als die ansonsten im Genre obligatorischen Krankenschwestern, die im blütenweißen Kittel und mit technicolorknallroten Lippen durch die Kriegsgreuel tappen (leider auch die geschätzte Ava Gardner, z.B. in "Schnee am Kilimandscharo" nach Hemingway) ist das allemal.

Und sonst? Gary Cooper (Roberto) beeindruckt mit intensivem Understatement wie sonst z.B. Robert Mitchum, der ganze Rest ist dazu in auffälligem Kontrast. Eine große Zahl exzellenter Schauspieler mit Theatererfahrung und theaterhaft intensivem, gelegentlich etwas zu überzogenem Spiel porträtiert den Rest der schrägen Truppe. Dies wirkt gelegentlich etwas dick aufgetragen, auch zeigen sich hier - ähnlich wie bei "Vom Winde verweht" - ein paar Nachteile der Methode, eine Romanvorlage möglichst eins zu eins zu übertragen. Der Film ist (obwohl er in den Actionszenen wirklich viel Krawumm zu bieten hat) gelegentlich ein bißchen dialoglastig, er lässt seine Protagonisten vieles aussprechen, was man eher nur denken würde, was ich lieber in einem Gesichtsausdruck gesehen als vorgebetet bekommen hätte. Der Wunsch, viel von Hemingways Sprache zu retten, ist verständlich, aber Film ist nun mal ein anderes Medium, das anders funktioniert. Aber dennoch gelingen dem handwerklich guten Regisseur Sam Wood mit dieser Methode immer wieder Momente voller schräg-morbider Poesie, wenn z.B. ein Mann mangels Zuhörer laut zu seinem Pferd betet, die tödliche Gefahr ahnend.

Dass der Film gelegentlich ein bißchen zu bemüht Prestigeprojekt sein will, merkt man nicht nur den Dialogen und der Schauspielführung der Nebendarsteller, sondern auch der Optik an. Zu offensichtlich soll gezeigt werden, wozu Technicolor so imstande ist, zu übertrieben wirkt es, wenn sich der Himmel rot einfärbt und sich davor Schatten abbilden etc., zumal es hierfür aus meiner Sicht keinen inhaltlich-ästhetischen Anlaß gibt. Zum Beispiel explodiert am Anfang eine Bombe, aber der Himmel färbt sich nicht von dieser ausgehend, sondern insgesamt rot, da war wohl eher ein Filter am Werk als der logische Lichteffekt. Und wenn das (in Teilen schamlos aus dem Ingrid-Bergman-Buch der Heyne-Filmreihe abgeschriebene) Booklet meint, die Kombination aus Außen- und Studioaufnahmen sei perfekt, so ist das eine glatte Lüge. Mag sein, dass es nicht besser ging und dass die Restauratoren so gut gearbeitet haben, wie es eben geht (insbesondere der Ton ist exzellent), aber es wechseln sich einige Aufnahmen voller frischer Farbe mit solchen voller Patina ab, ein häufiges Problem bei Frühzeittechnicolor. Dass hingegen - Hemingway hatte das gestört - die politischen Aspekte bei der ansonsten werkgetreuen Verfilmung weitgehend herausgehalten wurden, lässt sich verschmerzen. Die Andeutungen sind hinreichend und die menschlichen Schilderungen so stark und vielschichtig, dass sie die Geschichte über mehr als zweieinhalb Stunden mühelos tragen können. Insgesamt also ein Film mit unglaublich starken Aspekten, aber auch ein paar Schwächen.
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