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56 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Noch nie habe ich Zombies so schnell rennen sehen...
wie in diesem Film.

Trotzdem darf man 28 days later in erster Linie nicht als Zombie Film verstehen, sondern eher als Endzeit- Thriller. In zweiter Linie spielt die Zombie-Komponente mit rein.

28 days later schockiert. Die Spannung wird geschickt aufgebaut. Gruselige Stimmung genau so passend transportiert wie Angst, Befreiung und Hoffnung...
Veröffentlicht am 27. April 2007 von Anna Hecker

versus
2.0 von 5 Sternen Kein Klischee wird ausgelassen
London. Fahrradkurier Jim erwacht aus dem Koma. Das Krankenhaus ist leer, sowie auch die Stadt verlassen ist, zumindest scheint es auf den ersten Blick so, bis Jim von Zombies angegriffen wird.

Auch herrje, klassische, Spatter, Zombie Folklore mit haufenweise biologischen Logikfehlern. Fangen wir mal damit an, dass da jemand mindestens 28 Tage im Koma lag und...
Veröffentlicht am 17. Dezember 2011 von callisto


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56 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Noch nie habe ich Zombies so schnell rennen sehen..., 27. April 2007
Von 
Anna Hecker (Dortmund, Ruhrgebiet) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: 28 Days Later (DVD)
wie in diesem Film.

Trotzdem darf man 28 days later in erster Linie nicht als Zombie Film verstehen, sondern eher als Endzeit- Thriller. In zweiter Linie spielt die Zombie-Komponente mit rein.

28 days later schockiert. Die Spannung wird geschickt aufgebaut. Gruselige Stimmung genau so passend transportiert wie Angst, Befreiung und Hoffnung.

Das sind die Hauptmerkmale des Films, und sie greifen gut ineinander.

Ein Unfallopfer erwacht nach 28 Tagen aus seinem Koma und findet seine Welt vollkommen verändert vor. London existiert nicht mehr. Zwar ist die Infrastruktur noch vorhanden, die Strassen sind jedoch leergefegt, das, was die menschliche Zivilisation ausmacht, ist ausgelöscht.

Von da an beginnt eine Flucht vor dem Grauen auf der Suche nach Hoffnung und einer Chance, neu anzufangen. Und das alles, weil irgendwelche Forscher irgendwelche Versuche mit künstlich erzeugter Wut an Affen unternommen haben und diese wütenden Wesen befreit wurden, von Tierschützern. Per Biss überträgt sich dieses "Virus" und vernichtet die Bevölkerung.

Man sieht viel Blut. Verzerrte, deformierte Fratzen und unnatürliche - zombihafte - Körperhaltungen.

Aber man sieht auch menschliche Tragödien. Verhaltensmuster in Gefahrensituationen. Reaktionen auf den Ausnahmezustand. Und Wahnsinn.

28 days later transportiert eine Botschaft. Durch die Charaktere wird diese weitergeleitet, sie dringt nicht in den Hintergrund wie bei anderen Zombiefilmen. Deswegen kommt 28 days later bei vielen Splatter und Zombie Fans auch vielleicht nicht an. Wer aber Endzeit Filme mag, und sich auch mal mit etwas dramatischerer Abendunterhaltung befassen kann, wird Gefallen an diesem Film finden.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolouter Hammerfilm, wenn auch nicht unbedingt ein Horrorstreifen..., 31. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: 28 Days Later (DVD)
Zu aller erst, 28 days later ist ein absolouter spitzenfilm und kein sinnloser splatterfilm (wie ich es eigentlich erst vermutet hatte). Es ist eher ein Psyschothriller/Drama mit horrorelementen, da es in erster linie um die Hauptcharackter, deren Probleme und Beziehnungen zueinander geht. Die Zombis sind im Grunde genommen nebensache, was mich rein garnicht stört da es wohl genug "die zombis schlachten einen nach dem anderen ab"-filme gibt. Trotzdem herrscht absoloute Hochspannung.
Auch die Musik im Film ist spitze. Sie erzeugt eine meist melancholische stimmung, was Horrorfans zwar nicht unbedingt zusagen dürfte aber wiederum hervoragend zum Film passt.
Der film regt sogar zum nachdenken an, da er in manchen Punkten sehr Gesellschaftskritisch wird. Dazu kommt noch das der Film eigentlich relativ realistisch rüberkommt. Man kann sich irgentwie gut vorstellen das dieses szenario durchaus in wirklichkeit passieren könnte (bis auf den letzen teil des Films der dann doch splatter- und actionelemente einbringt)
Alles in allem hat mich der Film ziemlich begeistert (wohl vor allem weil ich ihn mir komplett anders vorgestellt hatte) und ich kann ihn eigentlich jedem empfehlen, der eher auf kluge und melancholische Thriller steht, als auf splatter.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Von Trainspotting zu 28 Days Later..., 14. Juli 2007
Von 
ich-will-Kunst-die-Gefühle-weckt "silentdriver" (oberösterreichische Pampa) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: 28 Days Later (DVD)
Danny Boyle traut sich was.

Ich find's gut, wie sich "28 Days Later" von anderen Zombiefilmen absetzt. Da wird nicht wie bei Zack Snyder 90 Minuten lang einfach herumgeschlachtet. Da wird auch nicht einfach das Zombieklischee ein weiteres Mal halbherzig aufgewärmt.

Boyles Rezept sieht ungefähr so aus: Ökothriller meets Horrordrama. Eine Geschichte, die auf halbwegs wissenschaftlich-plausiblen Beinen steht. Und oben drauf traut sich Boyle auch noch, ein paar tiefere Schichten mit seinem Film anzuschneiden. Was passiert zum Beispiel mit Menschen bzw. dem menschlichen Verstand, wenn er oder sie in eine entmenschlichte Welt geworfen wird bzw. darin aufwacht.

So - unter'm Strich bleibt ein Film, der mich gut unterhalten hat bzw. ein paar Szenen besitzt, die wirklich unter die Haut gehen. Mir hat's jedenfalls gefallen, dass Boyle versucht einen Film zu machen, der mehrschichtig ist (auch, wenn es ihm in meinen Augen nicht auf der ganzen Linie gelungen ist, weil der Film im Ganzen betrachtet, doch nur besseres Hollywood-Popkornkino ist). Was mir weniger gefallen hat ist die Kameraarbeit von Boyle. Zum einen hat er mit DV-Kameras gedreht, was dem Film einen etwas anderen Touch verleiht und ihn herkömlicher und nicht so perfekt wie einen normalen Film erscheinen zu lassen. Nur setzt Boyle dieses Mittel für meinen Geschmack viel zu viel ein. Für mich wirkt's dann und wann auch mal wie ein MTV-Video. Naja - über Geschmäcker lässt sich halt streiten.

Kurzum kann ich den Film mit gerade noch 4 Sternen auch gut und gerne weiterempfehlen. Leute, die ein Faible für Zombiestreifen haben, müssen den Film sehen. Leute, die sich für etwas "andere" Zombiefilme interessieren, sollten den Film vielleicht leihen. Und Leute, die Zombiefilme gelegentlich mögen, keine 08/15 Horrorstreifen sehen wollen und vielleicht auch ein bißchen Lust auf gehaltvollen britischen Humor haben, denen lege ich den 100% britischen "Shaun Of The Dead" (von den Hot Fuzz Machern) ans Herz.

Noch kurz zur DVD:
Das Bild ist überraschenderweise auf meinem alten 82cm Röhren-TV nur mittelmäßig. Das mag ganz klar auch an den DV-Bildern des Films liegen, aber es ist echt schade, wenn man in diesen Szenen sieht, wie schlecht die Kompression mit dem Bildmaterial zurecht kommt (Stichwort: Artefakte und unruhige Bilder)
Der Ton geht in Ordnung, hat auch den einen oder anderen schönen Surroundeffekt zu bieten.
Und die Extras sind total erhaben. Gelöschte Szenen, ein schönes Making Of, die Trailer, Storyboards - hier wurde echt nicht gespart.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tut Buße, denn das Ende ist verdammt nah!, 13. August 2014
Rezension bezieht sich auf: 28 Days Later (DVD)
STORY:
Beim Versuch einige Affen aus einem Forschunglabor zu retten, setzen militante Tierschützer versehentlich ein furchtbares Virus frei, das Menschen innerhalb von Sekunden in reissende Bestien verwandelt.
28 Tage später erwacht der Fahrradkurier Jim in einem Londoner Krankenhaus aus dem Koma, und findet sowohl das Hospital als auch die Umgebung völlig verlassen vor. Er trifft die augenscheinlich harte Selena, und Frank mit seiner Teenie-Tochter Hannah, und erfährt von ihnen die bittere Wahrheit über den schrecklichen Virus und seine Folgen. Gemeinsam machen sie sich auf zu einem Militärstützpunkt in dem man angeblich sicher ist, und alle Antworten zu der verheerenden Seuche erhält. Doch was die Vier vorfinden entspricht nicht gerade ihren Erwartungen.
ANMERKUNGEN:
Regisseur Danny Boyle liefert hier eine echte Perle ab, die deutlich aus dem üblichen Müll den das Genre Zombie/Virus/Endzeit hervorbringt herausragt. Momente absoluten Schreckens wechseln sich ab mit teils stillen, teils unbeschwerten Augenblicken. Das ganze umspielt von John Murphys stimmungsvoller, manchmal poetischer Musik und von Kameramann Anthony Dod in großartige, realistische Bilder getaucht. Neben Blut und Action kommt auch das Seelenleben der Protagonisten und das Zwischenmenschliche nicht zu kurz. Wie die Überlebenden probieren in der neuen Welt zurechtzukommen, sich ständig ihrer Haut erwehren müssen, und sich dabei verändern, ist sehr gelungen dargestellt. Die Auswahl der überzeugend aufspielenden Schauspielern, rundet den positiven Gesamteindruck ab. Die Beschwerden über die rennenden "Zombies" sollte man nicht ernst nehmen, da hier nicht klassische Untote ihr Unwesen treiben, sondern Menschen die eine tollwutähnliche Krankheit haben.
Unter den Extras findet man alternative Enden, entfallene Szenen, Making Of, Audiokommentar von Boyle und einiges mehr.
FAZIT:
Prima Endzeitschocker mit Tiefgang!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tonnenschwere Melancholie, 2. Dezember 2014
Von 
Stephan Seither (Berg / Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: 28 Days Later (DVD)
Das Ende ist nah - Fahrradkurier Jim hat den Zusammenbruch der Gesellschaft im Krankenhaus "verschlafen", 28 Tage nach seinem Verkehrsunfall wacht er aus dem Koma auf - erkundet die entvölkerte Stadt London und hat dabei keine Ahnung, welcher Gefahr er sich bei seinem Streifzug aussetzt.

Die Kombination von Musik und Kameraeinstellung sorgt für eine einzigartig niederdrückende Stimmung - so war 28 Days Later längst nich das von mir erwartete Gemetzel - die Handlung ist durchaus tiefgründig - der Film weit entfernt von gewöhnlichen Splatterfilmen.

Entwicklung und Auflösung des durchweg fesselnden Endzeitszenarios stimmen weit über den Abspann hinaus nachdenklich.
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4.0 von 5 Sternen Düster und schonungslos zeigt der Film einen Kampf ums Überleben., 15. April 2015
Rezension bezieht sich auf: 28 Days Later [Blu-ray] (Blu-ray)
Jim wacht in einem Krankenhaus auf und hat keine Ahunng, was mit ihm geschehen ist. Als er das menschenleere Hospital verlässt, muss er feststellen, dass er sich in einer völlig ausgestorbenen Stadt befindet. Niemand ist zu sehen, bis Jim in einer Kirche dann doch auf Menschen stößt. Doch die sind bösartig und greifen Jim an. Als Jim vor den Bestien flieht, wird er von einer kleinen Gruppe Menschen unterstützt, die ihn retten und bei sich aufnehmen. Jim erfährt, dass die Menschheit von einem grauenhaften Virus heimgesucht wurde und nur noch wenige Nichtinfizierte existieren.

*

Wenn man sich den Anfang von “28 Days Later” ansieht, fühlt man sich sofort an den Beginn von “The Walking Dead” erinnert. Die Aufwachszene im Krankenhaus gleicht schon sehr der ersten Folge der Erfolgs-Zombie-Serie. ;)
Danny Boyles Endzeitfilm nimmt einen durch die teils unscharfen und körnigen Bilder sofort gefangen, verleihen sie dem Ganzen doch fast optimale Authenzität. Das verlassene London ist hypnotisch eingefangen und wirkt beängstigend und bedrohlich. Die ganze erste Hälfte des Films verströmte auf mich eine sehr dichte Atmosphäre, in der der Schrecken der Seuche hautnah zu spüren ist. Kurzzeitig entwickelt sich das Ganze sogar zu einer Art Roadmovie. Diese Stellen sind es auch, die mich am meisten begeistert haben. Das lag mit Sicherheit zum einen daran, dass sich die Protagonisten vorwärts bewegten, zum anderen aber auch am Auftritt des grandiosen Brendan Gleeson, der mir ausnehmend gut in seiner Rolle als Vater gefallen hat.

Boyles Infizierte sind schnell und furchteinflössend. Die blutigen Angriffe wurden effektiv in Szene gesetzt und erschrecken. Die Handlung nimmt in der zweiten Hälfte des Films eine Wendung ein und hat mir im ersten Moment bei weitem nicht so gut gefallen, wie die erste Hälfte. Doch Alex Garlands Drehbuch (bzw. Idee) ist es zu verdanken, dass die Geschichte im angeblich sicheren Soldatenlager nicht im Einheitsbrei versinkt, sondern Hand und Fuß hat. Auch wenn ich Szenarien dieser Art eigentlich gar nicht mag (Evakuierungscamps, die von Soldaten geleitet werden – wie z.B. in Romeros “Day Of The Dead” oder “Doomsday”) wirkt es in “28 Days Later” stimmig.

Danny Boyles Inszenierung ist rasant, obwohl der Film auch einige gelungene ruhige Stellen besitzt. Die Auswirkungen einer Epidemie dieser Art wird sehr glaubhaft dargestellt und könnte ohne weiteres möglich sein. Düster entwirft Boyle eine Endzeitwelt, in der es ums nackte Überleben geht.

*

Fazit: Düster und schonungslos zeigt der Film einen Kampf ums Überleben, bei dem der Mensch gegen seine eigene Spezies kämpft. Schauspielerisch und inszenatorisch absolut gelungen.

© 2015 Wolfgang Brunner
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verstörender Film der teils mit menschlichen Urängsten spielt, 31. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: 28 Days Later (DVD)
FILM-INHALT
London, UK. Die Stadt wird von einem Virus ergriffen, der dazu führt dass die Menschen ihr Blut regelrecht erbrechen lässt. Massensterben setzt ein bis London und das UK weitgehend ausgestorben sind. Doch einzelne überleben, finden sich zusammen oder bekämpfen sich. Immer verfolgt von den zu Zombies mutierten Virusopfern. Diese Zombies sind allerdings nicht ganz so slow und dröge wie in vielen anderen Zombiefilmen. Rettung erhofft sich die Gruppe von Hauptprotagonisten bei der Army - die
Hoffnung kommt über den Äther. Doch Trieb und Überlebenskampf tun ihr übriges, dass auch die lezten sich an die Gurgel gehen.

FILM-BEWERTUNG
"28 days later" weiss von Anfang bis Ende zu fesseln. Allein die Bilder oder der Gedanke, eine Millionenstadt wie London plötzlich
menschenleer zu finden ist schon sehr beängstigend und faszinierend zugleich. Auch gibt es Szenen, die menschlich, emotional gesehen wirklich traurig und tragisch sind, als zum Beispiel einer der Hauptprotagonisten in sein Elternhaus zurückkehrt und dort nicht das vorfindet, was er erhofft hat. Den Kopf muss man angesichts einiger Szenen schütteln, in denen die stark dezimierte Menschheit selbst in dieser Situation engstirnig, egoistisch, triebgesteuert sich selbst die Garaus macht - aber wahrscheinlich ist das gar nicht allzuweit von der Realität entfert... Der Plot überzeugt, fesselt, ist stimmig und in sich glaubhaft. Es gibt kaum Längen im Film.

FAZIT
Der Film bietet ein interessantes Zukunftsszenario, das Angesicht von Vogelgrippe/SARS und Co. Letztlich nicht einmal so unrealistisch
sein muss....okay, wir mutieren in der Regel nicht zu Zombies sondern geben den Löffel gleich ab. Der Film verbindet so gute Unterhaltung
mit ein wenig Botschaft und Ausblick in die Zukunft. Gelungene gruselige Unterhaltung, die sicherlich über dem filmischen Durchschnitt
vergleichbarer Werke steht und eine lange Haltbarkeit besitzt.
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27 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es dauert also einen Monat ..., 16. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: 28 Days Later (DVD)
Auch hier gilt wieder an erster Stelle:

Für Menschen die meinen den Über-Hardcore-Splatter zu erwarten und von derben Gore-Szenen geschockt werden wollen ist der Film absolut nichts.
Gewalt und Blut halten sich durchaus in Grenzen, die "ab 18"-Freigabe ist gerechtfertigt, auf das sollte man sich einstellen.

Wer aber nicht nur auf stumpfe Zombie-Metzel-Action steht sondern sich auch für die Thematik der Auslöschung der Menschheit, Verzweiflung und soziale Umverteilung nach solchen Katastrophen interessiert, wird in 28 Days Later einen der besten Filme der letzten Jahre sehen.

Kurz zur Story:
Fahrradkurier Jim hat einen Unfall und liegt deshalb im Krankenhaus. Als er aufwacht ist der riesige Krankenhauskomplex verlassen, alles ist unangenehm still und fast schon zu friedlich.
Schon lustig, denn genau 28 Tage zuvor gelingt es einer Gruppe von Umweltaktivisten mehrere Schimpansen frei zu lassen die den Virus namens "Wut" in sich tragen und durch immer weiter ausufernde Infektion die Menschheit fast komplett auslöschen.

Soviel zur Story. Selbige ist nicht auf Action ausgelegt, vielmehr auf Kritik im Bezug auf menschliches Verhalten im Zusammenspiel mit Urängsten und dem beklemmendem Gefühl einer der letzten Menschen auf Erden zu sein.

Wie oben bereits erwähnt werden Schocker-Geile-Splatter-Fans bei diesem Film wohl das Weite suchen, alle anderen sind von der schier unglaublichen Vorstellung eines verlassenen London und der dazugehörigen Musik so überwältigt dass ihnen der Kiefer offen steht.
Denn wie man das geschafft hat, eine solche Metropole in den Schlaf zu legen ist mir ein Rätsel.
Jims streifen durch London bildet gleich zu Anfang einen unheimlichen Höhepunkt, der später nur von den einzelnen Figuren übertroffen wird.
So treffen Hoffnung auf emotionale Rationalität, Machtgier auf Menschlichkeit und Verzweiflung auf Liebe.

Die Geschichte von 28 Days Later wird einfach in einem unglaublich an den Figuren nahen Stil und gleichzeitig so spürbarer Kälte erzählt, dass man von den starren Kamerawinkeln, den großpixeligen Aufnahmen und dem durchaus gutem Ende nur noch fasziniert ist.

Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen, jeder der nicht nur auf 08/15-Splatter-Action steht aber dennoch ein Faible für ähnliche Thematik hat wird den Film lieben und allein wegen den London-Sequenzen des öfteren in den DVD-Player legen.

Ein kleiner, feiner Film der nur an ganz wenigen Ecken krankt, im Ganzen gesehen aber für einen englischen No-Name-Regiesseur-Film eine fast überfilmische Leistung abliefert.

Zu den "Zombies" sei gesagt:
Selbige entsprechen hier nicht dem klassischen Bild, vielmehr wurden die Infizierten all ihrer Gefühle beraubt und deren Wut wurde durch das gleichnamige Virus zu ihrem Motor der sie zu seelenlosen Wesen macht.

Unbedingt ansehen, besonders mit einem druckvollen Subwoofer wird das Ganze ein Erlebnis der Extraklasse.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich finde diesen Film nach wie vor genial!!!, 20. März 2007
Rezension bezieht sich auf: 28 Days Later (DVD)
Anders als mein Vorschreiber fand ich genau diese Aufmachung der Handlung und die Charaktere an diesem Film so besonders, als man es von anderen Filmen dieses Genres gewohnt sein mag. Ich fand insbesondere diesen Anfang so toll, der ja so untypisch ist (alles menschenleer) oder das genaue Gegenteil dazu: der spannende und sehr schnelle Schluss..

Die Atmosphäre die in diesem Film erzeugt wird ist eine ganz eigene und das muss man ersteinmal als Regisseur eines Zombiefilms nachmachen.

Die sehr ungewöhnliche und passende Musik möchte ich an dieser Stelle nocheinmal besonders hervorheben..

***VORSICHT SPOILER***

Zu den von meinem Vorschreiber aufgeführten weniger schlüssigen (?) Szenen:

Das "Picknick im Wald" ist nichts anderes als ein Ausruhen von den Strapazen und angesichts der Aufenthaltsorte, die die Zombies bevorzugten bestimmt sicherer als ein Haus oder dergleichen. Zumal ihnen bei dieser Location auch nichts passiert!

Dass die Soldaten sich einen Zombie an einer Leine "halten" hat einzig und allein den Beweggrund, dass sie austesten wollen wie lange so ein Zombie (ohne Menschennahrung*gg) überleben kann. Also ist das ganz und gar nicht unsinnig.

***SPOILER ENDE***

Manchmal frage ich mich ob sich manche Leute in der Zeit wo so ein Film läuft anderweitig beschäftigen, den Ton ausschalten und der Handlung dann nicht mehr ganz folgen können.

Ich persönlich habe mir den Film nachdem ich ihn damals im Kino sah, auch auf DVD gekauft und es ist einer meiner Lieblings-zombie-filme, nach Dawn of the Dead! Lohnenswert ;-)
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2.0 von 5 Sternen Kein Klischee wird ausgelassen, 17. Dezember 2011
Von 
callisto (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: 28 Days Later (DVD)
London. Fahrradkurier Jim erwacht aus dem Koma. Das Krankenhaus ist leer, sowie auch die Stadt verlassen ist, zumindest scheint es auf den ersten Blick so, bis Jim von Zombies angegriffen wird.

Auch herrje, klassische, Spatter, Zombie Folklore mit haufenweise biologischen Logikfehlern. Fangen wir mal damit an, dass da jemand mindestens 28 Tage im Koma lag und nicht unter Muskelatrophie leidet, nein vielmehr gesund und munter durch die Gegend rennt, nachdem sich tagelang keinerlei medizinisches Personal um ihn gekümmert hat.
Des Weiteren hat das Virus keinerlei Inkubationszeit. und scheint in wenigen Sekunden die Blut-Hirn-Schranke durchdringen zu können, da kann man sich nur an den Kopf packen, zumal es ihm anscheinend sofort gelang die Artgrenze zwischen Affe und Mensch zu überwinden, aber weder Schwein noch sonstige Tiere zu infizieren scheint, was besonders bei aasfressenden Vögeln doch ein wenig verwundert. Auch scheint das Immunsystem nicht auf das Virus zu reagieren und eine Erklärung, warum die Zombies bzw. Infizierten nur nachts unterwegs sind, gibt es auch nicht.
Auch nach 28 Tagen scheinen die Infizierten, die wohl nicht tot, sondern nur von rasender Wut besessen scheinen, weder zu verhungern noch zu verdursten.
Natürlich wird Jim zum rettenden Helden auf weißem Pferd, während andere Infizierte Männer zu sexbesessenen, unter Frauenentzug leidenden Monstern mutieren.

Kein Klischee wird ausgelassen und das macht den Film langweilig, zäh und extrem vorhersehbar.
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28 Days Later
28 Days Later von Danny Boyle (DVD - 2005)
EUR 8,49
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