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57 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In wilden Träumen...
„Da dehnen sich des Ostlands Wälder, uralt, geheimnisvoll in wilden Träumen, Waldgeister weben in dem Dunkel..." (abgewandelte nach der Widmung zu Sibelius symphonischer Dichtung „Tapiola")
In der Tradition seines eigenen Zeichentrickklassikers „Nausicaä" greift Miyazaki mit diesem Meisterwerk wider einmal den uralten Konflikt...
Veröffentlicht am 21. Oktober 2005 von M.M.

versus
44 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Film - Super, deutsche DVD leider nicht
Wie gut der Film wirklich ist, wurde hier schon mehrfach beschrieben, deswegen werde ich darauf nicht weiter eingehen.
Ich habe mir Prinzessin Mononoke gleich bestellt, nachdem ich von ihrem Erscheinen gehört hatte.
Leider muß ich sagen, dass ich von der deutschen DVD ein wenig enttäuscht bin. Um gleich auf den Punkt zu kommen: das Timing der dt...
Am 14. November 2003 veröffentlicht


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57 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In wilden Träumen..., 21. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Prinzessin Mononoke (Einzel-DVD) (DVD)
„Da dehnen sich des Ostlands Wälder, uralt, geheimnisvoll in wilden Träumen, Waldgeister weben in dem Dunkel..." (abgewandelte nach der Widmung zu Sibelius symphonischer Dichtung „Tapiola")
In der Tradition seines eigenen Zeichentrickklassikers „Nausicaä" greift Miyazaki mit diesem Meisterwerk wider einmal den uralten Konflikt zwischen ungezügelter Natur und menschlicher Zivilisation auf und erschuf gemeinsam mit Studio Ghibli ein von grandiosen Landschaften getragenes Epos. Der Einfluss Kurosawas, dem großen Bildmagier des japanischen Kinos, auf den Regisseur scheint unverkennbar (etwa in den geschwungenen Linien der Japanischen Berge, die stellenweise 1:1 aus dem grandiosen Spätwerk RAN entnommen zu sein scheinen). Episches Kino wie es der Zeichentrick- und Realfilm nur selten hervorzubringen vermag.
Mononoke führt uns in ein lange entschwundenes Waldreich, gewoben aus Mythen und Legenden. In den flirrenden Schatten des Blätterdaches leben Geister und Dämonen in Tiergestalt, riesige Wildschweine, weiße Wölfe und der große Gott des Waldes, ein hirschartiges Wesen unergründlicher Macht. In diesem sich scheinbar von Horizont zu Horizont dehnenden Waldland wirken die ersten Anzeichen der beginnenden menschlichen Zivilisation noch wie bedrohte kleine Insel in einem grünen Ozean. Doch ein Umbruch ist im Gange, die industrielle Revolution mit seinen Schmelzöfen und seinem Hunger nach Brennstoff beginnt sich wie ein Krebsgeschwür in die Wildnis zu fressen. Die Macht der alten Götter schwindet, die Waage senkt sich zugunsten der landhungrigen Menschen. Diese neu geschaffene Welt, losgelöst von den Gesetzten des Waldes, entfremdet seine Bewohner zunehmend von der Natur. Die umgebenden Wälder sind nur noch bedrohliche Wildnis, die Bäume eine Ressource des Fortschritts. Angst prägt das Handeln, sie zerstören lieber das Fremde was sie umgibt, als es zu begreifen. In dieser neuen Welt ist kein Platz für verschlungene Wälder und Tierdämonen. Doch bei dieser monochromen Sicht auf die Welt „Mononokes" lässt es der Film nicht beruhen (dies ist schließlich kein Disney), denn die Zivilisation bringt in Form der Eisenhütten der Herrin Eboshi nicht nur blinde Zerstörung. Daneben führt sie auch zur Abkehr von verkrusteten Gesellschaftsformen, strengen Hierarchien und Kasten. Die industrielle Revolution leitet gesellschaftliche Umbrüche ein, die wir mittlerweile in unserer westlichen Welt als selbstverständlich betrachten. Das feudale System eines mittelalterlichen Japans, Hunger und Not, werden bezwungen. Errungenschaften die das harte Leben des einfachen Volkes erträglich machen. So kann der Zuschauer der Herrin Eboshi letztendlich nicht allzu böse sein, denn sie verkörpert den Urgrund auf dem unsere moderne Gesellschaft errichtet wurde. Sich ihrer schwindenden Macht nur zu bewusst, entschließen sich einige der Naturdämonen zu einer letzten Verzweiflungstat und es droht ein Krieg zwischen Menschen und Wäldern, den keiner wirklich gewinnen kann.
Zum Ende meiner positiven Kritik muss ich jedoch noch auf einen kleinen Wermutstropfen hinweisen. Wieder mal scheint das Finale (ähnlich Miyazakis „Chihiro") etwas aufgesetzt und in sich nicht ganz schlüssig. Die Vermutung liegt nahe, dass die Methode der frei assoziierenden Entwicklung der Story, die charakteristisch für die Arbeit des Regisseurs zu sein scheint, im Verlauf der Verfilmung kein rundes Ende zuließ. Das bewusste Nichtbeantworten zuvor aufgeworfener philosophischer Fragen, das Pflegen eines Tiefe vortäuschenden Nimbus des Geheimnisvollen, ist ja ein typisches Stilmittel des japanischen Anime. Die grandiose Bildgewalt und atmosphärische Dichte dieses Zeichentrickepos (meiner Meinung nach die größte Stärke des Animes) trösten mich aber über diese Schwächen hinweg. Und im Übrigen... Der mystische Wald des Hirschgottes übt auf mich persönlich einen ganz eigenen besonderen Reiz aus, vielleicht liegt dies auch an meiner forstlichen Ausbildung, die mir diese Welt der Bäume auf emotionaler Ebene besonders nahe bringt.
Aufgrund teils für einen Zeichentrickfilm (nach westlich geprägter Vorstellung) ungewöhnlich heftiger Gewaltdarstellung mit FSK 12 versehen, ist dies eher ein Film für die etwas älteren Kinder und erwachsene Trickfilmfans. Da aber die wesentliche Zielgruppe für Animationsfilme in unseren heimischen Kinos immer noch Kinder bis 12 Jahren sind, blieb „Prinzessin Mononoke" in der westlichen Welt ein kommerzieller Erfolg verwehrt. Von einer durch alle Altersgruppen getragenen Trickfilmkultur, wie sie in Japan existiert, sind wir in Europa eben noch meilenweit entfernt.
Kritiker die also meinen das die hier gezeigte Gewaltdarstellung unnötig sei, da sie den Film für Kinder ungenießbar (und damit zum Kassengift) mache, haben nicht verstanden welches Potential in Trickkunst jenseits der kindlichen Disneydoktrin noch verborgen liegt.
Zur Umsetzung der DVD:
Die Ausstattung der DVD ist etwas dürftig geraten, aber wenigstens ist der japanische Originalton vorhanden. Die deutsche Synchronisation wirkt ganz ordentlich, wenn sie auch nicht ganz an das Original heranreicht. Der größte Schwachpunkt liegt in der Bildqualität, die leider noch deutlich verbesserungsfähig ist. Die Schwächen des Bildes sind aber nicht so gravierend, dass sie für mich wesentlich den Filmgenuss stören (habe halt keinen Beamer). Aufgrund des gebotenen grandiosen Epos, kann ich also nur eine uneingeschränkte Kaufempfehlung geben!
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schlicht ein Geniestreich!!!, 23. Dezember 2001
Rezension bezieht sich auf: Princess Mononoke (UK-Import) (DVD)
Äußerlich mag "Prinzessin Mononoke" ja sämtlichen Vorurteilen über japanische Trickfilme, auch als Animes bekannt, recht geben: die Protagonisten haben große, niedliche Augen und an übertrieben anmutenden Gewaltdarstellungen mangelt es ebensowenig. Doch der Schein trügt: Hayao Miyazakis Epos über Liebe, Krieg und die Ausbeutung der Natur durch den Menschen ist einer dieser seltenen Filme die sowohl vollkommen klischeearm als auch anspruchsvoll und trotzdem gleichzeitig unterhaltsam sind.
Inhaltlich wechselt "Prinzessin Mononoke" von ruhigen Momenten zu spannenden Szenen über, und auch Zeichnerisch wird gekonnte Arbeit geboten. Besonders löblich die erkennbare Mühe und der Verzicht aus allzuviele Spielereien mit dem Computer - tatsächlich wurde gerade bei den computeranimierten Szenen viel Wert darauf gelegt, diese durch spezielle Software wie gezeichnet erscheinen zu lassen. Hinzu kommt ein phantastischer Soundtrack, der die Stimmung perfekt einfängt und den Zuschauer nicht weniger fesselt wie die Story und die glaubwürdigen Charaktere es tun.
Tatsächlich gibt es aber etwas zu bemängeln, wenn zwar nicht am Film selbst, dafür aber an der DVD: das "Bonus-Matereial" befasst sich nur mit der erbärmlichen englischen Synchro und besteht überwiegend aus Interwievschnippseln der (prominenten) Sprecher und Übersetzer, ein Making-Of ist es also nicht wirklich. Zudem ist die englische Synchro, wie bereits erwähnt, allein schon wegen der "literarischen" Übersetzung Schwindelerregend: so werden an einigen Stellen Mono- und Dialoge unnötig in die länge gezogen, bzw. dort, wo keine existieren, welche eingefügt, um die Story auch für Unterbelichtete zu erläuter, was besonders in der Stimmungsvollen Einleitungssequenz nervötend ist. Immerhin ist noch der französische und der Originalton inklusive gut übersetzter Untertitel dabei, womit man leicht über die verhauene U.S.-Synchro hinwegkommt. Bleiben noch die wichtigsten Vorteile der DVD, nämlich die lange Halbwertszeit und das gute Bild und der ausgezeichnete Ton. Somit kann man sich den Film noch mit seinen Enkelkindern ansehen - das Thema bleibt stehts Zeitlos.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das bildgewaltig animierte Antidot zu J. Camerons Tiefsinn Marke "Avatar", 5. März 2010
Ashitaka, der letzte Prinz eines aussterbenden Bergstammes, wird bei der Abwehr eines gewaltigen Walddämons mit einer schleichend tödlichen Verletzung beglückt. Bei der Suche nach einer Heilmöglichkeit gelangt er in einem mythenumwobenen von Tiergeistern und- göttern bewohnten Wald. Darin hat sich die berechnende Eboshi mittels zahlreicher Mannen und neuartiger Schusswaffen ein warmes Nest gebaut, und beutet nun unter der Vernichtung ganzer Landstriche ausgedehnte Metallvorkommen aus. Zwar versuchen sich ihr uralte Waldgötter in Form gewaltiger Wölfe entgegenzuwerfen, ohne jedoch etwas gegen den geballten menschlichen Erfindungsgeist ausrichten zu können. Als Ashitaka in den Strudel dieses titanischen Konfliktes gerät, lernt er die schnuckelige Prinzessin Mononoke (= Geist od. menschenhassendes Monster), ein von den Wölfen aufgezogenes Menschenkind, kennen und lieben. Eine Liebe, die von der die Menschen nicht gerade an ihre liebende Brust drückenden Mononoke nicht ganz geteilt wird, umso mehr, als sich die Menschen entschlossen haben, den finalen Schlag zu landen und den Gott des Waldes zu töten.

Danke James. Hättest Du mit Deinem avataresken Meisterwerk nicht die erstaunlich tiefsinnige Botschaft heraufbeschworen, dass wir uns alle in Grund und Boden schämen sollten, weil wir als (selbst-)zerstörerische Menschen und nicht als pazifistische Bäume auf die Welt gekommen sind, dann hätte ich "Prinzessin Mononoke" wohl noch etwas länger im Schrank schmoren lassen. So aber hatte ich das Bedürfnis, mich erneut von Hayao Miyazaki in die schier endlosen Weiten des Waldkönigreichs von Prinzessin Mononoke aus dem Jahre 1997 entführen zu lassen.

Das zentrale Thema verkörpert, wen überrascht's bei der Einleitung, der scheinbar unlösbare Konflikt zwischen Mensch und Natur. Zwar spart Miyazaki nicht mit bildgewaltiger Kritik, aber anders als Cameron bleibt er nicht bei einer einfältigen Verteufelung der Spezies Mensch stehen, sondern kreiert ein wesentlich vielschichtigeres Bild mit viel Raum für eigene Gedanken. Dabei arbeitet er mit fein ausgearbeiteten Charakteren und klugen Dialogen. Insbesondere die Herrin Eboshi ist zwar fraglos ein ebenso sympathisches wie eiskalt berechnendes Miststück, aber andererseits auch eine sich die Treue ihrer Gefolgsleute täglich hart erarbeitende Anführern, die ihnen Arbeit und Heimat gibt, bevorzugt Frauen aus Bordellen freikauft und Aussätzigen einen menschenwürdiges Leben gewährt. Als ausgesprochen scharfsinnig erweist sich hierbei, dass Miyazaki die gegnerischen Waldgötter als andere Seite der Medaille als ebenso blindwütig und hasserfüllt darstellt wie ihre menschlichen Gegenspieler. Beiden Seiten haben insofern zwar absolut nachvollziehbare Gründe für den tiefsitzenden Hass, eine einseitige (Vor-) Verurteilung bleibt aber gerade wegen der sich förmlich aufdrängenden Sinnlosigkeit desselben aus. Mit Ashitaka wandelt der Zuschauer stets an der Seite eines um Neutralität bemühten Charakters, der sich und sein Umfeld aus der Spirale des Hasses zu befreien sucht. Nur wie?

Visuell sind die Zeichnungen betont schlicht und einfach gehalten, ein raffinierter Schachzug Miyazakis, um den Zuschauer nicht nur optisch sondern auch emotional mit der Schönheit seiner bestechend schönen Naturbilder zu verzaubern und in Melange mit einem ebenso epischen wie majestätischen Soundtracks eine wunderschöne Harmonie eigener Art zu erschaffen. Die beschaulichen Landschaftaufnahmen wechseln sich im Gleichklang mit packenden Schlachtszenen ab, wobei letztere oft dermaßen blutig ausfallen, dass die Altersgrenze von zwölf Jahren meine ungeteilte Zustimmung findet.

Kritisch sehe ich allein, dass Miyazaki seinem schlachtintensiven Ende einige Dialogzeilen hätte hinzuspendieren und auf diverse vorher aufgeworfene Grundfragen intensiver hätte eingehen können - ein Fauxpas, der aber allemal schon dadurch ausgeglichen wird, dass er dem Zuschauer keine großbebuchstabte Botschaft auf die Augen drückt, sondern sich leise und dezent auf das kleine aber feine Wort "Selbsterkenntnis" zurückzieht. Davon könnten sich diverse Regisseure eine dicke Scheibe abschneiden.
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen -----___-----Nette Neuauflage mit wenig Extras-----___-----, 30. Oktober 2006
Hiermit ist Prinzessin Mononoke endlich in einer langersehnten Special Edition erschienen. Zuvor fristete der Film mehr oder weniger ein Schattendasein als simple Einzel DVD in einer Amaray Hülle die sich bisher optisch nicht so richtig in die Studio Ghibli Kollektion integrieren wollte. Die neue Auflage besitzt einen anderen Bildtransfer der aber kaum besser als der Vorige ist auch wenn die Bildqualität der alten DVD keinesfalls schlecht gewesen war, sondern eine sogar ziemlich anständige Figur gemacht hat. Viel mehr störte mich dort der simple Stereo Ton in der deutschen Sprachfassung, welcher bereits schon 2003 veraltet gewesen ist und der Umstand, dass die Verleger diesen Film so gut wie kein Bonusmaterial beigelegt haben. Und da sind wir auch schon beim Thema denn die neue Auflage besitzt an dieser Stelle auch nicht viel mehr, lediglich nur Storybords die man schon von den bisherigen Filmen aus der Reihe kennt, sowie einige (viele) Kinotrailer wurden auf die zweite DVD beigelegt. Selbst den kurzen Einblick in das Studio Ghibli von der Erstauflage vermisse ich hier. Innovativ sind dagegen die Karten, welche zugegeben ziemlich wertvolle Sammelobjekte darstellen. Nach dieser Wartezeit hätte ich mir aber dennoch eine umfangreichere Ausstattung wie bei der 2er DVD Auflage aus unserem Nachbarland Frankreich gewünscht da die dortige Box immerhin eine Figur von der Prinzessin enthält und daneben auf der beiliegenden Bonus DVD eine etwa 57 Minuten lange Dokumentation über die Produktion beigefügt wurde, sowie zwei kurze Interviews mit dem Produzenten Suzuki als auch mit Hayao Miyazaki und 3 zusätzliche Kurzfilme in denen die Zuschauer etwas über die Hintergründe erfahren und weitere bedeutende Leute zu Wort kommen. Natürlich sind dort auch Storybords enthalten allerdings nur von den ersten 10 Minuten da sie lediglich von der Anfangsequenz stammen und der eingesparte Speicherplatz den anderen Extras zu gute kam. Der Hauptfilm besitzt zudem DTS Ton und ist somit noch heute die erste Wahl und der deutschen Auflage absolut überlegen.

Mit Prinzessin Mononoke wurde damals nach sehr langer Zeit wieder ein Film aus dem Studio Ghibli in Deutschland veröffentlicht. Zuvor gelangten nur wenige dieser Animes über die Grenzen von Japan in die restliche Welt weil in der Vergangenheit Hayao Miyazaki's erster eigen produzierter Film Nausicaä durch die Zensurbehörden in aller Welt der Schere zum Opfer fiel und in den jeweiligen Ländern wie Deutschland obendrein inhaltlich völlig verfälscht wurde da die restliche Welt offenbar zu jener Zeit noch nicht bereit für ihn gewesen ist. Mit Prinzessin Mononoke verabschiedet sich der Regisseur nebenbei von Animes in denen Action eine Hauptrolle spielt weil, wie Hayao Miyazaki selber sagt, er mittlerweile älter geworden ist und sich nun Filmen mit anderen Inhalten zuwenden möchte. Obwohl alle seine Produktionen sehr erfolgreich sind, ist von keinem seiner bisherigen Filme eine Fortsetzung gedreht worden weil jeder auf seine Weise einzigartig ist. Nur Mononoke scheint etwas an Nausicaä anzuknüpfen da beide Animes vom Thema nicht weit auseinander liegen. Auch hier hat Joe Hisaishi wieder deutlich und unverkennbar seine musikalische Mitwirkung geleistet. Da sich Prinzessin Mononoke als Monumentalfilm versteht dauert er auch ein wenig länger als die anderen aus der Kollektion, zudem spricht er im Gegensatz zu Spirited Away oder dem wandelnden Schloss etwas ältere Zuschauer an.

Parallel ist dieser Anime auch noch als limitierte Kollektors Edition erschienen die eine exklusive Verpackung erhalten hat und global gesehen einzigartig ist. Darüber hinaus enthält sie noch weitere wertvolle Beigaben was besonders für die Besitzer der alten Einzel DVD interessant sein könnte falls die normale doppelt DVD noch kein anreichender Grund zum Neukauf ist. Allen anderen, die sich vielleicht mehr Bonusmaterial auf der zweiten DVD erhofft hätten können sich zumindest über den neuen 5.1 Ton trösten. Auf jeden Fall wurde Prinzessin Mononoke wunderbar animiert und die beteiligten Zeichner konnten darin zeigen zu welcher Leistung sie in der Lage sind und schufen einen weiteren Meilenstein in der Studiogeschichte. Letztendlich ist es diesem Film zu verdanken das Ghibli mittlerweile in einem Großteil der Welt ein Begriff ist. Nun hat man hier obendrein die Möglichkeit dieses Meisterwerk in einer relativ guten Qualität betrachten zu können auch wenn ein wenig mehr Extras auf der Bonus DVD, vor allem für den Preis durchaus wünschenswert gewesen wären.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Film zum nachdenken, 19. Juli 2006
Von 
Franziska Lau "Tenshi_no_Hoshi" (Bockhorn, Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Prinzessin Mononoke (Einzel-DVD) (DVD)
zum inhaltlichen geschehen brauche ich nichts mehr schreiben ... dieser film, wie fast alle miyazaki-filme, regt zum nachdenken an. es geht darum, wie der mensch die natur und umwelt als selbstverständlich hinnimmt und nicht über mögliche folgen von waldrodung oder luft-und wasserverschmutzung nachdenkt. dieser film soll zeigen, dass sich die menschen für ihre umwelt mehr interessieren sollen ... ist das nicht der fall, so vernichten wir sie stück für stück unwiederbringlich.

auch dies ist nicht unbedingt ein film für kinder, auch wenn er an feiertagen im frühabendlichen kinderprogramm läuft.

alles in allem ist dieser film typisch für miyazaki und studio ghibli. man will so versuchen, den menschen die augen zu öffnen und die umgebung nicht als gegeben betrachten ... es ist thematisch wie auch zeichnerisch eine glanzleistung ... nur zu empfehlen ...
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wo sind die Extras?, 2. Dezember 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Von diesem epischen Meisterwerk, locker in meiner Top 5 der Neunziger, gibt es sogar eine japanische 3-DVD-Box NUR mit Making-Of zu diesem in Japan bahnbrechend erfolgreichen Film. Auf dieser deutschen Doppel-DVD ist dagegen KEIN EINZIGES Making-Of Filmchen drauf, da nützt auch keine schwarz angemalte Holzkiste für zwei Euro aus dem Bastelladen, die ich trotzdem mag. Und wenn ich Storyboards sehen will greife ich zu den guten Bildbänden. Wenn das wenigstens rohe Animationen wären. Aber so ist das auch schon seit Jahren auf den japanischen DVDs.

Der deutsche Ton in 5.1 ist von besserer Qualität als auf der japanischen DVD, fast so gut wie die japanische Tonspur.
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54 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In wilden Träumen, 3. Februar 2007
"Da dehnen sich des Ostlands Wälder, uralt, geheimnisvoll in wilden Träumen, Waldgeister weben in dem Dunkel..." (abgewandelte nach der Widmung zu Sibelius symphonischer Dichtung "Tapiola")

In der Tradition seines eigenen Zeichentrickklassikers "Nausicaä" greift Miyazaki mit diesem Meisterwerk wider einmal den uralten Konflikt zwischen ungezügelter Natur und menschlicher Zivilisation auf und erschuf gemeinsam mit Studio Ghibli ein von grandiosen Landschaften getragenes Epos. Der Einfluss Kurosawas, dem großen Bildmagier des japanischen Kinos, auf den Regisseur scheint unverkennbar (etwa in den geschwungenen Linien der Japanischen Berge, die stellenweise 1:1 aus Kurosawas RAN entnommen zu sein scheinen). Episches Kino wie es der Zeichentrick- und Realfilm nur selten hervorzubringen vermag.

Mononoke führt uns in ein lange entschwundenes Waldreich, gewoben aus Mythen und Legenden. In den flirrenden Schatten des Blätterdaches leben Geister und Dämonen in Tiergestalt, riesige Wildschweine, weiße Wölfe und der große Gott des Waldes, ein hirschartiges Wesen unergründlicher Macht. In diesem sich scheinbar von Horizont zu Horizont dehnenden Waldland wirken die menschlichen Siedlungen noch wie bedrohte kleine Inseln in einem grünen Ozean. Doch ein Umbruch ist im Gange, die industrielle Revolution mit seinen Schmelzöfen und seinem Hunger nach Brennstoff beginnt sich wie ein Krebsgeschwür in die Wildnis zu fressen. Diese moderne Welt entfremdet seine Bewohner zunehmend von der Natur. Der Wald wird zu einem bedrohlichen angsteinflößenden Ort, die Bäume sind nur noch Ressource des Fortschritts. Die Macht der alten Götter schwindet, die Waage senkt sich zugunsten der landhungrigen Menschen. Doch bei dieser monochromen Weltsicht lässt es der Film nicht beruhen (dies ist schließlich kein Disney), denn die Zivilisation bringt in Form der Eisenhütten der Herrin Eboshi nicht nur blinde Zerstörung, sondern führt auch zur Abkehr von verkrusteten Gesellschaftsformen, strengen Hierarchien und Kasten. Die industrielle Revolution leitet gesellschaftliche Umbrüche ein, die wir mittlerweile in unserer westlichen Welt als selbstverständlich betrachten. Das feudale System eines mittelalterlichen Japans, Hunger und Not, werden überwunden. Errungenschaften die das harte Leben des einfachen Volkes erträglicher machen. So kann der Zuschauer der Herrin Eboshi letztendlich nicht allzu böse sein, denn sie verkörpert den Urgrund auf dem unsere moderne Gesellschaft errichtet wurde. In dieser neuen Welt haben verschlungene Wälder jedoch keinen Platz mehr. Die Menschen haben Angst vor dem Chaos der Natur und sie zerstören lieber das Fremde welches sie umgibt, als es zu begreifen. Sich ihrer schwindenden Macht nur zu bewusst, entschließen sich einige der Tierdämonen zu einer letzten Verzweiflungstat und es droht ein Krieg zwischen Menschen und Wäldern, den keiner wirklich gewinnen kann.

Zum Ende meiner positiven Rezension muss ich noch auf einen kleinen Wermutstropfen hinweisen. Das Finale scheint (ähnlich wie bei Miyazakis "Chihiro" oder "Das wandelnde Schloß") etwas aufgesetzt und in sich nicht ganz schlüssig. Die Vermutung liegt nahe, dass die Methode der frei assoziierenden Entwicklung der Handlung (charakteristisch für die Arbeit des Regisseurs) kein wirklich rundes Ende zuließ. Das bewusste Nichtbeantworten zuvor aufgeworfener philosophischer Fragen, das Pflegen eines Tiefe vortäuschenden Nimbus des Geheimnisvollen, ist ja ein typisches Stilmittel des japanischen Anime. Die grandiose Bildgewalt und atmosphärische Dichte dieses Zeichentrickepos trösten aber über diese kleine Schwäche hinweg. Auf mich persönlich übt der mystische Wald des Hirschgottes ohnehin einen ganz eigenen besonderen Reiz aus. Vielleicht liegt dies an meiner forstlichen Ausbildung, die mir die Welt der Bäume auf emotionaler Ebene besonders nahe bringt.

Aufgrund der teils für einen Zeichentrickfilm (nach westlich geprägter Vorstellung) ungewöhnlich heftigen Gewaltdarstellung, ist dies ein Film für etwas ältere Kinder und erwachsene Trickfilmfans (FSK ab 12). Da aber die wesentliche Zielgruppe für Animationsfilme in unseren heimischen Kinos immer noch Kinder bis 12 Jahren sind, blieb "Prinzessin Mononoke" in der westlichen Welt ein kommerzieller Erfolg verwehrt. Von einer durch alle Altersgruppen getragenen Trickfilmkultur, wie sie in Japan existiert, sind wir in Europa eben noch meilenweit entfernt.

Kritiker die also meinen, dass die hier gezeigte Gewaltdarstellung unnötig sei, da sie den Film für Kinder ungenießbar (und damit zum Kassengift) mache, haben nicht verstanden welches Potential in Trickkunst jenseits der Disneydoktrin noch verborgen liegt.

Zur Umsetzung der DVD:

Im Zuge der Veröffentlichung aller Ghibli-Filme hatte sich Universum entschlossen auch dieses Meisterwerk aus dem Jahr 1997 neu aufzulegen. Das Design der Papphülle ist ansprechend gestaltet und fügt sich nun nahtlos in die Sammlung der Ghibli-Kollektion. Die Neuauflage zeigt im Vergleich zur alten DVD eine leicht verbesserte Bildqualität. Die Farbverschiebung wurde korrigiert und die Schärfe unwesentlich verbessert. Außer der japanischen Tonspur bietet die DVD eine professionelle deutsche Synchronisation (Dolby Digital 5.1). Neben den beiliegenden Photokarten mit Filmmotiven finden sich leider nicht viele Extras (Storyboard zum Film und die übliche Trailershow). Der größte Schwachpunkt liegt aber immer noch in der Bildqualität, die verbesserungsfähig bleibt. Die Kritiker der alten Auflage werden also auch mit dieser Version nicht wirklich glücklich. Die Schwächen des Bildes sind aber nicht so gravierend, dass sie für mich wesentlich den Filmgenuss stören. Aufgrund des gebotenen grandiosen Epos, kann ich also nur eine uneingeschränkte Kaufempfehlung geben!
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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen UK fassung für das "jüngere publikum", 15. April 2002
Es gibt wohl kaum einen anderen anime der so atemberaubend ist wie mononoke hime. ich glaube jede art von kritik wäre hier fehl am platz.
doch die gibt es für mich an der dvd. wäre den japan import besitzt oder den film im kino gesehen hat wird vielleicht gemerkt haben dass das bild in der us fassung heller/fröhlicher ist und nicht ganz so düster wie im orginal. zum anderen ist die synchronisation vielleicht von stars wie gilian anderson und co. gespickt aber was nützt dies wenn diese die characktere beinahe verändern?
wer die möglichkeit hat sollte sich den japan import holen der bietet auf 3dvds den film englisch und japanisch sondern auch in anderen europäischen sprachen (+chinesisch), uneranderem deutsch.
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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super DVD, 13. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Prinzessin Mononoke (Einzel-DVD) (DVD)
Fast hätte ich den Film nicht gekauft, da die Qualität ja superschlecht sein soll. aber wie bei Amazon üblich stimmt das nicht im geringsten, wo ja jedes Staubkorn als superschlechte DVD bezeichnet wird. Das Bild ist sehr scharf, die Farben ragen nirgends heraus und die Musik ist nicht so laut. Man versteht alles wunderbar.
Zum Film muss man nicht viel sagen, da er einfach super ist!
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Film - Miese DVD, 10. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Prinzessin Mononoke (Einzel-DVD) (DVD)
Ich habe mir trotz der schlechten Kritik der DVD, diese gekauft und ich muss sagen so einen klasse Anime, wie diesen, habe ich noch nie gesehen. Eine Story die einfach einzigartig und wundervoll ist, man fühlt sich in die Geschichte dieser Zeit zurückversetzt. Die Geschichte von dem Kampf der Nautur gegen die Menschen. Allerdings ist die Bildqualität nicht so schlimm wie Machne behaupten aber sie ist auch nicht einsame Spizte wie man sie von einer DVD erwarten sollte. Außer dem Film befinden sich auf der DVD noch Trailer und Bonusmaterial, das einfach enttäuschend ist. Das "Bonusmaterial", ein drei Minuten langer Besuch bei den Machern, ist einfach ein Witz, zu kurz, zu unformativ. Manche Trailer sind sogar noch nicht mal überstetzt worden. Zum Beispiel Chiros Reise ins Zauberland, der komplett auf Französisch ist. Wen aber diese kleine Mängel nicht abschrenken und nur der Film interressiert (sollte es auch), der sollte sich diese DVD ubedingt kaufen.
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Prinzessin Mononoke (Einzel-DVD)
Prinzessin Mononoke (Einzel-DVD) von Yoji Matsuda (DVD - 2003)
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