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am 13. November 2003
Ich habe den Film mit meinen beiden Jungs im Kino gesehen, und - ganz ehrlich - mich entschlossen, spätestens mit Erscheinen von Chihiro auf DVD einen DVD-Player anzuschaffen.
Der Film ist meisterhaft in jeder Hinsicht, und ich bin keiner, der sonst auf japanische Animation stehen würde. Nicht zu unrecht gewann der Film den Oscar vor seinen populären Konkurrenten wie Ice Age oder Disneys Schatzplanet. Angefangen von der traumhaften Musik - alleine deswegen DVD mit Anschluss an vernünftige Boxen! - über die Originalität der Handlung bis hin zur Vielschichtigkeit der Charaktere - dieser Film ist ein großes Werk des ohnehin genialen Zeichners Miyazaki. Es gibt in diesem Film nicht DIE bösen und DIE guten Charaktere - was zunächst bedrohlich erscheint, kann sich als hilfreich entpuppen, was freundlich ist, kann Gefahr bedeuten.
Chihiro macht einen Wandel durch, sehr liebvoll und glaubhaft dargestellt. Die ersten 30 Minuten sind dabei - dies als Warnung - für kleine Kinder sehr schwer durchzuhalten, wenn sie zunächst aus ihrer Welt gerissen wird, ihre Eltern ihr nicht mehr beistehen können und überall Fremdes und Gefahren lauern. (Mir ist nicht ganz klar, wieso der Film ohne Altersbeschränkung freigegeben wurde). Chihiros Reise beginnt gehetzt und verwirrend, und erst am nächsten Tag, als sie zur Ruhe kommt und die Sonne scheint und sie Hilfe gefunden hat, brechen ihre Emotionen durch, scheint sie das Ausmaß zu begreifen, was passiert. Für den Zuschauer, der eher an die glatten Abläufe der Disney-Filme gewöhnt ist, kommt dies überraschend und ist um so ergreifender. Miyazaki lässt der Figur die Zeit, sich zu entwickeln, die Gefühle und Gefühlsausbrüche wirken nicht schablonenhaft und zweidimensional, und das gibt den Charakteren eine Authenzität, die erstaunlich ist angesichts des Handlunsrahmens! Und das geht nicht zu Lasten der Originalität und Atmosphäre dieser Zauberwelt!
Miyazaki sagte (sinngemäß) in einem Interview, er habe diese Geschichte für ein verwandtes Mädchen kurz vor der Pubertät geschrieben als Ermutigung, sich den Dingen im Leben zu stellen und der eigenen Kraft zu vertrauen. Er hat einen meisterhaften Film dafür gemacht, der sich wohltuend abhebt von allem, was das Genre in den vergangenen Jahren zu bieten hatte.
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am 18. Mai 2006
Ich habe selten einen so schönen Film gesehen.

Kurz etwas zur Geschichte: Die kleine Chihiro ist mit ihren Eltern unterwegs in ihr neues Zuhause. Auf dem Weg dorthin nimmt der Vater eine Vermeintliche Abkürzung und bleibt vor einem Tunnel stehen, den die junge Familie durchschreitet. In einem kleinen Dorf wirkt alles wie ausgestorben, es gibt aber reich gedeckte Tische. Und da Chihiros Vater genug Geld bei sich hat, hauen Papa und Mama kräftig rein. Und so beginnt das Unheil...

Der Film verrückt den Zuschauer mit einer nicht endenden wollenden Welle an Phantasie. Wieder einmal ist es dem Studio Ghibli gelungen eine unendlich schöne Geschichte in unfaßbar traumhaften Bildern zu erzählen und dabei einige der liebevollsten Charaktere zu schaffen, die die Zeichentrickgeschichte je gesehen hat. Geister, Hexen, Drachen, Rußtierchen... es wird alles geboten, aber auf eine Art und Weise, die fast schmerzhaft schön ist. Die kleine Chihiro ist dabei niemals albern, im Gegenteil! Man fühlt mit ihr und kann sich wunderbar in alles hineinversetzen.

Übrigens begeistert in der deutschen Synchronisation Nina Hagen als die Stimme der Hexe Yubaba und deren Schwester Ziniba. Ein Film, den sich niemand entgehen lassen darf! Der Film wurde nicht umsonst mit den goldenen Bären und einem Oscar ausgezeichnet.

Ganz große Kino!

Die Extras sind in dieser Version mit Trailern und einem Making-of der Synchronisation eher kurz gehalten. Die deutsche Freigabe für jedes Alters schätze ich schwierig ein. Es sind zwar keine Gewaltszenen enthalten, die skurrilen Figuren sind aber vielleicht nicht jedes Kindes Sache. Ich denke, 7 Lenze sollten es schon sein.
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am 26. Januar 2004
Ich habe den Film das erste Mal noch von der alten DVD-Fassung gesehen und bin damals schon begeistert gewesen.
Der Film ist meisterhaft in jeder Hinsicht. Nicht zu Unrecht gewann der Film den Oscar vor seinen populären Konkurrenten wie Ice Age oder Disneys Schatzplanet. Angefangen von der traumhaften Musik - alleine deswegen lohnt sich der Anschluss an vernünftige Boxen! Über die Originalität der Handlung bis hin zur Vielschichtigkeit der Charaktere - dieser Film ist ein großes Werk des ohnehin genialen Zeichners Miyazaki. Es gibt in diesem Film nicht DIE bösen und DIE guten Charaktere - was zunächst bedrohlich erscheint, kann sich als hilfreich entpuppen, was freundlich ist, kann Gefahr bedeuten.
Chihiro macht einen Wandel durch, sehr liebvoll und glaubhaft dargestellt. Die ersten 30 Minuten sind dabei - dies als Warnung - für jüngere Zuschauer sehr schwer durchzuhalten, wenn Chihiro zunächst aus ihrer Welt gerissen wird, ihre Eltern ihr nicht mehr beistehen können und überall Fremdes und Gefahren lauern. Chihiros Reise beginnt gehetzt und verwirrend. Erst am nächsten Tag, als sie zur Ruhe kommt und die Sonne scheint und sie Hilfe gefunden hat, brechen ihre Emotionen durch, scheint sie das Ausmaß zu begreifen, was passiert ist. Für den Zuschauer, der eher an die glatten Abläufe der Disney-Filme gewöhnt ist, kommt dies überraschend und ist um so ergreifender. Miyazaki lässt der Figur die Zeit, sich zu entwickeln, die Gefühle und Gefühlsausbrüche wirken nicht schablonenhaft und zweidimensional, und das gibt den Charakteren eine Authenzität, die erstaunlich ist angesichts des Handlunsrahmens! Und das geht nicht zu Lasten der Originalität und Atmosphäre dieser Zauberwelt!
Miyazaki sagte (sinngemäß) in einem Interview, er habe diese Geschichte für ein verwandtes Mädchen kurz vor der Pubertät geschrieben - als Ermutigung, sich den Dingen im Leben zu stellen und der eigenen Kraft zu vertrauen. Er hat einen meisterhaften Film dafür gemacht, der sich wohltuend abhebt von allem, was das Genre in den vergangenen Jahren zu bieten hatte.
Noch schöner ist jetzt, dass neben dem deutschen Ton, eine hervorragende englische Fassung vorhanden ist. (Hollywood war ja begeistert - als Dank gab es den angesprochenen Oscar.) Außerdem die großartige Zusatz-DVD mit den Extras. Das fabelhafte Making of und die äußerst interessante Pressekonferenz mit Miyazaki, sowie Interviews mit Nina Hagen und der japanischen Originalfassung (inkl. deutschen Untertiteln). Letztere ist unbedingt zu empfehlen. Selbst, wenn man kein japanisch kann, ist der Klang der Stimmen unglaublich effektvoll für die Stimmung des Filmes. Dank der Untertitel kann man auf dem laufenden bleiben.
Insgesamt 5 Sterne für dieses Wunderwerk!
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am 4. November 2003
Chihiros Reise ins Zauberland ist wie schon Hayo Miyazakis letzter Film Prinzessin Mononoke ein magisches Märchen voller eigenwilliger Phantasie, dem stets eine unaufdringliche Mahnung an die wie No-Face (in der dt. Fassung Ohngesicht) unersättliche Konsumgier der Zivilisation innewohnt und nicht wie die Disney-Konkurrenz nur durch Niedlichkeit auch ein erwachseneres Publikum anspricht. So werden alle Altergruppen durch die frische Phantasiewelt angesprochen, die anders als westliche Werke nicht nur immer weiter von den Grundmustern der grimmschen Märchen zehrt, sondern überwiegend durch frische Originalität besticht. Ungewohnt ist neben der für einen Zeichentrickfilm überdurchschnittlichen Länge von 120 Minuten auch die weniger lineare Erzählstruktur. In Chihiros eigentlicher Suche nach Heilung für ihre verwandelten Eltern sind viele kleine Episoden und verflochtenen Nebenhandlungen eingewoben, die die Welt deutlich lebendiger wirken lassen ohne allzu unübersichtlich zu werden.
Das besondere an Chihiro ist in jedem Moment des Films der ungeheure Reichtum an phantasievollen Details: seien es die einzigartigen Charaktere oder die liebevoll gestalteten Schauplätze wie das beeindruckende Badehaus.
Die zeichnerische Qualität der fast durchgehend ohne Computerunterstützung entstandenen Bilder ist überragend und sollte der westlichen Konkurrenz die Schamesröte ins Gesicht treiben. Vor allem gelingt es hervorragend den Figuren glaubhaft Leben und Persönlichkeit einzuhauchen, ohne das sie je überanimiert wirken.
Völlig zurecht ist Chihiro dadurch Japans erfolgreichster Film aller Zeiten und wurde 2003 mit dem Oscar für den besten animierten Film ausgezeichnet. Die beim einmaligen Sehen kaum aufnehmbare Liebe zum Detail und klassischer Märchenhaftigkeit der Geschichte wird jeden verzaubern, der die jüngeren Disney-Filme als zu gehetzt und verzweifelt der Popkultur nacheifernd empfand.
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am 10. Juli 2006
Spirited Away war der erste Studio Ghibli Film den ich damals gesehen habe. Als er dann endlich im Jahr 2003 mit großer Verspätung hierzulande ins Kino gekommen ist, während er in anderen Ländern sogar außerhalb von Japan bereits auf DVD erschienen war, hat dieser Umstand dennoch nichts an seinem Erfolg geändert. Genaugenommen ist er bereits schon im Jahr zuvor auf der Berlinale vorgestellt worden wo er völlig zu recht einen Preis erhalten hatte. Chihiros Reise in Zauberland, wie der Film auf deutsch heißt und der Titel aber nicht den Kern dieser Geschichte trifft, hat eine für unsere moderne Zeit langsame Erzählweise die aber sehr gefühlvoll ist und nicht auf Action setzt und somit für Kinder sowie auch für ältere Zuschauer angenehm anzuschauen ist. Gerade dies macht ihn zu etwas besonderem was man bei den Disney, insbesondere Pixar Produktionen, häufig vermisst. Die Figuren sind sehr detailreich und auf eine liebevolle Weise gezeichnet, ebenso die Umgebung die ich damals beim ersten anschauen sofort gemocht habe was bei Studio Ghibli Produktionen seitdem immer der Fall war. Beim zusehen fühlt man sich schon in den Anime hineinversetzt auch wenn in den 124 Minuten nicht genug Zeit enthalten ist um alle Details dieser komplexen Welt zu beleuchten, nebenbei spielt der Film auch viel in der Dunkelheit was eine angenehme Stimmung erzeugt und wunderbar in die Situation passt. Hier erhält der Zuschauer einen Einblick in die Japanische Welt der Mythologie auch wenn man die als Europäer nicht auf anhieb versteht. Das gleiche Problem hatten viele Asiaten als Kind bei Disneys Alice im Wunderland aber auch.

Auch wenn der Spirited Away schon vor einiger Zeit auf DVD erschienen war, ist die Umsetzung besser als bei den letzten Erscheinungen von diesem Studio, die auf dem deutschen Markt veröffentlicht worden sind. In Japan hat Sento Chihiro no Kamikakushie, wie er dort heißt, für etwas Tumult gesorgt. Anlass war die unzufriedenstellende DVD Umsetzung. Die japanische Auflage hatte einen permanenten Rotstich der weiße Farben ins rosa färbte und damit das Bild verfälschte und gleichzeitig das Filmvergnügen trübte. Die Japaner haben daher hin und wieder auf einen Import zurückgegriffen. Die amerikanische Auflage hat soweit das beste Bild im Internationalen Vergleich und diente als Vorlage für die deutsche Version. Somit könnte man mit unserer Auflage durchaus zufrieden sein und bekommt noch ein menge Extras von der Bonus DVD mitgeliefert was bei dem nachfolgenden Film vom letzten Jahr weniger der Fall gewesen ist. Dennoch hat die Vorlage aus den vereinigten Staaten eine geringere Auflösung und ist demnach nicht so gut als wenn die deutschen Verleger eine eigene PAL Version erstellt hätten.

Neben dem interessanten Making of in dem man erfährt das für die Chihiro eine reale Person als Inspiration gedient hat, ist noch ein Interview mit Hayao Miyazaki auf einer Pressekonferenz enthalten sowie ein kurzer Einblick in die Arbeit im Filmstudio. Darüber hinaus wurde noch ein Ausschnitt der deutschen Synchronisationsarbeiten und ein weiteres Interview, nämlich mit Nina Hagen beigelegt was ich sehr sehenswert finde.

Dennoch lohnt sich auch hier ein Blick ins europäische Ausland. Beispielsweise hat die 2er DVD Auflage aus Portugal, die nebenbei noch einige Monate früher wie in Deutschland erschienen ist, neben dem Making of und der Pressekonferenz mit Hayao Miyazaki noch die Reportage „Tour durch Studio Ghibli“ und die Dokumentation „Tour durch das Museum Ghibli“ als Extra. Außerdem enthält die auch eine portugiesische Aufzeichnung über die Synchronisierung von dem Films hier.

Nennenswert ist ebenfalls die doppelt DVD aus Frankreich die neben den kompletten Storybords und dem Making of noch eine separate Dokumentation über die Musik im Film mit dem Komponist Joe Hisasihe enthält, die eine Länge von 34 Minuten hat. Anschließend folgt noch „La philosophie du studio Ghibli“ mit etwa 10 Minuten Dauer, ein Interview de Joe Hisaishi und John Lasseter mit 3 Minuten Spielzeit, dann ein weiteres ähnliches Extra „Hayao Miyazaki parle de John Lasseter“ mit etwa 26 Minuten und zu guter Letzt noch die Tour durch das Museum Ghibli von der portugiesischen Auflage die weit über 30 Minuten lang ist. Zudem hat der Hauptfilm auch noch DTS Ton sowie einige Spielkarten und ist somit ist die bisher beste DVD die es weltweit von dem Film gibt.

Als kleine Kritik möchte ich hier anmerken das die DVD Hülle von Chihiros Reise ins Zauberland nicht die gleiche Form hat ist wie von den neueren Studio Ghibli Filmen und sich daher weniger gut in die Sammlung integriert. Sammelkarten sind natürlich ebenfalls nicht enthalten. Wen das nicht stört, der bekommt einen der besten Filme aus der Hand vom Hayao Miyazaki und kann zwischen 3 Sprachen auf dieser DVD wählen. Die Bildqualität ist wie schon bereits angedeutet relativ gut und die Bitrate beträgt abzüglich die Tonspuren 5.9 Mbit in der Sekunde was ein hoher Wert ist. Bleibt zu hoffen das die weiteren DVDs die noch von dieser Reihe erscheinen sollen die gleichen hochwertigen Extras wie hier enthalten werden und nicht unter üblen Nachzieheffekten leiden wie kürzlich noch Only Yesterday.
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am 5. Oktober 2003
Also ich muss schon sagen dieser Film ist für mich ein absolutes Meisterwerk! Er ist für jung und alt gleichermaßen geeignet! Die Story verzaubert sowohl eingefleischte Anime Fans (Die nicht nur auf die Gewaltverherlichenden Filme stehen) als auch völlige Neulinge in diesem Bereich! Der Film ist eine moderne Erzählung eines Alice im Wunderland aber für meinen Geschmack von einer viel besseren Qualität der Film hat sehr viele verrückte Elemente aber es kommt trotzdem eine Gewisse Gleichmäßigkeit auf! Ich muss echt sagen das es für mich auf jedenfall der Film des Jahres war und vielleicht auch des nächsten kann diesem Film nur wirklich jedem Anime Film liebhaber oder jemandem der Kinder hat empfehlen! Wenn es sechs Sterne geben würde würde er mehr bekommen
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am 22. November 2005
Mich hat der Film begeistert wie kein anderer zuvor.
Er übt eine unglaubliche Magie auf einen aus, der man sich nicht entziehen kann. Ein fantastisches Epos unserer Zeit, dessen Kreativität und Poesie alles bisherige übersteigt. Hayao Miyazaki (Idee, Zeichner, Regie) hat wieder einmal eine in sich vollkommen stimmige Welt geschaffen, einfach ein "Feuerwerk der Fantasie" (wie bereits von der Frankfurter Allgemeinen berichtet).
Grafisch eine exzellente Leistung der Animation (wie von Ghibli bekannt, NEIN- noch besser :)) und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Man findet jedesmal neue Überraschungen in den komplexen Bildern.
Soundtechnisch eine Meisterleistung, von ruhigen, bedenklichen Melodien über magische Klänge bis hin zu aufreibenden Stücken. Jedes einzelne hat allerdings seinen eigenen wundervollen Reiz. Joe Hasaishi (Freund von Miyazaki und Komponist der Filmmusik) hat ganze Arbeit geleistet und trägt mit seinen Melodien einwandfrei zur eindrucksvollen Atmosphäre bei.
Egal wie oft man ihn sieht, langweilig wird der Film nie!
Es ist einfach Schade, das die westliche Welt diese japanische Kultur nicht so annimmt wie sie es verdient hätte. Besonders um Miyazakis Werke ist dies Schade, denn wenn die Leute diese Filme an sich heran lassen würden, würden sie verstehen das ein Animationsfilm MEHR sein kann.
Der Film ist wie schon oft gesagt wirklich nichts für kleinere Kinder. Auch wenn er äußerlich wie ein Kinderfilm erscheint (wozu leider auch der Deutsche Titel beiträgt), enthält er genug schockierende Szenen. Außerdem ist er storytechnisch selbst für die meisten Älteren an einigen Stellen schwer zu verstehen, die westlich geprägt sind.
Anime (japanischer Zeichentrickfilm) war noch nie mit Kinderfilm gleichzusetzen, doch das übersehen viele.
Alles in allem ist der Film ein unglaubliches Meisterwerk geworden und der wundervollste und BESTE FILM ALLER ZEITEN!!! Und das ist sicher nicht nur meine Meinung :)
Wer die Realität mal hinter sich lassen will und noch fähig ist zu träumen, sollte Chihiro einmal an sich heran lassen.
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am 23. November 2003
Ich hatte mich schon länger damit abgefunden, dass der „klassische" Zeichentrickfilm seit den letzten großen Disney-Werken (u.a. Fantasia) auf lange Zeit keine Renaissance mehr erleben würde, bis ich von „Chihiros Reise" hörte und mich spontan entschloss, diesem Film eine Chance zu geben.
Und das zu Recht. Dem japanische Filmemacher Hayao Miyazaki ist es tatsächlich gelungen, nach langer Zeit wieder einen packenden und vor allem originellen Zeichentrick an den Start zu bringen.
Was den Film besonders auszeichnet, sind seine Charaktere. Angefangen von der kleinen Chihiro über die zahlreichen Götter bis hin zur Hexe Yubaba, alle Figuren sind glaubwürdig dargestellt, schlüssig gezeichnet und geben der Zauberwelt des Films eine sehr lebendige Ausstrahlung.
Dazu kommen die sehr schönen, teils mit PC erstellten, Schauplätze des Films und die wirklich clevere Kameraführung. Weiterhin muss man den wieder einmal perfekten Soundtrack von Joe Hisaishi (u.a. „Kikujiro's Sommer") und die überzeugenden Synchronsprecher (u.a. Nina Hagen) erwähnen.
In ihrer Gesamtheit sorgen diese Faktoren für einen Filmspaß ersten Grades, für mich ist „Chihiros Reise" gar die neue Referenz in diesem Genre (sogar noch etwas besser als „Prinzessin Monomoke").
Zur DVD: Gute Bild- und Tonqualität, schöne Menüs, Extras etwas spärlich (nur franz. Trailer und Making-Of der Synchronisation)
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am 24. September 2007
...besser lässt sich der Film wohl nicht beschreiben. Eine wirklich fantastische Story und brilliant gezeichnete Bilder erwarten den verblüfften Zuschauer.

Anfangs ist die Geschichte relativ schwer zu verstehen (durch die asiatische Herkunft besitzt sie eben ihre Eigenheiten). Die Irritationen wollen sich auch leider über die gesamte Laufzeit des Filmes nicht so wirklich einstellen. Das macht aber nichts, denn die vielen Fabelwesen und märchenhaften Umgebungen suchen ihresgleichen. Auch die Musik kann sich hören lassen, der Soundtrack passt einfach perfekt. Mehrmaliges Anschauen ist vorprogrammiert und mit jedem neuen Anlauf entdeckt man weitere Kleinigkeiten und Finessen.

Kein Wunder also, dass dieser Film zu seiner Zeit Preise ohne Ende abgreifen konnte (u.a. einen Oscar für den besten Animationsfilm 2003). Er ist sogar der am meisten ausgezeichnete Zeichentrickfilm aller Zeiten.

Meiner Meinung nach ist Chihiros Reise ins Zauberland eher für jung gebliebene Erwachsene geeignet denn als für Kinder. Ich denke für die kleineren Zuschauer ist gerade die Story nicht wirklich nachvollziehbar und unverständlich. Allerdings machen das die schönen Bilder und die Musik wieder wet.

Abschließend sei noch gesagt, dass es eben nicht immer alles 3D sein muss. Auch traditionelle Zeichentrickfilme wie dieser haben eine mehr als verdiente Daseinsberechtigung. Das beweist das Studio Ghibli mit jedem seiner Filme. Hoffentlich bleibt das auch in Zukunft so!
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am 28. September 2003
Selten hatte ein Film mehr den Oscar verdient, selten habe ich so voller Schadenfreude auf die Verlierer aus dem Hause Disney herabgesehen. Aber leider, leider wurde auch selten die Macht der großen Medienkonzerne und ihrer Marketingabteilungen deutlicher, indem sie es schafften das ein Film solcher Qualität derart vom Publikum (außerhalb Japans) unbeachtet blieb. (Die millionenschwere Werbetrommel ist halt das A und O um selbst mittelmäßigsten Hollywoodmassenproduktionen mehr Zuschauer zu verschaffen als diesem japanischen Kinomeisterwerk.)
Hatte Miyazakis „Prinzessin Mononoke" aufgrund stellenweise westlichen Sehgewohnheiten entgegenstehenden (für einen westlichen Zeichentrickfilm ungewöhnlichen) Gewaltdarstellung keine Chancen bei uns breitere Aufmerksamkeit zu ernten, gelang diesem weitaus unblutigeren (aber dennoch gleichermaßen beunruhigende Bilder heraufbeschwörenden) Werk der japanischen Animationsschmiede Ghibli zumindest die Anerkennung der weltweiten Filmkritik (Goldener Bär 2002 und den Oscar für den besten Animationsfilm 2003).
Der Film bietet ein schier unerschöpfliches Kaleidoskop an japanischern Göttern, Geistern und Dämonen, die dem Zuschauer aber nicht geläufig sein müssen um dem Bildersturm der Handlung folgen zu können. Fantasie die so ganz anders ist als die ausgetretenen Pfade der kommerziellen Diarrhö des Hauses Disney (Weichgespülte kantenlose Zeichentrickmusical, jeder unangenehmen Würze beraubt, dem kommerziellen Diktat unterworfen).
Die Handlung:
Chihiro zieht mit ihren Eltern in eine neue Stadt. Unglücklich musste sie ihre alte Schule und Freunde verlassen. Auf dem Weg zu ihrem neuen Zuhause verfährt sich der Vater im Wald und dabei stoßen sie auf einen seltsamen verlassenen Ort der an eine Art Vergnügungspark erinnert.
Ohne zu überlegen stürzen sich Vater und Mutter auf dort scheinbar herrenlos herumstehende Speisen und verschlingen diese in hastiger Gier. Chihiro weigert sich angewidert von dem Essen zu kosten und erkundet lieber allein die seltsamen Gassen des Parks. Als es dunkel wird und sie erkennt das geisterhafte Wesen aus den Schatten hervordrängen läuft sie zu den Eltern zurück, entsetzt findet sie diese jedoch in Schweine verwandelt. Mit keinem Geld ihrer materiellen Welt können sie den Preis bezahlen den es kostet von den Speisen der Götter zu stehlen! Panisch versucht sie zu fliehen, doch zu spät, die Nacht bricht herein und sie ist an diesem seltsamen angsteinflößenden Ort gefangen. Mit Haku, einem Jungen kaum älter als sie, trifft Chihiro auf einen Führer der ihr hilft sich in dieser ganz eigenen Gesetzen unterworfenen Schattenwelt zurecht zu finden. Yubaba, eine seltsame Hexe, ist die Herrin dieses bizarren Gasthauses der Götter. Nur wer Arbeit hat, hat an diesem Ort auch das Recht zu Leben (Eine Kritik an den reichen Industriegesellschaften?!). So fügt sich Chihiro in ihr Schicksal und tauscht ihren Namen gegen eine Stelle in den Diensten der Hexe ein. Dort hofft sie einen Weg zu finden ihre Eltern, die mittlerweile zu den übrigen Schweinen in die Ställe des Gasthauses getrieben wurden zu retten. Doch erst muss sie zahlreiche Hindernisse in dieser seltsam bunten irrealen Welt überwinden bevor sie ihrem Ziel näher kommen kann.
Hier gibt es kein eindeutiges Schwarz und Weiß, kein Gut oder Böse. Die als gerissene Unternehmerin auftretende Hexe ist gleichzeitig eine rührende Mutter die ihr „Riesenbaby" maßlos verwöhnt. Das Ohmgesicht, ein stummer Dämon, ist freundlich und hilfsbereit gegenüber Chihiro und dennoch ein sich von der Gier anderer ernährendes Monster zugleich. Selbst Haku ihr neuer Freund verbirgt noch eine andere dunklere Seite...
Chihiro schafft es spielend die meisten der leider allzu oft vor abgedroschener Klischeehaftigkeit triefenden Animes aus Nippon (Welch ein Potential werfen die japanischen Trickstudios da vor die „Säue") qualitativ weit in den Schatten zu stellen.
Keine Beine bis zum Kinn, keine pädophilen Männerträumen entsprungene Frauengestalten, kein im luftleeren Raum schwebendes, philosophisch aufgeblähtes Gequatsche. Normale menschliche Proportionen (wenn man mal von dem unüberschaubaren Gewusel abnormer Wesenheiten absieht die diese magische Welt bevölkern) und lebendige Dialoge.
Somit ist Chihiros Reise einer der Filme der endlich mit dem uralten Vorurteil des westlichen Kinos aufräumen kann das Zeichentrick nur Kinderkram ist („solch ein Unsinn kann doch keinen Erwachsenen ernsthaft interessieren"). Denn von dem hier hervorblitzenden Niveau an erwachsener Phantasie könnten sich selbst die allermeisten Realfilme des Gegenwartskino mehr als eine Scheibe abschneiden. Eine dichte an kreativer Ornamentik die einem den Atem zu rauben vermag!
Fazit:
Ein Film für jung und alt (wenn auch nicht für die ganz Kleinen). Geeignet für Kinder ab ca. 8 Jahren, da er in seiner vor verschachtelten Metaphern überquellenden Bildsprache höhere Ansprüche an den Zuschauer stellt, als alle Disneytrickmärchen der letzten 70 Jahre zusammen. Und gerade deshalb ist es auch bestimmt kein harmloses Filmchen vor dem die Eltern ihre Sprösslinge einfach bequem parken können, um sich dann anderen „erwachsenen" Dingen zu widmen.
Doch Vorsicht! Kunde der du kaufst diesen Film, unterschätze das Problem der blauen Flecke nicht! Denn unausweichlich wird sich irgendwann ein kleiner Ellenbogen in die Seite bohren und ein nicht abreißen wollender Strom an Fragen sprudelt ins Ohr: „Mama warum machen der und der gerade das, Papa warum passiert dies, Mama warum sagt sie das? Mama/Papa Warum?"
Ein derart wehmütig stimmendes schönes Kinomärchen habe ich, ob im Realfilm oder Zeichentrick, schon sehr lange Zeit nicht mehr gesehen.
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