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am 15. Februar 2007
Aktion Mutante ist eine Gruppe von Behinderten die gegen alles Schöne und Gesunde rebelliert und Anschläge verübt. Um wieder an Geld zu bekommen, entführen sie auf einer Hochzeitsfeier die Braut Rebecca um von ihrem Vater 100 Millionen Ecu zu fordern. Auf dem Weg zum Übergabeort entledigt sich Anführer Ramos nach und nach seiner Gefolgschaft um das Geld allein zu kassieren. Doch im Eifer des Gefechts stürzt das Raumschiff im Landeanflug ab. Ramos und Rebecca überleben ebenso die Siamesischen Zwillinge Alex mit totem Bruder Juan. Während Ramos und Rebecca von geistig zurückgebliebenen Männern gefangen werden, wird Alex von einem fast Blinden gerettet.
Zwar gelingt Ramos und Rebecca die Flucht und sind auf dem Weg zum Übergabeort des Geldes aber auch Alex mit totem Bruder im Schlepptau, denn der gibt nicht auf........

Schon zu Beginn des Films ist klar, dass es kein normaler Horrorfilm ist wie auf dem Cover angegeben. Denn der Versuch einen Bodybuilder zu entführen misslingt, denn das Opfer erstickt an einem Mundknebel und einer der Entführer meint: der hat nur zu schwache Lungen !, ist jedem der schwarze Humor schon klar. Aber der Horror bleibt auf der Strecke und nach einer Stunde auch der Humor. Nach dem Absturz muß Alex seinen toten Bruder mitschleifen und das zieht auch nicht lange. Auch nach der Flucht von Ramos und Rebecca geschieht nicht mehr viel. Es wird alles vorhersehbar und klischeehaft.
Die Idee von Behinderten die sich dem Schönheits- und Jugendwahn entgegenstellen ist wirklich originell und besitzt viel mehr potential als angedeutet wird. Mitproduziert wurde der Film von Pedro Almodovar. Warum nicht mehr daraus geworden ist, wissen nur die Götter. (6/10)
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1993 zeichnete der spanische Filmemacher Álex de la Iglesia ("The Oxford Murders") in seiner zweiten Produktion "Acción Mutante" eine aberwitzige Dystopie, in der ein perfekter Körper und maßlos hochstilisierte Schönheit das erstrebenswerte gesellschaftliche Ideal darstellen - und nicht zu vergessen: der Reichtum, mit dem der ganze Körperkult finanziert wird. Dieser Gesellschaftsentwurf könnte heute, siebzehn Jahre später, durchaus nachdenklich stimmen: Hungerhaken auf Catwalks werden zum körperlichen Ideal gekrönt, Botox heißt die Droge des neuen Jahrhunderts, und auch Männer legen sich vermehrt unters Messer. Man sollte den gesellschaftskritischen Tenor in De la Iglesias schamlosen Streifen aber nicht überbewerten: "Aktion Mutante" will in erster Linie nicht zur Reflexion über geltende Schönheitsvorstellungen anregen, dafür sind die Gegensätze von Perfektion und Behinderung einfach zu krass überzeichnet; genauso gut könnte man "Hangover" als Hollywoods Appell gegen Komasaufen interpretieren. Stattdessen erhebt "Aktion Mutante" ganz klar und eindeutig den Anspruch, unterhalten zu wollen - auf Kosten der political correctness.

Denn diese wird nicht einfach nur links liegen gelassen, sondern ein ums andere Mal kielgeholt und gevierteilt. Mit viel pechschwarzem Humor, bitterbösen Gags und schamlos derber Situationskomik entfacht "Aktion Mutante" ein brachiales Trommelfeuer auf das Zwerchfell und spielt mit dem guten Geschmack gerne mal Hau-den-Lukas. Die spanische Anarcho-Splatter-Comedy ist sich um keine Schweinerei und um keinen Tabubruch zu schade, um der politischen Korrektheit eins mit dem Beil überzuziehen. Es genügt allein schon ein Blick auf das kunterbunt zusammengewürfelte titelgebende Krüppelkommando, um sich zu vergewissern, dass so ziemlich jede Form körperlicher oder geistiger Behinderung zum geschmacklosen Handkuss kommt: die siamesischen Zwillinge Alex und Juan, die einander ständig in die Haare kriegen; der beinamputierte Cesar Ravenstein in seinem Schwebesessel, berüchtigt durch sein hochexplosives 5-Kilo-Sprengstoff-Brustimplantat; der taubstumme Hüne Gonzalez, der nachweislich den niedrigsten IQ der Welt besitzt; der 50-fach vorbestrafte Mechaniker José, der ohne Krücken und Schienen nur ein halber Mensch ist; und schließlich der bucklige, zwergwüchsige, homosexuelle Mörder Montero, Jude, Kommunist und Freimaurer. Da wirken der entstellte Anführer Ramón mit seiner schwarzen Ledermaske (die im Übrigen wunderbar mit Smoking und Fliege korrespondiert), die blonde Millionärstochter Patricia mit ihrem Stockholm-Syndrom und deren Vater, der aussieht, als hätte man Francisco Franco in eine SS-Uniform gesteckt, ja beinahe banal ...

"Aktion Mutante" nimmt sich selbst nie ernst, der Film überzeichnet, wo er nur kann: Die Gesellschaft, die dem Zuschauer vorgestellt wird, besteht nur aus Bodybuildern, Beauty-Queens und reichen Botox-Priestern auf der einen Seite, aus entstellten Krüppeln, geistig zurückgebliebenen Hünen und sadistischen Triebtätern auf der anderen. Auch die Willkür eines skrupellosen Polizeiapparates, den jede halbwegs ordentliche Dystopie Marke "1984" vorweisen kann, wird augenzwinkernd parodiert, wenn mit heillos übertriebener Polizeigewalt gegen jedes noch so harmlose Vergehen vorgegangen wird. Aufgelockert wird das Ganze mit einer Handvoll Splatterszenen und einem Eimer voll Reminiszenzen an Sci-Fi-Kultfilme, von "RoboCop" über "Terminator" bis hin zu "Mad Max" ist fast alles vertreten, was Rang und Namen hat.

Álex de la Iglesias morbide Freak-Komödie gilt in Fanzirkeln als Kultfilm, mit seinem zutiefst schwarzen Humor, seinen zynisch-derben Späßen und nicht zuletzt seinen übelst schrägen Figuren kann der Streifen schamlos unterhalten - sofern man auf Kosten von Minderheiten lachen kann. Über diese Frage lässt sich bekanntlich streiten, ebenso wie über jene, ob man über Gewalt lachen darf - Stichwort "Funsplatter" -, doch über die Schwächen des Films nicht: So unterhaltsam und kurzweilig "Aktion Mutante" auch sein mag, so hat er doch hier und da seine Längen; keine gravierenden Funkiller, aber stellenweise wirkt der Film in seiner Dynamik etwas grobschlächtig. Ferner lässt der Film trotz seiner schrägen und teils originellen Einfälle viel Potential brachliegen; hier wäre so viel mehr herauszuholen gewesen, dass man von einem Meisterstück der political incorrectness, von einer grenzgenialen Perle vollkommener Respektlosigkeit hätte sprechen können ...

Der Film liegt mit der DVD aus dem Hause Alamode Film nun in einer digital restaurierten Fassung vor. Das Bild weist alters- und technikbedingte Mängel auf - dumpfe Schwarzflächen, stellenweise schwache Schärfewerte -, diese halten sich aber in einem mehr als akzeptablen Rahmen. Der deutsche Ton lässt ein hervorragendes räumliches Klangbild vermissen, kann aber mit einer sehr guten Dialogverständlichkeit punkten. Sieht man von einer mageren Trailershow einmal ab, bietet die vorliegende DVD leider keine Extras, auch wurde auf ein Wendecover verzichtet. Wer einen Heißhunger auf Bonusinhalte zu stillen hat, der greift zur Special Edition von 2008, ebenfalls bei Alamode Film erschienen.

Fazit: Derbe und abgedrehte SF-Splatter-Anarcho-Komödie, respektlos, bitterböse und ohne Niveau, aber mit ganz viel tiefschwarzem Humor, der jeder Form von political correctness mit eisenbeschlagenen Stiefeln in den Allerwertesten tritt. Wen dieser kurzweilige Bottich hochkonzentrierter Geschmacklosigkeit anwidert, der bleibt lieber bei "Forrest Gump" ...
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am 24. Oktober 2011
Wer Action Mutante noch nicht kennt, hier mal kurz zur Story:
2012:
Die Aktion Mutante ist eine Terrorgruppe, welche gänzlich nur aus Beh....
körperlich, beinträchtigten Menschen besteht. Ihr Ziel ist es, die
Schönen, Reichen, Bodybuilder, Fitneßstudios und Spermabanken zu
deszimieren und platt zu walzen.
Der Kopf der Organisation Ramon (erinnert etwas an Kano aus Mortal Kombat) ist gerade nach 5 Jahren wieder aus
dem Knast gekommen, und plant schon wieder einen neuen Attentat! Ohne
ihren grimmigen Anführer bekommt die Bande jedoch nichts auf die Reihe!
Deshalb wird der neue Plan baldigst in die Tat umgesetzt: Die hübsche Tochter
eines reichen Brotfabrikanten wird auf ihrer Hochzeit von Aktion Mutante
gekidnappt und unfreiwillig auf einen anderen Planeten per Raumschiff
transportiert. Hier soll die Lösegeldübergabe in einer abgefuckten Bar
statt finden. Und natürlich geht so einiges dabei schief! Zu dumm daß
der geldgierige, über Leichen gehende Anführer Ramon nicht bedacht hat,
dass seine gefangene Braut, die einzigste Frau auf diesem Planeten
ist!!!

Man wird den Film entweder lieben oder hassen. Die Idee
ist schon mal ziemlich abgefahren, daß die "Freaks" sich an der (normalen)
Gesellschaft durch hinterhältige Terroranschläge rächen möchte.
Ein Mix aus skurrilem Sci Fi, Aktion und schwarzer Komödie. Und es ist
schwer Aktion Mutante in eine Schublade zu stecken. Ebenfalls schwierig
für den Zuschauer, einen Sympathieträger in diesem Streifen zu finden.
Da hier mehrere verrückte Parteien agieren, und jeder von ihnen seine
eigenen Interessen verfolgt.
Ich hab mich dann doch für den undurchsichtigen Ramon entscheiden können.

Wer also noch einen bizarren, ungewöhnlichen (Trash)Film aus Spanien in seiner
Sammlung haben will, in welchem die ganzen hochwertigen und bekannten
Stars nichts verloren haben, und einfach mal was anderes sucht, der ist
hier mit Action Mutante gut bedient. Beim ersten Mal wußte ich auch noch
nicht so recht, was ich davon genau halten sollte. Deshalb darf man
dieses gute Stück auch des öfteren mal anschauen!
Ach ja, die gelungene Anfangs und Schlußmusik geht übrigens wirklich in die Beine! YES!

Regie: Alex de La Iglesia/ 1993, Spanien

Die DVD dürfte ungeschnitten sein und das Bild [Widescreen]geht in Ordnung. 91 Minuten und ab 18.

4 Sterne
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am 25. Februar 2008
Natürlich ist der Film Aktion Mutante kein Meilenstein der Filmgeschichte, aber wer einigermaßen einen Faible für Skurilitäten hat, kommt um dieses Meisterwerk der "schlechten Filme" nicht herum.
Meine Empfehlung: am besten mit ein paar Freunden und einigen Bierchen an einem regnerischen Nachmittag schauen- ich hab mich damals fast weggeschmissen vor Lachen.
Allein und auf der Suche nach niveuvollem Humor kann ich nur raten: Finger weg!!!
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am 2. Oktober 2014
Habe den Film nach einer Empfehlung eines Arbeitskollegen geholt und muß sagen ich war positiv überrascht. Die anarchistische Idee ist gut, eine Horde Freaks gegen die reichen und schönen rebellieren zu lassen. Was mich gestört hat, war das sie untereinander ziemlich schnell sich selbst plattmachen und so nach der Hälfte des Films die Story eine andere Wendung nimmt
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