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Kundenrezensionen

89
3,9 von 5 Sternen
Charade
Format: DVDÄndern
Preis:4,90 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Juli 2014
Zur Veröffentlichung und dem Film ist bereits viel geschrieben worden, das möchte ich hiermit nur kurz aufgreifen und ergänzen.

Ja, die Blu-ray ist sehr gut, insbesondere das Bild ist echt sehenswert und rechtfertigt den Wechsel von DVD auf Blu-ray, niemals war "Charade" so schön anzuschauen. Es ist auch lobenswert, dass man - im Gegensatz zu anderen Firmen - nicht mit irgendwelchen unsinnigen, nicht überspringbaren Trailern gepeinigt wird, sondern nach Einlegen der Film direkt startet - das mag dem einen oder anderen zu minimalistisch erscheinen, ich finde es aber perfekt, da ich den Film einlege, um diesen anzuschauen, und nicht erst mehrere Minuten warten möchte, bis ich mit dem Heimkinogenuss anfangen kann.

Enttäuschend finde ich aber, dass die Blu-ray lediglich eine deutsche Untertitelspur enthält, es gibt keine Untertitelung des englischen Originaltons.
Bei der DVD aus dem Jahr 2003 war diese noch dabei - klaro, damals war Universal für die Produktion verantwortlich, jetzt ist es Concorde. Warum auch immer die Untertitelspur fehlt, es ist extrem bedauerlich, denn der (wie so oft bei alten Filmen) sehr dumpfe Originalton ist rein akustisch nicht immer leicht zu verstehen; das mag ein subjektives Problem sein, dennoch empfinde ich Untertitel als selbstverständlich, da diese das Verständnis des Gehörten unterstützen.

Echt schade, dass eine gute Blu-ray sich auf diese Weise klare Minuspunkte einhandelt und eine Höchstbewertung unmöglich macht.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. April 2014
Charade - Ein Kriminalklassiker aus den 1960ern mit humoristischen Einlagen und Starbesetzung...

Der Film präsentiert sich auf blu-ray insgesamt gesehen kaum besser als in mittelmäßiger HD-Optik: Zwar gibt es so gut wie keine Pixelfehler oder andere fragmentarische Störungen, aber Schärfe und Detailreichtum erreichen nur dritt- bis zweitklassiges Niveau. Hinzu kommt ein leichtes, aber permanentes Grieseln, das vor allem auf größeren einheitlichen Flächen unschön auffallen kann. Besonders Nahaufnahmen können unter verstärkten Qualitätseinbrüchen leiden. Auch die Farben hätten meiner Meinung nach etwas mehr Kraft vertragen können.

Die deutsche Tonspur (DTS HD-Master 2.0) klingt recht ordentlich, doch mit HD hat sie nichts zu schaffen: Gelegentlich kann sich ein leichtes Hintergrundrauschen bemerkbar machen, und S-, z- und Sch-Laute zischen generell ein wenig. Bonusmaterial sucht man auf dieser Disc vergeblich.
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84 von 97 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Juni 2012
CHARADE, einer der ganz großen Krimiklassiker mit dem Traumpaar Hepburn und Grant. Mehr muss ich zu diesem im Stil von Hitchcock inszenierten, romantischen Thriller nicht sagen.

Als vor einiger Zeit die DVD erschien, erschraken sich viele Fans, weil die letzten Sätze der ursprünglichen Synchronisation gegen eine Neuaufnahme mit anderen Stimmen ausgetauscht worden waren. Warum das geschah, erschließt sich nicht, denn im Fernsehen waren nach wie vor die altbekannten Stimmen zu hören. Die Originalsynchronisation war also noch existent.

Nachdem nun eine Neuauflage mit restauriertem Bild (wirklich sehr schön) auf Blu-ray angekündigt worden war, unterrichteten die Fans den deutschen Vertrieb CONCORDE von der Merkwürdigkeit und baten darum, sich dafür einzusetzen, wieder durchgehend die alte Synchronisation aufzuspielen. Tatsächlich bestätigte CONCORDE in einem Schreiben, dass CHARADE auf Blu-ray wieder korrigiert werden würde. Und unterstreichen dies nun mit einem Aufkleber auf der Blu-ray "Erstmals mit der durchgehenden Original Synchronisation" und einem Hinweis auf der Cover-Rückseite: "Durchgehend deutsche Originalsynchronisation der Stimmen von Audrey Hepburn und Cary Grant". Das Problem war also definitiv bekannt und schien auch beseitigt.

Der (schlechte) Witz ist: Nichts hat sich getan. Die deutsche Tonspur ist exakt identisch mit der der DVD-Veröffentlichung und enthält somit, trotz gegenteiliger Ankündigung, die neusynchronisierte Passage am Ende.

Mit einem winzigen Hoffnungsschimmer, dass hier im Mastering nur versehentlich wieder die entstellte Tonspur auf einigen Disks Verwendung fand, werde ich ein Schreiben an CONCORDE absetzen und die korrigierte Version erbitten. Denn warum, um alles in der Welt, sollten sie umständlich auf eine korrigierte Tonspur hinweisen, die es gar nicht gibt? Sollte sich alerdings herausstellen, dass wider Erwarten gar nichts geändert wurde, kann man wohl nur von einer dreisten Kundenabzocke mit irreführender Werbung ausgehen.

Nachtrag 12. Juni 2012:
Es scheint sich zu bewahrheiten, dass es eine Umtauschaktion gibt. CONCORDE hat sich gemeldet und bestätigt, dass die fehlerhaften Discs ab 19. Juni im Handel - also wohl auch hier bei Amazon - kostenfrei umgetauscht werden können. Sobald ich mein Austauschexemplar überprüft habe, werde ich eine korrgierte Bewertung abgeben.

Nachtrag 25. Juni 2012:
So, die Umtauschaktion hat problemlos stattgefunden. Die Tonspur ist - was die Synchronisation angeht - repariert. Die ursprüngliche Synchro ist nun komplett und unverfälscht aufgespielt. Das leichte Jaulen und Zittern im deutschen Ton ist hingegen immer noch vorhanden, aber das war auch bei allen TV-Ausstrahlungen bereits so und ist demnach nicht CONCORDE anzulasten. Bleibt zu hoffen, dass dieser unnötige und sicher kostenintensive Austausch dem Label (und den anderen ebenso) eine Lehre war, die Qualitätskontrolle am Ende künftig nicht ganz zu vernachlässigen und fähiges und geschultes Personal einzusetzen.

Wie angekündigt habe ich daher meine Bewertung nach oben korrigiert.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Mai 2003
Dass Charade ein wunderbarer Film ist, steht ausser Frage. Leider befindet sich auf dieser DVD der gleiche schlechte (Video-)Transfer wie auf der anderen Ausgabe, die bei Amazon erh"altlich ist.
Sprache: englisch. Keine Untertitel. Keine Extras.
Also: wer den Film sehen will, am besten ausleihen. Auf DVD scheint bisher noch keine gute Version zu existieren.
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28 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. September 2001
Deutliche Warnung: 'Charade' ist sicher ein Film, der seine 50DM wert ist, aber diese DVD ist es sicher nicht. Ich habe diese DVD auf einem PC und einem Pioneer DVD Player abgespielt, mit dem gleichen Ergebnis: Unschärfe, Neigung zu Blöcken im Bild, Schattenwurf der Konturen in Mengen. Dies ist die übelste Qualität, die mir je untergekommen ist, vergleichbar der von schlechten, low-bitrate MPEG4 Kopien wie sie als Raubkopien im Internet kursieren. Die herstellende Firma, Laureate in England, ist offenbar neu und wird hoffentlich bald wieder verschwinden. Leider ist dies die einzige Code 2 DVD von 'Charade'. Wer Code 1 abspielen kann, dem rate ich zu der Ausgabe der 'Criterion Collection'. Für die die's nicht können: lieber verzichten als sich diesen Ärger einhandeln.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. März 2007
Reggie Lambert (eine süße und spitzzüngige Audrey Hepburn) steht kurz vor der Scheidung von ihrem undurchsichtigen Ehemann. Bei ihrem einsamen Urlaub in der winterlichen Schweiz wirft sie ihre hübschen Augen auf einen ergrauten Charmeur (wer anders, als der sehr attraktive Cary Grant), der ,zufälligerweise' vor ihren Salatteller auftaucht. In Paris angekommen erfährt sie zu ihrem Entsetzen, dass ihr Ehemann ermordet wurde und um alles noch schlimmer zu machen hat der Bösling vor seinem unfreiwilligen Tod den gesamten gemeinsamen Besitz zu Bargeld gemacht. Von dem Geld fehlt allerdings jede Spur, sowie auch von der gesamten Wohnungseinrichtung! Alsbald taucht der ergraute Beau aus der Schweiz, Peter Joshua, wieder ,zufällig' in ihrer Nähe auf und fortan mehren sich undurchschaubare und seltsame Situationen und Verfolger vor Reggie und ihrem verschwundenen Vermögens. Sie merkt langsam, dass ihr Mann ein dunkles Geheimnis mit in den unschönen Tod genommen hat, dass bis zum 2. Weltkrieg zurückreicht. Ein gewisser Tex (James Coburn) foltert sie, indem er rücksichtslos und in Sekundenschnelle kleine brennende Streichhölzer auf Ihren Hubert-de-Givenchy-Mantel schnippt (eine köstliche Szene!!). Und Scobie (George Kennedy) ist mit seinem künstlichen Greifarm aus frisch geputztem Stahl hinter ihr her. So oder so wollen alle Übeltäter von ihr 250 000 Dollar haben. Denn: im Kriege vergruben diese ehemaligen GIs - und Reggies seliger Mann gehörte dazu - als wenig patriotische Amerikaner das Geld in die Erde, mit der Absicht es nach dem Krieg wieder auszubuddeln und unter sich zu verteilen!

Klar, Reggie braucht Hilfe und sowieso einen Mann, drum schläft Peter Joshua im Hotelzimmer gleich nebenan. Er bleibt beharrlich in ihrer Nähe, besorgt um ihren Schutz. Trotz (oder gerade weil...:)!) der gefährlichen Situationen baut sich eine knisternde Liebe zwischen den beiden auf! Aber ist er wirklich vertrauenswürdig??
Bald scheint jeder jeden zu verfolgen und das Vermögen zu suchen. Alle sind der festen Meinung, dass Reggie wüsste, wo der "Schatz" ist. Als immer mehr Tote auftauchen, wird es für Reggie immer wichtiger - und zugleich immer schwieriger -, den Überblick zu behalten. Wer sind die Guten und wer die Bösen und wem kann sie überhaupt noch vertrauen.....?

Charade ist deutlich an die Kriminalfilme von Alfred Hitchcock angelehnt und verfügt über eine spannende und auch äußerst humorige Geschichte mit einer Reihe von überraschenden Wendungen. Stanley Donen konnte mit Audrey Hepburn, Cary Grant, Walter Matthau, James Coburn und George Kennedy ein beachtliches Staraufgebot um sich versammeln.
Die Dialoge zwischen Hepburn und Grant sind (im klassischen Stil der Screwball-Comedy) von geschliffener Intelligenz und wechseln zwischen dem Charme zweier Menschen, die dabei sind, sich ineinander zu verlieben, und dem steten Misstrauen, das Reggie Peter entgegenbringt, da er stets eine "wahre Lüge" durch die nächste ersetzt. Die Chemie stimmt sichtbar zwischen dem Paar, auch wenn Grant beim Dreh schon 59 Jahre alt und damit 25 Jahre älter als Hepburn war. Dazu verfügt der Film über schwelgerische Dekors, mit Paris über ein stimmungsvolles Set und über Kostüme von Givenchy für seine Hauptdarstellerin.

Es ist ein genialer Film, der auch nach dem zehnten Mal Anschauen noch Freude bereitet, da alle Schauspieler einfach klasse spielen und das Drehbuch äußerst kunstvoll ,geschnitzt' ist!
Eine eindeutige Kaufempfehlung und satte 5 Sterne!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Dezember 2014
Lange Zeit dacht ich, das wär ein echter Hitch - heut weiß ich, daß es nicht so ist und glaub es noch immer! Cary Grant in seinem Spätwerk und graumeliert noch eleganter als früher, und der Engel aller Schauspielerinnen, die gute Audrey als kongeniale Partnerin im hochkarätig besetzten Charade - ein Klassiker seit seinem Entstehen! Hier stimmt einfach alles, und das ist eine Qualität, die man nicht willentlich beeinflussen kann. Den Film lass ich als Hitchcock Extension gelten, und das will was heißen! Erinnert stark an Über den Dächern von Nizza! Ansehen - Sie werden's nicht bereuen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Juli 2015
Als Regina Lampert aus ihrem Winterurlaub zurück in ihre Pariser Wohnung kommt, trifft sie der Schlag : alle Gemächer leer und die Konten geräumt. Schon im nächsten Moment erfährt sie von Inspektor Grandpierre, dass ihr Ehemann, von dem sich Regina sowieso trennen wollte, während einer Zugfahrt ermordet wurde. Wie gut, dass sich gerade jetzte eine Urlaubsbekanntschaft, Peter Joshua, rührend um die Witwe kümmert. Ein Mr. Bartholomew von der amerikanischen Botschaft erklärt der erstaunten Regina, dass ihr Mann als Agent für die USA tätig gewesen ist. Während der Beerdigung tauchen drei zwielichte Gestalten auf, angebliche Freunde des Toten. Wenig später fordern sie bei der inzwischen mittellosen Regina eine beträchtliche Geldsumme ein. In den wenigen Hinterlassenschaften des Toten wurde jedoch nichts von Wert gefunden. Im weiteren Verlauf der Beutejagd wird ein Verfolger nach dem anderen ermordet und auch Reginas Beschützer Peter Joshua und Mr. Bartholomew wechseln ihre Identitäten. Jetzt kann die Witwe keinem mehr trauen'''..

Musical- und Komödienspezialist Stanley Donen (DU SOLLST MEIN GLÜCKSSTERN SEIN, 1952 und VOR HAUSFREUNDEN WIRD GEWARNT, 1960) betrat mit CHARADE (1963) und ARABESKE (1966) erstmals das Terrain seines berühmten Zeitgenossen Alfred Hitchcock, nämlich den Kriminalfilm. Jeweils basierend auf den genialen Drehbüchern von Peter Stone, zauberte Donen mit scheinbar leichter Hand (vor allem bei CHARADE) zwei wunderbar originell-klassische Krimikomödien, die ihre Qualität im häufigen Wechsel zwischen Spannung, Humor, Romanze, interessanten Handlungsorten und dem sehr stimmigen Soundtrack von Henry Mancini unter Beweis stellen. Alleine Mancinis Titelsong zu "Charade" wurde zu einem Evergreen. Neben der gelungenen Mischung aller Zutaten (ein Kritiker bezeichnete die Streifen als 'Die beiden besten Hitchcock-Filme, die der Meister nie gedreht hat') leben CHARADE und ARABESKE auch vom grossartigen Zusammenspiel ihrer Hauptdarsteller. Hier stimmte die Chemie einfach !

- Audrey Hepburn (1929-1993) wurde im Aufwind ihrer zuletzt so erfolgreichen Arbeit (FRÜHSTÜCK BEI TIFFANY, 1961) in einer typenmäßig gleichen Rolle als Regina Lampert engagiert, leicht naiv aber kess.
- Cary Grant (1904-1986) gab den üblichen, von ihm erwarteten Charmebolzen und Womanizer Peter Joshua, angereichert mit einer Prise Mysterium.
- Walter Matthau (1920-2000) durfte mit seinem dünnen Schnurrbärtchen eine Art öligen Vertreter (Mr. Bartholomew) darstellen, dessen Aufdringlichkeit ihn sofort bei der Hauptdarstellerin und beim Publikum verdächtig machte.
- James Coburn (1928-2002) genoss seine Rolle als fieser Gangster Tex sichtlich, bei ihm wusste alle Beteiligten sofort, woran sie waren.
- George Kennedy (*1925) durfte hier den einprägsamsten Bösewicht der Clique spielen, nämlich Herman mit der metallischen Klauenhand. Dafür musste er allerdings auch als Erster des Quintetts 'ins Gras beissen'.
- Ned Glass (1906-1984), der kleine Mann mit der grossen Brille, charakterisierte normalerweise alle Arten von Opfer. Hier jedoch durfte er als Ex-Soldat Gideon mit Frau Lampert und einer Apfelsine eine kesse Sohle aufs Parkett legen.
- Jacques Marin (1919-2001) wurde vor allem in ausländischen Produktionen gerne als 'typischer Franzose' besetzt, immer etwas aufgeblasen, ungeordnet und leicht erregbar. Sein Inspektor Grandpierre ist genauso angelegt, trotzdem verdient er neben Frau Lampert beim Entwirren der Story das meiste Mitgefühl.

CHARADE ist mit herrlich pointierten Szenen bestückt, die diesem Werk das absolute Gütesiegel 'Klassiker' aufprägen. Etwa die 'Totenprüfung' am offenen Grab, der Gesellschaftstanz mit Apfelsine, das Betrachten der Kasperleaufführung, der Besuch des Briefmarkenmarktes, der Kampf zwischen Peter und Herman auf einem Hausdach, die brennenden Streichhölzer in der Telefonzelle und das Treffen der drei Hauptpersonen in den Kolonnaden des Palais Royale. Lediglich die einem damaligen TV-Spot entliehene 'Wash and Wear'-Szene (Peter Joshua wäscht sich und seinen imprägnierten Anzug unter der Dusche von Frau Lampert) hat meineserachtens im Laufe der Jahre etwas an Originalität verloren.

FAZIT : CHARADE gehört für mich wegen seiner ausgezeichneten Darsteller, den vielfältigen Wendungen der Story, seinen exzellent arrangierten Einstellungen und seines gutgetimeten Tempos zu den besten, wenn nicht zu der besten Krimikomödie Hollywoods überhaupt. Das der Film von 1963 ein bischen Patina angesetzt hat, macht ihn bei Nostalgikern umso wertvoller.

Zur BD : ein sauberes Bild im Format 1,85 : 1 mit ordentlichem Ton. Die Schlussszene wurde mit den identischen deutschen Sprechern nachsynchronisiert, ein leichter Unterschied ist hier zu hören. Natürlich entspricht die HD-Schärfe des betagten Klassikers nicht der eines aktuellen Streifens. Nennenswerte Boni (außer dt. UT und Wendecover) wurden leider nicht beigefügt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. April 2015
Ein ziemlich perfekter 60er-Jahre-Krimi mit starken komödiantischen Elementen.

Eigentlich ist hier ja schon alles gesagt hinsichtlich der spannenden Handlung, der Schauspielkunst der beteiligten Stars, dem Leitmotiv (das ich eher in der allgegenwärtigen Lüge sehe und nicht so sehr in der Frage, wer ist Freund, wer ist Feind) und den technischen Schwächen einiger Kauf-DVDs. Ich habe den Film aus dem TV aufgenommen und sehe ihn alle paar Jahre mit Vergnügen immer wieder.

Ergänzen wollte ich nur noch folgendes: Es gibt nur wenige Spielfilme die über mehr als 1,5 Stunden nicht eine langweilige oder überflüssige Szene beinhalten. Charade bringt dieses Kunststück fertig. Man merkt jedem einzelnen der Schauspielerprofis an, wie engagiert sie bei der Sache sind und selber Vergnügen an ihren Rollen haben.

Zweitens sind die vielen Filmzitate und Anspielungen hervorzuheben, die aber keine billigen Kopien sind. Neben den vielzitierten Hitchcock-Krimielementen, z,B. die, die ebenfalls erst ganz am Ende den Mörder entlarven, denke ich da insbesondere an ÜBER DEN DÄCHERN VON NIZZA (Sturz des Schurken vom Dach, Grants angebliches Vorleben als Meisterdieb) oder die damals gern parodierten James-Bond-Filme (eigentlich unbesiegbares Gaunerungeheuer mit Eisenhand).

Man findet nur kleinere Schwächen im Detail, so etwa die nicht immer 100prozentige Logik, der mit fremden Stimmen nachsynchronisierte Schlußdialog, der wohl ursprünglich weggelassen worden war sowie die etwas zu früh erfolgende Entlarvung des wahren Mörders, den die allermeisten nicht auf der Rechnung hatten. Dennoch sprüht der Film vor immer neuen überraschenden Wendungen, wird der Zuschauer auf immer neue falsche Fährten gelockt und ist das Finale in einem Pariser Theaterhaus in seiner Spannung und Dramatik nicht zu überbieten, Und selbst die letzte Szene, bei der Grant seine wahre Identität verrät, sorgt noch einmal für einen Knalleffekt.
Schließlich strahlt der Film nicht nur in Gestalt der frivol-freizügigen Party-Gesellschaftsspiele eine große Portion des ungezwungenen Zeitgeistes der 60er Jahre aus.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Juni 2014
Eine Charade ist ein Rätsel, bei dem ein meist willkürlich in mehrere Silben oder Substantive zerlegtes Wort durch pantomimische Darstellung erraten werden soll, also etwas, das zwar auf einer vorgetäuschten Illusion beruht, aber dennoch über einen wahren Kern verfügt. Mit dieser Thematik spielt Regisseur Stanley Donen gleich zu Beginn des Films, als plötzlich eine mysteriöse Hand mit einer Waffe zwischen den Fingern hinter einem Sonnenschirm zum Vorschein kommt und das Visier bedrohlich auf die von der grazilen Audrey Hepburn verkörperten Reggie Lampert richtet, die soeben auf der weitläufigen Terrasse eines mondänen Hotels hoch oben in den Alpen nichts ahnend ihr Frühstück zu sich nimmt. Die solide konstruierte Spannung entlädt sich schließlich durch eine Art Comic Relief, denn bei dem Attentäter handelt es sich um keinen Geringeren als den frech grinsenden Bengel Jean-Louis, der sich in seiner kindlichen Unbekümmertheit nicht scheut, die Wasserpistole mitten ins Gesicht von Tante Reggie abzufeuern. Jener recht harmlose Lausbubenstreich dient als untrügliches Vorzeichen für die diffus lauernde Todesgefahr, die schon bald über Reggies sicher geglaubten Alltag hereinbricht, nachdem sie aus dem Skiurlaub nach Paris zurückkehrt, in eine Stadt, in der sie sich als Amerikanerin nicht gerade heimisch fühlt. Von Inspektor Grandpierre muss Reggie hier erfahren, dass die Leiche ihres geheimnisvollen Ehemanns Charles, den sie kaum kannte und von dem sie sich ohnehin hatte scheiden lassen wollen, vor ein paar Tagen wie ein drittklassiger Sack Reis aus dem Fenster eines fahrenden Zugs geworfen wurde.

Obwohl Reggie dieser traurigen Nachricht relativ gleichgültig gegenübersteht, gerät sie fortan als Folge des ihr bisher verborgen gebliebenen Doppellebens ihres Gatten in einen Sog aus unvorhergesehen Ereignissen, die der jungen, schutzlosen Witwe Angst und Schrecken einjagen. Auf der Beerdigung des unsanft Verblichenen stößt sie zunächst auf drei skurril überzeichnete Bösewichte, den niesenden Allergiker Gideon, den rüden Cowboy Tex und Scobie mit der Hakenhand, die allesamt hinter einem ominösen Schatz her sind, von dem nicht mehr bekannt ist, als dass er sich zuletzt im Besitz von Charles befunden hat und sein Wert 250.000 Dollar beträgt. Weil die Ganoven meinen, dass Reggie angeblich wüsste, wo sich das Objekt der Begierde befindet, versuchen sie die verschüchterte Frau unter der Androhung von Gewalt zum Sprechen zu bringen. In dieser ausweglosen Situation drängt sich die Frage auf, wem Reggie überhaupt noch trauen kann, wobei das raffiniert ausgeklügelte Drehbuch von Peter Stone sowohl die Heldin als auch den Zuschauer gezielt in die Irre führt. Der von Walter Matthau betont lässig interpretierte Mr. Bartholomew erscheint aufgrund seiner vermeintlich offiziellen Position in einem Büro der amerikanischen Botschaft als integere Person, wohingegen Cary Grants Peter Joshua, Reggies Urlaubsflirt, dadurch kompromittiert wird, dass er offensichtlich mit den anderen drei Gangstern unter einer Decke steckt. Dieses clevere Konstruktionsprinzip, Grants Protagonisten alternierend zu be- und entlasten, kennt man bereits aus Hitchcocks "Verdacht" (1941), wenngleich es natürlich zu den ungeschriebenen Gesetzen Hollywoods gehört, dass die Kunstfigur Cary Grant, der Inbegriff von Anstand und Würde, eigentlich nicht der Mörder sein kann. Oder etwa doch? Jedenfalls wechselt der undurchsichtige "Peter" mehrmals die Identität und reibt Reggie immer neue Alibis unter die Nase, um ihr Vertrauen zu gewinnen. Ein Hinweis neben der letzten von drei weiteren Leichen scheint ihn eindeutig als Täter zu entlarven, womit diese Mischung aus Thriller, Detektivgeschichte und Screwball Comedy schließlich in den finalen Showdown übergeht, der die panikartig flüchtende Reggie bis in den Säulengang des Palais Royal geleitet. Hier will sie sich mit dem mutmaßlichen CIA-Beamten Bartholomew treffen, der allerdings auch nicht derjenige ist, als der er sich gebärdet. Wem soll sie nun glauben? In einer Achterbahnfahrt der Gefühle entscheidet sie sich für den Mann, in den sie sich verliebt hat.

Der Mörder stirbt freilich noch einen (im wahrsten Sinne des Wortes) bühnenreifen Tod, was typisch ist für den schwarzhumorigen Unterton, mit dem Donen dieses elegant choreographierte hitchcockoide Verwirrspiel inszeniert, das vor unerwarteten Wendungen, amüsanten Irritationen, schauerlichen Gags und exzentrischen Arrangements nur so strotzt. Seinen schmissigen Drive zieht "Charade" aus den rasanten Stimmungswechseln, die das Geschehen in Sekundenschnelle vom Komischen ins Bedrohliche oder vom Romantischen ins Makabre kippen lassen. Der Schatz ist ein lupenreiner MacGuffin, also ein Vorwand, um den äußerst sprunghaften Plot mit temporeichen Verfolgungsjagden, verträumten Bootsfahrten auf der Seine und amourösen Spaziergängen immer wieder aufs Neue voranzutreiben. Er hält sich unter den Habseligkeiten von Charles versteckt, die der etwas trottelige Inspektor Grandpierre, ein ganz passabler Clouseau-Verschnitt, der kapriziösen Mrs. Lampert am Anfang überreicht. Für die mokanten, doppelbödigen Dialoge kann man sich kaum eine bessere Besetzung als Cary Grant vorstellen, haftet ihm doch diese mitunter düstere amoralische Abgebrühtheit an, die sich wie ein finsterer Schatten über seinen zauberhaften subtil-ironischen Charme wirft. In jener legendären Szene im Black Sheep Club, wo sich der stark ergraute Hollywood-Gigant bei einem Partyspaß mit einer Orange unterm Kinn am voluminösen Busen einer älteren Dame zu schaffen macht, feiert er noch einmal einen seiner schönsten Momente. Audrey Hepburn schlägt sich tapfer an seiner Seite. Als Grant krampfhaft probiert, die Apfelsine ohne Zuhilfenahme der Hände an sie weiterzureichen, blicken sie sich ganz beiläufig tief in die Augen. Spätestens dann merkt man: Alles ist möglich, zwischen den beiden.
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