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Kundenrezensionen

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am 10. Dezember 2012
Der Engländer Archie Belaney (1888-1938), berühmt geworden als "Grey Owl", war ein Schwindler und Bigamist, unfähig zu langfristigen Bindungen (außer an Biber), fünfmal verheiratet, vermeintlich Halb-Apatsche, in Wahrheit nur gut darin, sich mit fremden Federn zu schmücken (hier durchaus wörtlich zu verstehen): biografische Daten, die nicht gerade zu einem Romantik-Märchen einladen. Doch genau darin versucht sich Regisseur Richard Attenborough aus unerfindlichen Gründen über weite Strecken seines Streifens; für den historischen Archie Belaney interessiert er sich nur am Rande. Mit Indianerfilm-Klassikern wie Der mit dem Wolf tanzt und Little Big Man ist "Grey Owl" verglichen worden und das ist mehr als schmeichelhaft für diesen Film, denn er nimmt sich leider viel zu viel Zeit, um herauszufinden, was er eigentlich erzählen will, und als er es dann endlich weiß, ist es für ihn fast schon zu spät.

Denn natürlich muss "Grey Owl" die Geschichte eines Hochstaplers sein, eines Mannes, der sich als Halbindianer ausgibt und in Wahrheit mit siebzehn Jahren gelangweilt seine Pflegefamilie verließ, um seinen Jugendtraum zu verwirklichen: aus dem kindlichen Indianerspiel Ernst zu machen. Anstatt also diese bemerkenswerte Geschichte zu erzählen, laviert der Film eine Stunde lang in den seichten Fahrwassern von TV-Schmonzetten mit Titeln wie "Im Tal der roten Rosen" oder "Herz der Wildnis" herum. Hätte man den Häuptling der Apatschen zwei Drittel eines Winnetou-Films mit Ntscho-tschi knutschend im Zelt oder beim Spiel mit verwaisten Biberkindern zusehen müssen, hätte man Karl May das schließlich auch um die Ohren gehauen. Natürlich, dies ist kein Winnetou-Film, aber reine Wildnis-Romanze will "Grey Owl" eben auch nicht sein. Eine solche hat man in Jeremiah Johnson oder Wie ein Schrei im Wind auch schon viel besser erzählt bekommen, denn was die Indianerin Pony dazu veranlasst, sich einem wildfremden Mann, dem vermeintlichen Halbblut Grey Owl, mit solcher fast pathologisch anmutenden Inbrunst und Besessenheit an den Hals zu werfen, erschließt sich nicht und bleibt pure filmische Behauptung. Eine Erklärung für diese Liebe versucht der Film zwar im Verlauf der ersten Stunde nachzuliefern, verzettelt sich bei der dazu erforderlichen Abarbeitung gängiger Liebesfilm-Klischees jedoch so gewaltig, dass die eigentliche Filmerzählung, um es mal in der Bildsprache des Films zu sagen, baden geht.

Oder geht es letztlich etwa nicht vor allem darum und ist etwa nicht dies das eigentlich Spannende: indianischer Trapper macht als schreibender Buffalo Bill Bilderbuchkarriere in England, wird darüber zum überzeugten Naturschützer und kehrt in seine englische Heimat zurück, wo er sich seiner wahren Identität stellen muss? Unter Attenboroughs Regie jedenfalls wird daraus kein zweiter Gandhi, sondern dies alles wird im Zeitraffer heruntererzählt, weil im ersten Teil zu viel Zeit mit Nichtigkeiten verplempert wurde, und so lang wie Heaven's Gate sollte dieser Film, aus naheliegenden Gründen, natürlich nicht werden. Ja, Nichtigkeiten, die scheinbar fundamentalen Beziehungsprobleme zwischen Grey Owl und Pony lösen sich nach dessen Rückkehr aus England nämlich in Wohlgefallen auf, als hätte es sie nie gegeben außer um zwischendurch künstlich etwas Wind zu machen. Dabei ist einem Mann, der vier Ehen gegen die Wand fuhr, durchaus zuzutrauen, dass beim Versuch der Beziehungsrettung auch mal was schief gegangen ist.

Immerhin: Die zweite Hälfte des Films ist nicht schlecht, man bekommt einen recht authentisch wirkenden Einblick in die Kultur nordamerikanischer Indianerstämme, die Hauptfigur ist interessant und an Pierce Brosnans alberne Mähne, die permanent wirkt wie angeklebt (wie man einen Europäer wirklich indianisch aussehen lässt, hätte Attenborough sich bei Pierre Brice abschauen können), hat man sich irgendwann auch gewöhnt.

Für Freunde von Jeremiah Johnson und Wie ein Schrei im Wind.

Extras: Zwei Original-Wochenschaufilme über den wirklichen Grey Owl und seine Biber, Dreharbeiten.
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am 11. September 2003
Dieser Film wurde von der Kritik zerissen! Aber dieser Film ist alles andere als schlecht. Hier kann man wunderbare Landschaftsaufnahmen sehen. Eine tolle Geschichte über der Legende des Grey Owl. Pierce Brosnan ist perfekt besetzt und die anderen Schauspieler agieren ebenfalls grandios. Der Film wird mit einer tollen Musik begleitet.
Spannend bis zur letzten Sekunde!!!!
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am 30. April 2011
Kanada in den 1930er-Jahren: Archie Grey Owl (Pierce Brosnan) wurde als Jugendlicher von kanadischen Indianern adoptiert. Über seine Kindheit davor spricht er nicht gerne. Im hohen Norden Kanadas schlägt er sich als Trapper durchs Leben in der Wildnis. Die Stille und die Einsamkeit sind seine bevorzugte Umgebung. Im Winter lebt er von den gefangenen Tieren, deren Fell er dann im Frühling verkauft. Dann ergeht es ihm wie so vielen Männern, die es sich vermeintlich gemütlich eingerichtet haben: eine Frau tritt in ihr Leben und vieles ändert sich zwangsläufig. Im Falle von Grey Owl ist es Pony (Annie Galipeau), selber indianischen Ursprungs, die zunächst einfach eine Weile in der Wildnis verbringen will. Sie hat natürlich schon ein Auge auf ihn geworfen, aber er, ganz der schroffe Naturbursche, will sich nicht an die Kette legen lassen. Die Gefahren der Wildnis und die Abhängigkeit von einander schweissen die beiden schliesslich doch zusammen. Zwei kleine Biber, die von Pony adoptiert werden, erweichen später Grey Owls Herz und er schwört der Jagd ab. Es stört ihn schon lange, dass sich die Zahl der Biber verringert hat und nun beginnt er, sich aktiv für ihren Schutz und gegen die Abholzung einzusetzen. Auf einer Vertragsreise in England fängt er zusätzlich damit an, mit seiner Vergangenheit aufzuräumen, denn seine Begabung am Klavier kommt für ihn als "Indianer" nicht von ungefähr.
Einmal mehr hat Regisseur Lord Richard Attenborough eine wahre Geschichte aus dem 20. Jahrhundert auf die bereite Leinwand gebracht. Das Drehbuch dazu lieferte "Shadowlands"-Autor William Nicholson. Bei oberflächlicher Betrachtung könnte man dieses Werk aus dem kanadischen Hause "Alliance Atlantis" als Öko-Schmonzette abtun, doch damit wird man dem Film nicht gerecht. Attenborough versteht es bekanntlich seine Filmfiguren genau auszuarbeiten, und das macht er auch hier. Die Geschichte verdient es, erzählt zu werden, und der Regisseur wählt dafür die richtigen Mittel: Brosnan lässt seine bekanntere Agentenrolle glatt vergessen und seine Filmpartnerin Galipeau ist mit ihm auf Augenhöhe. Die Aufnahmen sind toll und Attenboroughs Stammkomponist George Fenton findet die richtigen Töne dazu. Das Werk dauert auf DVD gut 113 Minuten. Auf jeden Fall ist es ein Film, der packt und immer eine aktuelle Aussage zu bieten hat.
Mit der DVD-Erstausgabe aus dem Hause Fox liegt eine Umsetzung vor, die dem Film aus dem Jahr 1998 kaum zur Ehre gereicht. Die Qualität von Bild (Format 2,35:1 in 16:9) und Ton (Dolby Digital 5.1) ist ganz anständig. Die Auswahl an Audiosprachen (Deutsch, Englisch, Französisch) und Untertiteln (Deutsch, Englisch, Französisch, Schwedisch) ist zwar überschaubar, doch im Gegensatz zu dem, was die später erschienene DVD-Ausgabe von "Concorde" bietet, verdient das wenigstens noch die Bezeichnung Auswahl. Wer die Wahl zwischen beiden Ausgaben hat, sollte also auf jeden Fall auf die Fox-Ausgabe zurückgreifen. Bonusmaterial gibt es leider so oder so keines. Das ist sehr bedauerlich, denn sowohl der Film als auch sein wahrer Hintergrund hätten es verdient, dass genauer darauf eingegangen wird.
In der Gesamtbewertung gibt es drei von fünf in Milch getunkte Holzstäbchen und eine Eintrittskarte zum Vortrag. Ich habe gesprochen.
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am 17. Januar 2009
Ich gehöre wohl zu dem erlauchten Kreis derjenigen, die sich von diesem Werk angesprochen fühlen dürfen. In diesem Sinn: Grossartiges Schauspiel. Grossartiger Stoff. So nah an der Wirklichkeit, und ohne jegliche Umschweife. Dieser Film hat es geschafft mir zu offenbaren, was es bedeutet, sich zu bekennen, und Verantwortung zu übernehmen. Wer in der Lage ist, einfach nur hinzuschauen und hinzuhören, der wird beschenkt werden. Und: Selten wurde ein so grosser Respekt deutlich - vor Geradlinigkeit, Hingabe, und Demut vor der Schöpfung. Grossartig.
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am 6. Oktober 2010
...hätte eine bessere Umsetzung verdient!

Der Film ähnelt in dieser Umsetzung einem Disney-Familienfilm und landet in meiner Top 10 der seltenschlechtesten Filme. Ein Film ist noch vor ihm: "Der Klang des Herzens". Ach ja! und dieser hier kommt noch danach: "Wie Dr. Dolittle seine Blähung mit Halbfett-Margarine kurierte - Teil 4")

Der Film wirkt hölzern, was wahrscheinlich daran liegt, dass die Schauspieler der Geschichte selber nicht trauen. Die Liebesbeziehung im Film ist unglaubwürdig, die Dialoge zwischen dem Liebespaar wirken teil unfreiwillig komisch. Die Schauspielerin an Brosnans Seite ist eine Fehlbesetzung und passt eher in eine Daily-soap oder zu M-TV.

Lord Richard Attenborough hat Archie Belanes Geschichte dem Hollywood-Altar geopfert. Wenn man überlegt, dass dieser Grey Owl, gebürtiger Brite, aufgewachsen bei seinen Tanten, schon als Kind indianer- und naturaffin, teils mehrfach gleichzeitig verheiratet, mit 18 das erste Mal in Kanada war, später im 1.WK diente und erst danach als Schützer der Natur & Tiere aktiv wurde und in welchem zeitlichen Kontext die Geschichte handelt, dann wird dieser Film der Geschichte nicht gerecht und liefert am Ende Kitsch den die Welt nicht braucht, aber uns glücklich macht.
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am 21. Oktober 2005
... ein absolutes Muss! Zusätzlich wunderschöne Naturaufnahmen, ein gescheites Drehbuch und ein bekömmliches Maß an Erotik und Gefühl. Außerdem stimmt die gezeigte Biographie mit dem Original zu 99% überein, was bei vielen anderen Filmen ja leider nicht so selbstverständlich ist. Enttäuscht werden nur jene, die sich eine Indianerstory im Stile Karl Mays oder abgedroschener Wild West-Streifen erwarten, denn damit hat die Geschichte von Grey Owl nichts zu tun.
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am 24. Juni 2009
Wie gerne würde ich mehr solcher Brosnan-Filme sehen. Leise, gefühlvoll und bestens dargestellt. Nach 'Der amerikanische Neffe' und 'Evelyn' einer meiner Brosnan-Schätze. Man spürt, dass er mit diesem Film die Botschaft von Grey Owl an alle Menschen weitergeben möchte und bei mir ist sie auf jeden Fall angekommen. Die Geschichte des echten Grey Owl ist schon sehr faszinierend, aber leider viel zu lang für einen Film. Doch hier hat man es vortrefflich geschafft, das Herzstück des Lebens von Grey Owl zu verfilmen.
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am 22. Februar 2009
Kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen!! Grandiose Bilder, sensibel umgesetztes und TOPAKTUELLES Thema dazu, wie wir mit unserer Umwelt umgehn. Pierce Brosnan liefert hier wohl eine seiner stärksten Leistungen als Charakterdarsteller ab...beweist, dass er weit mehr kann, als 007 zu spielen! UNBEDINGT ansehen!!!
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am 2. November 2009
Die Geschichte des ersten Naturschützers ist bewegend und bewegend ist auch die filmische Umsetzung. Wer wissen möchte, welchen Einfluß zwei quiekende Biberkinder auf die menschliche Seele ausüben können, sollte genau hinsehen. Vorallem, weil ohne liebevolle Naturverbundenheit einer Frau und mit ihrer Beharrlichkeit wahrscheinlich noch heute kein Mann ein Herz für seine Natur hätte und für die, in der er lebt. Mir ist so vieles klar geworden als Mann.
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am 21. Oktober 2013
ES weicht teilweise vom autobiografischen Buch ab, ist aber ansonsten sehr gut umgesetzt. Besonders die tollen Naturaufnahmen haben mir sehr gefallen, Pierce Brosnan mal in einer ganz anderen Rolle.
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