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28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Gelunge und eigenständige Umsetzung des Bestsellers,
Von
Rezension bezieht sich auf: Kaltblütig (DVD)
Ende der 50er Jahre werden in einer Kleistadt in Kansas (USA) die 4 Mitglieder der Rancherfamilie Clutter brutal in ihrem Haus ermordet. Die Tat erschüttert die USA, weil ein derartiges verbrechen zu dieser Zeit, vor allem im konservativen Herzland Amerikas, nicht vorstellbar.Die Täter, zwei ziellose Kleinkriminelle, werden gefasst, zum Tode verurteilt und hingerichtet. Truman Capote hat diesen Kriminalfall in seinen Bestseller "In Cold Blood" verarbeitet und so ein vollig neues Romangenre geschaffen, den Dokumentarroman. Diese Mischung aus realen und fiktionalen Elementen ist bis heute stilbildend und "Kaltblütig" gilt als eines der großen Bücher der US-amerikanischen Nachkriegsliteratur. Bedeutsam war vor allem, dass Capote die Geschichte auf mehreren Ebenen erzählte: Die der Opfer, die der Nachbarn und freunde, die der Polzisten aber auch die der Täter. Dabei wertete Capote nicht und fällte keine Urteile. Stets blieb er kühler Berichterstatter der Ereignisse. Gerade dadurch wird einem klar, wie dieses unfassbare Verbrechen geschehen konnte. Der Film "Kaltblütig" ist für mich eine äußerst gelungene Umsetzung des Buches. Auch er bemüht sich (z.B. durch Nutzung von Originalschauplätzen) um Authenzität und enthält sich jeder Wertung. Genau wie dem Buch gelingt es ihm, die Hintergründe des Verbrechens, die vor allem in den Lebensläufen der Täter liegen, offen zu legen. Kürzlich lief im TV eine später entstandene Fernsehverfilmung des gleichen Stoffs, bei der u.a. Anthony Edwards (Dr. Green aus Emergency Room) mitspielte. Obwohl dieser Film mit erheblich mehr Aufwand gedreht wurde konnte er mit dem alten Schwar-Weiss-Streifen was Intensität angeht nicht mithalten. Vor allem für diesen Preis ein Muss für jede DVD-Sammlung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
„Is God in This Place, Too?“,
Von
Rezension bezieht sich auf: Kaltblütig (DVD)
Diese Frage, die der Mörder Perry Smith (Robert Blake) kurz vor seiner Hinrichtung durch den Strang äußert, scheint sich dem Zuschauer von „In Cold Blood“ rückwirkend im Hinblick auf viele andere Szenen des Filmes zu stellen. 1967 brachte Richard Brooks seine Verfilmung von Truman Capotes sogenanntem Nonfiction Novel gleichen Namens in die Kinos. Im Stile des semidokumentarischen Films noir in ebenso nüchterner wie kunstvoller Schwarzweißoptik und dabei gleichzeitig mit einem schon makabren Bemühen um Authentizität an Originalschauplätzen – im Haus der getöteten Clutter-Familie etwa und während der Hinrichtungsszene mit einem im Staatsgefängnis von Kansas realiter benutzten Galgen – gedreht, ist Brooks‘ Film recht eigentlich kongenial mit Capotes Bestseller, in dem – laut den Angaben seines Verfassers – jedes Wort der Wahrheit entspreche, bei dessen Abfassung dem Autor mittlerweile indes schon die eine oder andere dichterische Freiheit, der ein oder andere stilisierende Effekt nachgewiesen wurde.Brooks erzählt in seinem Film die Geschichte der zwei Kriminellen Perry Smith und Richard Hickock (Scott Wilson), die sich beide im Gefängnis kennengelernt haben und nun zusammen einen großen Coup landen wollen. Ein Mithäftling hat Hickock von einem Farmer in Kansas namens Clutter erzählt, der 10.000 Dollar daheim in seinem Safe horde. Dieses Geld, so Hickock, wolle man sich nun holen und dann über die Grenze nach Mexiko flüchten, um dort sorglos zu leben. Allerdings erweist sich die verlockende Aussicht auf den Safe als die Ausgeburt begehrlicher Phantasie, und mit ungefähr 40 Dollar, einem Radio und einem Fernglas beenden Smith und Hickock ihren Raubzug, wobei sie auch noch die vier von ihnen gefesselten Familienmitglieder erschießen. In der Folge erzählt der Film von den Bemühungen des Polizisten Alvin Dewey (John Forsythe), die zwei Mörder zu finden, wobei der Ermittler auch mehr und mehr über die Familienverhältnisse der zwei jungen Männer herausfindet, und der ziellosen Flucht Smiths und Hickocks, die nun durch ihre grausame Tat auf Gedeih und Verderb aneinandergekettet sind. Schließlich werden sie gefaßt, und Smith erzählt in seiner Haft die Geschichte jener unheilvollen Nacht, in der er und Hickock zu Mördern wurden – der Film hat zuvor, in bester Noir-Manier, an dieser Stelle eine Lücke gelassen, die nun endlich gefüllt wird. Mit der Hinrichtung Smiths und Hickocks endet „In Cold Blood“. Ich habe lange überlegt, wie ich diesen Film finden soll, der doch immerhin über ein wahres und dazu noch ganz besonders scheußliches, verachtenswertes Verbrechen berichtet und dies nicht ganz ohne Stilisierung tut. Da ist zum einen die Filmmusik, die wirklich unter die Haut geht und einem zeitgenössischen Thriller alle Ehre gemacht hätte, von der man sich indes fragen kann, ob sie hier nicht die Fakten, die für sich selbst sprechen können, unbilligerweise dramatisiert. Dann haben wir, besonders zu Beginn des Filmes, Schnitte, die eine unheilvolle Verbindung zwischen den zwei Kriminellen und den Clutters andeuten, dabei aber auch sehr mit Effekten spielen; beispielsweise, wenn wir Mr. Clutter bei der morgendlichen Rasur sehen, und uns im nächsten Moment, nach einem unauffälligen Schnitt, Perry Smith aus dem Toilettenspiegel anblickt, der sich ebenfalls rasiert. Oder wenn sowohl die Verbrecher als auch ihre späteren Opfer gleichzeitig das Licht in ihrem Zimmer ausschalten. Auch wird mit dramatischer Ironie gearbeitet, wenn Hickock, die Fiktion pflegend, er wolle zur Jagd gehen, einem Tankwart sagt: „Them birds don’t know it, but this is their last day on earth“, und wir danach den Clutters bei ihrer morgendlichen Routine zusehen – untermalt übrigens von äußerst harmonischer Musik. Diese Effekte mögen zwar einem Film gut anstehen, der gänzlich aus der Welt des Fiktionalen schöpft, aber angesichts des realen Leids, das hier thematisiert wird, erscheinen sie mir persönlich doch als pietätlos. Glücklicherweise treten solche künstlerischen Schnörkel im Verlaufe des Filmes immer mehr in den Hintergrund – oder ich war so von der Erzählung des Filmes in den Bann geschlagen, daß ich nicht mehr sonderlich auf die Erzählweise achtete –, so daß hier keine oberflächliche und selbstverliebte Yuppie-Coolness à la Tarantino zu befürchten ist. Wie sollte es auch, bei einem Mann wie Brooks?! „In Cold Blood“ erzählt die Geschichte so, daß sich viele der Figuren mehr und mehr in ihren psychologischen Dimensionen entfalten und zu echten Menschen werden. Sehr subtil bringt Brooks etwa auf den Punkt, warum der Mordfall so viele Nachbarn, Nachbarsnachbarn, und Bekannte der Familie Clutter so betroffen macht, wenn etwa eine Kellnerin im örtlichen Diner einem Gast gegenüber ungehalten sagt, die Clutters hätten keine Feinde gehabt – dies ist die Sympathie und die Achtung vor der Familie –, und im nächsten Moment fortfährt: „If this can happen to a decent, God-fearing family, who’s safe anymore?“ Auch aus diesem Satz spricht Sympathie, aber eben nicht minder stark die Angst, es könne beim nächsten Mal einen selbst treffen, denn Anstand und Gottesfurcht – die nimmt man gern für sich in Anspruch – sind eben kein Garant gegen die Bedrohungen der modernen Welt. „Is God in this place, too?“ Auch nimmt sich der Film viel Zeit, die beiden Täter Smith und Hickcock im Lichte ihrer Dialoge, ihres Verhaltens und teilweise ihrer Erinnerungen – einmal erleben wir einen Flashback, in dem wir aus Smiths Perspektive eine traumatische Szene seiner Kindheit sehen – zu charakterisieren, wobei Smith um einiges besser abschneidet als sein zweifellos soziopathischer Kumpan. Smith ist offenkundig sehr traumatisiert durch sein zwiespältiges Verhältnis – man könnte es geradezu eine Haßliebe nennen – zu seinem Vater (Charles McGraw), einem Cowboy, der einerseits für sich in Anspruch nimmt, seinem Sohn Gesetzestreue und Anstand beigebracht zu haben, und von der Liebe zehrt, die der kleine Junge für ihn empfunden hat, der aber andererseits seinen Hang zu einem unsteten Leben und zu windigen Abenteuern, zu Schatzsuchen und Goldgraben, an seinen Sohn weitergegeben und damit dessen Realitätssinn getrübt hat. So bringt Smith allen Ernstes, als die Rede auf Mexiko kommt, den Plan auf, es wie die drei Helden aus „The Treasure of the Sierra Madre“ (1948) [1] zu machen und einen Claim aufzutun, und er trägt eine Karte mit sich, die den Weg zu einem alten Maya-Schatz weist. Immer wieder hört er aus dem Nichts die Stimme seiner Mutter, mit der er ebenfalls sehr traumatische Erinnerungen verknüpft, seinen Namen rufen. Außerdem träumt ihm von einem großen gelben Vogel – seinem Beschützer –, der damals, als er an einer Klosterschule unterrichtet wurde, erschien und – dies zeugt von Smiths innerer Aggression – den strengen und wohl auch ungerechten Nonnen die Augen aushackte. Vergegenwärtigt man sich die Kindheit dieses Jungen und die schmerzvoll-ambivalenten Familienbeziehungen, so ist man wiederum geneigt zu fragen, „Is God in this place, too?“ Die gleiche Frage läßt sich, natürlich viel offensichtlicher motiviert, für den Schauplatz der grausamen Morde stellen, zumal dann, wenn man Brooks‘ Darstellung der teuflischen Wechselwirkungen folgt, die schließlich in die Bluttaten mündeten. Diese sollen hier allerdings nicht verraten werden. Insgesamt halte ich „In Cold Blood“ für einen sehr bewegenden, und auch erhellenden Film – wenn man denn die menschliche Natur überhaupt erhellen kann –, der ein äußerst differenziertes Porträt Perry Smiths zeichnet. Die Person Truman Capotes wurde übrigens durch die Figur des Reporters Bill Jensen (Paul Stewart) ersetzt, der allerdings um einiges trockener und holziger auftritt, als man es von Capote gewohnt ist. Für die eingangs erwähnten stilisierenden Überzeichnungen würde ich allerdings einen kleinen Abstrich machen. [1] Interessanterweise ist der kleine mexikanische Junge, der Bogey sein Lotterielos aufgeschwatzt hat, seinerzeit von Robert Blake gespielt worden. Die Welt ist eben klein. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Verfilmung des Literaturklassikers von Truman Capote,
Von
Rezension bezieht sich auf: Kaltblütig (DVD)
Der amerikanische Autor Truman Capote veröffentlichte im Jahr 1966 den Tatsachenroman "In Cold Blood" (dt. Veröffentlichung: Kaltblütig: Wahrheitsgemäßer Bericht über einen mehrfachen Mord und seine Folgen), in welchem der Mord an vier Mitgliedern einer Farmerfamilie und die detailierte Darstellung der Fallaufklärung und die Hintergrundgeschichten der beiden Mörder dargelegt werden. Dieses packende Buch wurde hier im Jahr 1967 verfilmt, und es ist ein absolutes filmerisches Meisterwerk entstanden.Die schauspielerischen Leistungen, gerade von Robert Blake (spielt den Mörder Perry Smith) und Scott Wilson (spielt den Mörder Richard Hickock), sind beeindruckend und spiegeln die im Buch skizzierten Charakteren exelent wieder. Ihre Empfindungen und zerissenen Seelen, vor allem im Fall von Smith, werden so detailgenau und überzeugend transferiert, daß es einem beim Zusehen fast schon eiskalt den Rücken herunter läuft. Zudem sehen beide Schauspieler den tatsächlichen Mördern sehr ähnlich. Trotz der eindringlichen Skizzierung werden die Mörder nicht zu Opfern stilisiert, sondern bleiben daß was sie sind, eiskalte und gnadenlose Killer. Vielleicht ist gerade dieser Fakt ein Momentum, der diesen Film so einzigartig macht, und zwar das gesamte Geschehen intensiv aufzuarbeiten, aber nie falsche Sentimentalitäten oder ungerechtfertigte Positionen einzunehmen, welche die Zuschauer beeinflussen sollen. Klasse Inszenierung! Natürlich übt es einen ganz besonderen Reiz aus, daß wesentliche Teile des Films an den Originalschauplätzen spielen. So dient die tatsächliche Farm der Opferfamilie als Schauplatz des Mordes und auch der spätere Gerichtsprozeß wurde im Originalgerichtssaal gedreht. Zudem sehen nicht nur Blake und Scott ihren realen "Rollengebern" ähnlich, sondern bei sämtlichen Akteuren wurde offensichtlich auf Ähnlichkeit mit den tätsächlichen Personen hin geachtet. Wirklich wahre Authensität! Der Regisseur Richard Brooks hat den Film in schwarz-weiß gedreht und dabei einige schöne, vor allem aber schaurige, Kameraeinstellungen hingekriegt. Paßt hervorragend zum Flair des Films! Natürlich wurden einige Szenen aus dem Buch weggeleassen, was bei einem knapp über zwei Stunden dauernden Film, der auf einem über 450 Seiten dicken Buch basiert, nur natürlich und nachvollziehbar ist. Aber alle wichtigen Szenen sind verfilmt, und auch verdammt gut eingefangen. Fazit: Diesen aufwühlenden Film muß man gesehen haben, und wenn man vorher das Buch gelesen hat, um so besser. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
In cold blood-kaltblütig,
Rezension bezieht sich auf: Kaltblütig (DVD)
der film ist von truman capote und beruht auf wahren Tatsachen. er ist sehr gut gemacht und sehr interessant. wenn jemand gut english, bzw. amerikanisch kann soltte ihn in dem Origanlton sehen. Wenn die beiden Täter ins Gefängnis kommen , da fängt die wahre Geschichte an. Sehr interessant.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Viel mehr als eine Ergänzung zu "Capote",
Von
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kaltblütig (DVD)
"Kaltblütig" nach der Capote Story erzählt den Kriminalfall, der in den Sechzigern die USA bewegte. Zwei Kleinkriminelle ermorden eine ganze Farmerfamilie, werden dann geschnappt und schliesslich zum Tode verurteilt...der Film erzählt die Geschichte bis zur Hinrichtung.In "Capote" wird ja die Beziehung zwischen Truman Capote und zu einem dieser Täter ja angeschnitten... Hier in diesem s/w Film der 60s wird die Geschichte sehr dokumentarisch erzählt, aber sehr wirkungsvoll. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Super Film, tolle Qualität,
Von
Rezension bezieht sich auf: Kaltblütig (DVD)
Der Film ist dank seines semi-dokumentarischen Charakters optimal gelungen.Sehr gute Bild- u. Tonqualität. Absolute Kaufempfehlung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Top Thema, super Qualität,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kaltblütig (DVD)
Spannende,gelungene und authentische Verfilmung eines Weltklassikers.Die Qualität ist, gerade auch angesichts des Alters des Films, absolut begeisternd. Empfehlenswert auch für den, der bereits die beiden neueren Verfilmungen des Stoffs ("Capote" und "Kaltblütig") kennt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Kaltblütig von Richard Brooks (DVD - 2003)
Gebraucht & neu ab: EUR 69,00
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