MSS_ss16 Hier klicken Jetzt informieren muttertagvatertag Cloud Drive Photos Kamera16 Learn More madamet Siemens Waschmaschine A+++ Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip GC FS16

Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen5
3,8 von 5 Sternen
5 Sterne
2
4 Sterne
2
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
1
Format: Audio CD|Ändern
Preis:8,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 11. Dezember 2003
Alle beteiligten Musiker mussten sich vor den (nur fünf Tage dauernden) Aufnahmesessions Luis Bunuel`s „The Criminal Life Of Archibald De La Cruz" ansehen, denn Joe Henry hatte die Platte als eine Art Filmsoundtrack im Kopf. Ob's an dem erzwungenen Filmgenuss gelegen hat sei dahingestellt, die „Tiny Voices" sind jedenfalls very „Great" ausgefallen, ach was sagen wir: Ein Hammer-Album der dunkleren Provenienz, das aber funkelt und strahlt in der Dunkelheit. Henry`s brüchige Crooner-Stimme birst schier vor Emphase, kehrt facettenreich das Innerste nach Außen. Keine Nabelschau, keine billige Selbstdarstellung, dafür analytisches Sezieren und Skeletttieren.
Spielte Tom Waitts bislang in seiner eigenen Liga, so hat er nun einen ebenbürtigen Mitspieler gefunden. Joe Henry hat sich -wahrscheinlich ein Produkt seiner Zusammenarbeit mit Ornette Colemann und Solomon Burke- vom traditionellen Folk-Blues-Singer/Songwriter-Schema verabschiedet und lässt mit jazzigen Bläserarrangements (genial Don Byron an der Klarinette und Ron Miles an der Trompete!) seine kargen Kompositionen umgarnen. Das „Chaos akzeptieren" nennt er das selbst. Wilde, Bebop-artige Ausbrüche haben hier ihren Platz wie auch elegische oder im Swing-Jazz wurzelnde Arrangements. Ähnlich schön, ähnlich erhaben und ähnlich einzigartig war zuletzt nur das neue Werk von Robert Wyatt (und vielleicht noch von Elvis Costello). Die beiden sollten mal ein Duett zusammen aufnehmen.
0Kommentar|10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. November 2003
Es sind klassische Songs mit jazzigen Anklängen, Grundmuster aus dem Blues, Soul, Folk und poppige Refrains, nicht voll ausformuliert. Stücke und Ideen, über die locker live improvisiert wird, auch mal zum Nachteil: mal zu viel Trompete, mal verlieren sich manche Stücke und Muster und man wünschte sich etwas mehr Strenge, auch etwas mehr Fantasie im erzählenden Gesang. Wunderbar Don Byron, der sich nun wirklich in mein Herz gespielt hat, ferner die akzentuierten Gitarren und Jim Keltner etwa auf „Flag". E-Piano, natürlich. Die Vergleiche mit Tom Waits treffen es gut und die Empfehlung von Elvis Costello gibt einen Hinweis. Die Texte machten mir schon beim ersten Hören Spass, ein leichter Anklang von Ironie in Selbstmitleid, mehr aber der Stil, die kraftvollen kleinen Erzählungen und Reflektionen.
Hörtipps, und das sind einige: Flag, Sold, Loves you madly, Dirty Magazine und Animal Skin, wenn es eine Platte wäre, würde man dauernd die erste Seite hören.
Für einsame, leicht angetrunkene Abende genau die richtigen Atmosphärenklänge und man kann gespannt sein, was von Joe Henry noch kommt. Dies ist nichts, was einem den Atem raubt, aber ein richtig schönes Album, und das ist eine ganze Menge.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Oktober 2003
Vorweg: Joe Henry steht seit seinem zweiten Album "Murder of Crows" von 1989 ohne Unterbrechung ganz vorn in meiner Top-Five-Liste. Daran konnten die etwas bemühteren Werke der Neuzeit nichts ändern, auch wenn mir "Fuse" und "Scar" längst nicht so nahe gehen wie "Shuffletown" oder das mit den Jayhawks eingespielte "Kindness of the world". Ich fände es erfreulich, wenn sich Madonnas Schwesters Mann wieder mehr auf seine Meldodien verlassen würde, als sie immer stärker im Heuhaufen zu verstecken, garniert mit allerlei Experimentiererei.
Als ich die Beschreibung zu "Tiny Voices" das erste Mal las, dachte ich: Okay, das erste Joe-Henry-Album, das ich mir nicht kaufe. Kam dann aber doch nicht in die Tüte. Beim ersten Anhören war ich dann geradezu überwältigt. Das Trötengetöse konnte der wunderbaren Musik nichts anhaben, die mich erstaunlicherweise wieder sehr an "Shuffletwon" erinnerte.
Und jetzt? Jetzt lege ich die Platte eher selten auf, weil sie schön, aber anstrengend ist. Ich kann den Rezensenten und ebenfalls Joe-Henry-Fan verstehen, der die Platte förmlich verreißt und sich an dilettierende Klarinettisten erinnert fühlt. Aber so nach Mitternacht mit einem Whiskey oder einer schönen Flasche Bier in der Hand und einem warmen Körper neben einem, der sich an einen lehnt, ist diese Platte ein absoluter Genuss, den einfachere Werke oft nicht bieten.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Oktober 2003
Grossartige Songs, eingespielt von grossartigen Musikern, deren Spielfreude in jeder Sekunde spürbar ist. Joe Henry schafft, was nur wenige schaffen: Er entwickelt sich weiter und trifft doch immer seinen ureigenen Ton. Eine wunderschöne Platte, vielleicht noch besser als all seine anderen Meisterwerke.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. September 2003
Nur fürs Protokoll: Ich war bisher ein kompromissloser Bewunderer von Joe Henrys Songwriterkunst, besitze sämtliche seiner Alben und wahrscheinlich auch alle anderen Songs des Wahlkaliforniers, die sonst noch auf Compilation-Alben herumlungern.
Für mich gehört(e) Henry zu einem der talentiertesten, vielfältigsten und innovativsten modernen Songwritern der USA. Ob die eher an Folk und Americana orientierten Anfänge des Künstlers (Tipp: "Shuffletown" oder "Short Man's Room") oder aber die späteren, jazzorientierteren und düstreren Werke (sensationell: "Trampoline" oder "Fuse"), stets schaffte es Henry, mich aufs Neue zu begeistern. Sein neuestes Werk "Tiny Voices" allerdings hat mich maßlos enttäuscht. Nach wie vor schreibt Madonnas Schwager wunderschöne lyrische und zum Teil herrlich sarkastische Texte. Meine Enttäuschung manifestiert sich auch weniger an den zum großen Teil recht schönen Melodien. Es ist viel mehr die Art und Weise, wie Henry eben diese mit Methode demontiert. So zersägt der konsequent schräg spielende Holz-bläser Don Byron sämtliche aufkeimende Harmonie und Struktur. Man hat beim Hören des Albums permanent den Eindruck, als würde im Nebenraum ein untalentierter Klarinettist (wahlweise Saxofonist) üben. Das kann selbstverständlich auch witziges Stilmittel sein, über die Länge eines ganzen Albums hinweg allerdings nervt es deutlich.
Die Vergleiche mit dem Labelkollegen Tom Waits (den ich ebenso und immer noch verehre) ziehen hier meines Erachtens nicht, da dieser bezüglich der intelligenten Dekonstruktion seiner eigenen Songs wesentlich songdienlicher und erheblich einfallsreicher vorgeht. Auch das Argument "Jazz" passt hier nicht wirklich. Zumindest war Jazz für mich bisher immer noch etwas mehr als ein Songwriter samt kakofonierendem Holzgebläse, die in einem Raum eingesperrt nebeneinander her musizieren.
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

11,61 €
12,99 €
8,99 €