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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ihr bisher bestes Album.
„Forget Yourself" - genau das war es, was die letzten Alben von The Church ausmachte: man konnte sich brilliant arrangierten und abgemischten Soundlandschaften hingeben, die einerseits typisch für diese Band sind, andererseits aber auch zeigen, dass sie sich weiterentwickelt. Mainstream war diese Musik schon lange nicht mehr, und das ist hier ein eindeutiges...
Veröffentlicht am 31. Oktober 2003 von timetunnel

versus
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2.0 von 5 Sternen Ein Satz mit X: das war wohl nix!
Hier hat sich meine Lieblingsband völlig vergaloppiert: breite Wände aus waberndem Gitarrenlärm versperren einem den Weg, das Schlagzeug klingt wie ein billiger Synthie-Roboter, die Songstrukturen gehen in Hall und Echo unter, alles ist verzerrt, verwaschen, ein Klangbrei auf scheinbar 128 Tonspuren.

Was ist denn nur passiert mit den Jungs? Wo...
Veröffentlicht am 28. Januar 2007 von Seekuh


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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ihr bisher bestes Album., 31. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Forget Yourself (Audio CD)
„Forget Yourself" - genau das war es, was die letzten Alben von The Church ausmachte: man konnte sich brilliant arrangierten und abgemischten Soundlandschaften hingeben, die einerseits typisch für diese Band sind, andererseits aber auch zeigen, dass sie sich weiterentwickelt. Mainstream war diese Musik schon lange nicht mehr, und das ist hier ein eindeutiges Merkmal für Qualität. The Church ist seit über 23 Jahren aktiv und hat seitdem unzählige Alben veröffentlicht, und hier ist es nun, das inzwischen 13. Album (wenn man "A Quick Smoke At Spots", „Box Of Birds" und „Parallel Universe" nicht mit zählt).
Schon mal vorweg: sie haben es mal wieder geschafft und sich selbst übertroffen. Ihr letztes Album „After Everything Now This" zeichnete sich durch meist ruhige, fein geschliffene Songs aus, war edel abgemischt und hatte mit „Numbers" und „Radiance" zwei Stücke, die sich einem sofort ins Gedächtnis brannten. Ein sehr gutes Album, sicherlich eines ihrer besten, mir aber insgesamt einen Tick zu seicht. Die große Frage war: was kommt danach, welches Weg werden sie gehen?
Und da sind wir jetzt: 14 neue Tracks, knapp 65 Minuten, auf „Forget Yourself", dazu eine limitierte, inzwischen vergriffene Schnupper-Single „Song in Space". Beides erstmal nur in Australien erhältlich, bis sich das Ende Januar 2004 auf den Rest der Welt ausweitet.
Also, erstes durchhören: mmh. Anders als die letzten beiden Alben. Kein sofortiger persönlicher Favorit dabei. Es ist klar: dieses Album wird sich einem erst durch weiteres Anhören erschließen. Auf geht's... Viel rockiger als die letzten Alben. Man nehme das Rohe und Raue vom Sound ihres Coveralbums „Box Of Birds", mische das mit den edlen Anteilen von „After Everything Now This", nehme die Experimentierfreudigkeit ihres Seitenprojektes "Pharmakoi" (erschienen unter dem Bandnamen "Refo:mation") und gebe noch ein gute und große Prise 70er Psychedelic Rock dazu. Nach und nach kommt dieses Gefühl, etwas ganz großem zuzuhören, bei dem eigentlich kein Stück heraus fällt. Die schon genannte Single „Song in Space" ist jedoch sicherlich eines der schwächeren Stücke. Herausragend dagegen das psychedelische „The Theatre And Its Double" mit dem grandiosen Gitarrensolo am Ende, das wie eine verzerrte Mischung aus spanischen Flamenco und indischer Sitar klingt und wieder einmal belegt, dass diese Band nicht umsonst als „inventor of psychedelic guitar" angesehen wird. Weiterhin fallen die eher ruhigen, wunderschönen „Maya", „Sealine" und „Reversal" auf, die rockigen „Lay Low" und „See Your Lights" sowie das poppige „Telepath" (Empfehlung für die nächste Singleauskopplung).
Am Ende ist es klar: dies ist ihr definitiv bestes Album. Vergleiche mit anderen Bands fallen schwer, und das vielleicht auch deshalb, weil bisher niemand ein solches Album gemacht hat. Als Radiohead ihre Gitarren in die Ecke schmiss und nur gelegentlich wieder hervor holte, um am Ende „Kid A" vorzustellen, hatten wir es mit einem Meisterwerk zu tun, das seiner Zeit um Jahre voraus war und wohl viele andere Bands und Alben prägen wird. „Forget Yourself" lässt sich von Stil und Sound her kaum mit „Kid A vergleichen, dafür ist es zu verschieden. Es könnte jedoch das Album sein, das viele gitarrenschwingende Bands die nächsten Jahre stark beeinflussen wird, denn es sorgt dafür, dass die guten und interessanten Elemente des Psychedelic Rock der 70er Jahre im 21. Jahrhundert ankommen. Klar ist, das einige auch bekanntere Bands The Church schon länger zu ihren Vorbildern zählen (wie zum Beispiel Thom Yorke von Radiohead, der von The Church als seiner „musical roadmap" spricht).
Hier ist alles drin, was man sich von dieser Band heutzutage wünscht. Vergessen wir die alten „Under The Milky Way"-Zeiten, die sehr schön waren, endgültig. Jetzt wird's nämlich noch viel schöner.
„Sound that caresses the senses". Absolut.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unwiderstehlich, gewaltig, wunderschön, 14. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Forget Yourself (Audio CD)
Von ferne rauscht ein abgrundtiefer, vibrierender Gitarrenakkord heran, packt dich am Kragen und in der nächsten Stunde zieht dich diese Platte mit der Macht eines rostigen Frachtschiffs durch ein Meer aus Gitarren und Stimmung. Komme ich hier etwa ins Schwärmen? Acht lange Jahre veröffentlichen die Australier, mit Paisleyhemd und 28 Saiten bewaffnet, nahezu unbemerkt einen Klassiker nach dem anderen, bevor ihnen 1988 mit "Under the Milky Way" ein Überraschungserfolg glückte; ein Song mit zartesten Akustikgitarren, einem Dudelsacksolo und dem traumverlorenen Bariton von Steve Kilbey. Der kommerzielle Erfolg währte nicht lang und The Church wurden wieder ein gutgehütetes Geheimnis der australischen Musik.
Es ist unbegreiflich schön, was sich alles mit Gitarren machen lässt: undurchdringliche Klangnebel spinnen, markerschütterndes Geschepper loslassen, berauschende Harmonien ins Universum schicken. Peter Koppes und Marty Willson-Piper bringen aus ihren Gitarren mächtige Klangblöcke hervor und schichten sie zu Soundkathedralen, mit Telecaster, Strat und vor allem dieser wohlklingenden Zwölfsaitigen aus dem Hause Rickenbacker. Das ist keine angeberische Gitarren-Wechsel-Schlacht, sondern Liebe zum Detail. Die Klänge werden nicht zu Brei und Bombast produziert, immer bleibt in den Arrangements Luft zum Atmen. Koppes und Willson-Piper machen eigentlich Kammermusik, nur eben mit den Reglern auf 11. Das kann dezent vor sich gehen, wie bei "Telepath", das verhalten beginnt, bevor man in einem unwiderstehlichen Strudel gezogen wird. Oder mit an Barbarei grenzender Kraft wie beim "Song in Space", einem Stück wie flüssiges Metall, legiert mit beatlesker Melodienseligkeit. "The Theatre & Its Double" ist ein opiumberauschter Walzertraum mit Flamencoeinlage. "Lay low" und "Nothing seeker" beschwören Alptraumfantasien herauf. "June" und "Maya" sind sinistre Balladen von melancholischer Schönheit. Diese Sprünge, von der gläsernen Fragilität zum dichten Spacerock, von düsteren Dröhnen zu elegischer Melancholie machen atemlos, bevor "Forget Yourself" mit "Summer" endet - Musik wie von Claude Monet gemalt, als hätte man zu lang in die Sonne geschaut.
Und über allem Steve Kilbeys surreal versponnene Texte und seine Stimme, die nicht nur in Würde altert, sondern wie ein edler Wein mit den Jahren gewinnt. Diese distanziert elegant-tiefe Stimme mit ihrem warmen Timbre bekommt Risse; hindurch schimmert Emotion. Ungemein bestrickend kann sie wirken, bis sie sich urplötzlich kühl wie ein Rauhreif auf die Lieder legt. Marty Willson-Pipers "See your lights" würde die Strokes zu Asche zerfallen lassen und die Herren von Coldplay dürften sich bei der eisigen Schönheit von "June" und "Appalatia" weinend unter dem Mischpult verkriechen. Was The Church von ihren Epigonen unterscheidet, ist der Unwille, den Klang gewissermaßen mit Firnis zu überziehen. Es wird wenig gefeilt und geschliffen. Krachen, Quietschen, Saitenriss bleiben einfach stehen, mit der Souveränität des Meisters, die sich sonst vielleicht nur noch Neil Young erlaubt. The Church haben in diesen vierzehn Liedern ein Genre erfunden und bewegen sich sich darin mit Souveränität und jenem Mut, den man sich nur erlauben kann, wenn niemand mehr etwas erwartet. "Forget Yourself" ist ein vollendetes Meisterwerk, eine langsame Explosion, ein rotglühender Fixstern, der träge durch den Raum schwebt und noch lange, lange leuchten wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schweres Bouquet, sehr trocken aber vollmundig, wunderbar im Abgang!, 10. Dezember 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Forget Yourself (Audio CD)
Puh! An diesem Album kann man sich die Zähne ausbeißen! Ob man nun Musik von THE CHURCH gewohnt ist oder die Band überhaupt nicht kennt. Letzteren sei gesagt: sie lesen gerade die Rezension über ein völlig abgefahrenes, gitarrenorientieres Independent-Album einer Band aus Australien, die seit 1980 von der breiten Öffentlichkeit verkannt wird.

Dieses Album enthält 66 sperrige Minuten verschrobener Musik zwischen Art-Rock, Pop und Shoegazing. Eigentlich ist alles enthalten, was eine gute Scheibe braucht: schöne Melodien, stampfende Rocknummern, zarte Balladen, Kraft und Emotion und Melancholie - aber man muss es hinter dem Nebel erst finden. Denn zunächst versperren uns breite Wände aus rückkoppelnden Gitarren und Halleffekten den Blick auf die tatsächliche Schönheit dieser Musik. Und die ungewöhnlichen Melodieverläufe führen uns in die Irre, bis wir nach drei-, viermaligem Hören den Weg in dieser seltsamen Klangwelt finden.

Mit warmen Bariton geleitet uns Bassist und Sänger Steve Kilbey durch die phantastische Zauberwelt von THE CHURCH und führt uns immer wieder durch widerspenstige Melodien zu schönen, geheimnisvollen Orten. Ich kann diese Musik nur in Bildern beschreiben. Denn es gibt eingängigere Alben von THE CHURCH, beispielsweise den sanften Vorgänger "After Everything", der hiergegen wie ein sonniger Strandtag klang. "Forget Yourself" ist biestig, kaum greifbar - und kokettiert doch mit seiner Eigen- und Einzigartigkeit, als wollte es uns sagen: "Es ist mir egal, ob du mich magst! Aber fasziniert bist du doch von mir!"

Viele Hörer werden vielleicht an diesem Album scheitern - doch es liegt eine Belohnung für den Hörer darin verborgen, der sich diese 14 Lieder erorbern will, der sich auf die psychedelischen, seltsam-schönen und wahnwitzigen Klangwelten einlässt. Mainstream ist Standard - dies hier ist Zauberei! Wer sich darauf einlässt, wird entführt und vergisst sich selbst - FORGET YOURSELF!

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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Werk, das Zeit braucht, 1. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Forget Yourself (Audio CD)
Mein erster Eindruck von „Forget yourself" war eher etwas enttäuschend. Die Erwartungen an ein neues Album von „the church" sind eben immer recht hoch, und nach den vielen Vorschusslorbeeren hatte ich mir mehr versprochen. Nach jetzt ca. fünf Durchläufen kann ich meinen ersten Eindruck jedoch weitestgehend revidieren. Man muss dem Album etwas Zeit geben, etwa so wie seinerzeit bei „Magician...". Haben sich einen die Songs „Song in space", „Maya" oder „I kept everything" aber erst einmal erschlossen, dann hört man eines der abwechslungsreichsten Alben der Band in den letzten Jahren. Was jedoch nach wie vor etwas stört, ist die sperrige Produktion. Vor allem der Sound der Drums ist mir oft eine Spur zu künstlich und teilweise hätte man auf die eine oder andere Gitarrenspur verzichten können. Stellenweise sind die Songs etwas überladen. Der klare Sound von „After everything..." hat mir schon besser gefallen. Verglichen mit dem Gesamtwerk der Band landet „Forget yourself" für mein Empfinden im oberen Mittelfeld. Den Inselstatus von „Starfish" oder „Sometime anywhere" erreicht es nicht ganz. Unbestritten ziehen „The church" in ihrem Genre weiterhin einsame Kreise. Im Vergleich mit „Radiohead" und Konsorten wären auch für „Forget yourself" sicher 5 Sterne angebracht. An sich selbst gemessen, sind es diesmal aber nur vier.
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0 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Satz mit X: das war wohl nix!, 28. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Forget Yourself (Audio CD)
Hier hat sich meine Lieblingsband völlig vergaloppiert: breite Wände aus waberndem Gitarrenlärm versperren einem den Weg, das Schlagzeug klingt wie ein billiger Synthie-Roboter, die Songstrukturen gehen in Hall und Echo unter, alles ist verzerrt, verwaschen, ein Klangbrei auf scheinbar 128 Tonspuren.

Was ist denn nur passiert mit den Jungs? Wo ist die Dynamik geblieben, das Gefühl, die Songstruktur, die Melodie? Einige Songs finden sich auf dem "Unplugged"-Album "El Momento Descuidado" wieder und kommen dort klar und angenehm rüber. Aber das hier - das ist ein Schuss in den Ofen!

Neben "Hologram Of Baal" ist dies das zweite Album von "The Church", das ich wieder verkauft habe, und das obwohl "The Church" meine absolute Lieblingsband ist, deren jeweils nächste Neuveröffentlichung ich immer wieder sehnsüchtig erwarte.

Ich bin immer noch fassungslos!
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Forget Yourself
Forget Yourself von The Church (Audio CD - 2004)
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