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5.0 von 5 Sternen "Jeder ist mit uns!"
John Malcovich ist im gegenwärtigen amerikanischen Kino eine eigenartige Persönlichkeit, obwohl man auch seine Vorliebe für Theaterausflüge beachten muss, bevor man über schlichtweg dämliche "Con Air" - Abcashaktionen ein Wort verliert. Malcovich ist insofern "anders", weil er den wohl "europäischsten" Star darstellt. Und hier in diesem...
Veröffentlicht am 26. Januar 2004 von Dr. Klaus Veiter

versus
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Polizei oder Militär?
In einem südamerikanischen Staat wird ein Polizist (Dienstrang: Obrist) vom Land in die Stadt versetzt. Dort erhält er den Auftrag, den Anführer einer Gruppe dingfest zu machen, die Anschläge verübt. Er strebt dieses Ziel mit polizeilichen Mitteln an, während die Regierung das Militär auf die Straßen schickt.
John Malkovich...
Veröffentlicht am 16. November 2003 von Roland Weber


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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Jeder ist mit uns!", 26. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Obrist und die Tänzerin (DVD)
John Malcovich ist im gegenwärtigen amerikanischen Kino eine eigenartige Persönlichkeit, obwohl man auch seine Vorliebe für Theaterausflüge beachten muss, bevor man über schlichtweg dämliche "Con Air" - Abcashaktionen ein Wort verliert. Malcovich ist insofern "anders", weil er den wohl "europäischsten" Star darstellt. Und hier in diesem Film, der gleichzeitig sein Regiedebüt im Spielfilm markiert, kann man durchaus gewisse Blicke in Richtung Europa entdecken. "The Dancer Upstairs" (dt. Der Obrist und die Tänzerin) ist ein Politthriller, ein solcher wie ihn schon Constantin Costa - Cravas, oder Francesco Rosi inzinierten. Und doch ist der besprochende Film etwas "anderes". Denn gewissermaßen stellt er Cravas` Ansatz sogar auf den Kopf.
Lateinamerika - die jüngste Vergangenheit
Eine Reihe brutaler Terroranschläge erschüttern das Land. Drahtzieher derselben ist ein gewisser "Ezequiel", ein Unbekannter der am Tatort nur kurze "Slogans" hinterlässt, keine Forderungen preisgibt, den solche könnten falsch verstanden werden.
Augustin Rejas (Javier Bardem) hat seine vielversprechende Anwaltskarriere aufgegeben. Der Mann hat es nie vertragen, dass vor Gericht nicht immer die Wahrheit zählt. Nun ist er Polizeibeamter, der Staat ist mit dem Gehalt im Rückstand, mit seiner Frau führt er nur oberflächliche Gespräche.
Rejas erhält den Auftrag diesen "Ezequiel" aufzuspüren, was sich als durchaus schwierig entpuppt. Der Druck von "oben" wird immer grösser. Als ein weiteres Regierungsmitglied getötet wird, lässt der Präsident das Kriegsrecht ausrufen.
Inmitten dieser schwierigen Zeit verliebt sich Rejas in Yolanda (Laura Morante), die Ballettlehrerin seiner Tochter. Die intensiven Gespräche mit ihr geben ihm Kraft fortzufahren mit dem ausweglosen Kampf...
Um auf die anfänglichen Sätze zurückzukommen: Selbstverständlich "The Dancer Upstairs" ist ganz klar handlungstechnisch mit europäischen Politthrillern verbunden, beispielsweise die von Costa - Cravas, der ja oft zwischenmenschlicher Gefühle benutzt, um Politisches zu vermitteln. Doch eine politische Aufklärung mit dramaturgischen Mitteln kommt in Malcovichs Film nicht zum Zuge. Er stellt den Ansatz quasi auf den Kopf.
Obwohl nur spanische, oder europäische Darsteller vorkommen fühlt sich der Film zunächst deutlich amerikanisch an. Ein hervorragender Javier Bardem (bekannt aus "Live Flesh") hat den Film absolut in der Hand. Neben der perfekten Darstellung eines älteren Menschen (Rejas ist mindestens 10 Jahre älter als der Darsteller selbst) vermag es Bardem auch Sensiblität makellos aus dem Charakter herauszuarbeiten. Dank guter Nebendarsteller und glaubwürdigen Charakteren (einzig Rejas Frau wirkt etwas überzeichnet), sowie einem gut aufgebautem Drehbuch kann sich der Film mit dem Begriff "perfektes Spannungskino" rühmen, ohne dabei aber nicht weiter zu gehen.
Bereits der Prolog der über das Wort "Zeit" philosophiert, um kurz darauf einen Panormablick auf die lateinamerikanische Berglandschaft zu zeigen, bleibt in Erinnerung. Ebenso die klare, dabei aber auch sehr weitreichende Aussage des Terroristen nach der Verhaftung: "Jeder ist mit uns!". Denn in der Revolution wird gar nicht mehr nachgedacht, worum es denn geht. Ein Lastwagenfahrer im Film zitiert gewissermaßen John Malcovich mit der Aussage: "Das ist keine Weltrevolition, dass ist ein F*** - Marathon." In nur wenigen Sätzen bringt der Film so vieles auf den Punkt, dass er oftmals gar nicht erfasst werden kann.
Eine gute Idee ist auch die Verwendung von spanisch - sprachigen Schauspielern, die nur gebrochen Englisch sprechen, da somit die Geschichte Lateinamerikas bereits in jedem gesprochenen Wort thematisiert wird. Der Film beruht auf wahren Begebenheiten, hält sich aber nicht an die Fakten.
Die harten Schussszenen geraten in diesem kleinen Meisterstück glücklicherweise auch nicht zum Selbstzweck, sodass man uneingeschränkt die Höchstbewertung geben darf.
Bis auf kleine Fehler beim Bildtransfer ist die DVD qualitativ in Ordnung, auch wenn der 5.1 Surround Sound (Deutsch & Englisch) klarerweise nur eingeschränkte Dynamik bieten kann. Untertitel sind ausblendbar, Bonusmaterial mit Trailer, 2 Interviews von je 10 Minuten, Aufnahmen von der Weltpremiere, sowie einem kurzen Blick hinter die Kulissen ebenfalls reichhaltig vorhanden.
KAUFEMPFEHLUNG!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Polizei oder Militär?, 16. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Obrist und die Tänzerin (DVD)
In einem südamerikanischen Staat wird ein Polizist (Dienstrang: Obrist) vom Land in die Stadt versetzt. Dort erhält er den Auftrag, den Anführer einer Gruppe dingfest zu machen, die Anschläge verübt. Er strebt dieses Ziel mit polizeilichen Mitteln an, während die Regierung das Militär auf die Straßen schickt.
John Malkovich verfilmt hier eine Geschichte über den "Leuchtenden Pfad" in Peru. Dabei zeigt er die beiden grundlegenden Wege auf, wie man einer Terrorgruppe entgegentreten kann: mit rechtsstaatlichen Mitteln oder mit Gegengewalt. Durch die Tänzerin, die der Tochter des Obristen Tanzunterricht gibt, erhält die Erzählung eine zusätzliche, persönliche Note.
Obwohl einige Aktionen der Terrorgruppe brutal dargestellt werden hatte ich nicht den Eindruck, einen gewalttätigen Film zu sehen. Das liegt daran, daß die Hauptfigur sich standhaft weigert, der Gewalt mit Gewalt entgegenzutreten. Ein hervorragender Film, der zum Nachdenken anregt.
Dem Film würde ich 5 Sterne geben, aber die deutsche DVD ist völlig verpfuscht. Auf der Original-Tonspur wird neben Englisch auch eine Landessprache gesprochen (Spanisch?). In der Synchronversion sind die englischen Teile eingedeutscht, die Landessprache ist unverändert übernommen. Leider kann man die Untertitel nur komplett an- oder abschalten, Untertitel nur für die Landessprache gibt es nicht. Ich mußte immer wieder zurückspringen, um einzelne Szenen nochmal mit eingeschalteten Untertiteln zu sehen. Letztlich habe ich mir die englische DVD des Films zugelegt.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung und Authenzität, 14. August 2003
Von 
Fred Werner "fridericus1" (Norddeutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Obrist und die Tänzerin (DVD)
John Malkovich hat nicht nur an Originalschlauplätzen, sondern auch mit südamerikanischen Schauspielern gedreht. Dies verleiht dem Film eine bestechende Authenzität. Er ist hochgradig spannend und beschäftigt sich mit einer Gesellschaft, die uns Mitteleuropäern manchmal ach so fern liegt. Das Unglück und die Probleme der südamerikanischen Staaten, die allgegenwärtige Drohung der militärischen Macht und die Fragwürdigkeit "revolutionärer Gewalt" werden sehr deutlich. Für mich einer der besten Filme, die in diesem Jahr auf den Markt kommen!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Guter Film, schlechte DVD, 4. Mai 2009
Von 
Michael Dee (Leverkusen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Obrist und die Tänzerin (DVD)
Herr Roland Weber spricht bereits das Problem der fehlenden Übersetzung an.
Das "springen" mit angeschalteten Untertiteln ist eine Zumutung und mir völlig unverständlich. Offensichtlich hat sich entweder niemand, aber auch wirklich niemand, von den Produzenten dieser DVD den Film tatsächlich einmal angesehen, oder hier liegt wieder so eine seltsame Urhebergeschichte vor, die niemand nachvollziehen kann.
Wie auch immer; ich rate vom Kauf dieser DVD-Version dringend ab. Die zwei Sterne gab es nur, weil der Film ausgesprochen gut ist.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Star und die Tänzerin, 9. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Obrist und die Tänzerin (DVD)
Mittelpunkt dieses - in den ersten 40 Minuten leicht ungelenk wirkenden - Films ist zweifellos Javier Bardem, der wieder einmal seine hohe Wandlungs- und Anpassungsfähigkeit unter Beweis stellt. Ausnahmekünstler, der er ist, zeichnet er intuitiv und überzeugend den fiktiven Polizisten, der den realen Terroristen Abimael Guzmán(im Film als Ezequiel Durán) zur Strecke bringt. In erster Linie ist es ihm zu verdanken, daß man John Malkovichs über lange Strecken spannungsarmen ersten Filmversuch bis zum Ende anschaut. Faszinierend wie immer ist seine beherrschte, oft introvertiert erscheinende Darstellungskunst, die Feinfühligkeit seines Spiels, die stets die humanen Seiten der von ihm verkörperten Figur betont. Es ist zweifellos keine leichte Aufgabe, neben ihm in der Rolle des zweiten Protagonisten zu bestehen, doch Juan Diego Botto meistert seinen Part beachtlich gut. Laura Morante ist mit der ehemaligen Tänzerin Yolanda eine recht kleine Rolle zugefallen, die sie glaubhaft ausfüllt. Die Bildersprache ist sachlich, fast dokumentarisch, mit langen Sequenzen, die gelegentlich etwas langatmig wirken. Der Schnitt ist häufig sprunghaft, sodaß vornehmlich in der ersten Hälfte des Films ein bruchstückhafter Eindruck entsteht. Als Thriller" kann man den Film kaum bezeichnen, dazu fehlt ihm das sich kontinuierlich steigernde Spannungsmoment, aber sehenswert ist er allemal, und sei es auch nur Bardems vorzüglichen Spiels wegen.
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Der Obrist und die Tänzerin
Der Obrist und die Tänzerin von Nicholas Shakespeare (DVD - 2003)
EUR 10,76
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