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am 28. April 2008
Der Film

Der Pistolenheld Shane (Mike Marshall, eine schlechte Franco Nero und Gianni Garko Kopie) findet in dem Haus seiner Eltern niemanden mehr vor. Seine Erzeuger und seine erstaunlicherweise extrem jüngere Schwester wurden von Ralph Magdalena und seinen Mannen brutal ermordet, um ihr Land zu bekommen. Also macht sich Shane auf die Suche nah jenen. Auf seinem Weg gerät er zur Genesung auf die Ranch einer Wittwe, die mit ihrem Sohn allein in dem Haus wohnt und Shane aufnimmt. Es kommt wie es kommen muss und Shane und Georgiana fliehen vor Magdalenas Bande. Doch Shane sinnt nach wie vor auf Rache. So kommt es zum alles entscheidenden Showdown.

Kritik: Es ist schön, einen so seltenen Rache-Western in den Händen zu halten und endlich zu sehen. Die Rache-Story ist typisch und geht leider unter den zahlreichen des Genres unter. Dass sich der Film mit Genregrößen nicht messen kann, war von vornhinein klar und das möchte er auch garnicht. Im soliden Mittelfeld bewegt sich dieser Recht brutale Western. Der Hauptdarsteller glänzt leider überhaupt nicht (das einzige was glänzt sind seine blauen Augen). Mit persönlich hat die Rolle des Benson (toll gespielt von Spartaco Conversi) am besten gefallen. Insgesamt ist der Cast ganz ordentlich. Das, womit der Film auftrumpfen kann sind die schönen Schlägereien und guten Schießereien. Die Musik passt wunderbar, erstaunt war ich nur, als plötzlich Morricone Adaptionen kurz vor dem Showdown in der Mine ertönten. Das hat den Komponisten Enrico Ciacci & Marcello Marocchi wohl recht gut gefallen. Alles in allem ein mittelguter Western.

Die DVD

"Dieser Film ist extrem selten und wurde von einer der letzten verfügbaren Kinorollen abgetastet und restauriert. Die Bildqualität entspricht durch das hohe Alter des Filmmaterials nicht dem hohen DVD-Standard." Dies steht auf dem Cover der Marketing-Scheibe drauf. Die Kopie wurde also vom deutschen Master gezogen, dass leider auch schon mehrere Minuten geschnitten ist.

Bild: Wie vorher gewarnt, ist das Bild wirklich sehr schlecht. Es beherrschen viele Artefakte, viele senkrechte dünne Striche und leichter Grauschleier das Bild. Dennoch sind einige Farben recht satt. Definitiv kein Standard, aber man kann es seinen Augen antun. Aufgrund der alten 35mm-Kopie, die abgetastet wurde, findet man sich oft mitten im Film mit plötzlichen Schnitten konfrontiert. Gerade im Showdown verden die Schnitte extrem klar. Es ist allerdings unsicher, ob sie vom Verleih gewollt sind oder aufgrund des schlechten Zustandes des Gesamtmaterials nicht zu retten waren...

Ton: Der Ton wirkt komplett dumpf und ist fast durchgängig knisternd, was den Spaß etwas mindert. Synchron zum Bild kommt es auch hier zu kurzen Tonaussetzern. Leider gibt es nur den deutschen Ton, weder englisch noch italienisch wurde den Westernfans hier geschenkt. Schade.

Synchronisation: Das Kind ist wie immer in den Spaghetti Western schlecht synchronisiert. Ansonsten ist die Synchronisation bis auf ein paar peinliche Ausnahmen recht ernst und gut. Untertitel wurden leider auf nicht berücksichtigt, was einen Vergleich mit dem Original nicht zulässt. Auch wieder schade.

Extras: Neben einem recht guten Trailer vom Film erwartet den Extras-Fan recht wenig. Nach vier Pressefotos in einem schrecklichen Rahmen (allerdings von recht guter Qualität) folgt eine "Plakatshow" mit zwei Postern. Außerdem gibt es Texttafeln mit Filmografien der Hauptdarsteller und des Regisseurs. Zum Schluss gibt es noch einen Trailer zum ebenfalls bei Marketing erhältlichen Ohne Dollar keinen Sarg. Wie man es bei Marketing also gewohnt ist, so gut wie keine Extras.

Urteil

Aufgrund der Rarität (außer in Deutschland nur als ungekürztes Bootleg von Jerski erschienen) ist der Western schon ein Muss. Zwar überzeugt er nicht durch Originalität, dafür umso mehr mit solider Leistung in Sachen Cast, Story und Musik. Bild- und Tontechnisch weist die DVD natürlich nichts auf, anschauen kann man den Film trotzdem. Aufgrund der so gut wie fehlenden Extras ist der Film in dem Preissektor kaufbar. Für Genrefans ein Muss, für alle anderen wahrscheinlich nichts besonderes.
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am 15. November 2009
Akzeptabler B-Western, bei dem wieder einmal Morricones Musik zweckemfrendet wurde; wie so oft bei kleineren Pro-
duktionen musste ein Thema aus "Für eine Handvoll Dollar",1964, und "Die letzten Zwei vom Rio Bravo",1964, herhal-
ten. Der Film selber ist unterhaltsam, haut einen aber nicht vom Hocker. Das kopierte Material ist leider in einem
lausigen Zustand. Man verpasst nix, wenn man den Film nicht in seiner Sammlung hat.
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am 2. Juni 2007
Zum Abschied noch ein Totenhemd ist ein sehr solider Italowestern. Mit Meisterwerken wie "Django" oder "Leichen pflastern seinen Weg" kann er zwar nicht mithalten. Aber bei über 2000 Italowestern ist er durchaus ein Vertreter der besseren Machart. Die Story dreht sich um einen Mann, der nachdem seine Familie getötet wurde Rache an den Mördern nimmt. Ein spannender und kurzweiliger Western der aus meiner Sicht sehr empfehlenswert ist. Das Bild der DVD entspricht zwar nicht dem Standard der heutigen Qualität. Der Film ist 40 Jahre alt, von daher ist dieser Abstrich zu verkraften.
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