holidaypacklist Hier klicken Sport & Outdoor foreign_books Cloud Drive Photos Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip GC FS16

Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen2
5,0 von 5 Sternen
5 Sterne
2
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Audio CD|Ändern
Preis:50,00 €+ 3,00 € Versandkosten

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 500 REZENSENTam 4. Mai 2009
Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war Gaetano Donizetti, einer der produktivsten Opernkomponisten aller Zeiten, in der Wahrnehmung des Publikums fast nur noch als Komponist der Lucia di Lammermoor und einiger komischer Opern präsent.

Mit der Rückkehr des Belcanto durch Sängerinnen wie Maria Callas, Leyla Gencer, Joan Sutherland, Montserrat Caballé, Beverly Sills und Edita Gruberova wurden dann immer mehr Donizetti-Opern wieder entdeckt, von denen sich einige auch dauerhaft im Repertoire behaupten konnten, darunter auch Maria Stuarda, eine Oper, die schon kurz nach ihrer Uraufführung 1835 von den Spielplänen verschwand, erst 1958 wieder ausgegraben wurde und heute als eine der großartigsten Opern des Belcanto anerkannt ist: Donizetti hat das dramatische Potential der Vorlage - Schillers Drama Maria Stuart - perfekt ausgenutzt.

Kein Wunder also, dass es von dieser Oper mehrere gute bis hervorragende Aufnahmen gibt, u. a. mit Gencer (live), Sills,Caballé (live),Janet Baker (auf englisch!), vor allem aber Dame Joan Sutherland (unter Richard Bonynge neben Luciano Pavarotti und Huguette Tourangeau) und zweimal Gruberova in der Titelrolle. Wenn diese 1989 entstandene Einspielung also meine Lieblingsaufnahme der Oper ist, will das etwas heißen:

Edita Gruberova singt die unglückliche Königin im Exil hier weniger royal als in ihrer zweiten, acht Jahre später entstandenen Aufnahme, auch als die sehr souveräne Sutherland. Dafür gestaltet sie die Verletzlichkeit der Partie ganz wunderbar. Die Finalszene im Kerker erinnert bei ihr an La Traviata.

Die Gegenspielerin Elizabeth I wird hier von Agnes Baltsa gesungen und ist einer der Gründe, warum ich diese Aufnahme der neueren vorziehe: Zwar merkt man ihrer inzwischen etwas hauchigen Stimme an, dass sie sich wohl einige Carmens und Ebolis zuviel angetan hatte. Was sie hier aber an Koloratur-Virtuosität einerseits, dramatischer Interpretation andererseits zeigt, stellt die etwas brave Tourangeau und die weniger präsente Carmen Oprisanu (2. Aufnahme) in den Schatten. V. a. durch Baltsa wird das Finale des 2. Aktes - der Streit der Königinnen - zu einer unerreichten Tour de force.

Die dritte Hauptrolle schließlich, der Earl of Leicester, wird von Francisco Araiza gesungen, dem großen Mozart- und Rossini-Spezialisten, der zur Zeit dieser Aufnahme gerade begann, etwas dramatischere Rollen anzunehmen. Was ihm im Vergleich zu Luciano Pavarotti an reinem Stimmvolumen fehlt, macht er durch die Zärtlichkeit seiner Interpretation mehr als wett. Und der Leicester ist nun einmal kein strahlender Held, sondern ein zwischen zwei Königinnen hin und her gerissener Liebhaber.

Die beiden Bassrollen schließlich sind extrem gut mit Simone Alaimo - energisch und kernig als Intrigant Cecil - und Francesco Ellero d'Artegna - väterlich würdig als Talbot, Kerkermeister wider Willen und Beichtvater der Maria - besetzt.

Und nachdem auch Chor und Orchester des Bayerischen Rundfunks unter dem sehr effektvollen Dirigat von Giuseppe Patané (auch ein Pluspunkt gegenüber dem etwas behäbigen Richard Bonynge in der Sutherland-Aufnahme) keine Wünsche offen lassen, ist dies für mich einfach das beste Gesamtpaket.
0Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. September 2008
Diese Gesamtaufnahme von Donizettis Maria Stuarda ist unvergleichbar schön. In den Hauptrollen hören wir die wohl beliebtesten Damen der Operngeschichte. Edita Gruberova ist für die Maria die absolute Idealbesetzung. Mit ihrer grandiosen Technik und ihrem hinreißend schmelzendem Ton verzaubert sie mich immer wieder. Am besten sind der Gruberova die Finalszenen des ersten und zweiten Aktes gelungen. Ihre Koloraturen und Triller sind präzise und auf den Punkt genau. Sie unterläßt übermäßige Verzierungen und sorgt dafür, daß der Grundcharakter des Werks erhalten bleibt. Ihre Stimme klingt jugendlich und überzeugt mit vielen wunderschönen Spitzentönen. Sie spart weder mit dem gefürchteten dreigestrichenem es, noch mit dramatischer Ausdruckskraft. Besonders bei "Ah! se un giorno" bekomme ich Gänsehaut, denn Gruberovas Maria Stuarda geht trotz der fürchterlichen Situation erhobenen Hauptes in den Tod. Es gibt wohl nicht genug Worte des Lobes um Gruberovas Arbeit an diesem Werk angemessen zu würdigen. Ähnlich sieht es bei Agnes Baltsa aus. Obwohl ihr oftmals vorgeworfen wird, sie sänge schrill und habe keine Linie muß ich sagen, daß ich bisher noch keinen Mezzo gehört habe, welcher mir auch nur im Ansatz so gut gefällt wie Agnes Baltsa. Sie erweckt die Rolle der Anna zum Leben und man nimmt ihr die Interpretation restlos ab. Ihre Stimme mag an manchen Stellen etwas schrill klingen, doch dies ist eher positiv zu werten, denn damit wird der dramatische Aspekt dieses Werkes belebt. Ihre Stimme strahlt Selbstsicherheit und hervorragende Technik aus. Sie macht ihre Sache wirklich sehr gut. Auch Franzisko Araiza ist ein grandioser Leicester. Wie auch der Rest des Ensembles. Es paßt bei dieser Einspielung einfach alles zusammen. Sehr gute Sänger, ein hervorragendes Orchester, ein sicherer Chor und ein atemberaubender Giuseppe Patané wirken hier zusammen. Für mich ist dies die bedeutendste Gesamtaufnahme dieser Oper und sie sollte in keiner Sammlung fehlen.
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden