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Kundenrezensionen

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am 2. Dezember 2003
Eine Serie in Echtzeit. Ein faszinierendes Experiment. Aber bleibt es nur bei einem Experiment? Nein, daraus entwickelte sich die beste Fernsehserie, die es in den letzten Jahren zu sehen gab. Kiefer Sutherland bekam zurecht für seine Rolle als Federal Agent Jack Bauer einen Golden Globe, doch was ist mit Sarah Clarke als Nina Myers oder mit Leslie Hope als Teri Bauer oder mit Dennis Haysbert als Senator David Palmer. Auch sie hätten den Golden Globe mehr als verdient gehabt. Denn neben der faszinierenden Idee des ganzen Projektes sind es vor allem die Handlungsbögen (die im Moment brandaktuell sind!) und die Schauspieler, die dieser Serie den Glanz verleihen.
Zu den Handlungsbögen kann man nur ein was sagen. Nicht vermuten, denn es kommt sowieso so wie man es am wenigsten vermutet! Nicht denken es gebe eine Erholungspause, der vorherige Handlungsablauf wird mit der nächsten Entwicklung getoppt! Man muss die Serie einfach erlebt haben, um wirklich mitreden zu können. Schade, dass 24 einem kleinen Publikum vorbehalten bleibt, da sich in Deutschland nur RTL II darum bemüht hat.
Worum geht es?: Kann man das überhaupt sagen? Federal Agent Jack Bauer (Kiefer Sutherland) arbeitet bei der CTU (Counter Terrorism Unit) und hat sich gerade mit seiner Frau Teri (Leslie Hope) versöhnt und ist wieder bei ihr und ihrer gemeinsamen Tochter Kimberly (Elisha Cuthbert) eingezogen. Nach einer Partie Schach verabschiedet sich Kim ins Bett und kurze Zeit später merken Jack und Teri, dass Kim durchs Fenster ausgebüchst ist, um Spaß zu haben. Dann meldet sich Nina (Sarah Clarke) bei ihm, dass es in der CTU ein wichtiges Einsatzgespräch gibt und die ganze Story beginnt... Was so harmlos beginnt, entwickelt sich zum längsten und auch schlimmsten Tag für Jack. Der Senator (Dennis Haysbert), der fürs Präsidentenamt kandidiert, soll ermordet werden und Jacks Frau und Tochter wurden entführt und in der CTU gibt es einen Maulwurf. Wem soll er trauen? Eine Frage, die sich bis zum Ende stellt und die auf erschütternste Weise gelöst wird!
Die DVD hat einen Vorteil, man kann sie dann reinschieben, wenn man es selber will. Der Nachteil der daraus entsteht ist, dass man nach spätestens 3 Tagen fertig sein wird, weil man zwischen den einzelnen Folgen keine Pause machen will und kann. Die Folge endet meist so spannend, dass sich die Frage überhaupt nicht stellt, ob man nun aufhört. Man kann nicht mehr aufhören, denn die Serie macht süchtig und viereckige Augen!
Kiefer Sutherland ist zurück und wie! Nach etlichen Flops meldet er sich sehr eindrucksvoll zurück. Doch auch das Schauspielteam hinter ihm hat es in sich. Elisha Cuthbert (20 Jahre jung) gehört sicherlich zu den aufgehenden Sternen der nächsten Jahre. Als Jacks Tochter Kim legt sie eine erstaunliche Entwicklung innerhalb von 24 Stunden zurück. Vom Dummchen zum nachdenkenden Menschen. Sarah Clarke als Jacks Kollegin Nina Myers ist mein Lieblingscharakter, wohl die erstaunlichste und denkwürdigste Entwicklung von allen. Möge es noch viel von Sarah Clarke in der näheren Zukunft zu sehen sein. Dennis Haysbert als Senator David Palmer, warum darf die U.S.A. nicht in Wirklichkeit so einen Präsidenten haben. Leslie Hope, bekannt aus dem Film „Im Zeichen der Libelle" mit Kevin Costner, als Jacks Frau Teri, glaubwürdig und hochsensibel dargestellt. Xander Berkeley als George Mason, der Typ der immer noch einen Spruch auf den Lippen hat, der mich zum Strahlen bringt. Und nicht zu vergessen Carlos Bernard als Tony Almeida und Penny Johnson Jerald (bekannt aus Star Trek - Deep Space Nine) als Sherry Palmer.
Einziger Minuspunkt der DVD ist wohl das Bonusmaterial, dass man hier unter Ulk verbuchen kann, aber das ändert nichts daran, dass wir es wohl mit einer der besten, wenn nicht so gar die beste Serie(n) zu tun haben.
Fazit: Werdet süchtig!
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TOP 1000 REZENSENTam 10. November 2011
Ich komme natürlich ein wenig spät mit einer Rezi zu 24. Eigentlich wollte ich keine schreiben hierzu, da hier schon alles mal gesagt, bzw. geschrieben wurde. Aber irgendwie bin ich grade in Schreiblaune.

Also, ich kann mich den Lobeshymnen nur anschließen, wobei ich zugeben muss das ich erst mit einem 2ten Anlauf mit (ironischerweise) der 2ten Season auf den Geschmack gekommen bin. Damals, als die Serie im TV lief, brauchte sie mir einfach zu lang um in Fahrt zu kommen. Deshalb brach ich schon nach 4 Folgen gelangweilt ab. Ich weiß nicht mehr was mich verleitete in Staffel 2 nochmals reinzuschauen. Jedenfalls war es da auf einmal anders und die Serie konnte mich eher fesseln. Danach war ich auch komplett vom 24-Fieber befallen! Und so kam es das ich mir Tag 1 nochmal in Ruhe auf DVD ansah.

Nun, ich denke immer noch- es braucht verdammt lange bis die erste Staffel an Fahrt gewinnt. Das Prinzip der Echtzeit ist sicher eine innovative Sache. Jedoch funktioniert sie nur mit der passend abgestimmten Werbung. Nach 10 Minuten ist immer ein Break. (die Sender der USA hauen offensichtlich sehr viel Werbung in eine einzelne Folge rein- ich würde wohl durchdrehen!) Aber selbst dann stimmen die Zeiten nie so ganz überein... Aber wer will schon so kleinlich sein?

Die Idee finde ich dennoch genial! Und sobald die Staffel erst einmal an Fahrt gewonnen hat ist der Spannungspegel nicht mehr auszubremsen! Die fiesen, clever gesetzten Cliffhanger halten den Zuschauer bei der Stange und zwingen ihn eine Folge nach der anderen zu verschlingen! (Ich habe so etliche, ereignislose Abende hinter mich gebracht) Ich weiß gar nicht in welches Genre man die Serie am besten einordnen sollte. Sie deckt etliche Punkte ab: Action/Drama/Soap/Politthriller... Sie ist eine gute Mischung aus all diesen Punkten.

Zur Story sag ich mal nichts! Jeder sollte sich selbst überraschen lassen. Denn in 24 kann man so gut wie nichts ohne Spoiler sagen. Daher komme ich zum Schauspieler-Essemble:

Der Cast ist beeindruckend gut! Allen voran natürlich Kiefer Sutherland, der die Rolle des Jack Bauers so perfekt mimt das es manchmal schon gruselige Züge annimmt... In dieser Staffel erleben wir jedoch einen noch vergleichsweise menschlichen Jack. Dennis Haysbert gibt auch einen überzeugenden David Palmer. Das ist vor allem interessant wenn man dessen Nachfolgeserie "The Unit" sieht, wo er vom lieben, integeren Politiker und Familienvater zum schlagkräftigen Soldaten wechselt.

Manche Charaktere und Nebengeschichten konnten mich jedoch nicht immer überzeugen. Die größte Schwäche zeigt der Palmer-Familien-Drama-Plot. Ihn mochte ich nie so ganz- auch wenn sie diesen letztendlich ganz gut mit der Hauptstory verwoben hatten.
Vor allem aber nervten mich neben den Palmers Jack's Liebchen: GANZ IM ERNST! Wie konnte man Terri und Kim Bauer nur so unsagbar nervig und unsympathisch gestalten??? Ich bekomme immer wieder einen Hassanfall wenn ich die beiden sehen muss...

Fazit:

Eine zurecht gefeierte Serie welche vor allem beim erstmaligen Anschauen den Puls in ungeahnte Dimensionen treiben kann. Zwar überzeugen manche Wendungen nicht gänzlich, jedoch kann man über diese noch weit hinwegsehen. (anders wie in späteren Staffeln)

Eine Serie mit Höhen und Tiefen- Staffel 1 liegt da in der Goldenen Mitte ; )

Auf jeden Fall zu empfehlen!
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am 25. Mai 2007
Nicht zuletzt schreibe ich hier eine Rezension zu 24- Season 1, weil mein Vorposter die Serie in schlechtem Licht erstrahlen läßt. Ganz das Gegenteil ist hier der Fall.

Wir erleben hier einen Kiefer Sutherland in der Form seines Lebens (warum hat der Mann es, ähnlich wie Christian Slater, nie über einen B-Status hinaus geschafft??), eine brilliante Schnitt-Technik und großartige, relativ unbekannte Schauspieler (beispielsweise von einer Gastrolle von Dennis Hopper abgesehen), die sehr bekannte Kollegen aus Hollywood gnadenlos an die Wand spielen!!

Hier ist Darstellern, Produktionsfirma, Kameramännern und dem Rest des Teams in ECHTZEIT das gelungen, wonach sich alle (Serien-)Produzenten und Fans des Genres seit "Miami Vice" sehnen- eine (von A-Z) fesselnde Krimireihe, mit Verwicklungen, die selbst ein Gewitzter kaum durchschaut.

Nicht mal ebenfalls brilliante Serien wie "Without a Trace" können es mit diesem phantastischen Sequel annähernd aufnehmen!!

Pflichtkauf für alle Fans des Genres!!!
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am 12. Februar 2015
Mag sein, dass mir die erste Season vor 14 Jahren besser gefallen hätte, aber jetzt, 2015, wirkt sie veraltet und viel zu lang. Es gibt zuviele unnötige Twists, die schauspielerische Leistung der meisten Darsteller ist mittelmässig bis schlecht und die Story ist unglaubwürdig, vor allem die Aktionen der Agenten (wenn ein Agent einem anderen 3 mal den Befehl gibt nicht zu schiessen, der dann doch schiesst, dann fragt man sich als Zuschauer doch, ob die US-Geheimdienste nur Vollidioten und Landesverräter rekrutieren ?) WTF ? Glaubwürdig ist anders! Jedenfalls sind die ersten zwölf Episoden noch spannend, danach jedoch ist die Luft raus und es geht nur noch darum, die letzten 12 Episoden abzuspulen. Alles in allem ist die Serie eine typische, in die Länge gezogene Fox-Produktion. Auf 13 Episoden zusammengeschnitten wäre die Serie aber auch heute noch sehenswert.
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am 28. August 2011
Mittlerweile habe ich die ersten 5 Staffeln gesehen und muss sagen, dass dies die beste + spannendste Serie ist, die ich je gesehen habe.
In jeweils 24 Folgen pro Staffel!

Jede Staffel entspricht einem actiongeladenen Spielfilm von ca. 18 Stunden.
Alles präzise (in Echtzeit) dokumentiert.

Die Serie ist an Spannung, Action, guten Schauspielern, unerwarteten Handlungen, Intrigen, aber auch an zwischenmenschlichem Herz&Schmerz kaum zu überbieten.

Meist sind es ca. 3-4 Handlungsstränge die zeitgleich ablaufen und ineinander verwoben sind.

Man (ich) schaffe es kaum eine DVD (mit 4 Folgen) abzuschalten.
Die obligatorischen "Cliffhanger" sind kaum zu stoppen.

Bei +- 20 Euro pro Staffel ist das Preis-Leistungsverhältnis TOP!
(Entspricht knapp 1 Euro pro Folge.)

Freue mich schon auf die bestellten Staffeln 6-8. :-)
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TOP 1000 REZENSENTam 24. Oktober 2013
- Die 1. Staffel wurde 2001 gedreht. Das Konzept einer Serie in Echtzeit war damals völlig neu. Mehrere miteinander verflochtene Handlungsstränge werden abwechselnd gezeigt.

- Jack Bauer (Kiefer Sutherland) als Agent der Anti-Terroreinheit muss das Leben des schwarzen Präsidentschaftskandidaten schützen. Dieser soll von Terroristen ermordet werden. Die Einheit wurde unterwandert, Jack Bauer kann niemandem trauen (Hauptstory).
Gleichzeitig sind Frau und Teenage-Tochter von Jack Bauer in großer Gefahr (2. und 3. Nebenhandlung).
Dem Präsidentschaftskandidaten droht ein vernichtender Skandal, da sein Sohn unter dem Verdacht einer schweren Straftat steht (4. Nebenhandlung).

- Die Handlung nimmt eher langsam Fahrt auf, bietet dann aber doch einiges an Spannung. Leider wirken manche Ereignisse und Handlungen von Personen völlig unlogisch/unrealistisch.

- Die 24 Episoden dauern jeweils ca. 42 Minuten (wegen der fehlenden TV-Werbepausen).

- Die Bildqualität ist eher durchschnittlich, matt, teils unscharf und oft sehr grobkörnig.

- Ton liegt nur in DD 2.0 vor.

- Alle 6 DVDs sind auf einer Spindel übereinander angebracht.

FAZIT: Für ca. 10 Euro (ca. 40 Cent pro Episode) bietet die Box einige Abende lang recht gute und günstige Unterhaltung. Die eher schwache Ton- und Bildqualität, sowie einige unlogische und unglaubwürdige Ereignisse trüben aber das Vergnügen (jeweils minus 1 Stern).
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am 19. September 2003
Nachdem ich dem Fernsehen eigentlich auf ewig abgeschworen hatte, denn an intelligenter und abwechslungsreicher Unterhaltung war das gebotene nicht mehr zu unterbieten, hatten die TV-Götter nun doch noch ein Erbarmen mit mir: Sie erschufen 24, eine Echtzeitserie, die an Spannung und Originalität alles bisher dagewesene in den Schatten stellt. Nun schaue auch ich wieder Fernsehen, allerdings wahrscheinlich nur so lange, wie diese Serie ausgestrahlt wird, danach kann ich die Flimmerkiste wieder einmotten.
Einzig und allein die lästigen Werbeunterbrechungen trüben den Sehgenuß dieser Serien-Sensation aus USA (die können doch noch vernünftiges Fernsehen machen!!). Abhilfe schafft die DVD-Collection mit insgesamt 6 DVDs, auf denen alle Folgen der ersten Staffel zu bewundern sind, und das ungeschnitten. Die Serie hat nämlich eine 16er-Freigabe erhalten und wird daher bei den 20.15 Uhr - Sendeterminen nur gekürzt gezeigt. Dem Kauf der DVD-Box steht also kein Argument im Wege, und wer wirklich intelligente TV-Unterhaltung will, kommt an dieser Serie sowieso nicht vorbei.
Auf das es uns gehe wie Jack Bauer in der Serie: Der Tag, an dem die 24 Folgen der DVD-Box ohne Zwischenstop über unseren Fernseher laufen, wird bestimmt der längste Tag unseres Lebens!
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am 15. Mai 2014
Nach ‚Miami Vice’ in den 1980ern dauerte es sehr lange, bis mich eine Krimiserie wieder ähnlich begeisterte. In den 1990ern dominierte ‚The X-Files’, aus denen aber schon nach drei Staffeln die Luft raus war, und die insgesamt eher überbewertet wurde. Im Krimigenre machten sich Serien wie ‚Law & Order’ oder ‚CSI’ breit, die weniger an einer allgemeingültigen Gerechtigkeit oder Vernunft, sondern mehr an den kalten, anonymen Buchstaben des Gesetzes interessiert war. Und als wenn das noch nicht dschlimm genug wäre, gab es auch noch Totalheuler wie ‚VIP - Die Bodyguards’ … Dann kam ‚24’ und Jack Bauer …

Es gibt wohl keine andere Krimiserie, die derart die Post-9/11-Ära widerspiegelt wie ‚24’, keine andere Krimiserie mit so vielen Nebencharakteren, von denen die wenigsten das (vorläufige) Ende der Serie erlebten. Aber es wäre verkehrt, ‚24’ auf eine ultra-patriotische Säbelrassler-Show zu reduzieren:

Wurden James Bond 007 und unzählige seiner fiktiven Kollegen auf die Rolle des dumpf-gefühllosen Actionhelden reduziert, die in zunehmend banaler werdenden Inszenierungen zunehmend langweiligere, karikaturhafte Bösewichte dezimierten, so ging Jack Bauer derart rabiat zu Werke wie man dies zuletzt beim literarischen Mike Hammer erlebt hatte. Dabei verkam Jack Bauer aber nicht zum klischeehaften Schlagetot, sondern Kiefer Sutherland stattete den CTU-Agenten mit einer sonst unüblichen Gefühlswelt aus, die Jack Bauer bodenständig und realistisch werden ließ. Das geradezu übermenschliche Element bei Jack Bauer erschöpft sich nicht in einer möglichst großen Gegnerzahl oder unrealistisch-peinlichen Actionszenen wie bei der ‚James Bond’-Reihe - bei ‚24’ liegt der Schwerpunkt in der Inszenierung, Charakteren und Handlung:Man sieht Jack Bauer selten schlafen, etwas essen oder trinken. Meist geht es darum, irgendeine Form der Apokalypse zu verhindern. Es geht um Vertrauen und Opferbereitschaft bis zur Selbstaufgabe. Auch Jack Bauer ist Mitglied einer Regierungsorganisation, der CTU, aber während andere Krimihelden geradezu sklavisch ergeben sind, die Hierarchie nie in Frage stellen und oft im Team arbeiten, feiert ‚24’ die moralische Überlegenheit und Schlagkraft des Individuums, ist Jack Bauer die Reinkarnation des klassischen amerikanischen Helden, des Westerners! Und ‚24’ und Jack Bauer erlauben sich auch den Luxus, das System in Frage zu stellen:Dies zeigt sich bereits in der ersten Staffel:Oft wird Jack Bauer von den eigenen Leuten behindern, pfuschen ihm hierarchiehörige Staatsdiener dazwischen, ohne Ahnung zu haben, worum's geht, wenn Jack Bauer versucht, seine Familie zu retten und das Attentat auf den Präsidentschaftskandidaten zu verhindern. Schon die erste Staffel präsentiert also ein eher kritisches Bild von God's Own Country:Während Jack Bauer meist selbstständig agiert, warten andere auf befehle, halten sich an Anweisungen, scheint der gesunde Menschenverstand einer zweifelhaften Befehlskette untergeordnet zu sein, in der Bürokraten, Dampfplauderer, Wichtigtuer und Möchtegerns das sagen haben … ist das in Deutschland etwa anders? Jack Bauer kennt den Unterschied zwischen Richtig und Falsch und handelt danach, anderen sind diese Unterschiede schon lange abhanden gekommen oder es ist ihnen egal - auch hier liefert ‚24’ ein Spiegelbild der realen Welt!

Erfreulich auch, dass ‚24’ ohne all diese überstrapazierten Elemente wie Selbstironie, platten Humor oder diversen Bettszenen auskommt:Hier reißt niemand einen Witz, werden Leichen nicht mit zynischen Einzeilern bedacht und sexuelle Eskapaden halten bloss auf, dafür drängt die Zeit, tickt die Uhr. Auf eine gebannte Bedrohung folgt schon die nächste. Was bei der ersten Staffel auffällt, ist das total negative Frauenbild:Frauen sind entweder Opfer, die gejagt und entführt werden (Jack Bauers Frau und Tochter), hinterlistige, durchtriebene Luder (Sherry Palmer, Nina Myers) oder stehen gleich auf der Seite der Schurken (Jamie Farrell, Mandy) oder sind einfach nur im Weg (Alberta Green). Aber Sarah Clarke als Nina Myers stellt all diese blassen Gespielinnen der modernen 007-Ära in den Schatten, denn als Nina Myers macht sie einfach klar, dass solche Rollen mehr beinhalten als nur dekorativ in der Gegend zu stehen und für plakative Bettszenen herzuhalten.
Überhaupt fallen auch die Darsteller der Serie angenehm auf:Ist bei vielen anderen modernen amerikanischen Krimiserien offenbar die Attraktivität der Darsteller ausschlaggebend für deren Besetzung und folgen diese Serien dem Schema ‚Attraktive Menschen in attraktiver Umgebung’, so sind viele Charaktere in ‚24’ realistisch-unsympathisch besetzt.

Wahrlich: ‚24’ hatte alles, was ich mir schon Jahre zuvor von den ‚James Bond’-Filmen erhofft hatte und was bestenfalls bei ‚Lizenz zum töten’ umgesetzt wurde. Sind die modernen Gegner von 007 öde Langweiler, die weder realistisch sind noch an die Schurkenklassiker wie Goldfinger oder Blofeld erinnern, und auch die Produzenten anderen Krimis und Agentenepen kaum noch echte Feindbilder zu liefern den Mumm hatten, so wartete ‚24’ endlich wieder mit klassischen Feindbildern aus den vergangenen Jahrzehnten globaler Geschichte und aus den wahren Krisenherden und Konfliktfeldern dieser Erde auf.
Und haben viele andere moderne Agenten- und Actionkrimis nur noch einen kaum noch erkennbaren Handlungsfaden, der meist nur dazu dient, die zahlreichen Actionszenen zusammenzuhalten, so haben sich die Macher von ‚24’ mit der Handlung viel Mühe gegeben, beschränken diese auch nicht nur auf die reine Krimihandlung oder Actionszenen, sondern zeigen auch die politischen Vorgänge hinter den Kulissen - das ist etwas, wozu die Macher der ‚James Bond’-Filme oder anderer Krimiserien noch nie den Mut hatten!

Schon die erste Staffel von ‚24’ macht die Unterschiede deutlich:Hier wird nicht großartig auf das Eintreffen des Coroner gewartet, sondern kurzerhand ein Finger zur Identifizierung abgeschnitten. Waren Schussverletzungen bisher in Krimiserien an einem bestenfalls dekorativen roten Fleck auf dem Hemd erkennbar, so fließt hier eine deutlich realistischere Menge Blut, glänzt die Serie mit blutigen und verschwitzten Gesichtern. Auch die Actionszenen sind eher bodenständig gehalten, abseits der in den vorangegangenen 20 Jahren etablierten plakativ coolen Inszenierung und Bigger-Than-Life-Szenen:In ‚24’ springt niemand ohne Fallschirm aus einem Flugzeug oder einem Flugzeug in einen Abgrund hinterher. Während ein James Bond in Smoking und Anzug unterwegs ist, betritt mit Jack Bauer endlich ein Held die Szene, der intelligent genug ist, eine ballistische Schutzweste anzuziehen. ‚24’ ist so bodenständig-hart, wie die modernen ‚James Bond’-Filme gern sein möchten, jedoch allein schon an der steril-ästhetischen Inszenierung scheitern.

Selbst am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen System wird in der ersten Staffel verhaltene Kritik geübt:Die Helfershelfer der Schurken sind meist die Verlierer des amerikanischen Traums in Form von Rumtreibern und Kleinkriminellen. Und selbst auf Ihrer Flucht vor den Schurken stoßen Teri und Kim Bauer auf diverse Obdachlose.

War ‚Bonanza’ während des Vietnamkriegs eine Heile-Welt-Show, verkörperte ‚Miami Vice’ die Reaganomics der ökonomisch starken 1980er, und ließ ‚The A-Team’ zwar eine Menge Feuerzauber und Explosionen los, bei denen aber selten jemand verletzt wurde, so hat mit ‚24’ eine wohl nie zuvor gekannte Ernsthaftigkeit ins Fernsehen Einzug gehalten. Derlei Innovationen finden im deutschen Fernsehen dagegen schon lange nicht mehr statt:Ermüdend wird der Dauerbrenner ‚Tatort’ zelebriert und auch wenn mit Henning Baum ein Darsteller zur Verfügung steht, der durchaus auch ähnliche Qualitäten wie Kiefer Sutherland hat, jedoch wird Henning Baum in der peinlichen Nostalgiekrimiserie ‚Der letzte Bulle’ verheizt! Es dürfte inzwischen wohl kaum ein Tag vergehen, in dem im deutschen Fernsehen nicht eine deutsche Krimiserie läuft, jedoch wird hier ganz auf Quantität und weniger auf Qualität gesetzt. Die einzige deutsche Krimiproduktion im neuen Jahrhundert, die gelungen war, war Dominik Grafs ‚Im Angesicht des Verbrechens’, die meist zu später Stunde gezeigt wird, um das heimische Krimipublikum nicht in ihren etablierten Sehgewohnheiten zu stören!

Was bei ‚24’ auch angenehm auffällt, ist die Komposition von Sean Callery, die sich sehr angenehm von all dem inspirationslosen Geklimper anderer Filmmusikkomponisten im neuen Jahrtausend unterscheidet - in Krimiserien gab es dies zuletzt in den 1980ern als Mike Post und Pete Carpenter mit einfachen Klängen für einige Krimiserien die Titelmusik komponierten.

Leider enthält die DVD-Collection der ersten Staffel nur wenig Bonusmaterial.
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am 17. Januar 2007
Ich hatte mir nicht viel erwartet. Nette Unterhaltung, weil ich krank im Bett liege, wurde aber sehr positiv überascht. Diese Serie hat Kinofilmqualität nur noch besser, da man 24x40min hat :)

Für alle, die nicht zufällig gerade krank sind: Nur am Wochenende anschauen!!! Hat man einmal angefangen, hört man nicht mehr auf!
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am 1. Juni 2004
Diese Fernsehserie sprengt wirklich alles bisher Dagewesene: Das Format, 24 Stunden in Echtzeit, läßt kaum Zeit für einen tiefen Atemzug. In jeder Folge wird man wieder mit einigen unvorhersehbaren Wendungen überrascht, so dass es nie langweilig wird.
Kiefer Sutherland spielt die Rolle seines Lebens - der Golden Globe war dafür mehr als verdient. Die Mischung aus harter Kerl - ein Profi in seinem Job - mit sehr verwundbarer Seele bringt er äußerst glaubwürdig rüber.
Schade ist nur, dass die DVD-Collection so gut wie gar keine Boni enthält, lediglich ein alternatives Ende und einen kurzen Kommentar von Kiefer Sutherland, sonst nichts. Deshalb gibt es für die DVD-Box nur 4 Sterne von mir, die Serie selber hätte natürlich 5 Sterne verdient ...
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