Kundenrezensionen


133 Rezensionen
5 Sterne:
 (94)
4 Sterne:
 (23)
3 Sterne:
 (9)
2 Sterne:
 (2)
1 Sterne:
 (5)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


42 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So etwas kriegen sie heute nicht mehr hin...
Nach 20 Jahren habe ich mir diesen Film jetzt erneut angesehen, und ich
muß sagen, er hat mich inhaltlich noch mehr beeindruckt als damals schon.
Mir fällt auf, daß so etwas gesellschaftskritisches heute sicherlich
keinen mehr ins Kino locken würde...
Für mich ist dieser Film der beste "Sci-Fi" der 70-iger, und einer der...
Veröffentlicht am 16. Januar 2007 von FireFox

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen blu-ray in etwas zu bescheidener Bildqualität
Soylent Green - Ein SciFi-Klassiker mit düsterer Zukunftsvision: Die Erde ist überbevölkert und verseucht, und Nahrung in Qualität und Vielfalt, wie wir sie kennen, gibt es nur noch für eine Handvoll Wohlhabender. Das gemeine Volk ernährt sich hauptsächlich von Soylent Green, einem künstlichen Nahrungskonzentrat aus Algen. Doch...
Vor 11 Monaten von Frank the fossil veröffentlicht


‹ Zurück | 1 214 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

42 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So etwas kriegen sie heute nicht mehr hin..., 16. Januar 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Soylent Green - Jahr 2022 ... die überleben wollen (DVD)
Nach 20 Jahren habe ich mir diesen Film jetzt erneut angesehen, und ich
muß sagen, er hat mich inhaltlich noch mehr beeindruckt als damals schon.
Mir fällt auf, daß so etwas gesellschaftskritisches heute sicherlich
keinen mehr ins Kino locken würde...
Für mich ist dieser Film der beste "Sci-Fi" der 70-iger, und einer der
besten überhaupt neben "Blade-Runner". Für Leute die Filme "mit Hirn"
mögen ein MUSS. Man bedenke "Treibhauseffekt" - DAMALS !

09/2008: Heute wieder angesehen. Einfach Klasse...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


56 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 5 Sterne sind zu wenig!!!, 20. Mai 2004
Von 
Jan Ruths "weiserriese" (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Soylent Green - Jahr 2022 ... die überleben wollen (DVD)
Manchmal möchte man sich noch ein paar Sterne vom Himmel holen, um einem Film eine angemessene Bewertung zuteil werden zu lassen - Soylent Green ist so ein Fall. Nicht dass der Film von der Machart an sich herausragend wäre - solide Handwerksarbeit. Aber oft ist es allein die Idee oder das Anliegen, das zählt. Wenn ein Film nach Jahrzehnten noch aktueller denn je erscheint und einen immer wieder tief zu berühren vermag, dann war es ein wichtiges Anliegen, überzeugend umgesetzt.
Da war mal die Rede von einem Filmkanon, der zum Unterrichtsstoff in Schulen werden sollte - Soylent Green sollte dort Aufnahme finden als einer der großen Science Fiction Klassiker, ein Film, der in Teilen bereits von der Realität überholt worden ist und darum mehr denn je eine Mahnung an die Lebenden von heute darstellt.
Lange habe ich auf diese DVD gewartet - und ich wurde nicht enttäuscht: zwar konnte man Soylent Green mehrfach auch auf den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern im Originalformat bewundern, aber das Erlebnis des Films auf DVD ist noch besser - das anamorphe Bild ist mit einem Seitenverhältnis von 2.40:1 breiter als das breiteste Grinsen und die Bildqualität lässt für einen mehr als 30 Jahre alten Film kaum etwas zu wünschen übrig. Der Ton kommt ohnehin nur in Mono, was man verschmerzen kann, dafür in 4 verschiedenen Audiospuren, u.a. Deutsch und Englisch. Fazit: Ein absolutes Kauf-Muss!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


53 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nun ist es soweit..., 8. August 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Soylent Green - Jahr 2022 ... die überleben wollen (DVD)
Nun ist es soweit - einer der aussagekräftigsten und
zukunftsnächsten Science-Fiction-Filme aller Zeiten
wird auf DVD veröffentlicht - Soylent Green!
Die Menschheit hat es endlich gechafft:
Überbevölkerung, Massenarbeitslosigkeit- und armut,
Verknappung der natürlichen Ressourcen (Wasser, Nahrungsmittel,
Wohnraum), Gewalttaten außer Kontrolle, Globaler
Temperaturanstieg durch Umweltverschmutzung (die letzten
Bäume werden wie Heiligtümer gehütet), die geplante
Zwei-Klassen-Gesellschaft ist verwirklicht worden, das
einzelne Individuum zählt nichts mehr und der Wert eines
Menschenlebens liegt unter dem eines Liters Wasser.
In dieser Apokalypse geschieht nun ein Mord, an einem hohen
Kontrollfunktionär eines Nahrungsmittelkonzerns (Soylent), der
die Hälfte der Menschheit versorgt. Beauftragt mit der Klärung
des Falls, wird der einfache Detective Thron. Bei seinen Ermittlungen
rückt er einer unfaßbaren Tatsache immer näher...
Die Sterbeszene von Edward G. Robinson (alte oder kranke
Menschen können sich einschläfern lassen, und sehen noch
ein letztes Mal, wie schön diese Welt einst war) gehört sicherlich
zu eindrucksvollsten in der gesamten Filmgeschichte... Robinson
starb, kurze Zeit nach Abschluß der Dreharbeiten.
Gedreht wurde „Soylent Green" 1973.
Manche Dinge wirken heute also überholt (Kleidung,
Musik, Computer...). Aber die zeitlos wichtige Aussage ist
erhalten geblieben: Der Mensch ist des Menschen ärgster Feind,
und das wir trotz unserer Intelligenz, nur ein großer
Organismus sind, der sich allmählich selbst auffrist.
Je älter dieser Film wird, um so aktueller und brisanter
wird sein Inhalt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


99 von 116 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schöne Neue Welt, 16. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Soylent Green - Jahr 2022 ... die überleben wollen (DVD)
Heute ist Charlton Heston nur mehr ein Michael Moore geschädigter NRA - Propagandist. Damals war er noch ein ernstzunehmender Science - Fiction Star: Planet der Affen, Der Omega Mann (eher schwach) und eben Soylent Green.
Unter der Regie von Richard Fleischer - der in den 50ern noch mit Stars wie Kirk Douglas zusammenarbeitete, oder tricktechnische Meisterleistungen wie „Die fantastische Reise" realisierte, in seiner Spätphase aber nur mehr belanglosen Trash wie „Conan, der Zerstörer" oder „Red Sonja" ablieferte - entstand eine der deprimierendesten, ewig aktuellen Zukunftsvisionen des Kinos.
New York 2022: Die Stadt hat 40 Millionen Einwohner, der Großteil davon arbeitslos. Die Menschen vegetieren in hoffnungslos überfüllten Kirchen und Wohnhäusern dahin, einzig die ewige Suche nach Nahrung treibt sie an.
Die Bevölkerung ist abhängig von drei Nahrungsmitteln, alle produziert vom selben Konzern. Das neueste Trockenfutter nennt sich Soylent Green und entwickelt sich immer mehr zur Hauptnahrungsquelle.
Eines Tages wird einer der Köpfe des Soylent Konzerns ermordet und der Cop Thron (Heston) soll den Fall lösen. Unterstützt wird er von seinem Mitbewohner (gespielt von einer fantastischen Edward G. Robinson in seiner letzten Rolle), einem der Wenigen die noch lesen können. Doch alle Personen, die dem Geheimnis hinter Soylent auf die Schliche kommen müssen sterben ...

„Soylent Green" ist ein waschechter Ökothriller, einer der ersten und besten seiner Art. Seine Welt vermag er famos fühlbar zu machen, eben durch kleine Details wie z.B.: Hestons Mimik, als er zum ersten Mal Rindfleisch essen, oder Seife verwenden darf, er sich wie ein Kind über warmes Wasser freut, oder auch auf drastische Weise: wenn Menschenmassen in Treppenhäusern übernachten, wenn eine rebellierende Menschenmasse von riesigen Gabelstaplern beseitigt wird, wenn Frauen als reines Apartmentinventar herhalten müssen. Wobei ein differenzierter Blick auf die mit einigen unerfreulichen Facetten behaftete Hauptfigur fällt, die ein Teil dieser Welt ist. Kein unerschütterlicher Fels in der Brandung, der noch an "alten" Werten festhält.

Eine der erschütternsten Szenen im Film ist der Tod im Sterbehilfecenter der Stadt. Ein letztes Mal darf man blutrote Sonnenuntergänge, sprudelnde Quallen, Wasserfälle und grüne Wiesen auf einer Leinwand sehen, dann wird deine Leiche in den Mülleimer gekippt.

Handwerklich ist das ganze sehr durchschnittlich, zeitweise arg lieblos geraten. Da sich der Roman nur auf den Verfall der Werte reicher Menschen in einer solchen Gesellschaft bezieht, muss sich Drehbuchautor Grennberg eine inovationslose und leicht unglaubwürdige Kriminalgeschichte aus dem Ärmel ziehen, die der Film gar nicht nötig gehabt hätte, zumahl selbige nur auf die zweifellos schockierende Auflösung hinausläuft. Doch die unglaubliche Aktualität und die tollen Darsteller können dies mühelos kompensieren. Soylent Green ist ein zeitloser Klassiker, kein Meisterwerk, aber ein wichtiger Film.
Die DVD bietet eine gute Qualität und einen interessanten Audiokommentar unter der Handvoll Beigaben.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beklemmende Zukunftsvision aus den 70ern, 8. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Soylent Green - Jahr 2022 ... die überleben wollen (DVD)
Der Film kommt mit nur wenigen Action-Sequencen und minimalistischer Tricktechnik aus, was der Faszination des Films jedoch eher noch entgegenkommt. Die Kamera-Führung, die gut herausgearbeiteten Charaktere und die Bilder der verfallenden, an ihren Menschen erstickenden Stadt als Hintergrund für die Handlung vermitteln eine düstere Atmosphäre der Hoffnungslosigkeit. Die Zivilisation am Rande des Untergangs ist überragend dargestellt, und die Problematik der Überbevölkerung und Umweltverschmutzung am Schicksal einzelner Menschen thematisiert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioser Zukunftsthriller, 31. Mai 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Soylent Green - Jahr 2022 ... die überleben wollen (DVD)
"Soylent Green" ist einer der besten Zukunftsthriller und durch die Diskussion um Klimawandel und Treibhauseffekt aktueller denn je: Im Jahr 2022 ist New York mit 40 Millionen Menschen hoffnungslos überbevölkert. Wasser, Nahrung und Wohnraum sind knapp. Menschen schlafen in den Treppenhäusern, Wasser ist rationiert. Große Teile von Flora und Fauna sind vernichtet, die Welt leidet unter dem Treibhauseffekt und einer nicht enden wollenden Hitzewelle. Natürliche Lebensmittel und sauberes Wasser sind den Reichen vorbehalten. Alle anderen Leben von künstlicher Nahrung: Soylent Rot, Soylent Gelb und Soylent Grün. In dieser Welt leben der Polizist Thorn (Charlton Heston) und sein betagter Kollege Sol (Edward G. Robinson). Als der reiche und einflussreiche William R. Simonson ermordet wird, übernimmt Thorn die Ermittlungen und kommt einem Komplott auf die Spur.

"Soylent Green" wurde auch nach Maßstäben der frühen 70er Jahre mit einfachen Mitteln gedreht. Der Film kommt so gut wie ohne Spezialeffekte aus, und er braucht auch keine. Man nimmt dem Film das düstere Szenario und den gesellschaftlichen Verfall in jeder Sekunde ab: Straßen und Gebäude sind überfüllt, die Stadt ist drist und schmutzig, die Stimmung ist pessimistisch, die Figuren schwitzen wegen der Hitzewelle fast immer. Die Dialoge zwischen Thorn und Sol, der die Welt in ihren schönen Zeiten nie kannte, stimmen nachdenklich und tragen perfekt zur düsteren Stimmung bei. Charlton Heston mag für die Rolle etwas alt gewesen sein, spielt den Polizisten, der auch irgendwo korrupt ist, aber einfach überleben muß und sich in seinem Job dennoch Mühe gibt, aber dennoch überzeugend. Edward G. Robinson geht in seiner letzten Rolle (er starb zwei Wochen nach dem Ende der Dreharbeiten) als alter Mann, der die Erinnerungen an die alte Welt in sich trägt, noch einmal so richtig auf. Grandios ist in dieser Hinsiche die Szene gegen Ende des Films, wenn sich Sol "einschläfern" läßt, also freiwillig stirbt. Während dieser Prozedur wird ihm ein mit klassischer Musik unterlegter Film gezeigt, der aus Naturszenen und Tieraufnahmen aus den Zeiten besteht, in denen die Welt noch schön war. Als Thorn dazukommt, übermannt ihn die einstige Schönheit der Welt, die viel schöner war, als er sie sich je vorstellen konnte. Ein erstklassiger Sci-Fi Thriller mit guten Darstellern, der durchwegs interessant ist und nachdenklich stimmt. Ein Klassiker und in jeder Hinsicht sehenswert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die düsterste Zukunftsvision der Filmgeschichte, 31. Juli 2004
Von 
Stephan Melchior (Wallerfangen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Soylent Green - Jahr 2022 ... die überleben wollen (DVD)
Soylent Green ist sicherlich mit Abstand einer der besten Umsetzungen einer alptraumhaften Zukunft der Menschheit.
Highlight sind sicherlich die Sterbeszene von Sol (Leider mit einem durchaus realen Bezug, Robinson war damals schon todkrank und starb auch kurz nach Drehschluss) sowie die Entdeckung des düsteren Geheimnis hinter Soylent Green.
Auch wenn die technische Umsetzung des Films natürlich heutigen Maßstäben nicht mehr genügen kann, ist er dennoch uneingeschränkt (nicht zuletzt wegen der genialen Story) zu empfehlen.
Hoffen wir, dass ein solches Szenario niemals eintritt!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen “I Know, I Know: When You Were Young People Were Better.” – “Aw, nuts! People Were Always Rotten but the World Was Beautiful.“, 2. Oktober 2014
Von 
Tristram Shandy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Soylent Green - Jahr 2022 ... die überleben wollen (DVD)
[Achtung, starke Spoiler!]

Dieser Wortwechsel zwischen dem zynischen und doch so naiven Polizisten Thorn (Charlton Heston) und seinem alten Mentor und Freund Sol Roth (Edward G. Robinson) bringt das Problem der conditio humana ziemlich genau auf den Punkt: In ihrer grenzenlosen Gier und Kurzsichtigkeit scheuen die Menschen weder davor zurück, die Ressourcen ihres Planeten rücksichtslos auszubeuten, noch, andere Menschen zur verfügbaren Ware zu verdinglichen. Richard Fleischer war sicherlich einer derjenigen Regisseure, die in beinahe jedem Genre ihre unverwechselbaren Spuren hinterlassen haben und die dabei aus der oftmals vorherrschenden Not eines knapp bemessenen Budgets eine Tugend machten, indem sie sich um neue filmische Ausdrucksformen bemühten. „Soylent Green“, eine ausgesprochen pessimistische Dystopie, die Fleischer im Jahre 1973 drehte, zählt dabei sicherlich zu den herausragenden Werken dieses Regisseurs, der seit Mitte der 40er Jahre Filmgeschichte schrieb.

„Soylent Green“ fußt auf dem Roman „Make Room! Make Room!“ des Autors Harry Harrison, doch führte Fleischer zu Harrisons Leidwesen das Kannibalismus-Motiv in die Geschichte ein, das die Story in den Augen des Autors trivialisierte, rückblickend nach Meinung des Rezensenten jedoch dem Film einen geradezu genialen Twist verpaßt. Die Geschichte spielt in der von Überbevölkerung, Raubbau an der Natur, ökologischem Zusammenbruch und Quasi-Diktatur gezeichneten Welt des Jahres 2022. Der New Yorker Detective Robert Thorn wird auf den Mordfall an dem Unternehmer William Simonson (Joseph Cotten) angesetzt, der in seinem Luxusapartment erschlagen wird, als sein Leibwächter Fielding (Chuck Connors) und seine Geliebte Shirl (Leigh Taylor-Young) unterwegs sind, um zu horrenden Preisen Nahrungsmittel einzukaufen. Bei seiner Untersuchung erhält Thorn zum ersten Mal Einblick in das Leben der Superreichen, die – von der darbenden Bevölkerung abgeschirmt – in Luxusvierteln lebt und sich an Nahrungsmitteln, fließendem warmen Wasser und anderen Privilegien gütlich tut, während die Masse der Menschen rationiertes Wasser und undefinierbares, anscheinend getrocknetes Plankton namens „Soylent Green“ zugeteilt bekommt. Überall in der Stadt lungern die obdachlosen Menschen in den Treppenhäusern oder in stillgelegten Autos herum, Gewalt und Chaos sind an der Tagesordnung, doch über der Stadt thronen die Reichen, die sich ihr „normales Leben“ durch strikte Abschottung von der Masse bewahren. Hier wechseln auch junge Frauen wie Shirl, als Inventar der Wohnungen deklariert, wie Gegenstände den Besitzer, haben dafür jedoch die Möglichkeit, ein Stück vom Luxus abzubekommen. Thorn ist zunächst einmal mehr daran interessiert, die Lebensmitteln, den Alkohol, die Seife und andere Luxusgegenstände für sich und Sol beiseite zu schaffen, doch nach und nach erwacht auch sein Interesse am Fall selbst, vor allem, nachdem er herausgefunden hat, daß Simonson als Mitbegründer der Firma „Soylent“ offenbar kurz davorstand, einen Skandal an die Öffentlichkeit zu bringen. Daß dieser Skandal selbst in den abgestumpften Zeiten des Jahres 2022 noch einiges an Sprengkraft bieten dürfte, wird Thorn klar, als ihn sein Vorgesetzter von dem Fall abzuziehen versucht und er sich offenkundig im Visier einer mächtigen Organisation befindet. Als sich sein Freund Sol – angeekelt von der Wahrheit, die er durch seine Recherchen aufgedeckt hat – in ein staatliches Euthanasiezentrum begibt, um dort in Frieden zu sterben, nutzt Thorn diese Gelegenheit, um den Leichentransport zu beschatten, wo auch er schließlich die furchtbare Wahrheit erfährt – nämlich, daß Soylent Green aus dem Fleisch menschlicher Leichen hergestellt wird. Er kann, von seinen Verfolgern schwer verletzt, seine Erkenntnis gerade noch einem skeptischen Kollegen anvertrauen, bevor sich die Türen des Krankenwagens hinter ihm schließen und der Film uns in eine noch nicht ganz so grimme Wirklichkeit entläßt.

„Soylent Green“ schockiert bereits durch seinen cleveren Vorspann, der uns zunächst idealisierte Bilder aus dem Leben des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts zeigt, bevor dann in einer immer schnelleren und hektischeren Bildfolge, untermalt von einer plötzlich in Disharmonien abgleitenden Musik, Impressionen aus der jüngeren Vergangenheit, die geprägt ist von Massenherstellung, Überbevölkerung, Raubbau an der Natur, sozialen Unruhen und Epidemien, über den Zuschauer hereinbrechen. Auf diese Weise gelingt es Fleischer ohne große Worte, die katastrophale Entwicklung der Menschheit zusammenzufassen, die zur Ausgangslage und zum Hintergrund der von ihm erzählten Geschichte wird. Ähnlich wie der Film im Film in „The Parallax View“ (1974) ist diese Bilderfolge ein kleines Kunstwerk eigenen Rechts. Hier wird zum einen die ökologische Katastrophe angedeutet, die durch die enorme Vermehrung des Menschen und die damit verbundene gedankenlose Ausbeutung des Planeten verbunden ist und die im Film immer wieder thematisiert wird – beispielsweise durch die vorherrschende Hitze, die Fleischer durch das stete Schwitzen der Figuren und den allgegenwärtigen Staub spürbar werden läßt, sowie durch die Szene, in der sich Gouverneur Santini (Whit Bissell) am letzten und deshalb scharf bewachten mickrigen Baum des Central Parks „erholt“. Auch heute noch wird dieser Film wegen seiner ökologischen Bezüge von seinen Bewunderern als zeitlos und aktuell ausgerufen, doch finde ich, daß sein zweiter Kritikpunkt – die Verdinglichung und Ausbeutung des Menschen durch den Kapitalismus – mindestens ebensoviel Aufmerksamkeit verdient.

Und diese Kritik ist durch Fleischers Entscheidung, einen auf dem Verzehr von Menschenfleisch basierenden Skandal zum Hauptmovens des Filmes zu machen, ausgezeichnet auf die Spitze getrieben worden, veranschaulicht dieser Twist doch, wie Menschen ihresgleichen zur Ware herabstufen und zwar gewöhnlich im übertragenden Sinne, aber doch mit ebenso verheerenden Konsequenzen konsumieren und „auffressen“. Ganz abgesehen davon, daß es den meisten Menschen in den postindustriellen Gesellschaften heute immer noch völlig latte ist, woraus ihre Nahrungsmittel bestehen, auch wenn sie sich in ermüdender Regelmäßigkeit über jeden Lebensmittelskandal heuchlerisch entrüsten, so als wüßten sie nicht, daß billige Lebensmittel eben ihren Preis haben. In „Soylent Green“ wird auf vielerlei Weise die Verdinglichung des Menschen thematisiert: Zum einen geschieht dies durch die jungen Frauen, die mit den Luxusapartments der Reichen vermietet werden, zum anderen durch die riesigen Radlader, die aufgebrachte Demonstranten wie eine unnütze Masse wegschaufeln und in Kippen laden. Immer wieder filmt Fleischer, wie die monströsen Schaufeln dieser Fahrzeuge auf den Asphalt donnern, hungrig auf Menschenfleisch. Den gesamten Film durchzieht die Darstellung einer Gesellschaft, in der sich einige Wenige durch Zwang, Gewalt und gezielte Fehlinformationen über die Medien ihre Privilegien auf Kosten der Gesamtbevölkerung, die ohnehin nicht mehr satt zu bekommen wäre, sichern. Doch als der reiche Simonson stirbt, wird plötzlich auch sein Körper zur Ware, und die Müllabfuhr kommt, um ihn ganz unzeremoniell einzusammeln und – wie wir zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht wissen – weiterzuverwerten. Sein Leibwächter reminisziert an dieser Stelle noch darüber, daß vor vielen Jahren die Menschen mit viel Pomp beerdigt wurden, doch er selbst habe solch eine Zeremonie schon nicht mehr miterlebt. Währenddessen fährt der Müllwagen mit dem toten Simonson davon, und wir sind einen Moment vielleicht zynisch beruhigt darüber, daß der Tod immer noch der große Gleichmacher ist.

Überdies scheinen die Menschen in der Gesellschaft von „Soylent Green“ tot um einiges mehr wert zu sein als lebendig, denn wie sonst wäre es zu erklären, daß der resigniert zum Sterben entschlossene Sol, dessen Name sowohl an den weisen König der Israeliten erinnert als auch auf seine Einsamkeit innerhalb einer aus den Fugen geratenen Welt hindeutet, nur im Euthanasiezentrum ein gewisses Maß an – wenn auch geschäftsmäßiger – Anteilnahme erfährt, wenngleich natürlich hinter der Tür schon die Transportbahre auf ihn wartet, die ihn der Weiterverwertung zuführen und das Zimmer für den nächsten Sterbewilligen freimachen soll. Übrigens gehört die Sterbeszene dieses alten Mannes für mich zu den bewegendsten Leinwandtoden überhaupt, und dies ist in hohem Maße dem brillanten Schauspieler Edward G. Robinson zu verdanken, der in „Soylent Green“ zum 101. und auch zum letzten Male in seiner Karriere vor der Kamera steht. Robinson sollte leider versterben, bevor der Film in seiner Endfassung den Schneidetisch verließ.

So ist Fleischer wohl gerade durch den von Harrison vehement abgelehnten Twist die Intensivierung der Kapitalismuskritik gelungen, die doch dem Autor selbst in „Make Room! Make Room!“ so wichtig war. Ganz gleich, auf welche Stoßrichtung der Kritik man als Zuschauer das höhere Gewicht legt, „Soylent Green“ ist und bleibt ein Meisterstück des dystopischen Filmes, das hoffentlich noch recht lange „nur“ ein Film bleiben wird.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Soylent Green wird aus...., 6. Oktober 2003
Von 
Fassdaubi - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Soylent Green - Jahr 2022 ... die überleben wollen (DVD)
... nein ich verrate nicht wie es aus geht, für die den Film noch nie gesehen haben! Die Auflösung gibt es am Ende des Filmes!
Soylent Green ist einer der frühen SF Filme die ein Endzeitszenario abbilden. Die Rahmenhandlung geht davon aus, dass die Welt überbevölkert ist, und sämtliche Ressourcen (auch Nahrung) zur Neige gehen. Charlton Heston spielt den Polizisten Thorn, der einen Mord in der Oberschicht aufklären soll, und einem unfassbaren Geheimnis auf die Spur kommt!
Herauszuheben ist, dass die Rolle des Sol von niemand geringerem als Edward G. Robinson gespielt wurde. Jedem sind sicherlich noch die alten US Schwarzweiß Gangster Filme bekannt. In diesen Filmen hat Edward G. Robinson oft Gangster und auch Al Capone gespielt. Die Rolle des Sol in Soylent Green war die letzte Rolle des erstklassigen Schauspielers, der schon zur Drehzeit todkrank war, und kurze Zeit nach dem Drehende verstarb.
Obwohl die schauspielerische Leistung von Charlton Heston wirklich erstklassig ist, muss man sagen, dass die eigentliche Spitzenrolle von E.G. Robinson gespielt wird, und diesem Film den Charme gibt, der ihn so erstklassig macht. Die Szene als Sol stirbt ist wahrscheinlich eine der ergreifendsten Szenen die es im Film überhaupt gab.
Der Film selber ist in bescheidener weise aufgemacht. Es gibt keine besonderen technischen Spezialeffekte oder andere technischen Spielereien. Selbst die Drehorte könnten in einer beliebigen schlechteren Wohngegend gewesen sein. Doch gerade dieses ist das was den Film ausmacht. Letztlich ist es auch erschreckend, dass ein Film aus dem Jahr 1973 die Botschaft verbreitet, dass der Mensch die Umwelt zerstören wird, alle Ressourcen aufbrauchen wird, und durch den Raubbau an der Umwelt die eigene Existenz zerstören wird. Dieser Film ist wahrscheinlich sogar heute realer als er vielleicht 1974 war.
Die Bonusfeatures sind leider mager, ein kurzes Making of, Aufnahmen von einer Party mit R.G. Robinson die kurz nach Drehende aufgenommen wurden und ein Kommentar des Regisseurs Richard Fleischer. Schade das es nicht mehr war.
Die Bildqualität der DVD ist für das Alter wirklich gut (akzeptable Farben, Bild recht scharf..), und es gibt keine Gründe in irgendeiner weise zu meckern. Der Ton ist auch akzeptabel. Für eine DVD mit einem Film von 1973 bekommt man wirklich eine gute Qualität geboten. Mit der Brillianz einer heutigen DVD Produktion kann Soylent Grenn aber nicht mithalten.
Soylent Grenn ist wirklich ein erstklassiger Film, der eine beängstigende Zukunftsvision erzählt. Ich kann diesen Film wirklich jedem empfehlen!!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein genialer Film, mit einfachen Mitteln toll umgesetzt!, 4. Mai 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Soylent Green - Jahr 2022 ... die überleben wollen (DVD)
Hier zeigt sich mal wieder, dass es nicht immer die tollsten Technikeffekte braucht, um einen tollen Film zu produzieren, der vor düsterer Endzeitstimmung nur so trotzt. Es werden sehr viele verschiedene Stilmittel eingesetzt, die Handlung ist bis zu Schluß sehr spannend und bewegend. Und gerade in der heutigen Zeit, in der jeder über den Klimawandel redet, führt uns dieser Film aus dem Jahre 1973 eine nicht mehr ganz so Utopische Zukunft vor Augen. Einer der besten Sciencefiction

Fazit: In vielerlei Hinsicht einfach nur sehenswert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 214 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Soylent Green - Jahr 2022 ... die überleben wollen
Soylent Green - Jahr 2022 ... die überleben wollen von Richard Fleischer (DVD - 2003)
EUR 4,97
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen