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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mutig oder: der Versuch einer Rehabilitation
Dass Bowie's 97er Schnellschuss nach der ,Outside` Tour immer so schlecht wegkommt ist eigentlich ungerechtfertigt, denn so nah am Zeitgeist, bzw. technisch seiner Zeit sogar ein wenig voraus, war Bowie damals seit der Berlin-Trilogie nicht mehr. Wahrscheinlich liegt es daran, dass das Album zu wenig gute Kompositionen aufweist, soll heissen - hier wurden große...
Vor 13 Monaten von V-Lee veröffentlicht

versus
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht gerade toll gealtert aber ganz OK
"Earthling" ist eine von diesen Bowie-Platten aus den 90ern, denen man den unbedingten Willen Bowies, wieder interessante, gar innovative Musik zu machen, sehr anmerkt. Sie pochte seinerzeit ein wenig plakativ auf ihre Modernität und ihr am-Puls-der-Zeit-sein. Und Kritiker warfen Bowie vor, er wäre zwar am Puls der Zeit, aaaaber früüüüher, da...
Veröffentlicht am 25. November 2011 von Steffen Frahm


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mutig oder: der Versuch einer Rehabilitation, 7. November 2013
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Earthling [Vinyl LP] (Vinyl)
Dass Bowie's 97er Schnellschuss nach der ,Outside` Tour immer so schlecht wegkommt ist eigentlich ungerechtfertigt, denn so nah am Zeitgeist, bzw. technisch seiner Zeit sogar ein wenig voraus, war Bowie damals seit der Berlin-Trilogie nicht mehr. Wahrscheinlich liegt es daran, dass das Album zu wenig gute Kompositionen aufweist, soll heissen - hier wurden große Teile der Songs auf Rhythmen und Soundeffekte aufgebaut. Das war allerdings für den Anspruch den Bowie an dieses Album stellte durchaus legitim.

Drum'n'Bass war damals der letzte Schrei und rhythmisch adaptierte Bowie diesen Stil, allerdings ging er noch einen Schritt weiter, denn es wurden hier keine fremden Samples verwendet, sondern alle gesampelten Sounds wurden von den Musikern die auf diesem Album agierten selbst eingespielt. Gabrels Gitarre und sein Effektenwahn waren ohnehin prädestiniert dafür, aber die Soundverfremdungen von, von Bowie selbst eingespielten Saxophon und Gitarreneffekten, waren dann doch überraschend und er ging mit einer offensichtlichen, fast kindlichen Freude an diese neue Spielmöglichkeit heran.

Das erklärt auch, warum einige tracks etwas überladen sind - andererseits führte das aber auch dazu, dass dieses Album - obwohl dance-lastig angelegt - durchaus rockt, aber auch nie (das schlimmste Attribut das man einem Kunstwerk geben kann) ,bemüht` oder ,ambitioniert` klingt.

Und noch eines muss man zu einer späten Würdigung, dieser wirklich mutigen Platte anmerken: mit ,Little Wonder`, ,Telling Lies` und ,I'm Afraid Of Americans` gelangen Bowie 3 echte Ohrwürmer. Vor allem Letzteres wurde ja in den darauffolgenden Jahren ein echter Live Klassiker. Wütender, stampfender und entschlossener war Bowie danach eigentlich nie wieder. Der Rest der 9 tracks dieses Albums ist nun aber auch nicht schlecht - v.a. wenn man bedenkt, dass Bowie zu dem Zeitpunkt als er ins Studio ging, keine Songs hatte und das Ding trotzdem in nur 2einhalb Wochen raushaute.

Der Mantel den Bowie am Cover trägt, ist heute auch schon eine klassische Popkultur Ikone und seine damalige Frisur - die wohl bewusst eine Art moderne Version des Ziggy Stardust/Alladin Sane looks war passt auch zu diesem heftig rockenden drum'n'bass Album, das im Vergleich zu den meisten Platten dieser Richtung auch gar nicht schlecht gealtert ist.

Zum sound - die späten 90er waren die Zeit in der der Loudness War voll durchschlug und das merkt man auf allen bisher erhältlichen CD Ausgaben. Das Vinyl - obwohl ,coloured` - ist zwar auch weit davon entfernt audiophil zu klingen, bringt aber doch einen deutlichen Zugewinn hinsichtlich Dynamik. Klar war der sound aufgrund der durchgehend digitialen Aufnahmetechnik ohnehin schon immer. Wer sich also auf dieses Experiment von Bowie - offene Ohren vorausgesetzt - einlassen will, ist mit diesem Vinyl-Reissue von Music On Vinyl wohl noch am besten bedient.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Earthlings On Fire, 24. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Earthling (Audio CD)
Nach der gelungenen "Outside" Tour wollte Bowie unbedingt mit seiner Tourband ins Studio und in kürzester Zeit entstand dieses, vom Drum & Bass bzw. Breakbeat beeinflusste, Album.
Man merkt dem Album richtig an das Bowie die Arbeit Spass machte - den genau das macht auch das Album - Spass!
Es ist auch nicht so das Drum & Bass diese CD regiert - eher wird dieser hektische Sound in die Lieder eingewebt, zum Bestandteil der eine Spannung erzeugt.
Mit "Little Wonder", "Battle For Britain" und "Telling Lies" sind Bowie hierzu auch noch erstklassige Songs eingefallen.
Ganz von Breakbeats und ähnlichem befreit kommen "Seven Years In Tibet" und "I'm Afraid Of Americans" daher. Letzeres In Nine Inch Nails Manier - und mit NIN kam der Songs dann auch noch als Single raus.
Der Text wirkt sicherlich nach den Entwicklungen der letzten zwei Jahren noch interresanter, wenn auch ungewollt.
Nur nebenbei beerdigte Bowie mit dieser CD dann auch gleich mal die hochgesteckten "Nathan Adler Diaries" Ziele.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen No Small Wonder!, 29. März 2004
Von 
Martin A Hogan "Marty From SF" (San Francisco Bay Area) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Earthling (Audio CD)
Bowie's late 90's techno-pop experiment was a large departure for the chameleon king. Considering that nearly the entire album is drenched in programming and drum loops, it's nearly mechanical with no soul. Even so, there is an addictive quality to its musical presence. The opening track, "Little Wonder", is a hypnotically dance number that has drum patches bouncing around the speakers like gun spray. "Seven Years In Tibet" presents a much needed relief from the frenzy, until the chorus kicks in with a serious graveness. The layering of guitars and keyboards is fantastic. However, the lyrics in "Telling Lies" and "Looking For Satellites" are grating and tiresome. The standout cut is "I'm Afraid Of Americans", with a heavy bass-laden nastiness and some keyboard work with old buddy Brian Eno. The lyrics are funny and shocking at the same time. It's no little wonder that Bowie used this song as the album's representative cut on his collection set.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen I`m afraid of the world......, 17. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Earthling (Audio CD)
EARTHLING bewies uns in den 90ern, dass David Bowie doch irgendwie von einem anderen Stern ist.

Musikalisch vereint er hier seinen ur-eigenen Rockstil mit Drum`n Bass und Breakbeat-Elementen.

Zwar ist ihm damit nicht der größte Wurf seiner Karriere geglückt, aber das Album bietet uns auch heute noch einen glasklaren Sound und hat kein bisschen Staub angesetzt. EARTHLING hätte auch von 2009 sein können.

LITTTLE WONDER, DEAD MAN WALKING, I`M AFRAID OF AMERICANS, LAW und selbst 7 YEARS IN TIBET sind die besten Kracher dieser Scheibe, die zwar agressiv klingt aber dann doch recht tiefgründige und nachdenkliche Texte präsentiert.

Auf dem Japan-Import findet man ausserdem einen sehr gelungen Remix von LAW ( Earthlings on fire ).

Das Album EARTHLING ist der Nachvolger von OUTSIDE, und der Spaßfaktor ist hier noch etwas höher.

5 Sterne :-)
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Am Puls der (damaligen) Zeit, aber nicht zeitlos, 19. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Earthling (Audio CD)
Mit "Earhling", das 1996 veröffentlicht wurde, ging Bowie auf Tuchfühlung mit der damals sehr populären Musikströmung "Jungle" sowie DrumŽn Bass. Prodigy hatten damals mit Firestarter einen weltweiten Hit und kurz vor seinem 50. Geburtstag griff Bowie diese Musikströmung auf und kreierte erneut etwas völlig Neues und teilweise Irritierendes. "Earthling" klingt sehr hart und stellt schon so manchen Bowie-Fan auf die Probe. Fans seiner 80-er Jahre-Periode sollten um diese Platte vielleicht einen weiten Bogen machen.

Im Mittelpunkt steht hier das Experimentieren mit neuartigen Sounds, die teilweise gewöhnungsbedürftig sind. Trotzdem ist das Album weit mehr als ein experimentelles Album - Nummern wie "Telling Lies", "Seven Years in Tibet", "The letter" "Little Wonder" oder "IŽm afraid of Americans" sind innovativ und gelungen - wenn auch nicht sofort zugänglich.

Bowie produzierte diese Platte relativ rasch mit seinem Tin Machine Kollegen Reeve Gabrels, und auch die Nine Inch Nails hatten einen enormen Einfluss auf den Sound. "Earthling" ist kompromisslos und es machte 1996 den Anschein, dass Bowie sehr stolz war trotz seiner 50 Jahre noch am Puls der Zeit zu sein. Dies äußerte sich auch an seinem damaligen Look: orange, kurze Haare, eine Augenkappe und ein Ohrring. Nun ja...

In jedem Fall ist "Earthling" Bowies letztes "wildes", eigenwilliges und unbequemes Album. Der Nachfolger "Hours" sollte 1999 bereits das Thema des Alterns aufnehmen und klingt - bis auf 2 Ausreisser - schon verhältnismaßig abgeklärt.

In diesem Sinne: Earthling war am Puls der damaligen Zeit, wenn es auch den Test der Zeit nur bedingt bestanden hat

PS: Interessant vielleicht auch, dass "Telling Lies" einer der ersten Songs war, der im Internet zum Download angeboten wurde
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Jäger und Sammler., 22. Oktober 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Earthling (Digital Deluxe Edition) (Audio CD)
Wer es verpasst hat, die weltweit auf 2000 Stück Limitierte Gesamtfassung zu kaufen kann immernoch einzeln glücklich werden.
Das Limited Earthling 2CD (Re-)Release ist schon ungewöhnlich, was wohl daran liegt, dass es nicht von der EMI ist... (ähem).
Columbia weiß nämlich wie man sowas macht und zwar mit echt seltenen Stücken. Z.B. 'I'm Afraid Of Americans' in der Filmversion von Show Girls, die ein Jahr vor der auf Earthling enthaltenen Version enstanden ist. Und dann ersteinmal B-Seiten und Remixe ohne Ende. Das andere interessante ist 'V-2 Schneider' und 'Pallas Athena', die mit Earthling eigentlich nicht so viel zu tun haben, außer das sie bei der Tour gespielt wurden. Nein, als David Bowie 1997 an die Börse ging gab es eine extrem kleine Auflage des 'Tao Jones Index' (Kleines Wortspielchen zu Dow Jones Index, und wer weiß wie der David richtig heisst, versteht es in seiner Gänze).
Aber insgesamt sollten nur Leute, die wissen, was man bei Bowie zu erwarten hat - oder die schon lange diese vielen Seltenheiten suchen darauf einsteigen.
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5.0 von 5 Sternen Earthlings On Fire, 22. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Earthling (Audio CD)
Nach der gelungenen "Outside" Tour wollte Bowie unbedingt mit seiner Tourband ins Studio und in kürzester Zeit entstand dieses, vom Drum & Bass bzw. Breakbeat beeinflusste, Album.
Man merkt dem Album richtig an das Bowie die Arbeit Spass machte - den genau das macht auch das Album - Spass!
Es ist auch nicht so das Drum & Bass diese CD regiert - eher wird dieser hektische Sound in die Lieder eingewebt, zum Bestandteil der eine Spannung erzeugt.
Mit "Little Wonder", "Battle For Britain" und "Telling Lies" sind Bowie hierzu auch noch erstklassige Songs eingefallen.
Ganz von Breakbeats und ähnlichem befreit kommen "Seven Years In Tibet" und "I'm Afraid Of Americans" daher. Letzeres In Nine Inch Nails Manier - und mit NIN kam der Songs dann auch noch als Single raus.
Der Text wirkt sicherlich nach den Entwicklungen der letzten zwei Jahren noch interresanter, wenn auch ungewollt.
Nur nebenbei beerdigte Bowie mit dieser CD dann auch gleich mal die hochgesteckten "Nathan Adler Diaries" Ziele.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungeeignet für Fans des "Popbowies" der 80er, 31. März 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Earthling (Audio CD)
EARTHLING ist ein sehr schwieriges Album mit enorm viel Breakbeat-Elementen und den ganzen anderen Sachen die in der Zeit um 1997 gerade angesagt waren. Viel kannte ich von Bowie nicht, außer der "Singles Collection" die seine Singles von 1969 bis 1993 aufzeichnete. Diese Compilation hatte mir schon sehr gut gefallen und letztes Jahr war ich dann sogar im Rahmen der "Reality-Tour" auf einem seiner Konzerte das mich begeisterte. Seit kurzem habe ich nun auch dieses EARTHLING-Album. "Little Wonder" kannte ich bereits seit der Single von 1997 und es gefiel mir schon immer sehr gut. Dieser Song hat immer noch genug Hitpotenzial um, trotz seiner schwierigen Sounds, fesseln zu können ohne das der "gemeine" Mainstreamhörer gleich verschreckt den Player abschaltet. Danach wird es jedoch schon gewagter. Monotone Sounds und Melodien (?) sind Anfangs noch arg gewöhnungsbedürftig. Doch Songs wie "Battle of Britain" oder "I'm Afraid of Americans" können spätestens beim fünften Hören überzeugen. Bei "Earthling" geht es mir wie bei "OK Computer" von Radiohead. Zuerst war ich verschreckt doch inzwischen ist es eines meiner Lieblingsalben. Vielleicht gilt das bald auch für "Earthling" das mir von Mal zu Mal besser gefällt.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die zweite CD ist das Salz in der Suppe !, 13. Oktober 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Earthling (Digital Deluxe Edition) (Audio CD)
Es gibt sie ja bereits, die 10th-Anniversary-Editionen von z.B. "Black Tie White Noise", die genau auf der gleichen Masche fahren:
man nehme ein Album von Bowie und mache daraus ein 2-CD-Set. Die Bonus-CD enthält alle Versionen der seinerzeit veröffentlichten Maxi-CDs sowie ein oder zwei besondere Versionen, die es so nur sehr schwer zu kaufen gab.
Auch hier, bei dem wirklich guten Album "Earthling", welches für mich ein richtig tolles Bowie-Album war, wird so verfahren.
Trotz der anscheinenden Geldmacherei gebe ich volle Punktzahl, da es wirklich ein tolles Set ist !
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4.0 von 5 Sternen Rezension eines Nicht-Alles-von-Bowie-Fans, 27. Dezember 2010
Von 
Serenus Zeitblom (Köln, Europa) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Earthling (Audio CD)
... auch die gibt es ja ... und auch Drum & Bass ist eigentlich nicht zwingend mein Ding ... doch "Earthling" vom Februar 1997 ist da schon eine der Ausnahmen. Mit Hilfe von Kumpel Reeves Gabrels und Ex-Vor-Band Nine Inch Nails machte das Stil-Chamäleon Bowie ein betont hippes Album. Er wollte zeigen, dass er tanzbar auch kann. Auf dem Album posiert er in mutmaßlich bierfestem Union-Jack-Regenjackett, und man sollte denken, da wäre jemand bedenklich im Johannistrieb.

Doch die Musik sorgt für viereinhalb Sterne. Nervöse starke Rhythmen und Sounds prägen die Songs, speziell elektronische Beats, Synthie, Verzerr-Gitarren und Bowies manchmal verzerrte, gelangweilt wie hörbar Südlondoner Stimme. Dabei ist die Bandbreite der Songs schon groß, angejazzte Harmonien treffen auf treibende Beats. Gut produziert und abgemischt, selbst nach heutigen Maßstäben. Nicht der Zeit voraus, doch auf der Höhe seiner Zeit und noch hörbar. Die Qualität der Texte von David Robert Haywood Jones mag jeder selbst beurteilen; ich finde sie schon sehr variierend.

Ich fing neulich an, plötzlich ein paar Melodielinien aus Earthling auf dem glatteissurfenden Rad vor mich hin zu trällern und holte daher die CD jetzt aus dem Regal: sie läuft schon zum zweiten Mal hintereinander. Auch für Nicht-Bowie-Fans eine klare Empfehlung.
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Earthling
Earthling von David Bowie (Audio CD - 2003)
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