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4.0 von 5 Sternen Jede Zeit braucht ihren Fidelio!
Ein Fidelio steht und fällt mit der Leonore. Angela Denoke hat wegen der vielen hochklassigen Aufnahmen also ein schweres Erbe anzutreten - und war sich dessen bewusst. Sie tut gut daran, weder dem vollen Sopran der Martha Mödl, der vielleicht besten Leonore des 20. Jahrhunderts, noch der ausdruckstarken Hildegard Behrens der 70er und 80er Jahre, bei der...
Veröffentlicht am 25. November 2003 von bergitbrendel

versus
23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Besser als die Salzburger Aufführung
Ich habe die Salzburger Aufführung im Fernsehen gesehen, und war enttäuscht. Ich habe sie fad empfunden. Die Textlosigkeit war mE sehr störend.
Die CD Aufnahme entstammt Aufführungen in der Berliner Philharmonie und hat kurze (und damit ausreichend lange) Textpassagen. Das Werk kann schon dadurch mehr wirken.
Die Sänger sind meinem...
Veröffentlicht am 14. August 2003 von Alexander Tipold


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23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Besser als die Salzburger Aufführung, 14. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Fidelio (Ga) (Audio CD)
Ich habe die Salzburger Aufführung im Fernsehen gesehen, und war enttäuscht. Ich habe sie fad empfunden. Die Textlosigkeit war mE sehr störend.
Die CD Aufnahme entstammt Aufführungen in der Berliner Philharmonie und hat kurze (und damit ausreichend lange) Textpassagen. Das Werk kann schon dadurch mehr wirken.
Die Sänger sind meinem Gehör nach - aber das ist Geschmacksache -letztlich nur Durchschnitt. Keine und keiner hätte die Aufnahme rechtfertigt, Banse klingt sehr alt - das ist sie gar nicht. Polgar ist bei Harnoncourt meiner Erinnerung nach besser.
Was bleibt ist Rattle, manches klingt ungewohnt - die Oper soll ja schließlich auf Basis einer kritischen Revision der Partitur eingespielt worden sein.
Genügt das? Nun, als Sammler und bei dem Preis hat es mir genügt, aber es gibt Besseres. Als Geschenk - und das ist für mich ein Gradmesser - würde ich die Aufnahme nicht mit gutem Gewissen weitergeben
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Entbehrliche Aufnahme, 4. September 2003
Von 
Rezension bezieht sich auf: Fidelio (Ga) (Audio CD)
Diese Aufnahme kann man wohl nur jenen empfehlen, die einmal wieder die Berliner Philharmoniker als Opernorchester erleben möchten. Deren Leistung unter der Stabführung von Sir Simon Rattle ist beeindruckend, aber sonst? Bis auf Polgar und Quasthoff keine Stimme, die wirklich anhörenswert wäre. Immerhin gibt es hier Dialoge zu hören, die bei der peinlichen Salzburger Aufführung (wo Fidelio im Unterrock dem in einer Zwangsjacke steckenden Florestan die nicht vorhandenen Ketten abnahm) wegfielen. Erstaunlich, dass sich jemand wie Rattle mit einer so merkwürdigen Inszenierung und einer so schwachen Besetzung zufrieden gab. Da kommen doch Zweifel auf. Für Beethovens große Befreiungsoper braucht man große Stimmen, wie sie einst Otto Klemperer mit Ludwig, Vickers und Frick zur Verfügung hatte. Ansonsten kann man sich eine neue Schallplatteneinspielung sparen. Schließlich gibt es bessere Aufnahmen in Hülle und Fülle (Furtwängler, Böhm, E. Kleiber, Karajan, Masur, Bernstein, Fricsay, Haitink).
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Jahre später......, 20. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Fidelio (Ga) (Audio CD)
Die Aufnahme ist im low price Sektor angekommen.Böse Zungen nennen das Abverkauf, das was auf dem Krabbeltisch landet, weil man sich da Restumsätze erwartet .

Ist diese Aufnahme in diesem Sektor anzusiedeln? Die Berliner sind doch eines der besten Orchester für die Oper,obwohl das gar nicht ihre Aufgabe ist. Aber Karajan konnte mit diesem Orchester grandiose Aufnahmen machen.

Das war Bestandteil eines gigantischen Verdienkonzepts. Salzburg live und dann die Aufnahme-oder umgekehrt.

Rattle hat also dieses formidables Orchester und was macht er daraus? Man höre exemplarisch " O namenlose Freude". So lasch, so wenig überzeugend, habe ich das nie gehört. Beethoven und Rattle ist keine gelungene Verbindung, ob es nun die Sinfonien oder die Klavierkonzerte sind. Oder eben auch Fidelio.

Er hat durchaus gute Solisten- nicht Referenz, aber dennoch gut-teilweise in kleineneren Aspekte bemerkenswerte Interpretation, wie etwa die emotionale Gestaltung des Ferrando durch Thomas Quasthoff. Der Chor-Schönberg- ist grossartig.

Aber insgesamt ist es ein Fidelio, der keinesfalls zu denen gehört die man haben müsste.Vielleicht hört man ihn einmal und verschenkt ihn dann?
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jede Zeit braucht ihren Fidelio!, 25. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Fidelio (Ga) (Audio CD)
Ein Fidelio steht und fällt mit der Leonore. Angela Denoke hat wegen der vielen hochklassigen Aufnahmen also ein schweres Erbe anzutreten - und war sich dessen bewusst. Sie tut gut daran, weder dem vollen Sopran der Martha Mödl, der vielleicht besten Leonore des 20. Jahrhunderts, noch der ausdruckstarken Hildegard Behrens der 70er und 80er Jahre, bei der „Spitzentonfanatiker" voll auf ihre Kosten kommen, nacheifern zu wollen. Darum interpretiert sie die Rolle komplett anders - vielleicht moderner. Angela Denoke hat bereits in anderen Rollen und Aufnahmen ihren Stil gefunden und avanciert zu einer Charakterstimme. Gerade in den höheren Gesangspartien hört man Angela Denoke die Anstrengung zwar an, trotzdem meistert sie diese mit Bravour. Leider können mich weder Jon Villars als Florestan noch Juliane Banse als Marzelline stimmlich überzeugen. Ein Bonbon zum Schluss ist der Auftritt des Don Fernando, mit dem Thomas Quasthoff sein lang ersehntes und überzeugendes Operndebüt gibt.
Auch Simon Rattle führt die Berliner Philharmoniker mit viel Liebe für musikalische Details durch diese Version des Fidelio. Er bietet damit eine interessante Alternative zu seinen namhaften Vorgängern wie Furtwängler, Böhm oder Solti, wo ein satter „Beethovensound" erklingt, der natürlich auch nicht zu verachten ist.
Auf die Frage "Brauchen wir wirklich noch einen Fidelio?" kann ich diese Aufnahme mit den Worten empfehlen: „Jede Zeit braucht ihren Fidelio!"
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