Kundenrezensionen


 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach sympathisch!
Wann hat man je einen sympathischeren Trinker im Film gesehen? Stets gelassen und jedermann gegenüber mit einer Freundlichkeit, die nicht von dieser Welt zu sein scheint, kommt Elwood P. Dowd (James Stewart) daher. Seine charmante und höfliche Art kontrastiert mit seinem offensichtlichen Wahn vom weißen Hasen „Harvey", der ihn unsichtbar begleitet...
Veröffentlicht am 13. September 2003 von funkenegger

versus
32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein wunderschöner Film - Eine schlechte DVD
Ich habe "Mein Freund Harvey" bereits in meiner Kindheit gesehen und bin immer wieder überrascht wie wenig der Film im Laufe der Zeit gelitten hat. Zwar merkt man nur allzudeutlich daß die Handlung auf einem Theaterstück basiert, wie z.B. auch "Arsen und Spitzenhäubchen", aber gerade dieser Umstand hebt den Film über vieles...
Veröffentlicht am 19. September 2003 von Cinephantast


‹ Zurück | 1 26 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach sympathisch!, 13. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Mein Freund Harvey (DVD)
Wann hat man je einen sympathischeren Trinker im Film gesehen? Stets gelassen und jedermann gegenüber mit einer Freundlichkeit, die nicht von dieser Welt zu sein scheint, kommt Elwood P. Dowd (James Stewart) daher. Seine charmante und höfliche Art kontrastiert mit seinem offensichtlichen Wahn vom weißen Hasen „Harvey", der ihn unsichtbar begleitet und den er jedem vorstellen will. Wir erfahren schließlich, „Harvey", der Pooka, ist ein gütiges, manchmal zu Streichen aufgelegtes Geisterwesen. Der für Otto Normal unsichtbare Löffelmann mag Phantasten und scheint einen guten Tropfen auch nicht zu verachten.
Neben der nach 50 Jahren immer noch vergnüglichen Unterhaltung ist der Film für mich ebenso ein Plädoyer für Toleranz und richtet sich gegen gewisse Experten, für die Anpassung das Wichtigste ist und die immer vorgeben zu wissen was für die Gesellschaft gesund ist und was nicht. Leider droht auch heute noch harmlosen „Spinnern" vom Schlage eines Elwood P. Dowd die Einweisung ins Irrenhaus, während vom Wahnsinn der Normalität kaum noch jemand Notiz nimmt.
Einmal sagt Dowd: „Ich habe 40 Jahre mit der Realität gekämpft. Ich bin glücklich sagen zu können, daß ich sie schließlich überwunden habe."
Ja, ja, - dass die Irren möglicherweise glücklicher sind als die Gesunden, das wird mehr als einmal in diesem launigen Klassiker behauptet.
Darauf einen Harvey-Wallbanger. Zum Wohl!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein wunderschöner Film - Eine schlechte DVD, 19. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Mein Freund Harvey (DVD)
Ich habe "Mein Freund Harvey" bereits in meiner Kindheit gesehen und bin immer wieder überrascht wie wenig der Film im Laufe der Zeit gelitten hat. Zwar merkt man nur allzudeutlich daß die Handlung auf einem Theaterstück basiert, wie z.B. auch "Arsen und Spitzenhäubchen", aber gerade dieser Umstand hebt den Film über vieles hinweg was heutzutage produziert wird. Wer guten Schauspielern gerne bei der Arbeit zusieht anstatt sich von überzogenen Special-Effects einlullen zu lassen kommt hier voll auf seine Kosten. James Steward ist wirklich brilliant in seiner Darstellung.
Weniger Brilliant sind hingegen die Tonspuren des Filmes. Der Ton ist in Stereo auf der Scheibe enthalten und die linke Tonspur ist gegenüber der rechten leicht Zeitversetzt. Man hat den Eindruck, der Fernseher stünde in einer Kathedrale. Es handelt sich wahrscheinlich um einen Fertigungsfehler, der nur erträglich ist, wenn man einen der Lautsprecher stumm schalten kann. Mit einer restaurierten Mono-Spur wäre das nicht passiert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erfrischende Filmkunst, 21. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Mein Freund Harvey [VHS] (Videokassette)
Keine Special Effects, keine Action Szenen und doch ein faszinierender Film. James Stewart lebt den "Lausbuben" voll aus. Mit der Zeit nimmt man ihm die Anwesenheit des unsichtbaren Kaninchens ab. So intensiv ist sein Schauspiel.
Der Film sprüht förmlich vor Slapstick, aber keine der komischen Einlage wirkt plump. Im Gegenteil: Dieser Film ist so etwas von herzerfrischend, dass man noch Stunden nach Beendigung des Films darüber lachen kann.
Alle, die mal wieder unbeschwert loslachen wollen, sollten sich diesen Film zu Gemüte führen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der liebenswerteste Filmcharakter und eine wirklich lustige Geschichte um einen unsichtbaren Hasen ;0), 31. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Mein Freund Harvey (DVD)
Meiner Meinung nach ist James Stewart als Elwood P. Dowd der liebenswerteste Charakter der Filmgeschichte...auch wenn er ein kleines alkoholisches Problem hat.
Wenn doch alle Menschen, selbst in Anbetracht eines solchen Problems, nur so nett und höflich wären.

Die Darstellung von James Stewart, der die ganze Zeit über mit einem unsichtbaren Partner spielen muss (ein 2 Meter großer Hase) ist wirklich großartig und absolut sehenswürdig!!!!!

Wenn dieser Film mal nicht schön ist, dann ist er immer gerade witzig....

Ein herrlicher Film, der uns zwischen Phantasie und ernsten Problemen hin und her pendeln lässt und das auf so charmante und witzige Weise tut, dass er zu Herzen geht und uns mal daran erinnert, einen Gang zurückzuschalten und die Dinge des Lebens zu genießen und uns nicht so schrecklich ernst zu verhalten.

Darauf lüpfe ich erst einmal einen ;0)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erst einmal einen lüpfen... :o), 28. Juli 2004
Von 
molesman (New York) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mein Freund Harvey (DVD)
und anschließend ist eine Lobrede auf diesen wunder - wunderschönen Film mehr als angebracht. Hier wurde mal wieder - wie so oft im guten alten Hollywood etwas erreicht, dass die normale Kunst des Fime machens weit übertrifft. Wenn Elwood P.Dowt und sein "Pukka" [nachschlagen! :o)] die Szenerie betreten, legt sich ein absoluter Zauber über alles und jeden - nimmt den Betrachter vollends ein - von der ersten bis zur letzten Minute. Soviel Wärme und Weisheit, soviel Charme und Witz liegt in diesem wunderschönen Theaterstück, dass hier so brillant für die Leinwand adaptiert wurde - man kann sich gar nicht daran satt sehen. Meisterhaft trifft hier auf alles und jeden zu - von der herrlich schrulligen Schwester Elwoods Ps. die ihrem Bruder unbedingt das Hasen-sehen abgewöhnen möchte über die mannstolle Murtle May die sich den Avancen des lüsternen Anstaltswärters ausgesetzt sieht...und und und...
Egal wer wie lange in diesem Film auftaucht - er /sie/es macht seine Sache hervorragend. So gut, dass man schnell vergisst, dass man eigentlich "bloß" Zuschauer ist, dass der Film über 50 Jahre auf dem Buckel hat und "nur" schwarz weiß ist - und doch mehr Farbe und Glanz hat als viele Neuzeitproduktionen.
Und dann irgendwann wenn der Endtitel - viel zu früh über den Bildschirm läuft kommen die Fragen auf - wo hört die Wirklichkeit auf und fängt die FantHASiE an? Das darf jeder für sich beantworten. Eine andere Sache aber steht felsenfest. Jeder sollte einen Harvey haben...und so entspant, so freudvoll und zufrieden durchs Leben schreiten wie Elwood P.Dowt aka James Stewart in diesem fantastischen Kinomärchen aus den "golden days" der Traumfabrik. Halte die Ohren steiff Harvey - und besuch mich mal wenn Du in der Gegend bist! :o)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gestatten, mein Name ist Pooka..., 20. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Mein Freund Harvey (DVD)
"Harvey" ist für mich einer der humorvollsten Filme, die je das Licht der Leinwand erblickt haben. James Stewart spielt darin den 42-jährigen Junggesellen Elwood P. Dowd, der mit seiner älteren Schwester, deren Tochter und dem unsichtbaren Hausgesellen Harvey ein skurriles Zusammenleben führt; irgendwo in einer mittelständischen amerikanischen Vorstadt.

Harvey ist schneeweiß und misst über zwei Meter - sofern es einem gegeben ist, den Hasen überhaupt zu Gesicht zu bekommen. Sagte ich Hase? Ich meine wohl eher Gestaltwandler. Mal gefällt es diesen Wesen ein Pferd mit glühenden Augen zu sein, ein andermal Hund, hinkender Geißbock - oder eben Hase. In der keltischen Mythologie haben Shapeshifter ebenso viele unterschiedliche Namen wie Formen: Puka, Phooka, Bucca, Puck (schlag nach bei Shakespeare) oder eben Pooka. Ihr Charakter neigt zwar zu Schelmenstreichen und Tricks, dennoch stehen sie den von ihnen erwählten Menschen sehr wohlgesonnen zur Seite.

Der Film birgt herrliche Gags. Wenn Elwood seinen luftigen Hasenfreund in vollendeter Pantomime über die Straße zieht, die Tür öffnet oder mit dem Ellenbogen anstößt, wirkt das gekonnt komisch. Ebenso wenn der listige Pooka den Direktor einer Nervenheilanstalt in den Beinahewahnsinn treibt und den ruppigen Krankenwärter per Lexikoneintrag auf den Arm nimmt. Schabernack in wohl dosiertem Ausmaß. Sehr pointenreicher Stoff. Die Romanvorlage von Mary Chase gewann den angesehenen Pulitzer-Preis.

In den Specials gibt es einen Kinopremieren-Trailer aus dem Jahr 1950 sowie den mit Standbildern unterlegten Audiokommentar von James Stewart von 1990. Stewart meint darin, dass "Harvey" immer einer seiner Lieblingsfilme geblieben ist. Da kann man nur kopfnickend beipflichten. Harvey ist auch mein Freund...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen James Stewart und Josephine Hull in Bestform, 14. September 2004
Von 
Melanie Holtmann "Mekko!" (Utopia) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Mein Freund Harvey (DVD)
James Stewart ist- das muss man zu Anfang und immer wieder sagen- einfach ein grandioser Schauspieler. Das hat er in so unterschiedlichen Rollen bewiesen- als verzweifelter Gutmensch in „Ist das Leben nicht schön?", als sarkastischer Voyeur in „Das Fenster zum Hof"- und als Elwood P. Dowd in „Mein Freund Harvey". Hier hat er nämlich einen zwei Meter großen Freund namens- man ahnt es- Harvey, der nur leider ein Hase und noch dazu unsichtbar ist. Verständlicherweise sind seine Angehörigen davon nicht erbaut. Seine Schwester Veta Louise (wunderbar: Josephine Hull) und deren Tochter sehen ihre Felle auf dem gesellschaftlichen Parkett davonschwimmen- also muss Elwood in die Klapsmühle. Leider hält man dort Veta Louise für die Irre... und das Unheil nimmt seinen Lauf.
Was diesen Film zu aller erst und überhaupt so komisch macht, ist Stewarts (und auch Hulls) Spiel. Es gehört auf der einen Seite ein unglaubliches Talent dazu, dem Zuschauer glaubhaft zu vermitteln, dass man an die Existenz so eines Langohrs glaubt; andererseits braucht es das Talent einer Josephine Hull, um das Groteske, den Zwiespalt zwischen Entsetzen, Mitleid, schwesterlicher Liebe, Berechnung und komischer Tragik so auszuspielen, wie sie es tut. Davon lebt der Film- Stewarts liebevolle Besorgnis um Harvey ist einfach unschlagbar, und Hulls verzweifelte Grimassen sind es ebenso. Wirklich spannend ist „Mein Freund Harvey" nicht, eher liebevoll schräg und bemerkenswert in seinem Mut, einen Unsichtbaren auch unsichtbar bleiben und nicht auf den letzten Metern einen Schauspieler in einem schlecht sitzenden Hasenkostüm auflaufen zu lassen.
Eins muss noch hervorgehoben werden: Ich war auch von der deutschen Synchronisation besonders überrascht. Denn Stewart wird hier- meiner bescheidenen Meinung nach- in genau der richtigen Weise synchronisiert- ein bisschen naiv, aber doch unglaublich weise, entwaffnend und charmant. James Stewarts Stimme ist im Original allein von Intonation und Stimmhöhe her grundverschieden, trotzdem ist diese Synchronisation sehr schön gelungen.
„Mein Freund Harvey" ist ein adaptiertes Bühnenstück, und das merkt man ihm- in manchen Punkten nicht unbedingt zum Vorteil- auch an. Er ist aber ungewöhnlich und gerade deshalb ein Film, den man gesehen haben sollte. In diesem Sinne: Neue Harveys braucht das Land!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Taumhaft gespielte Komödie, 16. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Mein Freund Harvey (DVD)
Schon lange gehört dieser Film zu meinen Top Lieblingsfilmen!
Die Darsteller sind allesamt verschiedene, zum Schießen komische Charaktere, traumhaft besetzt. Die Qualität der DVD ist Top.
Elwood P. Dowd, James Stewart, der realen Welt mit all ihren Konventionen etwas entrückt, läuft mit seinem weißen 2 Meter "Pucca" Hasen Harvey, den außer ihm niemand sieht, den er aber jedem vorstellt, gelassen, glücklich und freundlich durch den Film, um ab und zu in den Bars der Stadt einen "zu lüpfen", verteilt Visitenkarten von sich an alle Leute die er trifft und lädt sie zum Essen nach Hause ein, während um ihn herum, und eben wegen ihm, das Chaos in Form von durchdrehenden Verwandten plus Anhang ausbricht. Seine Schwester Veta Louise, schon die Namen der Darsteller, die ja immer wieder genannt werden, sind zum Piepen, und deren Tochter, die Angst hat, deswegen keinen Mann abzubekommen, schämen sich deswegen so sehr, daß sie ihn in die Klapse, pardon Sanatorium, zur Behandlung bringen, und da nimmt das Unheil in Form von Verwechslungen seinen Lauf. Das alles ist zum Brüllen komisch, hat aber enormen Tiefgang und erinnert im Stil an Filme wie Arsen und Spitzenhäubchen! Das Stück erhielt den Pulitzer Preis und den hätte der Film von mir auch bekommen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt ansehen. Und Harvey sehen!, 17. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Mein Freund Harvey (DVD)
Wohl kaum eine klassische Hollywood-Komödie verbindet Humor und Tiefgang auf derart bezaubernde Weise wie Henry Kosters "Harvey" (1950). Der einzigartige Jimmy Stewart, die wunderbare Josephine Hull (Oskar) und natürlich Pooka Harvey öffnen den "normalen" Menschen die Augen für das wirklich Wichtige im Leben: freundlicher und damit glücklicher zu sein. Unbedingt englische Orginalversion anschauen. Und nicht vergessen, "every day is a wonderful day."
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "May I present you my friend Harvey...", 4. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Mein Freund Harvey (DVD)
Die Handlung
------------

Elwood P. Dowd ist ein verschrobener, aber fröhlicher und sehr kontaktfreudiger 42-jähriger Junggeselle und lebt ein sorgloses Leben im Haushalt seiner Schwester Veta und deren Tochter Myrtle. Am Liebsten setzt er sich in eine der Bars in der Innenstadt, trinkt einen Martini, plaudert mit den Leuten und macht neue Bekanntschaften. Noch lieber aber führt er tiefsinnige Gespräche mit seinem besten Freund Harvey. Harvey ist ein großer weißer Hase, der unsichtbar ist und nur von Elwood gesehen werden kann. Zusammen gehen Elwood und Harvey durch dick und dünn. Seine Schwester und seine Nichte sind über Elwoods Kumpel allerdings weniger erfreut - mehr noch: Sie halten Elwood für verrückt, schämen sich für ihn in Grund und Boden und fürchten um ihre soziale Stellung. Auch zahlreiche andere Leute, denen Elwood und Harvey begegnen, reagieren irritiert bis verängstigt auf den weißen Hasen.

Eines Nachmittags trommelt Veta alle ihre Bekannten und Freundinnen zusammen, in der Hoffnung über die anderen ältlichen Damen leichter einen zukünftigen Ehemann für ihre noch unverheiratete Tochter Myrtle finden zu können. Dafür schafft sie es, Elwood und seinen imaginären felligen Freund aus dem Haus herauszukomplimentieren, was zuerst auch klappt bis Elwood verfrüht zurückkommt und in die Versammlung platzt. In der Tat vergrault Harveys Anwesenheit oder besser gesagt Elwoods seltsames Benehmen die gesamte Teegesellschaft und alle treten unter fadenscheinigen Ausreden die Flucht an. Dieses Ereignis gibt für die nun komplett verzweifelte Veta den Ausschlag ihren Bruder in eine psychatrische Klinik einweisen zu lassen. Bei Arzt Dr. Sanderson angekommen klagt sie ihm sogleich ihr Leid, wirkt dabei aber so gestresst und überdreht, dass Sanderson irrtümlich annimmt, sie selbst sei die Patientin...

Das löst eine ganze Reihe an Verkettungen, Verwirrungen und Verfolgungen aus, an deren Ende Elwood munter seine persönlichen Visitenkarten unters Volk gebracht haben wird, Kneipen in hübscher Regelmäßigkeit aufgesucht und wieder verlassen werden, Elwood mit entwaffnender Offenheit eine immer größer wachsende Schar ihm kaum bekannter Leute zum Essen einläd ("Would you like to have dinner with us tomorrow?") und ein ganzer Suchtrupp ausgeschickt wird um Elwood samt Harvey wieder einzufangen und größere Reputationsschäden zu vermeiden.

Der Film
---------

Der Film ist eine herzerwärmende Komödie, in deren Verlauf man sich köstlich amüsiert. James Stewart spielt den liebenswürdigen Elwood P. Dowd so beeindruckend, dass man es fast bereut nicht wirklich seine Bekanntschaft machen zu können - er verzaubert nicht nur die Menschen um ihn herum, sondern genauso den Zuschauer. Stewarts Schauspielkunst in diesem Film ist wirklich beeindruckend: Egal ob er seinen unsichtbaren Begleiter panthomimisch die Straße hinunter und in seine Lieblingskneipe begleitet, oder ob er seinen Mitmenschen den Hasen Harvey mit geduldiger Gelassenheit vorzustellen versucht ("May I present you my friend Harvey...") - James Stewart spielt den beschützenswerten Elwood so wahnsinnig gut, dass man ihn am Liebsten aus lauter Zuneigung in den Arm nehmen und vor allen Psychatern dieser Welt retten würde.

Auch Josephine Hull (Veta) liefert eine wie immer köstliche Performance. Sie spielt die überdrehte, dem Nervenzusammenbruch nahe Schwester mit einer solchen Intensität, dass man sich im Laufe des Filmes bald mehr Sorgen um ihren Geisteszustand als um Elwoods Nervenkostüm macht. Der hat nämlich im Vergleich zum ganzen Chaos um ihn herum die Ruhe weg. Tatsächlich berichtete Stewart später, dass eigentlich nicht er, sondern Josephin Hull die schwierigste Rolle gehabt habe: Im Gegensatz zu ihm, der als Elwood nur an Harvey als weißen Hasen glauben musste, hatte Hull als Veta sowohl die Aufgabe zunächst Harveys Existenz abzustreiten, als auch sich später dabei zu ertappen, selbst an den imaginären Freund ihres Bruders zu glauben.

Im Laufe des Films, während man sieht wie sich die "normalen" Menschen in Konfrontation mit einem gebärden, der ein bisschen aus der Reihe tanzt, hat man fast das Gefühl, dass eigentlich der besonnene Elwood derjenige ist, der am "Normalsten" reagiert. Oder, um es mit Colonel Gimpy (großartig gespielt von Peter Lorre) aus "Crack-up" von 1936, einem meiner Lieblingsfilme, zu sagen: "Madness [...] is a very common malady! Can it be that they are mad themselves, who call me mad? If you only knew what was going on in this head of mine... If you only knew!"

Die Nebendarsteller, allen voran Jesse White als Klinikangestellter Wilson und Cecil Kellaway als Dr. Chumley, Leiter der Psychatrie, tragen mit ihrem Schauspiel ebenfalls zum Vergnügen bei. Sowohl Cecil White als auch Josephine Hull hatten schon vorher in der eigentlich als Theaterstück konzipierten früheren Version von "Harvey" auf der Bühne gestanden. Eine Krankenschwester (gespielt von Peggy Dow) und ein Richter (William Lynn) vervollständigen das Ensemble.

------
FAZIT

"Harvey" ist eine erfrischend lustige, aber auch nachdenklich stimmende Komödie mit einem grandiosen James Stewart in der Hauptrolle. Wer Komödien mag, wird den Film "Harvey" lieben!

...Und wenn Elwood P. Dowd einem seinen Freund Harvey vorstellen will, läd man die beiden am Besten auf einen Drink in der nächsten Kneipe ein, bereuen wird man es bei diesem netten Zweiergespann nicht ... Wer weiß - vielleicht kann man sich am Ende ja sogar über eine Einladung zum Dinner freuen? ;)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 26 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Mein Freund Harvey
Mein Freund Harvey von Henry Koster (DVD)
EUR 9,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen