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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehenswert!
Habe mir den Film aus der Videothek ausgeliehen, weil nichts anderes da war - groß waren meine Erwartungen nicht. Die Schauspieler sagten mir nichts, das Cover sah grottig aus und die Story las sich wieder der x-te Aufguß des "1984 - Brave new world" - Themas. Nun ja, ab in den DVD-Player und mal los. Heraus kam ein wirklich grandioser Film, der mich in jeder...
Veröffentlicht am 14. Juli 2003 von Jörg Böhme

versus
10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Dystopisches Potenzialwerk mit vielen Ungereimtheiten
Eine Welt ohne Gefühle.. die darausfolgenden Auswirkungen im Leben möchte uns Equilibrium zeigen, was ihm ganz gut gelingt, leider verhindern einige Fehler, dass aus diesem Film ein überdurchschnittlicher Film wurde.

Nach dem dritten Weltkrieg fand die Menschheit den Grund für all den Schrecken in der Welt: Gefühle. Daher werden diese...
Veröffentlicht am 6. September 2010 von SmokeyMcPot


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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kunstvolles, emotionales und optisch bestechendes B-Movie, 11. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Equilibrium (DVD)
Equilibrium gehört sicherlich zu meinen Lieblingsfilmen, soviel sei vorangestellt.
Die Tatsache, dass es sich hier um einen B-Movie mit einem Minimal-Budget handelt (20 mio. US-Dollar), lässt sich nur an einigen wenigen Stellen anmerken, z.B., dass die Soldaten von Libria Motorradhelme tragen oder bei Einschüssen Staubwolken von den Erschossenen aufsteigen.
Trotzdem, die Handlung ist bekannt aus vielen Filmen, die schon bei meinen Vorgängern Erwähnung fanden, aber trotzdem ist sie meines Erachtens nach besser vorgestellt und erzählt. Das mag zum einen daran liegen, dass Christian Bale mehr als überzeugt in seiner Rolle als nachdenklicher Kleriker im Auftrag eines totalitären Regimes, und zum anderen an der flotten, aber intensiven Inszenierung dieses Streifens.
Die Kampfszenen sind so gut einchoreographiert, dass man fast auf-und-ab-hüpfen will, weil es so klasse aussieht, und die Technik der Gun-Kata ist eine ebenso hervorragende wie überzeugende Idee um einen Pistolenkampf zu mehr als peng hier und peng da zu machen.
Auffällig ist, dass diese moralisch-ehtische Botschaft des Filmes (Gefühle definieren den Menschen), in einer Weise inszeniert wird, die an das Nazi-Regime erinnert, wäre Leni Riefenstahl noch am Leben hätte man denken können, sie hätte die Kostüme entwickelt. Die emotionslosen Soldaten des Regimes laufen in langen, schwarzen Ledermänteln rum, mit !deutschen! G-36 Sturmgewehren, und tragen als Abzeichen ein schwarzes Kreuz auf weißem Kreis mit rotem Hintergrund. Diejenigen die geschrieben haben, es sei offensichtlich, dass der Protagonist hätte früher erwischt werden müssen (wer den Film gesehen hat oder sehen wird, wird verstehen was ich meine), haben schlecht aufgepasst, denn der Komplott der "Bösen" war darauf ausgelegt, dass er tut was er tut.
Also, ich kann nur soviel sagen: Equilibirum ist der meist unterschätzte Film von dem ich je gehört hab, und gehört eigentlich zu den besten Filmen aller Zeiten!
Mein Tipp: Zuschlagen!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer meiner ewigen Favoriten!, 9. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Equilibrium (DVD)
Ich denke, zur Story von Equilibrium wurde schon recht viel gesagt: Der Grammaton Cleric Preston (Christian Bale nach "American Psycho" endlich wieder in einer Paraderolle!) wendet sich gegen das System, dem er dient, und kämpft für Emotionen in einer Welt, die jegliche Gefühle mit dem Tod bestraft, um nach außen hin Frieden und Harmonie aufrechtzuerhalten.

Ich möchte daher etwas über die Bilder berichten, die man sieht, und die diesen Film so herausheben: Nun ist ein Film an sich ja ein Kunstwerk, das beim Betrachter durch Bilder und Töne Emotionen wecken will. Wie also sieht ein Film über eine emotionslose Welt aus? Regisseur Kurt Wimmer entführt uns in eine auf Farbfilm gebannte graue Welt, die ungemütlich und kalt wirkt. Die Umgebung ist genauso farblos, makellos und steril wie die Interaktionen der Menschen, die in ihr leben. Spärlich und versteckt sind die kleinen Räume voller Farben, Emotionen und Erinnerungen gesäht, die Preston auf dem Weg zu seiner eigenen Natur findet, und die er zerstören soll. Und doch schwelen überall Emotionen, dicht unter der Oberfläche, und bald wird einem klar: Das "Gleichgewicht", das Prestons Welt in Waage hält, ist in Wahrheit nur eine Illusion.
Bei der Darstellung des Systems greift Wimmer bewußt ein wenig auf die Symbolik der NS-Zeit zurück: Der allmächtige, beinahe unangreifbare "Vater" als Anführer, die Kleriker als Elitetruppe zur Verfolgung von Systemgegnern, die monumentalen Bauwerke (gedreht wurde in Berlin und Rom), und die roten Flaggen mit dem Kleriker-Kreuz sind nur einige Beispiele.

Neben der Bildkunst setzt Kurt Wimmer aber auch auf gekonnte Kampfkunst. Die Gun-Kata Szenen in den Actionsequenzen des Films sind choreographisch perfekt und absolut innovativ, sie brauchen einen Vergleich mit Matrix nicht zu scheuen. Wenn man bedenkt, dass Equilibrium mit $20Mio eher zu den Low-Budget Filmen zählt, bekommt man hier eine Menge Einzigartigkeit fürs Geld. Effekt- und Materialschlachten darf man freilich nicht erwarten.

Mein Fazit: Egal, ob man nun künstlerisch gut umgesetzte Science Fiction mit kulturellem Anspruch, oder einfach nur einen Film mit tollen Fight-Szenen sehen will, Equilibrium ist eine gute Wahl. Und auch eine tolle Alternative für Leute, denen die Matrix-Trilogie zu kommerziell erscheinen mag.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen KULTFILM!, 22. August 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Equilibrium (DVD)
Sehr interessant, wie sich die Geschichte wiederholt:
Gerade mal 1,2 Mio. US-Dollar eingespielt, vom Publikum unbeachtet und von den Kritikern zerrissen, erscheint EQUILIBRIUM wohl als ziemlicher Flop.
Ist dies nicht das Schicksal eines jeden Kultfilmes?
Da schon viel über den Film geschrieben wurde, möchte ich nur kurz zusammenfassen:
Die Story - sehr intelligent und tiefsinnig, viele Denkansätze, sehr düster und konsequent erzählt
Die Darsteller - Bale erscheint geradezu perfekt für die Rolle
des John Preston, ein kompromissloser und gefühlskalter Kleriker (das konnte er schon in Am. Psycho perfekt!) entdeckt die Welt der Emotionen und Gefühle, dieser Werdegang ist extrem glaubwürdig und sensibel dargestellt.
Auch alle anderen Darsteller agieren auf hohem Niveau
Die Umsetzung - ein visueller Leckerbissen, die Stadt Libria wirkt trotz des sehr knappen Budgets ziemlich "wirklich" und opulent, die ganze Szenerie des Films sieht extrem durchgestylt aus.
Die Action - Wohl um einiges innovativer als Matrix Reloaded! Die Actionszenen sind schlichtweg eine Augenweide! Es wurde für den Film eine eigene "neue" Kampftechnik erfunden: Gunkata. Der Film wirkt durch die Actionszenen nicht hoffnungslos überladen, wie in Matrix Reloaded. Die Actionszenen werden ganz gezielt bei wichtigen Abschnitten des Plots eingesetzt und dienen der Handlung.
Der Klang - extrem pompöser Soundtrack. Hämmernder Techno bei den Kampfszenen, ansonsten opulente Choralmusik, super gemacht, ohne aufdringlich zu wirken.
Fazit: Ein wirklich spitzenmäßiger Science-Fiction Film, mit einer sehr durchdachten Handlung und einigen wirklich coolen Actionszenen. Sehr empfehlenswert.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse!!!!, 12. September 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Equilibrium (DVD)
Nach dem dritten Weltkrieg, wollen die Menschen alles tun um einen weiteren zu verhindern. Sie denken das die menschlichen Gefühle verantwortlich sind. Also wurde eine Mittel erfunden, was absolut alle Gefühle unterdrückt. Jeder ist verpflichtet dieses Mittel zu nehmen. Wer sich nicht daran hält wird von den sogenannten Klerikern wegen Sinnesverbrechen hingerichtet. Hauptfigur des Films ist ein Starkleriker namens Preston. Doch eines Tages nimmt er seien Dosis nicht, was sein Leben für immer verändern wird.
Insgesamt gesehen ist der Film sehr gelungen finde ich. Es wird eine ziemlich subtile Spannung erzeugt und auch die Actionszenen sind stark. Meiner Meinung nach ändert das aber nichts an der Klasse des Films. Auch die Schauspieler und besonders Christian Bale sind überzeugend. Ich will auch nicht behaupten, dass die Story nun völlig frei von Logiklöchern ist. Dies ist bei anderen Filmen dieser Art, aber auch nicht der Fall. Alles in allem ist dies ein unterschätzter, spannender und Action geladender Film, der einen über die gesamte Strecke unterhält.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Inspiration zu Matrix?, 8. Juni 2006
Von 
Meiner Meinung nach ist Equilibrium einer der besten und Storymäßig tiefgängigsten Actionfilme überhaupt. Die Story ist zwar nicht komplett neu erfunden, sondern ein Remake, des Filmes 1986, aber mit den heutigen Mitteln sher beindruckend gemacht. Die Kleidung und der Kampfstiel der Protagonisten erinnert sehr an Matrix, wobei man bemerken muss, dass Equilibrium vor den letzten 2 Matrix Teilen erschienen ist. Die Geschichte übertrifft die von Matrix um längen, der Film setzt nicht nur auf Action, sondern auch auf Tiefgang, in einer Welt in der es eine "Medizin" gegen Gefühle gibt und selbige mit der Todesstrafe genader werden, kommt die Action dennoch nicht zu kurz und ist einfach Koregrafisch einfach perfekt gestaltet.

Für alle, die die Action von Matrix mögen, die Story im zweiten und dritten Teil aber zu kurz kommt ist dieser Film perfekt.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die Matrix muß sich warm anziehen, 16. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Equilibrium (DVD)
Ich hatte mir zunächst nicht viel von diesem Film versprochen, klang die Story doch mehr als vertraut! Doch was ich dann sah begeisterte mich einfach nur! Equilibrium ist ein teilweise bildgewaltiges Kunstwerk. Man merkt zwar, daß das Bugdet nicht so groß war wie in anderen Produktionen, doch dies ist kein Nachteil, sondern ein Vorteil, bleibt die Story doch im Vordergrund und wird nicht von unötigen CGI-Effekten begraben!
Besonders begeistern die Kampfsequenzen, die scheinbar komplett ohne Computereffekte auskommen und Bildeinstellungen und Choreographie aufweisen, die man so bisher noch nicht gesehen hat! Der Film weißt alles das auf, was Matrix Reloaded vermissen ließ! An erster Stelle eine Handlung! Equilibrium braucht sich nicht hinter der Matrix zu verstecken, ganz im Gegenteil, zeigt Jan de Bont den Wachowski Brothers was man aus der Matrix hätte machen können!
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21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen klasse, 10. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Equilibrium (DVD)
Als ich die Hintergrundgeschichte las, dachte ich: "Okay, kann man sich ja mal ansehen."

Zwei Freunde und ich haben uns hingesetzt und die DVD in den Player getan. Nach kurzer Zeit waren wir restlos begeistert.

Die Kühle und Klarheit der Bilder spiegelt genau wider, wie es dort zugehen muss. Es ist sowohl sozialkritisch, als auch von einem Hauch träumerischem Idealismus versetzt... denn in einer Welt, wo man von Kindesbeinen an gezwungen wird, Gefühle durch Drogen auszuschalten, fällt es einem schwer, sich der Masse zu widersetzen.

Ausgerechnet eine hochgradig gefährliche Maschine des Staats macht sich auf einmal eigene Gedanken, die gefördert werden durch seine Liebe zu der Sinnestäterin, die er ertappt hat und die wegen ihm zum Tode verurteilt wird.

Die Gestalten des Untergrunds wirken alles in allem eher unscheinbar und abgerissen, aber genau das macht sie so glaubwürdig. Die bereitwillige Selbstopferung einer ganzen Gruppe von Menschen, nur damit ihr Ziel erreicht wird, zeigt den eben erwähnten Hauch von Idealismus. Dabei sind auch sie Gefangene einer Welt, in dem der Staat die Oberhand über jeden Einzelnen behält.

Mit intensiver Farbe wird nur dann gearbeitet, wenn es wirklich notwendig ist. So ist zum Beispiel der erste Sonnenaufgang, den der Protagonist ohne Drogen erlebt, ein phantastisches Schauspiel der Natur.

Ich kann diesem Film jeden nur ans Herz legen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Orwell in der Matrix, 4. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Equilibrium (DVD)
Equilibrium spielt in einer Zukunft nach einem alles verheerenden Krieg. Die Menschheit ist zum Schluss gekommen, dass Gefühle zwangsläufig zu Gewalt und Zerstörung führen. Wer sich keine Gefühls unterdrückenden Drogen spritzt wird eliminiert. Priester-Polizisten, die Gefühle anderer spüren können werden ausgeschickt um noch vorhandene Überreste sentimentaler Kunst zu zerstören. Einer dieser Elitetruppe lernt durch eine Kette von Ereignissen und die Liebe zu einer Frau wieder Gefühle zu empfinden. Er widersetzt sich darauf dem herrschenden Regime und kämpft um eine neue Welt und um sein Leben.
Der Film verströmt ein düsteres Odem von selten gesehener Düsternis. In einer Welt, die sehr an Orwells 1984 erinnert kämft der Hauptdarsteller im Stil von Matrix gegen ein allmächtiges Regime. Die Action Szenen kommen zwar nicht an Matrix heran (was ja kaum zu schaffen ist), sind aber ordentlich inszeniert und bestechen durch ihr Tempo. Die spiritistischen Untertöne sind nicht so plump wie in Matrix 2+3 sondern passen sich gut in die Handlung ein. Insbesondere Christian Bale ist als Hauptdarsteller eine glückliche Wahl und verkörpert den geläuterten Killer überzeugend.
Fazit: Ein düsterer Endzeitfilm mit guten Action Szenen und angemessenem Tiefgang. Sehenswert
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der beste Actionfilm aller Zeiten ..., 3. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Equilibrium (DVD)
... hätte es werden können, wenn Regisseur Kurt Wimmer hier und da ein bisschen Ego zurückgeschraubt und auf seine Berater gehört hätte.
Denn Equilibrium macht nicht den Fehler vieler anderer Haudrauf-Schinken, nur auf Choreographien (oder noch schlimmer: CGI) in unzähligen Kampfszenen zu setzen, sondern erschafft einen faszinierenden Hintergrund, eine einmalige, homogene Optik sowie den Rahmen, in dem Hauptdarstller Christian Bale sein ganzes Repertoire abrufen kann, nicht nur seine beeindruckende Physis.

Weiterhin widerspreche ich dem Text in der Filmbeschreibung - die Kampfszenen wirken keineswegs deplaziert oder albern, der Hintergrund der Story gibt die Notwendigkeit für Gewaltbegegnungen durchaus her - alleine durch das totalitäre Regime, welches proträtiert wird - und im Laufe der Handlung wird der Protagonist zwangsläufig seine besonderen Martial-Arts-Fähigkeiten, das sogenannte Gun-Kata, zur Erlangung seiner Ziele einsetzen müssen. Von daher konnte diese Story nur in einem Actionfilm sinnig umgesetzt werden.

Die Kampfsequenzen gehören dabei zum Besten, was bislang im Kino zu sehen war und lassen den artifiziellen, computerspielartigen Stil der "Matrix"-Filme meilenweit hinter sich - hier ist alles noch "handgemacht" und das Gun-Kata sieht einfach nur extrem cool aus.

Warum dann doch keine 5 Sterne? Weil Wimmer zwar nicht den Fehler machte, Atmosphäre und Handlung zugunsten dummer Kloppereien zu opfern, doch er opferte die Plausibilität der Geschichte der "Kunst" oder dem, was er dafür hielt.
So entschied er, dass aus "dramaturgischen" Gründen eine bestimmte Szene früher im Film zu sehen ist, als sie eigentlich sinnig platziert wäre, was in der Auflösung am Ende ein riesiges Logikproblem erzeugt.
Auch in kleineren Szenen hätte etwas Feintuning gut getan, Beispiel: Am Ende wird der Protagonist gebeten, seine Waffen abzugeben, bevor er zum Anführer der bösen vorgelassen wird, welchen er assassinieren will. Er gibt aber nur sein Schwert ab, seine Pistolen behält er - und auch nach seiner Enttarnung werden sie ihm nicht abgenommen, so dass er sich aus der Fesselung am Stuhl befreit und sogleich wild um sich schießt - dickes Fragezeichen?
Last, not least: Obwohl der Film in einer Welt spielt, in der Emotionen medikamentös unterdrückt werden, scheint dies auf keinen Hauptdarsteller zuzutreffen.Taye Diggs zum Beispiel grinst sich von einer Szene zur anderen, seine "Regimetreue" als Emotionsloser werd dabei jedoch nie in Frage gestellt ...

Ansonsten bleibt aber eine einmalige Symbiose aus surreal-ästhetischer Kampfkunst, 1984-ger Atmosphäre und gelungener Philosophie über das Pro und Kontra unserer Emotionalität.
Genial: Die Szene, als Bales Charakter aus Versehen ein Grammophon einschaltet und Beethovens neunte Symphonie erklingt - grandios.
Insgesamt kann man sagen: Die Kampfszenen halten das Adrenalin und die Spannung hoch, aber die langsamen, philosophischen Momente machen den Film.
Ansehen lohnt sich!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Equilibrium [Blu-ray], 25. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Equilibrium [Blu-ray] (Blu-ray)
Düsterer Zukunftsfilm, aber gut gemacht. Nachvollziehbares Storyboard und ein Ende, welches keine Forsetzung folgen lässt. Die Schauspieler kannte ich so nicht, was ihn aber totzdem oder gerade deswegen sehr sehenswert macht.
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Equilibrium von Christian Bale (DVD - 2005)
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