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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehenswert!
Habe mir den Film aus der Videothek ausgeliehen, weil nichts anderes da war - groß waren meine Erwartungen nicht. Die Schauspieler sagten mir nichts, das Cover sah grottig aus und die Story las sich wieder der x-te Aufguß des "1984 - Brave new world" - Themas. Nun ja, ab in den DVD-Player und mal los. Heraus kam ein wirklich grandioser Film, der mich in jeder...
Veröffentlicht am 14. Juli 2003 von Jörg Böhme

versus
10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Dystopisches Potenzialwerk mit vielen Ungereimtheiten
Eine Welt ohne Gefühle.. die darausfolgenden Auswirkungen im Leben möchte uns Equilibrium zeigen, was ihm ganz gut gelingt, leider verhindern einige Fehler, dass aus diesem Film ein überdurchschnittlicher Film wurde.

Nach dem dritten Weltkrieg fand die Menschheit den Grund für all den Schrecken in der Welt: Gefühle. Daher werden diese...
Veröffentlicht am 6. September 2010 von SmokeyMcPot


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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehenswert!, 14. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Equilibrium (DVD)
Habe mir den Film aus der Videothek ausgeliehen, weil nichts anderes da war - groß waren meine Erwartungen nicht. Die Schauspieler sagten mir nichts, das Cover sah grottig aus und die Story las sich wieder der x-te Aufguß des "1984 - Brave new world" - Themas. Nun ja, ab in den DVD-Player und mal los. Heraus kam ein wirklich grandioser Film, der mich in jeder Hinsicht überzeugte. Eine interessante und anspruchsvolle Handlung mit überraschenden Wendungen, stets glaubwürdige und durch die Bank weg hervorragende Schauspieler, atemberaubende Kulissen, das Ganze garniert mit wirklich originellen Kampfszenen, die man so noch nicht gesehen hat (ja, selbst in Matrix nicht), und Special-Effects der oberen Preisklasse. Es gibt absolut nix zu meckern an diesem Film (bis auf das bescheidene Cover :-)), es ist für jeden etwas dabei, aber jenseits leichter Kost. Unbedingt sehenswert!
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91 von 105 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser als... ?!, 20. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Equilibrium (DVD)
Man sollte vorsichtig sein mit Äusserungen á la ":...ist besser als".
Ich verstehe durchaus den Hang diesen Film mit Matrix zu vergleichen, jedoch ist er vollkommen eigenständig und lediglich einige Kampfszenen wirken ähnlich und natürlich das Bild der totalen Kontrolle. Diese jedoch, ist bereits in sovielen Filmen und Büchern behandelt worden, dass man langsam aufhören sollte zu vergleichen.
Equilibrium ist ein sehr düsterer Film, dunkler als Matrix, existentieller als viele andere Sci-Fi Streifen. Gerade durch die Gleichförmigkeit der Menschen und der Umgebung wird das Augenmerk auf die Handlung gelenkt. Es gibt wahrlich nicht viel, was das Auge von der Aussage des Films ablenken könnte. Einige geschickt eingestreute Kampfszenen während des Films und ein atemberaubender Endfight sind alles was es an Action zu bestaunen gibt.
Der Film trägt sich durch diesen Minimalismus, durch die unbewegten Minen der Akteure, durch äusserst schmale Gestiken.
Wenn kurzzeitig, ob dieser Tristesse, Langeweile aufkommt, wird man kurz darauf ins Sofa gedrückt und sagt schlicht "WOW!"
Christian Bale ist die optimale Besetzung für die Rolle des Staatstreuen Klerikers, der sich auf einmal im Sumpf seiner eigenen Gefühle wiederfindet. Und trotz der scheinbaren Einfachheit seiner Rolle als unbewegter, gefühlskalter Vernichter, zeigt er im Laufe des Films die gesamte Palette menschlicher Gefühle.
Ich hätte den Film gern auf Grossleinwand gesehen, die Wirkung muss dann um ein Vielfaches erdrückender sein.
Es ist ein Film, der bei mir deutliche Nachwehen hinterlassen hat, gerade durch die Einfachheit, prägen sich die düsteren Visionen tief ein.
Fazit: man sollte den Film ohne grosse Erwartungen sehen, ohne den Wunsch ein würdiges Matrix (o.Ä.) Replikat entdeckt zu haben. Der Film ist gänzlich anders, ausser vielleicht der Grundidee des totalitären Staates.
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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absoluter Geheimtipp - unbedingt vormerken!, 8. Juli 2003
Von 
Manuel Knoop (Föhren) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Equilibrium (DVD)
Equilibrium wurde in vielen Fachzeitschriften mit überaus positiven Filmkritiken überhäuft, und das auch zurecht.
Die Story ist beklemmend und fesselnd zugleich, die Actionszenen atemberaubend und die schauspielerische Leistung exzellent (allen voran Christian Bale).
Zur Story: Ein dritter Weltkrieg hat die Menschheit fast völlig vernichtet. Um einen weiteren Weltrieg zu verhindern, der wohl das Ende der Menschheit bedeuten würde, werden die Gründe, also die Auslöser für Kriege bekämpft: die Gefühle. Durch die Droge Prozium werden alle Emotionen unterdrückt. Musik, Literatur, Gemälde usw. werden verboten. Wer dennoch solche Dinge besitzt, die Einnahme von Prozium unterlässt und Emotionen zeigt, wird gnadenlos ausgeschaltet und deren Besitz verbrannt. Die sogenannten Kleriker, haben die Fähigkeit, Leute ausfindig zu machen, die fühlen. John Preston (Christian Bale) ist einer der Kleriker und verhindert nicht mal den Mord an seiner Frau. Bis er eines Tages ausversehen eine Prozium-Einnahme auslässt und anfängt zu fühlen. Jetzt will er gegen dieses zweifelhafte System ankämpfen...
Die Actionszenen sind spektakulär verfilmt (im Matrix-Stil). Der Regiesseur Kurt Wimmer bringt hier eine neue Filmkamptechnik zum Einsatz: Gunkata! Bei dieser Kampftechnik (bei der Schusswaffen zum Einsatz kommen), wenn sie richtig behercht wird, ermöglicht es dem Kämpfer den Kugeln der Angreifer auszuweichen und selbst mittels der Waffen anzugreifen. Die Kämpfe sind ungewöhnlich und auch teils unrealistisch, aber wenn man sich darauf einlässt, bleibt einem in manchen Actionszenen einfach nur die Spucke weg.
Zur DVD: Bereits die Leih-DVD hatte höchste technische Werte bekommen. Das einzigste was hier fehlte, waren lediglich die Extras. Hoffentlich werden für die Kauf-DVD noch welche draufgepackt.
Dann ist diese DVD uneingeschränkt zu empfehlen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der beste Actionfilm aller Zeiten ..., 3. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Equilibrium (DVD)
... hätte es werden können, wenn Regisseur Kurt Wimmer hier und da ein bisschen Ego zurückgeschraubt und auf seine Berater gehört hätte.
Denn Equilibrium macht nicht den Fehler vieler anderer Haudrauf-Schinken, nur auf Choreographien (oder noch schlimmer: CGI) in unzähligen Kampfszenen zu setzen, sondern erschafft einen faszinierenden Hintergrund, eine einmalige, homogene Optik sowie den Rahmen, in dem Hauptdarstller Christian Bale sein ganzes Repertoire abrufen kann, nicht nur seine beeindruckende Physis.

Weiterhin widerspreche ich dem Text in der Filmbeschreibung - die Kampfszenen wirken keineswegs deplaziert oder albern, der Hintergrund der Story gibt die Notwendigkeit für Gewaltbegegnungen durchaus her - alleine durch das totalitäre Regime, welches proträtiert wird - und im Laufe der Handlung wird der Protagonist zwangsläufig seine besonderen Martial-Arts-Fähigkeiten, das sogenannte Gun-Kata, zur Erlangung seiner Ziele einsetzen müssen. Von daher konnte diese Story nur in einem Actionfilm sinnig umgesetzt werden.

Die Kampfsequenzen gehören dabei zum Besten, was bislang im Kino zu sehen war und lassen den artifiziellen, computerspielartigen Stil der "Matrix"-Filme meilenweit hinter sich - hier ist alles noch "handgemacht" und das Gun-Kata sieht einfach nur extrem cool aus.

Warum dann doch keine 5 Sterne? Weil Wimmer zwar nicht den Fehler machte, Atmosphäre und Handlung zugunsten dummer Kloppereien zu opfern, doch er opferte die Plausibilität der Geschichte der "Kunst" oder dem, was er dafür hielt.
So entschied er, dass aus "dramaturgischen" Gründen eine bestimmte Szene früher im Film zu sehen ist, als sie eigentlich sinnig platziert wäre, was in der Auflösung am Ende ein riesiges Logikproblem erzeugt.
Auch in kleineren Szenen hätte etwas Feintuning gut getan, Beispiel: Am Ende wird der Protagonist gebeten, seine Waffen abzugeben, bevor er zum Anführer der bösen vorgelassen wird, welchen er assassinieren will. Er gibt aber nur sein Schwert ab, seine Pistolen behält er - und auch nach seiner Enttarnung werden sie ihm nicht abgenommen, so dass er sich aus der Fesselung am Stuhl befreit und sogleich wild um sich schießt - dickes Fragezeichen?
Last, not least: Obwohl der Film in einer Welt spielt, in der Emotionen medikamentös unterdrückt werden, scheint dies auf keinen Hauptdarsteller zuzutreffen.Taye Diggs zum Beispiel grinst sich von einer Szene zur anderen, seine "Regimetreue" als Emotionsloser werd dabei jedoch nie in Frage gestellt ...

Ansonsten bleibt aber eine einmalige Symbiose aus surreal-ästhetischer Kampfkunst, 1984-ger Atmosphäre und gelungener Philosophie über das Pro und Kontra unserer Emotionalität.
Genial: Die Szene, als Bales Charakter aus Versehen ein Grammophon einschaltet und Beethovens neunte Symphonie erklingt - grandios.
Insgesamt kann man sagen: Die Kampfszenen halten das Adrenalin und die Spannung hoch, aber die langsamen, philosophischen Momente machen den Film.
Ansehen lohnt sich!
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64 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut gemachter Patchwork-Streifen, 6. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Equilibrium (DVD)
In einer nicht allzu fernen Zukunft haben die Überlebenden des Dritten Weltkriegs unter ihrem omnipräsenten Anführer, genannt "Vater", in der Stadt Libria eine neue Zivilisation gegründet. Da "Vater" glaubt, in der menschlichen Fähigkeit zu tiefgehenden Emotionen die Ursache allen Übels gefunden zu haben, ist es in und um Libria bei Todesstrafe verboten, Gefühle zu entwickeln. Diese werden mit dem Medikament Protium unterdrückt, und wer sich der Droge verweigert und statt dessen heimlich die anregende Wirkung von Musik, Literatur und Kunst geniesst, wird als Sinnestäter klassifiziert und von Hundertschaften der martialisch aufgerüsteten Polizei erbarmungslos gejagt und ausgelöscht. Die Speerspitze im Kampf gegen Abtrünnige stellen jedoch die Gramaton-Kleriker dar, eine Elite-Einheit perfekt ausgebildeter Killer, deren Meisterschaft in der Kampfart des Gun-Kata es ihnen ermöglicht, sogar dem feindlichen Kugelhagel auszuweichen. Und John Preston ist der beste Kleriker von allen. Erfüllt von tiefer Überzeugung für seine Aufgabe, liess er es zu, dass seine eigene Frau als Sinnestäterin verhaftet und exekutiert wurde, und tötet seinen besten Freund und Partner, als dieser sich ebenfalls zu seinen Gefühlen bekennt. Doch dann verhindert eine Reihe von Zwischenfällen, dass Preston seine tägliche Ration Protium zu sich nimmt...
Nahezu alles in EQUILIBRIUM gab es schon, und die Parallelen sind zu offensichtlich, als dass es sich dabei um Zufälle handeln könnte. Das Verbrennen von Büchern und Bildern weckt sofort die Erinnerung an FAHRENHEIT 451, die monumentalen Bauten der Stadt Libria sind ein deutlicher Verweis auf Filme wie METROPOLIS und BRAZIL, und der auf riesigen Leinwänden unentwegt Ansprachen haltende "Vater" ist eine unverkennbare Variation des "Big Brother" aus GEORGE ORWELLS 1984. Die an Priester erinnernden Kleriker wurden zweifellos von jüngeren Klassikern wie MATRIX inspiriert, während sich die schwarzgekleideten, maskierten Polizeitruppen auf beunruhigende Weise an realen Vorbildern orientieren. Der Handlungsfaden, in dessen Verlauf Preston den Auftrag erhält, den Untergrund aufzuspüren, wobei er sich vom einstmals treuesten Diener des Systems zu dessen gefährlichstem Gegner wandelt, ist ebenfalls nicht neu, man denke an LOGANS RUN. Ohne Zweifel kannten sich die Drehbuch-Autoren im Genre des Science-fiction-Films glänzend aus, nur so ist die freche Selbstbedienung aus allen möglichen Vorgängern zu erklären.
Was EQUILIBRIUM dennoch zu einem spannenden, originellen und eigenständigen Werk macht, ist die gelungene Kombination all dieser Elemente zu einem stimmigen Gesamtbild, ergänzt durch furiose Fights, die selbst Keanu Reeves Kung-Fu-Akrobatik in den Schatten stellen, und einer Riege hervorragender Darsteller, darunter die zauberhafte Emily Watson, der charismatische Sean Bean, ein beängstigender Tayne Diggs... und natürlich Christian Bale, der als John Preston eine Glanzvorstellung gibt. Er verkörpert nicht nur glaubhaft den emotionslosen Vollstrecker, der zu einem von Gefühlen und Erinnerungen gepeinigten Verräter wird, sondern beweist in den meist ungedoubelten Kampfszenen auch eindrucksvoll sein Talent als Action-Held. Spätestens mit EQUILIBRIUM qualifizierte sich Bale als Idealbesetzung in BATMAN BEGINS.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sinnestäter, 19. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Equilibrium, mit diesem Science Fiktion von Kurt Wimmer aus dem Jahr 2002 hat sich Christian Bale geradezu direkt für die Rolle des dunklen Ritter, für Batman beworben.
Equilibrium spielt in der Zeit nach dem dritten Weltkrieg in der fiktiven Stadt Libria, in einer Welt, in der Gefühle als die Ursache alles Bösen ausgemacht und bekämpft wurden. Menschen, die fühlen können, werden als Sinnestäter bestraft, was in dem Fall die Hinrichtung bedeutet.
Die Menschen bekommen Drogen, um Gefühle zu unterdrücken. Überwacht wird das von den Grammaton-Klerikern, von denen Bale den Kleriker Preston spielt.
Auch die Liebe wird unterdrückt und so geht Bale mit der Einsilbigkeit durch den Film, die ihn dann bei Batman berühmt gemacht hat. Die Handlung ist spannend bis zum sehr überraschenden Ende. Equilibrium kam zur gleichen Zeit wie die Fortsetzungen von Matrix in die Kinos und wurde aber durch den Hype um die eher langweiligen Matrix Fortsetzungen völlig überrannt. Zu Unrecht, wie ich finde, denn Equilibrium ist um einiges besser.
Mit Christian Bale,Sean Bean, William Fichtner und Emily Watson ist Equilibrium auch um einiges besser besetzt und sollte in keiner Sammlung fehlen. Ich hatte erst die DVD und nun auf die Blu ray aufgerüstet und es ganz sicher nicht bereut. Bei mir hat der Film satte 10/10 auf meiner persönlichen Wertung und sogar eine Kaufempfehlung erreicht.
Damit die Blu ray auch im Regal optisch durchgeht, bekam sie sogar ein Wendecover.
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34 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewährte Rezeptur..., 5. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Equilibrium (DVD)
...aber neu gewürzt.
Ideenklau ist in der Unterhaltungsbranche eben nur ein Kavaliersdelikt, sonst wäre dieser Film wohl mitsamt dem Produzententeam hinter Gittern gelandet.
Macht nichts.
Wer Sci-Fi, Martial Arts und skurril-düstere Heldenmärchen mag und sein Gehirn trotzdem nicht ganz an der Kinokasse abgegeben hat, wird mit diesem Streifen mehr als gut bedient. Wer 1984, Matrix und Metropolis kennt, wird sich recht schnell heimisch fühlen in der Welt von Morgen.
Man nehme:
- Ein totalitäres System, welches alles und jeden überwacht und bestimmt, das menschliche Gefühle (und ihre Auslöser) die Wurzel allen Übels sind
- eine Bevölkerung, die mit Drogen zu gefühlsloser Funktionalität verurteilt wurde
- einen einsamen, treuen Staatsdiener, vielleicht den besten überhaupt
- und ein paar Zufälle, die eben jenen Staatsdiener zweifeln lassen am System und seinen Methoden
- Einmal umrühren, und...
...naja, ganz so einfach ist es auch wieder nicht. Alleinerziehende Väter sind sonst nur in Schnulzfilmen die Haupthelden. Die Mona Lisa (Original!) wird sonst geklaut, und nicht als systemfeindlich eingestuft und verbrannt. Und Quotenhunde sind eigentlich zum Liebhaben da und nicht der Auslöser für ein Massaker an den geschätzten Polizeikollegen.
Es geht also reichlich ungewöhnlich zu in der Zukunft.
Ungewöhnlich (irgendwo zwischen genial und unglaubwürdig) sind auch die Kampfszenen, die sich durchaus mit Genregrößen wie Matrix messen können. Interessant auch übrigens die Drehorte: Viel (Ost-)Europa, auch der S-Bahnhof Potsdamer Platz in Berlin... es muß ja nicht immer Made in USA sein.
Es ist beklemmend, mit welcher Teilnahmslosigkeit im Film Befehle ausgeführt werden (Der Traum jeder Armee?). Und es ist erschütternd, wie die Hauptfigur aus diesem Kreis ausbricht und den Wert von Emotionen erkennt, und sich nun gegen den einstigen Führer (jawohl - genauso wirkt er) richtet. Der Rest - man ahnt es bereits: Nach hartem Kampf ist ein Happy End in Aussicht, wenn auch mit bitterem Nachgeschmack. Zu viele sind auf der Strecke geblieben, weil die Machthaber meinten, das der perfekte Mensch nur nach ihrem Vorbild funktionieren könne (kommt uns das bekannt vor?), und die Befreiung von unten (mit Starthilfe aus den Reihen des Systems) wieder mal mit der Holzhammermethode abläuft.
Trotz vieler Klischees - Gut gelungen.
Trotz viel Action - zum Nachdenken.
Trotz schwacher Kinobesuche - Ansehen!
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Equilibrium (DVD), - schon beim erstenmal ansehen begeistert gewesen, 23. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Equilibrium (DVD)
Oder (im Bezug auf meine Vorrednerin eine Rezension tiefer) bei mir war es hier gleich Liebe auf den ersten Blick. ;-) Zugegeben, die allgemeine Rahmenhandlung hier ist nicht gerade neu. Heutzutage kann ja kaum ein Regisseur nochmal das Rad neu erfinden. Und bedient sich auch z.T. ganz offensichtlich aus dem bereits vorhandenen Fundus etlicher anderer, - bekannter Filme. Beispielsweise George Orwell's "1984" oder auch -dh. auf gewisser Weise - "Brazil" von Terry Gilliam.

Ebenfalls sind die Anleihen zu "Matrix", - was die Kampfakrobatik betrifft augenscheinlich. Trotzdem ist dieser Film hier als ganzes gesehen doch etwas völlig eigenständiges. Und sicher nicht direkt langweilig. Oder etwas, das nach dem ersten mal anschauen nicht so schnell wieder vergessen sein wird.

Christian Bale sticht hier in seinen schauspielerischen Leistungen auch sehr angenehm heraus und die Darstellerin aus "Roter Drache", - in ihrer tragischen Rolle als Systemgegnerin war ebenfalls ganz klar die richtige Wahl gewesen.

Ansonsten sollte dieser Streifen ebenso wie z.B. "Gattaca" wenigstens jeden mal kurz zum ernsthaften darüber nachdenken anregen. Und schwungvoll unterhalten kann er dabei auch noch allemal.

Fazit: ausleihen oder auch gleich, wenn preisgünstig, ungesehen kaufen. Sie werden bestimmt nicht entäuscht davon werden. Vorteilhafter natürlich, wer schon von selbst etwas für solche Themen und dieses Genre übrig hat. Kauf, - Ausleihtip.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebe auf den dritten Blick, 28. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Equilibrium (DVD)
Als ich diesen Film zum ersten Mal sah, dachte ich: Was ein dummer Blödsinn - wie fade. Dann sah ich den Film irgendwie zum zweiten Mal und fand ihn "naja". Erst als ich mich etwas mit der seltsamen Welt, den dumpfen Farben und der drastischen Erzählweise angefreundet hatte, ja erst dann fand ich den Film überragend: Eine schwierige Liebesgeschichte auf den dritten Blick. Jetzt bin ich allerdings froh, dass ich öfters "hingeschaut" habe.

Der Film macht es einem aber auch nicht wirklich leicht: Nicht nur der Erzählstil, irgendwie alles (Kostüme, die Welt, die Farben, die Schauspieler, die Musik, die Kampfszenen) muten erst einmal ungewohnt an. Ich habe einige Zeit gebraucht bis ich mich darauf eingespielt hatte und weiter schauen konnte, tiefer. Wenn man sich allerdigns die Mühe macht, wird man mit einem furiosen, abgefahrenen Meisterwerk erster Güte belohnt - der doch etwas "anderen Machart".

Zwar mag die Thematik "1.001" mal schon erzählt worden sein - na und? Man sollte nicht müde werden diktatorische, bösartige Staatsformen anzuprangern - was ist daran verwerflich?

So eindringlich habe ich nicht viele Filme zu diesem Thema erlebt - gerade durch die Sterilität & Kälte dieser neuen Welt.

Die schauspielerischen Leistungen (hervorzuheben ist hier nicht nur Christian Bale, sondern vor allem auch sein Film-Sohn) sind durchgehend (von allen Schauspielern) überragend. Da die "neue Welt" Gefühlsregungen verbietet, müssen die Schauspieler in diesem Film nur mit einem "Augenbrauen-hochziehen" ganze Gefühlswelten darstellen - eine Herausforderung der sie alle gewachsen waren (nach meiner Meinung).

Die Gestaltung der Welt, die Kulissen und Kostüme beeindrucken durch eine erschreckende Sterilität, die somit wunderbar zur Welt passt und es einem leicht macht, sich hineinzuversetzen.

Die Kampfszenen haben mich - gerade dadurch, dass es mal etwas anderes war - richtiggehnd umgehauen. Ja - auch ihre Brutalität war "passend".

Dieser Film hat nicht wirklich etwas mit Matrix am Hut. Matrix ist ein genialer, gelungener Mainstream--Film der unterhalten soll und dem dies auch ausgezeichnet gelingt.

Dieser Film hier hingegen erhebt schon fast einen künstlerischen Anspruch - geht sicher nicht den einfachen Weg des Mainstreams. Es ist als würde man Äpfel und Krautsalat mixen - nicht wirk,lich sinnvoll.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fritz Lang trifft auf die Warchowski Brothers. Genial!, 20. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Equilibrium (DVD)
Seit „Matrix" habe ich keinen so genialen Film mehr gesehen. Jede der 102 Minuten ist extremst kurzweilig und vollstens ihr Geld wert.
Sehr sehr schade, dass der mehr als beeindruckende „Equilibrium" nicht in die deutschen Kinos kam. Ich halte ihn für „besonders wertvoll".
Dem Zuschauer erwartet ein sehr atmosphärischer, spannender Action-Thriller, dessen Optik ein grandioser Mix aus Fritz Lang's „Metropolis" und den „Matrix"-Filmen der Warchowski Bros. ist. Hinzu kommen noch die packende Story und die furiosen Action- und Kampfszenen, welche irgendwie einen total neuen Kampfstil vermitteln!
Zur Story:
Die Zukunft - Die Regierung erteilte die menschlichen Gefühle und Emotionen zur Ursache des Kriegs. Jeder Bürger ist dazu verpflichtet, sich täglich ein Mittel gegen seine Gefühle zu injizieren. Bücher, Kunst, Musik, Filme und alles, was an frühere Zeiten erinnert, ist verboten.
Speziell ausgebildete, so genannte „Kleriker" verfolgen unerbittlich jeden, der gegen das Gesetz verstößt und Emotionen zeigt. Gerichtsverhandlungen gibt es nicht mehr. Die angeblichen „Rebellen" werden vor Ort getötet oder in einer Verbrennungsanlage exekutiert.
John Preston (genial gespielt von Hauptdarsteller Christan Bale) ist der beste Kleriker, den das System hat. Durch Zufall vergisst er eines Tages seine Dosis „Prozium" gegen seine Gefühle zu spritzen.
Der Beste des Systems hat nur noch einen Gedanken: Das System stürzen! Vom Verfolger wird er selbst zum Verfolgten...
Der Film selbst vermittelt im Hinterkopf des Betrachters einen bitteren Beigeschmack: Durch sämtliche optische Einflüsse (u.a. rote Fahnen mit schwarzen Kreuzen, „Säuberungen", Verboten, Kleidung) wird man wieder, trotz der genialen „Metropolis"- und „Matrix"- Sequenzen an das alte Nazi-Deutschland erinnert.
Die DVD bietet für alle Sound-Fetischisten einen wirklich gelungenen dts-Track!
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Equilibrium
Equilibrium von Christian Bale (DVD - 2005)
EUR 7,89
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