Kundenrezensionen

73
4,1 von 5 Sternen
Tour de France Soundtracks
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. August 2003
ENDLICH die lang erwartete Veröffentlichung!
ENDLICH was Neues?
Auch wenn es einem manchmal unbegreiflich erscheint, dass die beiden hochkreativen und nunmehr ergrauten Köpfe von Kraftwerk in beinahe 17 Jahren Arbeit im Sagen umworbenen Kling Klang Studio nach ELECTRIC CAFE nichts „Neues" veröffentlichten, sollte man dennoch nicht vergessen, dass die Band nach COMPUTERWELT zum Einen von ihren eigenen Visionen eingeholt worden ist und zum Anderen einen Schnitt in der Bandgeschichte verkraften musste.
Dank Kraftwerks steilen Vorlagen mit TRANS EUROPA EXPRESS, MENSCH MASCHINE und COMPUTERWELT entwickelte sich Anfang der 80er Jahre die elektronische Musik mit rasanten Schritten; seit TEE wollte eigentlich JEDER wissen, WIE sie diesen innovativen Sound schaffen! Was wäre die aufkommende DJ Kultur ohne die WERTVOLLEN Samples von Kraftwerk gewesen? Damalige Djs aus der Breakdance Szene haben bei ihrem Set TEE aufgelegt und konnten beruhigt für 10 Minuten den Plattenteller verlassen! Das REPRODUZIEREN war geboren, die Musik erschöpft.
Nach COMPUTERWELT steht ein klarer Break: Hutters schwerer Fahrradunfall verzögert die Fertigstellung der TOUR DE FRANCE Vision, das TEKNO POP Thema wird anschliessend erst Jahre später 1986 halbherzig und zögernd mit ELECTRIC CAFE vollendet. Das Tempo ist raus, der kreative Prozess gelähmt, denn die Zeit zwischen 1982 und 1986 gibt ein hartes Tempo an: Andere Bands schliessen bedrohlich auf, der Konsumer hat die CD!
Wenig später steht schon die Teknobewegung vor der Tür, die Hardware überholt die Software. Die letzten zehn Jahre schliesslich finden wir uns in der prophezeiten Computerwelt wieder, der Rechner zieht endgültig in jedes Heim, in dem jeder nun in technischer Isolation vom „Superstar" zu träumen scheint. Sag mir einer, WARUM Kraftwerk in diesem bizarren Hirnkino mitmischen sollten?
Das neue Album erscheint heute als nichts NEUES sondern als konsequente Erfüllung des Arbeitsprozesses der 1982 nicht „Plan erfüllt" wurde. Eine hervorragende ARBEIT übrigens! Dennoch vermisst man schmerzlich den nach dem Split der Gruppe vor dem „Mix Aufbäumen" ausgeschiedenen Bartos, der ein nicht unwesentlichen Anteil am FUNKTIONIEREN Kraftwerks hatte!
Hoffen wir, dass Kraftwerk das Tempo wieder anziehen mögen und ihr Arbeitssoll erfüllen:
END LICH !!!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. August 2003
12 Jahre sind mittlerweile seit dem letzten Album The Mix vergangen. Und sogar 17 Jahre seit Electric Cafe, dem letzten wirklich produktiven Werk der Düsseldorfer Kult - Elektroniker. Da kann man schon von einem Wunder sprechen, wenn man ein neues Album der Gruppe in den Händen hält. Sicherlich hat jeder Kraftwerk Fan darauf gehofft, aber daran geglaubt haben wohl nur noch die wenigsten. Das neue Werk heißt Tour de France Soundtracks und kann sich wirklich sehen lassen. Bereits das Intro (Prologue) lässt ein Gänsehaut Feeling entstehen und sorgt gleichzeitig für ein elektronisches Wohlfühlambiente welches sich konstant auch durch die folgenden 10 Tracks zieht. Als 12. Track gibt es dann noch die Neuaufnahme ihrer Single Tour de France aus dem Jahre 1983, welche es vorher nie auf ein Album geschafft hatte. Zwar erreicht die Neuaufnahme dieses Tracks nicht die elektronische Melancholie des Originals, aber sie kann sich trotzdem hören lassen. Im Großen und Ganzen klingt Tour de France Soundtracks unerwartet experimentell, aber trotzdem typisch nach Kraftwerk. Kühl, elektronisch, emotionslos und minimalistisch gut. Wer Songs im Stil wie Das Modell, Autobahn oder gar Der Telefon - Anruf erwartet, wird hier sicher enttäuscht, aber als Gesamtkunstwerk betrachtet ist Tour de France Soundtracks ein wirklich gelungenes Konzeptalbum. Hoffen wir nur, daß wir nicht wieder so lange auf neues Material warten müssen.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. August 2003
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Stell Dir vor, Du triffst nach 17 Jahren Deine grosse Liebe wieder - und es funkt gewaltig!
Das erste Date nach langer Zeit beginnt mit Schwierigkeiten: Längst habt Ihr euch weit voneinander entfernt - euch aus den Augen verloren. Kurze Treffen im „Elektrischen Cafe", im „Mix" oder auf der „Expo" zwar, aber Ihr sprecht nicht mehr die gleiche Sprache - nichts ist, wie es einmal wahr ...
Und dann das: Zufällig hörst Du, „Sie ist wieder in der Stadt, möchte Dich unbedingt sehen, sich mit Dir treffen!" - und aufgeregt fragst Du Dich, wie sie wohl aussieht, ob sie sich verändert hat und was sie Dir zu sagen hat, nach all den Jahren ...
Gut sieht sie aus - Ihr sprecht über alte Zeiten: Da war doch mal die Geschichte mit dem Modell, was ist aus dem eigentlich geworden? Dann das Ding im TEE, weisst Du noch? Und erst die vielen Mails am Heimcomputer ... Ja, es war eine aufregende Zeit, damals ...
Schnell wechselt Ihr das Thema: Klar fährst Du Rad! Natürlich hast Du Dir die 100. Tour im Fernsehen angeschaut! Und ganz sicher weisst Du alles über Form, Aerodynamik und Technik!
Plötzlich seid Ihr eins - alle Streitereien längst vergessen ... Langsam nimmst Du sie in den Arm. Und eigentlich hat sie sich überhaupt nicht verändert! Stiller ist Sie geworden, älter, ja reifer - doch ist sie immer noch so schön, so schlagfertig wie früher ...
Das wichtigste aber: Die Dame hat Sex - und ihren Mädchennamen behalten: Kraftwerk! Und schnell gehört Sie wie früher zu Deinem Leben: Ihr sitzt gemeinsam vorm Rechner, fahrt zusammen Auto, schlaft zusammen ein ...
Und Du weisst: Du wirst sie nie wieder verlassen ...
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Februar 2005
Nach ca. einem Jahrzehnt hat Kraftwerk sich neu erfunden. Die Platte ist absolute klasse!
Schon die Single "Expo 2000" war bemerkenswert. Und jetzt Tour de France Soundtracks, die Soundtüftler haben hier ihre Genialität bewiesen.
Eines vorweg: Die Trackliste dieser CD gibt 12 Tracks an, eigentlich kann man aber nur von fünf "Songs" sprechen. Los geht es mit dem "5-Track-Song" Prologue / Tour de France Étape 1-3 / Chrono. Wie in Zeiten von Autobahn (20 Minuten) und Trans-Europa-Express wird ein Grundthema hier in die Länge gezogen und mit Akzenten versehen. Kraftwerk versteht es auch hier, dabei nicht langweilig zu wirken. Danach folgt Vitamin, hier lassen Schneider, Hutter & Co. den Sound "sprudeln". Aérodynamik kommt mit einem ruppigen Sound daher (das Lied wird in Titanium weitergeführt), Elektro Kardiogramm / La Forme /Régéneration bietet einen abgeklärten Sound, der in einen "Chill-Out-Sound-Brei" endet. Zuguterletzt noch den remasterten 80er-Jahre-Hit Tour de France, der von einem Album stammt, das nie fertiggestellt worden ist.
Die Kraftwerk-typischen Merkmale (minimalistischer Elektro-Sound mit beeindruckenden Rhythmen und einem Hang zur Avantgarde, und Texte, in denen ein Satzbau die Ausnahme ist) trifft man auch hier an. Entsprechend dem Thema sind diese Texte ausnahmslos in französischer Sprache.
Für mich ist dieses Album neben Mensch-Maschine das beste Album der Düsseldorfer Pioniere des Elektro-Pop. Für ein Portrait der Band sind natürlich die alten Alben besser geeignet. Qualitativkann dieses Album aber mit jedem der alten mithalten bzw. dieses übertreffen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. August 2003
Nachdem ich die Single "Tour de France 2003" kritisch betrachtete, muss ich gestehen, dass ich vom neuesten "Kraftwerk"-Album wirklich angenehm überrascht bin. Wie ich es in meiner Rezension der Single erhoffte, haben die Herren Hütter, Schneider, Hilpert und Schmitz ein klares Konzept aufgestellt, in welchem sogar das (auf dem Album verbesserte) "Tour de France 2003" aufgeht.
Kraftwerk treten anscheinend in eine dritte Phase ihrer Karriere ein: Nach ihrer experimentellen Phase a'la "Pink Floyd" von 1970 bis 1974 (im Dou Hütter und Schneider plus Gastmusiker) und der klassischen Phase von 1974 bis 1991 (mit Karl Bartos und Wolfgang Flür), in welcher sie ihre Pionierarbeiten veröffentlichten und ihren Weltruhm begründeten, scheint jetzt im Zeichen der aktuellen Musiklandschaft eine eher "track"-orientierte Phase im "Kling Klang"-Studio angesagt zu sein. Standen in der vergangenen Ära trotz aller Soundinnovationen und Minimalismen immer noch die "Songs" im Mittelpunkt, sind es auf diesem Album eher beinahe rein instrumentale Klangbilder mit wenigen Textzeilen, die ein stimmungsgeladenes Gesamtkunstwerk ergeben, das Wort "Soundtrack" passt da schon ganz gut.
Ich finde das sehr interessant, aber für viele alte Fans ist dies zugegebenermassen sicher gewöhnungsbedürftig bzw. für jüngere Zuhörer vielleicht nicht hart genug (eigentlich verwunderlich, denn live, wie man auf dem Bootleg "Sur le ciel de Paris" vom September 2002 hören kann, sind "Kraftwerks" Rhythmen wirklich auf dem neuesten Stand und "bretthart")und für manche neutralen Zuhörer vielleicht nicht gerade innovativ.
Ich bin jedenfalls sehr gespannt darauf, was bzw. wann die Band nach diesem gelungenem "Soundtrack" als nächstes reguläres Studioalbum veröffentlichen wird.
Wie heisst es in "Techno Pop" vom 86'er Album "Electric Café"?: "Es wird immer weitergeh'n, Musik als Träger von Ideen."
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. August 2003
Stell Dir vor, Du triffst nach 17 Jahren Deine grosse Liebe wieder - und es funkt gewaltig!
Das erste Date nach langer Zeit beginnt mit Schwierigkeiten: Längst habt Ihr euch weit voneinander entfernt, euch aus den Augen verloren. Kurze Treffen im „Elektrischen Cafe", im „Mix" oder auf der „Expo" zwar, aber Ihr sprecht nicht mehr die gleiche Sprache - nichts ist, wie es einmal wahr...
Und dann das: Zufällig hörst Du, sie sei wieder in der Stadt, möchte Dich unbedingt sehen, sich mit Dir treffen... Und aufgeregt fragst Du Dich, wie sie wohl aussieht, ob sie sich verändert hat und was sie Dir zu sagen hat, nach all den Jahren...
Gut sieht sie aus - Ihr sprecht über alte Zeiten: Da war doch mal die Geschichte mit dem Modell, was ist aus dem eigentlich geworden? Dann das Ding im TEE, weisst Du noch? Und erst die vielen Mails am Heimcomputer, war doch eine aufregende Zeit, damals...
Schnell wechselt Ihr das Thema: Klar fährst Du Rad! Natürlich hast Du Dir die 100. Tour im Fernsehen angeschaut! Und ganz sicher weisst Du alles über Form, Aerodynamik und Technik!
Plötzlich seid Ihr eins - die Streitereien längst vergessen... Langsam nimmst Du sie in den Arm. Und eigentlich hat sie sich überhaupt nicht verändert! Stiller ist Sie geworden, älter, ja reifer - doch ist sie immer noch so schön, so schlagfertig wie früher...
Das wichtigste aber: Die Dame hat Sex - und ihren Mädchennamen behalten: Kraftwerk! Und schnell gehört Sie wieder zu Deinem Leben: Ihr sitzt gemeinsam vorm Rechner, fahrt zusammen Auto, schlaft zusammen ein. Und Du weisst: Du wirst sie nie wieder verlassen ...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. November 2003
Beim Lesen zahlreicher Rezensionen wird deutlich, daß so manch einer Probleme mit TDF-Soundtracks hat - oder hatte ! Denn : Auch ich gehörte zu denen, die mit Waaaaaaahnsinns-Erwartungshaltungen an die CD herangegangen sind. Aber was erwartet man ? Eine zweite Radioaktivität, ein zweites Model ? Nein - diese Platte stellt Kraftwerk anno 2003 dar - und das ist minimalistischer aber auch gleichzeitig tiefgründiger als je zuvor. Die Scheibe heißt auch nicht umsonst "....Soundtracks", d.h. sie liefert Musik ZU etwas, genauer gesagt zum Radfahren. Und das ist in seiner Umsetzung meiner Meinung nach perfekt gelungen. Habe unlängst sowohl das Buch von Wolfgang Flür als auch das von Pascal Bussy gelesen - und demnach frönt vor allem Mastermind Hütter seit über 20 jahren dem Radsport. Also war es mehr als logisch, daß irgendwann mal dieses Album erscheint. Sound irre, Melodien gelungen (wenngleich auch sehr oft repetiert - schon fast bis zur Trance), ein roter Faden ,der sich vom Prolog bis zu TDF 03 zieht ! Alle Achtung Jungs, mit bald 60 und einer ausgedehnten Tour in Planung - weiter so ? PS : Wann kommt endlich eine DVD ?
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. August 2003
Was macht man als Band, die legendären Kult-Status genießt und den Höhepunkt ihres Schaffens schon aufgrund ihres Alters eigentlich hinter sich haben müsste? Muss da ein Album, das erst nach langer Schaffenspause erscheint, nicht schon allein durch diese Tatsache verdächtig erscheinen, nur ein Merchandising-Produkt zu sein?
Vielen langjährigen Fans fehlt das für Kraftwerk typische Innovative an den "Tour de France Soundtracks", andere halten diese "seelenlose" Musik sowieso für überflüssig...
Kraftwerk hat ein Stück zeitgenössisches Electronic Listening produziert und dem ganzen ihren typischen Sound-Stempel mit Vocoder-Stimmen, Analog-Klängen und der monotonen Bass-Drum ohne Punch aufgedrückt.
"Tour de France Étape 2", "Vitamin", "Aero Dynamik" und das alte "Tour de France" selbst sind absolut eingängige Tracks, denen man anhört, dass Kraftwerk in der Gegenwart angekommen ist und seinen ursprünglichen Stil mit einem Augenzwinkern treu bleibt - vielleicht kein Meilenstein der Musikgeschichte, aber ein gutes, zeitgemäßes Album einer Elektronik-Band. Alles andere ist sowieso Geschmackssache.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
HALL OF FAMEam 18. August 2003
Man hat fast schon den Glauben an ein neues Kraftwerk-Album aufgegeben - so oft wurde ein Termin genannt, verschoben und dann doch wieder nicht etc...
An die Revolutionäre der Popmusik (1970 mit "Autobahn") mit ihrem starken Einfluss auf David Bowie über New Order bis Moby werden natürlich hohe Erwartungen gestellt. Und die sind nicht enttäuscht worden.
"Tour De France Soundtracks" ist eine Zusammenstellung von 12 Songs/Soundflächen, die meist Instrumental gehalten sind und ab und an durch deutsche, englische oder französische Wortbeiträge untermalt werden. Denn Gesang kann man die Einwürfe von z.B. Ralf Hütter bei "Vitamin" oder bei "Elektro Kadiogramm", wo sich deutsche und amerikanische Wortfetzen abwechseln, beim besten Willen nicht nennen. Allerdings passen sie atmosphärisch perfekt in die Soundlandschaften, die von der Band entworfen werden.
Die Songs gehen nahtlos und fast unmerklich ineinander über, so das man trotz einer Spieldauer von knapp einer Stunde dem Eindruck verfällt, dieses Album sei kurz geraten. Doch es ist vielmehr die Perfektion, mit der Kraftwerk ihren typischen Sound in die Neuzeit transferieren, welche die Zeit im Flug vergehen läßt. Ein makelloses Album aus dem Kling Klang-Studio. Zwar nicht so wegweisend wie ihre Alben vor 30 Jahren, doch noch immer gut genug, um ihre Jünger vor Ehrfurcht erstarren zu lassen.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. August 2003
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Stell Dir vor, Du triffst nach 17 Jahren Deine erste grosse Liebe wieder - und es funkt gewaltig!
Das erste Date nach langer Zeit beginnt mit Schwierigkeiten: Längst habt Ihr euch weit voneinander entfernt - euch aus den Augen verloren. Kurze Treffen im „Elektrischen Cafe", im „Mix" oder auf der „Expo" zwar, aber Ihr sprecht nicht mehr die gleiche Sprache - nichts ist, wie es einmal wahr...
Und dann das: Zufällig hörst Du, „Sie ist wieder in der Stadt, möchte Dich unbedingt sehen, sich mit Dir treffen!" - und aufgeregt fragst Du Dich, wie sie wohl aussieht, ob sie sich verändert hat und was sie Dir zu sagen hat, nach all den Jahren...
Gut sieht sie aus - Ihr sprecht über alte Zeiten: Da war doch mal die Geschichte mit dem Modell, was ist aus dem eigentlich geworden? Dann das Ding im TEE, weisst Du noch? Und erst die vielen Mails am Heimcomputer, war doch eine aufregende Zeit, damals...
Schnell wechselt Ihr das Thema: Klar fährst Du Rad! Natürlich hast Du Dir die 100. Tour im Fernsehen angeschaut! Und ganz sicher weisst Du alles über Form, Aerodynamik und Technik!
Plötzlich seid Ihr eins - die Streitereien längst vergessen... Langsam nimmst Du sie in den Arm. Und eigentlich hat sie sich überhaupt nicht verändert! Stiller ist Sie geworden, älter, ja reifer - doch ist sie immer noch so schön, so schlagfertig wie früher...
Das wichtigste aber: Die Dame ist genauso schön wie früher - und hat ihren Mädchennamen behalten: Kraftwerk! Und schnell gehört Sie wie früher zu Deinem Leben: Ihr sitzt gemeinsam vorm Rechner, fahrt zusammen Auto, schlaft zusammen ein.
Und Du weisst: Du wirst sie nie wieder verlassen ...
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