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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Psychologische Tour de Force
Mal ehrlich - wer war denn in seiner Kindheit wirklich ein Fan vom "Hulk". Dieses grüne grantelnde Monster, das in seiner tumben Art irgendwie für Gerechtigkeit eintrat, hatte es doch schwer im Vergleich zu jenen supergerechten Flattermännern, schizophrenen Fledermäusen, verbissenen Spinnern - pardon Spinnen - und wie auch immer die anderen Superhelden...
Veröffentlicht am 23. September 2006 von EHZ

versus
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1.0 von 5 Sternen Schön, dass ich mein Chinesisch verbessern darf
Die Version, die ich heute erhalten habe, ist auf Chinesisch - vermute ich mal, es könnte aber auch Japanisch sein.
Ich bin echt entsetzt, dass man als Verbraucher bei Amazon was bestellt und dann bekommt man zwar den richtigen Film, aber mit der falschen Tonspur.
Jedenfalls habe ich in der Beschreibung nicht gelesen, dass die DVD keine deutsche Tonspur...
Vor 13 Monaten von Amazon Customer veröffentlicht


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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Psychologische Tour de Force, 23. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Hulk [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
Mal ehrlich - wer war denn in seiner Kindheit wirklich ein Fan vom "Hulk". Dieses grüne grantelnde Monster, das in seiner tumben Art irgendwie für Gerechtigkeit eintrat, hatte es doch schwer im Vergleich zu jenen supergerechten Flattermännern, schizophrenen Fledermäusen, verbissenen Spinnern - pardon Spinnen - und wie auch immer die anderen Superhelden hießen, denen viele ihre Sympathien schenkten - und denen man auch filmisch in vielerlei Hinsicht Denkmäler gesetzt hat.

Und nun wartet der asiatische Regisseur Ang Lee mit einer Verfilmung auf, die wahrscheinlich nur überwiegend einem der drei bestehenden Lager gerecht wird. Ganz im Gegensatz zu den "Hulk Hassern" und den "wahren Fans", wird seine Version der "grünen Gefahr" nur vor allem jene begeistern können, die bisher noch gar nicht viel mit dem "Hulk" anfangen konnten - und deshalb nahezu vorurteilsfrei an den Film herangehen.

Ang Lees Film besticht besonders durch die präzise Zeichnung seiner Charaktere, was nicht nur bei der Hauptperson, dem strahlenverseuchten Bruce Banner auffällt. Dieser wird von Eric Bana einmal mehr überzeugend dargestellt - hatte er doch schon dem Sandalenorkus "Troja" ein wenig schauspielerischen Glanz verliehen. Doch auch die Wiedergabe der anderen Hauptpersonen fällt sehr differenziert aus. Ob das nun sein durchgeknalltes Psychowrack von einem Vater ist - oder es sich um die liebend loyale aber letztlich leidende Freundin und ihren herrlich verkniffenen, verfolgungsfreudigen Alleinerzeuger bzw. -erzieher handelt. Die Darbietungen gehen merklich in die Tiefe, was für so manche Comicverfilmung recht ungewohnt daherkommt. Und die entsprechend comicartige Aufteilung des Bildes - mehrere Situationen und Reaktionen werden teilweise gleichzeitig abgebildet - ist ein gelungen wieder aufgegriffener Einfall der Filmtechnik.

Die Zeit, die sich der Regisseur für die Entwicklung seiner Geschichte nimmt, stösst zwangsweise dem Liebhaber krachlederner Actionkost vor den Kopf. Logische Konsequenz - die Actionszenen werden erfolgreich bemängelt - die Spezialeffekte inklusive. Manches wirkt hier tatsächlich zu unentschlossen, doch der gewollte Gesamteindruck ist eben nicht der einer visuellen Achterbahnfahrt, sondern viel mehr eine tragische Vater-Sohn Geschichte, die in allen erdenklichen Ebenen ausgelotet wird. Auch die logischen Konsequenzen des Andersseins Bruce Banners werden geboten, so manches gebrochene Herz bleibt da auf der Strecke - wie leider auch so mancher Zuschauer, der sich diesen Film mit den falschen Erwartungen ansieht.

Wer sich auf ein teilweise kammerspielartiges Psychogramm einlassen will und die Action ausschliesslich als Mittel zum Zweck versteht, den wird der "Hulk" überraschen. Alle anderen werden voraussichtlich "grün" im Gesicht werden - vor Enttäuschung.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kunst wird hier gemacht!, 22. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Hulk [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
"Hulk" ist die Verfilmung einer ziemlich platten Comicreihe, aus der in den 70ern eine noch viel plattere Fernsehserie und eine ebenso schlechte Zeichentrickserie gemacht wurden. Die Sterne standen also denkbar schlecht für den Film.

Und was ist daraus geworden? Regisseur Ang Lee verwandelt den banalen Action-Comic in eine intelligente Vater-Sohn Geschichte: Der Sohn, Bruce Banner, leidet an seiner eigenen Gefühlsverdrängung, die ihn Wut, Hass und Fassungslosigkeit anstauen lassen und genau diese Gefühle sind es, die er später als Hulk wieder loswerden muss. Der Vater hingegen ist unglaublich schwer zu durchschauen, mal scheint er der liebende Papa zu sein, um sich dann wieder in den gefühlskalten Wissenschaftler zu verwandeln, der seinen Sohn nur ausnutzen will. Genau dieser Konflikt ist es, um den sich die Handlung dreht. Und in deren Zentrum steht eine Frage, die doppelt beantwortet wird: Wie wird Bruce zum Hulk? Einerseits ist da die etwas ausgelutschte wissenschaftliche Erklärung mit Nanomeds und Gammastrahlung. Andererseits, und das ist wahrscheinlich viel interessanter, sind es die verdrängten Erinnerungen von Bruce an seine Kindheit und seinen wahren Vater, deren Manifestation genau ein Punkt in der Vergangenheit ist: Der Tag, an dem die Weichen für den Hulk gelegt werden, der im Film erst ganz zum Schluss aufgedeckt wird und an dessen Ende eben keine strahlenden Helden und unsägliche Bösewichte stehen, sondern echte Charaktere, die böse und gut gleichzeitig sein können, eben wie normale Menschen.

Hinzu kommt die Vater-Tochter-Beziehung zwischen Betty und ihrem Vater. Auch hier erleben wir keine bloßen Figuren, sondern Menschen: Denn Betty erhofft sich insgeheim von ihrem Vater Zuwendung, Liebe und Verständnis (die sie sich dann bei Bruce abholt). Ihr Vater hingegen, der einen hohen Militärrang innehat und im Grunde der Erzfeind von Bruce's Vater ist, will seine Tochter schützen, aber gleichzeitig seinen Dienst als Offizier leisten, weswegen er mit sich selbst und seinen Pflichten immer wieder in Konflikt kommt.

Es mag sein, dass sich die Geschichte recht langsam entwickelt und es erst gegen Ende actionreicher wird. Dafür besitzt die Geschichte eine, sagen wir einmal, innere Spannung, die zwischen den Figuren herrscht: Die Figurenverflechtungen drehen sich alle um den einen Punkt in der gemeinsamen Vergangenheit aller Figuren und dieser Punkt wird es sein, der die Geschichte auflöst.

Die optische Gestaltung des Filmes ist zu loben, denn die rasanten Schnitte mit Split-Screens unterstreichen nicht nur die tatsächliche Comicartigkeit des Films, sondern auch die zerrütteten Figurenverflechtungen der Geschichte. Außerdem sind die Spezialeffekte bei Weitem nicht so schlecht wie es an anderer Stelle hier gesagt wird: Die Verfolgungsjagd in der Wüste ist auch Heute noch ein optischer Hochgenuss, der mit tollen realen Schauplätzen und einem sehr menschlich wirkenden Hulk aufwartet.

Fazit: Was ist aus dem Comic geworden? Sicherlich keine adäquate Umsetzung des Stoffes. Überall wurde nach Gutdünken etwas verändert, weggelassen, hinzuerfunden, etc. Na und? Der Film ist ein eigenständiges Werk, das, wenn es nicht den Namen Hulk getragen hätte, viel besser angekommen wäre, weil man keine Erwartungshaltung im Vorfeld gehabt haben konnte. Der Film ist intelligent und verzichtet häufig auf Action-Sequenzen, um eine Geschichte zu entfalten, die bei Comic-Verfilmungen fast einzigartig, um nicht zu sagen originell ist. Klar, Action-Puristen kommen sicher nicht auf ihre Kosten, dafür aber wohl Menschen, die Comics lesen und Filme sehen, weil sie diese als eigenständige, großartige Kunstwerke auffassen und nicht als audiovisuelles FastFood. Reine Unterhaltung findet man an anderer Stelle, Kunst aber wird hier gemacht!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hulk ist nicht Spider-Man, 21. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Hulk [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
Eines vorweg: Wer eine "richtige" Comicverfilmung erwartet, wird von "Hulk" enttäuscht sein. Zunächst war ich es auch. Als ich mir dann aber das Bonusmaterial ansah und mich wieder daran erinnerte, dass Ang Lee der Regisseur von "Tiger and Dragon" ist, begann ich, den Film unter einem anderen Gesichtspunkt zu sehen. Je länger ich nachdenke, umso mehr wird der Film für mich zu einem Kunstwerk.
Für eine Comicverfilmung ist das vielleicht nicht so ideal, deshalb scheiden sich wohl auch bei diesem Film die Geister. Nach "Spider-Man" und zweimal "X-Men" werden Stan-Lee-Fans sicher zunächst von "Hulk" enttäuscht sein. Wer sich aber auf eine Mischung aus "Tiger and Dragon" und "X-Men" einlassen mag, wird voll auf seine/ihre Kosten kommen.
Ang Lee legt viel Wert auf die Entwicklung seiner Charaktere, entsprechend lang sind die Dialoge und "Zwischenspiele". Manchmal wünscht man sich die eine oder andere Szene vielleicht etwas kürzer (deshalb nur vier Sterne). Dennoch lässt Ang Lee es auch richtig krachen, die Effekte sind erste Sahne. Das beste, was das US-Militär z.Z. zu bieten hat, ist nicht mehr als (CGI-)Spielzeug für den Hulk.
Das Bonusmaterial (der Doppel-DVD) lässt auch keine Wünsche offen, speziell der "Making Of"-Bereich überzeugt hier. Im Endeffekt muss jede/r selbst entschieden, wie er/sie den Film findet. Vielleicht ist es besser, vor dem Kauf den Film erst einmal auszuleihen, dann ist man sich sicher.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schön, dass ich mein Chinesisch verbessern darf, 21. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Hulk [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
Die Version, die ich heute erhalten habe, ist auf Chinesisch - vermute ich mal, es könnte aber auch Japanisch sein.
Ich bin echt entsetzt, dass man als Verbraucher bei Amazon was bestellt und dann bekommt man zwar den richtigen Film, aber mit der falschen Tonspur.
Jedenfalls habe ich in der Beschreibung nicht gelesen, dass die DVD keine deutsche Tonspur enthält. Natürlich kann man den Film auch auf Englisch gucken, aber wenn so was nicht ausdrücklich erwähnt wird, rechnet man ja nicht damit.
Ich sende das Produkt sofort zurück.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zu halbherzig, um wirklich zu begeistern, 21. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Hulk [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
Zunächst gefällt an Hulk, dass es sich hier nicht um den typischen Superhelden mit lupenreinen Moralvorstellungen und Weltrettungsambitionen handelt. Bruce ist zwar in seinem Alltagsleben genau wie Clark Kent (Superman) oder Peter Parker (Spiderman) ein herumgeschubster Schlaffie, doch kann er das als Opfer durch Genmanipulationen seines Vaters nicht so einfach wegstecken. Seine Emotionen brechen aus in der Gestalt des unkontrollierbaren, grünen Superwüterichs Hulk.
Eigentlich ein Stoff der Regisseur Ang Lee liegen sollte, da er es schon in seinem Welterfolg Tiger & Dragon verstand innere Konflikte in originellen und bildgewaltigen Action-Sequenzen zu visualisieren. Auch die Besetzung mit der talentierten Independent-Schönheit Jennifer Connelly, Schauspielurgestein Nick Nolte und dem unverbrauchten Eric Bana (an dem lediglich die Agent Mulder Synchronstimme stört) hätte kaum besser ausfallen können. Dazu sorgen die Effekt-Meister von ILM für die Tricks und der Superhelden erprobte Danny Elfman (u.a. Soundtrack für Batman und Spiderman) für die richtige Musikuntermalung.
Alles großartige Zutaten und doch schmeckt es am Ende eher fade. Denn alle hochklassigen Beteiligten scheinen bei diesem Projekt leider recht lustlos ans Werk gegangen zu sein. Der digitale Hulk sieht die meiste Zeit über so künstlich aus wie eine Wachsfigur und ist mindestens eine Effektgeneration hinter Gollum anzusiedeln, der im Gegensatz zum grünen Monster wirklich Gefühle vermitteln konnte. Fatal sind aber die plakativen eindimensionalen Nebencharaktere, die die Handlung schrecklich vorhersehbar werden lassen.
Trotz allem ist Hulk kein schlechter Film: Schauwerte sind definitiv vorhanden und an manchen Stellen wird das Potential der Handlung auch umgesetzt. Doch nimmt sich Hulk leider viel zu ernst als Drama und ist völlig humorlos, obwohl tragikomische Elemente der Handlung angemessen wären und sehr gut getan hätten. Gemessen an dem, was Hulk offensichtlich hätte werden können , enttäuscht er. Man hat fast das Gefühl als hätten Regielegende Ang Lee und seine Darsteller aus dem Charakterfach eine Butterfahrt ins Blockbusterland gemacht, die am Ende allen weit weniger Spass gemacht hat als erwartet, weil sie nur dem Verkauf mittelmäßiger Massenmarktware diente.
Der Funke springt nicht über, aber da es auch keine offensichtlichen Macken gibt, gebe ich grad noch vier Sterne.
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5.0 von 5 Sternen Hulk, 9. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hulk [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
Super Service, war sehr fix hier. Der film ist super, dazu kann man aber nich viel sagen, spoiler und so. ;)
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5.0 von 5 Sternen Ang Lees Hulk ist zwar nicht so krass wie heutiges Marvelkino, aber gut, 23. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hulk [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
Schnelle Schnitte, kreative Übergänge, Hulk als Monster und Ambivalenter Titelantiheld und gute Nebencharaktere mit einem Drehbuch das okay ist, im Vergleich zu vielem Bulls*** der 2000er und folgenden Jahre.
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5.0 von 5 Sternen Krachende Comicverfilmung mit einem tragischen (Anti-)Helden, 9. Januar 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Hulk [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
Diese Comicverfilmung des Marvel Verlages ist in meinen Augen eine der tragischsten.Sind ihre Steckenpferde wie Spiderman,Fantastic Four sowie kürzlich die Rächer (oder auch "Avengers") meistens hellauf begeistert mit ihren Kräften,so ist der Hulk eher in die Anti-Helden-Schublade zu stecken.

Nach dem wohl bekannten Schema a la Jekyll& Hyde agiert auch dieser Held.Verstrahlt durch eine überhöhte Dosis an hochgefährlichen Gammastrahlen, mutiert der schüchterne sowie zerbrechliche Wissenschaftler Bruce Banner (würdig repräsentiert durch Eric Bana) durch Wutanfälle zum starken und quasi unverwundbaren grünen Riesen,der alles platt macht,was ihm oder seiner Angebeteten schaden könnte.Dabei legt der grüne Klotz eine Schneise der Verwüstung quer durch San Diego und bekämpft neben der US-Army,die in ihm eine Bedrohung für die Nation sowie Bereicherung für ihr Waffenarsenal sieht, noch genetisch veränderte Superköter sowie seinen zu einem beinahe göttlich aufgestiegenen Monster von Vater (perfekt als Bösewicht : Nick Nolte!)

Der Film wird gezeigt wie ein Comicbuch,das erkennt man am Szenenwechsel.Leider ist dieser Film etwas zu lang geraten und beschäftigt sich nur mit der Person von Banner.

Retten tun diesen Film ausgerechnet Star-Zeichner Stan Lee sowie der Fernseh-Hulk Lou Ferrigno.

Sehr zu empfehlen!
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3.0 von 5 Sternen Lee verfilmt Lee, 30. Juni 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Hulk [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
Vorab ein Wort des Trostes: Ein schlechter Film mit Jennifer Connelly ist immer noch besser als ein schlechter Film ohne Jennifer Connelly. Aber da kann Connelly noch so sehr gegen ein schlechtes Drehbuch anspielen - da ihr männlicher Gegenpart über weite Strecken so uncharismatisch wirkt, als sei er am Rechner entstanden, wird aus Ang Lees Leinwandversion von Stan Lees "Hulk" einfach kein wirklich guter Film.

Die obige Kritik bezieht sich übrigens nicht nur auf Hauptdarsteller Eric Bana, sondern auch auf sein alter ego, das natürlich tatsächlich die Spezialeffekt-Experten der Firma Industrial Lights & Magic am PC zusammengepixelt haben. Auch in der SFX-Branche scheinen Jahre sich wie Hundejahre zu verhalten, und seit dem Entstehungsjahr 2003 hat sich einiges getan - zwischen Ang Lees (Oscar für "Tiger & Dragon") "Hulk" und Peter Jacksons "King Kong" liegen gerade einmal drei Jahre, und doch liegen zwischen beiden Filmen Welten. Und obwohl ich für gewöhnlich jemand bin, der vieles verzeiht und selbst heute noch in Stop-Motion-Animation-Technik zum Leben erweckten Fantasyfiguren etwas abgewinnen kann, hat mich "Hulk" auch beim wiederholten Sehen nicht wirklich für sich einnehmen können - und das, obwohl ich den Film nicht einmal aus der Warte des besonders kritischen Comic-Fans angesehen hätte. Nein, ich bin wirklich ziemlich leidenschaftslos an den Kino-"Hulk" herangegangen.

Mein Eindruck: Dem 133 Minuten langen Film fehlt es durch die Bank an Tempo. Nichts gegen Filme, die sich Zeit dafür nehmen, ihre Geschichte zu erzählen, aber gerade in Sachen Plot hakt's bei Ang Lees "Hulk" vom Start weg gewaltig - allzu oft ertappt man sich als Zuschauer beim Blick auf die Uhr und die Frage danach, wann's denn endlich losgeht. Zudem wirkt die Handlung einfach zu leicht vorhersehbar: Es braucht nicht viel, um anhand der zahlreichen Rückblenden 1 und 1 zusammenzuzählen und sich zusammenzureimen, was in Bruces früher Kindheit so alles schief gelaufen ist. Anders gesagt: In dem Moment, in dem Ang Lee die letzten Teile des Puzzles einfügt, ist das Interesse der Zuschauer am Motiv leider längst erloschen.

Was den Film im letzten Drittel zusätzlich ausbremst, sind einige teils unfreiwillig komisch Sequenzen, in denen die deutlich als Computeranimation erkennbare Figur des Hulk in Siebenmeilenstiefeln durch die Prärie springt; dichtauf gefolgt von Kräften des Militärs, das den grünen Giganten endlich zur Strecke bringen will. Was Panzern und Hellfire-Raketen nicht gelingt, schafft, wen wundert's, die Liebe einer Schönen, in deren Armen das Biest wieder zum Menschen werden darf.

Nach 133 Minuten bleibt der Eindruck eines Films, der von allen Beteiligten offenbar wirklich gut gemeint gewesen ist, der aber am eigenen, zu hoch gesteckten Anspruch scheitert - "Hulk" will mehr sein als die unterhaltsame Adaption einer Bildergeschichte für Minderjährige und gerät dabei zum Melodrama, das über weite Strecken allzu verkopft daherkommt.

Ach, ja: Sam Elliott als General Ross und Vater der weiblichen Hauptfigur Betty macht, wie eigentlich immer, eine gute Figur; Nick Nolte als verlaust wirkender Hulk-Vater und -Gegenspieler bleibt hingegen ziemlich eindimensional - was allerdings sicher auch Mängeln im Drehbuch geschuldet ist. Einigermaßen rätselhaft bleibt, warum das Spektakel von der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft erst "ab 16 Jahren" freigegeben worden ist.

Die 2 Disc Special Edition DVD

Bild und Ton der DVD sind manierlich, setzen aber keine Maßstäbe; dafür kommen Comic-Interessierte mit der Doppel-DVD aber auf ihre Kosten. Der Großteil des Bonusmaterials wird auf einer eigenen Disc angeboten. Ein eigener Beitrag ermöglicht es, Storyboards mit von verschiedenen Comiczeichnern ausgearbeiteten Drehbuchszenen sowie den fertigen Filmsequenzen zu vergleichen, ein in vier Segmente unterteiltes, gut 23-minütiges "Making of" beleuchtet verschiedene Aspekte der Produktion inklusive der Musik von Danny Elfman, und natürlich kommen auch die beiden Lees ausführlich zu Wort. Die DVD-ROM-Inhalte "Wallpaper" und "Screensaver" wirken im Jahr 2011 freilich eher rührend; auch das unter Verwendung des Zauberwörtchens "interaktiv" ausgelobte Feature "Die Enthüllung des Superhelden" entpuppt sich bei näherem Hinsehen als eine eher maue Dreingabe, an der wohl nur echte Nerds Spaß haben können.

Wer den Film trotz all seiner Defizite mochte, findet auf der mittlerweile für kleines bis kleinsten Geld zu habenden Doppel-DVD unterm Strich aber ein wirklich gerüttelt' Maß an Zusatzmaterial, dessen Umfang und Machart wirklich keinen Anlass zum Meckern bieten. Ärgerlich: Die Navigation durch die Inhalte der DVD wird an einigen Stellen durch kryptische, alles andere als selbsterklärende Symbole unnötig erschwert - etwas weniger selbstverliebtes Gestalten wäre das Gebot der Stunde gewesen.

R e s ü m e e

Für meine Begriffe ist Hollywoods Grünphase aus dem Jahr 2003 unterm Strich einfach zu langatmig erzählt. Das Drehbuch verschenkt die Chance, die tragische Vater-Sohn-Beziehung erzählerisch über das Mittelmaß des Melodramas herauszuheben; auch die Beziehung zwischen Bruce "Hulk" Banner und love interest Betty Ross wirkt aufgesetzt. Unterm Strich bleibt der Eindruck, dass man sich mit dem Stoff schlicht verhoben hat - der Story fehlt es sowohl an erzählerischer Tiefe wie auch an Humor und simplen an "comic relief"-Elementen; zudem wirkt die Figur des Hulk oft einfach nicht realistisch genug. Wer den Film aber tatsächlich mochte, ist mit der umfangreich ausgestatteten und mit Sorgfalt aufgemachten Doppel-DVD der Special Edition gut bedient.
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5.0 von 5 Sternen Besser als die 2008er Version, 19. März 2010
Von 
N. I. Body - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Hulk [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
"Hulk" aus 2003 von Ang Lee, ist in jeder Hinsicht besser als die (wieso auch immer gehypte) Neuverfilmung von 2008, "Der unglaubliche Hulk". Habe mir beide Filme hintereinander angesehen. Schauspieler, Kameraführung, Effekte, Story, Locations usw. sind in diesem älteren "Hulk"-Film um Klassen besser.

Bild und Sound wirken ebenfalls sehr beeindruckend. Werde ihn mir daher bald auf BluRay zulegen. Fazit: Tolles, flottes Popcorn-Action-Kino, das man gerne auch öfter ansieht.
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Hulk [Special Edition] [2 DVDs]
Hulk [Special Edition] [2 DVDs] von Ang Lee (DVD - 2004)
EUR 4,97
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