Kundenrezensionen

33
3,4 von 5 Sternen
St.Anger
Format: Audio CDÄndern
Preis:11,99 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Juli 2015
"St. Anger" ist das 8. Studioalbum der Heavy Metal Band Metallica aus den U.S.A.. Es erschien im Juni 2003. Am Start waren James Hetfield (Vocals, Rhythm Guitar), Kirk Hammett (Lead Guitar), Robert Trujillo (Bass) und Lars Ulrich (Drums). Alle Songs wurden von James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett and Bob Rock komponiert und geschrieben. Bob Rock hat das Album produziert.

"St. Anger" ist schlecht! Wir hören einen schlimmen Sound (da sind Demos anderer Bands häufig besser). Dafür muss man komplett auf Gitarrensoli verzichten. Aber auch fast alle Songs sind schwach. Was hat sich die Band dabei nur gedacht?! Wie später bekannt wurde, hat sich die Band vor "St. Anger" bzw. während der Aufnahmen beinah getrennt. "St. Anger" soll sowas wie eine Bandtherapie sein...
Das ändert aber nichts daran, dass das Album nicht gut ist. Da gefallen mir sogar "Load" (1996) und "Reload" (1997) besser. Nach "Reload" musste man 6 Jahre auf ein neues Studioalbum warten und dann so ein Mist!

Nur zwei Songs finde ich gelungen und das sind `Frantic` und `St. Anger`, die beiden Titel bewahren das Album vor dem Totalabsturz. Wie viele Rezensenten 5 Sterne geben können, kann ich nicht nachvollziehen. Daher 2 Sterne für das Album, welches ich beim besten Willen nicht empfehlen kann.
44 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Januar 2014
Es gibt ja schon mehrere Rezensionen zu diesem Album und ich möchte das gar nicht nochmal alles aufgreifen.

Von Metallica darf man mehr erwarten, aber ansonsten ist das doch n ganz geiles Album. Es gibt mehrere gute Songs und es ist mal was Neues.
Einen fetten Abzug gibt es natürlich noch für den Klang, denn der Sound und die aufdringliche Snare sind cool wenn man den mal einen Song so abmischt (das bringt Abwechslung), aber ein ganzes Album ist zu viel.

Abgesehen von dem Klang ist das Ding aber ziemlich gut. Man muss sich das nur mal ohne Vorurteile anhören. Mittlerweile gefällt es ja auch vielen, die das Album erst scheiße fanden. Das war nur der erste Schock.
Wenn man das ein paar mal ganz gehört hat und kein zweites 'Kill 'Em All' erwartet, kann das einem einem auch gut gefallen.

Es ist anders aber es ist Metallica und das kann man von dem neuesten Höhrerschreck 'Lulu' nicht behaupten ...
Einfach mal anhören und eigenes Urteil bilden.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 22. Juni 2015
ich habe metallica im letzten jahr auf dem ring gesehen, weis nicht mehr so genau, aber ich glaube sie spielten st. anger, auf jedenfall sagte james hetfield, st anger wäre ihre mistverstandeste platte,habe danach nicht viel trüber nachgedacht, aber wie das so ist, kramt man manchmal in seinem cd-schrank (ist heute out, man hat ja i-tunes) auf alle fälle ist mir st. anger in die finger gehommen, muss jetzt nach so 12 jahren feststellen, die platte wär heute top, bei mir weil all das überproduzierte zeug, mir auf den zeiger geht und in der metal-szene echt die flaggschiffe fehlen, vielleicht würden einige bands mal wieder back to the roots gehen, weg von überlangen kompositionen back to songs, wie bei neuren maiden zum beispiel,
aber st anger ist und bleibt ein roher fetzen metal uarghhhhh
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Juni 2013
So klingt das.
Was ist nur aus Metallica geworden? Warum haben die nicht nach dem "Schwarzen" Album aufgehört? Selbst wenn man den (allerhöchstens) durchschnittl. Tracks hier und da etwas abgewinnen könnte - wird das durch diesen grauenhaften Snaresound sofort zunichte gemacht. Auf Gitarrensolis haben Hetfield & Co diesmal ganz verzichtet. Also nee - das Debüt von 1983 ist um Klassen besser.
Seit Jahren wird der Fan vor dem Kopf gestossen. Wer sich den Namen *Metallica* gibt, sollte auch Metal machen und sich nicht ständig "neu"erfinden. Dann eben aufhören und unter neuen Namen dann artfremde Dinge machen - ihr wisst was ich alles meine...
Wenn Metallica sich mal erinnern würden was sie eigentlich groß gemacht hat - mit "Death Magnetic" haben sie es ja nochmal versucht, aber leider haben die Herren ihre besten Jahre lange hinter sich. Cliff Burton ist im Grab am rotieren, denn was hier unter den Namen *Metallica* veröffentl. wird ist ganz einfach eine Schande für ein ganzes Musikgenre. Danke für *Kill 'Am All*,*Ride The Lightning* u.*Master Of Puppets*. Ihr wart echt mal gut.
Keine Kaufempfehlung für dieses Geschrammel!
Ps: Eine Kritik ist nat. immer subjektiv.
1010 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. März 2014
Mit diesem Album bin ich nicht warmgeworden.

Lag es daran, dass es keine Melodien gibt? Keine echten coolen Soli von Kirk drauf sind? Eventuell der schlechte Sound (trommelt Lars da auf Kochtöpfen?) Und alles sehr ideenlos wirkt?.

Naja, Musikgeschmack ist halt subjektiv aber Nur Lulu fand ich noch schlechter.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. September 2014
Auch jetzt noch Metallicas beste Scheibe, obwohl sie langsam sich ins Aus schiessen. Die ersten Alben der Band ziemlich sperrig. Black Album kürzer, viele Hits aber auch zu trocken. Alles mal für zwischendurch. Load und Reload perfekt zum nebenbei hören und man vergrault keine Gäste. S&M, naja... Garage Inc. schöne Partyscheibe. Some kind of Monster Filmchen, okay. Natürlich St. Anger mit kräftiger Faust in die Fr... Death Magnetic zu alten Wurzeln aber irgendwie schwer zündend. Was macht die Band nun? Webegags, Liveauftritte (aber immer noch gut) und da gabs ja noch nen sauteuren Kinostreifen, Through The Never mit guten Ansätzen aber leider laaaaangweilig... Kaum einer sah es und man munkelt die Band sei nun pleite... ( Etwas seltsam ist die Band und doch höre ich sie manchmal ganz gerne so wie ich natürlich gerade drauf bin. Wäre schade wenn die Band komplett verschwinden würde, aber das hängt von einer neuen Scheibe ab und ob man es damit schafft nochmal Songs zu erschaffen die alles in sich vereinen. St. Anger ist eine noch heute umstrittene auch als mieseste abgestempelte Scheibe. Das stimmt meiner Meinung aber nicht, da die Band in einer Krise standen und mit Kraft wieder raus mussten... Eben mit geballter Faust...
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
9 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Januar 2013
Wow, auch fast schon wieder 10 Jahre her, dass Metallica St Anger veröffentlicht haben.
Was für ein fanspaltendes Album, zusätzlich der mit Abstand unkommerziellste Release der Band, allein was Sound und Songs angeht.
Außerdem versteht man das Album erst, sobald man den zugehörigen Film Some Kind Of Monster sieht: eine ehrliche, alles andere als vorteilhafte Doku über eine der größten Heavy Metal Bands aller Zeiten (jaja jetzt bleibt mir mal vorerst weg mit den Thrash Metal Wurzeln)

Fangen wir mal von vorne an: METALLICA kündigen irgendwann 1999/2000 ein neues Album an, das wieder roher und schroffer sein soll, drei Jahre später, am 5. Juni 2003 steht es fast eine ganze Woche früher im Laden, als angepeilt: Rock am Ring sollte bis dahin die Songs gehört haben.

Alles klar! Ab in den Laden, CD kaufen (damals mit zugehörigem Shirt), ab nach Hause, CD in den Player und los geht's!

Hmm... irgendwas stimmt mit meiner Anlage nicht... Der Sound klingt blechern, die Gitarren knarzen ganz schön, nur der Gesang klingt ganz okay. Während ich die Boxenkabel checke, rauscht Frantic an mir vorbei. Die Vermutung, dass das Boxenkabel oder die Hardware kaputt ist, verstärkt der Titelsong nochmals: die Snare singt regelrecht, der Sound ist schwammig, der Bass rumpelt. Okay, ich gebe auf, ich habe eventuell eine "kaputte CD" (falsches Master?). Am selben Abend treffe ich mich mit ein paar Kameraden auf ein Bierchen, alle im Besitz der CD. "Hört sich bei euch das Teil auch so blechern an?" Yep, bei allen. Okay. Unmittelbar davor habe ich das Gesamtwerk drei mal durchgehört und konnte mich nicht ganz mit dem Sound, dafür mit einer Hand voll Songs anfreunden.

Jahre später, ich lege die CD tatsächlich mal wieder ein und frage mich ernsthaft: "Was soll die Sche**e?!" Ich konnte mit keinerlei Songmaterial mehr etwas anfangen, die Riffs inspirationslos, das Gedresche (ich spiele nicht auf den früher gespielten Thrash Metal an!) einfallslos und der Gesang über weite Strecken nervig. Seitdem verstaubt das Teil.

Mitte 2012. Durch Zufall entdecke ich bei einem Umzug in einem Karton diese CD wieder und lege sie beim Autofahren ein: Das Teil zieht! Simple straight forward Songs, ein klarer Mittelfinger Richtung Hörer, Plastiksounds, Überproduktion, Pseudogefrickel, deine Mutter.
Natürlich sind die Songs alles andere als anspruchsvoll, im Vergleich zu den ersten vier Werken bis einschließlich "And Justice For All" beinahe schon eine Frechheit. Aber das Statement ist klar: "Wir sind nicht müde" unbd richtig schlecht sind ein Großteil der Songs tatsächlich nicht. Hätte die Band nicht das Szenario von der Doku durchgemacht, würden die Songs weitaus schlechter klingen. Das ist dokumentiert und leider kein Witz. Somit haben sich METALLICA dazu zusammengerauft, ein deftiges, straight forward gehendes Album zu stricken, welches ihr Statement weiter untermauert.

Somit bleibt als Fazit:
In bandtechnischer Hinsicht vielleicht ein sehr wichtiges Album, das verstanden werden will, aber auch nicht auf Zustimmung hofft. Dafür klingt der stonerlastige Sound mit den schlecht aufgenommenen und gemischten Drums zu amateurhaft (das war der damals angekündigte Garagensound). Es gibt nur zwei tatsächliche Nachteile: James Hetfield versucht manchmal gequält zu klingen, was gehörig in die Hose geht ("Purify" als das Topbeispiel hierfür). Der zweite: Die CD ist viel zu lang, den Liedern geht zu einem Großteil nach der Hälfte ganz schön die Puste aus, da sich die Arrangements wiederholen und gewisse "Breaks" leider keine Spannung aufbauen, sondern mich inzwischen nur noch zum Skippen weiterbewegen.
55 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Februar 2013
2003 erschien Metallica's achtes Studioalbum unter dem seltamen, wie nichtssagenden Titel "St. Anger", und wurde in der Formation - James Hetfield (Vocals, Rythm Guitar), Kirk Hammett (Lead Guitar), Lars Ulrich (Drums) und erstmals Robert Trujillo (Bob Rock) (Bass) - eingespielt. Die Produktionshoheit hatte Koryphäe Bob Rock und Metallica höchstpersönlich.

An Board des Thrash-Flagschiff gab es Besetzungswechsel: Robert Trujillo trat der Band bei, spielte allerdings vorerst noch nicht Bass, sondern war lediglich auf der zusätzlichen Digipack-DVD zu sehen. Alle Basslines mussten also von Mastermind Bob Rock gespielt werden. Aber auch am Stil konnte man eine Veränderung wahrnehmen: Der schwergewichtige Blues-Thrash-Metal wich einem Hard Rock orientierteren Wechsel mit Garagensound. Obwohl auch diesmal einige gute Tracks vertreten waren, konnte man dies nicht so richtig mitbekommen. Zum Einen durch die sehr schlechte Produktion, die den Bass ziemlich in den Hintergrund rückte, dafür aber das blechern klingende Schlagzeug Lars Ulrich als treibende Kraft in den Vordergrund stellte.

Stellenweise klingt das Album auch sehr melodisch, hart, treibend, und man kann gute Ansätze der Songs erkennen, die aber großteils zu mangehalft umgesetzt wurden, und die die urpsrüngliche Power der Alben eins bis sieben - wobei Load und Reload meiner Meinung nach lange nicht so gelungen waren, wie die ersten vier Scheiben der Gruppe - zu keiner Zeit einfangen. Trotzdem hat das Album mit dem aggresiv-anpeitschenden "Frantic", dem überlangen "St. Anger", "Some Kind of Monster", "Invisible Kid", "The Unnamed Feeling" und "All within my Hands" mehrere starke Songs am Start. Aber auch bis auf das eher durschnittliche "Sweet Amber" will kein Track so richtig zünden, wie man es in der Frühphase der Band gewohnt war. Der Sound klingt zu blechern, zu "garagenmäßig" produziert und die Songwriter-Fähigkeiten schienen eine untergeordnete Rolle zu spielen. Auch der Umstand, dass bis auf "Frantic" kein Song so richtig zum Klassiker wurde, schmälern die guten Ansätze dieses (sehr) durchwachsenen Metallica Albums. Hätte sich die Band etwas mehr Zeit genommen, um den neuen Sound reifen zu lassen und ihre kompositorischen Fertigkeiten zu kompensieren, wäre der Band womöglich ein kleineres Meisterwerk geglückt.

Ingesamt eine unterdurschnittliche bis durschnittliche Kost der Bay Area Thrasher. So gibt es dann für den schwachen Sound und gute Ansätze und einige, wenige stärkere Songs (die auf Dauer aber nicht so richtig im Ohr bleiben wollen) 3 gute Sterne.

Fazit: Kein Klassiker, aber doch wichtiger Stoff. 3 Sterne!
55 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. April 2011
Neulich las ich in einem Magazin, dass dieses Album von Fans als "Rückkehr zur alter Härte" gefeiert wurde.
Zumindest ein wahrer Kern steckt in dieser offensichtlich eher schlecht recherchierten Aussage: Metallicas vielleicht umstrittenstes Album weist im Gegensatz zu den eher soften "Load" und "Reload" wieder ein höheres Maß an Härte auf. Allerdings ist es eine völlig andere Härte als auf den ersten vier Klassikeralben. Das Album präsentiert sich neben einer erhöhten Lautstärke durch sehr rauh klingende, auf Drop C heruntergestimmte Gitarren und einer SEHR gewöhnungsbedürftig klingenden Snaredrum. Der oft gezogene Vergleich letzterer mit einer Mülltonne trifft den Nagel auf den Kopf. Ich persönlich habe allerdings nichts gegen den Snaresound, da er gut in die brutale Atmosphäre des Albums passt.
Ob der Sound selbst unbedingt schlecht ist, kann ich nicht beurteilen, da ich kein audiophiler Fan bin und nur mit Mühe die Soundqualität von "...And justice" als unterdurchschnittlich erkennen konnte :-) Auf jeden Fall drischt die Platte fast ununterbrochen auf den Hörer ein.

Die Songs selbst sind dementsprechend (zumindest anfangs) recht mühevoll zu hören. Die Riffs sind zwar gut strukturiert und teils auch durchaus hörenswert, hören sich aber schon fast nach Nu-Metal an. Jeder Fan sollte sich im Klaren sein, dass dieses Album mit den "normalen" Metallica nicht mehr viel gemein hat. Wer sich darauf einlässt, kann mit den Songs vermutlich erheblich mehr anfangen.
Dass ab dem Titeltrack teilweise ganze Strophen mit gleichen Lyrics 1:1 wiederholt werden, kann man verschmerzen. Auch, dass die Songs dadurch auf eine Länge gezogen werden, die selbst "...And justice"-Fans überraschen dürfte. Als geradezu unverzeihlich stechen dagegen die Gitarrensoli heraus, die durch völlige Abwesenheit glänzen. Nicht einmal Melodiebögen finden sich auf dem gesamten Album, das "solohafteste" ist der Feedbacksound am Ende von "All within my Hands". Laut Kirk passten Soli nicht auf das Album, außerdem wollte man nach den Zwistigkeiten mehr wieder wie eine Band klingen, bei der kein Mitglied herausstechen sollte. Leider kostet dies die Songs ein gehöriges Maß an Abwechslung, die auch die häufigen Riffwechsel nicht wettmachen könnten. Das scheinen Metallica auch selbst bemerkt zu haben, da Kirk live seitdem hin und wieder bei "Dirty Window" solieren durfte... das tut den Ohren wirklich gut!

Wer Metallica einmal ganz anders erleben möchte oder schlicht alle Alben haben will, sollte zugreifen. Total eingefleischten Fans oder Neugierigen rate ich, vorher in die Songs reinzuhören und sich ein Bild von der Atmosphäre zu verschaffen, da die Enttäuschung doch recht groß sein kann. Man kann sich das Album zwar schönhören (wie ich), aber das geht nicht von heute auf morgen. Und manchmal klappt's halt gar nicht.

Für die Songs alleine könnte ich noch 4 Sterne geben, für das Fehlen der Gitarrensoli gibt's aber letztlich nur 3. Als Metallicafan ist man halt irgendwie doch schon verwöhnt, zumindest in diesem Aspekt.

Anspieltipps: "Frantic", "Some Kind of Monster", "The Unnamed Feeling", "All within my Hands"
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Juli 2010
In den 80ern haben Metallica den besten Thrash Metal gespielt, den ich kenne. Da hilft kein Pantera, da hilft kein Slayer. Nicht zuletzt haben Metallica die musikalische Nichtigkeit, den regelrechten Müll der 80er entscheidend aufgehellt und eine echt Augenweide in der Zeit dargestellt. Und das ist klasse, da doch Dinge wie musikalische Raffinesse, Spannungsauf- und -abbau, Komplexität, Harmonik oder Atmosphäre völlig an Bedeutung verloren hatten und gefühls- und hirnlose Machwerke und der Punk die Führung übernommen hatten. Da kommt doch die musikalische und lyrische Dichte von Metallica genau richtig oder?
Und ja, die hatten tatsächlich Erfolg damit.
Als sehr interessant ist auch anzumerken, dass die Band trotz Komplexität und progressiver Elemente (vor allem) die Jugend erreichte und erreicht. Da strotzt es vor Takt- und Tonart-, Rhythmus- und Dynamik-, Gefühls- und Spannungswechseln ohne Ende - und trotzdem lässt es sich dazu immer noch ordentlich moshen und headbangen. Wie genial ist das denn bitte?

Dass eine solche Qualität nicht beständig ist, ist doch vollkommen logisch. Spätestens nach Load hatten sich die meisten Thrash-Metal-Anhänger von Metallica weitestgehend entfernt. Doch, auch, wenn die Musik deutlich einfach und unkomplexer, aber auch ruhiger und leichter verdaulich wurde (weniger Instrumentals, kürzere Songs, weniger Soli und Instrumentalpassagen,..), kann man den gesamten Lebenslauf der Kultcombo Metallica durchaus als progressiv bezeichnen.

Und so klingt auch St. Anger völlig anders als jedes vorherige und mit Sicherheit auch nachfolgende Metallica-Album aus den Boxen. Man nehme hier eine Menge beinharter Riffs, ein Schlagzeug aus Mülltonnen und Becken aus dem Aldi und die aggressive Stimme des charismatischen Frontmannes Hetfield. Den ganzen Mist umrühren, die Hälfte Bass und die Soli herausnehmen und fertig ist St. Anger.

Also ich finds klasse!

Klar, der Kram ist kalt, auch noch kalt produziert und klingt überhaupt nicht nach den Metallica die man so kennt. Das dürfte einigen Fans hart vor die Nase geschlagen haben. Aber ich find das cool. Metallica entwickeln sich weiter, versuchen Neues, bringen auch mal Opfer und bleiben nie stehen. Genau das Gleiche wie damals mit dem Black Album. Und ganz ehrlich - ich hab St. Anger schon öfter gehört als ihr letztes Werk Death Magnetic!
Man sollte dem Album unbedingt eine Chance geben und sie nicht als ein Haufen bekloppter Riffs abstempeln. Dass das Teil nicht im Geringsten an die Frühwerke der Band herankommt, ist doch klar. Aber St. Anger rummst, kracht, scheppert und rüttelt einen tierisch durch. Man macht den Player an, hört das Teil durch, machts aus und denkt: "WOAH, WAS WAR DAS?".

Friedrich Stenzel, 17
44 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen

Garage Inc.
Garage Inc. von Metallica (Audio CD - 1998)

Master of Puppets
Master of Puppets von Metallica (Audio CD - 1989)