Kundenrezensionen

39
4,1 von 5 Sternen
Flick Of The Switch (Special Edition Digipack)
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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. August 2003
Ich kann all die Zeitgenossen nicht verstehen, die dieses Album schwach finden und es gar als Flop bezeichnen. FLICK OF THE SWITCH ist das wohl unterbewerteste Album der Band, denn alle Songs dieses Album sind im gigantischen Repertoire der Band untergegangen. Warum? Jede Komposition sitzt, und das obwohl AC/DC sich zum ersten mal selbst die Aufgabe des Produzenten zutrauten. Soundmäßig braucht sich dieses Kabinettstückchen nicht hinter den Mutt Lange-Produktionen der drei Vorgängeralben zu verstecken, auch wenn viele das behaupten. Man könnte meinen, dass auch bei diesem fantastischen Album, das sogar FOR THOSE ABOUT TO ROCK übertrifft, Mutt Lange hinter den Reglern gesessen hat. Lediglich der Sound der Becken klingt nervig und penetrant. Die Songs aber kicken sogar die eine oder andere schwächere Nummer von BACK IN BLACK oder FOR THOSE ABOUT TO ROCK aus dem Player. Zwar gibt es hier kein HELLS BELLS und auch keine Dampfwalze wie den Titelsong des Vorgängeralbums, aber es gibt hier auch keine schwachen Songs. ALL KILLER, NO FILLER...
Auf kein Album der Australier trifft diese Attitüde besser zu, denn FLICK OF THE SWITCH klingt sehr kompakt und sehr, sehr druckvoll. Höhepunkte gibt es keine, denn alle Songs sind gleichwertig und das Album kann in einem Rutsch komplett durchgehört werden. Der beste Song des Albums ist das Album selbst. Ignoriert alle, die dieses Album völlig zu Unrecht verkennen und überzeugt euch von der guten Klasse der Songs, die allesamt verschollene Perlen im Repertoire der Band sind. Vielleicht macht diese Tatsache, dass sich hier keine bekannten Klassiker befinden, gerade den Reiz aus. Kein Song braucht sich zu verstecken! Traut euch und ihr werdet Spaß haben!!
KAUFBEFEHL !!!!
CHEERS...
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. September 2012
Als das Album , 1983, auf den Markt kam war ich, wie die meisten, nicht so richtig happy. Mittlerweile finde ich Flick of the Switch extrem stark und m.E. ist das Album viel besser als z.B. Black Ice oder Stiff uper Lipp

Die Gitarren klinge extrem riffig und Brian Johnson klingt als ob er Rasierklingen gegurgelt hätte.

Die " neue" Fassung klingt auch nicht so blechern wie die LP bzw. die erste CD.

Anspieltipps: Rising Power, Guns for Hire, Badlands, ach was rede ich es ist kein Ausfall dabei.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Dezember 2011
Im August 1983 erschien "Flick Of The Switch", das achte international veröffentlichte Studioalbum der australischen Band AC/DC. Eingespielt wurde es von Malcolm Young (Guitars), Angus Young (Lead Guitars), Brian Johnson (Vocals), Cliff Williams (Bass Guitar) und Phil Rudd (Drums), welcher nach den Aufnahmen durch Simon Wright ersetzt wurde. Auf den Videos zu der Platte sieht man bereits Herrn Wright. Erstmals produzierte die Band ihr Album selbst, ohne Unterstützung von außen. Alle Stücke stammen aus der Feder von Angus und Malcolm Young und Brian Johnson (Texte).

"Flick Of The Switch" konnte den Erfolg der Vorgänger "Highway To Hell", "Back In Black" und "For Those About To Rock" nicht wiederholen, die Verkaufszahlen gingen sogar deutlich in den Keller (es erreichte in den USA Platz 15 und erhielt für über eine Million verkaufte Exemplare aber immerhin noch eine Platinauszeichnung). Mit `Nervous shakedown`, `Guns for hire`, `Bedlam in Belgium` und besonders `Rising power` sind für mich ganz starke Tracks am Start. "Flick Of The Switch" ist für mich sowas wie das Heavy Metal Album von AC/DC, der Blues der Anfangstage taucht hier nur ab und an durch. Vielleicht waren deshalb damals einige Fans enttäuscht. Heute findet man aber doch viele Freunde dieser Platte. `This house is on fire` und `Landslide` sind weitere gute Stücke. Es wurde aber kein Track ein richtiger Klassiker, `Rising power` hätte es aber verdient.

Unter dem Strich 4 Sterne für "Flick Of The Switch", ein Album was zu Unrecht manchmal übersehen/überhört wird. Mit Alben wie "Powerage" und "Back In Black" kann es natürlich nicht mithalten, trotzdem sind einige Perlen enthalten. Die Produktion finde ich übrigens gelungen, die passt zu den Stücken.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. November 2012
Die Scheibe wurde 1983 nach Back in Black und For thouse about to Rock veröffentlicht.

Leider kam Flick of the Switch in den Kritiken viel zu schlecht weg.

Der Sound ist wesentlich ungeschliffener als der der beiden Vorgänger. Es fehlen Hymnen wie For thouse about; Hells Bells oder Night of the long Knives.

Für mich ist diese Scheibe dennoch dicht gefolgt von Back in Black eine der besten mit Brian Johnson bis heute. Warum?

Die Songs sind nicht so geschliffen (wie schon gesagt), sondern kommen ungemein rauh rüber. Jeder einzelne Track ist für AC/DC Verhältnisse sehr hart. Brain Johnson kreischt als ginge es um sein Leben. Und, was mir besonders gefällt: Das Schlagzeug steht mehr im Vordergrund als bei anderen Alben. Dadurch kommen die Songs äußerst druckvoll rüber. Im Gegensatz zu manch einem Nachfolger (ein super Track, Rest Durchschnitt) hat diese Scheibe keine Füller.

Mein erstes AC/DC Konzert war 1985 bei der Fly on the Wall Tour. Leider war keiner dieser Songs damals auf der Setlist.

Ich habe das Teil 1983 als Platte gekauft, und wie alle anderen mit der Zeit als CD nachgekauft.

Während so die eine oder andere CD im Regal verstaubt, läuft diese regelmäßig.

Tip: ggf. mehrmals reinziehen, dann zündet die Scheibe schon.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. April 2008
Wie schon angesprochen wird dieses Album kontrovers diskutiert - Denjenigen aber die dieses Album als Flop bezeichnen, kann ich einfach nicht folgen, für mich gehört es zu den 4 besten AC/DC Platten überhaupt: Let there be Rock, Powerage, Back in Black und eben Flick of the Switch.
Das Album ist roher, lauter und aggressiver als alle anderen AC/DC Alben und es fehlt jeglicher kommerziellere Ansatz, welcher auf den bekannteren Alben zumindest in jeweils 1-2 Songs zu finden ist ("You shook me all Night long" auf Back in Black z.B.). Einen typischen "Hard-Rock-Gassenhauer-Hit-für-Alle-zum-Mitgröhlen" braucht man also nicht erwarten.
Erwarten darf man dafür aber Gitarren die einen gerade raus den RockŽn Roll ins Gesicht blasen, so wie jemand, der einem unverblühmt die Meinung ins Gesicht sagt. Angetrieben von einem Rhytmus der immer etwas vorweg läuft, als wolle er die Gitarren-Riffs hintersichherziehen - Boogie eben aber in einer drückenden, massiv stampfenden und lauten Form - und dazu ein schon fast schreiender Brian Johnson, vielleicht gesanglich nicht an seinem besten Tag aber eben genauso roh und ungeschliffen wie das ganze Album. Man könnte meinen, das Album wurde in irgendeiner Garage aufgenommen und die Band hat (im gegensatz zum üblichen "Garagenbandsound" ander Bands) einfach alle Regler auf Anschlag gedreht und der Drummer hat nebenbei versucht, das Schlagzeug kaputtzutreten.
Mein Tipp für Zweifler: Ab ins Auto mit dem Ding und 2-3 Mal durchlaufen lassen ... wer beim 4 Durchlauf nicht die Lautstärke verdoppelt oder verdreifacht hat, ohne es bemerkt zu haben, dem ist wirklich nicht zu helfen und er sollte es bei ebay verticken - alle Anderen werden plötzlich verstehen ...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Dezember 2013
AC/DC – Flick of the Switch

AC/DC's Neunte spaltet die Gemüter der Fans. Die einen hassen es, die anderen vergöttern es. Was ist dran?

Das erste Lied Rising Power beginnt. Das Schlagzeug knallt, die Gitarren knarzen, Brian Johnson brüllt alles zusammen. Beim Zuhörer kommt jedenfalls mit brachialer Gewalt eine druckvolle Energie an und spätestens in der sehr gelungenen Hook beginnt man mitzubangen. Also im Prinzip alles beim Alten? Nun, nicht ganz.

Zum einen haben AC/DC im Unterschied zu den Lange'schen Vorgängern selbst produziert und das Ergebnis kann sich, verblüffenderweise, hören lassen. Insgesamt klingt es wieder roher und rauer, eben wie aus den Zeiten vor Mutt Lange. Zweitens geht der allgemeine Stils des Albums mehr in die Heavy-Richtung, auf Kosten der guten alten blues-gesteuerten Riffs, die einzig noch in Badlands zum Vorschein kommen. welcher eben damit cool vor sich hinrollt. Der brachiale Sound klingt äquivalent zu diesen kleinen Stiländerungen. Ergo heißt das: Noch höhere Intensität an Powerchords, mehr Geschrei statt differenzierten Gesangslinien von Brian Johnson (was dieser jedoch überaus überzeugend überbringt) und eben auf Dauer ein etwas monotoneres Hörerlebnis als auf den Vorgängern. Einzig Angus-Gitarren-Soli sind gewohnt simpel und rotzig und das ist auch gut so.

Das alles macht das Album etwas anders und solange die Brachialität stimmt, sieht man über die in Deep in the Hole oder Bedlam in Belgium einsetzende Monotonie (immer gleiche Powerchordriffs und großes Geschrei im Refrain) gern hinweg. Doch die dritte hervorstechende Eigenschaft lässt leider den Abstand zum grandiosen Back in Black Lichtjahre wegrücken: Nämlich der Mangel an Überhits. Auf diesem Album befinden sich eben gute bis sehr gute Titel sowie machmal eine ziemlich geile Hymne wie This House is on Fire, aber eben nicht in der Qualität und Quantität wie auf Back in Black. Jedoch ist das Songwriting insgesamt wieder etwas besser als auf dem direkten Vorgänger For those about to Rock, we salute you.

Der Titeltrack Flick of the Switch bringt vorher besprochende Eigenschaften in extra lauter Ausführung hervor und lässt den Hörer über Brians Vokalfähigkeiten staunen, wenn auch Gesangslehrern vermutlich bereits die Ohren bluten. So muss es sein. Nervous Shakedown und Guns for Hire kramen dann nochmal sehr gelungene Hooks heraus, während die Riffs dazu schön braten, und Landslide stellt den obligatorischen Up-Tempo-Rocker dar. Dieser ist vielleicht ziemlich uninspiriert, aber wenigstens lässt er einen Haufen Druck auf den Zuhörer hereinbrechen.

Der einzige Totalausfall ist dann der Closer Brain Shake. Hier merkt man nur allzu deutlich, dass man alles, von dem Riffs bis zu den „Gesangs“-Linien, schon mal und vor allem besser gehört hat. Doch davon abgesehen bekommen AC/DC-Fans mit dieser Platte eben gewohnt gutes Material ins Haus.

Fazit: Etwas heavier, etwas repetitiver, etwas weniger Hitpotential, doch trotzdem immer noch sehr gut und meilenweit besser als sein Ruf. Jeder AC/DC-Fan sollten es gehört haben, alle anderen greifen aber doch lieber zu Back in Black, denn damit bekommen sie im Endeffekt die selben Lieder, aber mit größerem Hitpotential.

Wertung: ****
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Oktober 2010
Mit Flick of the Switch haben AC/DC wieder ein absolutes Killeralbum rausgebracht das man sich jederzeit wieder anhören kann.
Brian Johnson singt wie gewöhnlich gekonnt seine Parts und die Young Brüder spielen ihre Gitarren als ob da nichts dabei wäre einfach nur stark.
Viele Songs auf diesem Album blieben wie auf dem Ballbreaker Album sehr schnell im Gedächtnis so z.B. (Rising Power, This House is on Fire, Flick of the Switch, Guns for Hire und Bedlam in Belgium).
Bei den anderen Songs brauchte es wieder seine Zeit bis ich sie mir einverleibt habe, aber das kam dann auch schnell nach mehrmahligem durchhören.
Lediglich Deep in the Hole hat mir nicht so zugesagt, ist aber natürlich nicht der Rede Wert wenn der Rest passt.

Also kann man dieses Album auch ruhig mal empfehlen!

Kaufen!

Wenn ich Noten für die einzelnen Songs vergeben müsste dann diese:

Rising Power: 1 mit einem unvergässlichen Gitarrenriff am Anfang und der Refrain ist auch super.
This House Is On Fire: 1
Flick Of The Switch: 1 toller Refrain mit gutem Gitarreneinsatz.
Nervous Shakedown: 2
Landslide: 2
Guns For Hire: 1
Deep In The Hole: 3
Bedlam In Belgium: 2
Badlands: 2
Brain Shake: 2

=1,7 =2 absolut sein Geld und 5 Sterne Wert dieses Machwerk von meiner Lieblingsband AC/DC!!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. März 2003
mahlzeit,
also Flick of the switch ist meiner Meinung nach ein absolut unterbewertetes Album!!!Es hört sich auch bestimmt nicht alles gleich an, im gegenteil- kenn keine Band dei mit drei Akkorden so viel machen kann wie AC/DC :)
Also, klar, es gefällt bestimmt nicht jedem, aber ich denke dass es auf keinen Fall ein Album ist das man sich kaufen sollte nur um seine AC/DC Sammlung zu komplettieren!
also von mir auf jeden Fall alle 5 Sternchen!!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. September 2012
Einerseits ist das Album das bis dahin eindeutig schlechteste AC/DC-Werk und bekam zurecht von den hiesigen Gazetten meist eine schlechte Beurteilung zum damaligen Zeitpunkt, weil man eben immer besseres von den Jungs gewohnt war - und wenn man sich mal die Konkurrenz im Jahre 1983 anschaut, dann war man wahrlich nicht auf AC/DC mehr angewiesen, zumal damals Bands die mal 10 Jahre bestanden als Methusalems der Rock-Musik angesehen wurden, und daher meist als altbacken und unmodern galten, irgendwie als out; und es war eben mehr angesagt und man galt als cooler auf frische und neue Bands zu stehen - so war der Zeitgeist eben. Unter diesen Umständen war es auch sehr einfach ein Album niederzumachen, dass offensichtlich nicht mehr an alte Qualitäten ganz anknüpfen konnte.
Bei der Konkurrenz 1983 handelte es sich z.B.:SAXON-Power and the Glory,IRON MAIDEN-Piece of Mind,DIO-Holy Diver,DEF LEPPARD-Pyromania,KROKUS-Headhunter,MOTLEY CRÜE-Shout at the Devil,METALLICA-Kill em all und und und....! Es schossen damals geradezu die neuen Bands aus dem Boden und NWOBHM war auf Ihrem Höhepunkt - das war alles schädlich für Flick of the Switch, denn man war nicht mehr unter Wenigen im grossen Haifischbecken, sondern musste sich mit allerlei neuer Konkurrenz herumschlagen!

Andererseits ist Flick of the Switch bis heute auch das 4-Beste Album aus der Brian Johnson-Era nach dem göttlichen Mega-Erfolg Back in Black, dem etwas mainstreamigen The Razors Edge und der bombastischen Monster-Produktion For those about to Rock! - Immerhin eindeutig besser und fetziger als das hochgelobte Black Ice, das im zweiten Album-Teil quasi nur lahme Füller vorweisen kann -- da ist Flick of the Switch doch noch aus einem anderen Holz geschnitzt - und aus heutiger Sicht wäre man froh, wenn AC/DC ein Album herausbringen würden wie Flick of the Switch, mit dessen Qualitäten! Die schnöden Nachfolge-Alben Fly on the Wall und Blow up your Video steckt man zumindest mit links in die Tasche!

Rein vom Songwriting her hat man sich gegenüber dem etwas lahmen biederen Vorgänger For those about to Rock sogar wieder leicht gesteigert. Es waren kurze knackige Songs die dieses kompakte Album durchzogen, ähnlich wie schon auf Powerage gab es keine Hits, das Album überzeugt als gesamtes Werk, das man ohne Langeweile genüsslich durchhören kann, dem hier natürlich auch die kurzen Songs zwischen 3 und 4 Minuten zugute kamen. Dem allerdings die bis dahin gewohnt grossen genialen Momente gänzlich abgingen - eigentlich das erste AC/DC-Album, auf dem man zu spüren bekam, dass auch AC/DC nur mit Wasser kochen konnten. Von daher gesehen, fehlt es Flick of the Switch einfach an der magischen Komponente, die alle bisherigen AC/DC-Alben bis dahin auszeichnete und die zum unsterblichen Ruhm dieser Band führte. Allerdings wusste 1983 noch niemand, dass es zukünftig nur noch 1 AC/DC-Album geben würde, dass die Qualität von Flick of the Switch überhaupt noch halten würde, nämlich The Razors Edge(1990).

Die Produktion wurde von AC/DC selbst durchgeführt, was vermutlich heissen wird von Malcolm Young, wie auch 2 Jahre später Fly on the Wall, das völlig in die Hose ging. Hier wollte man nach der Monster-Produktion von For those about to Rock(1981) wieder mehr zu den Ursprüngen zurückgehen und einen natürlicheren erdigeren Sound erzeugen, was auch in meinen Augen gut gelang, es hörte sich wieder mehr an nach Let there be Rock und Powerage -- ob das nach den 3 John Mutt Lange-Alben allerdings tatsächlich Jedermanns Sache war, mag ich bezweifeln. Man ging ja von John Mutt Lange im Streit auseinander, weil die Band zuwenig Mitspracherecht bei der Produktion hatte und man es deshalb hier ohne fremde Hilfe selbst versuchte, um sich ja nicht reinreden zu lassen. Heraus kamen kurze knackige Songs, die zu schlecht waren um in der breiten Öffentlichkeit Aufmerksamkeit zu erregen oder auf Dauer Live gespielt zu werden, aber wiederum zu gut sind, als dass Sie in Vergessenheit geraten sollten - machmal würde ich mir wünschen man würde ein "Flick of the Switch", "Nervous Shakedown" oder "Bedlam in Belgium" wieder mal in die Live-Setlist einbauen, es wird ein Wunsch bleiben. Es ist für mich das letzte AC/DC-Album, auf dem wirklich noch weitgehend flott nach vorne gerockt wurde und das ohne grössere Füller auskam.

Zu den Songs:

1: Der Opener "Rising Power" ist ein guter Song, keine Frage -- ist für mich als Opnener etwas deplaziert, es ist ja ein langsamer stoischer Groover, der musikalisch zu gefallen weiss, aber ich hätte die flottere Single "Guns for Hire" an den Anfang gesetzt, das ja bei der zugehörigen Tour dann auch der Konzert-Opener war - als Song an sich ist es aber gut, nur nicht gerade zu Anfang 4/5

2: Das mit einem Mitsing-Refrain ausgestattete "This House is on Fire" kommt dann auch etwas behäbig daher, obwohl es zur Live-Setlist gehörte, ist dieser Song nur blosser Durchschnitt 3/5

3: Der Riffbetonte kurze furiose pfeilschnelle Titelsong "Flick of the Switch" kann dann mit schmissigem Schrei-Refrain auf ganzer Linie überzeugen -- ein echter richtiger schmissiger harter AC/DC-Song wie man Ihn liebt 5/5

4: Die Single "Nervous Shakedown" ist dann ein ultracooler Stampfer vor dem Herrn mit pfiffigen Riffs und geilem Refrain -- Als Single leider ein Flop(nicht qualitativ) -- für mich trotzdem mein Lieblings-Song des Albums 5/5

5: Das schnelle "Landslide" wird duch eine Sprechpassage von Brian Johnson eingeleitet bevor die Geschwindigkeit deutlich anzieht -- gemeinsam mit "Brain Shake" einer der schnellsten Songs des Albums -- reisst mich aber nicht richtig mit 3/5

6: Die erste Single und der Konzert-Opener "Guns for Hire" ist sehr eingängig und kann gerade durch seinen unwiderstehlichen Ohrwurm-Refrain voll überzeugen -- warum das Lied die zweite Seite beginnnen darf und nicht schon die Erste wird mir ewig ein Rätsel bleiben -- Er wäre eigentlich als Album-Opener prädestiniert gewesen -- hatte als Single aber auch keinen einschlägigen Erfolg 5/5

7: "Deep in the Hole" ist dann nicht ganz so stark, langsam schleppend bewegt man sich dem mittelklassigen Refrain entgegen 3/5

8: Das flotte eingängige "Bedlam in Belgium" kann dann wieder auf ganzer Linie übrzeugen - ein richtig toller smarter Song - Tolles Riff, tolle Hookline 5/5

9: "Badlands" ist dann ein altbackener Boogie-Rocker im Midtempo, der aber trotzdem durch seinen sich stoisch durchziehenden Rhytmus irgendwie gut präsentieren kann -- ein guter alter relaxter lockerer Blues-Rocker 4/5

10: "Brain Shake" ist zwar zum Abschluss unheimlich schnell und hektisch, überzeugen kann der Song aber nicht so ganz 2/5

Fazit:
Ein nach heutigen Massstäben Gutes AC/DC-Album, das noch fast alle Qualitäten besass, was ein AC/DC-Album auszumachen hat -- es gab langsame Stampfer, Midtemposongs und schnelle Banger, Geile Mitgröhl-Refrains und knackiges schmissiges Songmaterial -- nur eines fehlte dem Album -- ein echter Hit.
Ich würde dieses Album sogar Neueinsteigern empfehlen weil es eben noch typisch AC/DC ist, und noch nicht so lahm und irgendwie naiv eintönig wie die Alben danach, die meist jeden Pep vermissen liessen. Eigentlich eine richtige kleine vergessene Perle in der Discographie von AC/DC -- Auf jeden Fall kaufen !!!
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Januar 2001
Dieses Album ist bis heute unterbewertet, was aber nicht stimmt."Flick of the Switch" ist zwar nicht so gut Produziert wie "For those about..." aber von der Qualität der Songs überzeugt dieses Album voll und ganz."Flick of the switch", benötigt 2-3 Durchgänge, lässt dich dann aber nicht mehr los. Dieses Album ist nicht kommerziel sondern besitzt eine unglaubliche Power.Der Song "Guns for Hire" kracht unglaublich, unbedingt testen!. Ein gutes Album!.
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