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5.0 von 5 Sternen Bittersüß
"Solo Sunny" ist neben der "Legende von Paul & Paula" der wohl erfolgreichste DEFA-Film in- und außerhalb der DDR. Renate Krößner erhielt für die Darstellung der um Erfolg und individuelles Glück kämpfenden Sängerin Sunny den Silbernen Bären und der Film den Kritikerpreis der 1980er Berlinale. Schließlich schrieb...
Veröffentlicht am 9. Dezember 2010 von bartgesang

versus
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die DDR auf Blu-ray
Hinweis: Ich möchte einen Eindruck von der Qualität der Blu-ray vermitteln, nicht den Film rezensieren - der ist ein Klassiker und es gibt schon viele und gute Texte über ihn.

Vielleicht zum ersten Mal kann man nun also den DDR-Alltag der frühen 80er im Heimkino in High Definition betrachten. Um das Gesamturteil über die Blu-ray von...
Vor 13 Monaten von Leergut veröffentlicht


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29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bittersüß, 9. Dezember 2010
Von 
bartgesang - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Solo Sunny (DVD)
"Solo Sunny" ist neben der "Legende von Paul & Paula" der wohl erfolgreichste DEFA-Film in- und außerhalb der DDR. Renate Krößner erhielt für die Darstellung der um Erfolg und individuelles Glück kämpfenden Sängerin Sunny den Silbernen Bären und der Film den Kritikerpreis der 1980er Berlinale. Schließlich schrieb Günther Fischer mit dem von Regina Dobberschütz gesungenen Titelstück "Solo Sunny" vielleicht eines der schönsten Lieder der DDR. Bekommt man nicht mehr aus dem Kopf, wenn man es einmal gehört hat. Ein Lied für die Ewigkeit.

Was den Film neben der bis heute faszinierenden Hauptfigur, den guten Dialogen und den bis in Nebenrollen überzeugend aggierenden Darstellern so sehenswert macht, ist sein dokumentarischer Aspekt (und das meint nicht bloß die typischen Klamotten und Frisuren der 1980er Jahre). In den anderen Rezensionen ist immer wieder davon zu lesen, dies sei eine Komödie, quasi ein "Gute-Laune-Film" über das humorige Durchhaltevermögen der DDRler. Mit dieser Sicht bleibt man allerdings an der obersten Deckschicht des Stoffes hängen. Das hier ist nicht "Sonnenallee". "Solo Sunny" ist vielmehr der letzte Kinofilm von Konrad Wolf. Einem Mann also, der es in der DDR-Kunstwelt mit seinen bedeutenden Filmen bis ganz nach oben gebracht hatte, bis zum Vorsitz der Akademie der Künste. Ein überzeugter Staatskünstler der DDR. Von diesem Mann nun kommt 1980 ein Film über eine um Selbstbestimmung ringende junge Frau, die sich aus dem Tingeltangel ewiger, nur durch Sex und exzessiven Alkoholkonsum ertragbarer Provinz-Gigs heraus nach einer ernsthaften Karriere als Sängerin sehnt. Sunny wird im Laufe des Films gleich mehrfach scheitern: am Stumpfsinn ihrer Bandkollegen, in Beziehungen zu unterschiedlichen Männern, bei ihrem Rückkehrversuch ins "normale" Arbeitsleben. Sie unternimmt einen Selbstmordversuch. Und am Ende bleibt mehr als ungewiss, ob sie ihren Traum je erreichen wird. Lustig ist was anderes.

Nein, bittersüß ist das Wort, das mir zu alldem einfällt. Was man beim Anschauen dieses Films in beinahe jedem Moment zu spüren scheint, ist die Verlebtheit eines ganzen Landes. Der Film spielt beinahe gänzlich in den abbruchreifen Mietskasernen-Vierteln Ost-Berlins, am Prenzlauer Berg. In jenem Viertel also, das in den Jahren darauf zum "Vorzeige-Endzeitlabor" der "DDR-Boheme" werden sollte. Verrotende Häuser, rumpelnde Trams und S-Bahnen. Einmal sinkt mitten in einer Szene im Hintergrund eines der Häuser nach einer Sprengung in sich zusammen. Kommentarlos. An einer anderen Stelle fällt der Blick aus dem Neubaublock auf die Wüsteneien Hohenschönhausens. Und Sunnys VEB ist ein Ort der verbrauchten Maschinen und Menschen. Beim Sehen ertappte ich mich immer wieder bei dem Gedanken daran, dass all das sich noch geschlagene neun Jahre so weiter bis zu seinem erschöpften Ende hinziehen wird. Bereits am Beginn seines letzten Jahrzehnts ist die DDR in den Bildern ihres bedeutendsten Regisseurs ein Land auf Abbruch. Da kommt nix mehr. Konrad Wolf stirbt zwei Jahre nach diesem Film an Krebs. Und Renate Krößner verlässt in der Mitte der 1980er die DDR in Richtung Westdeutschland.

Zwischen all dem Gammel strahlt Sunny dann umso mehr hervor. Wie ihr bittersüßes Lied. Und wie dieser Film, der ein Hochlied auf die individuelle Freiheit singt, ohne sie zu verglorifizieren. Ein großer, kluger Film. Lustig, traurig, schrecklich, schön. Zum lachen und zum heulen. Suchen Sie sichs aus. Und kaufen Sie sich diese DVD. Sehr viel besser geht kaum.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die DDR auf Blu-ray, 14. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Solo Sunny [Blu-ray] (Blu-ray)
Hinweis: Ich möchte einen Eindruck von der Qualität der Blu-ray vermitteln, nicht den Film rezensieren - der ist ein Klassiker und es gibt schon viele und gute Texte über ihn.

Vielleicht zum ersten Mal kann man nun also den DDR-Alltag der frühen 80er im Heimkino in High Definition betrachten. Um das Gesamturteil über die Blu-ray von Icestorm vorwegzunehmen: Sie ist bild- und tontechnisch ein Fortschritt im Vergleich zur DVD, aber es wäre viel mehr möglich gewesen - und diese Gewißheit trübt natürlich den Geamteindruck. Aber der Reihe nach.

Bild: Wie bei allen Icestorm-Blu-ray-Veröffentlichungen liegt das Bild zwar in HD, aber in 1080i vor. Das heißt: 25 statt 24 Bilder pro Sekunde, der Film dauert nur noch 100 statt 104 Minuten, die Halbbilder der Interlaced-Codierung verschlechtern die Qualität und der Ton ist leicht höher. Außerdem wurde in das Bild hineingezoomt, um auf modernen 16:9-TV-Geräten links und rehts keine Balken entstehen zu lassen, die das originale 1,66:1-Format verursacht hätte. Glücklicherweise wurde auf grobe Manipulationen des Filmbildes verzichtet, die Schärfe und das Filmkorn sehen natürlich aus (wenn man von den ebenfalls vorhandenen digitalen Kompressionsartefakten absieht). Die Farben sind kräftig, aber nicht übertrieben )ich kann nicht sagen, ob sie auch originalgetreu sind). Beeindruckend ist der Grad der Schärfe und Detailzeichnung, in dieser Hinsicht ist das Bild absolut HD-würdig, Verschmutzungen oder störende Bildfehler sind mir nicht aufgefallen. Überhaupt ist der Geamteindruck durchaus positiv, teilweise sieht der Film, auch in den Nahaufnahmen, so frisch aus, als sei er gestern gedreht worden, einfach wundervoll.
Ton: Weder auf dem Cover noch in den Menüs wird auf die vorhandene unkomprimierte LPCM-Mono-Tonspur hingewiesen - trotzdem eine positive Überraschung, denn so klingen die Songs und Musiken im Film natürlich um einiges satter als der ebenfalls vorhandene Dolby-Digital-Ton (auch Mono). Ansonsten klingt die Tonspur klar und unmanipuliert (keine Filter etc.). Man sollte also nach dem Filmstart mit der Fernbedienung den LPCM-Ton anwählen - das gilt übrigens auch für die Extras. Falls kleine Asynchronitäten zwischen den Mundbewegungen der Schauspieler und ihren Worten auftreten, liegt dies nicht an der Blu-ray: In der DDR wurden in jenen Jahren die Kinofilme im Studio oft komplett nachsynchronisiert.
Extras: Leider fehlt die 22-minütige Doku über Konrad Wolf, die noch auf der DVD vorhanden war, insofern gibt es außer dem Kinotrailer (1080i) kein weiteres direkt filmbezogenes Material. Dafür wurde eine DEFA-Kurzdoku "Rock'n Roll" von 1987 (ebenfalls in 1080i) spendiert, die das Thema Jugend und Musik in der DDR nochmals vertieft. Insofern dann doch wieder ein passendes, bisher unveröffentlichtes Extra.

Zusammenfassend ist diese Blu-ray zufriedenstellend, aber lange nicht perfekt. Was ist so schwierig daran, einen Film in der korrekten Lauflänge und im korrekten Format zu präsentieren (zumal das Ausgangsmaterial in Tip-top-Zustand zu sein scheint)? Tausende andere Veröffentlichungen im In- und Ausland machen es vor. Aber angesichts dessen, wie nachlässig mit dem deutschen Filmerbe (vom DDR-Filmerbe gar nicht zu reden) derzeit umgegangen wird und welche groben Schnitzer sich das Icestorm-Label bei anderen DVDs in der Vergangenheit geleistet hat, muß man fast froh sein. Denn eines ist sicher: Besser als auf dieser Blu-ray wird man den Film im Heimkino auf lange Sicht nicht zu sehen bekommen. Wer also die DVD bereits hat und über zeitgemäßes HD-Equipment verfügt, sollte einen Neukauf der Blu-ray durchaus erwägen - er lohnt sich trotz der Mängel doch.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sunny traf mich ins Herz, 9. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Solo Sunny (DVD)
Seit vielen Jahren läuft dieser Film immer wieder in den dritten Programmen, und immer dachte ich: DDR, interessiert mich nicht, 1979, jetzt irgendwie gerade nicht, etc.

Dann sah ich vor ca. 2 Wochen eine Art Werkschau über den deutschen Film der letzten 100 Jahre (der Titel hieß glaube ich "Auge um Auge", übrigens auch sehr zu empfehlen), in der prominente deutsche Filmschaffende wie Andreas Dresen, Christian Pätzold, Wim Wenders, Doris Dörrie etc. ihre Favoriten und Vorbilder vorstellten. Darin kamen drei Ausschnitte von "Solo Sunny" vor, und ich dachte, den muß ich sehen !

Heute lief er denn auch im TV.

Es ist ein absolut großartiger, herausragender Film, und ich schäme mich für meine Bedenken und Vorurteile.

Ich bin Wessie, vertraut mit Filmen unserer französischen, italienischen, skandinavischen, englischen Nachbarn. Dort findet man zu 80 % ein nonchalantes Miteineinander, in dem sich keine großen Verständnislücken auftun.

"Solo Sunny" dagegen ist eine Art Unikat, ein erschütterndes, rohes, erfrischendes, wunderschönes.

In seiner Direktheit, Konkretheit, Sinnlichkeit kann dieser schöne Film durchaus mit Faßbinders Werken mithalten.

Für mich fremd und eigen, fern und speziell: Die Sprache (der Jargon), der Gestus der Schauspieler, der Wechsel zwischen Melancholie und Witz, die Dramaturgie, die mal extrem vorwärts prescht und dann ist wieder nüscht gewesen.

Das Menschliche ist aber überall gleich:-) Das ist die große Stärke in diesem Film, der universal verstanden werden kann.

Der Film ist für mich nicht mal im Ansatz eine Komödie. Ich verfolgte atemlos, wie Sunny versucht, glücklich zu sein und dabei gegen innere und äußere Widerstände stößt. Sie ist nicht zu brechen als Person, fällt aber in eine große Depression.

Darüberhinaus beinhaltet der oberflächlich unpolitische Film so viele "Perlen", in den Dialogen z.B., und in den Bildern der Architektur, daß ich mir unbedingt die DVD anschaffen werde.
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4.0 von 5 Sternen Ganz großes Kino und ein unvergängliches Denkmal für Filmemacher Konrad Wolf, 14. September 2013
Von 
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(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Solo Sunny [Blu-ray] (Blu-ray)
Solo Sunny - Blu ray

Es kam wirklich selten vor, aber der im Januar 1980 in die Kinos der DDR gekommene Film "Solo Sunny" traf sowohl den Nerv des Publikums als auch den der Kritiker. Wenn auch bei einigen der zweitgenannten der optimistische Schlussakkord in der erzählten Geschichte des Films auf ein wenig Widerspruch stieß, war und ist der Film zugleich ein Zeitzeugnis als auch authentisches Abbild der DDR in den Achtzigern. Der vom DEFA-Studio für Spielfilme und der dortigen Arbeitsgruppe Babelsberg produzierte Spielfilm war die letzte große Regiearbeit von Konrad Wolf (1925-1982), einem der ganz großen Filmemacher in der ehemaligen DDR. Als Co-Regisseur und zugleich Drehbuchautor zusammen mit Wolf war Wolfgang Kohlhaase der zweite Kopf des kreativen Gespanns bei diesem Film.

Nun also kommt dieser Film, der auch international große Erfolge feierte, erstmals auf Blu ray, verlegt durch das in Berlin beheimatete Unternehmen "Icestorm Entertainment", in die Veröffentlichung. Man mag nun geteilter Meinung sein, ob der Veröffentlichung auf Blu ray. Unumstritten ist auf jeden Fall, dass der Film einer der einzigartigsten und ungewöhnlichsten ist, der bis heute nichts von seiner Genialität und der in ihm ruhenden Präsenz und Aussagekraft verloren hat. Mit seiner aufgezeigten Suche nach dem Sinn und seinen sich selbst gesteckten Zielen im eigenen Leben ist er heute noch genauso aktuell wie damals in den Achtzigern, auch wenn sich gegenüber früheren Gegebenheiten natürlich schon einiges verändert hat.

Obwohl ich den Film in der Vergangenheit bereits mehrfach im Fernsehen gesehen und ein jedes Mal wieder aufs Neue von ihm gefangen genommen war, wusste ich bisher nicht, dass er in seiner gezeigten Geschichte Bezug zum Leben der damaligen tatsächlich realen Künstlerin Sanije Torka nimmt.

Ich will mich nun an dieser Stelle gar nicht allzu ausführlich zum Filminhalt auslassen. Nur kurz für diejenigen welche den Film, der inzwischen, man kann wohl schon sagen die bereits nächste Generation gefangen nimmt, noch nicht kennen, kurz etwas zum Plot.

Der Film erzählt die Lebensgeschichte von "Sunny" (Renate Krößner). Als Sängerin ist sie mittendrin im sich immer gleich drehenden Karussell aus Auftritten auf Betriebsfesten und verschlafenen Kleinstädten und Dörfern. Anders als die meisten ihrer Kollegen, die in ihrer Resignation schon nur noch unter Alkohol von neuen Zielen und einer "ganz anderen Musik die man machen müsste" reden, hat sich "Sunny" noch nicht aufgegeben. Sie hat noch echte Träume und ist auf der Suche nach ihrem Glück und Platz im Leben. Allerdings leicht macht es ihr Umfeld, aber auch sie selbst es sich, dabei nicht. Und so hat man schon beinahe Mitleid mit ihr, wenn mal wieder etwas schief in ihren Leben läuft.

Als eines Tages mit dem Philosophen "Ralph" (Alexander Lang) ein junger Gastmusiker zur Band stößt, sieht es ganz so aus, als gehe es nun auch in "Sunnys" Leben vorwärts. Aber ist "Ralph" tatsächlich der, welcher "Sunny" all das geben kann, was sie sich vom Leben erhofft oder ist es dann doch eher Taxifahrer "Harry" (Dieter Montag), der "Sunny" schon seit ewigen Zeiten eindeutige Avancen macht?

Als sich "Sunny" mit dem schmierigen Conférencier (Harald Warmbrunn) anlegt und auch noch gegen die ewigen Nachstellungen von "Norbert" (Klaus Brasch), einen der Musiker, erwehrt, kommt es zum Bruch. Wieder einmal steht "Sunny" vor den Scherben ihres Lebens. Auch wenn es nicht leicht sein wird, versucht sie erneut einen Neuanfang auf der Suche zu ihrem Glück und dem Traum, mit ihrer Musik die Herzen der Menschen zu erreichen.

Die eine Blu ray dieser Veröffentlichung liegt in einem blauen Standard HD Keep Case. Wirklich schön ist, dass es ein Wendecover gibt und man so den unansehnlichen FSK-Flatschen verschwinden lassen kann.

Das laut Cover im Format Full HD 1080i/50 16:9 Video Aspekt mit ca. 101 Minuten von der Blu ray zur Ansicht kommende Bild ist dem der zuvor verlegten bereits recht guten DVD gegenüber schon etwas besser, nun aber auch kein wirklicher Quantensprung. Wirklich gut gefallen mir die Farben, die sich von der Blu ray natürlich, sowie in deren Intensität gut ausgeprägt zeigen. Durch den erhöhten Kontrast der Blu ray macht sich hin und wieder ein leichtes Filmkorn im Bild bemerkbar. Die Schärfeeinstellungen gefielen mir, mit und in deren recht natürlich belassenen mittigen und nicht überzeichneten Werten und Einstellungen von der Blu ray, recht gut.

Im Gesamteindruck bin ich mit den von der Blu ray zu erlebenden und von Kameramann Eberhard Geick auf 35 mm-ORWO-Film gebannten Aufnahmen in deren hier zu erlebender Bildqualität zufrieden. Natürlich hätte wie immer einiges noch perfekter und besser sein können, aber man darf an dieser Stelle natürlich auch nicht das Produktionsdatum des Films, das immerhin in den Jahren 1978 und 1979 liegt, vergessen.

Die Menüs der vorliegenden Blu ray-Veröffentlichung zeigen sich schlicht und übersichtlich mit einigen animierten Filmszenen und dem Leitmotiv der Filmmusik gestaltet. Neben der Möglichkeit über "Film Starten" diesen unmittelbar aus dem Hauptmenü heraus zur Wiedergabe zu bringen, wird noch eine zwölfteilige Kapitelauswahl, dargestellt mit kleinen Szenenfotos, angeboten.

Etwas zwiegespalten bin ich ob der von der Blu ray angebotenen Extras. Ich finde es schon bedauerlich, dass die von den zuvor veröffentlichten DVDs angebotenen Extras nicht mit für die Blu ray übernommen wurden. Von der Blu ray gibt es neben dem "Original Kinotrailer" noch den gut neunzehn Minuten laufenden filmischen Beitrag mit dem Titel "Rock `n Roll" des "DEFA-Studio für Dokumentarfilme" aus dem Jahr 1987.

Tonbewertung:

Auch wenn der Ton hier laut Cover von der Blu ray nur als deutscher Dolby digital 2.0 Ton vorliegt, findet er sich auch im höherwertigeren LPCM 2.0 auf ihr. Das wird aber weder im Menü der Blu ray, noch auf dem Cover selbst aufgezeigt. Qualitativ ist das in dem Film gesprochene Wort zumeist gut verständlich. Das Volumen als auch der Klang sind relativ konstant und ausgeglichen und können, auch wenn hier nun keine bombastischen Soundgewitter zu Gehör kommen, im Gesamteindruck als gelungen beurteilt werden. Untertitel für Hörgeschädigte oder Gehörlose werden leider nicht von der Blu ray angeboten.

Gesamteindruck:

Sicherlich nicht nur für mich ist dieser im Januar 1980 in den Kinos der DDR angelaufene Film inzwischen nicht nur nostalgisch verklärte Erinnerung, sondern schon längst zu Kult geworden. Nicht ohne Grund erhielten der hier unter dem Vertrieb von "Icestorm-Entertainment" auf Blu ray verlegte Film als auch die Hauptdarstellerin in ihm zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Etwas DDR-Alltag gefällig?, 20. März 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Solo Sunny [VHS] (Videokassette)
Dieser Film gehörte mal zu den besten und meistbesuchten DDR-Kinofilmen (wobei das eigentlich fast ein Widerspruch in sich ist: "DDR-Film" und "meistbesucht" - niemand wollte früher einen DEFA-Film sehen). Aber vielleicht ist es diese aufmüpfige Sunny gewesen, die die Leute damals ins Kino zog. Ich muss sagen, ich habe den Film das erste Mal kurz nach der Wende gesehen. Da hat er mir sehr gut gefallen - aus der sicheren Entfernung sozusagen. Mit Genuss habe ich die graue DDR-Tristesse mit meiner Fanta und einer (früher so unerreichbaren) Schachtel Toffifee in mich eingesogen. Wer wissen will, wie's früher mal gewesen ist oder sich erinnern lassen will, dem sei dieser Film empfohlen.
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5.0 von 5 Sternen Ein schöner Film aus DDR-Zeiten, reine Nostalgie., 17. Januar 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Solo Sunny (DVD)
Ja, so war es damals, ein Blick zurück in die 70er Jahre der DDR, ein Stück Alltagsästhetik.
Ein Meisterwerk unter der Regie von Konrad Wolf, wie es Andere so nicht hinbekommen haben.
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5.0 von 5 Sternen Ein besonderer Film, 30. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Solo Sunny (DVD)
...endlich gibt es auch die eher selten gezeigten Filme der DDR zu sehen auf DVD. Immer auf der Jagd nach schönen Filmen, kann ich nun wieder ein Filmjuwel meiner großen Filmsammlung dazu fügen.
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4 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schuhe aus der eigenen Produktion, 30. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Solo Sunny (DVD)
Da sagte doch neulich ein Kollege zu mir, Schuhe aus der eigenen Produktion kann man nicht tragen. Da sagte ich, lieber Kollege, was soll denn das, aber klar kann man die tragen, in der Hand, wenn sie im Karton sind.

Warum gibt es nur eine Rezension für diesen Film? Ach klar, weil alle, die ihn kennen wissen, daß er ***** Fünf-Sterne ist und somit nichts schreiben wollen.

Ein stimmungsvoller Film, der sehr viel Gefühl hat, tolle Musik, einfach sehenswert.

Das ist ein Film, den man nicht vergisst und immer wieder sehen kann und will, wie auch Broadway Danny Rose, Harold & Maude, African Queen, Ladykillers, Wo bitte gehtŽs zur Front (Jerry Lewis), King of Commedy
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Video, 28. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Solo Sunny (DVD)
sehr interessant, gut, weiter so, pünktlich angekommen, kann man weiterempfehlen, erfuellt gut seinen Zweck, Bewertung kann mit sehr gut erfolgen
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk., 15. August 2004
Von 
Rezension bezieht sich auf: Solo Sunny [VHS] (Videokassette)
Der Film "Solo Sunny" ist zweifellos einer der besten Filme der DEFA, er besticht durch die realistische Darstellung des laut DDR-Propaganda "real existierenden Sozialismus".
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Solo Sunny
Solo Sunny von Konrad Wolf (DVD - 2003)
EUR 14,26
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