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4.0 von 5 Sternen Neue, alte Liebe
Dass die moderne Rockmusik ihren Urprung im Blues hat, ist natürlich auch einem Ausnahmegitarristen wie Gary Moore stets bewusst, und daher besann er sich Ende der Achtziger auf diese Wurzeln und vollzog zum x-ten mal in seiner Karriere einen stilistischen Wechsel - diesmal vom Hardrock hin zum Blues. Zum Einstand in dieses Genre schart er fast zwanzig Musiker um...
Veröffentlicht am 9. Februar 2007 von Enrico Palazzo

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kinder spielen mit dem Tonregler (Remastered)
Die Qualitäten von Gary Moore sind meiner Ansicht nach unbestritten, und "Still Got the Blues" ist nach weit über zwei Jahrzehnten ein Klassiker.

Was sich die Produzenten bei der "Remastered"-Version gedacht haben mögen, wissen allerdings nur diese. Dass der Neuaufguss "frischer" klingt, wie ein anderer Rezensent meinte,...
Vor 4 Monaten von Feedbäcker veröffentlicht


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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Neue, alte Liebe, 9. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Still Got the Blues (Remastered) (Audio CD)
Dass die moderne Rockmusik ihren Urprung im Blues hat, ist natürlich auch einem Ausnahmegitarristen wie Gary Moore stets bewusst, und daher besann er sich Ende der Achtziger auf diese Wurzeln und vollzog zum x-ten mal in seiner Karriere einen stilistischen Wechsel - diesmal vom Hardrock hin zum Blues. Zum Einstand in dieses Genre schart er fast zwanzig Musiker um sich. Dabei sind neben den Blues-Größen Albert Kind und Albert Collins auch der Ex-Beatle George Harrison sowie die üblichen Verdächtigen und ehemaligen "Rainbow"-Musiker Don Airey (mittlerweile Nachfolger von Jon Lord bei "Deep Purple") an den Tasten, der schon bei Gary Moores Debüt-Soloalbum mitwirkte, und Bassist Bob Daisley.

Mit "Still got the blues" und der gleichnamigen Hit-Single war der Ire derart erfolgreich, dass etliche weitere Bluesalben folgen sollten. Während der musikalische Ziehsohn von Ex-"Fleetwood Mac"-Gitarrist Peter Green im Laufe der Jahre seinen Stil in dieser Richtung verfeinern sollte, klingt dieses erste Blueswerk gitarrentechnisch noch deutlich rockiger als es auf seinen aktuelleren Produktionen der Fall ist.

Das zeigt auch gleich der Opener "Moving On", der schon fast mehr Rock'n Roll ist als traditioneller Blues. Und so geht das Teil auch ordentlich nach vorne.

Schon auf der zweiten Nummer stellt Gary Moore die Blues-Legende Albert King (im späteren Verlauf des Albums mit der Hymne "King of the blues" gewürdigt) neben sich auf. Damit hat sich Moore offenbar einen Traum erfüllt. Akustisch ist das eher minimalitsische Gitarrenspiel Kings im Vergleich zum eher brachialen Bluesrock-Stil Moores für manche sicher gewöhnungsbedürftig, aber genau das macht der Reiz dieser Gitarrenduetts auf diesem Album aus. So wirkt das Ganze wie ein Dialog zwischen dem altvorderen, gelassenen Großvater und seinem wildem und ungestümen Enkel. Und wie ich Herrn Moore kenne, war das auch ganz sicher so beabsichtigt. Gary Moore versucht nicht mal, den feinen Minimalismus von Albert King auch nur ansatzweise zu imitieren, sondern rockt sein Ding so wie man ihn bis dahin kannte.

Der folgenden Bluesrocker "Walking by myself" verschaffte dem Album den völligen Durchbruch, nachdem dieser Song täglich in der Fernsehwerbung einer Textilkette durch die deutschen Wohnzimmer klirrte. Auch hier beherrscht wieder das deutlich rockige Gitarrenspiel das eigentliche Blues-Thema. Nichts für Puristen, aber ein Kracher, der auf keiner Party fehlen darf.

Im Anschluss zeigt Herr Moore erstmals etwas mehr Hang zur Tradition und haut mit dem Titelsong einen der größten Hits seiner Karriere raus. Eine lupenrein gespielte Blues-Ballade, die wohl auch aufgrund ihrer Sterilität diese Massenkompatiblität erlangt hatte, die dann letztlich zu den ernormen Verkauszahlen führte: "Still got the blues (for you)".

Lustig weiter geht's mit "Texas Strut", einem bluesigen Rocksong, der an frühe ZZ Top erinnert.

Der nächste Gastgitarrist erschallt dann auf dem Track "Too Tired": Albert Collins. Auch mit diesem liefert sich Gary Moore ein hörenswertes Gitarrenduell, wobei auch hier der deutlichere Blues vom Älteren angeboten wird, während Moore seinen Rock-Stil auslebt.

Nach der bereits erwähnten Ode an Gastmusiker Albert King folgen mit "As the years go passing by" und dem "Midnight Blues" zwei langsame Blues-Stücke, die stilistisch an den Titelsong erinnern, wobei ersteres mit Barpiano und Holzbläsern die Atmosphäre einer verrauchten Spelunke heraufbeschwört und somit deutlich hörenswerter ausfällt.

"That kind of woman" von George Harrison leitet dann das wieder flottere Ende der Produktion ein. Und der Beatle höchstpersönlich steuerte hierfür Gitarre und Gesang bei. Gerade der typische Slide-Sound von Harrison macht diese Nummer sehr hörenswert.

Mit "All your love" von Otis Rush und "Stop messin' around" von Gary Moores Idol Peter Green folgen Coverversionen zweier weiterer Blues-Klassiker, die Moore ebenfalls mit einem leichten Sommerrock bekleidet.

Alles in allem ist dies ein sehr hörenswertes Album und der Anfang einer neuen, alten Liebe Gary Moores zum Blues, der er auch in früheren Jahren schon gelegentlich fröhnte. Bestes Beispiel hierfür ist der Klassiker "Parisienne walkways" von 1978.

Auf der Remastered-Ausgabe der CD befinden sich satte fünf Bonus-Tracks. Die meisten davon B-Seiten der damaligen Singles wie das Instrumental "The Stumble" "Left me with the blues" und "Further on up the road" sowie zwei weitere Cover-Versionen, die während der Produktion entstanden sind und nun ihre Verwertung finden.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungeschlagen und zeitlos, 3. August 2005
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Still Got the Blues (Audio CD)
"Still got the blues" ist in meinen Augen die beste Mischung aus Blues und Heavy Metal, die ich kenne. Ich hatte mir dieses Album 1991 von der Kassette eines Freundes überspielt und viel später erst die CD gekauft. Ich habe in all den Jahren immer mal wieder versucht, ein von Feeling und Technik her gleichwertiges Album in diesem Musikstil zu kaufen - Fehlanzeige. Gary Moore kreiert hier seinen eigenen Blues, dominiert von der überragenden, stetig wechselnden, manchmal rasenden, manchmal gefühlvoll langsamen, immer aber kreativen, verzerrten E-Gitarre und seiner markanten, höheren Rockstimme. Überflieger des Albums ist natürlich "Still got the blues" selbst - ein Titel, der zumindest in der verkürzten Radiofassung und (leider) ohne das geniale Solo am Ende aus dem Radio bekannt sein dürfte und zu den definitiven Klassikern der Rockgeschichte zählt. Die rockigen Titel "Oh pretty woman" (ziemlich verrucht), "King of the blues" (Rockblues-Knaller), "Moving on" und "That kind of woman", das klagende langsame "As the years go passing by", das tatsächlich Mitternachtsromantik verbreitende geniale "Midnight blues" sowie die letzten beiden Bluesnummern stehen "Still got the blues" aber kaum nach. Und auch die restlichen Songs sind Ohrwürmer.
"Still got the blues" ist ein zeitloses Album, welches irgendwie eine nächtliche Stimmung zwischen kleiner verräucherter Großstadtbar und dem einsamen Gang durch die leergefegten neonbeleuchteten Fußgängerzonen vermittelt. Definitiv ist es kein Album für Blues-Puristen, die mit dem Zeigefinger auf die Definition des Blues tippen. Denn dafür ist die Nähe zum Heavy Metal zu groß. Aber eigentlich ist das völlig egal...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitloser Bluesrock, 15. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Still Got the Blues (Audio CD)
Als ich diese Platte auf Vinyl das erste Mal hörte, kannte ich noch nicht die Größen des Blues wie John Lee Hooker oder B. B. King. "Still got the blues" war meine erste Blues-CD und dieser Blues ist so genial gespielt, dass ich noch immer Gänsehaut bekomme, wenn ich "Movin'on" oder "As the years go passing by" höre. Und der Titelsong ist die Traumballade schlechthin. Diese CD ist Bluesrock pur, mit einem gehörigen frischen Schuss Rock und einem unglaublichen Feeling. Mag sein, dass der Blues eines John Lee Hooker ursprünglicher ist, der frische Bluesrock von Gary Moore ist mir lieber!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kinder spielen mit dem Tonregler (Remastered), 27. März 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Still Got the Blues (Remastered) (Audio CD)
Die Qualitäten von Gary Moore sind meiner Ansicht nach unbestritten, und "Still Got the Blues" ist nach weit über zwei Jahrzehnten ein Klassiker.

Was sich die Produzenten bei der "Remastered"-Version gedacht haben mögen, wissen allerdings nur diese. Dass der Neuaufguss "frischer" klingt, wie ein anderer Rezensent meinte, mag vielleicht stimmen. Aber warum in drei Bluesteufels Namen beginnt jede Nummer auf der Scheibe bei nur 3/4 der Lautstärke, um dann erst mit einem Pseudo-Fade-In auf Betriebstemperatur angehoben zu werden? Muss denn eine Neuauflage wirklich um jeden Preis immer ANDERS sein? Ein Schelm der denkt, dass hier bloß die Kinder des Tontechnikers an den Mischern gespielt haben - in meinen Augen eine Verstümmelung sondergleichen.
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5.0 von 5 Sternen Die musikalische Überraschung aus dem Jahr 1990 - Der "Hard-Rocker" wird "Blueser", 15. Juli 2011
Von 
Alexander Hoefer "Animus" (Pähkinäkolo) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Still Got the Blues (Remastered) (Audio CD)
Unmittelbar nach der "After-The-War-Tour" 1989 begab sich der bis dato "Hard-Rocker" Gary Moore ins Studio und produzierte zur Überraschung der Fans in Rekordzeit ein Bluesalbum der Superlative. Mit dieser radikalen Richtungsänderung verblüffte Gary Moore nicht nur die Musik-Kritiker, sondern er stieß auch vielen alteingesessenen "Hard-Rock-Fans" direkt vor den Kopf, die sich damit überhaupt nicht anfreunden konnten oder wollten. So waren auch viele ziemlich enttäuscht als Gary Moore auf der "Still-Got-The-Blues-Tour" kein einziges Hard-Rock-Stück spielte. Es gab Pfiffe, weil Gary Moore Songs wie - Out In The Fields, Empty Rooms, Wild Frontier, Frieday On My Mind oder After The War - nicht spielte, und viele Fans wandten sich kurze Zeit später von dem exzellenten Musiker ab.

Anders war das bei mir. Ich fand es zwar anfangs auch ein bisschen traurig, dass Gary Moore diesen Schritt so radikal vollzog, und vermisste ebenfalls Titel, die in die Fußstapfen der alten Hard-Rock-Songs traten, aber ich hatte sehr großen Respekt davor, dass der irische Gitarrenzauberer den Mut hatte mit - Still Got The Blues - ein völlig anderes, um nicht zu sagen neues Album zu produzieren, und dass er sich dabei auch an ganz große Bluesnummern wagte, wie zum Beispiel - Oh Pretty Women, Walking By Myself, Midnight Blues oder Stop Messin' Arround - die er allesamt exzellent covert.

Der Singlehit - Still Got The Blues - kletterte damals auch in rasanter Geschwindigkeit ganz hoch in die Deutschen Radio- und Verkaufs-Charts, kam allerdings wenig später in das Kreuzfeuer der Kritik, denn man unterstellte Gary Moore, dass er angeblich die Melodie von dem Titel - Nordrach - kopiert hätte; ein Musikstück, einer mir doch sehr unbekannten Deutschen "Krautrock-Gruppe" - Jud's Gallery. Bei dem Titel - Nordrach - handelt es sich um ein Musikstück, das kurioser Weise 1974 komponiert, aber erst 1999, also neun Jahre nach - Still Got The Blues - veröffentlich wurde. Wie so etwas möglich ist, weiß ich auch nicht. Es kam bezüglich des Titels - Still Got The Blues - zu einem Rechtsstreit zwischen den Musikern vor dem Landgericht München, bei dem Gary Moore am Ende unterlag. 2009 einigten sich die Parteien auf einen Vergleich, und Gary Moore zahlte in diesem Zusammenhang eine unbekannte Geldsumme an den Gitarristen von Jud's Gallery, behielt aber damit die Rechte an dem Song - Still Got The Blues.

Die remasterte Version wartet gleich mit fünf Bonustiteln auf, darunter das bekannte Blues-Lied - Further On Up The Road - von Bobby "Blue" Bland aus dem Jahre 1957, das auch schon von Eric Clapton eindrucksvoll intoniert wurde.
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5.0 von 5 Sternen Einfach kaufen und geniessen, 11. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Still Got the Blues (Remastered) (Audio CD)
Kaufen und geniessen. Einfach top und super Gefühl. Was will man mehr?

Gary hat den Blues für sich und modern interpretiert. Schluss aus!

Für alle die, die meinen es wäre kein Blues: Sollte er etwa zum Millionsten mal den 12-Takt-Blues abreisen oder wie Robert Johnson klingen?
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5.0 von 5 Sternen Danke GM..., 7. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Still Got the Blues (Remastered) (Audio CD)
It is with deep sorrow and regret, that we have to announce that Gary Moore passed away while on holiday in Spain last night.

Our thoughts are with his children, family and friends at this sad time.
Gary Moore, RIP
1952-2011

Danke Gary Moore für Deine wundervolle Musik,
ich durfte Dich im August 1990 in Hockenheim beim Festival "Rock am Ring" Live erleben, damals hattest Du Deinen Nr. 1 Bestseller "Still got the Blues" promoted.

Dieses Album hier ist für jene die Seine Musik kennen lernen wollen,

Danke GM...
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30 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muss für jeden Blues-Fan!, 21. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Still Got the Blues (Remastered) (Audio CD)
Vor mehr als 10 Jahren kaufte ich mir genau diese CD eigentlich nur wegen des Klassikers "Still got the blues" und war überwältigt von den restlichen Songs. Ich lege bei handgemachter Musik immer sehr viel Wert auf Qualität und muss sagen, dass dieses Album ein Meisterstück des Blues ist. Es enthält wunderbare Balladen, fetzige und rockige Songs und nicht zuletzt genieße ich auch heute noch die unvergleichliche Stimme Gary Moores. Er sagte in einem Interview, er würde seine Gitarre wie eine Frau behandeln - und das tur er: Pure Erotik, Leidenschaft und Romantik. Ach, wäre man doch die Gitarre von Gary Moore...
Petra Görgen, Musikerin
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5.0 von 5 Sternen top, gerne wieder!, 8. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Still Got the Blues (Remastered) (Audio CD)
alles war in Ordnung, gerne wieder, vielen Dank , die Ware war wie im Angebot beschrieben erste Klasse und schnell bei mir!
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5.0 von 5 Sternen Alles Bestens., 21. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Still Got the Blues (Remastered) (Audio CD)
Gefällt mir sehr.
Alles war zu meiner vollsten Zufriedenheit.
Vielen Dank für die perfekte Zusendung

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Schäfer
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