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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tragische Realsatire
Auch wenn sich gewisse Menschen von diesem Film angegriffen fühlen und mit allerlei Gegendarstellungen (siehe martin172) versuchen, den Film als unwahr und beleidigend zu klassifizieren - Der Film zeigt auf drastische, sicherlich überspitzte Art, wie gewaltätig, wie naiv und vor allem wie dämlich Menschen sein können. Das ist eigentlich das Thema...
Am 3. August 2003 veröffentlicht

versus
26 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nett...
Im Grunde genommen hat Herr Moore ja recht - er kritisiert was falsch ist, zeigt Probleme auf, ist dabei teils furchtbar komisch und herrlich sarkastisch.
Alles ist wirkungsvoll zusammengeschnitten und hinterlässt bei vielen einen bleibenden Eindruck - und genau das finde ich auch problematisch.
Moore scheint es mit Fakten oft nicht sehr genau zu nehmen,...
Am 1. September 2003 veröffentlicht


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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tragische Realsatire, 3. August 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Bowling For Columbine (DVD)
Auch wenn sich gewisse Menschen von diesem Film angegriffen fühlen und mit allerlei Gegendarstellungen (siehe martin172) versuchen, den Film als unwahr und beleidigend zu klassifizieren - Der Film zeigt auf drastische, sicherlich überspitzte Art, wie gewaltätig, wie naiv und vor allem wie dämlich Menschen sein können. Das ist eigentlich das Thema dieses Films! Nicht Erbsenzählerei mit Statistiken - als wären nur 8000 Tote ein Grund aufzuatmen!!! Der Film und die dadurch entstanden negativen Reaktionen haben mich an das klassische Frosch-Beispiel im heissen Wasser erinnert: Ist ein Frosch im kalten Wasser und wird dieses erhitzt, bleibt er drin. Setzt man ihn aber in bereits heissem Wasser, springt er raus! 'Bowling for Columbine' ist sehr heiss unnd lässt "god's own country" sehr dümmlich aussehen.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Oh du perfektes Amerika, 9. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Bowling For Columbine (DVD)
Wer schon immer einmal eine Dokumentation über sein potentielles Urlaubsland Amerika (USA) sehen wollte, ist hier genau richtig. Da gibt's dann gleich etwas politischen und vor allem kulturellen Hintergrund dazu.
Michael Moore gelingt eine packende Dokumentation, die an die Sitze fesselt, zwei Stunden auf der Suche nach der Wahrheit über eine im prinzip verkorkste Gesellschaft.
Wir erleben absurdes (Waffen als Werbegeschenke in Banken), unfassbares (rassistische Entgleisungen von Charlton Heston), amüsantes (etwa eine nichtssagende Rede des Präsidenten) und lernen dabei viel. Wir erfahren, warum die Kanadier ihre Türen nicht abschliessen udn sich auch gegenseitig nicht abballern, obwohl die genauso viele Waffen haben wie die Amerikaner. Wir erleben, wie eine große Ladenkette unter großem öffentlichen Druck ihr Sortiment überdenkt und bekommen auch den ganzen Schmerz mit, den die vielen Amokläufe in Schulen beispielsweise verursachen.
Man wird nachdenklich, wenn ein kanadisches Regierungsmitglied erklärt, dass eine Rundumkrankenversicherung zu einer guten Gesellschaft beiträgt und wundert sich über deutsche Entwicklungen.
Natürlich ist diese Dokumentation eine einseitge Betrachtung der Dinge, da sie zum Ziel hatte, die Mißstände aufzuzeigen. Und doch befindet sie sich erschreckend dicht an den amerikanischen Realitäten. Nicht alles ist dort schlecht, aver vieles liegt eben im Argen.
Als Bonus gibt es noch eine Pressekonferenz mit Michael Moore in London, die einen enormen Unterhaltngswert hat.
BOWLING FOR COLUMBINE ist eine Pflicht-DVD für jeden Besitzer eines DVD-Players. Michael Moore dreht gerade einen Film über den 11. September.....
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60 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen God bless America, 3. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Bowling For Columbine (DVD)
In einer Zeit in der unbegründeter Juhu-Patriotismus an der Tagesordnung steht findet sich kaum mehr ein Rebell der alten Schule, wie Michael Moore einer ist.
Dieser Mann nimmt sich kein Blatt vor den Mund (was er auf der Oskarverleihung eindrucksvoll demonstrierte) um alle Schwächen des Bush Regimes (und der amerikanischen Gesellschaft im allgemeinen) gnadenlos aufzudecken.
Der Film „Bowling for Columbine" dreht sich im großen und ganzen um eine Frage: Warum hat die USA die höchste Mordrate durch Schusswaffen auf der ganzen Welt? Der Regisseur untersucht diese Frage anhand vieler tragischer Vorfälle (allen voran dem Massaker an der Columbine Highschool) und Interviews mit direkt bzw. indirekt Betroffenen (ein Höhepunkt des Films ist das Interview mit dem Obmann der NRA (Nation Rifle Association), der, als ihm keine intelligenten Antworten mehr einfällt einfach das Weite sucht).
Nach den Entkräftungen einiger „offiziellen" Gründe für die hohen Mordraten („die von Gewalt geprägte Geschichte" meint der Obmann der NRA, warum aber Deutschland, das immerhin den 2. Weltkrieg auslöste, eine viel geringere Mordrate hat, konnte der gute Mann nicht beantworten) kommt Moore zum Schluss dass, neben der zu lockeren Waffenpolitik, die amerikanischen TV-Networks einen nicht unbeträchtlichen Anteil zu der hohen Schusswaffenverbreitung in den USA leisten: Durch Sendungen die dem Zuschauer bewusst Angst machen und unnötige Panikmache fühlt sich der durchschnittliche Bürger verängstigt und fühlt das Bedürfnis sich zu verteidigen, was nur mit einer ordentlichen Schrotflinte oder Faustfeuerwaffe richtig geht. Diese Botschaft wird mit satirischen Zeichentrickfilmchen, mit ironischer Musik untermalten Archivaufnahmen und Interviews mit diversen Figuren (Stichwort: Bürgermilizen) ausgeschmückt.
Moore besticht in „Bowling for Columbine" vor allem durch seinen intelligenten Sarkasmus und seiner unkonventionellen Art, wie er schon mit „Stupid White Men" sehr schön zeigte. Der Film ist eine hochinteressante Doku mit brandaktuellem Inhalt, die auch noch unterhaltsam anzuschauen ist. Hat 5 Sterne und einen Oskar redlich verdient.
(In Zusammenarbeit mit Lord-Raptor)
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Film zum Nachdenken!, 20. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Bowling For Columbine (DVD)
JA dieser Film oder Dokumentation, kann man sehen wie man will, ist wirklich ein starker Film. Mag ja sein das Moore ab und an seine persönliche Meinung abgibt und nicht die gesamte amerikanische Gesellschaft widerspiegelt, doch ist das hier gezeigte Bild leider bittere Realität!
Der im Film aufgezeigte Waffenwahn bedingt durch die Angst und Panikmache wird von den Medien weiter aufgebauscht und die Ausagen von dem sogenannten Schocksänger Marilyn Manson unterstreichen dies trefflich.
Was mich persönlich aber wirklich am meisten beängstige ist, dass die Gefahr dank solchen Sendungen wie Taff oder Explosiv, die den Zuschauern weiß machen wollen wir leben auch hier in einer kriminellen Gesellschaft, diese albtraumhaften Szenarios auch bei uns Realität werden könnten!
Wenn man außerdem sieht, dass die Menschen in Kanada ihre Häuser nicht absperren müssen( nicht mal in Toronto!), weil sie keine Angst haben, stimmt ebenfalls nachdenklich.
Schaut diesen Film auf jeden Fall mal an und lasst euch von der düsteren aber auch ironsichen Atmosphäre fangen.
Nach diesen Film will man auf jeden Fall mit anderen Personen diskutieren und die amerikanische Gesellschaft mit der europäischen vergleichen!
Sehr empfehlenswert!!
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98 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bowling for Columbine:Unterhaltsam, aber nicht unumstritten, 22. Mai 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bowling For Columbine (DVD)
Bowling for Columbine ist Michael Moores schonungslose, bitterböse und höchst unterhaltsame Abrechnung mit dem amerikanischen Waffenrecht.
Seit dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gehört es zu den amerikanischen "Grundrechten" Waffen zu tragen. Damals wurde dies aus dem Glauben heraus beschlossen, dass eine freiheitliche Nation von ihren Bürgern auch mit Waffen verteidigt werden muß und darf. Die sogenannten Bürgermilizen hatten im Unabhängigkeitskrieg eine entscheidende Rolle gespielt.
So unterhaltsam "Bowling for Columbine" auch ist, und so viele Wahrheiten der Film auch enthält, eines muß man sich wie auch bei Michael Moore's Buch "Stupid White Men" immer klar machen: Dies sind keine Dokumentationen oder Tatsachenberichte, sondern subjektive Zusammenschnitte von kuriosen Ereignissen und Persönlichkeiten und deren Aussagen.
Oft wird vergessen, dass Michael Moore ein politischer Aktivist und ein im besten Sinne unterhaltender Selbstdarsteller ist. So sehr sympathisch einem seine Sicht der Dinge auch ist, so darf man nie vergessen, dass es nur seine Sicht der Dinge ist und dass er bei seinen Filmen, Büchern und Aktionen immer nur das zeigt, was seiner Weltsicht förderlich ist.
Seine Aktionen, Filme und Bücher bringen eben nicht nur das jeweilige Thema, sondern auch ihn ins Gespräch. Nicht durch Zufall ist er seit seinem kritischen Oscarauftritt populärer denn je. Er hatte nicht den Weg der meisten anwesenden Stars gewählt still (durch Peace Zeichen etwa wie Susan Surandon) oder angemessen kritisch (wie Oscarpreisträger Adrien Brody) gegen den Irak-Krieg zu protestieren, sondern er wählte den lauten Weg.
Das, nicht die Tatsache, dass er gegen den Krieg war, führte zu den hier viel zitierten Pfiffen der übrigen Anwesenden. In dem Rest der Welt hat Moore's Auftritt dazu geführt, dass man nur über diesen Auftritt und ihn selbst sprach. Die anderen Oscarpreisträger dieses Jahres gingen (zu Unrecht) fast völlig unter.
So gibt es eine ganze Reihe von wichtigen Fakten, die er z.B. in "Stupid White men" bewußt nicht erwähnt. In "Bowling for Columbine" werden nur die schrägsten Ereignisse und Personen präsentiert und nur sie kommen zu Wort. Das wirkt, wenn man die Hintergründe und Personen kennt, oft so, als würde man in einer ernsthaften Diskussion über Feminismus nicht Alice Schwarzer, sondern nur Dolly Buster, Jenny Elvers oder Ariane Sommer zu Wort kommen lassen.
Das auch der Dokumentationsstil nicht den klassischen, journalistischen Vorgaben entspricht, kann man bei dem emotionalen Thema von „Bowling for Columbine" zwar verstehen, es macht aber auch klar, dass man diese Dokumentation eben anders bewerten muß.
Es ist also sehr unterhaltsam und ein politisch wichtiger Standpunkt, den Moore abliefert, es ist aber nicht die einzige unbestreitbare Wahrheit, die er präsentiert.
Unbestritten ist aber eines: So unterhaltsam wie er, präsentieren seine Gegner ihre Weltsicht nicht!
Der Film gehört aber in jede anspruchsvolle Sammlung!
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandiose Doku die einen kritischen Zuschauer braucht, 15. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Bowling For Columbine (DVD)
Zuerst einmal: DER FILM IST UNTERHALTUNG PUR.
Das hat seine positiven und negativen Seiten. Zuerst einmal ist die positive Seite, dass durch Moores gnadenlosen Zynismus die Dokumentation nicht langweilig und dröge ist sondern bis zur letzten Minute interessant und mitreißend bleibt. Auch der Ansatz nicht Marilyn Manson (als Vertreter des Bösen) alle Schuld zu geben wie es in Deutschland auch Politiker und Medien es mit dem Spiel Half-Life nach dem Massaker von Erfurt getan haben, sonder tiefer zu gehen und zufragen in wie weit unsere Gesellschaft eine Mitschuld trägt.
Andererseits muss man sehen, dass Bowling for Columbine einen hauptsächlichen subjektiv geprägten Blickwinkel hat. Auch die Untermalung des Überwachung Videos der Columbine Schule mit Musik ist eine starke Emotionalisierung und rangiert mehr auf RTL2-Niveau als auf der einer seriösen Berichterstattung.
Um den Film richtig zu verstehen braucht man schon ein fundiertes Geschichts- und Politikwissen (und ein gefestigtes Weltbild) um Zynismus und Realität klar trennen zu können, da sonst der Film weder unterhaltsam noch bildend ist sondern nur plump und antiamerikanisch ist.
Alles in allem zeigt der Film aber viel mehr schlüssige Ursachen auf warum junge Menschen solche Massaker anrichten (auch in vielen Punkte sicherlich übertragbar auf Robert Steinhäuser), als es in den meisten Dokumentationen in den Medien bisher gesehen habe.
Eine andere Sache die mir noch negativ auffällt ist, dass wenn man mit deutschem Untertitel den Film ansieht, dass das Deutsch gesprochene nicht immer mit dem Untertitel übereinstimmt. Oder es gar neue Wortschöpfungen gibt, die nicht viel mit der deutschen Sprache zutun haben. Aber dies scheint ein generelles Problem zu sein, dass auf fast jeder DVD zu finden ist.
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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die großartige Satire, mit dem Oscar belohnt!, 8. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Bowling For Columbine (DVD)
Michael Moore hat es geschafft: Sein Buch "Stupid white men" ist in allen Ländern auf Platz 1 der Bestseller-Listen, sein Film "Bowling for Columbine" bekam den Oscar als bester Dokumentarfilm. Mutige Entscheidung der Jury, in Zeiten, wo Regierungskritiker in den USA lieber boykottiert oder als Staatsfeinde gebrandmarkt werden. (Siehe Dixie Chicks!).
Moores Film-Collage ist eine bitter-böse Abrechnung mit der amerikanischen Waffenhysterie, mit all den Nerds, die in Uniform durch die Wälder ziehen und sich im Namen der Sicherheit die Waffen um den dicken Bauch binden. Ein Land im Selbstverteidigungswahn. Doch Moore geht noch weiter. Woher kommt diese Waffenhysterie? Woher kommt die Angst vor immer neuen äußeren Einflüssen, die amerikanische (und auch deutsche, siehe Erfurt) Kinder zu Amokläufern machen? Ist die Rockmusik schuld. Großartig hier: Marylin Manson. Nach dem Massaker an der Columbine-Highschool wurde schnell der wahre Schuldige auserkoren und an die Wand gestellt: Manson mit seiner gewaltverherrlichenden und brutalen Musik. Der Vielgescholtene kommt selber zu Wort, sagt in einem Interview so intelligente Sachen, wie wohl keiner im ganzen Film und schafft es, in den wenigen Sekunden, die er zu sehen ist, alles auf den Punkt zu bringen. Respekt!
Doch "Bowling.." hat noch mehr zu bieten. Mit immer mehr Filmsequenzen und Interviews, mit immer neuen Aspekten stellt Moore die bizarre Hysterie der USA dar.
Natürlich stellt sich als deutscher Betrachter die Frage: Was geht uns das an? Warum muss man das sehen? Gut, wir sind noch weit, sehr weit, von solchen Verhältnissen entfernt, doch der amerikanische Einfluss auf die Kulturen der Welt nimmt immer größere Ausmasse an, so dass es doch alles einen mehr als faden Beigeschmack hat, wenn man sich vorstellt, welche Nation als einzige Weltmacht auf diesem Planeten geblieben ist. Damit kein falscher Eindruck entsteht: Moore ist kein USA-Hasser, im Gegenteil. Bowling for Columbine ist der Film eines Mannes, der sein Land liebt und sich immense Sorgen um dessen Zukunft macht. Wer den Film im Kino noch nicht gesehen hat: Bitte mit dieser DVD nachholen!
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57 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sogar Charlton Heston war sprachlos...., 14. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Bowling For Columbine (DVD)
....doch dazu spaeter. Am 20. April 1999 um 6 Uhr morgens gehen zwei Jugendliche zum Bowlen. Nichts aussergewoehliches an sich. Wenige Stunden spaeter erschiessen sie in der Columbine Schule in Colorado 12 Mitschueler, einen Lehrer, verwunden 20 andere, um sich dann am Ende selbst zu toeten.
Das ist der Aufhaenger dieser teilweise sehr emotionalen Dokumentation von Oskar Gewinner Michael Moore. Jedoch geht Moore bei seinem Versuch, die Hintergruende dieser Tragoedie auf zu decken, viel weiter. Er hinterfragt, warum die Amerikaner, im Vergleich zum 'Rest of the World' so schiesswuetig sind. Letztes Jahr starben in den USA ueber 11.000 Menschen im Kugelhagel. Deutschland mit knapp einem Drittel der amerikanischen Bevoelkerung und einer fuer europaeische Massstaebe sehr hohen Kriminalitaetsrate hatte hingegen 'nur' ca. 350 Erschiessungsopfer zu beklagen.
Dieses Werk untersucht jeden angeblichen Grund (Gewalt im Fernsehen, das Gesetz, dass jeder Amerikaner eine Waffe besitzen darf, die Geschichte des Landes etc.) fuer diese Gewalteskalation in den Staaten mit der Lupe, nur um sie der Reihe nach zu widerlegen. Eindrucksvoll wird die wahre Ursache plausibel erklaert. Charlton Heston, Praesident der 'National Rifle Association' NRA und der groesste Waffenlobbyist, der sich das Gewehr nur aus seinen 'toten, kalten Haenden' nehmen lassen wuerde, beendete ein Interview mit Moore, indem er sich einfach sprachlos in sein Haus verkruemelte, waehrend Moore mit Traenen in den Augen das Foto eines sechs Jahre alten Maedchens hoch hielt, das von einem Mitschueler erschossen wurde.
Moore hat den Oskar fuer diese Dokumentation mehr als verdient und die Tatsache, dass sie nicht im Muelleimer der Zensur landete, gibt Anlass zur Hoffnung. Unbedingt sehen!
Auch empfehlenswert sein Buch 'Stupid White Men. Eine Abrechnung mit dem Amerika unter George W. Bush'.
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26 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nett..., 1. September 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Bowling For Columbine (DVD)
Im Grunde genommen hat Herr Moore ja recht - er kritisiert was falsch ist, zeigt Probleme auf, ist dabei teils furchtbar komisch und herrlich sarkastisch.
Alles ist wirkungsvoll zusammengeschnitten und hinterlässt bei vielen einen bleibenden Eindruck - und genau das finde ich auch problematisch.
Moore scheint es mit Fakten oft nicht sehr genau zu nehmen, sein Film wird dennoch als Doku bezeichnet. Er schneidet sich Reden und Interviews so zurecht (verständlicherweise), wie sie am erschreckendsten und zugleich komischsten wirken, frisiert die Fakten und zeigt Extreme auf.
An sich ist das in Ordnung, bei einer Satire - für ein Publikum, das sich auch angesprochen fühlt.
Viele nicht-Amerikaner werden sich jedoch nur in ihren Vorurteilen bestätigt sehen - anstatt sich selbst an den Kopf zu fassen. Und genau da ist der Haken: Man liest selten davon, dass der Film stark satirisch ist, er wird als Doku verkauft. Es ist ein viel zu subjektiver Film, um eine Doku zu sein.
Eigentlich ist es ein wenig paradox - Moore kämpft an gegen Angst, Hass und Ignoranz - vielleicht schürt er am Ende jedoch selber ein wenig Hass und Ignoranz.
Auf jeden Fall ist der Film schon sehenswert - man sollte jedoch nicht alles für bare Münze nehmen, was Moore anbietet.
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37 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schockierend, aufrüttelnd und doch unterhaltsam. Perfekt !, 19. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Bowling For Columbine (DVD)
Amerika ist ein Land in dem fast nichts unmöglich ist. Natürlich war das auch vorher schon bekannt, aber vieles von dem was in diesem Film zu sehen ist gehört schon fast in die Sparte: Unglaublich, aber wahr. Moore entwickelt Theorien und zeigt Ursachen warum gerade in Amerika Waffen zum alltäglichen Leben gehören und zu soviel Leid und Unglück führen. Dabei löst der Film ein Wechselbad der Gefühle aus. Szenen voller Humor (gewollt durch den Regisseur; sicherlich unfreiwillig aus der Sicht der Befragten) lösen sich ab mit Bildern, die niemand gerne sehen möchte, z.B. den grauenhaften Ereignissen an der Columbine Highschool.
Michael Moore ist hier ein wahrhaftiges Kunststück gelungen. Einerseits klärt er auf und rüttelt wach, andererseits ist der Film höchst unterhaltsam. Wenn alle Dokumentarfilme so fesselnd wären; in Hollywood würde der kalte Angstschweiß in Strömen fließen. Neben aller Kritik am Waffenkult gibt es auch amerikanische Geschichte in vereinfachter Kurzform (witzig: South Park lässt grüßen) und auch die amerikanische Außenpolitik kommt nicht gerade gut weg. Der Film ist auf DVD sicher ein lohnender Bestandteil einer jeden Sammlung. Sooft man diese Bilder auch sieht - sie werden niemals ihre Wirkung verlieren. Bowling for Columbine gehört für mich zu den wichtigsten Filmen der letzten Jahre
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Bowling For Columbine
Bowling For Columbine von Fracisco Latorre (DVD - 2005)
EUR 14,98
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