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am 31. Dezember 2005
Das wichtigste vorweg: Bei der Born to Run Audio CD höre ich keinen wirkichen Unterschied zu der nicht remasterten. Das hat mich enttäuscht. Die zwei beigelegten DVDs jedoch, sind absolut unglaublich! Auf der ersten ist das Hammermsith Odeon Konzert von 1975 zu sehen. Hier beweisen sowohl Bild- als auch Audioqualität dass sich Bruce und Sony bei der Auswahl Ihrer Tontechniker nicht haben lumpen lassen. Eine so gute Bild und Tonqualität habe ich noch nie in einer so alten Aufnahme entdecken dürfen. Auf meinem 5.1 Home Cinema System war das ohnehin eine der präzisesten DVDs die ich je gesehen oder gehört habe. Kein Vergleich zu den MPEGS und MP3s die im Internet kursieren. Ein audiophiles Großereignis, nicht nur für Bruce Fans. 6 Sterne, 101%!
Das Making of Born to run (Wings for Wheels) erzählt die Entstehung dieses Albums, das Bruce den endgültigen Durchbruch bescherte. Liebevoll gemacht mit einem aktuellen Bruce, der in einem 57er Chevy 8 Zylinder durch Freehold fährt. Hereingeschnitten wurden Interviews der gesamten Band, sogar Nils, Vinny Mad Dog Lopez und David Sancious. Ja slebst der Alte Mike Appel kommt zu Wort. Hier sieht man u.a. die Jungs im Tonstudio 1974 sitzen, wie sie Songs wie Born to Run, Jungleland oder Thunder Road entwickeln.
Hier wird einem klar, dass dieses Album mit absolutem Großaufwand produziert wurde. Alleine das bekannte Saxofon Solo war mehr als 14 Stunden Dauerarbeit. Harte Arbeit die sich in einem grandiosen Album verewigte. Wer hätte damals gedacht dass 30+ Jahre später, heute, die Menschen in ihren Autos genau diesen Song hören und diese Bilder sehen, noch dazu in fremden Ländern fernab den U.S.A.
Jon Landau, Springsteens langjähriger Produzent und bekannter Musikkritiker beschreibt es zum Schluss sehr passend: Born to Run ist ein absolutes Meisterstück. Das ganze Album könnte an einem einzigen Abend geschehen, in einer Sommernacht in New Jersey.
Direkte Kaufempfehlung an alle die von Musik wenigstens ein Fünkchen verstehen. An alle anderen sowieso. Selbst für 199 EURO würde ich keine Minute zögern es zu kaufen!
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Ob das dritte Album "Born to run" im Vergleich zu den ersten beiden "Greetings from Asbury Park, N.J." und "The wild, the innocent an the E-Street shuffle" wirklich das bessere ist, darf diskutiert werden. Eindrucksvoll waren alle drei. Daß es das wichtigere ist, steht außer Zweifel. Keineswegs nur, weil es Springsteen in erfolgreiche Höhen katapultierte, die er fortan noch weiter ausbauen und halten sollte, sonder weil er sich mit diesem Album selbst definierte.

Auch wenn die Klangwelt Springsteens natürlich erheblich breiter gefächert ist, als in den vierzig Minuten dieser Platte zu hören, er im Laufe der Jahrzehnte Alben gemacht hat, die vollkommen anders gelagert waren, so taugt das Album durchaus auch heute noch, jemandem Springsteen im Kern vorzustellen. Hör Dir die Scheibe an und du weißt wer dieser Typ ist, den alle respektvoll den Boss nennen. Sie ist heute noch repräsentativ.

Mit "Born to run" hat Springsteen das Brüllen, wofür ihn Kritiker wohl noch ewig anfeinden werden, kultiviert, es zu seinem absoluten Markenzeichen gemacht. Auf den oben erwähnten ersten beiden Alben ging es zwar auch nicht zimperlich zu, auch da wurde gerockt, aber mehr (und übrigens ganz wunderbar) experimentiert, doch auch bei den härteren Passagen ließ Springsteen damals die Handbremse noch nicht ganz los. Erst seit diesem Album, verzieht sich, wenn es laut wird, sein Gesicht wie von unglaublichen Schmerzen verzerrt und es entsteht der Eindruck, daß das Mikrophon vor ihm auf der Bühne nur noch Bühnen übliche Dekoration darstellt und eigentlich nicht wirklich gebraucht wird.

Nicht alle acht Lieder der Platte waren im Sinne der Single-Charts große Hits, aber dennoch sind ausnahmslos alle acht Songs des Albums Springsteen-Klassiker geworden, die im Laufe der Tourneen und Konzerte bis heute immer wieder in der Set-List auftauschen. Einige wirklich immer, ohne sie wäre ein Springsteen-Konzert überhaupt nicht denkbar.
Niemand würde sich beschweren, würde der Boss von einem normalen meist 150-180 minütigen Tour-Konzert eine Dreiviertelstunde dafür verwenden das ganze "Born to run" Album einfach komplett durchzuspielen. Wenn das mit einem Album bald vierzig Jahre nach Erscheinen möglich ist und funktioniert, dann muß an der Platte irgendwas verdammt richtig gemacht worden sein..
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am 23. November 2007
Ich bin jetzt 16 und Bruce Springsteen "Born To Run" aus dem Jahre 1975 ist für mich sweit knapp einem halben Jahr mein absolutes Lieblingsalbum. Ich hatte ca. 3 Monate nur 9 Songs auf meinem Mp3 Player ... und alle 8 Songs der "Born To Run" waren dabei. Durch "Born In The USA" wurde ich zum Springsteen Fan doch durch "Born To Run" wurde er mit seine E-Street-Band zu einem meiner Lieblingsmusiker. Mitlerweile habe ich noch einige andere Springsteen-Alben und unter meinen Springsteen Top-Ten sind 6 aus diesem Album. Dennoch muss ich sagen, dass ich Anfangs eher enttäuscht war. Als ich mir die Platte kaufte habe ich puren Stadion-Rock wie bei "Born In The USA" erwartet. Erst beim zweiten Mal hören habe ich bemerkt, das diese Platte doch deutlich besser als "Born In The USA" ist. Sie ist sogar besser als Springsteens "Greatest Hits" (meiner Meinung nach).

Thunder Road ist für mich einer der 2 besten Songs aller Zeiten. Es ist unglaublich mit wieviel Gefühl Springsteen hier singt. Außerdem hat Thunder Road einen der schönsten Songtexte die ich kenne. Das Zusammenspiel von Piano, Gitarre, Bass, Saxophon und Gesang ist einfach bis heute unübertroffen.

Tenth Avenue Freeze-Out ist ebenfalls ein sehr beeindruckendes Stück. Die Saxophonbegleitung ist Vorbildlich und davon kann sich noch so macher Musiker was abgucken ;).

Night ist ist einer der unbeachteten Stücke aus Born To Run und das völlig zu unrecht !!! Night gehört meiner Meinung nach zu den absoluten Highlight dieser Platte. Der Song hat einen schönen Text (man versteht zwar kein Wort, das gesungen wird aber dafür gibts ja die Songtexte auf der Hülle), ist Kraftvoll und doch mit Gefühl gesungen und mit einer wundervollen Piano und Saxophone-begleitung.

Backstreets hat ein fast episches Piano-Intro, dass meiner Meinung nach mit Meat Loaf's "Bat Out Of Hell" gleichziehen kann (an beiden Songs sitzt Roy Bittan am Piano). Wiedereinmal kann Springsteen auch hier mit wundervollen Lyrics und einer beeindruckenden Gesangsleistung überzeugen.

Born To Run ist der Titeltrack des Albums und absolut zurecht bis heute einer von Springsteen's größten Klassikern. Wenn man den Namen Wendy durch Mary ersetzen würde könnte es auch die Fortsetztung von Thunder Road sein. Außerdem hätte niemand gedacht, dass das Saxophone Solo von Clarance Clemons in die Musik-Geschichte eingehen würde.

She's The One ist genauso wenig beachtet wie Night und dennoch ist er meiner Meinung nach mit Born To Run oder Jungleland hinter Thunder Road der beste Song, den Springsteen je komponiert hat.Und wieder einmal mit wunderschönen Lyrics und einer tollen Leistung der gesamten E-Street-Band.

Meeting Across The River ist der langsamste und ruhigste Song des Albums. Das zusammenspiel von Piano, Gesang, Bass und Trompete ist einmalig und kaum zu übertreffen. Mit Meeting Across The River hat Springsteen einen Song geschaffen, der unglaublich viel ausdrückt, auch wenn man den Text nicht versteht.

Jungleland ist der epische, fast 10 Minuten lange Schluss-Song des Albums. Mit langem Instrumentalteil, Saxophone-Solo,Violine, Gitarrensolo und einem genialen Text kann Jungleland als großes Finale des Perfektesten Albums aller zeiten glänzen.

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Bruce Springsteen & The E Street Band, Hammersmith Odeon, London '75 ist Springsteen's erstes Konzert in England. Mit wundervollen Versionen seiner Songs auf Born To Run, aber auch von seinen ersten beiden Alben kann diese Live DVD glänzen. Eine "nur" Piano/Harmonika/Vocal-Version von Thunder Road kann meiner Meinung nach die Studio-Version knapp übertreffen. Auch Songs wie Tenth Avenue Freeze-Out, Spirit In The Night oder Lost In Flood können überzeugen. Danach kommen zwei brilliante Live-Versionen vom Born To Run Album. Zuerst She's The One (mit Mundharmonikaintro) und danach Born To Run. Anschließend kommen The E Street Shuffle, It's Hard To Be A Saint. Mit Backstreets ist danach ein Song von Born to Run an der Reihe. Kitty's Back ist ein sehr schöner Song, der aber zwischen Backstreets und Jungleland etwas untergeht. Rosalita und Sandy sind zwei wunderschöne Songs und mit dem Detroit Medley, For You und Quater To Three endet dieses Konzert nach ca. 2 Stunden. Für mich eines der Besten Konzerte, die es auf DVD zu kaufen gibt. Außerdem gibt es das Konzert auch auf Doppel-CD zu kaufen.

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Zu Wings For Wheels, The Making Of Born To Run will ich hier nicht zu viel sagen, da jeder diese DVD gesehen haben sollte und ich nicht zu viel verraten möchte. Diese Dokumentation zeigt viele Bilder aus dem Studei, Interviews und auch 3 Live Tracks.

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An sich ist die Box sehr schön gemacht. Sie enthällt neben den beiden DVDs und dem Album ein 50seitiges Booklet mit Fotos von Bruce und der E Street Band. Einiger kleiner Kritikpunkt ist, dass die CD/DVD Hüllen beim herausholen leicht beschädigt bzw. geknickt werden können wenn man nicht vorsichtig ist.

Mein Fazit ist, dass es kein besseres Album , keine bessere Dokumentation über ein Album und kaum ein besseres Konzert gibt. Für mich eine der Besten Box-Sets die es gibt. Auch der Preis ist angemessen.
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am 30. Juni 2007
Ich bin jetzt 16 und Bruce Springsteen "Born To Run" aus dem Jahre 1975 ist für mich sweit knapp einem halben Jahr mein absolutes Lieblingsalbum. Ich hatte ca. 3 Monate nur 9 Songs auf meinem Mp3 Player ... und alle 8 Songs der "Born To Run" waren dabei. Durch "Born In The USA" wurde ich zum Springsteen Fan doch durch "Born To Run" wurde er mit seine E-Street-Band zu einem meiner Lieblingsmusiker. Mitlerweile habe ich noch einige andere Springsteen-Alben und unter meinen Springsteen Top-Ten sind 6 aus diesem Album. Dennoch muss ich sagen, dass ich Anfangs eher enttäuscht war. Als ich mir die Platte kaufte habe ich puren Stadion-Rock wie bei "Born In The USA" erwartet. Erst beim zweiten Mal hören habe ich bemerkt, das diese Platte doch deutlich besser als "Born In The USA" ist. Sie ist sogar besser als Springsteens "Greatest Hits" (meiner Meinung nach).

Thunder Road ist für mich einer der 2 besten Songs aller Zeiten. Es ist unglaublich mit wieviel Gefühl Springsteen hier singt. Außerdem hat Thunder Road einen der schönsten Songtexte die ich kenne. Das Zusammenspiel von Piano, Gitarre, Bass, Saxophon und Gesang ist einfach bis heute unübertroffen.

Tenth Avenue Freeze-Out ist ebenfalls ein sehr beeindruckendes Stück. Die Saxophonbegleitung ist Vorbildlich und davon kann sich noch so macher Musiker was abgucken ;).

Night ist ist einer der unbeachteten Stücke aus Born To Run und das völlig zu unrecht !!! Night gehört meiner Meinung nach zu den absoluten Highlight dieser Platte. Der Song hat einen schönen Text (man versteht zwar kein Wort, das gesungen wird aber dafür gibts ja die Songtexte auf der Hülle), ist Kraftvoll und doch mit Gefühl gesungen und mit einer wundervollen Piano und Saxophone-begleitung.

Backstreets hat ein fast episches Piano-Intro, dass meiner Meinung nach mit Meat Loaf's "Bat Out Of Hell" gleichziehen kann (an beiden Songs sitzt Roy Bittan am Piano). Wiedereinmal kann Springsteen auch hier mit wundervollen Lyrics und einer beeindruckenden Gesangsleistung überzeugen.

Born To Run ist der Titeltrack des Albums und absolut zurecht bis heute einer von Springsteen's größten Klassikern. Wenn man den Namen Wendy durch Mary ersetzen würde könnte es auch die Fortsetztung von Thunder Road sein. Außerdem hätte niemand gedacht, dass das Saxophone Solo von Clarance Clemons in die Musik-Geschichte eingehen würde.

She's The One ist genauso wenig beachtet wie Night und dennoch ist er meiner Meinung nach mit Born To Run oder Jungleland hinter Thunder Road der beste Song, den Springsteen je komponiert hat.Und wieder einmal mit wunderschönen Lyrics und einer tollen Leistung der gesamten E-Street-Band.

Meeting Across The River ist der langsamste und ruhigste Song des Albums. Das zusammenspiel von Piano, Gesang, Bass und Trompete ist einmalig und kaum zu übertreffen. Mit Meeting Across The River hat Springsteen einen Song geschaffen, der unglaublich viel ausdrückt, auch wenn man den Text nicht versteht.

Jungleland ist der epische, fast 10 Minuten lange Schluss-Song des Albums. Mit langem Instrumentalteil, Saxophone-Solo,Violine, Gitarrensolo und einem genialen Text kann Jungleland als großes Finale des Perfektesten Albums aller zeiten glänzen.
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am 20. Juni 2011
Der Anlass für diese Rezension, die eher eine Hommage ist, ist ein trauriger: Im Alter von 69 Jahren ist Clarence Clemons, liebevoll Big Man genannt, an den Folgen eines Schlaganfalls verstorben. Grund genug dieses Album, das für alle Rockmusikkritiker als eines der besten Rockalben aller Zeiten gilt, nochmals entsprechend zu würdigen, denn dies ist ganz klar auch Big Man's Album. Das zeigt sich schon an dem Cover, denn es ist bis heute das einzige Springsteen-Cover, auf dem neben Springsteen selbst ein weiteres Mitglied der E Street Band, nämlich der Big Man höchstpersönlich, zu sehen ist. Wie sich Springsteen an die Schulter des Big Man lehnt ist Ausdruck, wie sehr dieses Album auf dem Saxophon des Big Man aufgebaut ist. Es wird bis heute das Album von Springsteen sein, in dem in fast jedem Song das Saxophon eine tragende Rolle spielt. Später wurde es nur noch vereinzelt, zum Teil auch gar nicht verwendet.

Born To Run war 1975 der große Durchbruch für Springsteen. Nach zwei von den Kritikern zwar gelobten, kommerziell aber gefloppten Alben - das Debut Greetings from Asbury Park und das im gleichen Jahr erschienene The Wild, the Innocent and the E Street Shuffle - musste es mit dem nächsten Album klappen, ansonsten hätte die Plattenfirma damals Springsteen fallen lassen. Also arbeitete er wieder wie ein Besessener an den Songs für BTR, sehr schön zu verfolgen auf der DVD-Doku Wings for Wheels. Im Gegensatz zu anderen Alben entstanden auf BTR die Songs nicht an der Gitarre sondern am Klavier. So verwundert es nicht, dass neben dem Saxophon das Klavier von Roy Bittan heraussticht.

Mit BTR hat Springsteen den Wall of Sound eines Phil Spectors versucht zu imitieren, was ausgezeichnet gelungen ist und eben dazu geführt hat, dass das Saxophon eine so große Rolle spielt, aber auch andere, in der Rockmusik eher selten eingesetzte Instrumente wie z. B. das Glockenspiel zum Einsatz kommen.

Thunder Road: Das Album beginnt mit einem der besten Songs, die Springsteen je geschrieben hat. Es geht um Mary (You ain't a beauty, but hey you're alright, Oh and that's alright with me), mit der Springsteen der Öde der Kleinstadt entfliehen will (On the wind, so Mary climb in, It's a town full of losers and I'm pulling out of here to win) und endlich etwas Großes erreichen will. Kann ein Song romantischer sein? Der Song beginnt langsam, steigert sich immer weiter, das Saxophon setzt ein, bevor der Song an seinem Höhepunkt endet. Für immer ein Klassiker, ein Song, der übrigens ohne Refrain auskommt, weil Springsteen diesen vergessen hat, wie er mal zugegeben hat.

Tenth Avenue Freeze-Out: Der Song, der wie kein anderer für die E Street Band steht. Hier wird die Geschichte der Band erzählt. Der Scooter in dem Song ist Springsteen selbst:

When the change was made uptown
And the Big Man joined the band
From the coastline to the city
All the little pretties raise their hands
I'm gonna sit back right easy and laugh
When Scooter and the Big Man bust this city in half

Es ist einer der souligsten Songs von Springsteen. Später hat er mit Mary's Place und Livin' in the future ähnliche Songs geschrieben. An das Original kommen sie aber nicht heran. Unvergesslich auch, als mit diesem Song das Konzert am 20.7.2008 im Camp Nou in Barcelona eröffnet wurde: Bevor Bruce und der Big Man als letzte auf die Bühne kommen, singen 80.000 minutenlang die ersten Akkorde. Gänsehaut pur!

Night: Ein vom Saxophon getriebener Rocker mit einem typischen Text für Springsteen. Man geht zur Arbeit, wartet die ganze Woche auf das Wochenende, um sich ein Mädchen zu suchen und die Nacht zu überleben. Grandioser Rock-Song, der gerne als Konzert-Opener dient und hierzu wunderbar funktioniert.

Backstreets: Der einzige Song auf BTR, auf dem das Saxophon nicht wahrzunehmen ist. Dennoch zählt Backstreets zu den besten Springsteen-Songs überhaupt. Nicht umsonst heißt das Fan-Magazin und die bekannteste Springsteen-Fan-Webseite so. Der Song beginnt mit dem wunderbaren Klavier-Intro, steigert sich immer weiter bis zum Gitarrensolo, bevor sich das sich mehrfach wiederholende 'Hiding on the backstreets' zum Finale erhebt. Inhaltlich geht es um (gebrochene) Freundschaft zwischen 'Me' und 'Terry', wobei nicht ersichtlich ist, ob Terry ein Mann oder eine Frau ist. Ist aber auch egal, der Song wirkt bei beiden Geschlechtern. Während der Darkness-Tour 1978 hat Springsteen noch das 'Sad Eyes', eine frühe Version von Drive all Night, das später auf the River erscheinen sollte, eingebaut und so den Song auf 13 Minuten ausgedehnt, was den Song in eine noch höhere Dimension an Intensität und Emotionalität katapultiert hat. Schade, dass auf der Live 1975-85-Box dieser Teil aus der Backstreets-Aufnahme aus dem Roxy rausgeschnitten wurde.

Born to Run: Der Titel-Track! Zu Recht gilt er als einer besten Rock-Songs aller Zeiten. Aus Mary aus Thunder Road wird hier Wendy. Letztlich ist es aber inhaltlich eine Fortsetzung von TR. 'Tramps like us, Baby we were born to Run'. Auch hier ist das Saxophon vom Big Man das treibende und herausragende Instrument. Welcher Teenager/Twen kann sich mit diesem Song nicht identifizieren?

She's the One: Ein an Buddy Holly's 'Not Fade Away' erinnernder Rock-Song, der dermaßen unter die Haut geht. Live wird der Song in vielen verschiedenen Varianten dargeboten, mal mit mehr Gitarren, mal mit Harmonica, aber immer begleitet mit dem Saxophon. Ein weiterer Klassiker.

Meeting across the River: Ein jazziger, langsamer und melancholischer Song über einen Drogendealer, der im Gesamtkontext etwas aus dem rockigen Rahmen fallen mag. Der Song ist aber immer im Zusammenhang mit dem darauf folgenden Jungleland zu sehen und dann funktioniert er auch. Man kann ihn auch als Prolog von Jungleland ansehen. Folglich wurde der Song auch m. E. nie alleine live aufgeführt, sondern nur immer im direkten Zusammenhang mit Jungleland.

Jungleland: Dieser Song wird für immer und ewig mit dem Big Man in Zusammenhang gebracht werden. Diese über 9 Minuten lange Rock-Oper mit dem über zweieinhalb Minuten langen Sax-Solo ist Big Man's musikalisches Vermächtnis für die Rock-Ewigkeit. Jungleland ist bis heute der von der Komposition her komplexeste Song, den Springsteen geschrieben hat. Da ist alles drin: Rock'n Roll, Soul, Klassik, Ballade und soooo viel Gefühl. Jeder, der es nicht gesehen hat, sollte sich die Performance dieses Songs auf der Live-at-Hyde-Park-DVD ansehen und am Ende darauf achten, wie 50.000 Festival-Fans an den Lippen von Springsteen hängen und den letzten Tönen lauschen. Wer da keine Gänsehaut bekommt, der muss aus Eis sein.

Nach 'nur' 8 Songs und rund 40 Minuten ist Schluss. Hinter einem liegt das umwerfendste, emotionalste Rock-Album, das ich bis heute kenne. Möglich war das nur durch den unvergesslichen Clarence 'Big Man' Clemons. Danke!

Die E Street Band wird es m. E. nicht mehr geben können, nachdem ihr wichtigstes Bestandteil - Big Man - verstorben ist. Danny Federici, der bereits 2008 verstorben ist, konnte noch ersetzt werden, da er nicht umsonst den Spitznamen 'Phantom Dan' hatte. Aber mit `C` ist eine tragende Säule, vor allem was die Präsenz auf der Bühne anbelangt, weg, die nicht ersetzt werden kann. Es ist ein trauriger Tag für alle Springsteen-Fans, aber die Musik vor allem dieses Albums und die vielen schönen KOnzert-Erinnerungen bleiben uns für immer und ewig erhalten.

RIP Big Man!
1212 Kommentare|13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 4. August 2013
Die "Born To Run (30th Anniversary Edition / CD + 2 DVD) " Ausgabe ist ein richtiger Hammer. In meiner Sammlung befinden sich bereits seit Jahren die Langspielplatte und die CD. Deshalb tat ich mich zunächst etwas schwer mit der Anschaffung. Aber die sehr guten Kritiken überzeugten mich. Es ist nicht unbedingt die remasterte CD von "Born To Run", die den Kauf empfehlenswert macht. Nein, die beiden DVD's sind allein die Anschaffung wert. Da ist zunächst der Konzertmitschnitt "Hammersmith Odeon, London '75". Diese Aufnahme besaß ich bislang "nur" als Doppel-CD. Mein Gott, ist das ein tolles Zeitdokument der Springsteen-Welt. Ich hatte mich im Vorfeld schon sehr auf dieses DVD gefreut. Das sie aber so überwältigen gut ist, hatte ich nicht erwartet. Ein junger Bruce Springsteen springt und hüpft da als Energiebündel über die Bühne. Die Show, die er abliefert, ist bereits sehr gekonnt, aber besitzt den Charme, des noch suchenden Rockkünstlers. Bezüglich der Bild- und Tonqualität war ich angenehm überrascht. Denn man sollte bedenken, dass die Aufnahme aus dem Jahr 1975 stammt. Klar, die Bilder kommen etwas grobkörnig herüber. Die Lichteffekte waren nicht so ausgetüftelt so wie wir es heute gewohnt sind. Es ist ein gnadenlos gutes Zeitdokument. Wirklich diese DVD ist absolut lohnend.

Die andere DVD beinhaltet das "The Making Of Born To Run" und als Bonus Feature zusätzlich drei Tracks "Spirit In The Night", "Wild Billy's Circus Story" und "Thundercrack" aus dem Jahre 1973. Gerade "Thundercrack" ist ein Augen- und Ohrenschmaus. Das Making Of ist in Kapitel eingeteilt und es besteht die Möglichkeit es mit deutschen Untertiteln zu betrachten. Dass, was wir da von Springsteen und seinen Kumpanen erfahren ist wahrlich sehr interessant. Es wird deutlich, wie hart die Springsteen und die Band an diesem Album gearbeitet haben und wie sich die einzelnen Songs entwickelten. Archivmaterial wird von den Protagonisten kommentiert. Es macht wirklich richtig Spaß, sich diesen Bericht anzusehen. Es wird nicht langweilig.
Zudem ist die Box sehr liebevoll gefertigt. Neben den DVD's und der CD befindet sich noch ein kleines Heftchen mit sehr schönen Fotos in der Box. Ich kann nur jedem, der sich für Springsteen und dessen Werk interessiert raten, sich diese geniale "Born To Run (30th Anniversary Edition / CD + 2 DVD)" anzuschaffen. Ich habe viel zu lange damit gewartet und bin froh, mich zum Kauf entschlossen zu haben.

Zu der CD "Born To Run" hatte ich bereits eine Rezension verfasst, die ich hier noch einmal anfüge:

Mit meiner Einschätzung zu "Born To Run" werde ich mich kurz fassen und zunächst auf die hervorragende Rezension von Tramp69 verweisen. Diese ist nämlich ein Beispiel für eine richtig gelungene Bewertung dieses außerordentlichen und genialen Rockalbums.
Meine erste Springsteen Langspielplatte, die ich mir kaufte, war "Darkness On The Edge Of Town". Es folgten die ersten beiden Platten "Greetings From Asbury Park N.J.", "The Wild, The Innocent & The E Street Shuffle" und natürlich "Born To Run". Diese Anschaffungen liegen nun 35 Jahre zurück. Mit "Born To Run" startete Bruce Springsteen so richtig durch. Und das dieses Album so geschätzt und geliebt wird, hängt ganz einfach mit der außergewöhnlich tollen Musik zusammen. Zu den einzelnen Songs muss eigentlich nichts mehr geschrieben werden. Die meisten, die sich auf dieser Seite befinden, kennen das Album sowieso in- und auswendig. Aber ich möchte auch darauf hinweisen, dass sich auf "Born To Run" so viele Springsteen Klassiker befinden, dass es eigentlich schon ein kleines "Best Of...Album" geworden ist. Wer kennt sie nicht die Songs wie: "Thunder Road", "Backstreets", "Born To Run", "Jungleland", "Night" und "Tenth Avenue Freeze Out". Diese Lieder sind elementare Bestandteile des Springsteen-Repertoires.
Und jetzt werde ich ein wenig sentimental, denn wenn ich dieses Album höre, kommen Erinnerungen und Gefühle einer sehr schönen und lebendigen Jugendzeit in mir auf.
Das Album zählt zu recht zu den besten Rockalben aller Zeiten. Es ist ein Hochgenuss der Rockmusik!

Wolfgang Niedecken schrieb in seiner Autobiographie: "Als ich das Album ['Born To Run'] hörte, wusste ich, dass das Problem, wie man einem Außerirdischem Rock ’n’ Roll erklären sollte, seinen Klang und seine Themen, endgültig gelöst war. Ein schmächtiger junger Mann hatte in einem kleinen Haus in West Long Branch, New Jersey, davon geträumt, der Beste zu sein, und er hatte es geschafft. Als er nach monatelanger Klausur aus dem Studio zurück ins Licht kroch und in den Tourbus stieg, hatte er zusammen mit seiner Band die größte Rock ’n’ Roll-Platte aller Zeiten aufgenommen".

Selbstverständlich schließe ich mich sehr gerne den bisherigen 20 positiven Rezensionen mit fünf Sternen an. "
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Ob das dritte Album "Born to run" im Vergleich zu den ersten beiden "Greetings from Asbury Park, N.J." und "The wild, the innocent an the E-Street shuffle" wirklich das bessere ist, darf diskutiert werden. Eindrucksvoll waren alle drei. Daß es das wichtigere ist, steht außer Zweifel. Keineswegs nur, weil es Springsteen in erfolgreiche Höhen katapultierte, die er fortan noch weiter ausbauen und halten sollte, sonder weil er sich mit diesem Album selbst definierte.

Auch wenn die Klangwelt Springsteens natürlich erheblich breiter gefächert ist, als in den vierzig Minuten dieser Platte zu hören, er im Laufe der Jahrzehnte Alben gemacht hat, die vollkommen anders gelagert waren, so taugt das Album durchaus auch heute noch, jemandem Springsteen im Kern vorzustellen. Hör Dir die Scheibe an und du weißt wer dieser Typ ist, den alle respektvoll den Boss nennen. Sie ist heute noch repräsentativ.

Mit "Born to run" hat Springsteen das Brüllen, wofür ihn Kritiker wohl noch ewig anfeinden werden, kultiviert, es zu seinem absoluten Markenzeichen gemacht. Auf den oben erwähnten ersten beiden Alben ging es zwar auch nicht zimperlich zu, auch da wurde gerockt, aber mehr (und übrigens ganz wunderbar) experimentiert, doch auch bei den härteren Passagen ließ Springsteen damals die Handbremse noch nicht ganz los. Erst seit diesem Album, verzieht sich, wenn es laut wird, sein Gesicht wie von unglaublichen Schmerzen verzerrt und es entsteht der Eindruck, daß das Mikrophon vor ihm auf der Bühne nur noch Bühnen übliche Dekoration darstellt und eigentlich nicht wirklich gebraucht wird.

Nicht alle acht Lieder der Platte waren im Sinne der Single-Charts große Hits, aber dennoch sind ausnahmslos alle acht Songs des Albums Springsteen-Klassiker geworden, die im Laufe der Tourneen und Konzerte bis heute immer wieder in der Set-List auftauschen. Einige wirklich immer, ohne sie wäre ein Springsteen-Konzert überhaupt nicht denkbar.
Niemand würde sich beschweren, würde der Boss von einem normalen meist 150-180 minütigen Tour-Konzert eine Dreiviertelstunde dafür verwenden das ganze "Born to run" Album einfach komplett durchzuspielen. Wenn das mit einem Album bald vierzig Jahre nach Erscheinen möglich ist und funktioniert, dann muß an der Platte irgendwas verdammt richtig gemacht worden sein...

Die hier vorliegende "30th anniversary Edition" ist für Fans gänzlich unverzichtbar. Die üppige Ausgestaltung der Box allein wäre fast schon Grund genug, aber die Enstehung dieses Klassikers der Rockmusik in diesem wirklich interessanten Making of mitzuerleben, ist fast schon Fan-Pflicht.
Und dann ist da diese DVD - das Konzert aus London. Unglaublich!!! War das wirklich 1975? Ja okay, die Jungs auf der Bühne sehen so aus wie man sie von Fotos dieser Zeit kennt, aber Bild- und Tonqualität lassen Zweifel aufkommen. So altes Material in so perfektem Zustand, so großartig restauriert!? Das ist absolut nicht selbstverständlich. Ein wirklich phantastisches Konzert was da dreißig Jahre im Archiv herum lag.
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am 26. Mai 2008
Ich bin jetzt 17 und Bruce Springsteen "Born To Run" aus dem Jahre 1975 ist für mich sweit knapp einem Jahr mein absolutes Lieblingsalbum. Ich hatte ca. 3 Monate nur 9 Songs auf meinem Mp3 Player ... und alle 8 Songs der "Born To Run" waren dabei. Durch "Born In The USA" wurde ich zum Springsteen Fan doch durch "Born To Run" wurde er mit seine E-Street-Band zu einem meiner Lieblingsmusiker. Mitlerweile habe ich noch einige andere Springsteen-Alben und unter meinen Springsteen Top-Ten-Springsteen-Songs sind 6 aus diesem Album. Dennoch muss ich sagen, dass ich Anfangs eher enttäuscht war. Als ich mir die Platte kaufte habe ich puren Stadion-Rock wie bei "Born In The USA" erwartet. Erst beim zweiten Mal hören habe ich bemerkt, das diese Platte doch deutlich besser als "Born In The USA" ist. Sie ist sogar besser als Springsteens "Greatest Hits" (meiner Meinung nach).

Thunder Road ist für mich einer der 2 besten Songs aller Zeiten. Es ist unglaublich mit wieviel Gefühl Springsteen hier singt. Außerdem hat Thunder Road einen der schönsten Songtexte die ich kenne. Das Zusammenspiel von Piano, Gitarre, Bass, Saxophon und Gesang ist einfach bis heute unübertroffen.

Tenth Avenue Freeze-Out ist ebenfalls ein sehr beeindruckendes Stück. Die Saxophonbegleitung ist Vorbildlich und davon kann sich noch so macher Musiker was abgucken ;).

Night ist ist einer der unbeachteten Stücke aus Born To Run und das völlig zu unrecht !!! Night gehört meiner Meinung nach zu den absoluten Highlight dieser Platte. Der Song hat einen schönen Text (man versteht zwar kein Wort, das gesungen wird aber dafür gibts ja die Songtexte auf der Hülle), ist Kraftvoll und doch mit Gefühl gesungen und mit einer wundervollen Piano und Saxophone-begleitung.

Backstreets hat ein fast episches Piano-Intro, dass meiner Meinung nach mit Meat Loaf's "Bat Out Of Hell" gleichziehen kann (an beiden Songs sitzt Roy Bittan am Piano). Wiedereinmal kann Springsteen auch hier mit wundervollen Lyrics und einer beeindruckenden Gesangsleistung überzeugen.

Born To Run ist der Titeltrack des Albums und absolut zurecht bis heute einer von Springsteen's größten Klassikern. Wenn man den Namen Wendy durch Mary ersetzen würde könnte es auch die Fortsetztung von Thunder Road sein. Außerdem hätte niemand gedacht, dass das Saxophone Solo von Clarance Clemons in die Musik-Geschichte eingehen würde.

She's The One ist genauso wenig beachtet wie Night und dennoch ist er meiner Meinung nach mit Born To Run oder Jungleland hinter Thunder Road der beste Song, den Springsteen je komponiert hat.Und wieder einmal mit wunderschönen Lyrics und einer tollen Leistung der gesamten E-Street-Band.

Meeting Across The River ist der langsamste und ruhigste Song des Albums. Das zusammenspiel von Piano, Gesang, Bass und Trompete ist einmalig und kaum zu übertreffen. Mit Meeting Across The River hat Springsteen einen Song geschaffen, der unglaublich viel ausdrückt, auch wenn man den Text nicht versteht.

Jungleland ist der epische, fast 10 Minuten lange Schluss-Song des Albums. Mit langem Instrumentalteil, Saxophone-Solo,Violine, Gitarrensolo und einem genialen Text kann Jungleland als großes Finale des Perfektesten Albums aller zeiten glänzen.
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am 18. November 2014
...an für sich schon ein kleiner Widerspruch. Ich habe das Album in den siebziger Jahren gekauft und es mit der gleichen Akribie analysiert wie die jungen Rezesenten hier im Block. Nun bin ich mehr als doppelt so alt wie ihr, habe das Album mit der gleichen Begeisterung aufgesogen, hab jede Textpassage versucht zu übersetzen - es gab immer wieder Stellen, die sind so Umgangsschprachen-Hinterhofamerikanisch was in Verbindung mit den Energiebündeln von Songs typisch springsteenisch ist. Diese Ausdruckskraft ist bis heute unerreicht. Das Album war in guten sowie schlechten Zeiten der Kumpel an meiner Seite. Das Album ist sehr ambivalent. Beim ersten Reinhören rätselt man: was ist das? Es ist weder Mainstream Stadion-Rock (dafür fehlen die typischen kopierbaren Riffs) noch ist es Elvis oder Bob Dylan, obwohl immer wieder Anspielungen in diese Richtung gehen. Born to Run ist irgendwie fast zu komplex, um als Rock-Hyme ins Mainstream-Radio zu kommen und wurde damals wie heute sehr sparsam dort gespielt. Dieses Lied ist einfach nicht infantil genug zum mitgrölen a la Queen. Es ist eine Ansammlung von Instrumenten, die zusammen einen Wall of Sound erzeugen, die so nicht typisch sind für einen Bombast Rock-Song. Und trotzdem wirkt es wie energiegeladener Rock'n Roll bei dem einem die Engelchen die Glöcklein um die Ohren hauen (ich meine das Glockenspiel im Rock'n Roll Takt). Was sind das alles nur für Instrumente, die diesen musikalischen Hurrikane erzeugen, in den Springsteens herzzereisender Gesang eingebettet ist? Man kann natürlich süchtig werden nach dem Album. Gleichzeitig ist es aber so aufwühlend, dass meine Emotionen oft schon nach einmaligem Hören so befriedigt sind, um es für diesen Tag und ein paar Wochen gut sein zu lassen. Es entsteht eine wunderbare Ruhe, wie nach dem Liebespiel. Dieses Album ist gleichzeitig ein kommunikatives Wunder. Es vermag Brücken zu schlagen zwischen jung und alt. Deshalb ist es das zeitloseste Album aller Zeiten.
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TOP 1000 REZENSENTam 3. August 2013
Mit meiner Einschätzung zu "Born To Run" werde ich mich kurz fassen und zunächst auf die hervorragende Rezension von Tramp69 verweisen. Diese ist nämlich ein Beispiel für eine richtig gelungene Bewertung dieses außerordentlich und genialen Rockalbums.
Meine erste Springsteen Langspielplatte, die ich mir kaufte, war "Darkness On The Edge Of Town". Es folgten die ersten beiden Platten "Greetings From Asbury Park N.J.", "The Wild, The Innocent & The E Street Shuffle" und natürlich "Born To Run". Diese Anschaffungen liegen nun 35 Jahre zurück. Mit "Born To Run" startete Bruce Springsteen so richtig durch. Und das dieses Album so geschätzt und geliebt wird, hängt ganz einfach mit der außergewöhnlich tollen Musik zusammen. Zu den einzelnen Songs muss eigentlich nichts mehr geschrieben werden. Die meisten, die sich auf dieser Seite befinden, kennen das Album sowieso in- und auswendig. Aber ich möchte auch darauf hinweisen, dass sich auf "Born To Run" so viele Springsteen Klassiker befinden, dass es eigentlich schon ein kleines "Best Of...Album" geworden ist. Wer kennt sie nicht die Songs wie: "Thunder Road", "Backstreets", "Born To Run", "Jungleland", "Night" und "Tenth Avenue Freeze Out". Diese Lieder sind elementare Bestandteile des Springsteen-Repertoires.
Und jetzt werde ich ein wenig sentimental, denn wenn ich dieses Album höre, kommen Erinnerungen und Gefühle einer sehr schönen und lebendigen Jugendzeit in mir auf.
Das Album zählt zu recht zu den besten Rockalben aller Zeiten. Es ist ein Hochgenuss der Rockmusik!

Wolfgang Niedecken schrieb in seiner Autobiographie: "Als ich das Album ['Born To Run'] hörte, wusste ich, dass das Problem, wie man einem Außerirdischem Rock ’n’ Roll erklären sollte, seinen Klang und seine Themen, endgültig gelöst war. Ein schmächtiger junger Mann hatte in einem kleinen Haus in West Long Branch, New Jersey, davon geträumt, der Beste zu sein, und er hatte es geschafft. Als er nach monatelanger Klausur aus dem Studio zurück ins Licht kroch und in den Tourbus stieg, hatte er zusammen mit seiner Band die größte Rock ’n’ Roll-Platte aller Zeiten aufgenommen".

Selbstverständlich schließe ich mich sehr gerne den bisherigen 20 positiven Rezensionen mit fünf Sternen an.
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