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TOP 1000 REZENSENTam 19. April 2010
Johannes Brahms zählt ohne Zweifel zu den großen Kammermusikern des 19. Jahrhunderts und bereicherte mit seinen größtenteils sehr intimen Stücken den Fundus an romantischen Kammermusiken ungemein. Auf diesem wunderbaren Box Set sind sämtliche Kammermusikwerke ohne Klavierbegleitung sowie das Klavierquintett und das Klarinettentrio vereint.

Die frühesten kammermusikalischen Werke im Bereich Streicher solo sind die beiden Streichsextette opp. 16 und 36. Im Schatten der gewaltigen Streichquartette Beethovens wählte Brahms den Umweg über das Streichsextett, um sich allmählich einen Weg zum Streichquartett zu bahnen. Das erste Sextett in B Dur ist ein tief empfundenes, typisch romantisches Streicherensemble. Vor allem der Variationszyklus des zweiten Satzes rührt und ist stark expressiv. Auch das zarte Finale hat durchaus seine Reize.
Das zweite Sextett in G Dur erweist sich als etwas schroffer als das erste. Hier gefällt insbesondere der fröhliche Kehraus des Finals, der von etlichen andächtigen Momenten unterbrochen ist.

Mit seinen opp. 51 und 67 wagte es Brahms dann schließlich, zur Gattung des Streichquartetts aufzurücken. Mit seinem ersten Quartett op. 51,1 in c moll gelingt ihm auch gleich ein großer Wurf: Es steckt voll subtiler Emotion und latenter Trauer, die sich in wildes Aufbegehren oder Schlaflieder hüllen.
Das a moll Quartett op. 51,2 ist gemäßigter und scheint in Erinnerungen zu schwelgen und verweilen zu wollen. Davon zeugt auch das althergebrachte Menuett im dritten Satz, ein probates Mittel, wie Brahms schon in seiner Cellosonate op. 38 bewiesen hatte. Es ist ein liebliches, graziles Werk ohne übermäßiges Pathos.
Brahms' letztes Streichquartett op. 67 steht in B Dur. Es ist wieder von romantischem Gestus durchzogen. Dennoch entbehrt es nicht jener Schroffheit, die die späten Beethoven und Schubert Quartette so phänomenal auszeichnet.

Als Brahms noch einmal zum Genre Streicher solo zurückkehrte, widmete er sich überraschenderweise dem Streichquintett. So entstanden zwei Meisterwerke. Das erste Quintett op. 88 in F Dur wartet mit einem einprägsamen Hauptthema auf und mündet in einen interessanten zweiten Satz, dessen langsame, andächtige Sequenzen immer wieder durch aufbegehrende unterbrochen werden, so dass es Brahms gelingt, eine Synthese aus langsamem Satz und Scherzo zu schaffen. Dementsprechend ist der dritte Satz dann auch der letzte des Werkes: ein aufbrausendes Allegro.
Das zweite Streichquintett op. 111 in G Dur sollte ursprünglich das Werk werden, mit dem sich Brahms aus der Musikszene verabschieden wollte, um nicht mehr publizieren zu müssen. Negativ angelastet werden kann der vorliegenden Interpretation, dass die Reprise des ersten Satzes ausgespart wurde. Der zweite Satz ist von tiefster Empfindung und das Finale besticht durch seinen Themenreichtum.

Aus seinem Vorsatz wurde nichts und so kehrte Brahms furios zurück mit vier kammermusikalischen Werken für Klarinette, Streicher und/ oder Klavier. Das Trio für Klavier, Klarinette und Violoncello in a moll op. 114 ist eines seiner besten Werke. Ein trauriges, schweres Allegro eröffnet das Stück voller Inbrunst. Es folgen zwei langsame, beinahe meditative Sätze, die an Brahms' Violinsonaten erinnern. Das Finale berauscht.

Eines der großartigsten Werke der Musikgeschichte schaffte Brahms mit seinem Quintett für Klarinette und Streichquartett in h moll op. 115, dem sogenannten Klarinettenquintett. Ein schwer appassioniertes Allegro beschreibt den wundervollen ersten Satz; eines der großartigsten Adagios des Meisters umfasst den zweiten. Auch die beiden Schlusssätze entzücken durch ihre ungeheure Farbenvielfalt, ihre Eleganz und ihren Reichtum an tollen Melodien. Ein Meisterwerk!

Für viele Kenner ist das Klavierquintett in f moll op. 34 eines der besten Werke Brahms'. Das schnell zugängliche Hauptthema macht es zu einem der populärsten Werke des Komponisten. Die anderen Sätze sind allerdings für meinen Geschmack weniger einfallsreich.

Das Amadeus Quartett interpretiert diese herrlichen Werke voller Energie, Texttreue und Transparenz. Verstärkt durch Christoph Eschenbach (Klavier), Cecil Aronowitz (Viola), William Pleeth (Violoncello) und Karl Leister (Klarinette) werden die Kammermusiken des großen Hamburgers mit sehr viel Freude und Liebe dargeboten.

Fazit: Eine absolut empfehlenswerte Einspielung dieser kammermusikalischen Perlen! Als Gesamtaufnahme unerreicht!
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am 13. Dezember 2012
Brahms – alles außer Oper; aber die Kammermusik ist doch sein Zentrum von Anfang an. Mit seinen drei Streichquartetten orientiert er sich noch stark an der Wiener Klassik, in den Streichquintetten und –sextetten verhält er sich formal freier (typisch die Variationen), stilistisch zeigen diese Werke wie auch das f-moll-Klavierquintett jetzt noch deutlicher den unverkennbaren Brahms-Ton. Von einem Spätstil kann man bei Brahms, der eigentlich schon immer „fertig“ war, erst bei den beiden Klarinettenwerken sprechen (Trio op. 114 und Quintett op. 115).
Das Amadeus-Quartett war 40 Jahre lang so etwas wie Lord-Siegel-Bewahrer der Wiener Klassik im Streichquartett, dennoch trifft es hier in den Aufnahmen aus den Jahren 1959-1968 auf entspannte (aber keineswegs spannungslose) Weise den zwischen stiller Heiterkeit und zarter Melancholie schwebenden Charakter der Werke, wobei das durch Karl Leister vervollständigte Klarinettenquintett geradezu eine Sternstunde darstellt.
Es mag brillantere, „modernere“ Aufnahmen geben als diese, aber wohl keine, die den Intentionen des romantischen Klassikers Brahms näher kämen.
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am 27. Mai 2013
Für alle Kammermusikliebhaber sei hier geschrieben, dass die Brahmssche Kammermusik sich deutlich abhebt von seiner Sinfonik oder Chorsinfonik. Mit einer tiefgeistigen Kompositionsweise vermittelt Brahms hier ein Bild des zerbrechlichen Klangs. Die Aufnahme ist bestechend brilliant und eine Freude für alle, die die Reinheit des Klanges suchen.
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am 13. Oktober 2013
Diese historische Einspielung ist bis heute unübertroffen in Bezug auf Klangschönheit, Wärme, Intensität und Stillgefühl.
Kein Wunder bei dieser Besetzung! Drei der vier Mitglieder des Amadeus Quartetts waren österreichische Juden, geflüchtet aus Wien vor den nationalsozialistischen Terror!
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am 30. Januar 2013
Ich war überrascht, dass die Aufnahmen aus grauer Vorzeit, 1960 (!) bis 1968 stammen. Das sollte vielleicht erwähnt werden, damit höchste Erwartungen an die Klangqualität nicht enttäuscht werden! Warum steht so etwas Wesentlichen nicht in der Beschreibung?
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