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am 14. November 2006
Fleetwood Mac anno 2003 lassen nur eine Frage zu: wo sind Fleetwood Mac anno 2006 / 2007? Das Album ist stimmig, typisch Mac aber nicht wirklich einfach. 'Say you will' ist ein bischen wie Tusk 2 - sperrig ('Red Rover'), teils ungewwohnt heavy ('Come') und schnell ('Running through the garden') aber gerade deshalb im 3. Jahrtausend angekommen.

Natürlich wird es von Buckingham / Nicks dominiert, doch das war bei Fleetwood Mac Alben nie anders. Die, die man nicht hört (natürlich wär's noch besser mit Christine McVie) sorgen für den Mac-Sound und der ist auf 'Say you will' präsenter, als auf den vorausgegangenen 3 Alben. Daß Mac hier moderner, härter und eckiger klingen sollte man nicht negativ, sondern positiv bewerten - offensichtlich macht's ihnen neben dem Geld verdienen noch Spaß Musik zu machen.

Anspieltipps gibt's viele: Von klassischem Material wie 'Say you will' über Ohrwürmer wie 'What's the world coming to', 'Peacekeeper' und 'Thrown down' bis hin zu Buckingham-Titeln wie 'Red Rover' und vor Allem 'Say Goodbye' ist eigentlich alles dabei, was das Mac-Herz höher schlagen lässt.

Produktion und Abmischung des Albums sind sehr gut - die Gitarren vorn, Effekte im Hintergrund und die Backgroundvocals abwechlungsreich und präzise eingesetzt.

Also, was will man mehr? Ne neue Mac CD natürlich - und zwar ebenso gut oder besser. Say you will.
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TOP 500 REZENSENTam 4. November 2008
Mit diesem Mammutwerk schaffen die Mac das Kunststück, wirklich all ihre Stärken und auch ihren Individualismus ins Jetzt zu bringen, und ohne Qualitätsverlust. Ganz im Gegenteil!

Ob man nun Das 75er Album oder Rumours oder Tusk oder gar Tango in the night bevorzugt: Alles wird hier frisch bedient, ohne zum Plagiat zu werden. Die Stücke klingen lebendig und sind superb durchdacht/umgesetzt. Die Qualität ist so hoch, das man an die besten Momente der 70s denkt, dennoch hat man auch die Gegenwart nicht ausgeklammert. Es werden alle denkbaren Register gezogen und ein Song ist besser als der andere. Stevie Nicks ist in absoluter Form, Lindsey Buckingham ist ein verdammtes Genie, in jeder Hinsicht, und Fleetwood und McVie (John) erkennt man auch am ersten Ton.

Sie haben alle Tugenden ins Hier und Heute geholt und setzen dermaßen oft einen drauf, das man den Freudentränen nah ist.
Ok, Christine McVie ist nicht an Bord, aber das fällt gar nicht so sehr auf, wie ich finde.

Dann die Spielzeit von fast 77 Minuten! Und das ohne Füller, ohne Ramsch!
Sie müssen verrückt geworden sein; es scheint als wollten sie noch einmal ALLES beweisen.
Das ist meiner Meinung nach vollkommen geglückt!

Fazit: wer die Band ab 1975 anbetet für ihre Klassiker, der sollte hier rundum selig werden. Da gibt es kein Vertun. Das hier ist aber auch andererseits die Meßlatte für eine zeitgemäße/zeitlose Produktion. So schön kann also Musik auch heute noch sein...

Gruß und ganz viel Freude damit!!!
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am 21. August 2003
Kaum zu glauben: Die schon fast totgesagt Fleetwood Mac-Besetzung
brachte ein 18 Track umfassendes Werk mit komplett neuem Material
auf den Markt und ich bin - begeistert !
Die Altmeister haben es nicht verlernt, handgemachte Rockmusik und sauber produzierte Arrangements zu liefern.
Stevie Nicks u. Lindsey Buckingham geben sich Song für Song die "Klinke in die Hand" und verleihen -im Gegensatz zu den `70er u. 80er Platten- den Songs etwas sprödes, d.h.die Songs
klingen kantig u.eckig, etwa vergleichbar mit "Tusk".
Herausragend ist das von Buckingham beinahe mysteriöse produzierte "Murrow...", welches dem '87 er Hit "Big Love" ähnelt, sowie "Come" wo u.a. Sheryl Crow im Hintergrund mitmischt.
Als Anspieltipps empfehle ich neben besagten 2 Tracks,"Red Rover","Thrown down","Everybody find's out","Destiny Rules","Peacekeeper","Say you will" & "Running through the garden".
Klar fehlt Christine McVie, durch ihr Mitwirken wäre die Sache u.U. runder abgelaufen, und hätte dem ganzen die Krone aufgesetzt.
Schade, dass so gut wie kein Song aus dieser Produktion im Radio zu hören ist, man sonst auch nicht viel aus den Medien mitbekommt - dennoch kommen die Musiker im November für 5 Konzerte nach Deutschland - habe mir schon eine Karte gesichert, denn live klingen die "Big-Mac's" nochmal um einiges besser u. interessanter !
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am 11. November 2010
Ein absolutes Hammeralbum mit Überlänge. 18 Songs ohne Ausfall in der Qualität. Wer eine 5.1 Anlage hat, sollte unbedingt die DVD-Audio noch kaufen, solange es sie noch gibt. Das Album ist wie aus einem Guss. Der Sound leider nicht. So wurden beim Mischen und Mastern diverse Anfängerfehler begangen. Beim 5.1 MLP-Mix wurden die hinteren Kanäle in der Lautstärke beschnitten. Und das auch noch von Song zu Song unterschiedlich.

Ich habe die Einzelspuren der MLP-Version demuxed und festgestellt, dass der Pegel der hinteren Kanäle einer Berg- und Talfahrt gleicht. Einige Songs müssen um 6 dB, einige nur um 3 dB angehoben werden. Erst dann klingt es nach Surround. Beim LFE-Kanal handelt es sich um ein Fullrange-Signal. Unglaublich. Spätestens das Masteringstudio hätte diesen Murks erkennen und verhindern müssen. Nach einigen Korrekturen klingt das Album jetzt wirklich perfekt.

Für Nichtstudiobesitzer gibt es eine relativ einfache Lösung. Die hinteren Kanäle um 4 bis 5 dB anheben und dann wird man mit einem fast perfekten Mix in 5.1 belohnt. Aber bitte nach dem Hören wieder hinten die Lautstärke zurückdrehen.
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am 28. Juni 2007
Na, wer sagt's denn... The Mac is back! "SAY YOU WILL" ist ein tolles Album, das aber nicht in die Riege klassischer Fleetwood Mac-Alben passt. Wer hier eine Neuauflage von "RUMOURS, 1977" oder "TANGO IN THE NIGHT, 1987" erwartet, ist sicherlich zunächst enttäuscht. Aber bitte habt etwas Geduld mit den vier übriggebliebenen Mac's - es lohnt sich. Selbst sperrige Titel wie "Murrow turning over in his grave" erschließen sich einem nach mehrmaligem hören. Das gleiche gilt auch für "Red Rover" und "Come" (alle von Lindsey Buckingham). Inzwischen sind diese Titel meine Lieblinge. Stevie Nicks findet zusammen mit Lindsey zu alter Klasse zurück und rundet das ganze sehr schön ab. "Thrown down" erinnert fast ein wenig an "Gypsy" (MIRAGE, 1982). Es fehlt bei "SAY YOU WILL" natürlich Christine McVie an allen Ecken und Kanten, soviel ist sicher. Deshalb handelt es sich hier eigentlich mehr um ein Buckingham/Nicks - Album. Trotzdem: wer ECHTE Musik und VOLLBLUTMUSIKER schätzt, der kommt hier voll auf seine Kosten. Und nicht vergessen: ÖFTER HÖREN LOHNT SICH!!!
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am 27. April 2003
Die nach 16-jähriger Studio-Abstinenz zurückgekehrten Fleetwood Mac mit Lindsey Buckingham und Stevie Nicks legen ein Werk mit dem typischen FM-Sound vor. Das wird den Kritikern nicht gefallen, den Fans umso mehr. 18 wunderschöne Titel, vielleicht manchmal zu perfekt, sind sehr hörenswert. Trotz des bedauerlichen Fehlens von Chistine McVie. Diese echte musikalische Lücke konnte Sheryl Crow als Gast nicht ausfüllen. Diese Ausgabe ist angereichert vier Tracks, 'Love Minus Zero/No Limit', ' Not Make Believe', 'Peacekeeper' (live von AOL sessions), und 'Say You Will' (live von AOL sessions)und einem Fotobuch.
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am 19. April 2003
Was für ein Comeback?! Vor allem Stevie Nicks gibt der Band mit ihrer "Rückkehr" die unverzichtbare Stimme wieder, die man einfach nicht ersetzen konnte. Wo ihre Stimme in diesem Album auftaucht, ist das Comeback soweit gelungen. Das flotte "Running Through The Garden", "Illume" oder der Titelsong sind solche Highlights. So wunderbar entspannte Songperlen wie "Gypsy" oder "Sarah" sucht man allerdings auf dem Longplayer leider, leider vergebens. Tja, die Hippiezeiten sind halt lange vorbei.
Lindsay Buckingham's "What the World coming to","Peacekeeper" oder "Bleed To Love Her" fügen sich ebenfalls ganz gut ins Comeback ein. Aber er kann auch anders, und da wird es mit seinen wibbeligen Instrumentaleinlagen schnell hektisch und nervig wie z.B. in "Say Goodbye" oder "Red Rover".
Die beiden Herren im Hintergrund leisten instrumental insgesamt gute Arbeit, wenn auch Buckingshams eigener Gitarrensound ihnen zeitweise etwas in die Quere kommt. Und, ...Christine McVie hätte das Comeback sicherlich noch mit ihren sanften Songs bereichern können und perfekt gemacht, denn dem Album fehlt es generell ein wenig an Lässigkeit und Harmonie.
Auf einige Songs hätte man durchaus verzichten können, denn die wären besser auf einem Soloalbum untergebracht. Aber für Fans gibt's einige gute Songs, wie "Illume", "What the World coming to", "Say you will" oder "Bleed to love her", so das der Kauf der CD sich dennoch lohnt.
11 Kommentar2 von 2 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Plötzlich, es war gegen Mitte der 70er Jahre, musste man sich fast dafür schämen, Fleetwood Mac auf dem Plattenteller liegen zu haben. Damals bevorzugte der wahre Musikfan den rohen bombastlosen Gitarrenrock aus New York, vorzugsweise aus dem CBGB's oder der Knitting Factory, während der Westküsten-Rock von Fleetwood Mac als zu melodisch, als zu sehr dem Mainstream verhaftet, ergo veraltet galt. So erschien Rumours mitten in der Geburtsstunde des Punk eigentlich zu Unzeiten. Und dennoch wurde es in einer letzten Trotzreaktion des Easy-Listening zu einem der meistverkauften Alben der Popgeschichte. Statistiken lügen, wie wir alle wissen, aber auch ohne exakte Verkaufszahlen zur Hand dürfte Rumours in weltweit mehr als 30 Millionen Plattenregalen stehen. Sogar zu Präsidenten-Würden kam das Album, das sage und schreibe 31 Wochen an der Spitze der amerikanischen Charts rangierte, während Clintons Wahlkampf, als dieser Don't Stop in sein Saxophon-Repertoir aufnahm.
Mehr als 25 Jahre später gehen Fleetwood Mac in fast identischer Besetzung erneut auf Tournee, nur Christine McVie ist an der Reunion nicht mehr beteiligt. Und sie haben eine neue CD im Gepäck, Say You Will, die sich wie immer an Rumours messen muss. Das wichtigste vorneweg: Say You Will ist ein würdiger Nachfolger! Die Texte sind nicht zu hintersinnig; bevorzugte Themen sind Beziehungskrisen, gute Laune und schlechte Laune, Abschied nehmen. Einmal mehr liegen die Stärken der Band in eingängigen Melodien und wunderbaren Harmoniegesängen. Der Ohrwurm Bleed To Love Her, die Single-Auskopplung Peacekeeper und der Titeltrack Say You Will stehen in direkter Tradition zu Rumours, zu Don't Stop oder zu Go Your Own Way, ja sie könnten auch auf dem Mega-Seller enthalten sein. Da sind aber auch schrullige Momente, die durchaus funktionieren, wie zum Beispiel auf Red River, eher das Fragment eines Songs, welches allein von Lindsey Buckinghams vielschichtiger und virtuoser Gitarrentechnik lebt. Andere Songs wie Destiny Rules werden besser, je öfter man sie hört. Wieder andere wären uns auf der sage und schreibe 75 Minuten langen CD besser erspart geblieben. Insgesamt braucht Say You Will jedoch keinen Vergleich mit seinen Platin-Megasellern der Vergangenheit zu scheuen. Es ist nicht das beste Album der Bandgeschichte, dafür stehen Rumours und Tusk zu sehr im Pop-Olymp. Aber es ist eine fröhliche Scheibe, nach der sich nicht nur eingefleischte Mac-Fans gesehnt haben. Schämen muss man sich jedenfalls nicht mehr.
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am 18. Mai 2003
Sieht man von "Time" - vor acht Jahren in Rumpfbesetzung eingespielt - ab, ist das kürzlich bei Reprise Records-WB/WEA erschienene Album „Say you will" das erste Studio-Elaborat von Fleetwood Mac seit 1990, das komplett aus neu eingespielten Stücken besteht.
Ob die Vielzahl von immerhin 18 Songs und die mit fast 80 Minuten doch ansehnliche Länge die Fans für die lange Wartezeit entschädigen soll, bleibt ungeklärt. Entscheidend ist, dass auf diese Weise nicht Quantität auf Kosten der Qualität geboten wird, und in der Tat sind auch nach so vielen Jahren im Geschäft bei allen Beteiligten noch eine ungebrochene Leidenschaft und ein intaktes Kreativpotenzial zu bemerken.
Diese sind es auch, die wieder einmal zu einem Album der legendären Bluesrocker geführt haben, das musikalisch - obwohl mit Christine McVie eine bewährte Leistungsträgerin aus der Stammbesetzung diesmal nur am Rande mitgewirkt hat - eine ungemein große musikalische Bandbreite offenbart.
Im Vergleich zu älteren FM-Alben ist der Gesamteindruck ein etwas homogenerer, es hat den Anschein, als würde die Band stärker als Kollektiv in Erscheinung treten als früher, wo der Zusammenklang vieler Individualisten die Substanz bildete. Dies führt dazu, dass die ansonsten für den Kenner oft einfache Scheidung in „typische" Stücke von Stevie Nicks und solche von Lindsey Buckingham schwerer fällt als auf manchen Vorgängeralben.
Es scheint in diesem Zusammenhang, als hätte sich die traditionell auf Country-lastige Rührstücke (wie „Landslide" oder „That's alright") und verträumte Popballaden („Sara", „When I see you again", „The Second time" etc.) eher dem verspielten, experimentierfreudigen Exzentriker Lindsey Buckingham angenähert als umgekehrt. Auch wenn sich auf diese Weise etwa die Anzahl der vielerorts ersehnten, romantisch-melancholischen Stevie-Nicks-Tondichtungen diesmal auf den ebenso wohlklingenden wie seelenvollen Schlusspunkt „Goodbye Baby" beschränkt, bleibt nicht am Ende der Eindruck, dass dem Album etwas fehlt.
Zu sehr vermag die zwar komplexere, aber auch Mut zum Neuen und zur Grenzüberschreitung offenbarende Musik auf „Say you will" zu beeindrucken: Die exzellente Gitarrenbehandlung Lindsey Buckinghams schlägt sich in Soli nieder, die zum Teil an die Liveaufnahmen von „I'm so afraid" seligen Angedenkens gemahnen. Die Band zitiert eigene und fremde Klassiker aus allen Jahrzehnten der Rockmusik und rufen doch auch immer wieder jene Tradition wach, die Fleetwood Mac über die Zeiten fort zur Legende gemacht und ihre Musik so zeitlos werden ließ.
Es ist kein Song auf dem neuen Album zu finden, der nicht von einem erkennbaren Eigenwert und einem hohen kreativen Gehalt gekennzeichnet wäre. Unter der Vielzahl beeindruckender Stücke stechen vielleicht neben der oben erwähnten Stevie-Ballade noch der Titeltrack, das brillante „Running through the garden", das bereits vom 1997-er Soirée-Album „The Dance" bekannte „Bleed to love her", weitere Buckingham-Stücke wie „What's the world coming to", „Miranda" oder das fast nach einer Hommage an Roy Orbison klingende „Steal your heart away" sowie die Akustikgitarren-Improvisationen „Red Rover" oder „Say Goodbye" hervor.
Fleetwood Mac ist es mit „Say you will" einmal mehr gelungen, eine in allen Belangen überzeugende Ausdrucksform ihrer bis dato unerreichten musikalischen Genialität zu präsentieren. Auf diese Weise hat die Gruppe ihre Ausnahmestellung auf dem Gebiet des Bluesrock bestätigt und bleibt einer der absoluten Maßstäbe zeitgenössischer Unterhaltungsmusik.
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Ich schäme mich! Einer der weltweit größten Acts im Musikgeschäft hat in der letzten Dekade ein neues Album veröffentlicht und ich wusste es nicht einmal.

Zugegeben: Nach so vielen Jahrzehnten hätte ich den betagten Herrschaften -die ja auch nicht immer wirklich gesund gelebt haben- ohnehin nicht allzu viel zugetraut, was aber eine grobe Fehleinschätzung darstellt!

Es fehlt hier natürlich Christine McVie - die Ausgangslage für die Band war dadurch auch nicht gerade leichter geworden. Man hätte also vielleicht ein Album mit 8-10 neuen Stücken -darunter etliche Selbstplagiate- und somit eine mittelmäßige Pfichterfüllung erwarten dürfen.

Und was kam dann heraus?

18 Tracks mit gesamt ca. 77 min. Spielzeit, wobei sich das Songwriting brüder- und schwesterlich auf Stevie Nicks und Lindsey Buckingham verteilt.

Während mir die mittlerweile meist -Fluch der CD-Kapazität- 14 oder 15 Tracks umfassenden Alben oft irgendwie zu lang sind -für meinen Geschmack meist zu viele ähnliche Stücke, so dass sich in meinem Kopf einfach keine Struktur herausbilden will- habe ich hier schon nach 3 Durchläufen sehr viele "Benchmarks" für mich gefunden - der Rest erschien mir da zumindest schon "interessant". Und mittlerweile schätze ich -jawohl, ausnahmslos!- jeden einzelnen der 18 Titel!

Das liegt zum einen daran, dass beide Songwriter sehr unterschiedliche Stilarten pflegen, was ja schon immer die Stärke von FM war. Außerdem kommt es mir fast so vor, als hätten beide einigen ihrer Stücke bewusst einen gewissen "Christine McVie-Touch" verliehen, so dass der Eindruck eines "typischen Mac-Albums in Vollbesetzung" entstand - ich denke dabei an Lieder wie "Say You Will", "Peacekeeper", "Steal Your Heart away" oder "Destiny Rules".

Lindsey's Gitarrengefrickel finde ich hier sehr songorientiert - sein virtuoses Picking verleiht einigen sonst recht "gängig gestrickten" Kompositionen das gewisse Etwas und macht sie zu wahren Pretiosen ("Red Rover" und "Say Goodbye" - was für ein Tränentreiber), gewaltige Gitarrenexzesse in "Murrow...." und "Come" steuern ein wildes Hardrock-Element bei, was ebenfalls dem Flow der Scheibe zu Gute kommt.

Noch so ein Vorurteil: "Stevie Nicks schafft doch pro Album höchstens 2 oder 3 herausragende Titel!" - schon wieder falsch. Sie liefert etliche ganz erstaunliche Ohrwürmer ("Silver Girl", "Thrown down" und die beiden -s. oben- "Stücke à la Christine McVie") - der Rest sind "Grower", die sich etwas später in Hirn und Ohr einschmeicheln.

Auf voller LP-Doppelalbum-Länge wird hier ausschließlich Spitzenqualität geboten - ich meine wirklich, dass 25 Jahre früher, also in den Jahren nach "Rumours", aus dieser Scheibe 8 bis 10 Auskoppelungen mit Hit-Status möglich gewesen wären.

Ich stufe das Album auf meiner persönlichen FM-Hitliste direkt nach Tusk und noch vor Rumours ein, welches mir einfach zu wenig Ecken und Kanten hat. Erfolgsalben wie "Tango in the Night", "Fleetwood Mac" oder -mit Abstrichen- "Mirage" verblassen jedenfalls im Vergleich.

Noch ein Tipp für Zweifler, die insbesondere Lindsey Buckinghams Exzentrik nervt: Unbedingt seine traumhafte Soundstage-DVD anschaffen: Hier präsentiert ein gereifter und sympathischer Spitzenkönner etliche seiner Songs dieses Albums in etwas schlankeren Versionen, so dass sie ihre volle Emotionalität entfalten können. Es sind dort auch 2 herrliche Duette mit Stevie Nicks enthalten - für "Say Goodbye" sollte man aber Taschentücher bereit legen...

Ich kann diese CD gar nicht genug empfehlen, was ich hiermit aber dennoch -und zwar mit Nachdruck- tue.
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