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TOP 1000 REZENSENTam 21. Februar 2014
Dieser außergewöhnliche Film aus dem Jahr 1967 ist ein unerreichtes Meisterwerk über den damaligen, immer noch vorhandenen Rassismus im amerikanischen Süden.
Selten hat ein Film eine derartige Kriminalspannung, mit Rassenproblematik und Gewissensverpflichtung verklammert, wie dieses Werk des Regisseurs Norman Jewison, basierend auf dem gleichnamigen Roman von John Ball.
"In the Heat of the Night" trug einen ganz wichtigen Beitrag zu einem Sieg gegen den Rassismus bei. Dabei bietet dieser Ausnahmekrimi herausragende schauspielerische Leistungen und garantiert spannende Unterhaltung auf höchstem Niveau. Dabei vermeiden, wie im Buch, Regisseur und Darsteller jegliche Klischees und geben dadurch ein echtes menschliches Bild, der damaligen, immer noch vorhandenen Spannungen im Süden der USA.

Kurzfassung, um die Spannung den "Neueinsteigern" zu erhalten:

In einer Kleinstadt, im Süden der USA, wird ein durchreisender "Farbiger" (Sidney Poitier) eines Mordes verdächtigt, erweist sich aber als hochqualifizierter Polizeidetektiv und hilft dem vorurteilsbelasteten Polizeichef (Rod Steiger) bei der Aufklärung des Verbrechens.

Das perfekte Spiel, von unterschwelliger Abneigung und verhaltener Sympathie, zwischen Amerikas erstem schwarzen "Top-Star" Sidney Poitier als Virgil Tibbs, der hier eine der besten Leistungen seiner gesamten Karriere zeigt und dem großartigen Rod Steiger als Sheriff Gillespie, der für seine Leistung mit dem verdienten "Oscar" ausgezeichnet wurde, gehört zu den Sternstunden filmischer Schauspielkunst und zieht die Zuschauer atemlos in ihren Bann.
Alle Nebenrollen, besonders die von Lee Grant und Warren Oates sind extrem gut besetzt und der Titel-Song von Ray Charles interpretiert, läßt einem, genau wie die Filmmusik von Quincy Jones, die Spannung und die Schwüle des Südstaatenkaffs fast körperlich spüren...

Das "American Film Institute" zählt in seiner Liste der "100 besten Filme aller Zeiten", völlig zurecht, "In the Heat of the Night" zu den ganz Großen dazu.
Der Film ist auf Bluray bildmäßig so gut wie niemals zuvor. Den Ton kann man leider nur in englischer Originalsprache, in sattem 5.1 DTS HD Master Audio geniessen. Den deutschen Ton muß man sich leider in 2.0 DTS anhören. Aber das ist angesichts des guten Bildes und vor allem der Wucht dieses Filmes, locker zu verschmerzen.
55 Kommentare21 von 23 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
In einer Kleinstadt in den amerikanischen Südstaaten wird in einer heißen Septembernacht der reiche Fabrikant Colbert erschlagen aufgefunden. Schnell wird ein durchreisender Schwarzer zum Verdächtigen, erweist sich aber nach Verhaftung als Polizist Virgil Tibbs (Sidney Poitier), Chef der Mordkommission in Philadelphia. Tibbs soll nun den behäbigen örtlichen Polizeichef Gillespie (Rod Steiger) bei der Aufklärung des Falles unterstützen, was für den im Rassismus der Südstaaten Befangenen Gillespie nur schwer zu akzeptieren ist...

Norman Jewison (*1926) schuf mit IN THE HEAT OF THE NIGHT formell einen traditionellen Kriminalfilm, der glaubwürdig den Konflikt zwischen Schwarzen und Weißen auf dem Weg zu Akzeptanz und menschlicher Achtung thematisiert. Da diese Problematik in den USA der späten 1960-er Jahre (der Zeit Martin Luther Kings und dessen Ermordung im April 1968) noch eine sehr große Rolle spielte, erhielt der Film 1968 den OSCAR für den besten Film. Auch heute überzeugt der Film noch durch die großartigen Leistungen seiner Hauptdarsteller und den berühmten Soundtrack von Quincy Jones.

Die Blu-ray von MGM/FOX präsentiert den Film in hervorragender Bildqualität. Leider steht der sehr guten englischen Tonspur (5.1 DTS HD MA) eine qualitativ grenzwertige deutsche Tonspur (2.0 DTS) gegenüber, die überaus dumpf klingt, wie bereits beim Tonspurwechsel während des Titelsounds festzustellen ist. Eine bessere Aufarbeitung der deutschen Synchronfassung von 1968 wäre sicher möglich gewesen. Weitere Tonspuren: Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch. Im Gegensatz zu der seit 2002 in verschiedenen Covervarianten stets identischen DVD ohne weitere Extras sind auf der Blu-ray drei Kurzdokumentationen (Film, Rassenproblematik, Musik) aus dem Jahr 2008 mit einer Laufzeit von 40 Minuten enthalten. Leider wird auf dem Cover nicht darauf hingewiesen, dass diese Features ebenso wie der Audiokommentar (Norman Jewison, Lee Grant, Rod Steiger, Haskell Wexler) nicht einmal untertitelt sind. Der amerikanische Original-Kinotrailer ist auch vorhanden.

Wegen des hervorragenden Films und der guten Bildqualität noch vier Sterne - wobei eigentlich drei angemessen wären. Mit den genannten Einschränkungen auf Grund des bereits zum Verkaufsstart sehr günstigen Preises dennoch zum Kauf empfohlen.
33 Kommentare12 von 13 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. September 2007
Filmfreunde sehen sich selten einen Krimi zweimal an, weil sie ja das Ende kennen. Hier ist das anders. Beim 2. oder 3. Mal hat man genausoviel Interesse und Vergnügen, wie beim ersten Mal. Die unübertreffliche Schilderung der Entwicklung der Beziehung zwischen dem rassistischen Kleinstadtsheriff und dem kultivierten farbigen Großstadtdetektiv fesselt jedesmal und ist sicher einer der besten Beiträge zum Rassenproblem. Rod Steiger bekam zu Recht den Oscar. Daß er neben Sidney Poitier so lässig bestehen kann, ist wirklich grandios, weil dieser die spektaulärere Rolle hat : zuerst als verdächtiger Farbiger in einer Südstaatenkleinstadt entsprechend behandelt entpuppt er sich zu einem äußerst kompetenten Meisterdetektiv - brilliant und manchmal auch arrogant (aber letzteres womit? - mit Recht !) Dazu ein kniffliger Kriminalfall, eine tolle Musik,eine präzise Milieuschilderung und solide Nebendarsteller.
11 Kommentar29 von 33 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. März 2003
Als Norman jewison 1966 In the Heat of the Night mit Sidney Poitier, Rod Steiger, Warren Oates und Lee Grant inszenierte, wurde der Film schnell zu einem kommerziellen Erfolg. Ohne die politische Variante allzu auszuloten, schuf Jewison eher einen Kammerspielkrimi als Beziehung zweier Männer. Deshlab gehört der Anfang einfach zu den den Sternstunden des Kinos, wenn Poitier alias Virgil Tibbs vom Bahnhofin Polizeirevier geschleppt wird und sich erst nach einer Reihe von Beleidigungen als Polizist der Mordkommission ausgibt. Steiger, oft eine Nuance zu laut spielend, präsentiert dabei den bockig-bulligen Südstaatensheriff, der nur langsam etwas wie Achtung vor dem Farbigen gewinnt. Wenn man also so will, ist der Film weniger politisches Gleichnis als vielmehr ein soziologisches Buddy-Movie. Die Geschichte selbst ist dabei nur Hintergrund und wird bewußt unaufgeregt erzählt. Worauf sich Jewison stützt sind die beiden exzellenten Hauptdarsteller (Steiger erhielt den Oscar), sowie die großartige Lee Grant (Omen II) in einer beeindruckenden Nebenrolle. Man mag deuteln, daß Poitier als Farbiger einen Saubermannweißen spielt und nur dadurch damals vom Publikum angesehen wurde, doch die Dimension für Farbige im Kino war noch nicht wirklich geöffent und es ist bezeichnend, daß er vorher in "Flucht in ketten" mitwirkte. "In the Heat of the Night" ist einfach ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und will schon gar nicht des Weisheit letzter Schluß sein. Das packende Schauspielerkino ist auf einer soliden, wie üblich bei MGM, auch etwas blassen DVD herausgekommen und etliche mögliche Extras werden schmerzlich vermißt. Bei der Punktebewertung geht es um den Film, zumal man froh sein kann ihn endlich in dieser Bildfassung sehen zu können. Von mir aus können auch mal Extras fehlen wenn endlich auch Filme wie dieser oder Brando`s "Ein Mann wird gejagt" auf DVD (und Originalsprache) erscheinen. PS: Von den beiden Nachfolgefilmen "10 Stunden Zeit für Virgil Tibbs" und "Die Organisation" ist eigentlich nur Letzterer als Krimi interessant.
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am 21. September 2014
Ich liebe es einfach, wenn Film atmosphärisch dicht arrangiert sind. Dann sind sie glaubwürdig und dann kann man auch die Handlung akzeptieren und sich in die hineinversetzen. Die Charaktere besitzen Tiefe und sind authentisch. Ich muss sagen, dass für mich Rod Steiger die eigentliche Hauptperson ist, weil er es schafft, den Charakter des Sheriffs mit seiner inneren Gebrochenheit deutlich herauszuarbeiten. Sidney Poitier liefert natürlich auch eine hervorragende schauspielerische Leistung ab, aber insgesamt kommt er mir zu clever, zu eindimensional rüber, obwohl er auch eine Wandlung innerhalb der Handlung erfährt.
Kurzum, ein toller Film!
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am 6. Mai 2014
Es ist einer meiner Lieblingsfilme ! Das Bild ist als sehr gut zu bezeichnen, wenn man das Alter dieses Films berücksichtigt.
Leider ist der deutsche Ton als schlecht zu beurteilen. Ich kenne von früher den Ton der Kinokopie, der in Mono war.
Hier ist vermutlich das falsche Rauschunterdrückungssystem verwendet, oder beim Kopieren falsch eingestellt worden.
Der Ton klingt so, als wäre er mit Dolby-A wiedergegeben worden. Vom Pegel abhängige Frequenzgangänderungen und Pegeleinbrüche lassen darauf schließen. Schade ! Sonst ist der Film absolut zu empfehlen !
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am 16. Juli 2014
dieser Film ist wunderbar gestaltet, er zeigt ganz toll die Vorurteile der weissen Südstaatler. Sidney Poitier als Superpolizist
schlägt sich elegant und spannend gegen die Vorurteile des weissen Sheriffs. Den Film kann man immer wieder sehen und
er wird niemals langweilig.

Der Film IN der Hitze der Nacht ist einer der wenigen Krimis, die wirklich spannend und lehrreich sind.
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am 25. März 2013
mit dem großartigen Sidney Portier und Rod Steiger. Ein Klassiker der einen aufwühlt und an Prisanz bis heute nichts verloren hat.
Unglaubliche Darsteller und immer wieder sehenswert. Soundtrack von Quincy Jones Klasse! Der Film bringt einem die Rassenproblematik nochmals rückhaltlos vor Augen zu was Menschen fähig sind.
Ein Ausnahmekrimi auf höchstem Kriminiveau.
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am 25. April 2003
Die DVD hat sehr schöne, gestochen scharfe Farben. Man hat das Gefühl, die Bilder noch nie so hell gesehen zu haben. Und erst das Spiel zwischen Rod Steiger und Sidney Portier - ach einfach herrlich. Man könnte es sich tausendmal anschauen, wenn Virgil Tibbs dem grantigen Billy Gillespie kontra gibt. Das ist echte Schauspielkunst. Ein echter antirassistischer Film. Übrigens, ist Ihnen schon aufgefallen, daß Gillespie am Ende des Films sogar Tibbs den Koffer trägt?
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TOP 1000 REZENSENTam 8. September 2011
Vielleicht nicht ganz in der Liga von "Here's looking at you, kid", so ist Virgil Tibbs' (Sidney Poitier) Antwort auf Sheriff Gillespies Frage, wie man ihn denn oben in Philadelphia nenne, doch eines der geflügelten Worte des Kinos geworden, und auch heute noch vermag Norman Jewisons Krimi "In the Heat of the Night" (1967) den Zuschauer in seinen Bann zu schlagen, was sicherlich vor allem daran liegt, daß der Regisseur es verstanden hat, eine ausgewogene Balance zwischen dem kritischen Anliegen des Films und seinem Potential, Spannung zu erzeugen und bis zum Schluß zu halten, zu schaffen.

In einer fiktiven Kleinstadt namens Sparta im Bundesstaat Mississippi wird eines Nachts ein wohlhabender Industrieller ermordet aufgefunden. Auf der Suche nach verdächtigen Personen trifft der Polizist Sam Wood (Warren Oates) am Bahnhof auf einen gutgekleideten Mann, der auf seine Zugverbindung wartet, und da es sich um einen Afroamerikaner handelt, nimmt Wood den Mann kurzerhand fest, zumal er auch über eine gutgefüllte Brieftasche verfügt. Nach einer demütigenden Befragung durch den rassistischen Redneck-Sheriff Gillespie (Rod Steiger) weist sich der Fremde schließlich als Virgil Tibbs, Polizeibeamter und Spezialist für Mordfälle, aus. Auf telefonische Weisung seines Vorgesetzten und auf Bitte Gillespies bleibt Tibbs widerwillig eine Weile in der Stadt, um der örtlichen Polizei bei der Klärung des Verbrechens zur Hand zu gehen. Dies liegt zwar vor allem im Interesse der Einwohner Spartas, da die erboste Witwe des Getöteten damit droht, den Bau einer wichtigen Fabrik abzubrechen, sollte man nicht schnellstens den Mörder finden. Doch allerorten begegnet man Tibbs mit Verachtung, Haß und Rassismus - so weigert sich der Verkäufer in einem Diner, Tibbs zu bedienen, ein Gefangener empfindet es als Zumutung, mit dem Detective die Zelle teilen zu müssen, ein anderer Mann möchte nicht, daß seine unehelich geschwängerte Schwester ihre Aussage vor dem Detective macht, da ein Afroamerikaner nicht von der "Schande seiner Schwester" erfahren dürfe, ein Plantagenbesitzer ohrfeigt Tibbs, als dieser ihn verhören will, und eine Bande Halbstarker macht schließlich auch noch Jagd auf ihn. Dennoch gelingt es Tibbs am Ende, den wahren Täter zu ermitteln und seiner Bestrafung zuzuführen, während sich Sheriff Gillespie vor allem dadurch auszeichnet, daß er, nur halb zu Ende gedachten Theorien folgend, willkürlich einen Tatverdächtigen nach dem anderen einsperrt.

"In the Heat of the Night" befaßt sich eindringlich mit den Mechanismen rassistischen Denkens im Süden der USA, ohne jedoch in seinem didaktischen Anliegen zu versumpfen. Hierzu sind die Nuancierungen, mit denen die Charaktere gezeichnet sind, einfach zu fein. So entwickelt der eher einfach gestrickte Gillespie zwar nach und nach Achtung und vielleicht sogar auch Sympathie für seinen Kollegen aus dem Norden, doch kann er sich bei einer Fahrt durch Baumwollfelder, die von afroamerikanischen Arbeitern abgeerntet werden, nicht des boshaften Kommentars enthalten, daß diese Arbeit wohl nichts für Tibbs sei. Sehr deutlich wird, daß Gillespies Rassismus vor allem seine Wurzeln in nur schlecht verhohlenen Minderwertigkeitsgefühlen hat. So neidet er Tibbs ganz offensichtlich dessen höhere Gehaltsstufe und seinen gesellschaftlichen Aufstieg. Ein Farbiger kann in seiner Welt nur deshalb viel Geld in seiner Brieftasche haben, weil er es einem Weißen geraubt haben muß. Dieser Minderwertigkeitskomplex sorgt denn auch dafür, daß Gillespie Tibbs mit rassistischen Beleidigungen verprellt, als er das Gefühl bekommt, Tibbs könne ihn sogar wegen seiner Lebensumstände - Gillespie hat keine Familie und ist in der Stadt nicht eben wohlgelitten - bemitleiden. Aber auch sexuelle Motive des Rassismus werden von Jewison beleuchtet - etwa wenn Purdy sich an Tibbs dafür rächen will, daß dieser die peinliche Aussage seiner Schwester mit angehört hat, oder wenn Wood zu verhindern versucht, daß Tibbs ein junges weißes Mädchen in einer kompromittierenden Situation sehen könnte. Ein intellektuell peinliches Gut-Böse-Schema wird vom Regisseur dadurch vermieden, daß in einer Situation auch Tibbs seinen Vorurteilen zu erliegen droht, als es darum geht einzuschätzen, ob Mr. Endicott (Larry Gates), der Plantagenbesitzer, der ihn geohrfeigt hat, etwas mit dem Mord zu tun hat oder nicht. Ein einziges Mal scharfsichtig, erkennt Gillespie Tibbs' Geisteshaltung sofort und höhnt triumphierend, Tibbs sei ja genauso wie die Weißen. Ironischerweise ist es aber gerade diese Erkenntnis, die jemand wie Gillespie ansonsten um keinen Preis wahrhaben möchte.

Die berühmte Ohrfeigeszene, in der Tibbs Endicotts Schlag sofort mit einem Konter quittiert und einen fassungslos getroffenen Rassisten zurückläßt, war es übrigens, die den Film beim zeitgenössischen Publikum so berühmt machte, denn sie schien anzudeuten, daß Langston Hughes' Prophezeiung aus seinem Gedicht "I, too, sing America" endlich wahr geworden war. Ganz so weit war es allerdings doch noch nicht, denn im Jahre 1967 waren die Errungenschaften der Bürgerrechtsbewegung bei weitem noch nicht gefestigt, und bezeichnenderweise fand sich Poitier aus Sicherheitserwägungen auch nicht bereit - mit Ausnahme einer Szene - für die Dreharbeiten die Mason-Dixon-Linie zu überqueren, so daß der Film, der in Mississippi spielte, in Illinois gedreht werden mußte. Auch war es im Drehbuch, wie in der Romanvorlage von John Ball, ursprünglich gar nicht vorgesehen gewesen, daß Tibbs Endicott zurückschlägt, doch wollte sich Poitier mit einer solchen Reaktion seitens seiner Figur nicht abfinden und bestand darauf, daß Tibbs den Schlag erwiderte. Gut so - denn man stelle sich einmal vor, wie Uncle-Tom-haft diese Szene ansonsten gewirkt hätte.

Eine weitere Stärke des Filmes liegt in der Behutsamkeit, mit der angedeutet wird, wie einige der Charaktere - etwa der Polizist Ed Wood und manche seiner Kollegen, der Tatverdächtige, der zunächst nicht seine Zelle mit Tibbs teilen wollte, und auch Gillespie selbst - nach und nach ihre Vorurteile ansatzweise revidieren. Am Ende verabschiedet der Sheriff seinen Kollegen an der Zugtür mit einem warmen "You take care now, Virgil", und es scheint, als wünsche hier der Regisseur selbst der Bürgerrechtsbewegung alles Gute für ihre Zukunft.
11 Kommentar9 von 13 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

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