Kundenrezensionen


21 Rezensionen
5 Sterne:
 (10)
4 Sterne:
 (3)
3 Sterne:
 (3)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:
 (4)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


26 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gutes Mittelmaß
Lange haben Opernliebhaber auf das erste Recital von Anna Netrebko gewartet. Nach einer grandiosen Violetta in der Wiener Staatsoper war ein neuer Star geboren. Frau Netrebko hat einen sehr zarten und schmelzenden Sopran von hoher Agilität und breitem Umfang. Das Repertoire ist sehr gut ausgesucht. Sie zeigt, daß sie sowohl für die schweißtreibende...
Veröffentlicht am 29. September 2003 von Thomas Raatz

versus
133 von 165 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Viel Geschäft, wenig Kunst!!
Die bislang vorliegenden Kritiken zum Debut-Album von Anna Netrebko schwanken zwischen hymnischem Lob und krasser Ablehnung. Leider sind die Argumente beider Parteien nicht immer sachlich begründet. Ich möchte deshalb versuchen, die CD möglichst nüchtern zu beurteilen: Zunächst zur Stimme von Netrebko: Verkaufsfördernde Vergleiche mit Maria...
Veröffentlicht am 8. August 2004 von P. Scheid


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

133 von 165 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Viel Geschäft, wenig Kunst!!, 8. August 2004
Von 
P. Scheid "patscheid4" (Saarbrücken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Opera Arias (Audio CD)
Die bislang vorliegenden Kritiken zum Debut-Album von Anna Netrebko schwanken zwischen hymnischem Lob und krasser Ablehnung. Leider sind die Argumente beider Parteien nicht immer sachlich begründet. Ich möchte deshalb versuchen, die CD möglichst nüchtern zu beurteilen: Zunächst zur Stimme von Netrebko: Verkaufsfördernde Vergleiche mit Maria Callas verbieten sich eigentlich von vorneherein, denn die Callas war eine dramatische (Koloratur-)Sopranistin mit einem metallischen Stimmkern, während Anna Netrebko eine lyrische, weichere Stimme besitzt, mit durchaus ansprechendem Timbre. Die Stimme Netrebkos ist technisch nicht so weit ausgebildet, wie es für eine lange Karriere und v.a. für das Repertoire, das sie gewählt hat, notwendig wäre. Ihre Atemtechnik, Grundlage für ein ausdrucksvolles Legato und für mühelose Koloraturen ist mangelhaft. Die Koloraturen und Spitzentöne sind stets etwas verkrampft. Vielen Kritikern fällt das nicht auf, weil die Erinnerungen an die großen Virtuosinnen des 20. Jahrhunderts schon verblasst sind: Wer einen wirklich mühelosen Koloraturgesang hören will, sollte besser zu den Aufnahmen von Joan Sutherland oder der jungen Maria Callas (z.B. das Recital Koloraturarien, 1954) greifen.
Die vorliegende CD ist ein typisches Beispiel für eine gnadenlose Vermarktungsstrategie: Eine junge, gut aussehende Sopranistin wird über die Medien zum Glamour-Girl stilisiert, um das breite Publikum dahingehend in die Irre zu führen, dass Oper ja eigentlich gar nicht so ernst und schwer sei. Anschließend wird von dieser Sängerin eine CD nachgereicht, in der eine Reihe eingängiger Melodien zusammengestellt sind. Da die meisten die großen sängerischen Leistungen der Vergangenheit ohnehin nicht kennen und deshalb Mittelmaß von großen Aufnahmen nicht unterscheiden können, läuft der Verkauf prächtig. Diese großen Leistungen der Vergangenheit sind leicht zu erklären: Früher mussten junge Sänger erst durch jahrelange Bühnen- und Podiumserfahrung reifen, bevor sie sich auf Schallplatte verewigen durften. Diese Sänger konnten in ihren Lehrjahren Phrasierungen und Klangfarben für eine Rolle entwickeln, so dass schließlich ein schlüssiges Rollenportrait entstanden ist, nicht nur eine Abfolge mehr oder weniger schön gesungener Noten. Dem Gesang von Anna Netrebko fehlt genau diese Phrasierungskunst. Die Figuren, die sie darstellt, bleiben blass. Wo expressives Singen notwendig ist, bleibt eine glänzende, schöne Oberfläche, ohne Gehalt.
Fazit: Es wäre Anna Netrebko zu wünschen, dass ihr die Zeit des Reifens zur Verfügung gestanden hätte. So aber bleibt jedem, der sich für Belcanto-Kunst wirklich interessiert, anzuraten, die großen Aufnahmen der Vergangenheit zu studieren.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


26 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gutes Mittelmaß, 29. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Opera Arias (Audio CD)
Lange haben Opernliebhaber auf das erste Recital von Anna Netrebko gewartet. Nach einer grandiosen Violetta in der Wiener Staatsoper war ein neuer Star geboren. Frau Netrebko hat einen sehr zarten und schmelzenden Sopran von hoher Agilität und breitem Umfang. Das Repertoire ist sehr gut ausgesucht. Sie zeigt, daß sie sowohl für die schweißtreibende Auftrittsarie der Lucia als auch für den Walzer der Musetta aus La Bohème geeignet ist. Die Arien sind bunt durcheinander gewürfelt, denn es ist fast aus jeder Stilrichtung der Oper etwas dabei.
Wunderschön ist ihre Interpretation von dem Lied an den Mond aus Rusalka. Sie singt es mit viel Gefühl und mit gutem Ausdruck. Dennoch finden sich einige unüberhörbaren Schwächen in ihrem Instrument. Leider neigt Anna Netrebko dazu, den Ton in der Höhe zu forcieren. Außerdem sind einige rhytmische Schwierigkeiten zu erkennen. Dennoch lohnt sich der Kauf dieses Recitals, denn von dieser doch sehr schönen Stimme werden wir sicher noch einiges zu Hören bekommen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Total überschätzt!, 17. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Opera Arias (Audio CD)
Die Plattenindustrie braucht Umsatz, und da kam die junge Russin Anna Netrebko gerade zum richtigen Zeitpunkt daher. Klar, sie sieht gut aus, und ihre Stimme kann sich hören lassen. Sie aber zu einer neuen Maria Callas hochzujubeln, halte ich für total überzogen, ganz abgesehen davon, daß hier wirklich "Äpfel mit Birnen" verglichen werden. Denn während Maria Callas eine dramatische Singschauspielerin von einzigartigem Zuschnitt war, verfügt Anna Netrebko über eine mehr lyrische und deutlich leichtere Stimme, die weder von der Farbe noch vom Timbre mit der zu Recht legendären Vorgängerin in irgendeiner Weise zu vergleichen ist.
Auf der vorliegenden bunt gemischten CD gibt Anna Netrebko einen umfassenden Einblick in ihr breites, für meine Begriffe viel zu breites Repertoire. Wirklich gelungen halte ich nur ein einziges Stück: Musettes Walzer aus Puccinis "La Bohème". Alles andere ist Mittelmaß, kein Vergleich zu so renommierten, künstlerisch ausgereiften Sängerinnen wie Tebaldi, Sutherland, Caballé, Scotto, de los Angeles etc., von Maria Callas ganz zu schweigen.
Netrebkos Stimme klingt in den Höhen deutlich forciert, das Legato stimmt über weite Strecken nicht, stimmschauspielerisch findet so gut wie nichts statt.
Wenn man dann noch im Fernsehen die Sängerin in einem bunten Gummiboot zu dem Soundtrack des Mondliedes aus Dvoraks "Rusalka", entnommen der vorliegenden CD, durch einen engen Wasserkanal gleiten sieht, was mit dem Inhalt des Werkes nicht das Geringste zu tun hat, fragt sich der verstörte Hörer, ob die Zukunft der Oper überhaupt noch zu retten ist. Mit solchen Mätzchen lockt man junge Leute bestimmt nicht an, und der ernsthafte Musikliebhaber wird eher abgeschreckt. Aber dafür kann man nicht allein und erst recht nicht zuerst Anna Netrebko verantwortlich machen. Wer das wunderbar stimmungsvolle Mondlied wirklich ungeschmälert genießen möchte, der greife zu den herrlichen Aufnahmen mit Zinka Milanov (RCA), Lucia Popp (RCA) oder der wunderschönen deutschen Version mit Elisabeth Lindermeier (EMI).
Fazit: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft eine riesige Lücke, die Anna Netrebko nicht füllen kann. Positiv könnte man sagen: Sie ist noch jung und lernfähig, aber es steht zu befürchten, daß sie, wie so manche andere hoffnungsvolle Nachwuchskünstlerin, vom internationalen Musikbetrieb ganz rasch gnadenlos verheizt wird. Das ist traurig, aber so sind nun einmal die Zeiten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


28 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht wirklich gelungen, 31. Juli 2003
Von 
vully "vully" (Neuhausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Opera Arias (Audio CD)
Mit diesem CD-Debut hat sich die hochgelobte Sängerin sicher keinen Gefallen getan, zu gemischt ist die Qualität.
Vorab: Wir hören einen unglaublich nuancenreichen Sopran, der vom hellen Soubrettenton (Manon, Teresa) über die gedeckt-träumerischen Lucia-Töne bis zu einer überraschend dunklen, warmen Farbe (Musetta, Rusalka) alles beherrschen - könnte! Dazu kommt eine an sich brillante Koloraturtechnik. Was also ist schiefgegangen? Vieles:
In den Mozart-Arien und bei Berlioz wechselt die Sängerin zu häufig und plötzlich, fast willkürlich Stimmfarbe und Ausdruck, wodurch Linie und Gesamteindruck leiden. Koloraturen und Triller werden teilweise verschliffen, sind teilweise nur zu ahnen. Dazu kommen immer wieder rhythmische Unsicherheiten.
Vor wirklich hohen Tönen (Donna Anna, Manon) scheint die Sängerin echte Panik zu haben: Sie werden meist unsicher attackiert, scheinen erst in den Hals zu rutschen, bevor sie dann wirklich sitzen, klingen auch dann unsicher und dünn.
Dazu kommen teilweise mehr als problematische Intonationsprobleme (besonders bei der Donna Anna) und ein teilweise etwas zu großes und deshalb störendes Vibrato (typisch russisches Problem).
Dabei ist einiges sogar ganz ausgezeichnet (deshalb auch drei Sterne): Ihre Lucia erinnert sehr an die Sutherland (bis hin zum etwas gurgelnden Timbre, das sich nur in dieser Arie findet - eine absichtliche Imitation?), ihre Manon klingt sehr idiomatisch, die Rusalka einfach und ungekünstelt, die Musette heiter-melancholisch.
Der künstlerische Offenbarungseid aber ist die Donna Anna-Arie, die klingt, als sänge Netrebko sie vom Blatt (dabei war diese Rolle letztes Jahr in Salzburg ihr Durchbruch)! Hier hört man alles: Unsauberkeiten, unsicher attackierte hohe Töne, verschliffene Koloraturen, rhythmische Unsicherheiten, falsche Stimmfarben (zu kühl, fast scharf) ... Heilige Elisabeth Grümmer, wo bist Du?
Mein Tip: Erst bei Manon anfangen, dann kann man die CD weitgehend wirklich genießen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


21 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein sehr vielversprechendes Debüt!, 17. Oktober 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Opera Arias (Audio CD)
Die junge Russin Anna Netrebko wurde in St. Petersburg von Valery Gergiev entdeckt und gefördert. Seitdem hat sie auf der Bühne viele Partien dargestellt und interpretiert. Es gelingt Anna Netrebko durch ihre Natürlichkeit und ihr ausdrucksstarkes Spiel zu überzeugen. Sie identifiziert sich sehr stark mit ihren Rollen, so dass der jeweilige Charakter scheinbar immer auch viel von ihr selbst erhält. Sie besticht durch ihren großartigen und dunkelgefärbten Sopran. Sie kann mit ihrer unverkennbar und ansprechenden timbrierten Stimme wunderbare Dinge machen, sie kann locken, liebkosen, schmeicheln und schwelgen. Ihre Intonation ist lupenrein, die Phrasierungen sind fließend und betörend. Die Höhen besitzen ungeheure Leichtigkeit, gepaart mit starken Gefühlsausbrüchen, so dass jede ihrer Interpretationen zu einem Erlebnis wird. Allerdings ist noch nicht alle Gold was glänzt: Viele Spitzentöne fallen ihr nicht wirklich leicht, in bewegteren Passagen verhakt sie sich immer wieder einmal. Aber daran kann und wird sie noch arbeiten und die noch vorhandenen Schwächen ausmerzen.
Mit ihrem Debüt-Recital präsentiert sie eine vielfältige Mischung von Arien, die von Mozart bis zu Puccini reichen. Bei den meisten Werken auf dieser CD vermag Netrebko durchaus zu überzeugen und gefallen. Allerdings treten bei der ein oder anderen Partie auch Schwächen auf. Ihre Manon kann aus gesangstechnischen Gründen nicht so kokett sein wie einst etwa die von Victoria de los Angeles, und weil diese Koketterie nicht überzeugt, fehlt auch die Dimension der ausgekochten Durchtriebenheit. Die Probleme treten deutlicher bei „Quand j'aurai votre age" von Berlioz auf, und auch mit „Regnava nel silenzio" aus Donizettis Lucia di Lammermoor kann der Hörer nicht zufrieden sein. Hier fehlt noch einiges zu den phantastischen Interpretationen dieser Rolle, wie etwa von Joan Sutherland und Maria Callas.
Die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Gianandrea Noseda unterstützen die junge Sopranistin fabelhaft und runden den guten Gesamteindruck ab.
Anna Netrebko besitzt das Potenzial eines ungeschliffenen Diamanten. Wenn dieses Potenzial richtig bearbeitet wird, besteht kaum ein Zweifel daran, dass dieser CD noch viele weitere Folgen werden und Netrebko zu einem neuen Stern am Opernhimmel aufsteigen wird.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Einladung...., 29. Juni 2005
Von 
Andreas Bukowski (Miesbach, Bayern Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Opera Arias (Audio CD)
Ungerecht und hart wird hier mit Anna Netrebko umgegangen, denn eine solide gesangliche Leistung ist ihr nicht abzusprechen, mögen auch gewisse stimmliche Feinheiten oder gefühlvoller Ausdruck nicht in Perfektion vorhanden sein. Der wahre Erfolg dieser Frau ist die Tatsache, dass sie eindrucksvolle Musik aus einem Nischendasein wieder zurück ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt, und damit vielen Leuten den Kontakt zu einer Welt eröffnet, die sie zuvor nur am Rande wahrgenommen haben. Wer sich daraufhin weiter begeistern lässt, dem hat sich mehr als eine Tür aufgetan, und er wird selbst die Schätze großer Musik entdecken wollen. Das dafür eine Symbiose des künstlerischen Könnens, dem guten Aussehen und einer gewinnenden Persönlichkeit mit einer auf Massenkonsum abzielenden Marketingstrategie notwendig ist, scheint leider notwendiges Übel zu sein.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


20 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Brav..., 17. Juli 2003
Von 
Thomas Storm (Kassel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Opera Arias (Audio CD)
Ich habe diese CD mit Spannung erwartet, nachdem Frau Netrebko allerorten so hoch gelobt worden ist. Vorweg: Sie hat eine schöne Stimme, die mit viel Wärme und schönen Koloraturen zu berücken weiß. Allein, es fehlt der Stimme an Eindringlichkeit und Profil. So gelingt es ihr zum Beispiel nicht, die Zerrissenheit einer Donna Anna darzustellen, oder die Lebenslust schäumen zu lassen in der "Juwelenarie". Sie singt vom Blatt - das reicht nicht, das hat noch nie gereicht, um zu begeistern. Das „Lied an den Mond" singt sie comme il faut und deswegen bekomme ich keine Gänsehaut, weil sie die hohen Töne eben nicht den Bruchteil einer Sekunde länger hält, den es braucht, um die zehrende Sehnsucht der Rusalka so zu vermitteln, dass es einem den Atem verschlägt und zu allem Überfluß trifft sie am Ende der Arie den hohen Ton nicht richtig.. An die Interpretation von Renée Fleming kann sie hier jedenfalls nicht auch nur tippen... Und so legt Anna Netrebko meiner Meinung nach eine Debut-CD vor, die den oft zitierten Zauber ihrer Stimme nicht unbedingt erkennen läßt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


36 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Debut, 26. November 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Opera Arias (Audio CD)
Die negativen Kritiken an Anna Netrebkos Debut Album kann ich nicht nachvollziehen. Immer wenn etwas besonders erfolgreich ist - und das in diesem Fall zurecht - scheinen die Neider und Missgünstigen aus ihren Frust-gefüllten Löchern zu kriechen. Dieselben preisen oft Sängerinnen, die durchaus große Zeiten gehabt haben, deren Zenit aber schon längst überschritten ist. Frau Netrebko ist noch jung und deshalb sollte ihr die Möglichkeit der Weiterentwicklung zugestanden werden. Frau Netrebko ist zudem kein "Produkt vom Reissbrett", sondern schon seit 1995 auf den internationalen Bühnen sehr erfolgreich.
Ich würde mir mehr Netrebkos wünschen, die mit ihrer unkonventionellen Art und Frische es vermögen, ein neues Publikum für die Oper zu interessieren. Zugegeben: die hundertste Callas-Compilation vermag das kurzfristig zwar auch, jedoch zeigen solche Versuche weder einen Weg aus der sog. Klassikkrise, noch haben sie nachhaltigen Effekt - denn an die gegenwärtige Realität kann das nicht anschließen. Ganz davon abgesehen, dass sich auch Geschmack und Moden beim Gesang ändern - eine Tatsache, die man respektieren sollte - bleibt so ein Versuch das was es ist: leblos.
Anna Netrebko ist keine Künstlerin, die dem geläufigen Opernsängerinnen-Stereotyp gerecht wird und daher nur dem gut informierten Klassikliebhaber auffällt. Und das ist auch gut so!
Außerdem: Was für einen Sinn würde es schon machen, wenn alle anderen Sängerinnen versuchen würden, wie Callas, Bartoli oder Fleming zu singen? Dann würde es vonseiten der Kritiker sicherlich heißen: "zuwenig eigenes Profil".
Netrebkos starker, durchaus eigenwilliger Charakter ist auf der CD gut zu hören. Wenn es einigen nicht gefällt - so what? Starke Interpretinnen verfügen alle über Eigenheiten, die man mag oder nicht; und nur diese Eigenheiten machen sie zu dem, was sie sind: große Sängerinnen, die unvergesslich bleiben.
Mit dieser CD und ihren hinreißenden Bühnendarbietungen hat Anna Netrebko jedoch das Ticket in diese Liga bereits längst gelöst.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


29 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die schönste Stimme, 9. Februar 2004
Von 
Joerg Dittmann "joedittmann" (Sylt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Opera Arias (Audio CD)
Wer diese Stimme einmal gehört hat, der wird sie nicht wieder vergessen.
Ob die Vergleiche mit Maria Callas so angemessen sind, kann ich nicht beurteilen. Anna Netrebko hat den Vorteil, dass sie eine CD vorlegen kann, die aufnahmetechnisch so billiant ist, dass ihre Stimme der Realität, wie man sie von der Bühne kennt, sehr nahe kommt. Derartige Aufnahmen gibt es von Maria Callas natürlich nicht.
Wenn diese junge Frau Mozartarien singt, dann ist das einzigartig. Ihre ganze Stärke, ihre Aufrichtigkeit und Natürlichkeit kommt aber erst bei der letzten Einspielung, nämlich der Arie aus La Bohème (Musetta's Waltz) zum Ausdruck. Man sieht diese Frau dann praktisch vor sich. Im Gegensatz zu anderen Sopranistinnen übertreibt sie das dieser Arie eigene Pathos aber nicht.
Sie singt zart und kräftig zugleich. Ihre Stimme ist voll und dennoch irgendwie zerbrechlich, eher italienisch als russisch.
Liederabende mag sie angeblich nicht, und wenn sie in den großen Opernhäusern auftritt, wie kürzlich in München, dann erweist sich der Kauf von Karten als schwieriger als bei den Bayreuther Festspielen. Aber zum Glück gibt es diese CD. Es werden sicher weitere folgen. Und Anna wird nicht enttäuschen, und sobald die Massenhysterie vorbei ist, wird man sie vielleicht auch einmal auf der Bühne sehen dürfen, auch wenn man nicht zur Prominenz von München, New York oder San Francisco gehört.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


46 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Anna Netrebko - Opera Arias, 27. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Opera Arias (Audio CD)
Mit einiger Spannung habe ich dieser Aufnahme gelauscht - und war ziemlich enttäuscht. Mir scheint, daß die Suche der Plattenfirmen nach Stars zur Einspielung dieser CD geführt hat und wenig anderes. Zugegeben, die Netrebko hat eine schöne Stimme, aber leider mangelt es an der Technik. Legati werden nicht durchgehalten, die Stimme wird forciert, der Stimmsitz verändert sich... kurz, Mängel, die auf die Dauer ärgern, wenn man etwas von Singen versteht. Abgesehen davon sind die Interpretationen der Arien belanglos. Es mag sein, daß eine ansprechende Bühnenpräsenz und Äußeres live über diese Defizite hinwegtäuschen können - aber die CD ist eben ohne diese Ablenkungen und insofern gnadenlos. Frau Netrebko sollte noch an sich arbeiten, bevor sie ihre nächste CD vorlegt. Es wäre zu hoffen, daß sie selbst und ihre PR eine weitere Entwicklung zulassen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Opera Arias
Opera Arias von Anna Netrebko (Audio CD - 2003)
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen