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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Seele der modernen Zeit!
Das siebte Studio-Album von Blur!
Für mich persönlich ist dieses Blur-Album der Spiegel der modernen Großstadtseele. Wenn man einmal einen Blick in das Cd-Booklet wirft, wo in riesigen, dicken, roten Druckbuchstaben der Satz "I ain`t got nothing to be scared of" steht, wird man auf einmal ganz traurig. In einem Satz wird hier praktisch der ganze Geist...
Veröffentlicht am 17. September 2003 von Tobias Groteloh

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Blurillaz
Mit der neuen Blur ist das wie mit einem alten Freund, den ich nach langer Zeit wieder sehe. Das erste, was mir in den Sinn kommt, ist: Mann, hat der sich aber verändert! Überhaupt scheint nichts wie früher. Konversation findet nur auf oberflächlichem Level statt, mit seiner neuen Art werde ich nur langsam warm. Der direkte Draht zu ihm ist zertrennt...
Veröffentlicht am 8. September 2003 von Josh.B


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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Seele der modernen Zeit!, 17. September 2003
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Think Tank (Audio CD)
Das siebte Studio-Album von Blur!
Für mich persönlich ist dieses Blur-Album der Spiegel der modernen Großstadtseele. Wenn man einmal einen Blick in das Cd-Booklet wirft, wo in riesigen, dicken, roten Druckbuchstaben der Satz "I ain`t got nothing to be scared of" steht, wird man auf einmal ganz traurig. In einem Satz wird hier praktisch der ganze Geist der heutigen Zeit offenbart: Gleichgültigkeit, Angst und Ohnmacht gegenüber dem ganzen System!
Die Songs auf diesem im Mai 2003 erschienenen Album sind so abwechslungsreich wie nie zuvor auf irgendeiner ihrer bisherigen Cd`s. Und welcher Mensch heutzutage legt sich schon gerne auf irgendetwas fest und besitzt dann auch noch soviel Stärke, dazu zu stehen?
Der Gitarrist Graham Coxon hat die Band verlassen und arbeitet an seiner Solokarriere. Irgendetwas fehlt, vor allem für die älteren Blur-Fans. Die vier Kunstgeschichte-Studenten von der Insel sind nicht mehr die alten, nicht mehr die, die sie früher einmal waren, auch wenn sie sich musikalisch weiterentwickelt haben, und es wieder einmal geschafft haben, die Kunst zur Musik zu machen.
Mit dem Gedanken bei dem elften September 2001 und dem Verlust der Menschlichkeit, tut es manchmal ein bißchen weh zu atmen, und das merkt man der Musik an, wenn ein Songtext nur aus dieser einen Zeile besteht, in der es heißt: "Flugzeuge sind wie Kometen beim Sonnenuntergang", der dann fast endlos mit absichtlich monotoner Stimme wiederholt wird. Die Angst der westlichen Welt wird schonungslos offengelegt. Wenn ich das zehnte Lied, den "Sweet Song", höre, muß ich immer anfangen zu weinen: "Unser ganzes Leben wird im Fernsehen gezeigt. Stell` den Fernseher aus und versuche zu schlafen.........Menschen werden so einsam!"
Ich möchte mich bei Blur bedanken, dafür, daß sie nach allem was passiert ist, immer noch an die Liebe glauben, und versuchen, die Seele der modernen Zeit mit ihrer einzigartigen Musik zu heilen!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konventionen gehen so leicht wie Gitarristen, 8. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Think Tank (Audio CD)
Eine ganze Weile musste man warten, um endlich mal wieder etwas von den arroganten Schnöseln, um Sänger Damon Albarn zu hören. Und was soll man sagen: auch ohne Gitarristen machen Blur alles richtig. Denn anstatt irgendeinen Ersatzschrammler von der Straße zu holen, wird Dreisterweise einfach aus der Not eine Tugend gemacht.

Nun denn. Erstmal alle gängigen Konventionen über Bord werfen, um im alten Kahn endlich wieder genug Platz für Experimente zu haben. Schon der Opener mit seinem eigenwilligen, elektronischen Beat und den verstörenden Sample-Spielereien zeigt, dass Blur schon längst nichts mehr im Sammeltopf BritPop verloren haben. Die minimalistische, akustisch arrangierte Single "Out Of Time", zerstreut auch schnell Befürchtungen, Blur könnten verlernt haben schöne Songs zu schreiben. "Crazy Beat" zeigt dagegen mit schmissigem Riff und einer Extraportion Drive, etwas plakativ, dass man jederzeit imstande ist einen weiteren Tanzflächenkracher á la "Song 2" aus dem Ärmel zu schütten. Auffällig: Bis auf besagte Nummer ist hier für die formatorientierte Singlelandschaft eigentlich kaum etwas Brauchbares dabei. Allein die erste Auskopplung erfordert eher ein langsames Herantasten, als dass sich irgendeine poppige Melodie festsetzt. Ähnlich kommt auch das restliche Album daher. Mal mit schrägem Synthie-Groove ("On The Way To The Club"), kruder Schrummelgitarre ("We've Got A File On You") oder einfach komplett zertrümmerter Songstruktur ("Jets"). Aussetzer gibt es keine. Jeder Song ist vollkommen eigen, teils konträr zu seinen Artgenossen, und definitiv nicht mehr aus dem Gesamtkonzept herauszulösen.

Wenn Blur mit diesem Album einen Befreiungsschlag und eine klare Abgrenzung zu ihren britischen Kollegen vollziehen wollten, ist ihnen das definitiv gelungen. Alte Fans sollten jedoch lieber noch mal reinhören - genau wie alle bisherigen Skeptiker.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der besten BLUR Alben, 18. Mai 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Think Tank (Audio CD)
Dieses Album ist meiner Meinung nach eines der besten, das BLUR je gemacht hat. Es ist ziemlich ruhig, nur 2 schnellere Stücke darunter ("We've got a file on you","Crazy Beat", gehen dafür beide ab wie die Post), ansonsten z.T. sehr melancholische Musik ("Battery in your leg", "Sweet Song", "Caravan",...) mit reichlich Weltschmerz, was ihrer Schönheit keinen Abbruch tut.
Düsterstes Stück, schon geradezu apopkalyptisch und wie aus einem tiefen Absinth-rausch heraus geboren: "Me, white noise".
Aber auch heiteres gibts zu vermelden: "Moroccan peoples revolutionary bowls club", "Good Song", "Gene by gene".
Meine favourites: "On the way to the club"(coole beats), "Battery in your leg" (völlig herzergreifend), "Crazy beat" (rockt wie Hölle), und natürlich "Out of time".
Leicht abfallend in meinen Augen:"Jets". Aber alles in allem muss man sagen: Überaus gelungen, viiiiel besser als "13". 2/3 von "13"
konnte ich mir nicht geben, das andere Drittel war sehr cool. "Think tank" kann man grade so durchhören und es wird nie zu stressig. Kaufen kaufen kaufen.
Aber beim ersten Mal anhören nicht verzweifeln - das ist keine Kost, die gleich reinläuft wie Öl. Ich dachte anfangs: hm naja.
Doch je öfter ich es gehört habe und mich drauf eingelassen habe, desto mehr erkannte ich die Schönheit und Ausgereiftheit dieses Albums, bis ich süchtig danach wurde. So etwas zustande zu bringen schaffen nicht viele Bands. Blur hats wieder mal geschafft.
Gebt dem Album Zeit und ich verspreche Euch: ihr werdet es nicht bereuen. Kaum MTV Kost, aber: große Musik!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr gutes Album, 27. Juni 2003
Von 
Rezension bezieht sich auf: Think Tank (Audio CD)
Vorbei die leidigen Auseinandersetzungen, wer nun die beste Brit-Pop-Band ist. Oasis haben sich mit ihrem Proll/Rockleben abgefunden und kopieren sich weitestgehend selbst. Doch Blur entwickeln sich weiter und sind mit jedem neuen Album für mindestens eine positive Überraschung gut. So auch hier. Offensichtlich beeinflusst von den solistischen Ausflügen von Sänger und Kopf der Band Damon Albarn (Gorillaz bzw. nach Mali) lassen sie das Rockertum meist links liegen - womit auch der Abgang von Gitarrist Graham Coxon keine Lücke hinterläßt. Zwar hört man noch exzessive Gitarren wie in dem kurzen/kranken Orient-Rocker "We've Got A File On You" oder glasklare harmonische Gitarrenlinien wie bei "Good Song", doch ansonsten dominieren meist elektronische Einflüsse.
Bestes Beispiel dafür ist das reduzierte "Out Of Time" mit seinem wunderbaren Gesang, einem soliden Bass sowie einer dezenten akustischen Gitarre. Ein wenig mehr in die Beine mit einem fetten Beat geht "Brothers And Sisters", bei dem man den Einfluss von Norman Cook alias Fatboy Slim als einer der Produzenten dieses Albums bemerkt. Dub-Anleihen veredeln wiederum "On The Way To The Club" und Albarns Erlebnisse mit afrikanischer Musik werden in "Moroccan Peoples Revolutionary Bowls Club" wüst verarbeitet. Mit diesem Album sind Blur zweifelsfrei wieder die Speerspitze britischer Rockmusik, wobei ich mich mit dieser Einordnung unter dieses Genre etwas schwer tue. Anders gesagt: ein sehr gutes, aber nicht einfaches Album, das mit jedem Hören wächst.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anders, aber gut., 8. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Think Tank (Audio CD)
Als eigentlicher Blur-Fan war ich natürlich erst skeptisch, ob das neue Album ohne Graham Coxon auch wieder den perfekten Blur-Stil erreichen würde. Und das tut es irgendwie nicht ganz, was aber auch nicht schlimm ist. Irgendwie ist es bei blur meiner Meinung nach immer ähnlich: Es gibt einige absolute spitzen Lieder und dann noch so zum Ausruhen einige andere, aber jetzt etwas andere Lieder, die man nur so nebenbeilaufen lässt. -Das gefällt mir. Das neue Album ist jedenfalls abwechslungsreich genug, obwohl es mir schon fast zu experimentell und teilweise ungroovy, also nicht ganz so fetzig ist. Trotzdem gefallen irgendwie besonders die ruhigen schönen Lieder wie "Caravan" oder "Out of Time". Tja, ein gutes Album, aber für mich persönlich trotzdem nicht 100% blur.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Blur-Universum wächst auch ohne Graham weiter an!, 10. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Think Tank-Limited Edition (Audio CD)
Hier ist es also, das erste Werk von Blur seit 4 Jahren. Die Erwartungen vor dem Release waren natürlich sehr hoch, aber auch von viel Zweifel geprägt, ob Blur auch ohne ihren Gitaristen Graham Coxon ihr hohes musikalisches Niveau halten konnten...Sie konnten es, aber dazu gleich mehr.
Die Limited Edition von Think tank ähnelt äußerlich der Amnesiac von Radiohead, es gibt ein Hardcover-Booklet mit den Song-Lyrics und handgeschriebenen Notizen von Damon.
Das Album selber zeigt dann, dass Blur nicht von alledem verloren haben, was sie zu einer der einflussreichsten Bands der Neunziger gemacht hat. Eine nach wie vor unglaubliche Kreativität und Innovativität geht von dieser Band aus. Die Musik selber besteht einerseits aus den bereits von den Gorillaz bekannten Zutaten; eine Mischung aus Dub, Reggae, Funk und Blues verbinden sich mit afrikanischen Elementen aus Damons Mali Music, einem marrokanischen Touch, viel Elektronik und Damons sichtlich gereifte und ernstere Texte. Daraus entsteht moderne und anspuchsvolle Popmusik, wie es sie in diesem neuen Jahrtausend nur noch selten gibt. Hingegen vieler Erwartungen ist es kein Dance-Album im eigentlichen Sinne, wenn auch Stücke wie Brothers & Sisters oder Morrocan Peoples Revolutionary Bowls Club durchaus in einer Disko laufen könnten, in einer marrokanischen wohlgemerkt:)
Das Album beginnt mit dem wohl besten Blur Opener aller Zeiten Ambulance einer Mischung aus Blues, FUnk, Dub und Elektronik, es folgen die beiden Singles Out Of Time und Crazy Beat. Dann kommen zwei Songs, wo man die afrikansichen Einflüße wohl am meisten spürt. Brothers und Sister ist am meisten mit den Gorillaz zu vergleiche, eine Blues-Gitarre und die tyische verzerrte 2-D Stimme. Es folgen das entspannte Caravan, das 1-minütige rockige We've Got A File on You, das elektronische Stück Morrocan People... und der Sweet Song, der noch teilweise an 13 erinnert. Jets enntäuscht ob des Saxophon-Solos von Mike Smith am Ende. Gene By Gene (möglicherweise die dritte Single) ist mal ein Gute-Laune Song im Gegensatz zu insgesamt melancholischen Gesamtstimmung des Albums. Der Schluss bildet der einzige Song, der noch mit Graham Coxon ausgenommen wurde.
Dieses, an drei verschiedenen Orten aufgenommene Album (London, Marrakesch, Devon) bringt Blur musikalisch wieder ein gutes Stück voran, und während man es hört, vermißt man auch Graham nicht. Wodurch sich die Frage, ob Blur durch den Verlust von Garahm ihre Inspiration verloren haben, gar nicht stellt. Damon schreibt die Songs und gibt die Richtung vor, das war immer so und wird immer so bleiben. Und vielleicht war die Trennung auch notwendig, um die nächste Stufe musikalischer Genialität zu erreichen.
Das Album kann man laut Dave Rowntree mit Parkife vergleichen, und das ist auch gar nicht so unangebracht. Textlich wieder klar gegliedert und zugänglicher als 13, ist Think Tank eine Art erwachsenes Parklife voller schöner Melodien.
Das Blur-Universum hat sich wieder um einige Lichtjahre ausgedehnt.
PS: Auf der Limited Edition sind zusätzlich 4 Live-Videos als CD-Rom Tracks für den PC enthalten (Ambulance, Out Of Time, Crazy Beat und Good Song).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen etwas völlig anderes? nicht wirklich, 2. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Think Tank (Audio CD)
Als ich die Scheibe zum ersten Mal durchhörte war ich regelrecht geschockt, ich befand die CD nur als allerhöchstens mittelmäßig und konnte Blur auch wirklich nur wegen Damon Albarns Stimme wiedererkennen. Zunächst blieben mir nur Crazy beat und we've got a file on you im Kopf, weil diese vielleicht am typischsten für Blur sind, in Anbetracht ihrer früheren Werke. Nimmt man sich allerdings jedes einzelne Stück vor und hört es ein paar Mal gibt es kein zurück. Wer Spass am Experimentellen hat kann sich freuen, Think Tank ist einfach total abwechslungsreich und wird einfach nicht langweilig :)
Bei immer öfterem Hören wurde mir auch klar, dass der Sound gar nicht so bluruntypisch ist wie ich zu Anfang dachte. Überall gibt es Gitarren und Beats die sich eindeutig nach Blur anhören. Wirklich cool finde ich Gene by gene und wunderschön out of time... Diese CD ist voller Perlen, sie müssen nur erstmal als solche anerkannt werden.
Hier werden viele Geschmäcker bedient, es sollte also für jeden etwas dabei sein :)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Teufel, ist die gut, 19. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Think Tank (Audio CD)
Was war nach " 13 " und der Scheibe der " Gorillaz " denn nun zu erwarten, von der mittlerweile zu einem Trio geschrumpften Truppe ?? Eine Mischung aus beiden? Nicht ganz, aber fast! Auf jeden Fall Spannung bis zum letzten Akkord, feine Melodien, eher seicht, mit lässigem Beat und manchmal ein wenig schräg, doch nie so, dass man es nicht ertragen könnte.
Der Opener weißt einem gleich in die Richtung, die auf der Scheibe eingeschlagen wird. Die Stimme von Damon ist oftmals traurig schön und passt sich der Musik wohlig an, ohne langweilig zu werden.
Mit Brit Pop hat das alles rein gar nichts mehr zu tun, wer das erwartet hatte, wird bitterlich enttäuscht. Wer aber die Entwicklung der Band aufmerksam verfolgt hat, kommt bei diesem Album ganz auf seine Kosten. Es ist müßig auf die einzelnen Tracks einzugehen, das sollte jeder für sich entscheiden. Das Gesamtkonzept des Albums ist stimmig und überraschend zu gleich.
Ich kann es nur jedem, der nicht nach einem " Sommeralbum " sucht, wärmstens ans Herz legen...
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34 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen BLUR GAAAANZ GROSS!!, 20. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Think Tank (Audio CD)
Blur sind ein Phänomen. Aus der naiven Brit-Pop-Band, die mit Tralala-Songs a la "She's so high" sich einen Namen machten, sind unglaublich kreative, experimentierfreudige Musiker geworden. Nach dem Rausschmiss von Gittarist Graham Coxon waren die Erwartungen meinerseits an das Album nicht so hoch. "13" zu übertreffen ist nicht möglich, ohne Coxon erstrecht! DENKSTE!!! "Think Tank" hat emotionale Tiefe, kreative Höhepunkte und total abgedrehte Passagen, die sich im Gesamtwerk perfekt ergänzen. Jeder Song weist Feinheiten und versteckte Experimente auf, das es eine wahre Freude ist, den Jungs zuzuhören. Klar, man merkt den Einfluß der Gorillaz, "Think Tank" ist somit noch eine Spur elektronischer als "13". Zuviel Elektronik? Nein, denn Blur schaffen es -ähnlich wie bei Massive Attack- mit ihren Experimenten eine organische Wärme zu erzeugen, die das Vorurteil, Elektronik raube Emotionalität, völlig entkräftet.
Soviel zum Allgemeinen, nun sitze ich hier also und höre grade das Album im 5. Durchlauf. Es ist jetzt schon für mich das Album des Jahres (falls Radiohead im Sommer nicht noch einen draufsetzt) und schwache Songs sind definitiv nicht zu finden (Ich hab's versucht). Der Opener "Ambulance" zeigt in 5 1/2 Minuten nahezu alle Facetten von "Think Tank", "Out of Time", die erste Single, ist sozusagen eine Blur-Ballade der alten Schule mit unglaublichen Akustikgitarren gegen Ende.
Auf der Suche nach einem "Song2-Nachfolger"?? Auf "Think Tank" ist er: "Crazy Beat" ist wie der Name schon sagt: CRAZY.
Jeden Song zu beschreiben ist nicht nötig, jeder überzeugt durch eigene Dynamik. Herauszuheben sind in jedem Falle "Moroccan people Revolutionary Bowls Club", "Jets", "Good Song" und "Caravan".
AllesinAllem: Blur sind wieder da, so wie nie zuvor! "Think Tank" überzeugt durch Abwechslungsreichtum, Experimentierfreude, Kreativität und Tiefe. Ein Album, das in der modernen Pop-Musik neue Maßstäbe setzt....
Ach ja, bei Blur ist eine musikalische Entwicklung nach vorne nicht zu übersehen, stimmt's, OASIS???
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen well done - blur, 13. Mai 2003
Von 
Rezension bezieht sich auf: Think Tank (Audio CD)
12 Jahre Blur, das nunmehr siebte Album, Gitarrist Graham Coxon hat die Band verlassen. Man könnte meinen, eine verjährte Band pfeift aus dem letzten Loch, und baut sich schnell noch das Finale-Renten-Rettungsalbum. Hinzu kommt, dass der Albumvorgänger "13" vielerorts als unerreichbar wahrgenommen wird.

Doch das alles erweist sich im Fall von Blur nicht als belastende Hypothek, sondern als Motor & Reifezeugnis. Die Jungs hatten es bereits geschafft ihren Weg aus dem Brit-Pop zu finden, mit "Think Tank" gehen sie ihn weiter- IHREN eigenen Weg. So wie die Single "Out of time" atmosphärisch an Songs wie "Beetlebum" erinnern mag, finden sich noch andere Verwandschaften wie zum Beispiel zwischen "Song 2" von 1997 und dem aktuellen "Crazy Beat".

Blur klingen nach sich selbst, auch wenn sie sich musikalisch weiterentwickelt haben. Keyboards, Loops, breaks, beats und bass ersetzen vielerorts die Gitarre. Kein Wandel ohne Rückendeckung. Bei einigen Tracks bekamen die drei Engländer tatkräftige Unterstützung von Meistern der Dance-Gilde, mit Namen: Fatboy Slim und William Orbit.
Trotzdem war es ein Herzenswunsch der Band: einer der letzten gemeinsamen Songs mit Ex-Gitarrist Graham Coxon musste mit auf das Album. "Battery in your leg" ist wie ein Nachruf auf die alten Zeiten, in ihm klingen aber auch schon die neuen Blur an.

Für beinharte Fans mit Sicherheit ungewöhnliche Klänge, doch 50 Minuten Musik die sich einem erst nach mehrmaligen hören erschliessen. Die Ihr aber lieben lernen könnt ! Beim ersten Hören wirken die 13 Tracks noch wie ein Sammelsurium - aber (!), Von dubig-balladesk über elektro-punkig, bis zum Gastauftritt eines afrikanischen Orchesters. Das Puzzle setzt nach ein zwei Durchläufen zusammen und passt. Wir halten den Daumen hoch und warten auf Album acht.

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Think Tank
Think Tank von Blur (Audio CD - 2003)
EUR 14,99
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