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5.0 von 5 Sternen Absoluter Kauftipp: James Cameron hat exzellente Arbeit geleistet.
Die Bismarck - Geheimnisvolle Expedition zur deutschen Titanic wurde perfekt umgesetzt.James Cameron - ein Name mit dem sich Erinnerungen an spannende Kinoabende in "Terminator", "Alien", oder "Titanic" verbinden, hat sich nach dem eher theatralischen "Titanic"-Epos (mit Kate Winslet und Leonardo di Caprio) auf die Suche nach der Realität gemacht und versucht in "Die...
Veröffentlicht am 30. Juli 2006 von Edgar W.

versus
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Selbstdarsteller Cameron
Interessant, dass einer der anderen Rezensenten Cameron dahingehend lobt, dass dieser sich von dem angeblichen Selbstdarsteller Robert Ballard abhebt. Wie unterschiedlich doch solche Sachen wahrgenommen werden! Mein Eindruck war genau anders herum. Ballard ist ein renommierter Meeresgeologe, der unter anderem in den 60er- und 70er-Jahren an den Beweisen für die...
Veröffentlicht am 18. Mai 2009 von Jaolscha (Hessen, Germany)


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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absoluter Kauftipp: James Cameron hat exzellente Arbeit geleistet., 30. Juli 2006
Die Bismarck - Geheimnisvolle Expedition zur deutschen Titanic wurde perfekt umgesetzt.James Cameron - ein Name mit dem sich Erinnerungen an spannende Kinoabende in "Terminator", "Alien", oder "Titanic" verbinden, hat sich nach dem eher theatralischen "Titanic"-Epos (mit Kate Winslet und Leonardo di Caprio) auf die Suche nach der Realität gemacht und versucht in "Die Bismarck - Geheimnisvolle Expedition zur deutschen Titanic" Hollywood-Bombast und Dokumentation auf eine Linie zu bringen. Erzählt wird die Geschichte des deutschen Schlachtschiffes "Bismarck" vom Stapellauf bis zu dessen tragischen Untergang. Mit einem Mischung aus historischem Filmmaterial, Computeranimation und beeindruckenden Unterwasseraufnahmen, läßt Cameron den Betrachter am Geschick der "Bismarck" teilhaben und vermittelt eine differenzierte Sicht auf das Schiff und seine Geschichte. Nach dem Studium alter Konstruktionszeichnungen und Pläne bewegt Cameron unter anderem die Frage: Warum konnte die "Bismarck" überhaupt sinken ? Um eine Antwort auf diese und andere Fragen zu erhalten, charterte Cameron das russische Forschungsschiff "Keldish". An Bord befand sich eine, höchst kompetente Mannschaft, die aus Wissenschaftlern, Technikern, und Überlebenden des Untergangs der "Bismarck" bestand, welche Vergangenheit und Gegenwart sowie die Erkenntnisse der Expedition für den Betrachter in einen nachvollziehbaren Zusammenhang setzen. Cameron selbst, tauchte mit zwei russischen Mini-U-Booten aus der "Mir"-Serie zum Wrack und entdeckte 60 Jahre nach dem tragischen Untergang der deutschen "Bismarck" Erstaunliches.

Eine wirklich wunderbar gemachte und fesselnde Dokumentation in der man wirklich viel Neues erfährt wenn man sich für Bismarck interressiert. Erst wenn man manche Passagen der Doku sieht kann man sich wirklich vorstellen wie sich die Soldaten damals gefühlt haben müssen. Außerdem werden viele Details erklärt, die man so gar nicht wüsste. Definitiv ein echtes Meisterwerk.

James Cameron hat hier durchaus sehr exzellente Arbeit geleistet.
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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weitere Dokumentationen zum Wrack sind nun nicht mehr nötig, 28. April 2003
Von Ein Kunde
Im Gegensatz zu Robert Ballard geht es Cameron nicht so sehr um Selbstdarstellung, sondern tatsächlich um das Wrack der Bismarck. Dabei kann er, wie von ihm gewohnt, mit spektakulären Bildern dienen. Dass der Film für ein amerikanisches Publikum gemacht wurde (wo stand Hitler auf dem Achterdeck, aus welcher Tür kam er heraus? ach wie gruselig!), kann man verschmerzen.
Wie in den meisten anderen Marinedokumentationen werden auch hier wahllos Filmschnipsel von irgendwelchen anderen Schiffen eingespielt: Hauptsache es sieht nach Kriegsschiff aus und feuert aus allen Rohren. Man merkt natürlich immer, dass dies kein Film von Marinehistorikern ist, da auch hier diverse kleine Fehler vorkommen bzw. in Kauf genommen werden. Auch und gerade die deutsche Tonspur hat hier ihre Probleme.
Trotzdem ist diese Dokumentation besser als alles andere, was ich bis jetzt zu diesem Thema gesehen habe. Sie ist ein akzeptabler Kompromiss für die meisten Zuschauer, was das Vorwissen betrifft, und eine gelungene Mischung aus Hintergrundinformation und forensischer Analyse, verknüpft durch die zeitlichen Abläufe von 1941 und die Erlebnisse der überlebenden Besatzungsmitglieder. Das Ganze wird zusätzlich durch Computeranimationen und Spielszenen veranschaulicht.
Die Beschreibung der Expedition ist im Gegensatz zu Ballards Dokumentation niemals Selbstzweck, sondern erklärt, wenn etwas erklärt werden muss und transportiert so zusätzliche Information. Es ist offensichtlich, dass Cameron sein Handwerk versteht. Dies äußert sich vor allen Dingen darin, dass man trotz der großartigen Aufnahmen am Ende doch mit einem beklommenen Gefühl zurückbleibt.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Selbstdarsteller Cameron, 18. Mai 2009
Interessant, dass einer der anderen Rezensenten Cameron dahingehend lobt, dass dieser sich von dem angeblichen Selbstdarsteller Robert Ballard abhebt. Wie unterschiedlich doch solche Sachen wahrgenommen werden! Mein Eindruck war genau anders herum. Ballard ist ein renommierter Meeresgeologe, der unter anderem in den 60er- und 70er-Jahren an den Beweisen für die Theorie der Plattentektonik mitgearbeitet hat und bereits in dieser Zeit erstmals mit wissenschaftlichen Tauchbooten in die Tiefen der Ozeane vordrang. Er war später dann meines Wissens nach der Erste, der die hierbei entwickelten Arbeitsmethoden für die Suche nach verschollenen und sehr tief liegenden Schiffswracks benutzte (in flacheren Gewässern wurde natürlich schon vorher nach Wracks getaucht). So entdeckte Ballard 1985 die Titanic und 1999 die Bismarck. Cameron gebärdet sich Jahre später in dieser Doku, als wäre er es, der auf der Suche nach der Bismarck ist. Dem unbedarften Zuschauer wird vermittelt, dass Cameron ein Experte auf diesem Gebiet ist, der als Expeditionsleiter die Fäden sowohl auf dem Suchschiff als auch während der Tauchfahrten fest in der Hand hält. Nichts ist falscher! Cameron ist lediglich Filmregisseur und Hobbytaucher. Seine "Erfahrungen" beschränken sich auf die Dreharbeiten zu "Abyss" und "Titanic" - und das waren Hollywood-Filme, die in Wasserbassins gedreht wurden. Während des "Titanic"-Drehs durfte Cameron dann als KUNDE einer kommerziellen russischen Firma zum Titanic-Wrack MITtauchen! Dieselbe russische Firma hat Cameron auch für diese Doku engagiert. Samt der ganzen Ausrüstung sowie den dazugehörigen Fachleuten für Sonar, Tauchboote und Unterwasserroboter - und auch inklusive einem verantwortlichen Expeditionsleiter! Cameron selbst ist alles andere als der Expeditionsleiter, als der er sich ständig vor der Kamera darstellt. Er hat genaugenommen als zahlender Kunde überhaupt keine Verantwortung für die Such- und Taucheinsätze. Das stört mich: Dieses Pionier- und Expertengetue eines schlichten Abenteuertouristen. Denn nichts anderes ist Cameron. Die russische Firma bietet Abenteuertourismus für Gutbetuchte zu längst entdeckten Tiefsee-Wracks an. Der unbestrittene Tiefseepionier und Fachmann Robert Ballard wirkt dagegen in seinen Dokus zurückhaltend. Obwohl natürlich auch er die Publicity suchen musste, um seine Unternehmungen überhaupt finanzieren zu können.
Die Wrack-Aufnahmen aus der Tiefsee in dieser Doku sind beeindruckend, ebenso wie die auftretenden Zeitzeugen (Bismarck-Überlebende). Deshalb, trotz Camerons nerviger One-Man-Hollywood-Show, drei Sterne.

Nachtrag vom 10.03.2012: Cameron plant derzeit, mit einem Mini-U-Boot auf den Grund des Marianengrabens (mit minus 11 Kilometern der tiefste Punkt der Welt) zu tauchen. Die einzigen Menschen, die bislang dort hinunter tauchten, waren der Schweizer Jaques Piccard und der Amerikaner Don Walsh im Jahre 1960. Cameron will das Stück nun im Alleingang nochmal aufführen. Der Multimillionär hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr Expertenwissen angeeignet (eingekauft) und sich auf einem von ihm mit finanzierten Tauchboot schulen lassen. Wenn Cameron sein Vorhaben wirklich in die Tat umsetzt, hat er meinen ganzen Respekt (den hat er übrigens schon als Filmemacher). Das ändert aber nichts an meinen oben stehenden Bemerkungen. Zum damaligen Zeitpunkt (die Doku ist von 2002, die ursprüngliche Rezension von 2009) war Cameron in erster Linie ein "Abenteuertourist", also ein Kunde kommerzieller Tauchunternehmen, und kein Expeditionsleiter bzw. eigenständiger Tiefseeforscher.

Nachtrag vom 31.03.2012: Glückwunsch, Mr.Cameron. Meinen Respekt!
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr interesante dokumentation, 27. Juli 2003
Von Ein Kunde
Eine sehr gute und emotionsreiche Dokumentation
über das schlachtschiff bismarck.
mit sehr interesanten berichten vom bau des schlachtschiffes bis zum tragischen untergang.
wirklich sehr schöne unter wasser aufnahmen,
wo mann zum ersten mal die gewaltigen schäden des schiffes
sehen kann.
eine wirklich sehr spannende doku
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20 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Empfehle Berichte von Mike Mc Dowell und Robert Ballard, 17. September 2005
Von Ein Kunde
Tolle Unterwasserbilder!!!!!, historisch ist der Bericht ungenau.
Die nachgespielten Szenen mit Lütjens sind eine grottenschlechte Karikatur. Der Kommentar aus dem Off wirkt teilweise tendenziös und aufgesetzt, ungefähr so: "Eine Kampfmaschine mit dem einzigen Zweck zu töten, die sich auf die ahnungslosen Konvois stürzen soll".

Ich empfehle hier vor allen Dingen den Bericht von Mike Mc Dowell, der wirkt wesentlich entspannter. Mike Mc Dowell ist ebenfalls mit der Keldish auf die Expedition gefahren, hat ebenfalls 2 ehemalige Besatzungsmitglieder der Bismarck an Bord und der Bericht ist viel neugieriger, neutraler mit wesentlich mehr Expeditionscharakter.
Schade, schade, daß James Cameron so schlecht gemachte Berichte herausbringt. Ich hatte da mehr Souveränität erwartet.
Fazit: Das ist zwar nicht der Kommentar, den der interessierte Käufer hören möchte, aber eigentlich ist diese DVD Geldverschwendung...........
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4.0 von 5 Sternen Faszinierende Wrackbilder, 27. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
James Cameron, der Regisseur des epochalen Titanic-Spielfilms, scheint vom Tiefseetauch-Virus angesteckt zu sein. Nachdem er im Gefolge seines Erfolgsdramas das Wrack des Ozeanliners betaucht hatte, zog ihn auch der Untergang des deutschen Schlachtschiffes "Bismarck" in seinen Bann. Im Jahr 2002 suchte er mit zwei russischen Kleinst-U-Booten das Wrack dieser schwimmenden Festung in 4700 Meter Tiefe auf. Die DVD "Die Bismarck. Geheimnisvolle Expedition zur deutschen Titanic" dokumentiert filmisch die Ergebnisse dieser Tauchgänge. Die dabei entstandenen Aufnahmen des aufrecht auf dem Meeresgrund stehenden Wracks strahlen eine unglaubliche Faszination aus. Selbst heute noch wirkt die "Bismarck" in ihrem nassen Grab äußerst wehrhaft. Zwar sind die schweren Geschütztürme nicht mehr in ihren Barbetten. Aber auch die Kanonen der Mittelartillerie und die Flakgeschütze lassen die Kampfkraft des Schiffes erahnen. Von besonderem Reiz sind die mit Hilfe zweier Tauchroboter im Inneren der "Bismarck" entstandenen Filmsequenzen. Man sieht den Dienstraum eines auf die Expedition mitgenommenen ehemaligen Besatzungsmitglieds des Schlachtschiffes. Oder, ein andere Beispiele, den vorderen Artillerieleitstand, der von einem Volltreffer außer Gefecht gesetzt worden ist, sowie die Kapitänsbrücke. Bilder, die den Betrachter nicht mehr so schnell loslassen. Ergreifend ist zudem mitzuerleben, wie in den beiden an Bord des Expeditionsschiffes befindlichen Zeitzeugen die Erinnerungen an das dramatische Geschehen vor 61 Jahren wieder aufleben. Auf die umstrittene Frage, ob die "Bismarck" von ihrer eigenen Besatzung den Todesstoß erhalten hat oder durch Torpedos des britischen Kreuzers "Dorsetshire" versenkt worden ist, bleibt Cameron und sein Team eine konkrete Antwort schuldig. Jedenfalls konnten bei den Tauchgängen keine Zerstörungen an den Torpedoschotts der "Bismarck" festgestellt werden. Die in der Reportage enthaltenen Computeranimationen und filmisch nachgestellten Szenen sind leidlich gelungen. Weniger ansprechend ist die zeitgeschichtliche Aufarbeitung der kurzen Karriere der "Bismarck". Hier geht die Dokumentation doch arg holzschnittartig vor. So hätte man gern mehr darüber erfahren, was die Deutschen mit dem "Bismarck"-Unternehmen bezweckten und wie die Briten dem Schiff immer wieder auf die Spur kamen. Zweifellos gibt es dazu informativere Filmberichte. Die gezeigten Unterwasser-Aufnahmen der "Bismarck" suchen allerdings ihresgleichen.
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4.0 von 5 Sternen In Expeditionem Veritas, 6. August 2011
Filmemacher James Cameron (u.a. Titanic, Alien, Terminator II und Black Hawk Down) wandelt auf den Spuren von Robert D. Ballard und organisiert eine ausführliche Tauchfahrt zum berühmtesten, deutschen Wrack. Da die erste Erforschung des Schiffes unter erschwerten Bedingungen bereits im Jahr 1989 stattfand und heute die Technik wesentlich weiter ist, verspricht die DVD spektakuläre und bessere bewegte Bilder, als die "nur guten" Fotografien der ersten Expedition. Wie schon bei den Dreharbeiten zu 'Titanic' lässt sich der Maestro höchst daselbst dazu herab mit den beiden russischen Tauchbooten "Mir 1" und "Mir 2" dem Schlachtschiff mehrere ausgedehnte Besuche abzustatten. Im Gepäck Technik vom Feinsten, Überlebende der Schlacht und ein Haufen Wissenschaftler. Somit eignet sich diese filmische Dokumentation hervorragend als Ergänzung zum Buch des Titanic-Entdeckers Ballard.

[ Sink the Bismarck! - Kritik ]
Nicht erst seit seinem Besuch auf dem Wrack der Titanic für die Dreharbeiten am gleichnamigen Film, hat James Cameron ein Faible für den Meeresboden entwickelt. Schon bei 'The Abyss' wagte er sich in die filmische-fiktive Dunkelheit der Tiefsee. Seither wandelt er gerne auf den Spuren von Dr. Robert D. Ballard ' dem Entdecker der Titanic und auch der Bismarck ' um berühmten Wracks seine Aufwartung zu machen und Dokumentationen darüber zu fabrizieren. Glücklicherweise verzichtet er auf Hollywoodkitsch, obwohl er seine Expedition mit hochwertigen, animierten Tricksequenzen, Überblendungen und nachgespielten Szenen würzt. Das macht die Umstände des Untergangs und die Zuordnung vom Trümmerteilen bzw. Positionen am Wrack für den Zuschauer deutlicher und anschaulicher. Überhaupt hat Cameron hochwertiges Equipment dabei, sowohl was die Unterseeboote, deren frei und unabhängig einsetzbaren Roboterdrohnen und nicht zuletzt Licht & Kameraausrüstung angeht. Die Technik hat sich seit der ersten Untersuchung des Wracks durch Ballard im Juni 1989 sichtlich und merklich weiterentwickelt.

Hier merkt man den Unterschied zwischen dem Filmregisseur und dem etwas trockenen und den in der Öffentlichkeit in die Kritik geratenen, selbstdarstellerischen Meeresgeologen Ballard. Gut, der muss auch die Werbetrommel rühren, um für eine jede Exkursion das nötige Kleingeld zusammen zu bekommen, während Cameron genug Kohle hat, sich selbst zu finanzieren. Bemerkenswert finde ich jedoch, dass der eigentliche Entdecker (und auch seine Theorien und Erkenntnisse zum Untergang, auf die sich Cameron hauptsächlich stützt) mit keiner Silbe erwähnt wird ' für eine Dokumentation eigentlich eine ziemlich schwere Unterlassungssünde. Die Dokumentation vermittelt jedenfalls den Eindruck als wäre Cameron dem Wrack auf die Spur gekommen und der rekonstruierte Hergang des Untergangs bis zum Aufschlag auf dem Grund wäre auf seinem Mist gewachsen, was freilich nicht stimmt. Dies ist nicht die erste bemannte Tauchfahrt zur Bismarck. Nicht dass das offen behauptet wird, man verschweigt diese Tatsachen einfach geflissentlich. Ob die beiden sich einfach nicht grün sind, ist mir nicht bekannt.

Dank der eingesetzten und verbesserten Technik darf sich Cameron aber durchaus auf die Fahnen schreiben, dass er die bislang längste und gründlichste Expedition zum Schlachtschiff unternommen hat. Die Besatzungen von 2 U-Booten sehen nicht nur mehr und unterstützen sich mit ihren leistungsstarken Scheinwerfern gegenseitig, beide verfügen auch über innovative, fernsteuerbare Drohnen mit denen sie bis ins Innere des Schiffs vordringen können. Das ist auch nicht unglaublich neu, doch deren Konstruktion und Manövrierfähigkeit hat sich drastisch verbessert. Das erlaubt spektakuläre Aufnahmen und Perspektiven, die vorher so nicht möglich waren. Die Qualität der Bilder ist mit den verwendeten Kameras gestochen scharf, auch das ist der neueren Technik und natürlich dem hohen Anspruch Camerons an sich selbst als Filmemacher zu verdanken. Bis es jedoch soweit kommt, rekapituliert er aber zuvor die Geschichte mit Original-Aufnahmen, Zeitzeugen, nachgestellten Szenen und einer Menge CGI-Tricktechnik. Das nimmt etwa die Hälfte der 90 Minuten der Laufzeit ein.

Als quasi-wissenschaftlicher Aufhänger dient die Frage, ob die Torpedos der Dorsetshire dem Giganten letztlich den Todesstoß versetzt haben ' das behaupten die Briten stolz ' oder ob die Besatzung den Pott selbst versenkte. Des weiteren will man klären, welchen Schaden der verhängnisvolle Angriff mit Swordfish Torpedoflugzeugen anrichtete, aufgrund dessen die Ruderanlage ausfiel und welcher die Bismarck erst in die Fänge der britischen Flotte geraten ließ. Das ganze überzogene Heckmeck, wer denn nun das Schiff versenkt hat halte ich für Quatsch, denn abgesoffen ist schließlich abgesoffen und den über Tausend Opfern dieser Schlacht ist das wohl auch schnurz. Sie sind tot. Auch den reißerischen Untertitel der DVD: 'Geheimnisvolle Expedition zur deutschen Titanic' finde ich äußerst unpassend, denn das eine war ein ziviles Passagierschiff, dessen tragischer Untergang ein unglücklicher Unfall gewesen ist, bei der 'Bismarck' jedoch handelt es sich um ein Kampfschiff, worauf man per se jede Sekunde mit dem gewaltsamen Tod rechnen musste. Schlimm genug, als dass man jetzt auch noch solcherlei Vergleiche anstellen muss, um Zuschauer zu locken.

[ Geringer Tiefgang - DVD und Bonusmaterial ]
Hier kann ich es erfreulicherweise sehr kurz machen, denn obwohl die DVD handwerklich anständig ausgefallen ist, bietet sie natürlich nicht den ganzen Schnickschnack, der bei Spielfilmen heutzutage beinahe unverzichtbar ist. Also Dolby Digital gibt's zwar bei der deutschen Tonspur, nur ist mir der Sinn bislang verborgen geblieben, das PCM-Stereo der englischen Spur reicht bei einer Doku vollkommen aus. Kein Widescreen-Format...oder doch: Das Bildformat in 4:3 LB ist das, was ich gerne als 'Pseudo-Widescreen' bezeichne, denn obwohl eigentlich nicht im 16:9 vorliegend, kann man mit entsprechend ausgestatteten Fernsehgeräten und Playern auf Breitbild stellen, ohne dass Bildteile abgeschnitten werden oder Verzerrungen auftreten. Das ist zwar nicht ganz das Gleiche, wie richtiges Widescreen, aber immerhin besser, als normales TV-Format. Bild- und Tonqualität gehen soweit in Ordnung, auch wenn meine Ohren ein leises Hintergrundrauschen vernehmen.

Das Bonusmaterial ist nicht besonders üppig, mehr als eine 25 minütige Doku zur Doku ist nicht drauf und die auch nur im O-Ton ohne Synchro. Untertitel sollen angeblich dabei sein, doch irgendwie weigert sich mein Player auf die Subtitle-Taste zu reagieren. Mich störts nicht, so wahnsinnig interessant ist das Material auch nicht und die Interviewten sprechen ein sauberes Englisch. Cameron plaudert ein wenig aus dem Nähkästchen was seine Beweggründe und die Vorbereitungen des Trips angeht. Man erfährt wie man an dem Eqiupment gefeilt hat und so weiter und sofort ' kann man sich einmal rein tun, ist aber alles andere als lebenswichtig. Lustigerweise steht der O-Ton Track des Hauptfilms auch unter 'Bonusmaterial', wer im DVD-Menü den Punkt 'Sprachen' vermisst, sollte mal hier hineinschauen. Sowas hab ich bei noch keiner mir bekannten DVD erlebt.

[ Wenn einer eine Reise tut... - Fazit ]
Offensichtlich hat Cameron seine Liebe zur Dokumentation gefunden, denn dies ist nun schon das zweite berühmte Wrack, dass er persönlich besuchte. Was er dabei an Equipment auffährt ist schon beachtlich und kostet einen Batzen Geld. Dabei wird er nicht einmal gesponsert, sondern latzt alles grinsend aus der Portokasse. Bleibt die Frage nach der Motivation, ist es wirklich nur Abenteuerhunger eines spleenigen Amis, der nicht weiß wohin mit der ganzen Kohle oder treibt ihn der Kommerz, weil er die Recherche und die Takes eventuell in einem Spielfilm verwursten kann?
Wir erinnern uns, dass er dies bei der Titanic seinerzeit ebenfalls so in der Art durchzog. Bislang ist mir über eine Verfilmung des Bismarck-Stoffes nichts bekannt, demnach ist ihm hier vorläufig reiner Forscherdrang zu unterstellen. Dass er ohnehin einen Unterwasser-Tick hat erfahren wir nicht erst aus dem Bonusmaterial, sondern ist schon bei seinem Film "The Abyss" vor ein paar Jahren überdeutlich zu sehen gewesen. Egal was ihn angetrieben haben mag, als Dokumentarfilmer liefert eine saubere Leistung und ebenso saubere Bilder ab. Dabei präsentiert er Ansichten das Wracks von innen und außen, die ihresgleichen suchen, kann sogar endlich eine belastbare Aussage darüber treffen, wer das Schiff denn nun versenkt hat.

Jürgen Pern - VideoZone: Die Filmredaktion von buchwurm.info und powermetal.de
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5.0 von 5 Sternen Der stählerne Tod, 23. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: James Cameron präsentiert: Die Bismarck - Geheimnisvolle Expedition zur deutschen Titanic [VHS] (Videokassette)
James Cameron - ein Name mit dem sich Erinnerungen an spannende Kinoabende in "Alien", "Terminator", und "Titanic" verbinden, hat sich nach dem eher theatralischen "Titanic"-Epos (mit Kate Winslet und Leonardo die Caprio) auf die Suche nach der Realität gemacht und versucht in "Die Bismarck - Geheimnisvolle Expedition zur deutschen Titanic" Hollywood-Bombast und Realität auf eine Linie zu bringen. Erzählt wird die Geschichte des deutschen Schlachtschiffes "Bismarck" vom Stapellauf bis zu dessen Untergang. Mit einem Mix aus historischem Filmmaterial,Computeranimation und beeindruckenden Unterwasseraufnahmen, läßt Cameron den Betrachter am Geschick der "Bismarck" teilhaben und vermittelt eine differenzierte Sicht auf das Schiff und seine Geschichte. Nach dem Studium alter Konstruktionszeichnungen und Pläne bewegt Cameron unter anderem die Frage: Wie konnte die "Bismarck" überhaupt sinken ? Um eine Antwort auf diese und andere Fragen zu erhalten charterte Cameron ein Forschungsschiff und untersuchte das Wrack. Cameron tauchte mit den zwei weltweit einzigartigen (russischen) Mini-U-Booten der "Mir"-Serie zum Wrack und entdeckte 60 Jahre nach dem Untergang der "Bismarck" Erstaunliches. An Bord des Forschungsschiffes befand sich eine, höchst kompetente, Crew aus Wissenschaftlern, Technikern, und Überlebenden des Untergangs der "Bismarck", welche Erkenntnisse und Geschichte in einen nachvollziehbaren Zusammenhang setzten. Auch der ehem. Gegner, die Menschen die mit ihrem Know-How die "Bismarck" bezwungen haben, kommt zu Wort.
Spannend und sehenswert !
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5.0 von 5 Sternen Wenn James Cameron taucht kommt Qualität dabei raus, 29. März 2011
Von 
S. Simon "WhiteNightFalcon" (Kastell) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
So wie hier muss eine gute Doku und moderner Geschichtsunterricht aussehen.
Mit dem Forschungsschiff Keldysch (kennt jeder aus "Titanic") unternimmt James Cameron eine Reise zum Wrack der Bismarck, die von Dr. Robert Ballard (fand auch die Titanic) entdeckt wurde und als Zuschauer wird man hier mit einer Oppulenz an Informationen in Bild und Ton versorgt.
Die Geschichte des Schiffs wird mit Originalaufnahmen aufgerollt, es gibt tolle Computergrafiken mit realen Aufnahmen kombiniert, etwa wenn die Bismarck noch einmal durch den Kanal von Kiel fährt, den sie 1941 fuhr, es gibt sehr gut gemachte Spielszenen, Computergrafiken vom Schlachtverlauf mit der Hood und dem nachfolgenden Gefecht, Augenzeugenaussagen, da Cameron zwei ehemalige Besatzungsmitglieder mit auf die Reise genommen hat, tolle Unterwassergrafiken, atemberaubende, spannende Wrackaufnahmen, Erklärungen, wie welcher Schaden am Schiff entstand usw. usw.
Hat man diesen Film zusammen mit dem Buch "Die Entdeckung der Bismarck" von Dr. Robert Ballard, dann hat man wirklich alles zusammen, indem man alles über die Bismarck erfährt.
Recht geben muss ich allerdings einem anderen Rezensenten, der bemängelt hat, dass die Bismarck im Film mal als Schlachtkreuzer bezeichnet wird. Schlachtkreuzer waren die etwas kleineren "Scharnhorst" und "Gneisenau". Doch dieser Fehler dürfte mit Sicherheit daran liegen, dass die deutsche Übersetzung hier mal wieder nicht richtig gearbeitet hat, weniger an der Vorbereitung des Perfektionisten Cameron.
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4.0 von 5 Sternen für Geschichtsinteressierte sehenswert, 26. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein top Regisseur und die Technik machen es möglich, so meine Hoffnung. Erstmal zum Positiven... in erster Linie gehts im Film tatsächlich um das Enträtseln der letzten Stunden des gefürchteten und kampfstärksten Schlachtschiffs der damaligen Zeit und nicht um politische Botschaften oder Länderinteressen. Dabei waren auch zwei ehem. Besatzungsmitglieder an Bord, die mit Ihren Geschichten für die Authentizität sorgen sollten. Grundsätzlich finde ich es positiv, daß man sich mit großem Aufwand und finanziellen Mitteln diesem Kapitel widmet, welches sicherlich nicht als Kassenmagnet zu sehen war.

Und auch, wenn manch nachgespielte Szenen eher dem Klischee als der Realität Rechnung tragen, so kann man den Teil, der sich mit der Gefechtsabfolge oder der Selbstversenkungs-Theorie beschäftigt, sehr wohl als gut belegt herausstellen. So war es für mich schon beeindruckend und neu, daß kein einziges der über 700 großkalibrigen Direkttreffer den inneren Panzergürtel durchbrochen haben, geschweige denn die Torpedotreffer zum Untergang geführt haben können.

Interessant war auch, daß ich nach dem Film bei Recherchen im Internet auf etliche mehr als kritische (vor allem) britische Stimmen gestoßen bin, die sich mit der Herangehensweise und der Schlußfolgerung einer Selbstversenkung durch die Mannschaft so gar nicht anfreunden konnten. Das so ein kleines Detail nach einer so langen Zeit immer noch für Empörung sorgen kann.
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