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51 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Einspielung für die Ewigkeit?, 29. März 2003
Von 
Martin Wahlers (Darmstadt, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Matthäus-Passion (Audio CD)
Die von Paul McCreesh und seinem Ensemble vorgelegte, solistisch besetzte, Matthäuspassion ist weit mehr als ein interessantes Experiment: Egal, ob man jetzt einen satten Chorklang bevorzugt oder den schlanken Sound von Solistenensembles, musikalisch ist diese Einspielung ein Knaller, der die jüngsten Versionen von Harnoncourt, Herreweghe und auch die schon etwas ältere Gardiner-Aufnahme zum Fenster hinausfegt!
Ich kenne keine Aufnahme, abgesehen von der Karl Richters und vielleicht der John Eliot Gardiners, wo die Leistungen aller Solisten in den Arien und Rezitativen so gleichmäßig großartig sind. Als Chor lassen die acht Sänger ebenfalls keine Wünsche übrig: Sie lassen selbst die Ensembles der vorgenannten Aufnahmen alt aussehen. Obwohl viele Tempi wegen der solistischen Besetzung durchaus zügig sind, artet die Auffassung McCreeshs nie in einen Geschwindmarsch à la Gardiner aus: Die Musik atmet. Die Choräle sind Bestandteile des Spannungsbogens und werden weder beiläufig abgehandelt bzw. als „Chorrezitative" missverstanden (Gardiner!), noch gleichförmig gesungen wie Gemeindegesänge (Harnoncourt!).Wer glaubt, dass ein Chorklang zwingend mindestens sechzehn Sänger voraussetzt, höre sich bitte „Sind Blitze, sind Donner" an und schweige für immer stille!
Ein Extralob verdient der Tenor Mark Padmore: Bereits in Herreweghes neuester Johannespassion souveräner „Herr des Geschehens", stand er schon auf der Konzert-Tournee nicht nur die Evangelistenpartie sondern ebenfalls seine anspruchsvollen Tenorsoli („Ich will bei meinem Jesu wachen") ohne Ermüdungserscheinungen durch.
Ich hoffe, dass es da draußen den einen oder anderen Kammerchor gibt, der diese phänomenale Einspielung als Kampfansage begreift und bald einen ebenbürtigen „Gegenentwurf" vorlegt. Bis dahin (und das kann LANGE dauern) kommt mir keine andere Einspielung in den CD-Player!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbare Präzision, 20. April 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Matthäus-Passion (Audio CD)
Am Anfang dieser Aufnahme steht ein gelehrter, teilweise heftig geführten Disput in der Fachwelt, den Joshua Rifkin 1981 mit der These auslöste, Bach habe nur einen Sänger pro Stimme in seinen Chören zur Verfügung gehabt, die rechte Art der Aufführungspraxis sei also einfache Stimmbesetzung. Erst im Jahr 2003 fand sich mit McCreesh ein Dirigent, der den Mut hatte, diese These und die dahinter liegende Annahme, Bachs Musik könne auch mit minimaler Besetzung überzeugend klingen, in der Praxis zu überprüfen. Das Ergebnis ist die vorliegende Aufnahme, die, es sei vorweggegriffen, vollkommen überzeugt.

In dieser Aufnahme stellen die acht Solisten zugleich die beiden Chöre. Bei den Gabrieli Players sind nur die Violinen, Flöten und die Oboen D'Amore doppelt besetzt. Durch diese geringe Besetzung entsteht eine Transparenz in der Musik, die bei grösseren Besetzungen so kaum zu realisieren ist. Man hört hier Bach mit einer Präzision, die man sonst eher mit Quartettmusik oder der Renaissancepolyphonie verbindet (oder, natürlich!, Bachs Solowerken für verschiedene Instrumente). Die Entlastung der Besetzung erlaubt auch höhere Tempi (vor allem im Eröffnungschorus), die dennoch niemals gehetzt, sondern stets ausgeglichen und überlegt wirken. Der kammermusikalische Umfang des gesamten Ensembles führt unter der Leitung McCreesh zu einer sehr nach innen gewandten, nachdenklichen Aufnahme der Matthäuspassion.

Eine Aufnahme ausschliesslich mit Solisten steht und fällt natürlich mit diesen. McCreesh hat in ausgezeichnees Solistenensemble zur Verfügung, aus dem Magdalena Kozena und Mark Padmore jedoch herausragen. Magdalena Kozenas obertonreiche, warme Stimme, stets mit leichtem Vibrato, ist weitaus voller als die sehr geraden (manchmal fast metallenen) Stimmen der anderen Sängerinnen. Dies schafft für mein Gefühl ein Ungleichgewicht zwischen den Frauenstimmen, das beim ersten hören irritiert. Die Männerstimmen sind sehr ausgewogen, doch ragt Mark Padmore als Evangelist hervor. Seine Leistung steht dem beeindruckenden, massstabsetzenden Vortrag von Ernst Haefliger in nichts nach (Matthäus-Passion (Ga)).

Ein Aspekt der Aufnahme sei noch erwähnt (ein Aspekt, der selten Erwähnung findet): McCreesh wählt für diese Aufnahme die Kathedrale in Roskilde, wo ihm ein moderner Nachbau einer Barockorgel zur Verfügung steht. Der weitaus grössere Registerumfang dieser Orgel sorgt für ein reicheres Farbspektrum und mitunter auch grössere Klangwucht, als es mit einer Continuo Orgel, wie sie üblicherweise zum Einsatz kommen, möglich wäre. Für den Interessierten enthält das Begleitheft zur CD eine kurze Darstellung der Orgel (inklusive einer Auflistung der verfügbaren Register).

McCreesh hat für die vorliegende Aufnahme zusammen mit Mitgliedern der Gabrieli Players eine Neufassung der Matthäuspassion verfasst. Sie fusst auf der Reinschrift Bachs, die vermutlich für die Auführung von 1736 vorgesehen war. Im Vergleich zu den sonst verwendeten Fassungen entfallen dadurch einige Stücke, was den kleinern Umfang der Aufnahme (neben den geringfügig rascheren Tempi) im Verhältnis zu anderen Aufnahmen erklärt. So fallen z.B. im ersten Teil die Nummern 5-8 aus der Salbung in Bethanien weg. Man mag diesen Verlust bedauern. Die Begründung und Beschreibung der vorgenommenen Änderungen im Begleitheft ist ausreichend, um einen Eindruck von der Art der getroffenen Entscheidungen zu erhalten.

Trotz der wunderbaren Transparenz, die durch die kleine Besetzung möglich ist, ist es unwahrscheinlich, dass McCeesh Vorlage allzuviele Nachahmer finden wird. Zu schön sind grosse Chöre, zu schwierig dürfte es sein, Ensembles wie das hier zu hörende zusammenzustellen. Die Aufnahme wird aber eine Perle bleiben unter allen Aufnahmen der grossen Werke Bachs - ihrer Besonderheiten und ihrer hervorragenden Besetzung wegen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nimm Dir Zeit, 8. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Matthäus-Passion (Audio CD)
Wie habe ich mich gewehrt, als ich von den solistisch besetzten Chören hörte...Ich dachte immer, Bach hätte gerne einen großen Chor gehabt; aber mittlerweile glaube ich, daß ein guter "kleiner" Chor eine gleiche oder sogar bessere Wirkung erzielt, als ein Chor mit vielen Stimmen, die sich nicht voneiander abheben. Seit ich diese Version der Passion besitze, möchte ich nur noch solistisch besetzte Chöre hören. Das ist die erste Einspielung der Passion, bei der ich so gern auch die Geschichte (Rezitative) höre. Die Geschichte steht hier im Vordergrund und es passt alles so gut zusammen. Auch für uns "Heiden" hat dies eine unheimlich magische und vor allem tröstende Wirkung. Wunderbar auch, wie die meist nicht deutschen Sänger, die deutsche Sprache wiedergeben. Ich bin einfach begeistert und freue mich, daß mir dieses Ensemble so viele schönen Stunden ermöglicht.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine sehr emotionale Aufnahme, 5. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Matthäus-Passion (Audio CD)
Die Matthäus-Passion nur mit Solisten aufgenommen? Das konnte ich mir nicht vorstellen, bis ich die Einspielung von Paul Mc Creesh gehört habe.

Das Ergebnis ist mehr als nur hörenswert, es ist absolut mitreißend, denn es fällt durch eine berührende Unmittelbarkeit und hohe Emotionalität auf.

Da ist schnell vergessen, dass da kein "richtiger" Chor singt...Alles ist stimmig und ausgewogen, aber auch wieder voller herausragender Momente. Das betrifft die Tempi, die Dynamik, die Artikulation, die Textverständlichkeit, usw....man kann ins Schwärmen geraten.

Herausragend ist der Evangelist/Solist/Chorsänger Mark Padmore, der einen Anthony Rolfe-Johnson weit in den Schatten stellt. Das und die Leistungen der anderen Solisten muss man sich einfach anhören!

Diese solistische Aufführungspraxis ist vielleicht kein Muss, und der Dirigent Paul Mc Creesh erhebt auch keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Der minimale Ansatz hat aber doch seine Berechtigung, denn er führt hier zu einem maximalen Treffer.

Unbedingt empfehlenswert!!!
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klangwunder, 3. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Matthäus-Passion (Audio CD)
Unter den Einspielungen der Matthäus-Passion auf Orginal-Instrumenten tummeln sich viele klangvolle Namen. Nun ist der Markt um einen Meilenstein reicher! McCreesh legt eine solistisch besetzte Version vor - ohne große Chöre. Wo sind die himmlischen Chöre eines Herreweghe geblieben, an die man sich doch so sehr gewöhnt hat?
Umgenken ist angesagt, wenn's auch schwer fällt! Wer sich aber auf dieses Experiment einläßt gerät ins Staunen und erlebt eine Passion, die intimer und dichter nicht sein könnte. Fast wie eine Kammer-Oper geht diese Musik direkt ins Herz. Durch die Spitzenleitung aller Sänger (insbesondere des Evangelisten) entsteht ein Kirchen-Drama, das seinesgleichen sucht. Alle Beteiligten sind optimal aufeinander abgestimmt. - McCreesh topt mit dieser Einspielung seine vorausgehenden Händel-Oratorien um Längen.
Ob sich die solistische Besetzung auf Dauer bei großen Passions-Musiken durchsetzen wird, wage ich zu bezweifeln. Schade einerseits - aber andereseits hat man immerhin eine einzigartige Aufnahme. Lassen Sie sich auf dieses Klangwunder ein - es lohnt sich !
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach schön, 27. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Matthäus-Passion (Audio CD)
Ich muss gleich am Anfang vorausschicken, dass ich wahrscheinlich mit der musikalischen Fachkompetenz der anderen Rezensenten nicht mithalten kann. Als langjähriger und immer noch aktiver Chorsänger (inkl. Matthäus Passion) möchte ich aber hier trotzdem meine Meinung zur Matthäus Passion von McCressh abgeben:

Ich habe mir die Aufnahme von einem Freund ausgeliehen und war von Anfang an gefangen davon. Nach zwei Wochen habe ich mir meine eigene Aufnahme bestellt. Zuerst war mir gar nicht sofort klar, dass auch die Chorpartien nur von den Solisten gesunden werden. Wer schon mal mit Solisten in einem Chor gesungen hat weiß, dass es nur wenige Solo-Sänger gibt, die sich in einen Chorklang einfügen können. Soll heißen: Sich selbst zurücknehmen, wenn es dem Gesamtklang dient. Die Chorstellen in dieser Aufnahme sind meiner Ansicht nach meisterhaft von den Solisten gestaltet. Jede Stimme kommt dort, wo sie wesentlich ist aus dem Gesamtklank heraus und fügt sich sogleich wieder in das Ensemble ein. Damit hat die Aufnahme nichts von der Schwere und Behäbigkeit mancher "traditioneller" Aufnahmen. Ich muss gestehen, dass mir diese Aufnahme nochmal ganz neu klar gemacht hat, wie lebendig und intensiv Bach sein kann. Man kann sich sicherlich streiten über manche Tempi, die natürlich auch aufgrund der kleinen Besetzung etwas flotter sein müssen. Aber wie die Dynamik und damit auch Dramtik des Werks hier herausgearbeitet wurde ist mehr als beeindruckend. Auch die Solopartien finden meine große Bewunderung. Etwas, was ich persönlich sehr angenehm fand: Die Solisten (gerade die Frauenstimmen) verzichten auf großes Vibrato und gestalten den Klang trotzdem sehr intensiv. Das hilft insbesondere den Text - um den es ja bei den alten Meistern hauptsächlich ging - in den Vordergrund zu stellen und herauszuarbeiten.

Wir werden wohl nie wissen, wie Bach sich die Aufführung seiner Matthäus Passion wirklich vorgestellt hat, aber diese Interpretation schafft es jedes Mal aufs neue mich tief zu bewegen. Ein Meisterwerk!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein musikalisches Weltereignis, 16. Januar 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Matthäus-Passion (Audio CD)
Es kommt selten vor, daß man beim ersten Anhören einer neuen CD so gepackt wird, daß man nicht mehr weiß, ob es Tag oder Nacht ist. Ich habe die Aufnahme sofort von Anfang bis Ende durchgehört. Es mag alles pathetisch klingen, aber die Emotionen, die einen beim Hören dieser wunderbaren Aufnahme überkommen, sind kaum in Worte zu kleiden.
Diese Aufnahme dringt wirklich direkt ins Herz, es zeigt, wie tief Bach in die Passionsgeschichte eingedrungen ist. Dank des Verzichtes auf massenberauschende Chöre, bei denen man kaum den Text versteht, werden alle Details konzentriert erlebbar. Es wird klar, daß nicht Vorurteile weiter helfen, sondern nur das klingende Resultat. Eine schallende Ohrfeige für alle Besserwisser, die bis heute diesen wichtigen Aspekt der historischen Aufführungspraxis einfach ignorieren, ohne den Gegenbeweis zu haben!
Die Sänger sind das Beste, was seit langem überhaupt auf CD zu hören ist, vor allem M. Kozena, M. Padmore und P. Harvey.
Danke, Paul McCreesh!!
(Weiter so, vielleicht auch mal an Mozart wagen!!)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine Lieblingsaufnahme, 19. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Matthäus-Passion (Audio CD)
Für mich als Berufsmusikerin, die sich auch mit alter Musik befasst, ist das meine absolute Lieblingsaufnahme der Matthäus-Passion! Die musikalische Gestaltung, die Besetzung und auch die oft recht schnellen, aber stimmigen Tempi finde ich sehr gelungen, "historisch korrekt" und vor allem sehr ausdrucksstark.

Absolut empfehlenswert, auch für den, der den Klassiker einmal "anders" hören möchte.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erfrischend, 13. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Matthäus-Passion (Audio CD)
Zunächst gewöhnungsbedürftig für traditionalistische Ohren und Gemüter. Dass die Aufnahme ohne klassischen Chor auskommt, gerät angeschichts der Klangfülle der Besetzung aber schnell ins Vergessen. Nach dem Hören fällt es schwer, sich wieder an die langsamen und pathetischeren (v.a. Chor-)Versionen alternativer Einspielungen zu gewöhnen. Als Lehrstück, wie man dieses Werk auch musizieren kann, aus meiner Sicht eine absolute Bereicherung.
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ausgezeichnete,aber etwas unidiomatische Aufnahme, 27. Dezember 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Matthäus-Passion (Audio CD)
In Punkto Musikalität und Klang kann ich mich den anderen Rezensenten nur anschliessen: Hier liegt eine bedeutende Alternative zu den existierenden Referenzeinspielungen vor.
Die Schlichtheit der Gestaltung ist berührend, die schnellen Tempi wirken (fast) nie gehetzt.
Einziger Wermutstropfen: Von den acht Vokalsolisten spricht hörbar nur einer muttersprachlich Deutsch. Zwar bemühen sich alle um deutliche Aussprache, aber abgesehen von typisch angelsächsischen Vokalverfärbungen und einigen "sch" anstelle von "ch" stellt sich auch so gut wie nie das Gefühl einer wirklichen Textinterpretation ein. Alles wird gut ausgeführt, aber die Wortnuancen einer Janowitz , einer Christa Ludwig, eines Kurt Equiluz usw. fehlen mir persönlich hier sehr. So wird manches sprachliche Relief einfach planiert, abgesehen von einigen schlichten Fehlern ("so mackt mich doch sein Testament...",D.York).
Trotzdem wegen der solistischen Besetzung eine unverzichtbare Aufnahme.
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Matthäus-Passion
Matthäus-Passion von Magdalena Kozená (Audio CD - 2003)
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