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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sommer im April, 1. April 2003
Von 
Rezension bezieht sich auf: Summer Sun (Audio CD)
Der Sommer kann kommen, es gibt ja die neue Yo La Tengo Platte.
Dass man so einen Satz einmal über unsere kleine Band aus Hoboken/NJ schreiben kann., hätte wohl niemand vermutet. Schon gar nicht nach ihrem 2000er Meisterwerk, das ziemlich introspektiv und moll-lastig war. Wer damals gedacht hat, Yo La Tengo hätten mit "And then nothing turned itself inside out" ihren kreativen Höhepunkt erreicht, wird nun eines Besseren belehrt. „Summer sun" klingt so, wie Bettwäsche riecht, die einen Sommernachmittag lang im Garten aufgehängt war. Man kann förmlich Sonnenstrahlen durch Baumkronen fallen und Schmetterlinge tanzen sehen. Die psychedelische Lethargie, die das Album bestimmt, wird herrlich zu den ganz heißen Tagen des Jahres passen.
Besonders die potentiellen Singles „Little eyes" „Moonrock Mambo" und „Winter a-go-go" sind bei aller klanglichen Zurückhaltung mitreißend und einfach nur wunderschön. Dass manche Lieder („Let's be still") ein wenig zu sehr an Räucherstäbchen erinnern, fällt schon allein wegen dieser drei Lieder kaum ins Gewicht.
Also, „Summer sun" auflegen, fallen lassen, genießen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie eine sanfte Sommerbrise!, 13. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Summer Sun (Audio CD)
Endlich ist sie da, die neue Yo La Tengo CD. Lange musste man warten (fast 3 Jahre...) und durfte gespannt sein, wie Yo La Tengo wohl diesmal klingen. Und wieder klingen sie anders als zuvor und man wird begeistert sein!
Man merkt auch diesmal: Yo La Tengo sind älter geworden, ruhiger, sanfter, harmonischer! Die CD ist keinesfalls anstrengend zu hören, sie entspannt und versetzt einen jetzt schon in eine luftige, schwebende, leichte Sommeratmosphäre. Pure "Summer Sun", wie man sich sie wahrscheinlich nicht vorgestellt hat, aber dennoch äußerst passend.
Die Songs "Season of the Shark" und "Tiny Birds" haben mich am stärksten beeindruckt. Melodisch, leicht und traumhaft schön.
Yo La Tengo, so klingt der Sommer!
Fazit: Yo La Tengo Fans werden absolut überzeugt sein und auch wer dieses Album sein erstes Yo La Tengo Album nennt, wird Geschmack daran finden.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die neue Stille, 22. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Summer Sun (Audio CD)
Konsequent großzügig bietet das neue Yo La Tengo-Album, wie gewohnt, mehr als sechzig Minuten Musik bei 13 Tracks. Bei dieser Band wird eben nichts überstürzt: Lieber wartet man drei Jahre und liefert dann ein wirklich komplettes Album ab. Sehr sympathisch.
Ebenso gelassen ist die Musik: Die ersten Lieder knüpfen direkt an das letzte Album an, auf dem die Band - einst eine Art sanftere und melodiösere Version von Sonic Youth - mit minimalistischen Arrangements über elaborierten Drum-Rhythmen überraschte und so ihre schon länger angedeutete Wende weg vom Gitarrenlärm, der einen zuletzt auf "Electr-O-Pura" beglückt hatte, vollendete. Diese Tendenz zur neuen Stille wird auf der schlicht und schön "Summer Sun" betitelten LP nun noch gesteigert (nicht nur auf dem zehnminütigen "Let's Be Still"). So beschränken sich die durchweg ruhigeren Songs meist auf zwei Motive, die, skizzenhaft, mehr angedeutet als ausgeführt werden. Ira und Georgia singen dabei noch zurückhaltender als auf dem Vorgänger, und man muss teils arg die Ohren spitzen, um den dahingehauchten Texten folgen zu können. Einige Songs können dadurch übermäßig "laid-back" klingen, zumal es ihnen teils an der YLT-typischen Melodiosität und Eingängigkeit fehlt. Es mangelt dann etwas an Dynamik.
Mit Track 6 - hier singt der Bassist James - beginnt der experimentellere Teil des Albums: Klingt "Tiny Birds" nach den Pink Floyd der "Meddle"-Zeit, überraschen später Bläser und Querflöten, die munter drauflos free-jazzen und sich wunderbar in das Gesamtbild einfügen. So gibt es doch noch einige echte Highlights und man wünscht sich mehr davon. Vielleicht hätten diese neuen Elemente noch reichlicher und konsequenter eingesetzt werden sollen?
Aber bei Bands, die einen über Jahre hinweg derartig mit Qualität verwöhnt haben, ist man eben besonders anspruchsvoll...
Nicht erst bei "Take Care", dem entzückenden Schlusstrack, denkt man: Schön, dass es diese sympathische Band noch gibt. Schön auch, dass sie so konsequent machen, was ihnen gefällt.
Auf diesem Album gibt es einiges zu entdecken - man muss es eben in der richtigen Stimmung hören.
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5.0 von 5 Sternen Yo La Tengo - Summer Sun, 16. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Summer Sun (Audio CD)
Die liebsten Platten sind mir eigentlich die, die klingen als wären sie in einer kleinen Waldhütte aufgenommen wurden. Oder die wirken, als würde die Band im Nebenraum aufnehmen. Also sozusagen Rock-Kammermusik - naja nicht wirklich, aber Ihr wisst was ich meine! Bonnie Prince Billys The Letting Go ist z.B. so eine. Oder die And all that could have been-Bonus Disc Still von den Nine Inch Nails. Und obwohl Summer Sun gar nichts von der Seelenstriptease der beiden genannten Alben hat, schaffen es Yo La Tengo hier mit jedem Song, eine unglaublich intime Atmosphäre aufzubauen. Sie bleiben eher unauffällig, tauchen unter - was fast bezeichnend ist für ihre ganze Karriere, denn diese Band gibt es tatsächlich schon seit 1984! Und? Wer kennt sie? Still und heimlich veröffentlichen sie seit einigen Jahren Klassiker für Klassiker und kaum jemanden kümmerts! Ihr 1997er Aufbruch in die Stilvielfalt mit I can hear the Heart beating as One (vorher konnte man die Band um das Ehepaar Georgia Hubley und Ira Kaplan schon eher als klassische Noise-Rock-Truppe deklarieren) öffnete zwar viele Ohren (vorallem die der Kritiker), doch insgesamt blieben Yo La Tengo zu unscheinbar um irgendwo außerhalb ihrer devoten Fanbase Aufmerksamkeit zu erregen. Zum Reinhören empfehle ich allerdings auf jeden Fall das 2006er, etwas beherzter zupackende Album I'm not afraid of you and I will beat your Ass, vor allem das wunderschöne I feel like going home und das absolut absolut absolut unglaubliche Pass the Hatchet, I think I'm Goodkind.

Und wenn man sich diese beiden Tracks anhört, erkennt man eigentlich auch gleich den (eventuellen...) Nachteil an der riesigen Stilvielfalt die die Band besitzt. So kann auf eine Piano-Ballade nach der man sich am liebsten begraben lassen möchte, durchaus ein funkiger Hüftenschwinger mit Fallsettgesang folgen - und so sehr ich das auch schätze, es ist dann eben nicht immer so harmonisch wie es sein könnte. Schlüssiger ist da Summer Sun, setzt das Album doch fast ausschließlich auf ruhige, irgendwie hypnotische Songs. Viel viel Hall, endlose Wiederholung der rhytmischen Schemen zu breiigen Gitarrensoli und natürlich der überaus schläfrige Gesang der beiden (Nicht-)Sänger Ira und Georgia machen das ganze zu einer ziemlich psychedelischen, ja irgendwie fast schläfrig machenden Reise. Das Ganze fühlt sich an, wie wenn man in der Heuschnupfen-Zeit mit (pardon) verkrusteten Augen aufwacht, sich stöhnend aus dem Bett schält, die Jalousien hochmacht und sich am frühen morgen von der Sonne röntgen lässt. Hmmm...das klingt jetzt doch schon etwas negativ! Dabei beginnt das Album nach dem, tatsächlich etwas zähen, Intro Beach Party Tonight mit dem flotten Little Eyes. Und trotz einer wirklich eingängigen Melodie und allem was dazu gehört, merkt man sofort, dass das Album einen herausfordern wird. Dass das erst der erste Akt ist auf einer Platte, die einem Titel wie How to make a Baby Elephant float an den Kopf knallt, durchaus nicht vor ellenlangen (!) Instrumentalpassagen zurückschreckt und kurz vor schluss noch mal einen über 10minütigen fast-Free-Jazz-Track rausholt. Doch die erste der beiden Platten ist eher beschaulich! Mit Nothing But You and Me folgt ein ruhiger Ira-Track der allerdings eher nicht zu den Highlights des Albums gehört. Da schon eher das Dreigespann aus Season of the Shark mit seinen grandiosen 60s-Harmonien, Today is the Day, dass in einer früheren EP-Version zwar noisiger und druckvoller daherkam, hier aber deutlich durchschlagender mit Schlafzimmerstimme und Slide Guitar (verfehlt seine Wirkung sowieso nie) betört und Tiny Birds, einer länglichen, von Bassist James McNew gesungenen Gitarrensinfonie (so muss man es jetzt einfach mal nennen!). Auf den folgenden Stücken verstärken sich Yo La Tengo um diverse Heimorgeln und hauen einige ultrarythmische und relativ kurze Stücke raus die irgendwie sehr vergänglich wirken. Liest man allein die Titel, fällt die Zuordnung doch relativ schwer - hört man aber die ersten Takte fällt einem erstmal auf wie lang der Song einen bereits begleitet hat, wie oft er Teile des Altags bereichert hat in dem er plötzlich (z.B. damals als Zivi beim Laub kehren) wieder im Gedächtnis aufgetaucht ist und einen an Sonnenstrahlen erinnert die vielleicht gerade im Moment nicht zu sehen sind. Georgia vs Yo La Tengo ist so einer, Winter A-Go-Go ein anderer und Don't have to be so sad vielleicht der schönste! Wie einem hier der Text ins Ohr geflüstert wird, das rückwärts abgespielte Schlagzeug immer wieder um sich selbst kreist und am Ende die eigentlich unspektakuläre aber doch irgendwie befriedigende Lead-Gitarre ihren Weg aus dem Soundmatsch findet, gehört einfach zu den ganz großen Momenten. Und wenn Let's be still anschließend nochmal an die besten Momente aus Sonic Youths Free City Rhymes erinnert, auf einmal in ein absolut überzeugendes Klanggewitter aus besagten Free Jazz Bläsern und (absolut unnervigen) Flöten umschlägt und auf eine komische Art trotzdem sehr meditativ bleibt, versteht man auch das wissende Grinsen von McNew auf dem Cover. Und da es bei Yo La Tengo fast schon Tradition hat, versöhnliche Coverversionen (siehe My Little Corner of the World auf I can hear the Heart beating as One) ans Ende zu stellen, verdient sich als 13ter Track das von Georgia gesungene, wieder einmal wunderschöne, Big Star-Cover Take Care einen einsamen Ehrenplatz. Und danach kann man eine Wand anstarren und sich überlegen was man jetzt macht, mit diesen ganzen neuen Eindrücken und Inspirationen im Kopf.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zart, aber nie beliebig, 15. Juli 2003
Von Ein Kunde
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Summer Sun (Audio CD)
Einfach schöne Songs, unterlegt mit transparenten, vielschichtigen Arrangements. Mal flirtet man mit Pop, mal gibts einen Hauch von Jazz. Alles klingt zart, aber nie beliebig. Na gut, manchmal einfach nur freundlich. Aber das kann man dieser CD nun wirklich nicht vorwerfen. Allein schon für "Today is the Day" und "Don`t have to be so sad" lohnt sich der Kauf, versprochen.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Atmosphäre und Leichtigkeit, 25. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Summer Sun (Audio CD)
Nachdem sie mit ihrem 2000er-Meisterwerk "...And Then Nothing Turned Itself Inside-Out" schon eher auf Atmosphäre, Räume und Zeit setzten und Ira Kaplan dementsprechend auf seine berüchtigten Feedback-Breitseiten weitgehend verzichtete, führte "Summer Sun" diesen Kurs weiter und gab sich dabei etwas weniger düster als "...And Then..." - Sommersonne eben, und dieser Titel wurde offenbar nicht im Bestreben ausgewählt, ironisch zu sein. Es gibt tänzelnden Lo-Fi-Pop ("Season Of The Shark", "How To Make A Baby Elephant Float"), einen ausgemachten Indie-Hit ("Little Eyes", ganz wunderbar von Georgia Hubley gehaucht, und im Refrain kommt Kaplan mit seiner dünnen Kopfstimme dazu.), eine liebliche Country-Folk-Ballade ("Take Care") und ein paar erste Versuche der Band, ihren Sound in Richtung "Soulige/funkige Grooves, gerne auch mit Klavier oder Orgel dabei" weiterzuentwickeln - eine Facette, an der sie immer noch arbeiten ("Georgia Vs. Yo La Tengo", "Winter A Go-Go" mit hübschem 3/4-Takt-Einwurf oder "Moonrock Mambo", in dem Ira Kaplan immer so sexy nuschelt, daß er gern "...next to you..." wäre). "Nothing But You And Me" ist hochinteressant: Rhythmusmaschine, Georgia Hubley steuert Crash- und Ride-Becken bei, dazu setzt ein Klavier jazzige Akzente. Verhallte Echo-Effekte von Kaplans Gitarre bringen unheimliche Psychedelik mit rein; der Song könnte noch am Ehesten von "...And Then Nothing Turned Itself Inside-Out" kommen. "Let's Be Still" schließlich greift den Jazz-Einfluß nochmal gezielt auf: William Parker, Sabir Mateen, Daniel Carter und Roy Campbell sind allesamt Jazz-Musiker, und sie lassen auf diesem über 10minütigen Instrumentalstück ihre Trompeten, Flügelhörner, Kontrabässe und wasweißich erklingen: Very floaty, very warm, a little eerie maybe - oder tatsächlich wie eine laue Sommernacht am Waldrand oder am Ufer eines Sees (Ideal wäre ein Wald am Ufer eines Sees.), mit all den Geräuschen, die man da hört, während man still ist.
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Summer Sun
Summer Sun von Yo La Tengo (Audio CD - 2003)
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