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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Lady von Shanghai
Die Lady von Shanghai, einer von Orson Welles' faszinierendsten Filmen, wurde während eines Telefongesprächs geboren, das der Regisseur mit Columbia-Boß Harry Cohn führte. Er hatte in New York mit dem rührigen Produzenten und Impresario Mike Todd die Show "Around the World in Eighty Days" auf die Beine gestellt, für die Todd jedoch...
Am 18. Dezember 2005 veröffentlicht

versus
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hayworth und Welles
Einer der bekanntesten ( und zu seiner Zeit leider gefloppten )Filme aus dem Genre des Film noir entstand 1947.
Hier führte Orson Welles selbst Regie.

Die Rede ist von "Die Lady von Shanghai".

An diesen Film erinnert man sich aus zwei Gründen: Rita Hayworth als eiskalter blonder ( ! ) Vamp und das Finale im Spiegelkabinett...
Vor 12 Monaten von movie victim veröffentlicht


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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Lady von Shanghai, 18. Dezember 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Lady von Shanghai (DVD)
Die Lady von Shanghai, einer von Orson Welles' faszinierendsten Filmen, wurde während eines Telefongesprächs geboren, das der Regisseur mit Columbia-Boß Harry Cohn führte. Er hatte in New York mit dem rührigen Produzenten und Impresario Mike Todd die Show "Around the World in Eighty Days" auf die Beine gestellt, für die Todd jedoch dringendst noch 50.000$ benötigte. Welles bat Cohn um das Geld und erklärte sich im Gegenzug bereit, einen billigen Krimi für das Studio zu machen. Zufällig fiel sein Blick aus der Zelle auf das Buch "lf I Die before I Wake" von Sherwood King, und er nannte Cohn den Titel. Welles erste Tat als Regisseur, Autor und Schauspieler des Films bestand darin, die rote Lockenpracht seiner damaligen Frau Rita Hayworth, von der er bereits getrennt lebte, in einen blonden Bob zu verwandeln. Als Cohn seinen derart verunstalteten Star zum ersten Mal zu Gesicht bekam, soll er explodiert sein, und seine Laune dürfte sich während der Dreharbeiten nicht gebessert haben. Welles war entschlossen, das Budget auszuschöpfen und ließ sich von den Mahnungen des Studios nicht irritieren. Aufwendige Außenaufnahmen in San Francisco und Acapulco trieben das Budget in die Höhe, zudem hatte man die Yacht Zaca von Welles Freund Errol Flynn gechartert, der das Boot während der Aufnahmen auch steuerte (man kann einen flüchtigen Blick auf ihn außerhalb einer mexikanischen Cantina erhaschen). Dazu gesellten sich Wetter- und Drehbuchprobleme, und zu guter Letzt musste die eigens engagierte Autorin Virginia Van Upp versuchen, Ordnung in die Unmengen belichteten Materials zu bringen. Die schließlich erstellte 84-Minuten-Fassung wurde von Columbia jedoch erst ein Jahr später in den Verleih gebracht, ohne Erfolg. Welles scheint sich mehr für Einzelheiten als für den Gesamtzusammenhang interessiert zu haben, was aus "Die Lady von Shanghai" ein oft kompliziertes und verwirrendes, aber nichtsdestotrotz optisch brillantes Krimipuzzle macht. Ein Höhepunkt ist die abschließende Schießerei im Spiegelkabinett.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker des "Film Noir" !, 3. Juni 2004
Von 
Yann Fischer (Hamburg Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Lady von Shanghai (DVD)
Dieser Film von und mit Orson Welles war seiner Zeit 1948 weit vorraus. Damals ein Flop, heute ein absoluter Klassiker der Filmgeschichte. Man verstand die verzwickte Kriminal-Story damals nicht, man verstand nicht, dass Orson Welles der Film-Göttin Rita Hayworth einen weißblonden Lana Turner- Kurzhaarschnitt verpasste und sie zu guterletzt auch noch eine wirklich böse hinterhältige Frau spielte entgegen ihrem lieblichen Image der tanzenden Diva.
Außerdem sind die Schnitte, die Musik, das Spiel von Licht und
Schatten, die Symbolik einzelner Gegenstände und Figuren, eine
ganz neue Art der Filmkunst gewesen und man versteht warum Welles'Filme die Welt revolutionierten.
Während der Dreharbeiten versuchte Rita Hayworth zu ihrem Mann Orson Welles zurückzufinden, doch die erhoffte Versöhnung ergab sich nicht. Dieser Film setzte das endgültige Ende der Ehe
zwischen Welles und Hayworth und von Hayworth als "Liebesgöttin"
- man schrieb Welles hätte sie mit diesem Film von ihrem Sockel
gestossen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Seiner Zeit meilenweit voraus, 26. September 2006
Von 
Daniel Zynda (TaoYuan, Taiwan) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Lady von Shanghai (DVD)
Welles vierter Spielfilm ist auf den ersten Blick ein Krimi, ein Film noir. Aber es wäre kein Orson Welles Film, wenn da nicht mehr wäre. Es ist ein Film über das böse im Menschen. Optisch meisterhaft und Dialoge von großem Tiefgang. Schaut man sich diesen Film an, kann man kaum glauben das er schon 1947 entstanden ist. Teilweise wirkt der Film erschreckend modern, insbesondere das Finale im Spiegelkabinett gilt als Glanzstunde des Kinos. Atemberaubend! Die verworrene Entstehungsgeschichte des Films wurde schon erwähnt, und auch, das der Film (wie leider fast jeder Orson Welles Film) ein Flop an den Kinokassen war. Man könnte sogar sagen, es war der Film, der Welles' US-Filmkarriere entgültig ruinierte. Die Produzenten hassten den Film, warum auch immer. Columbia, die den Film produziert hatten, erteilten Welles sogar Hausverbot für ihre Studios. Die DVD Veröffentlichung ist sehr gelungen, fantastisches Bild, ungekürzt, und sehr informatives Bonusmaterial. Außerdem ein interessanter Audiokommentar von Peter Bogdanovich, Freund von Orson Welles und ein absoluter Kenner dessen Werk.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Am Buckel Brasiliens..., 5. November 2007
Von 
Ulf Evers (Wattenbek) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Lady von Shanghai (DVD)
Gut an dieser DVD sind zwei Dinge:

a) die Erläuterungen von Peter Bogdanovich und

b) die wieder eingefügten Szenen, die dem deutschen Kinogänger aus unerfindlichen Gründen vorenthalten wurden.

Dies führt dazu, das neben der Hommage an den expressionistischen Film im "Crazy House" ein weiteres Highlight Wellesscher Filmkunst dem deutschen Zuschauer nicht länger vorenthalten wird: die Erzählung vom Blutrausch der Haie.

Dies führt dann aber auch gleich zu den Schwächen: nicht nur muß gleich die Hoffnung zunichte gemacht werden, dass die auf der DVD befindliche Version den Wellesschen Vorstellungen entspricht: laut Bogdanovich wurde ca. 1 Stunde des Rohmaterials ohne Beteiligung von Orson Welles herausgeschnitten, was wohl dazu beigetragen hat, dass Orson Welles sich nie recht für das Endprodukt begeistern konnte. Außerdem sind die die eingefügten Szenen nur in der Originalfassung mit nicht ausblendbaren Untertiteln zu sehen.

Eine Kaufempfehlung gibt es von mir trotzdem für die DVD: wegen der erstmals zu sehenden Passagen, wegen des Films selbst (man sollte sich allerdings nicht die synchronisierte Fassung ansehen), denn selbst wenn er nicht zu den stärksten Filmen von Welles zählt (man merkt schon, dass die Dreharbeiten sich lange hinzogen und Welles auch mit vielen anderen Dingen beschäftigt war), bleibt es doch gute Unterhaltung.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Killing you is killing myself, 3. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Lady von Shanghai (DVD)
Simpler Plot. Großes Kino.
Ein Narr verfällt einer wunderschönen Frau. Sie ist verheiratet mit einem Ekel, verkrüppelt an Körper und Geist. Er nennt sie Lover". Welch Hohn!
Rette mich, der Ruf, der so oft ertönt von diesen Sirenen in den Schattenspielen des Film Noir. Rette mich, ruft sie, ich liebe Dich. Liebe mich! Ich brauche Dich (wie wahr). Er tut es. Obsessiv. Wer würde das nicht tun? Sie ist Rita Hayworth.
Göttin der Leinwand! Hure?
Der Beginn, wie ein Traum. Eine Kutsche, ein Park. Es war einmal. Eine Prinzessin im Wagen. The princess of central park, nennt er sie. Er rettet sie vor einer Gang und übernimmt die Kutsche. Michael ist ein Sailor", ein Kapitän, ein Mann des Meeres. Irrfahrer?
Er hat einen Mord begangen in Spanien. Im Bürgerkrieg. Einen Faschisten hat er umgebracht. Er kennt die Gefängnisse der Welt. Zeichen. Metapher.
Wird man in Amerika wegen Mordes ins Gefängnis gesteckt, wie in anderen Ländern, fragt Michael. Letzte Woche hätte es einen Mordfall gegeben, wo ein Mann seine Frau erschossen hätte und wäre freigesprochen worden. Verkehrte Welt. Spiegelverkehrt. You will see.
Der Anwalt sei the best criminal lawyer. Best criminal? Mr. Bannister, Elsas Mann.
Bannister kommt tags drauf, von Elsa geschickt, und bietet Mike den Job als Captain auf Bannisters Yacht, der Circe (!), an. Mythologie, das Meer, der Ruf der Sirenen.
Michael nimmt den Job an. New York, San Francisco, Acapulco. Odyssee.
Elsa erzählt Michael, sie würde manchmal dran denken, die Painkillers ihres Mannes einzunehmen. The pain of being alive, fragt Mike. Die oberen Zehntausend? Rich, rare and strange. Verwundete, einsame Seelen? Oder doch die Haie, von denen Michael erzählt. Die Haie, die sich gegenseitig fressen.
Als Michael Elsa aber anbietet mit ihm durchzubrennen, weicht sie aus, zögert sie. Was hat er schon zu bieten? 5000$! Das Geld, was er kriegen soll, um Grisby, den Partner von Bannister umzubringen", der sich, als Totgeglaubter, eine neue Existenz gründen möchte. Michael soll der Mörder" sein. Der Plan ist so simpel, wie er durchschaubar ist. Aber Michael stolpert zwischen Elsa, Grisby und Bannister umher, wie eine Flipperkugel. In Wahrheit soll er the fall guy sein für Grisby und Elsa, die gemeinsam Bannister umbringen wollen.

Elsa erscheint wiederholt in der Spiegelung von Grisbys Fernrohr. Der Richter, der der absurden Verhandlung vorsitzt, die Michael als Mörder von Grisby verurteilen soll, "schwebt" in einer Verhandlungspause Schach spielend in der Scheibe seines Zimmers über dem Himmel von San Francisco, wie eine lächerliche Gottesgestalt.
Überall Spiegel und Doppelungen, Doubles und Doppelgänger. Natürlich muss das Ende auch in einem Spiegelkabinett stattfinden, wo endlich die Masken abgerissen werden, die Doppelgänger entlarvt und hingerichtet werden. Und Elsa und Bannister sich in einem psychedelischen Shoot-Out duellieren. Sie schießen wie wild aufeinander, bis Bannister stirbt und Elsa versucht, tödlich getroffen, hinaus ins Freie zu kriechen. Sie wird es nicht schaffen.
Als sie blutend auf dem Boden liegt, sagt Michael zu ihr:" You said the world s bad, and we can t run away from the badness, and you re right there, but you said we can t fight it. We must deal with the badness and make terms and didn t the badness deal with you and make its own terms in the end, surely." Es gibt kein richtiges Leben im Falschen und, wer meint, er könne mit den Bösen dieser Welt Geschäfte machen und sauber bleiben, der irrt. Er wird umkommen bei dem Versuch, mit den Reichen, den Mächtigen dieser Welt gleichzuziehen.
Elsa bleibt bis zum Schluß eine rätselhafte Figur. Ist sie Opfer der Bannisters und Grisbys? Oder ist sie in Wahrheit the force of evil selbst.
Im Roman "If I die before I wake" von Raymond Sherwood, auf dem der Film basiert, heißt es über sie, sie sei "the most cold-blooded murderess ever heard of". Bei Welles und Hayworth bleibt Elsa ein Enigma.
Michaels Gang hinaus in die Geisterstadt, der Gang eines Traumwandlers. San Francisco scheint menschenleer. Grisbys Alptraum von der Bombe, ist er real geworden? The Horror, the horror.
Großes Kino. Simpler Plot?

Zur DVD: als Extra ein sehr aufschlußreiches Interview mit Peter Bogdanovich, enger Freund und Intimus von Welles. Und dazu noch ein Audio-Kommentar von Bogdanovich. Absolut zu empfehlen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hai Society, 18. März 2014
Von 
Tristram Shandy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Lady von Shanghai (DVD)
[Vorsicht, starke Spoiler!]

Eigentlich verdankt Orson Welles‘ „The Lady From Shanghai“ seine Existenz nur einem jener absurden Zufälle, die manchmal wegen ihres Unterhaltungswertes von den Beteiligten selbst, manchmal von ihren Biographen erfunden werden. Manchmal sind sie aber auch wirklich passiert. Nachdem sich Welles infolge seiner Entfremdung vom Studiosystem – er galt als Budgetsprenger – eine Auszeit von Hollywood gegönnt hatte, versuchte er sich als Regisseur einer Broadway-Musical-Version von „In 80 Tagen um die Welt“, und als der Produzent das kostspielige Schiff verließ, entschloß sich Welles, die Produktion aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Hierbei war er allerdings bald auf eine Finanzspritze angewiesen, und in seiner Not wandte er sich an den Studiochef von Columbia, Harry Cohn, dem er versprach, im Gegenzug für seine Hilfe einen Film zu liefern – als Regisseur, Produzent, Drehbuchschreiber, und sogar eine Hauptrolle wollte er spielen. In seiner Verzweiflung nannte Welles den Titel irgendeines Buches, das er von seiner Telefonzelle aus sehen konnte, um seine Idee etwas runder zu machen – und Cohn willigte ein.

Was sowohl für Cohn als auch das Multitalent Welles zu einem Ärgernis werden sollte – wenngleich aus verschiedenen Gründen –, erwies sich für den Film noir als ein wahrhaftiger Glücksfall. Das von Welles genannte Buch, das er zu jenem Zeitpunkt noch gar nicht gelesen hatte, war der Kriminalroman „If I Die Before I Wake“ von Sherwood King, und Welles erlegte sich keine Zurückhaltung darin auf, die Originalvorlage nach eigenem Gusto zu ändern. Was herauskam, war die Geschichte des irischen Seemannes Michael O’Hara (gespielt von Welles selbst), der im Central Park die auf einer Kutschfahrt befindliche Elsa (Rita Hayworth) vor einem Überfall rettet. Dabei verliebt er sich langsam in sie, nur um zu erfahren, daß sie die Ehefrau des berühmt-berüchtigten Strafverteidigers Arthur Bannister (Everett Sloane) ist. Schon kurze Zeit später taucht Bannister am Hafen auf, um Michael als Steuermann für eine Kreuzfahrt anzuheuern, und nolens volens schlittert der Ire in eine Anstellung bei dem von ihm eigentlich verachteten Mann. Schnell wird deutlich, daß Elsa ihren Ehemann verabscheut und in erster Linie nur des Geldes wegen – ein anderer Grund wird auch angedeutet, aber nicht weiter ausgeführt – bei ihm bleibt, während der wohl impotente Jurist [1] eine perverse Freude dabei empfindet, durch seinen Privatdetektiv Broome (Ted de Corsia) über die zwischen Elsa und Michael entstehenden Gefühle auf dem laufenden gehalten zu werden, wo er doch weiß, daß seine Ehefrau ihn letztlich nicht betrügen kann. Immer wieder reizt er seine Frau und seinen Steuermann bis aufs Blut. Zusätzlichen Konfliktstoff bringt sein Partner George Grisby (Glenn Anders) ins Spiel, der ebenfalls sofort merkt, was sich zwischen Elsa und Michael abspielt, und der Michael ein abstruses Angebot – es geht darum, seinen, Gribsbys, Mord zu inszenieren – macht, mit dessen Hilfe Michael Geld genug hätte, um mit Elsa durchzubrennen. Doch aus dem inszenierten Mord wird schließlich ein echter, und plötzlich ist Michael dringend auf die Hilfe des Mannes angewiesen, dem er eigentlich die Frau wegnehmen wollte.

Wer einen Film nach der Stringenz und Logik seiner Handlung beurteilt, wird mit „The Lady from Shanghai“ wenig anzufangen wissen, was aber wohl auch daran liegt, daß Welles im Laufe des Jahres 1946 einen Film von ungefähr 155 Minuten drehte, den ein entsetzter Harry Cohn auf knapp 90 Minuten zusammenkürzen ließ, bevor er schließlich Ende 1947 in die Kinos kam. Aber Cohn nahm nicht nur gravierende Kürzungen – so soll beispielsweise die berühmte Spiegelkabinettszene im Fun House ursprünglich 20 Minuten lang gewesen sein – vor, sondern sorgte auch dafür, daß Rita Hayworths Glamour-Faktor gewinnbringender ausgenutzt wurde, indem er Nahaufnahmen und eine Szene, in der sie ein Lied sang, nachdrehen ließ. Hayworth-Fans dürften allerdings allein schon wegen der Tatsache, daß die Diva in diesem Film eine eiskalte Psychopathin spielt, während sie in „Gilda“ ja noch das Herz – und vor allem die Haare – am rechten Fleck hatte, entrüstet gewesen sein. So nimmt es denn auch nicht wunder, daß „The Lady from Shanghai“ an den amerikanischen Kinokassen keinen Gewinn einspielte, denn durch die Nachbearbeitungen, die Cohn angestrengt hatte, waren die Produktionskosten über das Budget geklettert – etwas, das man ungerechterweise Orson Welles anlastete.

„The Lady from Shanghai“ wurde anfangs oft wegen seiner verworrenen Handlung kritisiert, die nicht alle aufgeworfenen Fragen beantwortet. Dies mag an den Kürzungen liegen, doch teilweise gewinnt die Story auch durch ihre Leerstellen: Was eigentlich hat Elsa genau in Shanghai getrieben? Und warum scheint sie so gute Verbindungen zur chinesischen Unterwelt zu haben? War am Ende auch der Überfall im Central Park getürkt? Daß diese Fragen letztlich offen bleiben, trägt zu der Aura des Geheimnisvollen um die von Hayworth gespielte Femme fatale bei und tut der Handlung letztlich keinen Abbruch. Ein anderer, tiefer liegender Grund für die Ablehnung, die der Film anfangs erfahren hat, dürfte wohl auch in der ätzenden Kritik liegen, die Welles hier unterschwellig, aber insgesamt auch sehr direkt an den USA übt. So ist allein schon auffällig, daß sein Held dieses Mal kein zielstrebiger Erfolgsmensch ist, wie Kane oder Arkadin oder auch Othello, sondern ein Außenseiter, ein irischer Seemann, der mit dem Auge des Fremden auf die USA blickt – und beispielsweise darüber verwundert ist, daß ein Mörder vor Gericht durch einen guten Strafverteidiger freigesprochen werden kann – und der von sich selbst sagt, er habe einen Hang dazu, sich durch seine Schwäche für dumme Launen und Ideen in Schwierigkeiten zu bringen. A foreign fall guy eben. Und dieser Außenseiter ist zwar einerseits naiv genug – aber das weiß er ja auch –, einer Frau auf den Leim zu gehen, die auf einer Jacht mit dem bezeichnenden Namen „Circe“ unterwegs ist, doch andererseits durchschaut er zumindest die beiden Anwälte, schließt aber auch Elsa in seine Kritik mit ein, wenn er ihnen anläßlich ihrer sadistischen Psychospielchen die Parabel von den Haien auftischt, die sich in ihrer unersättlichen Blutgier gegenseitig zerfleischten und fraßen, so daß am Ende kein Hai mehr übrig blieb. Eine Parabel, die nur auf Bannister und Grisby anzuwenden ist, oder nicht vielmehr auch auf das System Hollywood an sich oder gar auf den American Way of Life (and Strife)? So ist auch das groteske Verhalten von Geschworenen und Richter zweifellos als eine Kritik am amerikanischen Rechtssystem zu verstehen, das Anwälte wie Bannister auszunutzen verstehen, um sich zum einen eine goldene Nase zu verdienen, zum anderen aber auch, um ihre persönlichen Aggressionen darin auszuleben. Der mit sich selbst schachspielende Richter (Erskine Sanford) ist denn auch ein schönes Symbol dafür, daß es hier nicht um Gerechtigkeit, sondern um die beste Taktik geht, und eine alte Dame unter einem Dutzend Geschworener macht klar, daß eine junge Frau, die nett aussieht, niemals eine Juwelendiebin sein könne. Auch die Angst Grisbys vor einer alles zerstörenden Bombe mochte den Amerikanern, zwei Jahre nach Hiroshima und Nagasaki sowie vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden nuklearen Bedrohung durch die Sowjetunion, als alles andere denn das Hirngespinst eines Halbverrückten erscheinen.

Wie oben bereits gesagt, verschmähte es Welles, die Weiblichkeit seiner Hauptdarstellerin schmeichelnd und effektheischend in Szene zu setzen, wie Charles Vidor dies in Gilda tat. Man denke nur an Hayworths kecke Kopfbewegung auf die Frage ihres Filmehemanns „Are you decent?“ Statt dessen wirkt die Hauptdarstellerin in „The Lady from Shanghai“ seltsam zurückhaltend und auch kühl. Neben ihr haben Everett Sloane als spinnengleicher, spindeldürrer Gefühlssadist und, vor allen Dingen, Glenn Anders mit feuchten Augen und feuchten Lippen, die eine beunruhigende Mischung aus Lüsternheit, Verrücktheit und Hyperaktivität vermitteln, mindestens ebenso viel Leinwandschwere.

Doch „The Lady from Shanghai“ ist nicht nur wegen seiner Schauspieler, sondern auch wegen Welles‘ Regie ein bemerkenswerter Film, wenngleich sich Welles hier im Vergleich zu anderen seiner Werke zurückhält. So visualisiert er die Szene, in der Grisby Michael das Angebot macht, einen Mord für ihn zu begehen, indem die Kamera plötzlich aus einer extremen Obersicht auf die beiden einander gegenüberstehenden Männer blickt, so daß deutlich wird, daß beide nur durch Zentimeter von einem gähnenden Abgrund getrennt sind. Auf diese Weise werden die Bedeutsamkeit und die Gefährlichkeit der Entscheidung, vor der sich Michael befindet, dem Zuschauer schlagartig klar. Doch nicht nur Grisby setzt den Iren einer schwindelerregenden Unwägbarkeit aus, sondern auch Elsa – das wird spätestens in der Aquariumsszene offenkundig – ist gefährlicher, als es zunächst den Anschein hat. Nichts ist wohl für eine Liebesszene eine unpassendere, bedrückendere Umgebung als ein Labyrinth aus Aquarien, in denen sich stumme und glotzende Meeresbewohner tummeln. Doch Welles läßt es bei dieser Umgebung allein nicht bewenden, sondern er nutzt Hintergrundprojektionen, um die Meerestiere für den Zuschauer deutlich erkennbar größer erscheinen zu lassen, als sie in Wirklichkeit sind. Auch dürfte es wohl bezeichnend sein, daß die Aquarienszene damit beginnt, daß just hinter Elsa ein Oktopus durchs Wasser wabert, so daß der lange und intensive Kuß, mit dem der Ire sein Schicksal in Anwesenheit der Meerestiere besiegeln wird, für den Zuschauer nicht so sehr unter dem Zeichen von Leidenschaft steht als vielmehr mit einer Umklammerung durch das tentakelbewehrte Raubtier assoziiert wird.

In den Olymp legendärer Filmszenen hat es vor allem indes das Ende des Filmes geschafft, wenn Michael im caligariesken Pandämonium eines Fun House aufwacht und schließlich Zeuge wird, wie sich Elsa und ihr Ehemann im Spiegelkabinett gegenseitig umbringen. Wenn hier ein Spiegel nach dem anderen durch die Wucht einer Bleikugel zerspringt und nichts als Schwärze zurückläßt, dann kann eine Metapher wohl kaum gnadenloser die Heuchelei dieser maskentragenden Haifischmenschen geißeln, hinter deren Fassade nichts als Leere lauert.

Man kann nur mutmaßen, um wie viel anders die von Welles ursprünglich vorgesehene Version von „The Lady from Shanghai“ gewesen wäre. Es scheint das Schicksal Welles‘ gewesen zu sein, daß er nach seinem überraschenden Erfolg mit „Citizen Kane“ (1941) unter dem doppelten Druck stand, einerseits künstlerisch anspruchsvolle Filme zu inszenieren, andererseits aber auch Geld einzuspielen. Wenn man allerdings Letzteres will, muß man möglichst vielen Geschmäckern zu gefallen versuchen und kann eben nicht überraschen und befremden. So kommt es denn auch wohl, daß einige von Welles‘ Filmen im nachhinein verstümmelt wurden, was zwar immer bedauerlich ist – vor allem dann, wenn das geschnittenen Material auf ewig verloren zu sein scheint. Doch ist „The Lady from Shanghai“ selbst in seiner jetzigen Fassung noch immer so überwältigend, daß man sich den Film getrost ansehen kann, ohne befürchten zu müssen, etwas verpaßt zu haben. Bis man dann über die ursprüngliche Fassung zu sinnieren beginnt …

[1] Sowohl in „The Lady from Shanghai“ als auch in dem kurz zuvor entstandenen Klassiker „Gilda“, in dem Rita Hayworth allerdings ihre Reize als Liebesgöttin noch voll einsetzen durfte, ist der Ehemann der von Hayworth gespielten Figur stark gehbehindert. Anders als Vidor betont Welles diesen Aspekt indes stärker, indem er Bannister an zwei Stöcken gehen und sich zudem immer wieder in geschmacklosen Allmachtsphantasien ergehen läßt, die mit seinem Geld zu tun haben.
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5.0 von 5 Sternen Unvergessen: Rita Hayworth (1918-1987), 13. Februar 2012
Von 
Film- und Buchfreund (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Lady von Shanghai (DVD)
Rezension zu: "Die Lady von Shanghai" (USA 1947)

Zum Inhalt:

Als die mondäne Elsa Bannister (Rita Hayworth), Gattin des einflussreichen und wohlhabenden Anwalts Arthur Bannister (Everett Sloane), eines Abends einen Ausflug durch den New Yorker Central Park unternimmt, begegnet sie dort dem irischen Seemann Michael O'Hara (Orson Welles), der sie vor einem Überfall dreister Diebe rettet. Dieses Zusammentreffen verändert das gesamte Leben des Matrosen, der bald darauf als Skipper auf der Segelyacht der Bannisters zum Einsatz kommt. Während des Trips von New York nach San Francisco entspinnt sich eine heimliche Affäre zwischen Elsa und Michael, der von der kühlen Schönen fasziniert ist. Als der Jurist George Grisby (Glenn Anders), ein Geschäftspartner Arthur Bannisters, unterwegs an Bord kommt, will er den verunsicherten Michael davon überzeugen, für 5000 Dollar an einem Versicherungsbetrug mitzuwirken, allerdings soll er sich dafür als Mörder von Grisby ausgeben, während dieser in Wirklichkeit untertaucht. Das Verhängnis für Michael bahnt sich an, als Grisby tatsächlich ermordet wird, und ausgerechnet Arthur Bannister, der viel mehr weiß, als es den Anschein hatte, übernimmt die Verteidigung.....

Berwertung:

Das "Lexikon des Internationalen Films" beurteilte diesen Film folgendermaßen:

"Ein im Aufbau spannungsgeladener Stimmungen meisterlicher Film, dessen undurchsichtige Kriminalstory nur als Vorwand dient. Mit beißendem Zynismus übt der Film Kritik an den amerikanischen Fetischen, bleibt aber letztlich im Fatalismus stecken".

Dieser US-amerikanischer Kriminalfilm im Stil des "Film Noir" aus dem Jahr 1947, bei dem Orson Welles Regie führte, war seinerzeit sowohl finanziell als auch bei der Kritik ein Misserfolg, entwickelte sich aber über die Jahre zu einem Klassiker der Filmgeschichte, der für seine visuellen Effekte, vor allem in der legendären "Spiegelkabinett-Szene", bekannt ist.

Die Bild- und Tonqualität der "Sony"-DVD [ schwarz-weiß; ca. 87 min ] ist sehr gut.
Dieser Film ist -nicht nur für Fans dieses Genres- absolut sehens- und empfehlenswert.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hayworth und Welles, 19. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Lady von Shanghai (DVD)
Einer der bekanntesten ( und zu seiner Zeit leider gefloppten )Filme aus dem Genre des Film noir entstand 1947.
Hier führte Orson Welles selbst Regie.

Die Rede ist von "Die Lady von Shanghai".

An diesen Film erinnert man sich aus zwei Gründen: Rita Hayworth als eiskalter blonder ( ! ) Vamp und das Finale im Spiegelkabinett.

Leider war das schon alles. Natürlich ist die Hayworth prima. Sie wollte ihr Image ändern, weg vom Glamour-Girl mit den langen roten Haaren, das tanzt und die Männer überall verrückt macht.
Das Experiment klappte nicht, wie gesagt, der Film floppte, überdies lebten die Hauptdarsteller beim Dreh bereits in Scheidung.

Ja genau, Welles und Hayworth waren verheiratet, hatten sogar eine Tochter.

Rita hätte in diesem Genre weitermachen können, statt dessen spielte sie nach 1947 in Filmen wie "Affair in Trinidad",
"Salome" und "Miss Sadie Thompson". Nur "Pal Joey" und "Getrennt von Tisch und Bett" möchte ich gelten lassen.

Drei Sterne für den löblichen Versuch des großen Orson Welles, mit seiner Frau etwas anderes zu versuchen. Das Ergebnis lässt einen allerdings ein wenig ratlos zurück. Da greift man lieber zu "Gilda" oder "Double Indemnity".
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Circe und der schwarze Ire...., 17. Januar 2012
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Lady von Shanghai (DVD)
Ein Film Noir wie ein böser Fiebertraum: Die Geschichte beginnt im Zentrum von Manhattan, genauer im Central Park. Dort trifft der Seemann Michael O`Hara (Orson Welles) auf die schöne und geheimnisvolle Elsa (Rita Hayworth), die sich im Dunkel der Nacht mit einer Kutsche durch den Park fahren lässt. Als kurz darauf drei jugendliche Randalierer die Kutsche überfallen und die Frau in große Gefahr gerät, kann der starke und kräftige Michael die Szene als Retter verlassen.
Er begleitet die Frau zur Garage, wo ihr Wagen steht und erfährt, dass seine Angebetete schon vergeben ist. Sie ist die Frau des möglicherweise weltbesten Strafverteidigers Arthur Bannister (Everett Sloane).
Elsa bietet Michael einen Job auf íhrer Jacht an, denn sie und ihr Mann sind auf dem Weg nach San Franzisco über den Panamakanal.
Die geheimnisvolle Elsa stammt aus Weissrussland und hat auch schon in gefährlichen Städten wie Macao oder Shanghai ihre Brötchen verdient.
Michael lehnt aber ab, wohlwissend der Gefahr für eine überaus begehrenswerte Frau zu arbeiten, die verheiratet ist.
Doch kurze Zeit später kommt der gehbehinderte Bannister auf Geheiß seiner Frau zum Hafen, wo Michael auf das Anheuern wartet. Er nimmt nach einer Zechtour mit dem mysteriösen Bannister dann den Job doch an.
Als Matrose arbeitet er nun an Bord von Bannisters Jacht.
Elsa wirkt sehr einsam und lässt sich auf eine heimliche Liaison mit Michael ein, schließt aber aus finanziellen Gründen eine Scheidung von ihrem wohlhabenden Mann aus. Kurz nachdem die Yacht vor der mexikanischen Küste vor Anker gegangen ist werden Michael und Elsa vom Steward der Yacht, Sidney Broome (Ted de Corsia) beim Küssen beobachtet.
Auch Bannisters Kompagnon George Crisby (Glenn Anders), der mit an Bord ist, erweist sich als dubiose Gestalt.
Die beiden Liebenden bemerken, dass ihre Umgebung sehr wohl weiss, was läuft. Allerdings lassen sie es geschehen, verkeifen sich aber nicht immer wieder zynische Anspielungen durchsickern zu lassen.
Da macht Crisby Michael ein lukratives Angebot...
Orson Welles hat mit dem 1947 entstandenen "Lady von Shanghai" einen sehr besonderen Beitrag der schwarzen Serie geschaffen, der phasenweise durch die vielen Nahaufnahmen und bizarren Kamerawinkel den Effekt erzielt, dass bestimmte Charaktere mysteriös und gefährlich erscheinen. Ein Gefühl von Paranoia ist allgegenwärtig und hält sich bis zum weltberühmten Schlussakkord, der in einem Spiegelkabinett entschieden wird.
Bei seinem Erscheinen ein sowohl an der Kasse als auch bei der Kritik durchgefallener Thriller, der auch deshalb in die Schlagzeilen kam, weil Filmgöttin Rita Hayworth ihren roten Schopf gegen einen blonden Kurzhaarschnitt eintauschte. Welles wollte, dass seine Frau ein ganz neues Image bekommt.
Erst im Laufe der Zeit etablierte sich "Lady von Shanghai" zum Klassiker des Genres.
Freut euch auf einen sehr eigenständigen Film Noir, der irgendwie schwebend wirkt und erst nach und nach einen perfiden Plan offenlegt.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen leider kein film noir, 1. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Lady von Shanghai (DVD)
Mit großer Vorfreude habe ich den Film gestartet. Die Enttäuschungen akkumulierten sich aber von Szene zu Szene. Im Gegensatz zum klassischen Film noir (The glass key, Blondes Gift, Laura, etc.) lebt die Lady von Shanghai von seiner Hauptdarstellerin und einer guten Idee. Die Dialoge sind hingegen mau und der Film verliert - je länger er dauert - an Tiefgang. Spannung kommt erst gar nicht auf. Nicht selten stellt sich die Frage: Warum hat er/sie jetzt das gemacht? Viele unmotovierte Aussagen und Handlungen reihen sich planlos aneinander. Das einzige was bleibt ist am Ende ein nicht ganz logischer Plot voller sich übertrumpfender Wendungen und ein Fazit, das fatalisitisch alle Protagonisten (außer Orson Wells) als habgierige und persönlichkeitslose Einheitsmenschen darstellt. Einen Zusatzpunkt für die Hayworth - der Film bliebe bei einem Stern stehen. Schade!
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Die Lady von Shanghai
Die Lady von Shanghai von Sherwood King (DVD - 2003)
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