Kundenrezensionen

84
4,6 von 5 Sternen
High Voltage (Special Edition Digipack)
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. August 2008
... denn so herrlich purer Hard Rock wurde und wird nicht von allzu vielen Bands gespielt, und wer, wie ich, die Stimme von Bon Scott verehrt, hat insgesamt eh nur ca. 60 Lieder zur Auswahl.
Ich bin ein klein wenig in der Zwickmühle, weil ich "Let there be Rock" und "Powerage", die mir noch besser gefallen als dieses Album, auch fünf Sterne gegeben habe, aber mal ehrlich: Auch diese Platte haut einen Rock'n'Roll-Fan doch vom Hocker, oder?
1. It's a long way to the top: Eine perfekte Rocknummer, besser kann man das nicht spielen. Ich behaupte, dass die Zahl der Menschen, die gerne Rock hören und dieses Lied nicht lieben, weltweit unter hundert liegt. Ehrlich.
2. Rock'n'Roll Singer: Fast genau so gut, auf jeden Fall der gleiche Stil, fast wie fünfziger Jahre R'n'R, nur lauter. Und dieser Bon ... :-) ("I got the devil in my blood, telling me what to do ... and I'm all ears.")
3. The Jack: Der legendäre AC/DC-Blues mit dem herrlich zweideutigen Text. (Jack ist ein Slangausdruck für Tripper, unter dem Gesichtspunkt wird aus dem Kartenspiel etwas völlig anderes.)
Wird live übrigens schon von Anfang an mit einem anderen, EINdeutigen Text gesungen.
4. Live Wire: Eigentlich der perfekte Konzertbeginn, wie am Video "Let there be Rock" gezeigt. Eine Zeitlang wummert nur der Bass, dann kommt leise die Rhtythmusgitarre dazu. Einige Takte darauf die Hi-Hats vom Schlagzeug, und bald darauf krachen die Leadgitarre und das restliche Schlagzeug dazu. Und so rollt die Nummer smooth, aber kräftig dahin. Gefällt mir. *schmatz*
5. TNT: Eine Granate, wie sie selbst diese Band nur ganz selten zustandegebracht hat. Kennt aber eh jeder, diesen Midtempo-Stampfer mit Mitbrüllteil.
6. Can I sit next to you girl: Das allererste Lied von AC/DC, von Bon Scott neu eingesungen. (Originalsingle war noch mit Dave Evans.) Fürs erste ganz ordentlich, stinkt aber nach den vorigen fünf ein wenig ab.
7. Little Lover: Langsam, bluesig. (Bon war zwar kein Bluessänger, aber egal.) Nicht top, aber okay.
8. She's got balls: Auch langsamer, aber bissig und böse. Die Nummer hat etwas, keine Frage. Ich persönlich ziehe aber die ersten fünf vor, und:
9. High Voltage: Da wären wir wieder, im gleichen Stil wie die ersten beiden Nummern. Und wieder rundum gelungen. Ein straighter Rocksong, der immer noch gerne live gespielt wird. Eine der sechs Topleistungen auf dem Album.

Abschließend sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass dieses Album eigentlich Stückwerk ist, denn in Australien wurde die Platte ursprünglich mit dem Titel "TNT" und etwas anderer Tracklist veröffentlicht. Die wenigen schwächeren Titel dieser Scheibe fehlen am Original, dafür ist noch die Killernummer "Rocker" und das Chuck-Berry-Cover "School days" drauf. Im Zweifelsfall also eher das australische Original kaufen.

Aber auch in dieser Version ganz klar 5 von 5.
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31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. November 1999
"High Voltage" nimmt nicht nur unter den zahlreichen AC/DC Platten eine besondere Stellung ein, es ist überdies eines der besten und auch wichtigsten Hardrock-Alben überhaupt. Das liegt nicht nur an "T.N.T.", das früher für viele meiner Generation eine regelrechte Hymne war. Es liegt ebenso an den acht anderen Stücken die sich auf "High Voltage" finden. Die bekanntesten sind wohl neben "High Voltage" dem Titelsong "The Jack", "It's A Long Way To The Top" und "Can I Sit Next To You Girl". Aber alle der neun Stücke auf diesem Album sind richtige Hardrock Stücke. Denn 1976 konnte es vorkommen, daß man Musik machte, ohne dabei an die romantischen Bedürfnisse von pickligen Teenager zu denken. Somit finden sich auf diesem Album anders als bei den meisten anderen Hardrockbands der Achtziger und Neunziger keine mittelmäßigen Balladen. "High Voltage" ist sicher nichts für die VIVA-Generation, aber wer ehrlichen, kraftvollen Hardrock mag, der muß dieses Album ainfach lieben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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42 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. März 2006
Zu ACDC's High Voltage und zu deren Musik an sich wurde hier schon genug geschrieben. Meine Meinung ==> genial. Nachdem ich mir aber mehrere Alben dieser "digital remasterten" Auflage gekauft habe, frage ich mich welche Stümper da am Mischpult oder PC sitzen. Nahezu die komplette Auflage läuft über den Limiter und die Spitzen werden abgeschnitten, da eben übersteuert. Dies führt zum Knacksen in den Höhen. Sehr schön zu hören z.B. bei T.N.T.
Manchmal ist weniger eben doch mehr (-6db und es paßt)
Braucht sich keiner bei der Musikindustrie zu wundern, wenn die Umsatzzahlen rückläufig sind, wenn bei der Abmischung in der x-ten Neuauflage immer noch nicht das technisch Mögliche umgesetzt wird.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Dezember 2013
AC/DC – High Voltage (1975)

Erster Auftritt des Schuljungen-Gitarristen Angus Young zusammen mit dem brustbeharrten Überrocker Bon Scott und die Combo AC/DC feuert uns fette Riffs um die Ohren, ohne viel Wert auf Kompromisse zu legen.

Das geht los im Cover Baby, please don't go. Mit schnelle Beats und Staccato-Riffs huldigen sie dem Blues-Altmeister Big Joe Williams. Angus' Soli sind zwar nicht virtuos oder besonders ausgefeilt, aber die schnelle, unsaubere, pentatonische Klimperei macht einfach Spaß. Dazu Bon, der mit seiner whiskey-geschwängerten Stimme tierisch abgeht.

Wer sich einmal die Lyrics anhört, wird schnell bemerken, dass diese meist genauso kompromisslos sind. Es geht um Sex und... um Sex. Manchmal zweideutig, manchmal eindeutig zweideutig, aber immer mit einem frechen Augenzwinkern. Das zweite Lied heißt She's got Balls, noch Fragen? Dieser Song funktioniert im Endeffekt genauso wie die nächsten Songs. 1-Akkord-Riffs in der Strophe, 3-Akkord-Riffs im Refrain und ein Blues-Groove vom feinsten, ein kleines Solo von Angus, fertig. Musikalisch sticht das Album bis einschließlich Soul Stripper nicht mehr wirklich heraus, und wird auf Dauer sogar eintönig. Hier wäre die ein oder andere besondere Idee nicht schlecht gewesen.

Auf der anderen Seite braucht man bei solcher Musik auch nicht groß nachzudenken und sie macht einfach Spaß. Einfach gehaltener Spaß. Erwähnenswert wäre auf jeden Fall der markerschütternde Gesang in Stick around. Bon hat's halt drauf.

Und was rettet jetzt auf Dauer die Wertung vor allzu großer Montonie? Nun, die Band hat die eigentlichen Höhepunkte alle ans Ende verfrachtet. You ain't got a Hold on me beinhaltet alle zuvor beschriebenen AC/DC-Zutaten, brilliert aber durch den brillianten Refrain und den Text. Und der Closer Show Business ist die Up-Tempo-Bluesrock-Nummer schlechthin. So muss sich Rock 'n' Roll anhören. Stur ein Blues-Schema, stur ein pentatonisches Gitarrenzwischenspiel, sturer Mitsingrefrain und dies ist alles im positivsten Sinne gemeint.

Und dann hätten wir dann noch das Glam-Stück Love Song. Hier merkt man, dass die Band irgendwie noch keinen einheitlichen Stil zwischen Blues, Rock, Hard Rock und Heavy gefunden hat. Love Song ist (Wer hätte es gedacht?) ein Liebeslied, fällt allein schon deshalb aus dem Rahmen, ist eine Ballade und vor allem eigentlich purer Glamrock. Trotzdem brilliert Bon mit der Gesangsleistung und man nimmt ihm auch dieses Kontrastprogramm ab Die Melodie ist schlicht und ergreifendend genial. Love Song ist ein wahres Meisterwerk auf einem inhomogenen Werk, auf dem es auch produktionstechnisch nichts zu meckern gibt. Sämtliche Songs sind, der Musik entsprechend, einfach gehalten.

Fazit: Ein inhomogenes Frühwerk einer wahrscheinlichen Ausnahmeband, wobei die letzten drei Hits die Platte vor monotoner Riff-Versumpfung retten. Allein diese Songs sind es wert, das Album zu besitzen und auch die restlichen Songs sind nicht schlecht, nur leider wenig abwechslungsreich.

Wertung: ****
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Juni 2003
Was für eine Scheibe - die allerste AC/DC-Aufnahme original in Australien 1974 erschienen. Als Erstling eine rohe, unverfälschte Production bei Albert Productions. Als AC/DC sich formierten, munkelte man, dass Bon Scott erstmals die Gitarristen sich anhören wollte und als der kleine Angus vorspielen sollte, lachte der nicht mehr ganz nüchterne Bon und meinte, der würde ja nicht mal ein Ton spielen können, da die Gitarre grösser ist als der Kleine.....danach legte Angus los und die Erfolgsstory kennt man ja inzwischen..Die australische High Voltage hat mit der europäischen High Voltage nur die Lieder "She`s got Balls und Little Lover" gemeinsam - den Anfangssong macht das Cover "Baby please don`t go", diesen kennt man bereits aus der 74èr Jailbreak CD, ebenso wie "You ain`t got a hold on me, Show Business und Soul Stripper" und somit wäre da noch der Song "Stick around" und das einzige!!!!!! Liebeslied von den Australiern "Love Song" - diese CD hat nun wirklich nichts mit den heutigen AC/DC zu tun - aber als eine der ersten härteren Scheiben unverzichtbar und für Fans ein absolutes Muß, da hier die Scheibe mit 6 reinen australischen Songs bespickt ist.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Juni 2004
Mein persönlicher Favorit der unzähligen AC/DC Alben. Jedes Stück ein Hit. Eines der wenigen Alben, die von vorne bis hinten durchweg herausragend sind. Hier stimmt alles. Wer sich nur ein AC/DC Album kaufen will, sollte sich das hier zulegen, es enthält viele Klassiker der Band. Und mit Sänger Bon Scott waren AC/DC ohnehin besser!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. April 2004
...sagte eine israelischer Freund, als ich "High Voltage" auflegte. Die erste AC/DC-Platte ist für mich die Beste. Auf der trockenen Aufnahme von 1974 ohne alle technischen Effekte knallen die E-Gitarren durch die Boxen, gerade weil die Verzerrer noch nicht bis zum Anschlag aufgedreht sind. Man kann das Schwingen der Stahlsaiten richtig nachfühlen. Ungehobelt, roh und trotzdem mit Sinn für Melodien kommt hier das Ursprüngliche des Rock n Roll rüber, auch weil die Stereo-Abmischung sehr einfach ist. Man hat das Gefühl, direkt neben der Band im Probe-Raum zu stehen. Insgesamt steht "High Voltage" dem Heavy Blues näher als dem Heavy Metal. Bon Scotts Gesang sorgt aber dafür, dass es richtige "Bösen-Musik" ist, Rock, der auch heute noch nach 30 Jahren braven Eltern Angst machen dürfte... Die besten Tracks: "It's a long way to the top", "Live wire" und "T.N.T". Ein Tipp zum Schluss: Play It Loud!!!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. April 2003
Das Debütalbum „High Voltage" steht den anderen AC-DC Longplayern in nichts nach. Die Songs „The Jack" und „T.N.T" gehören noch heute zu jedem Live-Set der Rockmonster und werden auch nach wiederholtem Anhören nicht langweilig.
Aber egal welches Lied man auswählt, man fängt unweigerlich an mit dem Fuß zu wippen und mitzurocken. Zu dem unverkennbaren Sound gesellt sich dann noch die markante Stimme des legendären Bon Scott und die markanten Gitarreneinlagen von Angus Young.
So kann man getrost sagen, dass „AC/DC" mit ihrem ersten Studioalbum einen zeitlosen Klassiker und eines der wichtigsten Alben der Rockmusik geschaffen haben.
Jedem AC/DC Fan oder jenen die es noch werden wollen, kann ich dieses Superalbum nur wärmstens empfehlen, da man mit Angus und Co. nie etwas falsch machen kann. Ohrwürmer und Langzeithörspaß sind vorprogrammiert!!!!!!!!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. November 2014
Das Album ist eine Zusammenstellung aus AC/DCs 1.australischen Album High Voltage("Little Lover","Shes got Balls") und dem 2.australischen Album T.N.T.(restliche 7 Songs). Diese spielerische, fast kindlich leichte Art, sich ideale Boogie-Rock-Songs aus dem Arm zu schütteln mit nahezu genial zündenden Mitsing-Refrains, war schon fabelhaft. Das Album erreicht noch nicht ganz das Niveau der späteren Hit-Alben Let there be Rock(1977) und Highway to Hell(1979), beeindruckt aber durch seine unglaubliche Leitigkeit, diese Power im Sound, diesen Sänger mit der nöhligen whiskey-getränkten Rockerstimme und durch wirklich tolle Gitarren-Solos des damals in Europa noch unbekannten Angus Young. Gleich der Opener "Its a long way to the Top"(5/5) ist gkeichzeitig autobiographisch, wie auch einfach eine klasse Rock-Hymne. Bei mir wäre der Song auch heute noch im Live-Set. "Das melodischere "RocknRoll Singer"(4/5) steht dem aber nicht viel nach, das schleppend bluesige "The Jack"(5/5) war ein Geniestreich, genauso wie die fetten harten Rocker "T.N.T."(5/5) und "High Voltage"(5/5). Dazwischen noch das spannungsgeladene "Live Wire"(5/5), der Gute-Laune-Rocker "Can I sit next to you Girl"(4/5), das coole Gay-mässige von einer verspielten Stimme Bon Scotts besungene "Little Lover"(4/5) und die Mid-Tempo-Tittenhymne "Shes got Balls"(4/5). Ein durch und durch gelungenes Hardrock-Boogie-Album, die cleveren oft zweideutigen Texte immer mit einem Augenzwinkern - für damalige Zeiten geradezu innovativ, was Härte, Spass und Musikalität einer Hardrockgruppe angeht. ACDC waren damals in grosser Form und hatten einen Lauf der wenigstens bis zum Back in Black-Album(1980) anhalten sollte.
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TOP 500 REZENSENTam 2. Oktober 2012
Warum wurden die Australier mit ihren ziemlich simpel gestrickten songs zu einer der erfolgreichsten Rock Bands der Musikgeschichte? Nun - das Simple ist oft sehr erfolgreich; das alleine würde aber ihren Status noch nicht erklären. Die grösste Stärke der Gruppe - neben den oft infektiösen Hooks und Riffs - liegt darin, dass Sie den Rock'n'Roll auf's Wesentliche reduzieren und ihn nicht nur zum Grooven bringen, sondern ihn auch unheimlich drängend spielen - und dabei spielt das Tempo kaum eine Rolle. Und auch Humor, Sturheit und Verweigerung gegenüber allem Neuen sind ganz wichtige Zutaten zu ihrem Erfolgsrezept.

Das alles war auf ihrem internationalen Debut-Album schon da und wenn Sie da beim ebenso betitelten opener ,It's A Long Way To The Top, If You Wanna Rock'n'Roll` skandieren, dann mag das auf viele andere Bands zutreffen, aber AC/DC wurden bereits 3 Jahre nach ihrer Gründung zu Stars. Aber Riffmonster wie ,T.N.T.`, ,Rock'n'Roll Singer` oder ,High Voltage` funktionieren halt auch mehr als 35 Jahre später noch immer. Und daneben konnten Sie damals auch schon den Boogie (,Can I Sit Next To You Girl`) so perfekt, dass wohl selbst Status Quo neidisch wurden. Auch das Feeling für den Blues (,The Jack`, ,Little Lover`) war schon voll ausgereift und wer im Spätherbst des Glamrock eine solche Mischung - noch dazu mit solcher Inbrunst - vortrug, der konnte eigentlich nur durchstarten.

Hard-Rock? Ja eh - aber in Wirklichkeit ist das einfach purer und druckvoll gespielter Rock'n'Roll, von einem charismatischen und immer augenzwinkernden Sänger vorgebracht und so tight und energiegeladen von der Band gespielt, dass Virtuosität, oder komplizierte Songs den Spass und die Power dieser Songs wohl nur zerstört hätte.

,High Voltage` ist essentiel, weil es großartige Songs hat und bereits das ganze Spektrum der Australier in Vollendung repräsentiert. Und im Prinzip ist es wurscht ob man sich dieses Album oder ,Back In Black`als Startpunkt zulegt (in Wirklichkeit will man dann eh alle, weil man nicht genug davon bekommen kann).

Auch Live haben Sie heute noch eine Berechtigung, weil ihre Shows einfach wie ein Rummelplatz für Berufsjugendliche rüberkommen - der Nebel, die Lichtshow, die Böllerschüsse, der Konfettiregen, Angus` Stunt-Solis - das alles macht einfach unheimlich viel Spass - und wer sagt, das Spass immer anspruchsvoll sein muss?

Zu dieser Ausgabe - die Remasters die Anfang der 00er Jahre erschienen waren klanglich schon ziemlich komprimiert - jetzt gibt's die Dinger endlich wieder auf Vinyl, wobei diese etwas teurere 180g Pressung von 2005 wohl noch etwas dynamischer als die Günstigere von 2009 klingt. Am druckvollsten klingen aber immer noch die dünneren schwarzen Scheiben, die bis in die frühen 90er hinein erhältlich waren.
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