Amazon.de: Kundenrezensionen: Der Löwe im Winter

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47 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen We're a knowledgable family!
Dieser Film von 1968 muß jedem ans Herz gelegt werden, der einmal wieder geschliffene Dialoge, eine atemberaubende Handlung und glänzende Schauspieler, die eine vernünftige, klare Aussprache (und denen man ihre Bühnenerfahrung wirklich anmerkt!!) besitzen, sehen will. Auch werden bei "Lion in Winter" keine romantischen Vorstellungen von mittelalterlichen...
Veröffentlicht am 5. September 2003 von Floyd Waters

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versus
16 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Shakespeare meets the Sixties
"Der Löwe im Winter" ist das, was von vielen gerne als "anspruchsvolles" Kino bezeichnet wird - wahrscheinlich, weil der Film sehr deutlich auf einem "anspruchsvollen" Theaterstück basiert. Tatsächlich präsentiert uns Regisseur Harvey hier bloß pathetisches, altmodisches und zunehmend nervendes Dialog-Kino. Statt eine Geschichte zu erzählen, ergeht sich der Film in...
Veröffentlicht am 29. August 2005 von DVD-Fan

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47 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen We're a knowledgable family!, 5. September 2003
Dieser Film von 1968 muß jedem ans Herz gelegt werden, der einmal wieder geschliffene Dialoge, eine atemberaubende Handlung und glänzende Schauspieler, die eine vernünftige, klare Aussprache (und denen man ihre Bühnenerfahrung wirklich anmerkt!!) besitzen, sehen will. Auch werden bei "Lion in Winter" keine romantischen Vorstellungen von mittelalterlichen Königshöfen geweckt (überall Gold, bis es schmerzt und klinische Sauberkeit), sondern hier wurde ein Szenarium geschaffen, das wohl eher der Realität entsprochen haben dürfte: auf dem vor Schlamm stehenden Innenhof von Chinon (dem Schloß) laufen die Hühner frei herum, und die Zimmer sind äußerst spartanisch eingerichtet. Schon für diese Äußerlichkeiten allein müßte es schon fünf Sterne geben. Doch alle Schauspieler in ihrem glänzenden Zusammenspiel treiben alles noch auf die Spitze, allen voran Kathrine Hepburn und Peter O'Toole, die sich gegenseitig zu Höchstleistungen angetrieben haben; doch am meisten begeistert mich, je häufiger ich den Film sehe, Timothy Dalton, in einer seiner ersten Kinorollen als König Philip II. von Frankreich, der es glänzend versteht, selbst Pausen zu einem wahren Genuß zu machen.

Alles in allem ein glänzender Film, den man gesehen haben muß.

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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Tolle Theateradaption, 9. Januar 2007
Der Film lebt von seinen beiden erfahrenen Schauspielern Peter O`Toole und Katherin Hepburn. O Toole als middlivekrisender King Henry gibt eine großartige Darstellung und Hepburn IST in diesem Film einfach die real existierende Eleanor von Aquitanien. Dazu liefern Antony Hopkins als junger Prinz Richard (der spätere Löwenherz) und Nigel Terry als John "Lackland" eine überzeugende Darbietung.

Darüber hinaus bietet die Ausstattung des Filmes einige interessante Details, so ist der große Saal mit Heu ausgelegt, auf der Freitreppe lungern Hunde und Hühner herum und der Burghof sieht nach einem Regenguß genau so schlammig aus wie man es von einer mittelalterlichen Burg erwartet. Man möge diesen Film nur einmal mit den Hochglanzproduktionen der 50er Jahre ala Ivanhoe und Co. vergleichen.

Der einzige Nachteil ist die nach heutigen Standards eher actionarme Story sowie die Tatsache, daß man ein wenig geschichtliches Hintergrundwissen mitbringen sollte um den Film zu verstehen.

Wer jedoch genau weiß wer Eleanor von Aquitanien war, ein guter Bekannter von Henry II ist und Richard Löwenherz schon als Baby auf dem Schoß sitzen hatte kann so richtig in die Story eintauchen. Dieser Film gehört zu meinen persönlichen Top 5.


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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Leider nicht perfekte Umsetzung auf DVD, 28. März 2003
Von Ein Kunde
Eins muss gleich klargestellt werden: Der Film verdient mindestens 5 Sterne. Wer noch immer glaubt, dass "Gladiator" mit seinen Dialogen auf Seifenopern-Niveau und Hans Zimmers Werbespot-Musik ein guter Historienfilm ist, der sollte sich "Der Löwe im Winter" anschauen und dann schweigen.
Kritik verdient nur die Umsetzung dieser DVD: Positiv ist, dass der Audiokommentar des Regisseurs von der US-DVD enthalten ist. Der auf dem Cover versprochene Trailer ist allerdings nirgends zu finden. Weiteres Bonus-Material gibt es nicht. Die messerscharfen Dialoge könnte man in der englischen Originalfassung noch etwas besser genießen, wenn es neben den vielen anderen auch englische Untertitel gäbe. Die fehlen jedoch. Der historische Mono-Ton ist etwas dünn, aber zufriedenstellend. Das Bild ist ebenfalls kontrastreich und gemessen am Alter des Films sehr scharf, nur fällt beim zweiten Hinsehen auf, dass leider etwas exzessiv Schärfefilter eingesetzt wurden.
Insgesamt aber ist es hervorragend, dass die DVD überhaupt endlich in Europa erhältlich ist. Deshalb: Kaufen, genießen!
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Ohrenschmaus ..., 26. Februar 2004
Von Ein Kunde
Gestern habe ich diesen Film zum ersten Mal gesehen. Balsam für die Seele. Geschliffene Dialoge, phantastische Darsteller, wunderbare Szenerie und ich meine auch oskarprämierte Musik.

Aristoteles hätte fast seine helle Freude an dem Film gehabt. Die Einheit von Ort, Zeit und Handlung wurde zwar nicht hundertprozentig eingehalten, aber immerhin spielt die Handlung innerhalb von 24 Stunden.

Gleich zu Anfang vergleicht sich Heinrich mit König Lear (da der Film vor Shakespeares Lebzeiten spielt, natürlich die Legende, nicht das Drama). Nicht ganz zu unrecht. Wer von seinen drei Söhnen soll das Königreich bekommen - der Rustikale, der Tumbe oder der Gewiefte. Auch seine Gattin Eleanore hat bei den Planungen ein gewichtiges Wörtchen mitzureden.

O'Toole und Turner liefern sich als Ehepaar schillernde und boshafte Wortduelle. Und auch die anderen Familienmitglieder wissen sich verbal zu wehren. Da merkt man dem Film seinen Ursprung in einem erfolgreichen Theaterstück schon an. Daher kommt es auch, dass sich die Handlung immer wieder in einem Ort konzentriert. Wunderbar z.B. die nächtlichen Besuche bei dem französischen König Ludwig.

Kleine Episode am Rande: Einige Jahre zuvor spielte Peter O'Toole schon einmal die Rolle des draufgängerischen König Heinrich. In "Beckett oder die Ehre Gottes", eine Dramenverfilmung nach Jean Anouilh. In diesem Film hielt ich ihn für die Fehlbesetzung des Jahrhunderts. Der feinsinnige O'Tool spielte den rumhurenden Haudegen, der brüske Richard Burton den vergeistigten Thomas Beckett. Also genau falschrum. Aber "Der Löwe im Winter" hat die Rollenwahl im Nachhinein noch bestätigt.

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28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein intelligentes und unterhaltsames Meisterwerk!, 25. März 2003
Das DVD-Cover suggeriert durch die Nennung von Anthony Hopkins, als ob dieser neben Katherine Hepburn und Peter O'Toole eine der Hauptrollen spielt, doch ist dies nichts weiter als eine Verbeugung vor seinem heutigen Bekanntheitsgrad, während er damals mit der Rolle des Richard Löwenherz seinen ersten Film drehte. Doch das macht dieses Historiendrama, basierend auf einem Broadwaystück von James Goldman, der auch das Drehbuch schrieb, deshalb in nichts weniger spannend, intelligent, kraftvoll und mit Schwung inszeniert. Peter O'Toole fühlt sich in seiner Rolle als Heinrich II. von England offensichtlich pudelwohl, spielte er diesen Herrscher doch bereits einige Jahre vorher neben Richard Burton in „Becket", und Katherine Hepburn als die alternde Könign Eleanor von Aquitanien, einst schönste und begehrteste Frau ihrer Zeit, ist die Topbesetzung überhaupt und wurde deshalb 1969 mit dem Oscar der besten Hauptdarstellerin belohnt.

Kernstück des Films bilden die familieninternen Zwistigkeiten und Machtkämpfe, die nach dem unerwarteten Tod des Thronfolgers entstehen: In der Burg von Chinon wird zum Weihnachtsfeste 1183 um die Nachfolge im angevinisch-englischen Königreich gerungen. Zur Auswahl stehen drei Söhne, völlig unterschiedliche Charaktere, bereits zu Beginn des Films in kurzen Begebenheiten exemplarisch geschildert: da ist Prinz John, der vom Vater geliebte und favorisierte jüngste Sohn, linkisch, ungepflegt und doppelzüngig, da ist Prinz Geoffrey, verschlagen, von den Eltern ungeliebt und beiseite geschoben, der sich beiden Brüdern gleichzeitig als späterer Kanzler andient, und natürlich Prinz Richard, der spätere Löwenherz, der als der nunmehr älteste überlebende Sohn seinen Anspruch auf die Thronfolge anmeldet. Hopkins überzeugt in der Rolle dieses Königs, der wegen seines Mutes und seines ritterlichen Ungestüms auch heute noch populär ist, obwohl er ein lausiger König war.

Während eines Tages und einer Nacht eskalieren die Ereignisse. Dies umso mehr, als ausgerechnet noch der König von Frankreich, Philipp II. (August), zu Besuch ist und von Heinrich entweder die Heirat seiner Schwester Alais, die die Geliebte Heinrichs ist, mit Richard verlangt oder aber die Rückgabe des Vexin als vor Jahren überlassene Mitgift. Heinrich will weder seine Geliebte noch das Vexin aufgeben, Eleanor wiederum, in der kurzen Zeit, in der sie in Freiheit und bei ihrer Familie ist (Heinrich hat sie vor Jahren internieren lassen), kämpft und intrigiert mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln um ihren eigenen Einfluss auf die Zukunft, in der sie Richard als König sehen will. Dabei wechseln die Bilder zwischen einstiger Zärtlichkeit und den Momenten von Bitterkeit und Hass, welche in ihr aber auch in Heinrich und seinen Söhnen lodern. Messerscharfe Dialoge, ob nun Lügen oder Schwüre, alles kommt in diesem Meisterwerk vor. Es wird mit der Vergangenheit abgerechnet, und schließlich scheint am Ende der Tod der Söhne durch das Schwert des Vaters zu stehen....

Ein großartiger Film, der einen auch nach dem x-ten Anschauen immer noch in seinen Bann zieht!

Der Film in seiner Umsetzung hat mittelalterliches Flair, die deutsche Synchronisation ist ebenfalls gelungen. Der Film wird in Cinemascope (2.35:1) gezeigt, was sehr erfreulich ist. Alles in allem ein Fest für jeden Fan von Historienfilmen. Schade nur, dass der Ton in Mono ist und der etikettierte Trailer nirgendwo zu finden ist; aber dafür gibt es den Audiokomentar des Regisseurs, leider ohne deutsche Untertitel.

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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ein rhetorisches Monstrum, 16. Februar 2008
Alle Jahre wieder am Weihnachtsabend: Der Vater lädt zusammen mit seiner Geliebten seine drei Söhne, seine Exfrau und einen Konkurrenten zum Fest ein, um das Erbe zu verteilen. Nur geschieht das nicht in der typischen Mittelstandgesellschaft, sondern im 12. Jahrh. am Hofe Heinrichs des II.."Der Löwe im Winter" ist definitiv kein Historienfilm. Es geht weder um geschichtliche Treue noch um Zeitverständnis (.... Die verteilen Päckchen unter einem Weihnachtsbaum. Dabei ist der Brauch gerade mal zweihundert Jahre alt!!). Auch ist er nicht am Theaterstück, welches ihm zu Grunde liegt, zu messen, und obwohl er eine einigermaßen passable deutsche Synchronisation besitzt, kann man den wirklichen Reiz des Films nur im Original erleben.
Anthony Harvey hat ein Dialogdrama inszeniert, ähnlich seiner "Glassmenagerie", in dem er die Charakteren und ihre Obsessionen (von ödipalen Konflikten, über Sodomie, Homosexualität bis hin zu megalomanen bzw. manisch-depressiven Intrigenspiel)aufeinanderprallen lässt: Kindisch, trotzig, schlau, hintertrieben, boshaft und zutiefst verstrickend ringen die Figuren um die Macht. Die Beherrschung des "Seelenlebens" der Partnerfiguren ist wichtiger Motor der Handlung und der Dialoge. Freud läßt grüßen!!! Es ist ein Spektakel der Manipulation und Gegenmanipulation. Wer einen spannenden Plot oder Action sucht, ist mit dem Film schlecht bedient. Wer aber Lust am Dialog und Interesse an der Psychologisierung menschlicher Motive hat und obendrein gutes 60er Jahre Englisch mag, kommt voll auf seine Kosten.
Jedenfalls sind die Dialoge gehaltvoller und besser, als das, was wir zur Zeit an bornierten Filmen im Kino vorgesetzt bekommen. Ein Film also eher für "Dr.House-Fans" mit viel brillanter Ironie, Bosheit und Witz.
Der Film hat zumindest drei Sterne verdient. den vierten bekommt er von mir, wegen seines 60er-Charme.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen ein klassiker und wahrer genuss, 7. Juli 2004
kein film für mtvschnittmuster- oder actionfilm-abhängige.
sondern ein film für geniesser, schmunzler, kenner und beobachter.
ein klassisches thema, herausragende schauspieler, ausgefeilte dialoge, die spaß machen.
erst in deutsch, dann im orginal ansehen.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Herrlich!, 6. Juli 2007
Tolle Schauspieler, tolle Dialoge, tolle Bilder. In Wales und Frankreich gedreht, mit einer für diese Rolle Oscar-prämierten Katharine Hepburn als Eleonore von Aquitanien, Peter O'Toole als wirklich eindrucksvolle Herrscherpersönlichkeit Heinrich II., Anthony Hopkins als frustrierter Richard Löwenherz und Timothy Dalton als intriganter Philipp II.

Zugegeben, Johann-ohne-Land wird zu trottelig dargestellt, und auch die fehlenden englischen Untertitel sind ein Wermutstropfen. Dafür gibt's Abzüge in der B-Note und nur 4 Sterne.

Fazit: Eine unterhaltsame Lektion Geschichte, unbedingt ansehen!
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29 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Liebe ist einäugig, aber der Hass gänzlich blind. ( B. Auerbach), 7. Oktober 2008
Während meines letzten Aufenthaltes an der Loire besuchte ich das Kloster Fontevraud. Dort sind die Leichname von Eleonore von Aquitanien und von ihrem Gatten Heinrich II bestattet, auch ihre Nachkommen Richard Löwenherz und Isabelle d` Angoulem haben hier ihre letzte Ruhe gefunden.
Auf der Grabstatue von Eleonore von Aquitanien ist die einstige Königin von Frankreich dann von England mit einem Buch abgebildet. Die bildschöne Aquitanierin war, wie man der Biographie von Regine Pernoud entnehmen kann, eine Intellektuelle.

Die beiden Hauptdarsteller des vorliegenden, mit 3 Oscars gekrönten Films sind König Henry II ( Peter O`Toole) und seine Gemahlin Eleonore( Katherine Hepburn).
Die Filmhandlung spielt 1183 auf Schloss Chinon.

Schloss Chinon ( Indre et Loire) war einst eine königliche Residenz Henry II.

Zum besseren Verständnis des Film einige Informationen zu den beiden Hauptdarstellern:

Eleonore von Aquitanien ( 1122- 1204) war die Erbtochter Wilhelm X des Herzogs von Aquitanien und ist als Königin der Troubadoure in die Geschichte eingegangen, nicht zuletzt, weil sie bereits am Hofe ihres Vaters den Minnegesang förderte und auch während ihrer glänzenden Hofhaltung als englische Königin die Troubardourpoesie Musik- und Kunstinteressierten weitervermittelte.
1137 wurde sie mit König Ludwig VII von Frankreich vermählt. Eleonore galt als sinnlich und graziös, ihr Ehemann als fromm und plump. Die schöne Eleonore ertrug das Leben mit dem " königlichen Schreiber " 15 Jahre lang. Während des zweiten Kreuzzuges, auf dem sie ihn begleitete, teilte sie in Antiochos ihren Entschluss mit, sich scheiden zu lassen. " Ich glaubte einen Mann zu heiraten und keinen Mönch."
Vom Orient betört (zweifelsohne auch von einem schönen Christen, ihrem Onkel Raimond von Poitiers und einem hübschen Mohammedaner, dem Höfling Saladin) dachte sie daran sich dort niederzulassen,
aber Ludwig VII war keineswegs gewillt auf diese Frau und deren Mitgift Aquitanien zu verzichten. Er entführte sie mit Gewalt aus Antiochos und fuhr mit ihr an die Ufer der Seine zurück. Es half nichts. Nachdem das Konzil von Beaugency bei den Eheleuten Blutsverwandtschaft sechsten Grades festgestellt hatte, annullierte es am Palmsonntag des Jahre 1152 die Ehe von Eleonore und Ludwig. Aquitanien ging an die einstige Besitzerin zurück.
Zu diesem Zeitpunkt hatte sie sich bereits in Heinrich Plantagenet, Graf von Anjou, Herzog der Normandie verliebt, heiratete ihn zwei Monate später und schenkte ihm Aquitanien. Ab 1154 herrschten Heinrich II( 1154-1189) und Eleonore über England. Ihr Reich erstreckte sich von Schottland bis zu dem Pyrenäen.
Während ihr Mann in den nördlichen Marken Krieg führte, verwaltete Eleonore Aquitanien allein.
Zu jener Zeit lebte sie prunkvoll abwechselnd in Poitiers, Niort und Bordeaux, umgeben von hübschen Damen und galanten, redegewandten Herren. Sie beschützte die Troubadoure und Gelehrten, erfand " Kurse der Liebe " und reagierte flink bei geistvollen Spielen, verachtete darum aber keineswegs die Freuden des Körpers. Sie war Künstlerin und Liebende und betrachtete sich als Beschützerin öffentlicher Belange. Die Herzogin Eleonore urteilte, erließ Gesetze unterstützte Kommunalbewegungen, es heißt sogar sie habe ein Gesetzbuch für die Seeschifffahrt verfasst.
Ihre mütterliche Leidenschaft wurde ihr zum Verhängnis. Da sie den Aufstand ihrer Söhne Heinrich, Richard und Geoffroy gegen ihren Vater unterstütze, ließ Henry sie auf Schloss Salisbury gefangen setzen. Zum Zeitpunkt der Filmhandlung blickte sie bereits auf 10 Jahre Gefangenschaft zurück.....

Zu Anfang des Films werden zunächst die Söhne Richard, Geoffroy und John vorgestellt, der Erstgeborene Sohn Henry ist bereits verstorben.
Henry II möchte, dass sein jüngster Sohn König wird, obschon dieser nicht die Fähigkeiten dazu besitzt. Er hinterlässt einen geradezu debilen Eindruck. Geoffroy ist intelligent aber furchtbar intrigant. Richard( Antony Hopkins) , der wohl Fähigste von allen, ist voller Hass auf seinen Vater. Alle drei Söhne möchten König werden, misstrauen einander und befeinden sich unterschwellig ständig, weil jeder den Ambitionen des anderen im Wege steht.
Henry hält anlässlich des Weihnachtsfestes auf Chinon Hof. Er befindet sich mit seiner jungen Geliebten Alais (sie ist die Schwester des französischen Königs Philipp II ( Timothy Dalton) - Sohn des einstigen Gatten Eleonores aus zweiter Ehe) bereits vor Ort. Eleonore kommt wie jedes Jahr aus Salisbury angereist, bewacht von Henrys Soldaten.
Zwischen Henry und ihr findet ein zweistündiger verbaler Schlagaustausch statt, den ich auf diesem Niveau bislang nur in " Wer hat Angst vor Virginia Woolf " kennen gelernt habe.
Gestritten wird um das Erbe, gezankt wird darum, wer König werden soll. Beide Elternteile haben unterschiedliche Favoriten...., doch es geht noch um mehr.
Es geht auch um verletzte Eitelkeiten und Eifersucht und um grenzenlosen Hass. Eleonore kann Henry nicht verzeihen, dass er sie mit anderen Frauen betrogen hat, obschon auch sie keine Heilige war. Auch Henry reagiert alles andere als unemotional wegen der einstigen Liebhaber Eleonores. Das Ehepaar galt einst als das Liebespaar Europas. Alle Biographen schreiben von der enormen erotischen Anziehung der beiden zueinander innerhalb der ersten Ehejahre.
Nun weiß man, dass aus wirklich leidenschaftlichen Liebesbeziehungen, wenn sie enden, keine Freundschaften werden können und so ist zwischen Eleonore und Henry nach ihrer Trennung ein Machtkampf ausgebrochen. Sie benutzen ihre Kinder, um diesen Kampf miteinander auszutragen. Ihre Kinder sind Mittel nur zu einem einzigen Zweck: sich gegenseitig weh zu tun. Alle drei Söhne haben extreme Persönlichkeitsdefizite, aufgrund ihrer lieblosen Erziehung, alle drei Söhne hassen ihre Eltern, die am liebsten ewig leben würden, wie die beiden bekunden. Sie missgönnen ihren Kindern das, was sie in ihrem Leben zuhauf genossen haben....

Die Kulissen des 1968 gedrehten " Der Löwe im Winter" sind ebenso hervorragend wie die Kostüme . Besser hätte man das Mittelalter nicht visualisieren können. Die Musik ist ein Ohrwurm und fügt sich sehr gut in das Gesamtkonzept.
Der Film von Antony Harvey basiert übrigens auf dem Theaterstück von James Goldmann und setzt hohe Konzentration voraus. Die Texte sind sehr niveauvoll, hintergründig und werden schnell gesprochen.
Im Kapitel " Damals " werden Bilder aus der Vergangenheit heraufbeschworen, die dem Zuschauer, der die Geschichte der beiden nicht kennt, Hintergrundinformationen liefern, um die Zusammenhänge besser zu begreifen.
Ich habe mir erlaubt diese Infos meiner Rezension voranzustellen, weil dadurch der Filmgenuss vergrößert wird.
Katharine Hepburn und Peter O `Toole spielen göttlich. Neben " Wer hat Angst vor Virginia Woolf " ist dies der beste Film, den ich bislang in meinem Leben gesehen habe. Die Dialoge sind spitzzüngig, hochintelligent und dabei voller Esprit. Die beiden Ausnahme-Schauspieler Hepburn und O`Toole besitzen das Format, um die Texte auf den Punkt genau sprachlich und mimisch umzusetzen. Die Leinwand ist hier zur Theaterbühne geworden.

Die Ton- und Bildqualität sind bestens.


Sehr empfehlenswert.



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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Des Wahnsinns Nigel Terry besser als Chelseas John Terry..., 25. Dezember 2008
Also............der dramaturgischen Eindringlichkeit wegen, verlegten die genialen Macher des Werks die Handlung ins Jahr 1183 !
Die wahren Begebenheiten des Geschilderten (Weihnachten in Chinon Castle während des Familienzwistes) trugen sich aber im Jahre 1173 zu !

10 JAHRE AUFSCHUB.......aus gutem Grund !

Denn zu Weihnachten 1173 war Richard erst 16, Geoffrey erst 15 und John erst 6 ! (Heiligabend hatte er Geburtstag !)

Auch konnte man es erst frühestens in dieses Jahr verlegen, weil es das erste Weihnachten war, nachdem "Young Henry", der älteste aller Söhne, im Juni verstarb, sonst hätte man noch einen 4. Sohn mit einbauen müssen, ein bißchen viel, selbst für uns Film-und-Dialogliebhaber wundervollster Couleur !

Wie sollte Anthony Hopkins einen 16-jährigen spielen ? Und Nigel Terry einen 6-jährigen ? Und der eloquente, elegante, wangenbärtige Timothy Dalton einen 8-jährigen Philip, der Richards Avancen heimlich erwidert ?
Dazu vertrugen sich alle Egoisten und Streithammel im Jahre 1175 schon wieder.....was für Opportunisten !
----------
Ein Meisterstück, wie es im Buche jeder Kritik steht !
Wäre Reich-Ranicki ein Film-Spezialist.......er würde weinen vor Glück !

Jede Sequenz ein Augenschmaus, Katharine und Peter göttlicher als die göttlichste Götterspeise der Garbo !

Die Musik läßt schon in der Auftaktminute Gänsehaut entstehen, Gänsehaut, die nichtmal in Polen je gesichtet wurde; und wenn jemand weiß wie sich Gänsehaut anfühlt, dann die Polen !

Ein Sittengemälde bester Güte !
Eine liebreizende Jane Merrow und ein John Castle, (nie paßte ein Nachname idealer zum Stoff), als Geoffrey, den kein Mensch je durchtriebener sah...

Wer diesen Streifen nicht schätzt, gehört in die Kellergewölbe von Chinon...nur bei Wein und Baguette !


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