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5.0 von 5 Sternen Die Liebe ist einäugig, aber der Hass gänzlich blind. ( B. Auerbach)
Während meines letzten Aufenthaltes an der Loire besuchte ich das Kloster Fontevraud. Dort sind die Leichname von Eleonore von Aquitanien und von ihrem Gatten Heinrich II bestattet, auch ihre Nachkommen Richard Löwenherz und Isabelle d` Angoulem haben hier ihre letzte Ruhe gefunden.
Auf der Grabstatue von Eleonore von Aquitanien ist die einstige...
Veröffentlicht am 7. Oktober 2008 von Helga König

versus
15 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Shakespeare meets the Sixties
"Der Löwe im Winter" ist das, was von vielen gerne als "anspruchsvolles" Kino bezeichnet wird - wahrscheinlich, weil der Film sehr deutlich auf einem "anspruchsvollen" Theaterstück basiert. Tatsächlich präsentiert uns Regisseur Harvey hier bloß pathetisches, altmodisches und zunehmend nervendes Dialog-Kino. Statt eine Geschichte zu erzählen,...
Veröffentlicht am 29. August 2005 von DVD-Fan


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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Liebe ist einäugig, aber der Hass gänzlich blind. ( B. Auerbach), 7. Oktober 2008
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
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Rezension bezieht sich auf: Der Löwe im Winter (DVD)
Während meines letzten Aufenthaltes an der Loire besuchte ich das Kloster Fontevraud. Dort sind die Leichname von Eleonore von Aquitanien und von ihrem Gatten Heinrich II bestattet, auch ihre Nachkommen Richard Löwenherz und Isabelle d` Angoulem haben hier ihre letzte Ruhe gefunden.
Auf der Grabstatue von Eleonore von Aquitanien ist die einstige Königin von Frankreich dann von England mit einem Buch abgebildet. Die bildschöne Aquitanierin war, wie man der Biographie von Regine Pernoud entnehmen kann, eine Intellektuelle.

Die beiden Hauptdarsteller des vorliegenden, mit 3 Oscars gekrönten Films sind König Henry II ( Peter O`Toole) und seine Gemahlin Eleonore( Katherine Hepburn).
Die Filmhandlung spielt 1183 auf Schloss Chinon.

Schloss Chinon ( Indre et Loire) war einst eine königliche Residenz Henry II.

Zum besseren Verständnis des Film einige Informationen zu den beiden Hauptdarstellern:

Eleonore von Aquitanien ( 1122- 1204) war die Erbtochter Wilhelm X des Herzogs von Aquitanien und ist als Königin der Troubadoure in die Geschichte eingegangen, nicht zuletzt, weil sie bereits am Hofe ihres Vaters den Minnegesang förderte und auch während ihrer glänzenden Hofhaltung als englische Königin die Troubardourpoesie Musik- und Kunstinteressierten weitervermittelte.
1137 wurde sie mit König Ludwig VII von Frankreich vermählt. Eleonore galt als sinnlich und graziös, ihr Ehemann als fromm und plump. Die schöne Eleonore ertrug das Leben mit dem " königlichen Schreiber " 15 Jahre lang. Während des zweiten Kreuzzuges, auf dem sie ihn begleitete, teilte sie in Antiochos ihren Entschluss mit, sich scheiden zu lassen. " Ich glaubte einen Mann zu heiraten und keinen Mönch."
Vom Orient betört (zweifelsohne auch von einem schönen Christen, ihrem Onkel Raimond von Poitiers und einem hübschen Mohammedaner, dem Höfling Saladin) dachte sie daran sich dort niederzulassen,
aber Ludwig VII war keineswegs gewillt auf diese Frau und deren Mitgift Aquitanien zu verzichten. Er entführte sie mit Gewalt aus Antiochos und fuhr mit ihr an die Ufer der Seine zurück. Es half nichts. Nachdem das Konzil von Beaugency bei den Eheleuten Blutsverwandtschaft sechsten Grades festgestellt hatte, annullierte es am Palmsonntag des Jahre 1152 die Ehe von Eleonore und Ludwig. Aquitanien ging an die einstige Besitzerin zurück.
Zu diesem Zeitpunkt hatte sie sich bereits in Heinrich Plantagenet, Graf von Anjou, Herzog der Normandie verliebt, heiratete ihn zwei Monate später und schenkte ihm Aquitanien. Ab 1154 herrschten Heinrich II( 1154-1189) und Eleonore über England. Ihr Reich erstreckte sich von Schottland bis zu dem Pyrenäen.
Während ihr Mann in den nördlichen Marken Krieg führte, verwaltete Eleonore Aquitanien allein.
Zu jener Zeit lebte sie prunkvoll abwechselnd in Poitiers, Niort und Bordeaux, umgeben von hübschen Damen und galanten, redegewandten Herren. Sie beschützte die Troubadoure und Gelehrten, erfand " Kurse der Liebe " und reagierte flink bei geistvollen Spielen, verachtete darum aber keineswegs die Freuden des Körpers. Sie war Künstlerin und Liebende und betrachtete sich als Beschützerin öffentlicher Belange. Die Herzogin Eleonore urteilte, erließ Gesetze unterstützte Kommunalbewegungen, es heißt sogar sie habe ein Gesetzbuch für die Seeschifffahrt verfasst.
Ihre mütterliche Leidenschaft wurde ihr zum Verhängnis. Da sie den Aufstand ihrer Söhne Heinrich, Richard und Geoffroy gegen ihren Vater unterstütze, ließ Henry sie auf Schloss Salisbury gefangen setzen. Zum Zeitpunkt der Filmhandlung blickte sie bereits auf 10 Jahre Gefangenschaft zurück.....

Zu Anfang des Films werden zunächst die Söhne Richard, Geoffroy und John vorgestellt, der Erstgeborene Sohn Henry ist bereits verstorben.
Henry II möchte, dass sein jüngster Sohn König wird, obschon dieser nicht die Fähigkeiten dazu besitzt. Er hinterlässt einen geradezu debilen Eindruck. Geoffroy ist intelligent aber furchtbar intrigant. Richard( Antony Hopkins) , der wohl Fähigste von allen, ist voller Hass auf seinen Vater. Alle drei Söhne möchten König werden, misstrauen einander und befeinden sich unterschwellig ständig, weil jeder den Ambitionen des anderen im Wege steht.
Henry hält anlässlich des Weihnachtsfestes auf Chinon Hof. Er befindet sich mit seiner jungen Geliebten Alais (sie ist die Schwester des französischen Königs Philipp II ( Timothy Dalton) - Sohn des einstigen Gatten Eleonores aus zweiter Ehe) bereits vor Ort. Eleonore kommt wie jedes Jahr aus Salisbury angereist, bewacht von Henrys Soldaten.
Zwischen Henry und ihr findet ein zweistündiger verbaler Schlagaustausch statt, den ich auf diesem Niveau bislang nur in " Wer hat Angst vor Virginia Woolf " kennen gelernt habe.
Gestritten wird um das Erbe, gezankt wird darum, wer König werden soll. Beide Elternteile haben unterschiedliche Favoriten...., doch es geht noch um mehr.
Es geht auch um verletzte Eitelkeiten und Eifersucht und um grenzenlosen Hass. Eleonore kann Henry nicht verzeihen, dass er sie mit anderen Frauen betrogen hat, obschon auch sie keine Heilige war. Auch Henry reagiert alles andere als unemotional wegen der einstigen Liebhaber Eleonores. Das Ehepaar galt einst als das Liebespaar Europas. Alle Biographen schreiben von der enormen erotischen Anziehung der beiden zueinander innerhalb der ersten Ehejahre.
Nun weiß man, dass aus wirklich leidenschaftlichen Liebesbeziehungen, wenn sie enden, keine Freundschaften werden können und so ist zwischen Eleonore und Henry nach ihrer Trennung ein Machtkampf ausgebrochen. Sie benutzen ihre Kinder, um diesen Kampf miteinander auszutragen. Ihre Kinder sind Mittel nur zu einem einzigen Zweck: sich gegenseitig weh zu tun. Alle drei Söhne haben extreme Persönlichkeitsdefizite, aufgrund ihrer lieblosen Erziehung, alle drei Söhne hassen ihre Eltern, die am liebsten ewig leben würden, wie die beiden bekunden. Sie missgönnen ihren Kindern das, was sie in ihrem Leben zuhauf genossen haben....

Die Kulissen des 1968 gedrehten " Der Löwe im Winter" sind ebenso hervorragend wie die Kostüme . Besser hätte man das Mittelalter nicht visualisieren können. Die Musik ist ein Ohrwurm und fügt sich sehr gut in das Gesamtkonzept.
Der Film von Antony Harvey basiert übrigens auf dem Theaterstück von James Goldmann und setzt hohe Konzentration voraus. Die Texte sind sehr niveauvoll, hintergründig und werden schnell gesprochen.
Im Kapitel " Damals " werden Bilder aus der Vergangenheit heraufbeschworen, die dem Zuschauer, der die Geschichte der beiden nicht kennt, Hintergrundinformationen liefern, um die Zusammenhänge besser zu begreifen.
Ich habe mir erlaubt diese Infos meiner Rezension voranzustellen, weil dadurch der Filmgenuss vergrößert wird.
Katharine Hepburn und Peter O `Toole spielen göttlich. Neben " Wer hat Angst vor Virginia Woolf " ist dies der beste Film, den ich bislang in meinem Leben gesehen habe. Die Dialoge sind spitzzüngig, hochintelligent und dabei voller Esprit. Die beiden Ausnahme-Schauspieler Hepburn und O`Toole besitzen das Format, um die Texte auf den Punkt genau sprachlich und mimisch umzusetzen. Die Leinwand ist hier zur Theaterbühne geworden.

Die Ton- und Bildqualität sind bestens.

Sehr empfehlenswert.
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68 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen We're a knowledgable family!, 5. September 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Löwe im Winter (DVD)
Dieser Film von 1968 muß jedem ans Herz gelegt werden, der einmal wieder geschliffene Dialoge, eine atemberaubende Handlung und glänzende Schauspieler, die eine vernünftige, klare Aussprache (und denen man ihre Bühnenerfahrung wirklich anmerkt!!) besitzen, sehen will. Auch werden bei "Lion in Winter" keine romantischen Vorstellungen von mittelalterlichen Königshöfen geweckt (überall Gold, bis es schmerzt und klinische Sauberkeit), sondern hier wurde ein Szenarium geschaffen, das wohl eher der Realität entsprochen haben dürfte: auf dem vor Schlamm stehenden Innenhof von Chinon (dem Schloß) laufen die Hühner frei herum, und die Zimmer sind äußerst spartanisch eingerichtet. Schon für diese Äußerlichkeiten allein müßte es schon fünf Sterne geben. Doch alle Schauspieler in ihrem glänzenden Zusammenspiel treiben alles noch auf die Spitze, allen voran Kathrine Hepburn und Peter O'Toole, die sich gegenseitig zu Höchstleistungen angetrieben haben; doch am meisten begeistert mich, je häufiger ich den Film sehe, Timothy Dalton, in einer seiner ersten Kinorollen als König Philip II. von Frankreich, der es glänzend versteht, selbst Pausen zu einem wahren Genuß zu machen.
Alles in allem ein glänzender Film, den man gesehen haben muß.
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41 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein intelligentes und unterhaltsames Meisterwerk!, 25. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Löwe im Winter (DVD)
Das DVD-Cover suggeriert durch die Nennung von Anthony Hopkins, als ob dieser neben Katherine Hepburn und Peter O'Toole eine der Hauptrollen spielt, doch ist dies nichts weiter als eine Verbeugung vor seinem heutigen Bekanntheitsgrad, während er damals mit der Rolle des Richard Löwenherz seinen ersten Film drehte. Doch das macht dieses Historiendrama, basierend auf einem Broadwaystück von James Goldman, der auch das Drehbuch schrieb, deshalb in nichts weniger spannend, intelligent, kraftvoll und mit Schwung inszeniert. Peter O'Toole fühlt sich in seiner Rolle als Heinrich II. von England offensichtlich pudelwohl, spielte er diesen Herrscher doch bereits einige Jahre vorher neben Richard Burton in „Becket", und Katherine Hepburn als die alternde Könign Eleanor von Aquitanien, einst schönste und begehrteste Frau ihrer Zeit, ist die Topbesetzung überhaupt und wurde deshalb 1969 mit dem Oscar der besten Hauptdarstellerin belohnt.
Kernstück des Films bilden die familieninternen Zwistigkeiten und Machtkämpfe, die nach dem unerwarteten Tod des Thronfolgers entstehen: In der Burg von Chinon wird zum Weihnachtsfeste 1183 um die Nachfolge im angevinisch-englischen Königreich gerungen. Zur Auswahl stehen drei Söhne, völlig unterschiedliche Charaktere, bereits zu Beginn des Films in kurzen Begebenheiten exemplarisch geschildert: da ist Prinz John, der vom Vater geliebte und favorisierte jüngste Sohn, linkisch, ungepflegt und doppelzüngig, da ist Prinz Geoffrey, verschlagen, von den Eltern ungeliebt und beiseite geschoben, der sich beiden Brüdern gleichzeitig als späterer Kanzler andient, und natürlich Prinz Richard, der spätere Löwenherz, der als der nunmehr älteste überlebende Sohn seinen Anspruch auf die Thronfolge anmeldet. Hopkins überzeugt in der Rolle dieses Königs, der wegen seines Mutes und seines ritterlichen Ungestüms auch heute noch populär ist, obwohl er ein lausiger König war.
Während eines Tages und einer Nacht eskalieren die Ereignisse. Dies umso mehr, als ausgerechnet noch der König von Frankreich, Philipp II. (August), zu Besuch ist und von Heinrich entweder die Heirat seiner Schwester Alais, die die Geliebte Heinrichs ist, mit Richard verlangt oder aber die Rückgabe des Vexin als vor Jahren überlassene Mitgift. Heinrich will weder seine Geliebte noch das Vexin aufgeben, Eleanor wiederum, in der kurzen Zeit, in der sie in Freiheit und bei ihrer Familie ist (Heinrich hat sie vor Jahren internieren lassen), kämpft und intrigiert mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln um ihren eigenen Einfluss auf die Zukunft, in der sie Richard als König sehen will. Dabei wechseln die Bilder zwischen einstiger Zärtlichkeit und den Momenten von Bitterkeit und Hass, welche in ihr aber auch in Heinrich und seinen Söhnen lodern. Messerscharfe Dialoge, ob nun Lügen oder Schwüre, alles kommt in diesem Meisterwerk vor. Es wird mit der Vergangenheit abgerechnet, und schließlich scheint am Ende der Tod der Söhne durch das Schwert des Vaters zu stehen....
Ein großartiger Film, der einen auch nach dem x-ten Anschauen immer noch in seinen Bann zieht!
Der Film in seiner Umsetzung hat mittelalterliches Flair, die deutsche Synchronisation ist ebenfalls gelungen. Der Film wird in Cinemascope (2.35:1) gezeigt, was sehr erfreulich ist. Alles in allem ein Fest für jeden Fan von Historienfilmen. Schade nur, dass der Ton in Mono ist und der etikettierte Trailer nirgendwo zu finden ist; aber dafür gibt es den Audiokomentar des Regisseurs, leider ohne deutsche Untertitel.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Henry, ich mag unsere Kinder nicht besonders...", 14. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Löwe im Winter (DVD)
DER LÖWE IM WINTER, eine Theaterverfilmung nach wahren Begebenheiten, fesselt den geneigten Zuschauer von der ersten Minute.

Chinon im 12. Jahrhundert zur Weihnachtszeit: König Henry II lädt seine Familie über die Feiertage zu sich ein und wie in jedem jahr geht es darum, wer seine politischen und persönlichen Ziele und Vorlieben am besten durchsetzen kann.

Peter O`Toole brilliert als Henry, Katherine Hepburn, die erfolgreichste Schauspielerin Hollywoods, wurde für die Rolle seiner Gemahlin, Eleonore von Aquitanien, besetzt. Und beide spielen sich die verbalen Bälle perfekt zu. Viele geschliffene Sätze später erfahren wir worum es geht: wer wird der nächste König?

Der dumme und faule John ( der "böse Prinz John", den wir aus Robin Hood kennen )?

Der ehrgeizige Richard ( später bekannt als "Richard Löwenherz", verkörpert vom jungen Anthony Hopkins )?

Oder Geoffroy, der undurchschaubare Günstling?

Auch wenn der Streit um die Krone im Mittelpunkt steht, so vermittelt der Film eindeutig das Gefühl der verlorenen Liebe zwischen Eheleuten und Eltern zu ihren Kindern.

Familie ist eine Sache, Politik nunmal eine andere.....

Der Set ist nicht zu vergleichen mit den sterilen Produktionen, die etwa zur selben Zeit entstanden und deren Standard sich bis heute halten konnte.
Das Schloß ist karg möbliert, Hühner, Hunde, Pferde, Schweine und Ziegen mittendrin. Dreck und wenig Romantik wohin man blickt.
SO muss es im Mittelalter ausgesehen haben.

Weshalb dieser Film FSK 16 bekommen hat, bleibt mir allerdings ein unerklärliches Rätsel.
Er ist nicht brutal und kann überhaupt nur dann verstanden werden, wenn man den Dialogen folgen kann.

Und zuhören müssten unsere Kids eigentlich können...?!

5 Sterne für diesen phantastischen Film :-)
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ehrfurchterregendes Meisterwerk, 4. Juni 2011
Von 
Oliver Sieh "Io" (Ludwigshafen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
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Rezension bezieht sich auf: Der Löwe im Winter (DVD)
Bei dem Löwen im Winter handelt es sich um eine Verfilmung eines Broadway-Theaterstücks. Ganz dementsprechend liegt der Schwerpunkt des Werks auf dem Dialog. Aber der Regisseur Anthony Harvey hat darüberhinaus auch ein filmisches Meisterwerk vollbracht. Die excellente Kameraführung, welche die Dramaturgie an jeder Stelle des Films unterstützt und die Oskar prämierte Filmmusik schaffen eine ganz eigene, leicht mystische Athmosphäre. Im Mittelpunkt stehen aber die hervorragenden Schauspieler, allen voran Peter O'Toole und Kathrin Hepburn, die in geradezu überirdischer Präsenz sich gegenseitig zu schauspielerischen Höchstleistungen treiben und in brillianter Schärfe die verbalen Klingen kreuzen. Gerade auch im Vergleich zu der Neuverfilmung mit Patrick Stewart und Glenn Close wird die überragende Klasse dieser Verfilmung deutlich.

Fazit: Unbedingt empfehlenswert. Ein Meisterwerk für alle Freunde geschliffener Dialoge und filmischer Brillianz. Ein Muß für jede gut sortierte Videothek.

PS: Die historische Eleonore von Aquitanien war eine der mächtigsten, schillernsten und gleichzeitig eine der bemerkenswertesten Frauen des Mittelalters. Sie galt als aufgeschlossen, lebenslustig, gebildet und der Kunst zugetan. Es ist ein elaboriertes Vergnügen in der Darstellung von Kathrin Hepburn sich die echte Eleonore vorzustellen.
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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leider nicht perfekte Umsetzung auf DVD, 28. März 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Löwe im Winter (DVD)
Eins muss gleich klargestellt werden: Der Film verdient mindestens 5 Sterne. Wer noch immer glaubt, dass "Gladiator" mit seinen Dialogen auf Seifenopern-Niveau und Hans Zimmers Werbespot-Musik ein guter Historienfilm ist, der sollte sich "Der Löwe im Winter" anschauen und dann schweigen.
Kritik verdient nur die Umsetzung dieser DVD: Positiv ist, dass der Audiokommentar des Regisseurs von der US-DVD enthalten ist. Der auf dem Cover versprochene Trailer ist allerdings nirgends zu finden. Weiteres Bonus-Material gibt es nicht. Die messerscharfen Dialoge könnte man in der englischen Originalfassung noch etwas besser genießen, wenn es neben den vielen anderen auch englische Untertitel gäbe. Die fehlen jedoch. Der historische Mono-Ton ist etwas dünn, aber zufriedenstellend. Das Bild ist ebenfalls kontrastreich und gemessen am Alter des Films sehr scharf, nur fällt beim zweiten Hinsehen auf, dass leider etwas exzessiv Schärfefilter eingesetzt wurden.
Insgesamt aber ist es hervorragend, dass die DVD überhaupt endlich in Europa erhältlich ist. Deshalb: Kaufen, genießen!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mann, Frau und Macht, 8. September 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Löwe im Winter (DVD)
Packendes, spannendes Historiendrama mit aussergewöhnlichen Schauspielern (Katharine Hepburn, Peter O'Toole). Kameraführung, Kostüme, Szenenbilder, vor allem aber die brillanten, geschliffenen Dialoge sind ein Fest für alle, die Sprache lieben und sich für geschichtliche Zusammenhänge interessieren. Ein paar Kenntnisse über die Epoche und die Rolle der handelnden Personen ist natürlich von Vorteil, um sich in der Fülle der Informationen nicht zu verlieren. Bei aller Dramatik: nach 2 Stunden angespannter Konzentration kriegst du auf mitunter sogar humorvolle Weise vermittelt, dass das Drunter und Drüber in manchen Familien eine jahrhundertealte zutiefst menschliche Tradition ist, besonders, wenn es etwas zu vererben gibt.
Bin gespannt, ob die Nachfolgeversion mit Glenn Close und Patrick Stewart den erwarteten Kriterien entspricht.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Theateradaption, 9. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Löwe im Winter (DVD)
Der Film lebt von seinen beiden erfahrenen Schauspielern Peter O`Toole und Katherin Hepburn. O Toole als middlivekrisender King Henry gibt eine großartige Darstellung und Hepburn IST in diesem Film einfach die real existierende Eleanor von Aquitanien. Dazu liefern Antony Hopkins als junger Prinz Richard (der spätere Löwenherz) und Nigel Terry als John "Lackland" eine überzeugende Darbietung.

Darüber hinaus bietet die Ausstattung des Filmes einige interessante Details, so ist der große Saal mit Heu ausgelegt, auf der Freitreppe lungern Hunde und Hühner herum und der Burghof sieht nach einem Regenguß genau so schlammig aus wie man es von einer mittelalterlichen Burg erwartet. Man möge diesen Film nur einmal mit den Hochglanzproduktionen der 50er Jahre ala Ivanhoe und Co. vergleichen.

Der einzige Nachteil ist die nach heutigen Standards eher actionarme Story sowie die Tatsache, daß man ein wenig geschichtliches Hintergrundwissen mitbringen sollte um den Film zu verstehen.

Wer jedoch genau weiß wer Eleanor von Aquitanien war, ein guter Bekannter von Henry II ist und Richard Löwenherz schon als Baby auf dem Schoß sitzen hatte kann so richtig in die Story eintauchen. Dieser Film gehört zu meinen persönlichen Top 5.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Not an everyday Christmas tale..., 14. März 2006
Rezension bezieht sich auf: The Lion In Winter [UK Import] (DVD)
'There'll be pork in the treetops come morning!'
Thus shouts Queen Eleanor of Acquitaine to King Henry II, in a shouting match that never ends during the course of the fabulous film. An inventive historical drama recounting the lives of several of medieval Europe's most colourful characters, I can scarce begin to list the number of lines that stand out from the banter.
`The Lion in Winter' has long been one of my favourite films. I never tire of watching it, and love to find opportunities to incorporate lines from the film into my own `witty banter' as appropriate. Peter O'Toole and Katherine Hepburn, in performances nearly unequalled by either in other works, provide the main action, while the very young actors Anthony Hopkins and Timothy Dalton help fill out the cast in their debut roles (Nigel Terry, later to play King Arthur in 'Excalibur', also plays one of the king's sons). Done in period costume and set (the King emerging from his castle, not on a red carpet, but rather striding among the chickens scrambling to escape the regal steps), there is an air of realism to the visual production that is rarely achieved in more stately presentations of 'lofty' history. There are interesting asides, not the least of which is that King Henry seems make reference to being a bisexual -- a very daring thing in the 1960s, as well as the rumoured love affair between Richard (Richard the Lionhearted) and the King of France. Nominated for seven Academy Awards, it won three, including best screenplay -- no wonder so many delightfully witty, pithy lines come from this film.
The real history of Henry and Eleanor provides the backdrop here. Henry kept Eleanor, one of the most desirable women (apparently in form as well as property) in Europe, a virtual prisoner during much of the later part of his reign. After his eldest son Henry died (an heir crowned in the lifetime of Henry II, a rare thing among monarchs, done in part because of the church-state problems dating back to Thomas Becket, alluded to very briefly in the dialogue of the film), Henry needs a new successor. Contrary to popular belief, the succession does not automatically proceed down the ranks of the eldest children (this would arise as an issue again during Tudor times, when there was first the attempt to skip over Mary and Elizabeth in favour of Lady Jane Grey; then later, the Stuart claim comes from their having been skipped over previously, by some definitions).
Of course, Richard (Anthony Hopkins) expects to be the heir - next in line, he is also the best soldier and general. Henry (for some unknown reason) prefers John (Nigel Terry), the youngest. Geoffrey (John Castle) is all but forgotten - history will have him die prior to Henry in any event, but he has the poignant line that speaks of Geoffrey's forgotten place in history. `No one ever mentions crown and thinks of Geoff, why is that?'
The family has been brought together for Christmas in Chinon. This is a family best left apart, with great distances between them, as the sparks fly. All of the action here takes place in the course of two days at most and in the end, nothing is really resolved here. Plots keep spinning and turning, more Byzantine than the Byzantines could ever hope to be, without any real conclusion. I guess politics never change after all.
The sets are great, realistic, filmed in castle settings in Ireland, Britain and France. Nice touches include the juxtaposition of the commonplace with the royal - unlike today's royal cocoon, there wasn't much distance between the lordly types and the regular folk. The costuming is likewise well-done, understated but entirely appropriate.
However, this is a film of dialogue, based on the play by James Goldman (who also did the screenplay). The plots and twists are non-stop, rather like a chess game conducted with real careers and acerbic, witty commentary designed both for pleasure and pain as the situation progresses. In the end, there is a merry stalemate, and Eleanor returns to her confinement, and one assumes history proceeds apace. One almost forgets this is supposed to be a Christmas gathering!
At several points in the activity, the characters confess exhaustion and faint from the efforts of continually trying to outflank each other. Yet the politics, here both national and family in character, goes on.
A fantastic film, one that holds up well with age.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eleonore von Aquitanien, 23. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Löwe im Winter (DVD)
so sollte der Film nicht nur wegen der überragenden Leistung Kathrin Hepburns heißen (der Monolog mit der Krone - ein Gustostück) obwohl auch die anderen Protagonisten keine Schwäche zeigen und rollenadäquat besetzt sind. Was mich am meisten beeindruckte: Liest man die ausgezeichnete Biographie der Eleonore von Régine Pernoud, man findet auf Punkt und Komma das Lokalkolorit des Films. Dramaturgische Hinzufügung sei verziehen, da perfekt gemacht. Wer sich für eine der faszinierendsten Frauen des Mittelalters interessiert, welche mit den beiden mächtigsten Herrschern ihrer Zeit verheiratet, und Mutter Richard Löwenherz war, macht hier einen Haupttreffer.
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Der Löwe im Winter
Der Löwe im Winter von Anthony Harvey (DVD - 2003)
EUR 16,95
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