Kundenrezensionen

17
4,1 von 5 Sternen
The Cabinet of Dr. Caligari
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67 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Juli 2006
Natürlich kann ich allem was hier über den FILM "Das Kabinett des Dr. Caligari" geschrieben wurde voll und ganz zustimmen. Der Streifen von Robert Wiene ist ein bahnbrechendes, geniales, mysteriöses Meisterwerk, dessen faszinierende Optik bis zu den heutigen Tag in vielen (Horror)Filmen zitiert wird. (man muss sich nur die Werke von Tim Burton ansehen) Sicherlich einer der wichtigsten, richtungsweisenden Stummfilme aller Zeiten!

Die Geschichte wird in fantastischen Bildern erzählt wobei wirklich alles künstlich und stilisiert ist. Die Sets sind irreal, eckig und verzerrt; man fühlt sich wie in einem düsteren expressionistischen Gemälde. Das wird dadurch verstärkt, da die Schatten der Gebäude nicht durch Licht erzeugt wurden sondern aufgemalt sind. Es entsteht der Eindruck, das es in dieser Welt des Dr. Caligari in die uns Franzis, der Erzähler der Geschichte über das somnambule Medium Cesare, führt nichts Reales gibt, und alles wie ein furchtbarer Alptraum oder eben die Schreckensvisionen eines Verrückten erscheint.

Dr. Caligari ist ein derart wichtiger Film, das es erstaunt wie schwierig es ist eine adäquate Version dieses Kunstwerk zu kaufen. Denn Achtung; die hier angeführte DVD des Verleih "Hollywood classics"ist bei Gott nicht das Gelbe vom Ei und kann letztendlich gerade mal als eine Art Werkseinführung angesehen werden. Die Bildqualität ist alles andere als klar und die Musik ist nicht nur enervierend sondern besticht auch durch schlechte Tonqualität.

Interessanterweise haben es nur die Franzosen geschafft diesen Film gut auf DVD zu pressen!

Im direkten Vergleich zu meiner DVD vom Verleih aus Frankreich (collection cine-club), die ganz offensichtlich die zur Zeit einzig wirklich gute DVD Version fällt besonders eines auf; läuft "Le cabinet du Docteur Caligari" ganze 73 Minuten dauert "The cabinet of Dr. Caligari" gerade mal 51 Minuten !!

Das liegt sicherlich in erster Linie daran, das die originalen sehr kunstvoll gestalteten deutschen Zwischentitel einfach ausführlicher und länger im Bild sind (so wird der Film original in sechs dramaturgische Akte eingeteilt). Aber es wurden hier offensichtlich auch am Film selbst Kürzungen vorgenommen beziehungsweise der Film beschleunigt!!

So ist die Sequenz in der Cesare Lil Dagover aus dem Schlafzimmer entführt und mit ihr durch die grandiosen expressionistischen Kulissen flieht schon mal eine Minute kürzer, und die Szene in der Werner Krauss dem Wahnsinn entgegentaumelt und ihm wiederholt der Schriftzug "Du musst Caligari werden!" erscheint wurde ebenfalls empfindlich gekürzt.

Das alles ist bei einem Werk, das nun Mal von der Wucht seiner Bilder lebt, fast schon unverzeihlich.

Aber eben nur fast. Die hier angebotene Version von Dr Caligari ist immer noch besser als gar kein Dr. Caligari ! Echten Puristen, Filmhistorikern in spe oder eben auch total durchgeknallten Spinnern wie mir empfehle ich (so absurd es klingt) eine französische DVD des Filmes zu ergattern oder eben die sehr gute deutsche VHS bei amazon.de zu kaufen.

Nur drei Sterne für die Edition "hollywood classics" obwohl der Film selbst mindestens 10 verdient.
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73 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Oktober 2006
Die Wertung wie auch die Rezension bezieht sich nicht auf die Qualität des Originalfilms sondern nur auf die DVD-Fassung von Hollywood Classics. Diese beinhaltet nämlich nur die 52 minütige amerikanische Videofassung, der Film geht 72 Minuten! Außerdem hat der Film englische Zwischentitel, d.h. die berühmten expressionistischen Zwischentitel sind auch nicht enthalten. Teilweise ist das Bild auch verkleinert, was merklich auffällt. Es ist mir ein absolutes Rätsel, wie man einen Klassiker derart verstümmeln kann. Also auf gar keinen Fall kaufen!!!! (Wenn amazon die Länge bei den DVDs angeben würde, hätte ich zumindest hier Geld sparen können.)
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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. August 2010
als ich das dvd erscheinungs jahr 2009 las, freute ich mich und dachte ich es würde sich um eine restaurierte fassung halten. das ist nicht der fall. schon als ich auf das cover blickte und feststellte wie billig es gedruckt war, ahnte ich böses. ich wurde auch nicht enttäuscht. nicht restauriert, telweise so schwammig, ein fast kaum erkennbares bild. ärgerlich. also, diese version bitte nicht kaufen, geldverschwendung.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Februar 2010
Rezension zur Caligari-DVD-Edition von KINO:

Ich bin überrascht, wahrzunehmen, daß keine der bisher zu diesem Artikel veröffentlichten Rezensionen sich auch spezifisch auf diesen Artikel beziehen ... dem gehört Abhilfe geschaffen:

Ist der Inhalt bekannt?
Zu Beginn des Films erzählt ein Mann einem anderen, wie er einst mit seinem Freund auf einem Jahrmarkt "Das Cabinet Des Dr. Caligari" besuchte, wo Caligari (Werner Krauss) der Öffentlichkeit den Somnambulen Cesare (Conrad Veidt) präsentierte, der die Vergangenheit sowie die Zukunft kennen würde. Cesare erwachte aus seiner Trance, um dem Freund zu prophezeihen, daß dieser noch vor Anbruch des nächsten Tages sein Leben aushauchen würde ... und so geschah es! Darüber hinaus wurden in der kleinen Stadt von surrealer Architektur weitere Morde verübt und, aufgrund der Vorhersage, galt Cesare als Hauptverdächtiger - Caligari dabei als 'Drahtzieher'. Den Aktivitäten beider konnte polizeilich Einhalt geboten werden, im Zuge der Ermittlungen kam allerdings heraus, daß Caligari bereits zuvor, in anderen Ländern und in ganz unterschiedlichen Zeitabschnitten der Menschheitsgeschichte, auffällig geworden war. Der Erzähler beendet seine Geschichte und dem Zuschauer offenbahrt sich jetzt, daß beide, mit vielen anderen zusammen, in einer 'Irrenanstalt' verweilen. Und unter den vielen anderen identifiziert man auch die Protagonisten aus der Erzählung des Mannes ... ist der Erzähler nun tatsächlich verrückt oder kam er einem Jahrhunderte altem Geheimnis auf die Spur ... ? Oder beides?

Mit der Option zur Eigeninterpretation (worüber im Laufe von Jahrzehnten ganze Abhandlungen verfasst wurden) wird der Zuschauer aus dem Film 'entlassen', bei dem beinahe Fritz Lang Regie geführt hätte, mit dem letztlich Robert Wiene 1919 ein Werk präsentierte, das nicht allein als Stummfilm-Klassiker, sondern bis heute international als ein Klassiker der gesamten Filmgeschichte gewürdigt wird. Durch seine ausgesprochen düstere Atmosphäre, die alptraumhafte, verschachtelte Story sowie die verzerrten, surrealen Bauten und Filmkulissen gilt "Caligari" quasi als 'Aushängeschild' des sog. 'Deutschen Expressionismus' - mit anderen Filmen aus diesem Zeitabschnitt zusammen, wie etwa "Der Golem", "Nosferatu", "Faust", "Das Wachsfigurenkabinett" oder auch "Schatten", gilt "Das Cabinet Des Dr. Caligari" als stilprägend für das später entwickelte Horror-Film-Genre, der 'Deutsche Expressionismus' beinflußte - die filmische Inszenierung/Ausleuchtung betreffend - ebenfalls den amerikanischen 'Film Noir'. Drei Stars ihrer Zeit standen für dieses Projekt vor der Kamera: Werner Krauss, Lil Dagover und Conrad Veidt ... während die ersten beiden auch zukünftig schauspielerische Erfolge auf nationaler Ebene für sich verbuchen konnten, brachte es späterhin allein der einmalige Conrad Veidt zum Film Star von Weltformat.

Beim Kult-Status dieses Films ist es bedauerlich, daß der Klassiker in seinem Ursprungsland (hier, bei uns) noch nicht in gebührender Form auf DVD veröffentlicht wurde, stattdessen aber im Ausland - und das in einer Anzahl, die zu Verwirrung führt. Dabei ist es wichtig (um keinem Betrug zu erliegen), darauf zu achten, daß die Laufzeit ca. 74 Minuten betragen muß. Es werden (besonders aus Britannien) oft Versionen mit ca. 52 Minuten Spielzeit angeboten, die kann man (trotz des oft günstigen Kurses) vergessen. Ich selbst besaß einmal eine solche und sie scheint auf einen alten amerikanischen Print zurück zu gehen, der zwar den ganzen (meiner Meinung nach ungekürzten) Film zeigt, dabei in schnellerer Geschwindigkeit und bei deutlich schlechterer Bildqualität, sowie in s/w. Es soll aktuellerweise zwei restaurierte Versionen des Films geben und das Non-Plus-Ultra scheint dabei die DVD des spanischen Anbieters DIVISA zu sein (beinhaltet die originalen deutschen Zwischentitel). Ich bin jetzt nicht 100% sicher, ob diese DVD von KINO noch ein Resultat der Erstrestauration ist, ich besitze diese jedenfalls selbst und bin zufrieden. Ich habe mir auch die spanische Version angesehen und muß sagen, daß ich keine wesentlichen (wenn überhaupt) Unterschiede feststellen konnte.

Diese Version des Films "Das Cabinet Des Dr. Caligari" stammt vom renommierten, amerikanischen DVD Anbieter KINO, der in Amerika in aller Regel hochwertige Editionen von internationalen Filmklassikern aus allen Zeiten anbietet. Die Version geht zurück auf die durch das Bundesdeutsche Filmarchiv (gesponsort durch ZDF/ARTE) restaurierte, viragierte (= Bilder sind eingefärbt, also nicht schwarz/weiß) Version. Die DVD unterliegt keinen Regional Code Beschränkungen (kann also weltweit auf jedem Player abgespielt werden), verfügt allerdings nicht über die deutschen Zwischentitel - die englischen Zw. Titel wurden im Schriftzug dabei optisch aber den original deutschen angeglichen. Zwei Extras zeichnen diese DVD-Version, gegenüber anderen von derselben Qualität, aus: 1. Der fürchterliche, seit der Restaurierung neu eingespielte, experimentelle Music Score (den einige vielleicht als passend zur Stimmung des Films empfinden mögen), kann ersetzt werden durch eine zweite, musikalische Tonspur - es stehen optional zwei Tonspuren zur Verfügung. Und 2.: Als Bonus gibt es den (nur fragmentarisch erhaltenen, dabei 43 minütigen) Film "Genuine", den Robert Wiene ein Jahr später, ebenfalls im expressionistischen Stil, drehte, zu sehen - ebenfalls restauriert.

Jedem Filmfreund, der der englischen Sprache mächtig ist, empfehle ich diese "Caligari"-Version von KINO mit bestem Gewissen, sie kann gar nicht enttäuschen.
-- theSilentNoirFreak
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TOP 500 REZENSENTam 26. August 2014
In Holstenwall geht ein Mörder um. Nachts werden Menschen in ihrem Bett erstochen, aber vom Täter fehlt jede Spur. Als einziger Hinweis mag die Prophezeiung des Somnambulen des Dr. Caligari gelten, der den Tod des Staatssekretärs vorhersagte. Damit fällt der Verdacht natürlich sofort auf ihn.

Ich habe nicht sehr viele Erfahrungen mit Stummfilmen. Diesen habe ich in der restaurierten Version auf ARTE gesehen und war überrascht, wie wenig es tatsächlich braucht, um eine spannende Geschichte zu erzählen bzw. wieviel spannender eine Geschichte wird, wenn man sich auf das Wesentliche beschränkt. Sicherlich würde Einiges von dem, was in diesem Stummfilm funktioniert in einem modernen Kinofilm nicht mehr diesen Effekt erziehen, aber ich denke, die größte Stärke ist wirklich die Geschichte und die Gratwanderung zwischen Realität und Traum.
Da damals ohnehin alle Bühnenbilder Kulissen waren und in Studios gedreht wurde, war der Unterschied, ob es sich nun einfach um eine surrealistische, künstlerische Kulisse oder tatsächlich eher um einen Traum handelt, nicht sofort offensichtlich, nur dadurch kann dieser Film diese Kehrtwendungen und 180° Wendungen glaubwürdig vollziehen, was in heutigen Filmen oder Romanen nicht mehr so einfach ist, aber dennoch immer wieder (z. Bsp. von Sebastian Fitzek) versucht wird.

Fazit: Geniale Kulissen, sehr gute Schauspieler und eine wirklich gelungene, spannende Geschichte, die auch den modernen Zuschauer noch überraschen kann. Oder vielleicht überrascht sie gerade den modernen Zuschauer, weil er andere Sehgewohnheiten hat und sich somit überraschen lässt. Wer weiß, woran es liegt, jedenfalls hat die Geschichte nichts von ihrer Faszination eingebüßt.
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am 4. April 2005
When we talk about the history of the "movies" it is "The Cabinet of Dr. Caligari" ("Das Kabinett des Doktor Caligari") that has almost always represented the first prime example of the "cinema," where we treat films as art. This is the best example of German Expressionism with angular sets and exaggerated performances by the actors that represented the dementia of the title character. Werner Krauss is the mad doctor, who uses his somnambulist Ceasar (Conrad Veidt) from his carnival sideshow to do his evil deeds, with Lil Dagover is the damsel in distress. The film is framed by a rather clever plot device that turns the narrative upside down in the end, as a young man (Friedrich Feher) tells the story of Dr. Caligari's visit to the small German town of Holstenwall to an older one, as they sit together on a park bench. There is also a strong sense of how the film serves as a metaphor for the destruction of post-war Germany.
Whatever the films shortcomings, the classic status of this 1919 film directed by Robert Wiene is assured by the striking art direction. The abstract, expressionists designs provide severely angled corners, crooked lines, and objects highlighted by decorative stripes. If "Then Battleship Potemkin" opens us up as students of cinema to the possibilities about montage, then "The Cabinet of Dr. Caligari" does the same for mise-en-scene. The film also establishes many of the conventions of the horror film (e.g., the mad scientist, beauty and the beast), although, surprisingly enough, the basic storyline has never been remade.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. August 2011
als ich die DVD kaufte, hoffte ich , endlich eine deusche Version zu bekommen.
Fehlanzeige!
Der DVD-Titel auf ist deutsch, und es gibt keinen einzigen Hinweis anf englisch.
Trotzdem ist alles in Englisch.
Das ist irreführend!
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am 15. Dezember 2013
Bei allen deutschen Expressionismus-Stumm-Horror-Filmen kommt nach "Nosferatu" (1922) natürlich "Das Kabinett des Dr. Caligari". Der Film ist kein richtig Horrorfilm, besonders weil er von 1920 ist, sondern eher eine gruselige Geschichte.

Es geht um Dr. Caligari, der auf dem Jahrmarkt eine Kreatur ausstellt, die den Leuten die Zukunft vorhersagen kann. Dem jungen Alan prophezeit das Wesen den vorzeitigen Tod und Alan wird am nächsten Morgen tatsächlich ermordet aufgefunden...

Die Kulisse in dem Film ist sehr einfach gemacht und wirkt wie in einem Theaterstück. Die Musik ist sehr passend. Allerdings sind viele Dinge zu unrealistisch. Ob es damals so war weiß ich nicht, aber heute würde kein normaler Mensch die Erlaubnis der Polizei bekommen, die Ausstellung eines Schaustellers zu untersuchen. Außerdem ist der 4. Akt des Films nicht gerade der beste. Aber sonst ist er sehr gut und sogar meiner Meinung nach besser als Nosferatu, was wahrscheinlich daran liegt, dass es in Nosferatu Schriften in Altdeutsch gab, die man nicht lesen kann.
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am 1. Juli 2007
Two men are sitting on a cement bench by the garden wall. One casually says there are evil spirits all around. As a woman in white glides by the second man Francis (Friedrich Fehér) says that is my fiancée Jane (Lil Dagover) and let me tell you what happened to us.

As his story begins we are subjected to a weird world of light and twisted shadows. A strange Dr. (Caligari played by Werner Krauss) brings a somnambulist (sleeping man played by Conrad Veidt) to a local fair. The somnambulist knows all things and can predict the future; he prophesizes correctly Allan's (friend of Francis and rival for Jane's hand) murder and pilfers Jane from her bed chamber. But how can this be; as Francis has been keeping an eye on the doc and the snoozer all night and they have not moved?

I leave you with this thought "Du mußt Caligari warden"

The Ufa Story: A History of Germany's Greatest Film Company, 1918-1945 (Weimar and Now: German Cultural Criticism, 23)
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 21. Februar 2014
[Vorsicht, sehr starke Spoiler!]

Als Robert Wienes Film „Das Cabinet des Dr. Caligari“ im Februar 1920 in Berlin zur Uraufführung kam, startete man einen Werbefeldzug mit Hunderten von Plakaten, die die Aufforderung „Du mußt Caligari werden!“ auf Berliner Passanten herabprasseln ließen. Hiermit erweckte man einerseits die Neugierde des Publikums, doch schon recht bald sollte es Menschen geben, die dieser Aufforderung auf ihre eigene Weise Folge leisteten, und in der Rückschau sollte dieser Film angesichts der späteren politischen Entwicklungen einen beinahe prophetischen Charakter bekommen.

„Das Cabinet des Dr. Caligari“ ist einer jener Filme, die ein jeder zu kennen scheint, denn auch wenn man den Film nicht gesehen hat, so dürfte man irgendwann einmal auf den Filmtitel gestoßen sein oder aber Szenenphotos aus dem Film gesehen haben. Seine eigenartige und unverwechselbare Mise-en-scène, die auf Papier gemalten Kulissen einer skurrilen Phantasiewelt, in die Licht- und Schatteneffekte sogar aufgemalt waren, die alptraumhaften Verzerrungen und Entstellungen der Szenenbilder und die grotesken Möbelstücke, deren Proportionen sich die Schauspieler krampfhaft anpassen – man denke nur an die wie Heuschrecken auf viel zu hohen Hockern unter niedrigen Decken kauernden Gendarmen – sind zu Ikonen jener kurzen Epoche des deutschen Filmes in den frühen 20er Jahren geworden. Dabei waren diese beklemmenden und desorientierenden Bilder jedoch nicht nur Selbstzweck – etwa, um dem deutschen Film neben seinem dominierenden amerikanischen Konkurrenten sein eigenes Gepräge zu geben und ihn international mit möglichst geringem finanziellen Aufwand wettbewerbsfähig zu halten –, sondern wohl auch Ausdruck des Lebensgefühls einer Gesellschaft, deren Welt aus den Fugen geraten war und ihre Sicherheit und verläßlichen Dimensionen verloren hatte. Nichts läßt ein Fehlen orientierender Normen und Gewißheiten so deutlich werden wie ein verlorener Krieg, in dessen Gefolge der Bankrott autoritärer Staats- und Gesellschaftsformen offenbar wird.

In einem Garten sitzen der junge Franzis (Friedrich Feher) und ein alter Mann und ergehen sich in morbiden Gesprächen, als plötzlich ein apathisches, weißgekleidetes junges Mädchen, Jane Olsen (Lil Dagover), vorbeigeht. Der junge Mann erzählt seinem Zuhörer, warum dieses Mädchen den Verstand verloren hat. Nach dieser von Fritz Lang, dem ursprünglich die Regie für den Film zugedacht war, vorgeschlagenen Rahmenhandlung entspinnt sich die Geschichte um den mysteriösen, aber offenkundig bösartigen Schausteller Dr. Caligari (Werner Krauss), der mit Hilfe des willenlosen Somnambulen Cesare (Conrad Veidt) wahllos Morde begeht. Als Cesare jedoch ausgeschickt wird, Jane zu töten, nimmt dieser die junge Frau mit sich, anstatt sie an Ort und Stelle zu ermorden. Während seiner Verfolgung durch Janes Familie läßt Cesare sein Opfer, das mittlerweile durch das schreckliche Erlebnis um den Verstand gekommen ist, liegen, um sich zu verstecken. Doch es ist bereits zu spät: Franzis und Janes Vater haben Cesare als Mörder erkannt und entlarven Caligari als den Drahtzieher hinter den Taten. Als dieser in die städtische Irrenanstalt flieht, verfolgt ihn Franzis und erkennt in ihm schließlich den Direktor der Anstalt. Gegen die von Franzis angeführten Beweise ist der Anstaltsleiter machtlos: Er gesteht, durch ein Buch über einen Dr. Caligari, der mittels eines Somnambulen seine Feinde tötete, so fasziniert worden zu sein, daß er eines Tages, als endlich ein solcher Somnambuler in sein Haus eingeliefert wurde, selbst in die Fußstapfen Caligaris trat. Voller Entsetzen sperren die anderen Ärzte ihren Chef in eine Zelle, wo er – nun sind wir wieder in der Rahmenhandlung – den Aussagen des jungen Mannes nach noch heute sitzt. Franzis und sein Zuhörer gehen nun in den Innenhof der Anstalt, was uns erstmalig erkennen läßt, wo genau die Rahmenhandlung stattfindet, und es wird deutlich, daß der junge Mann viele Figuren seiner Erzählung aus dem Kreise der Patienten entlehnt hat. Der alte Mann wendet sich mit Grausen von Franzis ab – hier bietet er deutlich eine Identifikationsfigur für den Zuschauer –, als er erkennt, daß sein Gesprächspartner nicht recht bei Sinnen ist, und aus dem Gebäude tritt der Anstaltsleiter – nunmehr nicht mit dem grotesken Äußeren des boshaften Schaustellers, sondern als seriöser, wohlwollend wirkender Arzt –, als plötzlich der junge Mann wie von der Tarantel gestochen auf ihn losgeht. Franzis wird nun in eine Zelle gebracht, die nicht unähnlich der ist, in der zuvor der Dr. Caligari der Erzählung eingesperrt worden war, und der Film endet mit einer Großaufnahme des Anstaltsleiters, der äußert, nun endlich habe er die Natur der Geisteskrankheit des jungen Mannes erkannt, so daß Aussicht auf Heilung bestehe.

Dieser letzte Teil der Rahmenhandlung ist eigens von Robert Wiene dem Drehbuch hinzugefügt worden, und wenn er auch einen intelligenten Twist in die Handlung einfügt, so ist er doch von zeitgenössischen Filmkritikern, insbesondere von Siegfried Kracauer in seinem Buch „Von Caligari zu Hitler“, scharf angegangen worden. Kracauer sieht in Dr. Caligari eine jener übermächtigen Schurkenfiguren, wie sie für das deutsche Kino der 20er Jahre typisch waren. Ein anderes bekanntes Beispiel für diesen Typus ist wohl der unheimliche Doktor Mabuse, dem Fritz Lang einen mehr als vier Stunden langen Film widmete. Caligari stehe für die Obrigkeit des autoritären Kaiserreiches, auf deren Geheiß der unkritische und gefügige Durchschnittsdeutsche – im Film dargestellt durch Cesare – im Krieg unzählige Verbrechen begangen habe. Obgleich es zunächst so aussieht, als werde Caligari als der autoritäre Größenwahnsinnige entlarvt, der er eigentlich sei, verkehre sich durch den von Wiene angefügten Twist die Botschaft des Filmes, denn schließlich ist es ja der Caligaris Autorität in Frage stellende Franzis, der dem Wahnsinn verfallen ist und dem durch Caligaris (wissenschaftliche) Autorität eventuell geholfen werden kann. Kracauer bemängelt, daß Wiene hierdurch einen ursprünglich revolutionären Film in einen systemaffirmativen Film verwandelt habe.

Kracauers Interpretation klingt zunächst erst einmal sehr faszinierend, was allerdings nicht darüber hinwegtäuschen sollte, daß es sich lediglich um eine Interpretation handelt. Mit dem gleichen Deutungsrahmen könnte man nämlich auch vielen Hollywood-Filmen einen Hang zur Bejahung des Bestehenden und der Autorität unterstellen. Dieser Einwand entkräftet zwar nicht Kracauers Kritik am Ende von „Das Cabinet des Dr. Caligari“, doch er zeigt, daß er nicht um so vieles mehr auf diesen einen Film als auf viele andere zutrifft. Zudem sollte berücksichtigt werden, daß Wiene selbst schon 1934 auf der Flucht vor den Nationalsozialisten Deutschland verließ, d.h. auch wenn er ein Anhänger autoritären Denkens in der Politik gewesen sein sollte, so wohnt der Eindeutigkeit der Kontinuität, die durch den Buchtitel „Von Caligari zu Hitler“ suggeriert wird, wohl eine gewisse Vereinfachung inne.

Zudem läßt sich der Film auch noch ganz anders interpretieren: Franzis könnte hier für diejenigen Deutschen stehen, die nach der Niederlage im Krieg und dem Zusammenbruch des Kaiserreiches allerorten feindliche Kräfte (Caligari) am Werk sehen. Diese Mächte verüben ihre üblen Taten allerdings vermittelt über Handlanger (Cesare) und nicht in eigener Person. Vor diesem Hintergrund bekommt auch der scheinbare „red herring“ des Filmes, nämlich daß der dritte Mordanschlag nicht von Cesare, sondern von einem anderen Verbrecher verübt wurde, eine gewisse Bedeutung, könnte dieses Handlungselement doch ein Hinweis darauf sein, daß auch die Verbindung zwischen den anderen Verbrechen etwas ist, das nur in Franzis‘ Vorstellungskraft existiert. Mithin könnte man alle Verbrechen, die vermeintlich von Caligari und Cesare begangen worden sind, als Produkte von Franzis‘ Phantasie ansehen. Hier hätten wir dann in „Das Cabinet des Dr. Caligari“ einen Film, der das Verschwörungsdenken konservativer und reaktionärer Bevölkerungsgruppen ad absurdum führen möchte. Daß Cesare gerade auch einen Anschlag auf Jane Olsen (die Herzallerliebste) verübt, die Franzis als seine Geliebte ansieht, könnte dann sogar als eine Anspielung auf die „Dolchstoß“-Legende angesehen werden, die zwar erst 1920 in Hindenburgs Memoiren salonfähig gemacht wurde, die aber durchaus schon in den letzten Kriegsmonaten kursierte. Daß alle Figuren in Franzis‘ Geschichte auch wieder in der Irrenanstalt auftauchen, hat in dieser Interpretation damit zu tun, daß Verschwörungstheoretiker natürlich nicht aus dem Leeren schöpfen, sondern sich einzelne Personen und Sachzusammenhänge in Beziehungen stellen, die ihrem wahnhaften Denken entsprechen.

Auch dies ist freilich nur eine Interpretation, die vom Rezensenten unternommen wurde, um zu zeigen, daß neben Kracauers Lesart noch andere Möglichkeiten der Deutung dieses Filmes bestehen. Für Kracauer spricht freilich, daß er seine These nicht nur an einem einzelnen Film, sondern am deutschen Film jener Jahre insgesamt festmacht. Und doch glaubt der Rezensent, daß Kracauer mit dem hier besprochenen Film ein wenig zu einseitig verfährt.

Die von mir gesichtete DVD wurde im Jahre 2000 von Eureka veröffentlicht und enthält neben der 72-minütigen Filmversion eine Audiokommentarspur. Die Zwischentitel sind auf Englisch, doch wurde das expressionistische Layout der originalen deutschen Zwischentitel auf die englischen Titel übertragen, so daß sie sich – bis auf einige Ausnahmen – stimmig in die Atmosphäre des Filmes einfügen. Der DVD-Transfer entstand auf Grundlage einer alten russischen Kopie, und wenn das Bild auch recht klar ist, so stört an sehr vielen Stellen doch eine horizontale Linie im oberen Bilddrittel, die ich auf einen Schaden der Ausgangskopie zurückführe. Anstatt der Originalmusik hört man zum Film einen Orchester-Score von Timothy Brock, der m.E. allerdings gut zum Film paßt. Insgesamt würde ich die Ausgabe von Eureka als eine der besseren Ausgaben dieses Filmes ansehen.
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